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  Energiegewinnung
Geschrieben von: Sindri - 07-20-2017, 06:29 PM - Forum: Untere Ebene/Fabriken, Kasernen, Energiegewinnung - Antworten (24)

<-- Auf dem Gelände

Hier war er nun, vor den versiegelten Schotts zum Energiebereich. Langsam betrachtete er das mit dem Mechanicus-Wappen versehene stählerne, wenn auch ebenfalls mit Rostflecken übersähte Hindernis. Vorhandene Mikrophone waren von dem Verfall zerstört worden und die Kameras hatten dank im keinen Strom mehr ohne das er gesehen worden war. Aber die Verriegelung der Schotts war eine andere Sache. Über das Bedienfeld rechts an der Wand konnte er nichts unternehmen, es war deaktiviert worden und eine Fernsteuerung hatte übernommen. Im Stillen seine organischen Augen verfluchend versuchte er über seine Schaltkreise so gut es ihm möglich war nach Leitungen und Kabeln zu scannen aber das was er mit seiner Ausstattung und durch das strahlungsabweisende Material erfasste hätte einen Wandaufbruchnötig gemacht. Etwas Unflätiges in Binär murmelnd analysierte er noch einmal das Schott selbst während er mit dem Optischen Mechandriten die Umgebung absuchte ohne etwas zu finden. Jedoch musste er sich eingestehen das seine Prognose falsch gewesen war, hier gab es keinen Weg hinein. Also blieb ihm wirklich nicht anderes übrig als nach einem Lüftungs- oder Kabelschacht zu suchen. Sich abwendend ging er den Korridor zurück und begann Decke und Wände abzusuchen während er sich auf das Bekrabbeln eines deutlichen Umwegs einstellte. Schließlich hatte er den zugänglichen Bereich der Ebene halb abgeschritten als er schließlich ein Schachtgitter fand. Es war eines der Hochsicherheitsklasse und seine Verschraubungen waren der Optik nach mit fünfzigprozentiger Sicherheit festgerostet. Immerhin konnte er mit Letzterem umgehen. Das Schwierige war es jedoch die anderen Sicherungsmechanismen zu demontieren und das Problem die schwere Abdeckung bei Gelingen ohne Muskelimplantate oder entsprechende Augmentation sowohl zu tragen als auch zu bewegen noch nicht mit eingerechnet. Aber eins nach dem Anderen. Seine erste Gürteltasche öffnend machte er sich ans Werk.

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  Die grüne Hölle am XinHo
Geschrieben von: Die Stimme - 07-12-2017, 07:55 PM - Forum: Globales Geschehen - Antworten (124)

