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Koron Diverses
Forum: InGame Offtopic
Letzter Beitrag: Kogan
04-15-2025, 01:21 PM
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Im Orbit um Koron III
Forum: Der Weltraum
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04-12-2025, 08:53 PM
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Läuterung
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Zeitenwende
Forum: Die Mittleren Ebenen
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Kogan
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Letzter Beitrag: Kogan
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Ralph 'Doc' Duhaney [Impe...
Forum: Bewohner Korons
Letzter Beitrag: Die Stimme
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Von elektrischen Schafen ...
Forum: InGame Offtopic
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Äußerster Rand des SORLON...
Forum: Der Weltraum
Letzter Beitrag: Sindri
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Läuterung
Forum: Der Weltraum
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Neuigkeiten und Veränderu...
Forum: Neuigkeiten
Letzter Beitrag: Kogan
01-30-2025, 05:58 PM
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Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit |
Geschrieben von: Die Stimme - 08-13-2008, 05:22 PM - Forum: Residenzen
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Alexandra Swendin war eine viel beschäftigte Frau. Als Abteilungsleiterin der Siris- Öffentlichkeitsarbeit hatte sie das zweifelhafte Vergnügen sämtliche Bettelschriften und Spendenanfragen zu sichten, die ihre untergeordneten Stellen für lesenswert erachteten. Es waren eine Menge und das obwohl bereits ein Großteil vor ihrem Schreibtisch Bekanntschaft mit dem Reißwolf machte. Scheinbar war jeder Wissenschaftler und selbsternannte Forscher dem Irrglauben erlegen das, dass Haus Siris nichts besseres zu tun hatte als mit Fördergeldern um sich zu werfen. Die meisten Schreiben überflog sie gelangweilt und beförderte sie ins Altpapier. Bei größeren Gesellschaften oder Firmen mit denen sie in Kontakt standen setzte sie ein freundliches, aber eindeutiges Schreiben auf. Nur sehr, sehr selten war eine Sache es wert das sie ihren Inhalt weiterleitete.
Heute jedoch schien nichts dabei zu sein. Den Kopf auf eine Hand gestützt ging sie die Anfragen durch.
Nein… Der Brief landete im Zerkleinerer, Nein… Sie zerknüllte das Schreiben und versuchte den Zerkleinerer am anderen Ende ihres Büros zu treffen. Leider daneben. Auch der nächste Wurf ging fehl. Das dritte Gesuch um Förderung traf das Ziel fast. Sie brauchte eines auf schwerem Papier. Während der kleine Reinigungsservitor gehorsam die Fehlwürfe aufsammelte suchte Alexandra den Papierberg durch.
Nein zu leicht… zu leicht… das hier vielleicht. Von diesem Schinder
Grade wollte sie es zusammenknüllen als der Name etwas in ihrer Erinnerung berührte.
Schinder? Sie lass genauer. Doktor Josef Schinder.
Als Sachbearbeiterin von solcher Wichtigkeit war es natürlich nötig das sie über ein gewisses Maß an Grundkenntnissen in den Bereichen der Wissenschaft und Technik verfügte.
Daher kam es auch das sie den Namen schon einmal gehört hatte. Auf einer Weiterbildung war über umstrittene Theorien gesprochen wurden. Dabei war auch der Name Schinders gefallen. Irgend etwas mit Zellerneuerung, wenn sie sich recht entsann. Dieser Mann könnte die Forschungssektion durchaus interessieren. Sie steckte den kurzen Brief in eine der roten Kapseln und vertraute diese der Rohrpost an.
Zitat: Sehr geehrte Damen und Herren!
Erlauben sie mir mich ihnen vorzustellen. Mein Name ist Josef Schinder. Doktor der Medizin und angesehene Koryphäe auf dem Gebiet der Zellerneuerung und der DNA- Modifikation. Einen Anhang meiner bekanntesten Abhandlungen füge ich bei.
Mein Anliegen an das hochverehrte Haus Siris ist folgendes. Ich habe eine Bürgerschaft für Gohmor eingereicht und man sicherte mir deren Genehmigung zu. Ich bin damit also von einem Flüchtling zu einem standesgemäßen Bürger dieser Welt geworden. Was mir jetzt fehlt ist ein ausfüllendes Betätigungsfeld. Natürlich wäre es mir ein Leichtes eine Anstellung bei einer allgemeinmedizinischen Einrichtung zu erhalten. Dies jedoch wäre eine Verschwendung geistiger Ressourcen. Ich habe einiges Wissen angehäuft das ihrer neuerungsorientierten Grundeinstellung entsprechen dürfte. Was mir zur Verwirklichung meiner Pläne fehlt sind Mittel und Forschungsanlagen. Da ich weiß das sie über beides verfügen möchte ich ihnen hiermit meine bescheidenen Dienste anbieten. Natürlich stelle ich meine Fähigkeiten auch gerne in den Dienst ihrer Projekte.
Über eine baldige Antwort würde ich mich erfreut zeigen. Meine Adresse können sie dem Umschlag des Schreibens entnehmen.
Hochachtungsvoll
Dr. J. Schinder
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Dr. Josef Schinder |
Geschrieben von: Dr. Schinder - 08-13-2008, 11:46 AM - Forum: Einwohnermelde-Liste
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Name: Josef Schinder
Alter: 83 Standardjahre
Aussehen: Der Doktor ist eine, von Krankheit und Entbehrung gezeichnete Erscheinung. Ihn als hager zu beschreiben ist wesentlich untertrieben. Viel mehr ist er spindeldürr und gemahnt an ein verhärmtes Skelett, welches lediglich mit Haut bespannt ist. Haut von der Farbe und Konsistenz vergilbten Papiers. Seine Finger sind lang und ebenso dünn wie alle seine Glieder. Sie lassen an die Beine einer Spinne denken und sind ständig in geschäftiger Bewegung. Die Nägel verstärken diesen Eindruck zusätzlich, da sie spitz zugefeilt wurden. Trotz seines tatterigen Äußeren sind seine Hände zielstrebig und ohne den Anflug eines Zitterns.
Schinder ist sehr groß, knapp über zwei Meter. Seine dünne Gestalt und die vorgebeugte Körperhaltung verleihen ihm etwas was an die Gestalt eines Geiers erinnert. Die Hakennase tut ihr Übriges. Was die Augen anbelangt, so sitzen sie tief in den Höhlen dieses Totenschädels. Klein und stechend scheinen sie immer in Bewegung zu sein und die Umgebung zu mustern.
Das wenige Haar, dass ihm die Krankheit gelassen hat, nistet in langen Strähnen auf seinem Kopf. Es ist dünn und farblos, wie ein Gespinst aus staubiger Spinnenseide.
Seine Stimme ist ein heiseres Krächzen, an schlechten Tagen immer wieder von Hustenanfällen unterbrochen.
Kleidung: Zwar ist sein Sinn für Mode nicht gerade auf dem neusten Stand, dennoch kann man ihm einen ausgeprägten Hang für geschmackvolle Kleidung nicht absprechen. Er bevorzugt einen Anzug, nach Möglichkeit aus einer edlen Schneiderei. Über diesem pflegt er einen Mantel aus schwerem Stoff zu tragen. Alles in vornehmen und dezentem Schwarz. Ein hoher Zylinder rundet diese Ausstaffierung ab. Zuweilen sieht man ihn auch mit einer Rauchspitze in welcher er ein LHO- Stäbchen oder ähnliches Rauchwerk konsumiert.
Geht er seiner Arbeit nach, trägt er natürlich die Kleidung seines Standes. Einen Plastikkittel, Handschuhe und Haube. Auch die Atemmaske darf nicht fehlen, damit er während einer Operation keinen Anfall erleidet.
Ausrüstung: Das Wichtigste, weil lebensnotwendig, ist sein Sauerstoffgerät. Nicht nur ist es eine Gasmaske die ihn vor widrigen Umwelteinflüssen schützt, sie versorgt seine verkümmerten Lungen mit zusätzlicher Atemluft. Auch sieht man ihn fast nie ohne seinen Arztkoffer aus dem Haus gehen. Dieser enthält, neben dem Feldoperationsbesteck, alles was man braucht um Proben zu nehmen und erste, einfache Tests durchzuführen.
Schinder verachtet Waffen, da sie die Ausflucht des schwachen Geistes sind. Dennoch kommt auch er nicht umhin, einzusehen das sie manchmal von Nöten sind. Darum trägt er einen kleinen Nadler bei sich. Kaum eine Waffe um damit einen Feuerkampf für sich zu entscheiden. Doch um sich im Falle der Gefahr seines Lebens zu erwehren reicht dieses Schmuckstück alle mal.
Charakter und Auftreten: Josef Schinder ist ein Getriebener, immer auf der Flucht vor der weltlichen Gerichtsbarkeit und der göttlichen. Dabei trachtet er jedoch selber danach dem Tot seien Allmacht zu nehmen. Dieses Ziel, sowie einige andere verfolgt er ohne Rücksicht auf Verluste. Dabei ist er sich selber keiner Schuld bewusst, geschieht doch letztendlich alles zum Wohle der Menschheit. Sind es nicht immer die größten Errungenschaften die, die meisten Opfer fordern? Mittlerweile hat sich seine Geisteshaltung derart gewandelt, das er andere Menschen nicht mehr als Individuen sieht, sondern nur noch als Material für seine Forschung und Experimente. Zwar merkt man ihm diese Bessenheit an, gerade wenn er in sein Arbeit vertieft ist, dennoch hat er die Maske der Zivilisation noch nicht gänzlich abgelegt. Im Gegenteil scheint er sehr kultiviert und redsam. Doch ist es letztendlich nur Fassade, Mittel zum Zweck. Schinder kennt keine Gnade. Ob es nun schreiende Opfer auf seinem OP-Tisch sind, oder die missglückten Versuche, die sich unter Schmerzen winden. Der Doktor empfindet nichts, allerhöchstens Frustration über den Rückschlag. Was kümmert schon der von niederem Intellekt und welcher Intellekt wäre dem seinen schon ebenbürtig oder gar überlegen?
Fähigkeiten: Da er Biologe und Chirurg ist, liegt seine Können definitiv auf diesen Attributen. Das geht vom einfachen Knochensägen auf dem Schlachtfeld, über das Verfassen wissenschaftliche Abhandlungen bis hin zu hoch komplizierten Operationen. Doch ist er auch auf anderen Gebieten bewandert, ja man könnte ihn durchaus als Universalgelehrten betiteln. So hat er seine Fühler in die Xenologie, die Lehre des Warpraum und unzählige andere Fachgebiete ausgestreckt. Sein Wissensdurst ist scheinbar unbegrenzt. Dadurch das viele seiner Kollegen in den besseren Kreisen der Gesellschaft zu finden sind, hat er sich ein hohes Maß an Kultur, Umgangsformen und Etikette angeeignet. Einfach aus dem Grund, um sich sicher in diesen Kreisen bewegen zu können. Doch auch unter den Ärmsten der Armen fühlt er sich nicht unwohl. Sind die Menschen doch alle gleich. Knochen, Fleisch, Blut und Gehirn. Unabhängig von weltlichem Besitz, die Summe ihrer Teile. Kämpferische Fähigkeiten hat der alte Mann keine nennenswerten. Zwar weiß er eine Pistole zu bedienen und schreckt auch nicht vor ihrer Benutzung zurück. Dennoch ist das Kämpfen ein unliebsames Übel für ihn. Manche Individuen sind eben mir körperlicher Überlegenheit ausgestattet, andere mit geistiger. Er ist froh zu Letzteren zu gehören.
Biografie:
Nun da ich diese Zeilen schreibe treten mir die Ereignisse aus jenen Tagen nur allzu lebhaft vor das Auge. Fast scheint mir mein Leben, dass nun immerhin schon über ein dreiviertel Jahrhundert andauert, wie im Fluge vergangen. Was habe ich erreicht? Woran bin ich gescheitert? Ich will versuchen es hier zu rekapitulieren.
Der Anfang meines Lebens stand wahrlich unter einem guten Stern. Geboren in vornehmen Hause standen mit alle Türen meiner Heimatwelt offen. Meine Eltern waren angesehene Akademiker und es schien vorherbestimmt das ich ihnen auf diesem Pfad folgen sollte. Die ersten Jahre meines Lebens liefen daher auch entsprechend unspektakulär. Privatlehrer erzogen mich, es mochten nicht die Besten gewesen sein, doch es waren mit nichten die Schlechtesten. Man unterrichtete mir, neben den Naturwissenschaften in Kultur und Religion. Ich entsinne mich das mir grade aber die Religion Rätsel aufgab. Einerseits berichteten meine Lehrer von der Kausalität aller Dinge. Auf der anderen Seite glaubten sie bedingungslos an die Allmacht einer einzelnen Person, die ohne Frage Großes geleistete hatte, aber letztlich doch auch nur ein Mensche war. Nun sei es drum, mein Interesse lag ohne hin mehr bei den wahren Wissenschaften. Mochte es teils der Einfluss meiner Eltern, teils eigene Neugier sein.