Über dem Außenschott verkündete ein Aufkleber, dass der dahinter liegende Außenbereich der einzige Platz wäre, an dem das Rauchen erlaubt sei. Des weiteren wurde noch einmal explizit rauf hingewiesen, dass es unter Strafe stand, an jedem anderen Ort des Schiffes zu rauchen. Allerdings war an den Genuss von Tabak- und Algenwaren ohnehin nicht zu denken. Der Ankerplatz an der Außenseite der Makropole, gerade so hoch, dass sich alle Abgase der unteren Ebenen hier sammelten, machte eine Nutzung einer Atemmaske unerlässlich.
Dessen ungeachtet hatten sich einige Soldaten hier eingefunden, um den Start der Kottos zu verfolgen. Natürlich nur jene, die nicht zur Mannschaft gehörten und sich als Fracht bezeichnen mussten.
Unter ihnen auch eine zierliche Frau, in einen Overall angetan und eine Einsatzweste, scheinbar nur aus Taschen bestehend. Weithin zu erkennen, dass sie keine Angehörige des Militärs war, selbst für jene, die das Wort "Presse“ welches auf einem Klebestreifen geschrieben und auf der Stirnpartie ihrer Atemmaske klebte, übersehen hätte. Der Wind, welcher von Abgasen und chemischen Dünsten geschwängert war, tobte sich an ihren roten Locken aus, so dass es schien, als stünde ihr Haupt in Flammen. Anders als die gepanzerten Masken der PVS, gestattete die ihre ihr volle Sicht, da sie gänzlich aus einer durchsichtigen Gesichtseinheit bestand. So konnte ein Beobachter nicht nur die braunen Augen sehen, sondern auch den Rest des dünnen, fast schon hageren Gesichts und die Nase, die ein klein wenig zu groß für das Gesicht zu sein schien. Betonte Wangenknochen und ein sanft geschwungener Mund vollendeten ihr Antlitz. Auch das sie ihre Tage nicht in der geschlossenen Isolation Gohmors verbracht hatte, erkannte man. Auf Nasenflügeln und Nasenrücken zeichneten sich Sommersprossen ab. Sie lehnte sich gerade weit über die Reling, um so einen Blick auf die Fluggondel zu erhaschen. Das Schiff war wahrlich gewaltig.
Leider war die Raucherplattform unterhalb des überstehenden Landedecks angebracht. So konnten sie weder das Rollfeld, die zentralen Geschützbatterien oder den Kommandobereich sehen. Während Landefeld und Rumpf in schlichter, militärischer Funktionalität konstruiert wurden waren, war der Kommandobereich, also Brücke, Funkaufbauten, Steuerbereich und so weiter, im gotischen Stil gearbeitet, wie man ihn auch bei der Raumflotte des Imperiums fand. Freilich nicht annähernd so prachtvoll wie bei den Sternenschiffen der Menschheit, in Verbindung mit der schieren Größe des Luftschiffes, jedoch alle Mal ein Gefährt, dass die Menschen Korons mit Stolz erfüllte. Dies nun alles konnten die Zuschauer auf der Plattform wie gesagt nicht einsehen.
Ihnen blieb ein Stück des Decks von unten, ein paar der Seitengeschütze, der glatte Rumpf, der lediglich von Rosttränen verziert war, wo diese an den Nieten hinab liefen. Schließlich den Manns dicken Ausleger, ab den irgendwo die Gondel hing. Die zierliche Frau ließ einen enttäuschten Schnalzer los und sah sich um.
Enschuldigung... Soldat!
Ein Mann, dem Rang nach ein Obergefreiter, deutete fragend auf seine Brust.
Ja genau. Simone Tober mein Name. Sie streckte ihm die Hand hin. Wie heißen sie?
„Kruger“ kam die knappe Antwort. Freut mich ihre Bekanntschaft zu machen OG Kruger. Sein sie doch mal so gut und packen mich am Gürtel, ja? Damit ich was von der Gondel sehen kann.
Sie drehte sich halb in der Hüfte und deutete auf den Ledergürtel, der durch die Schlaufen ihres grünen Overalls gezogen war und dem unförmigen Kleidungsstück wenigstens die Andeutung einer Taille verlieh. Sie zeigte ihm, wo er sie halte sollte.

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  LOBOs (Soldatenkneipe)
Geschrieben von: Die Stimme - 06-02-2017, 10:17 PM - Forum: Vergnügungsmeile - Antworten (3)