Im Alter von zwölf Jahren wurde ich nun auf ein Eliteinternat gewiesen. Hier bereitete man die Jugend auf ihre Zukunft als Führungssicht einer Welt vor.
Eine Welt die, wie ich zu erwähnen vergaß, den Namen Pronox Prime trug. Im Nachhinein betrachte eine unnütze Welt. Prachtvoll zwar, aber dennoch belanglos. Die Exportgüter beschränkten sich auf Luxuswahren. Die Weinberge der Odemhänge waren über den Planeten hinaus berühmt. Keinerlei Industrie malträtierte die Atmosphäre, grüne Wälder und blaue Meere erquickten das Auge. Die Jahre auf dem Universitätsinternat waren gewiss lehrreich doch, meiner Treu, es war meine Jugend. Ein Bursche, dem Knabenalter grad entwachsen, hat andere Dinge im Kopf als seine Nase in staubigen Büchern zu vergraben. Nichtsdestotrotz bestand ich diese erste Prüfung mit Bravur und Auszeichnung. Stolz kehrte ich, mittlerweile zwanzig Jahre zählend, in das Anwesen meiner Eltern zurück. Mein Vater war in dem Alter, in dem er an die Beendigung seiner Geschäfte dachte. Nach ihm würde ich die Praxis übernehmen und die Familientradition weiterführen.
Doch es kam anders.
Der Krieg hielt Einzug in das System.
Von allen Welten des Sektors wurden Soldaten zusammengezogen um einem grausamen Feind zu begegnen. Dem Erzfeind, der Finsternis, dem übelsten Bösen. Welche naive Namen die Unwissenden doch für das Unbekannte finden. Ist doch das Chaos ein Teil der Natur, wenn auch seine Funktionsweise nach gänzlich anderen Regeln oder vielmehr Unregeln vonstatten geht.
Doch ich schweife ab.
Stellte Selkundus auch keine Soldaten, so doch einen großen Anteil an medizinischen Personal. Auch ich sollte dem Ruf nach Pflichterfüllung erliegen.
Ach ja der Patriotismus. Welch Narretei er doch ist. Er bring Männer und Frauen dazu Heim und Hof zu verlassen und hinter einem flatternden Stofffetzen herzustürmen, immer dem Tot entgegen. Wie die schlimmste Seuche grassiert die Sucht nach Ruhm und Heldentaten unter den Einfältigen. Bedeutet der Krieg doch nicht mehr als das alte Männer reden und junge Männer ihr Leben lassen. Dennoch scheint das ewige Schlachten die einzige Kostante in diesem Universum zu sein und keine Rasse wird des Kriegführens je müde.
Wie gesagt, folgte ich auch der Trommel. Was wusste ich schon vom Krieg? Was von den Leiden die er verursacht? Es war als wäre ich aus eine einem Traum erwacht und blickte in eine Welt die aus Blut, Tot und Verzweiflung zu bestehen schien. Für jeden Mann den ich rettete starben hundert andere. Der Feind hatte Waffen, welche Wunden verursachten wie ich sie noch nie gesehen hatte. Trotz all des Schreckens begann ich mich für diesen Gegner und seine Technologie zu interessieren. Es war nicht schwer Gleichgesinnte zu finden und so entstand in den Schützengräben, Kasernen und Bunkern eine Geheimgesellschaft. Wir trafen uns im Verborgenen und untersuchten die Leichen getöteter Feinde oder ihre exotischen Waffen. Es waren kaum Experimente unter würdigen Bedingungen, mehr aus Neugier, denn aus Professionalität geboren. Dennoch faszinierte uns das Entdeckte.
Der Feind wies starke Mutationen auf. Reflexe, Kraft und Konstitution waren auf Äußerste gesteigert. Kampfdrogen waren scheinbar ein geläufiges Mittel bei unseren Gegnern. Das es wirkte bewies uns die Tatsache das unsere Truppen dabei waren den Krieg zu verlieren. Mehr und mehr gewann der Feind an Boden. Er kannte keine Furcht und keine Skrupel. Leben bedeutete ihm nicht und allmählich erkannte ich die Weisheit hinter dieser Tatsache. Denn der Skrupel, die Moral und Nächstenliebe, all das sind gekünstelte Begriffe. Aus einer Gesellschaft geboren die ich Schwächsten schützt und verhätschelt anstatt sie, zu Gunsten der Stärkeren zu beseitigen. Die Anführer der Chaostruppen hatten dieses Faktum erkannt. War es doch eigentlich auch ein Gesetzt das uns die Natur tagtäglich vor Augen führte. Der Schwächere wird von dem Stärkeren aussortiert. Das ist bei den niedersten Insekten ebenso wie bei höheren Tieren, wie etwa den Orks.
Wo wir unser Können damit verschwendeten einfache Soldaten zu retten, ließ das Chaos sie verbluten. Nur wer sich selber half, dem wurde geholfen.
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Doktor Josef Schinder |
Geschrieben von: Dr. Schinder - 08-11-2008, 11:34 PM - Forum: Bewohner Korons
- Antworten (3)
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![[Bild: 7b0y-s.gif]](http://www.bilder-hochladen.net/files/7b0y-s.gif)
Name: Josef Schinder
Alter: 83 Standardjahre
Aussehen: Der Doktor ist eine, von Krankheit und Entbehrung gezeichnete Erscheinung. Ihn als hager zu beschreiben ist wesentlich untertrieben. Viel mehr ist er spindeldürr und gemahnt an ein verhärmtes Skelett, welches lediglich mit Haut bespannt ist. Haut von der Farbe und Konsistenz vergilbten Papiers. Seine Finger sind lang und ebenso dünn wie alle seine Glieder. Sie lassen an die Beine einer Spinne denken und sind ständig in geschäftiger Bewegung. Die Nägel verstärken diesen Eindruck zusätzlich, da sie spitz zugefeilt wurden. Trotz seines tatterigen Äußeren sind seine Hände zielstrebig und ohne den Anflug eines Zitterns.
Schinder ist sehr groß, knapp über zwei Meter. Seine dünne Gestalt und die vorgebeugte Körperhaltung verleihen ihm etwas was an die Gestalt eines Geiers erinnert. Die Hakennase tut ihr Übriges. Was die Augen anbelangt, so sitzen sie tief in den Höhlen dieses Totenschädels. Klein und stechend scheinen sie immer in Bewegung zu sein und die Umgebung zu mustern.
Das wenige Haar, dass ihm die Krankheit gelassen hat, nistet in langen Strähnen auf seinem Kopf. Es ist dünn und farblos, wie ein Gespinst aus staubiger Spinnenseide.
Seine Stimme ist ein heiseres Krächzen, an schlechten Tagen immer wieder von Hustenanfällen unterbrochen.
Kleidung: Zwar ist sein Sinn für Mode nicht gerade auf dem neusten Stand, dennoch kann man ihm einen ausgeprägten Hang für geschmackvolle Kleidung nicht absprechen. Er bevorzugt einen Anzug, nach Möglichkeit aus einer edlen Schneiderei. Über diesem pflegt er einen Mantel aus schwerem Stoff zu tragen. Alles in vornehmen und dezentem Schwarz. Ein hoher Zylinder rundet diese Ausstaffierung ab. Zuweilen sieht man ihn auch mit einer Rauchspitze in welcher er ein LHO- Stäbchen oder ähnliches Rauchwerk konsumiert.
Geht er seiner Arbeit nach, trägt er natürlich die Kleidung seines Standes. Einen Plastikkittel, Handschuhe und Haube. Auch die Atemmaske darf nicht fehlen, damit er während einer Operation keinen Anfall erleidet.
Ausrüstung: Das Wichtigste, weil lebensnotwendig, ist sein Sauerstoffgerät. Nicht nur ist es eine Gasmaske die ihn vor widrigen Umwelteinflüssen schützt, sie versorgt seine verkümmerten Lungen mit zusätzlicher Atemluft. Auch sieht man ihn fast nie ohne seinen Arztkoffer aus dem Haus gehen. Dieser enthält, neben dem Feldoperationsbesteck, alles was man braucht um Proben zu nehmen und erste, einfache Tests durchzuführen.
Schinder verachtet Waffen, da sie die Ausflucht des schwachen Geistes sind. Dennoch kommt auch er nicht umhin, einzusehen das sie manchmal von Nöten sind. Darum trägt er einen kleinen Nadler bei sich. Kaum eine Waffe um damit einen Feuerkampf für sich zu entscheiden. Doch um sich im Falle der Gefahr seines Lebens zu erwehren reicht dieses Schmuckstück alle mal.
Charakter und Auftreten: Josef Schinder ist ein Getriebener, immer auf der Flucht vor der weltlichen Gerichtsbarkeit und der göttlichen. Dabei trachtet er jedoch selber danach dem Tot seien Allmacht zu nehmen. Dieses Ziel, sowie einige andere verfolgt er ohne Rücksicht auf Verluste. Dabei ist er sich selber keiner Schuld bewusst, geschieht doch letztendlich alles zum Wohle der Menschheit. Sind es nicht immer die größten Errungenschaften die, die meisten Opfer fordern? Mittlerweile hat sich seine Geisteshaltung derart gewandelt, das er andere Menschen nicht mehr als Individuen sieht, sondern nur noch als Material für seine Forschung und Experimente. Zwar merkt man ihm diese Bessenheit an, gerade wenn er in sein Arbeit vertieft ist, dennoch hat er die Maske der Zivilisation noch nicht gänzlich abgelegt. Im Gegenteil scheint er sehr kultiviert und redsam. Doch ist es letztendlich nur Fassade, Mittel zum Zweck. Schinder kennt keine Gnade. Ob es nun schreiende Opfer auf seinem OP-Tisch sind, oder die missglückten Versuche, die sich unter Schmerzen winden. Der Doktor empfindet nichts, allerhöchstens Frustration über den Rückschlag. Was kümmert schon der von niederem Intellekt und welcher Intellekt wäre dem seinen schon ebenbürtig oder gar überlegen?
Fähigkeiten: Da er Biologe und Chirurg ist, liegt seine Können definitiv auf diesen Attributen. Das geht vom einfachen Knochensägen auf dem Schlachtfeld, über das Verfassen wissenschaftliche Abhandlungen bis hin zu hoch komplizierten Operationen. Doch ist er auch auf anderen Gebieten bewandert, ja man könnte ihn durchaus als Universalgelehrten betiteln. So hat er seine Fühler in die Xenologie, die Lehre des Warpraum und unzählige andere Fachgebiete ausgestreckt. Sein Wissensdurst ist scheinbar unbegrenzt. Dadurch das viele seiner Kollegen in den besseren Kreisen der Gesellschaft zu finden sind, hat er sich ein hohes Maß an Kultur, Umgangsformen und Etikette angeeignet. Einfach aus dem Grund, um sich sicher in diesen Kreisen bewegen zu können. Doch auch unter den Ärmsten der Armen fühlt er sich nicht unwohl. Sind die Menschen doch alle gleich. Knochen, Fleisch, Blut und Gehirn. Unabhängig von weltlichem Besitz, die Summe ihrer Teile. Kämpferische Fähigkeiten hat der alte Mann keine nennenswerten. Zwar weiß er eine Pistole zu bedienen und schreckt auch nicht vor ihrer Benutzung zurück. Dennoch ist das Kämpfen ein unliebsames Übel für ihn. Manche Individuen sind eben mir körperlicher Überlegenheit ausgestattet, andere mit geistiger. Er ist froh zu Letzteren zu gehören.
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Landung der Tau - koron III |
Geschrieben von: Gast - 08-11-2008, 08:40 PM - Forum: Das Umland von Gohmor
- Antworten (11)
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Das alte Imperiale Flugkonstrukt öffnete die große Tür auf der gegenüberliegenden Seite der Piloten. Die Menschlinge strömten in Schlangen heraus und schienen die Lage zu überprüfen. Er selbst witterte nur deren Fleischgeruch. Das grelle Weiß des Sandes draußen ließ in im dunklen Bauch des metallenern Vogels blinzeln. Er wendete sich von den Menschlingen zu seiner Sippe. Der Sand der von draußen hereinkam reizte seine Augen und er kniff sie zusammen. Er war hier zum töten und wartete auf die Befehle seines ehrwürdigen Weisen. Die Kroot hatten ihre beidseitig mit Klingen bestückten Büchsen in den Händen. Zuverlässige Waffen und effektiv im Nahkampf dazu. Er liebte Effektivität. Die Tau liebten es. Er war auf diesem Planeten um dem höheren Wohl zu dienen. Eine Sandböe blies in das Raumschiff. Der Sand war ihm unangenehm. Obwohl er noch nicht auf ihm lief, spürte er die Hitze, die er erdulden würde müssen. Die Menschlinge und seine Herren hatten Helme oder Masken auf, doch ihm blieb nur in der von Sand und Staub geschwängerten Luft seinen Schnabel geschlossen zu halten. Seine Sippe war eine hellhäutige unter den Kroots. Ockerfarben mit bräunlichen Kammstacheln. Doch ihr Anführer war dagegen grau. Dies machte es leichter, ihn in der Schnelle von der restlichen Sippe zu unterscheiden. Er verspürte Juckreiz. Der lästige Sand war ihm in seine traditionelle Bekleidung geraten. Es war ihm unangenehm und er musste sich kratzen. Außerdem hatte er Hunger. Wann gab es endlich Frischfleisch ?