von hier kommend

Das LOBOs war voll und so man einen Kalauer bemühen durfte, der Großteil seiner Gäste ebenfalls.
Die Kneipe unweit der Gamarai- Kaserne war zwar ein öffentliches Etablissement, wurde jedoch fast ausschließlich von Soldaten und anderen Angehörigen des Militärs frequentiert.
Der Raum war urig, mit reichlich Holzimitation eingerichtet, die Wände waren behangen mit Devotionalien des Lebens im Dienst der Armee. Hinter dem Tresen, umrahmt von Regalen voller Schnapsflaschen, grinste ein gewaltiger, skelettierter Schädel auf die Besucher herunter.
Der Besitzer des LOBOs, ein bärbeißiger Mann mit Namen Lothar Bohrmüller, erzählte jedem der es hören wollte, dass sein Urgroßvater den einstigen, monströsen Besitzer des Schädels, erlegt und ihn seines Hauptes beraubt hatte. Es hatte nicht wenige Diskussionen oder gar Schlägereien wegen dieser Trophäe gegeben.
Einige behaupteten es handle sich um eine Fälschung, ein Alienvolk der Tyrannen, Tyranoiden oder Tyraniden gäbe es nicht und hatte es auch nie gegeben. Andere meinten es besser zu wissen, allen voran Lobo selbst, welcher durchaus befähigt war seiner Überzeugung Nachdruck zu verleihen. Von dem schaurigen Schädel abgesehen, waren die Wände mit Bildern verschiedenster Einheiten bedeckt.
Zumeist Gruppenaufnahmen, aber auch Soldaten nach siegreicher Schlacht. Es gab eine unausgesprochene, territoriale Aufteilung im LOBOs.
Offiziere waren gar nicht zu sehen, die hatten ihre Casinos und wenn einer der Meinung war, er müsse seine Verbundenheit zum einfachen Soldaten durch seine Anwesenheit bekunden, wurde ihm auf die ein oder andere, unmissverständliche Art mitgeteilt, dass diese Geste der Kameradschaft hier nicht erwünscht sei.
Ansonsten hatte das Departmento Munitorum eine Ecke für sich, die Rekruten und Neulinge beanspruchten einige Plätze in der anderen Ecke und die Bar sowie die zentralen Tische waren das Herrschaftsgebiet der alten Hasen und Fremdweltler der Zehnten.