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Tau-OffTopic |
Geschrieben von: Var - 08-10-2008, 09:55 PM - Forum: InGame Offtopic
- Antworten (186)
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es gibt ja bald eine tau-mission. ich fände es nicht schlecht, wenn sich ein paar leute für npcs melden würden.(menschen, tua, kroot)
mfg
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Fabriken |
Geschrieben von: Die Stimme - 08-10-2008, 12:00 PM - Forum: Untere Ebenen und Unterwelt
- Keine Antworten
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Gestern:
Fast alle Arbeiter der Waffenfabrik waren versammelt und standen vor einem improvisierten Pult, dargestellt durch ein altes Fass, auf dem ein richtiger Brocken von einem Mann eine Rede hielt. Der Mann war Roya Esriel, Vorarbeiter der Nachtschicht, ein Mann, der den Respekt der Arbeiter schon lange verdient hatte und so lauschten auch alle seinen Worten.
“Männer, der Anschlag gestern beweißt das Wir für das edle Pack keinen Wert haben”
rief er den Zuhören mit lauter rauer Stimme zu, anspielend auf einen Überfall durch Unbekannte am Vorarbend.
“Die haben versucht uns Mundtot zu machen, aber ich bin dafür das wir Jetzt erst recht unsere Position vertreten. Ohne uns sind die doch nichts, Wir arbeiten, Wir stellen ihre Waffen her. Ohne uns kein Geld und keine Waffen für ihre Soldaten. Man kann uns drohen aber wir sind in der Überzahl, wir müssen nur zusammenhalten. STREIK!!!”
Viele stimmten in seinen Ruf ein, einige wollten aber mehr und riefen nach offenem Kampf. Roya konnte sie hören und griff diese Rufe nach Gewalt auf:
“Töten wollt ihr? Unsinn, wir wollen mehr Geld, mehr Pausen und eine sichere Arbeit, wenn ihr Krieg wollt dann geht doch zur Armee. Wir sind Arbeiter und keine Soldaten, greifen wir zu den Waffen wird man uns einfach niedermetzeln, denn dann haben sie einen Grund. Doch wenn wir unsere Arbeit niederlegen werden uns nur einige Schläger auf den Hals gehetzt, mit denen werden wir fertig, wenn wir gemeinsam für unsere Rechte einstehen.”
Wieder erhob sich Jubel, die Masse schien überzeugt.
Heute sah die Welt anders aus, Roya war nicht zu seiner Schicht erschienen, Gerüchte kursierten, das er, wie einige in den letzten Tagen, getötet worden war. Viele hatte der Mut des Vortages schon wieder verlassen. Nur wenige, meist alte Freunde von Roya, entschieden nach der Schicht zu ihm zu gehen. So erschien eine Gruppe von etwa 20 Arbeitern am frühen morgen vor seiner Wohnung. Roya öffnete und lies sie ein, sein Gesicht war zornig und traurig zugleich, seine Augen waren feucht.
Auf nachfragen berichtete er von dem Tod seiner Freundin, ein Gangerüberfall hieß es, aber alle Anwesenden wussten es besser. Wie so oft wenn sich der Widerstand in der Arbeiterschaft regte, wurden auch diesmal die Gangs aktiv.
Schnell kochte die Stimmung, war er noch gestern nicht bereit gewesen zu kämpfen, so gab es heute nur noch weniges was dagegen sprach, zumindest in den Augen Royas. Man diskutierte und debattierte über das weitere Vorgehen. Einige sprachen sich gegen Gewalt und Streik aus, wie sollten sie ihre Familien ernähren? Andere forderten den Kampf, verlangten nach Rache für die Opfer der „Gangs“.
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Die Versammlungshalle |
Geschrieben von: Die Stimme - 08-09-2008, 12:17 PM - Forum: Die Hauptstadt "Kir’qath"
- Antworten (6)
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Aun'la Ksi'm'yen Ol O‘res Kauyon stand in der riesigen Versammlungshalle, welche nach der Ankunft ihrer Vorfahren aus dem Wrack des Erkunder-Klasse Schiffs gefertigt worden war. Er hatte vor einigen Stunden von erfahren das eine Scoutstaffel kontakt mit anderen Tau hatte, überlebende einer anderen Kolonie. Mehr als 200 Tau'cyr wartete man nun schon auf diesen Tag und Kauyon fühlte sich geehrt das er jener war welcher die ersten Gäste aus der lang verlorenen Heimat begrüssen durfte.
Vertreter aller Kasten waren versammelt, erwartungsvoll ob der baldigen Eingliederung in das Heimatreich. Alle waren festlich gekleidet, nur die Feuerkrieger trugen voller Stolz ihre Kampfanzüge. Dann öffnete sich das ehemalige Schott und gab den Blick auf die Ankömmlinge frei. Etwa ein Dutzend Feuerkrieger, sichtlich mitgenommen, von Kämpfen und Entbehrungen. Ein Commander führte die Gruppe an, er wirkte ebenso Stolz wie die einheimischen Krieger, aber sein Blick war nicht voller Erwartungen sondern müde, matt und leer.
Aun'la Ksi'm'yen Ol O‘res Kauyon bemerkte diesen Blick nicht nur bei dem Shas'O und er spürte das es nicht die glorreiche Zusammenführung war die er so ersehnt hatte. Er bedeutet mit einem Handzeichen allen Anwesenden zu schweigen und brachte das leise gemurmel was sich eingestellt hatte zur Ruhe.
„Tau'Va meine Brüder, ich heiße euch in Ol O'res Willkommen! Es ist uns ein große Freude durch euch Nachricht aus der Heimat zu erhalten. Sehr lange ist es her das unsere Vorfahren hier strandeten, und ebenso lange fehlte uns jeder Kontakt zum Konzil. Doch dies sind Dinge die noch warten können. Ihr habt einen weiten Weg hinter euch, seid eingeladen mit uns zu feiern, oder lasst euch in Unterkünfte führen, welche wir vorbereitet haben. Die Feierlichkeiten werden heute Abend ihren Höhepunkt haben, morgen dann werden ich eure Fragen beantworten, und so hoffe ich ihr die Meinen.“
Bei den letzten Worten nickte er Shas'O Pratak zu, nach seinen Worten gab er ein zeichen und eine, auf der linken Seite der Halle aufgestellte Kapelle fing an zu spielen.
Kauyon blieb an seinem Platz stehen und wandte sich an den neben ihm stehenden Shas‘O Ol O‘res Tasad.
"Das ist ein Zeichen, lange schon plant ihr diese Mission, nun haben wir einige Krieger deren Erfahrung und Wissen uns großen Nutzen bringen könnte. Morgen werden wir genaueres erfahren, bereitet bis dahin alles vor.“
„Wie ihr wünscht Aun' La, wie groß soll die Truppe sein?“
„Das liegt in eurer Hand, aber bedenkt das die Ziele wichtiger sind als meine Anwesenheit.“
Ich hoffe ich hab nirgends den Fluff gebeutelt. Var du bist dann spätestens bei der Besprechung dabei.
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Untergrunddeponie A-3294 |
Geschrieben von: Kogan - 08-07-2008, 09:03 PM - Forum: Untere Ebenen und Unterwelt
- Antworten (43)
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Kogan wusste nicht wie lange er fiel, doch er konnte vor sich Grunz panisches Quieken hören. Er selbst musste die Befürchtung niederkämpfen die Röhre könnte sich verengen und er darin stecken bleiben. Dann würde er in einem Abfallschacht verdursten oder ersticken wenn sich der Müll auf ihm stapelte. Doch so kam es nicht. Endlich sah er, im wahrsten Sinne des Wortes, Licht am ende des Tunnels. Sein Magen krampfte sich zusammen als er ins Leere stürzte. Im dämmerigen Halbdunkel sah er eine weitläufige Kaverne unter sich. Gut zehn Meter unter ihm breitet sich ein fauliger See aus Brackwasser aus. Berge von Müll erhoben sich aus den stinkenden Fluten wie Inseln. Das Szenario hätte jedem Diener Nurgels Tränen der Freude in die Augen getrieben. Über diesen Auswurf des städtischen Molchs krabbelten menschliche Assfresser. Auch wenn sie nicht mehr viel von Menschen an sich hatten. Sie krochen durch den Müll, immer auf der Suche nach Brauchbarem. Erbärmliche Gestalten, dünn und mit verwanzten Lumpen bekleidet. Kein Stück ihrer Haut war nicht mit Schmutz verkrustet. Diese Müllmenschen wurden im Unrat geboren, lebten und starben hier. Ohne auch nur einmal die Sonne Korons gesehen zu haben. Ihr Mikrokosmos drehte sich um das was andere wegwarfen. Es war ihr Leben und ihre Nemesis. Sie schleppten Massen davon zu Hochöfen, die man in der Ferne glühen sehen konnte. Würden sie in ihrer Verbennungstätigkeit jemals erlahmen so würden sie vom Müll begraben.
Kogan klatschte in das Wasser und die schwarzen Wellen schlugen über ihm zusammen. Mit kräftigen Zügen arbeitet sich der Krieger an die Oberfläche und auf ein nahes Dreckarchipel zu. Wie aufgeschreckte Affen stoben die Müllmenschen auseinander. Sie waren es durchaus gewohnt das Leichen in ihre Welt regneten, doch Lebende waren wesentlich seltener. Der Diener des Blutgottes zog sich an Land, grade als Jack durch das gleiche Loch gestürzt kam wie er zuvor.
Neben ihm hatte Grunz das Ufer erreicht und schüttelte seine Borsten trocken. Kogan klaubte sich Brocken aus dem Haar, deren Zusammensetzung er lieber nicht wissen wollte. Durch die beschädigte Atemmaske war Wasser eingedrungen und so zog er sie angewidert vom Gesicht.
Immer wenn man denkt besser kann’s nicht mehr werden… Murmelte er und sah sich skeptisch um.
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Rasankur - Melanie Zaebos |
Geschrieben von: Melanie Zaebos - 08-06-2008, 08:54 PM - Forum: Das Chaos
- Antworten (1)
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Name: Melanie Zaebos
Alter: 28 Standardjahre
Rasse: Mensch
Charakter:
Wissen, und das ewige Streben nach noch mehr, noch intensiverem, detailreicherem Wissen. Dies als Lebensziel eines einfachen Lebewesens. Forschen, studieren, ergründen, vertiefen, mehr und mehr lesen, jede noch so kleine, unbedeutende Textpassage alter, kryptischer Texte im Schädel behalten. Ein Ziel, ein vorgegebener Weg, und doch so viel mehr. Melanie ist begnadete „Verrückte“, begnadet und verflucht im gleichen Maße, was viele Menschen gemeinhin „Wissensdurst“ tauften, würde in ihrem Falle wohl mehr dem legendären Blutdurst Khârns gerecht werden. Finsternis, Staub, ja selbst Krieg und Anarchie, vermögen nicht dem eingeprägten Urinstinkt widerstand zu leisten, alles muss untergeordnet werden, unter das anzuhäufende, lockende Wissen. Ja selbst Liebe zu den Menschen, zur guten Speise, der lockenden Ruhe des Bettes zu später Stunde… und in manch kurzweiliger Forschung, selbst die Ehrerbietung zum Imperator.
Doch was macht einen derartigen Menschen aus, wenn Emotionen nur im Schatten von Gelehrsamkeit stehen? Ein friedliches, bedachtes Wesen, welches eher den müßigen Pfad ellenlanger Debatten wählt, ehe es die Stimme zur lauten Tirade oder die Hand zum vernichtenden Schlag erhebt. Nichts darf das Studium behindern, doch Vorraussetzung für die Effektivität eines solchen, ist der harmonische Einklang, welcher wenn gegeben, den Durst noch eher stillen kann.
Was bedeuten also vergängliche Triebe, wie etwa die „Fresssucht“, der „Alkoholismus“, das stetige, unnachgiebige Streben nach Illusionen wie „Macht“ und „Ruhm“, schon Angesichts dieses erhebenden, einen Herzschlages, welchen der Technokrat bei der Reaktivierung eines STKs verspürt? Eine Nichtigkeit, eine unbedeutende, staubkörnchengroße Angelegenheit, welche dem verschwendeten Moment eines einzelnen Gedankenganges nicht wert ist. So denkt sie, und so handelt sie… Im Namen der Forschung…
Aussehen:
Das Spiel mit dem Wissen, ist das Spiel mit dem Tod, denn alles alte Wissen, entstammt verstorbenen Kulturen. Doch soll der lebende Mensch nicht den unbegreiflichen Tod selbst widerspiegeln, sich dessen Bewusst, zeigt Melanie einen gewissen Reiz zu optischer Verschönerung, wenn gleich sie diese „verschwendete“ Zeit verabscheut.
Ihr Gesicht ist von possierlicher, fein geschnittener Natur, die dünnen, purpurnen Lippen verlaufen sich in stumpfen Spitzen der Mundwinkel. Ihr Gesicht, trotz etlicher durchwachter Nächte, bar jeden ersichtlichen Makels, seien dies Grübchen, Falten oder verfärbte Pigmente. Die weiche, unberührte Haut scheint den Kuss der Sonne nicht lange genossen zu haben, obwohl vital durchblutet, von zarter Fleischesfarbe, zeichnen sich nicht die üblichen Erscheinungen „arbeitender“ Bevölkerung ab. Hüftlanges, golden strahlendes Haar rahmt das milchige Antlitz ein, denn es wallt frei von den Schultern herab, unterbrochen einzig durch dünne silberne Spangen. Ihre Augen glänzen im Licht sorgfältig studierender smaragdgrünre Iriden, deren Betrachtung allein den Gegenstand zu katalogisieren scheint.
Kleidung:
Wie vergänglich sind doch protziger Prunk, hochmütige Herrlichkeit des Adels, und die im Laufe von Äonen zerfallenden Fäden gehauchten Goldes, in welche sich jene hüllen?
Als Wesen von einiger „Anmut“, wie manche Menschen munkelnd zu behaupten wagen, scheint es ein nahezu unverfrorenes Paradox, das sich die junge Frau in einfachste, zweckdienlichste Kleidung hüllt. Anstatt gewöhnlichen, möglicherweise anziehenden Schuhen, bevorzugt sie lederne Ingenieursstiefel, der robuste Schaft soll mögliche Schlangenbisse verhindern, während eine feste Stahlsohle längere Märsche durch beschwerliches Gelände, vereinfachen soll. Darüber meist primitive, abgenutzte Jeans aus mattgrauem Gewebe, deutlich die Zeichen vieler, weniger angenehmer Stunden unvorsichtiger Expedition tragend. Als Oberteil dient für gewöhnlich ein dicker Pullover, in wärmeren Regionen unter umständen auch ein ärmelloses Top, beides in schlichten, wenig auffälligen Farben gehalten. Sollten Regenfall oder unerwünschter Wind zur plötzlichen Häufigkeit mutieren, zieht sie meist einen milchigweißen Trenchcoat über.
Fähigkeiten:
Angeborene Talente, wohl etwas das einem Menschen dank genetischer Abstammung – oder Manipulation – in die Wiege gelegt wurde. Nun, da wäre eine deutlich erhöhte Auffassungsgabe, ein Umstand welchem sie nicht zuletzt ihre Anstellung bei ihrem derzeitigen archäologischen Leiter verdankt. Sie scheint sich gedanklich mehr als notwendig mit der Materie zu beschäftigen, Runen, kryptische Texte, uralte, seltene Relikte, alle scheint sie auch das letzte Geheimnis entreißen zu wollen, eine geradezu dämonische Besessenheit ihrerseits. Sie studierte mehrere Dialekte und primitive Xeno-Sprachen, um auch vollkommen artfremde Texte entschlüsseln zu können, was ihr im Verlauf der letzten sieben Jahre sicherlich nicht unbemerkte Erfolge eingebracht hatte. Was sie im Verlauf vieler Stunden mühseliger Forschungen allerdings vollkommen vergaß, waren die menschlichen Werte der Verteidigung. Sie verzichtet auf Waffen, viel zu primitiv und zerstörerisch erschienen ihr derartige Dinge, denn wie viele der Menschheit kostbare und dienliche Artefakte, waren aufgrund unüberlegten Handelns schon durch sie zerstört worden?
Nein, aus eben diesen destruktiven Trieben gewöhnlichen Volkes heraus, bevorzugte sie schon von Kindestagen her, die Kunst des gesprochenen Wortes. Viele Silben besänftigen das kochende Unwohlsein der Lebewesen, manche bewirken Ruhe, andere Frieden, wieder andere verwickeln es in widersprüchliche Gedanken und ersticken so den Zorn. Zweifellos ist dies allerdings nur ein Pfad der Gelehrten, denn niemand, nicht der höchste Demagoge, vermag das wütende Geifern grünhäutiger Orks mit „stimulierenden“ Worten hinfort zu fegen.
Ausrüstung:
Ein mittlerweile ausgefranster, teilweise mit dünnen Blutspuren verklebter, Ledermantel, dessen Stehkragen bereits leicht angesengt scheint. In dessen Taschen befinden sich einige wenige Gegenstände, allesamt mehr oder minder wertlos. Darunter ein zusammenklappbares, beinahe stumpfes Rasiermesser wie es ein Barbier auf der „Zuflucht“ benutzte, bevor ihn einige imperiale Projektile durchsiebten. Ein schmales Brillenetui, dessen Innenseite mit billigem Leinen ausdrapiert wurde, darin einige Scherben einer einstmals möglicherweise wertvollen Linse, dazu ein oder zwei zerbrochene Fragmente des Rahmens. In der anderen Taschen eine handvoll Patronen, teilweise mit abgeflachten Köpfen, sowie ein schmales Büchlein, „Katechismus des Soldaten“, vollgekritzelt mit archaischen Runen, sowie ketzerischen Bemerkungen zu einzelnen Passagen und einigen „Verweisen“ entlang der Absatzlinie. Daneben noch ein blutiger, stellenweise mit Haut besudelter, Imperiumsadler wie vom Abzeichen eines toten Gardisten, nur etwas verbogen.
Geschichte:
Für ein Lebewesen, welches einen so intensiven Umgang mit der imperialen beziehungsweise galaktischen Geschichte pflegt, weißt sie erschreckend wenig Kenntnis über ihre eigene Vergangenheit auf.
Was also ist ihr bewusst? Sie wurde geboren. Vor schätzungsweise achtundzwanzig Jahren, zumindest ist dies der Termin einer ersten Aufzeichnung innerhalb allgemeinzugänglicher Archive. Eltern werden keine erwähnt, ein simpler Vermerk „aufgefunden“ ersetzt deren Stelle. Zumindest scheint man einzelne Signale bis in den östlichsten Spiralarm der Galaxis verfolgen zu können, jedoch war man bisher nicht fähig, genauere Daten zu erhalten. Planet „Unbekannt“.
Effektive Erinnerungen bildeten sich erst nach dem achten Jahr ihres Lebens, weitläufige Steppen, fruchtbare Flussdeltas, mehrere ungewöhnliche hohe Berge. Doch auch diese Erinnerung scheinen zu täuschen, zumindest wurde sie laut Akten in einer nicht näher genannten Institution innerhalb des Segmentum Solar herangezogen. Schwerpunkt hierbei, archäologische Forschung, imperiale Geschichte, Philosophie und verschiedene Manifestationen fremdartiger Kulturen. Eine überaus rasche Auffassungsgabe wurde festgestellt, und sogar gefördert…
Ausgrabungen auf verschiedenen Welten, darunter Planeten des imperialen Ostens. Tausende Seiten geförderten Wissens, zehntausende Tonnen hinweg geschaffter Erde, ein späteres Studium sowie Förderung von unbekannten Personen. Zweifellos eine steile Karriere, dennoch blieb ihr die letzte Erkenntnis vollkommen verwährt, die eigene Vergangenheit. In dieser Erkenntnis ertrinkend, stürzte sie sich in immer neue Expeditionen, mal als Leiterin, mal als Assistentin dienend.
Ungewöhnliche Artefakte, obskure Texte, bisher unbekannte Kultstätten, abgestürzte Xeno Raumschiffe, Zeichen verloren geglaubter Kulturen, allesamt stumme Zeugnisse ihres ewig hungrigen Intellekts, sorgsam katalogisiert, aufgezeichnet und zur weiteren Verwertung veröffentlicht. Doch solches „Wissen“ kommt nicht ohne einen Preis, im heiligen Imperium erweckt dies die ungewünschte Aufmerksamkeit einer grausamen Organisation, doch von derer wachsamen Augen unbeeindruckt, forscht sie weiter, Krumme um Krumme auflesend. Doch wie lange kann ein derartiges Verhalten wahrlich ungesühnt bleiben, geschweige denn toleriert werden? Die Geschichte würde es zeigen…
Spätere Ereignisse:
Chaos. Die Quintessenz des Lebens. Zwischen dem unendlichen Grün der Laubkronen, den verästelten Zweigen und Wurzeln eines einstmals wohlhabenden Dschungelplaneten, dessen Kultur durch die Ankunft von Piraten und Ketzern bedroht worden war, lehrte sie das Schicksal selbst den „wahren Weg“. Ein unrühmliches Intermezzo brutaler Gegebenheiten machte sie das „Chaos“ als solches schätzen, versprach es doch eine Form der Freiheit, vor allem im Gedanken wie auch im gesprochenen Wort, welcher der imperialen Bürokratie und Bigotterie vollkommen… fremd war. An der Seite eins blutrünstigen Dieners des ältesten Gottes, Khorne, durchstreifte sie die grüne Hölle, um am Ende ein Relikt bizarrer Macht aus den Tiefen einer gestrandeten Forschungsstation zu bergen. Doch es war flüchtig, und nicht von bestand oder besonders sicherer Materie, wie alles aus dem Warp geborene. Nach einer überstürzten Bergung durch die Truppen der Vier, erlebte sie die unnachgiebige Art derer welche sich vom „Ruhm und Glanz“ des Imperators abgewendet hatten. Doch nur wenige Wochen verstrichen, ehe die rächende Faust des endlosen Reichs der Menschen hernieder fuhr, um alles Ketzerische und Schlechte, gleichermaßen auszumerzen. Die „Zuflucht“ „verglühte“ in einer Schlacht, welche das geschundene Gefüge der Wirklichkeit jenes Ortes zersplitterte und wieder nähte. Während die unterschiedlichen Großkampfschiffe sich heftige Feuergefechte lieferten, war es das Flaggschiff des Khornekultes, Die Blutengel, welche die feindliche Formation aufsprengte und dem Massaker neue Ausmaße verlieh. Im Bauche jener Blut und Schwefel speienden Bestie, war sowohl der Khorneschlächter von ehedem, als auch die verlorene Archäologin. Im mechanischen Feuersturm welcher das Scheusal umfing, und beide, sowohl Blutengel als auch „Herz der Reinheit“ allmählich zu formloser Materie verschmolz, erkundete das bisher unbescholtene Geschöpf beinahe im Alleingang die blutigen Schlachtfelder, welche von den Mannschaftsquartieren des imperialen Schiffes geblieben waren. Erschütterung, Verwirrung, Verloren.
Am Ende dieses Weltraumkonfliktes trieben einige wertlose Teile beider Schiffe ziellos durch die immerschwarze Präsenz des Weltalls, beinahe unbehelligt, und doch von Piraten und weniger tapferen Schrottsammlern heimgesucht. Und es war hier, das die sogenannte „Götterscherbe“ welche vom Chaos geborgen und kurzzeitig in den Besitz einiger hier stationierter „Reliktzerstörer“ übergegangen war, das eben jene „Scherbe“ dem Zerfall des nahen Immateriums Resonanz gab, und selbst zerbarst. Die wandelnden Strömungen durchzogen die kaum noch intakten Lebenserhaltungsfunktionen dieses Subsektors, und raffte einige dutzend unvorsichtiger „Freibeuter“ dahin. Erst nach stundenlanger Suche und mehreren Opfern, entdeckten sie einige Dinge von Wert, so wie den einen oder anderen Überlebenden, welche sie später in den Sklavenstand verkaufen wollten.
Der ihr mittlerweile anhängende „Makel“ wie es die Narren bezeichnen oder sogar sehen wollten, gab dem Mädchen einen besonderen Wert, und so war es der Kapitän jenes „Abschaums“ welcher den Verkauf an einen ihm bekannten Chaoskult abhandelte, als Opfergabe freilich…
Zusammenfassung:
Name: Melanie Zaebos
Charakter: Absolute Gelehrte
Kleidung: Praktische Kleidung (Festes Schuhwerk, robuste Hosen, Pullover, Trenchcoat)
Ausrüstung: Was sie am Körper trägt, Rasiermesser
Fähigkeiten: Rasche Auffassungsgabe, „Fremdsprachen“, altes Wissen
Aussehen: 1,71 m, smaragdgrüne Augen, hüftlanges Haupthaar
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