Hier hatte sich auch die Gruppe um Banks versammelt und den Abschied von der Heimat, so aufgezwungen sie manch einem auch sein mochte, zu begießen. Der Catacaner war auch hier wieder vorn mit dabei und ließ Assoziationen mit der Hochdruckbetankung eines Leman Russ aufkommen. Sein gewaltiger Körper schien Unmengen zu verkraften, auch wenn er inzwischen dazu übergegangen war besondere Begebenheiten aus seinem bewegten Leben zu erzählen und seine Zunge dabei nicht mehr ganz sattelfest zu sein schien.
Finley und zwei Männer aus der Instandsetzung hatten erst über den Vorzug traditionell gebrannten Whiskys, gegenüber allen heimischen Spirituosen auf Seetangbasis diskutiert und waren dann dazu übergegangen den finalen und endgültigen Beweis dieser These aufzustellen.
Natürlich alles rein wissenschaftlich.
Das hieß, einen sündhaft teuren, importierten Whisky, jedenfalls behauptete Lobo es seien importierte Raritäten, welche den Preis absolut rechtfertigten und darauf jeweils zwei Gläser heimischen Alganol.
Das Experiment hatte vor etwa einer halben Stunde etwas an Schwung verloren, da einer der beiden Techniker mit dem Kopf auf dem Tisch lag und Finley dem zweiten caledonische Volksweisen beizubringen versuchte.
Kari maß sich im Armdrücken mit Jokerlokka. Der Verlierer musste beiden einschenken und mittlerweile waren die gegeneinander gepressten Handflächen höher erhoben als die Köpfe der beiden, kühnen Recken.
Arius nahm sich vornehm zurück, trank sein Bier und lächelte ab und an gequält, wenn jemand eine scherzhaft gemeinte Bemerkung in seine Richtung abfeuerte. Es waren noch etliche andere Zehner im LOBOs verteilt. Samira und ein Kerl namens Ferron Kruga, von der Spähgruppe, unterhielten sich über einen Kameraden, den beide gekannt und gemocht und der sein Leben in Horning gelassen hatte.
Eine kleine Gefreite, von allen nur Nyssa gerufen, kochte zwei stämmige Kerle aus der Küchenmannschaft beim Tischkicker ab, was diese in eine unbeschreibliche Kanonade aus Beschimpfungen ausbrechen ließ.
Kurz um, es war ein normaler Abend im LOBOs, verwandt so vielen anderen Abenden, die für die Zehnte den nahen Abflug in ein Kampfgebiet vorausging.
Und wie immer gab es die Motten, welche von diesem Strohfeuer der panischen Heiterkeit angelockt wurden.
Freudenmädchen und Jungen waren die wohl aggressivsten dieser Nachtschwärmer. Aufgetakelt und zu allem entschlossen mischten sie sich unter die Feiernden und wo sie nicht brüsk von Schössen geschubst wurden oder sie die lachende Botschaft leerer Geldbörsen verschrecke, schlugen sie ihre Fänge wortwörtlich in ihre Opfer. Nicht wenige verschwanden mit einem dieser Quellen erkaufter Zuneigung aus der Tür, um abgestellte Fahrzeuge oder die Seitengasse für eine flüchtige Erinnerung an Gohmor zu nutzen.
Dann gab es die Pistolenkrämer. In Bauchläden oder Rollkoffern boten sie allerlei Mordinstrumente feil. Die Stücke waren kaum den Preis wert, denn ihre Verkäufer dafür verlangten.
Billige Imitate zumeist, die mit Gewalt auf Martialisch getrimmt waren und schon fast lächerlich gefährlich wirken sollten. Kein vernunftbegabter Mensch hätte eine solche Waffe gekauft und im Ernstfall darauf sein Leben verwettet. Doch auf dem sinkenden Boot der versagenden Nüchternheit und unter dem Eindruck einstiger und angekündigter Heldentaten, ließ sich manch einer zum Kauf einer Waffe hinreißen, von der er versprach sie einem besonders schrecklichen Feind zur Nemesis werden zu lassen.
Am nächsten Tag bereute so jemand seinen Kauf für gewöhnlich und sah sich mit dem Verlust einer beachtlichen Summe und dem Spott seiner Kameraden konfrontiert.
Und dann gab es da noch die Gaukler und Schnorrer.
Letztere waren Veteranen oder solche die sich dafür ausgaben. Ihnen fehlte zumeist die eine oder andere Gliedmaße, was sie mit Orden an der Brust ausglichen. Sie erzählten herzzerreißende Geschichten von Heldenmut und Aufopferung und der Ungerechtigkeit des Schicksals. Spendierte man ihnen einen Drink, schien diese Ungerechtigkeit zumindest ein klein wenig ausgeglichen. Nicht zuletzt beruhigte man damit vielleicht auch das Schicksal, welches für einen eine ähnliche Zukunft hoffentlich aussparte.
Die Gaukler waren noch einmal eine ganz andere Sache, denn unter ihnen waren auch Mutanten.
Keine Mutation von der Sorte, die den Zugang zur mittleren Ebene mit einem Selbstmord gleichkommen ließ.
Keine Hörner, Hufe oder dritten Arme, Terra bewahre.
Dennoch eindeutig Mutationen.
Da gab es einen Kerl den sie Jimmy Glitschi nannten, der Mann aus der Tube, der Mann ohne Knochen oder auch der Mann zwischen Wand und Tapete.
Jimmy sah aus wie ein ganz gewöhnlicher Typ aus den ärmlichen Vierteln der mittleren Ebene. Etwas verlebt, etwas zu sehr dem Alkohol zugetan. Doch hatte er ein paar Zuschauer um sich versammelt, hatte man ihm ein Bier und ein Korn ausgegeben, dann führte er vielleicht seinen Trick vor, bei dem er Arme und Beine einrollte, als seien darin tatsächlich keine Knochen zu finden.
Ein nicht eben appetitliches Kuriosum, aber eines das sich gewisser Beliebtheit erfreute und den danach rumgereichten Hut ansehnlich zu füllen verstand.
Die bunte Gerda gab es auch noch. Ein Mädchen von etwa zwanzig Jahren, deren Rücken schillernde Farben, wie mit Öl gemalt aufwies. Sie war einfältig und freute sich allein schon über die Aufmerksamkeit so vieler Männer und Frauen, die ihren Rücken mit Staunen, teils mit Abneigung besahen. Sie hatte derweil nur den Mund offen stehen, hielt ihren Pullover hochgekrempelt und strahlte in die Runde. Der eigentliche Geschäftsmann war ihr Bruder, der sie an der Hand führte, das Wunder ihrer Abartigkeit anpries und hinterher die Spenden einsammelte.
Natürlich waren die Auftritte der Mutanten gleichermaßen gefährlich für sie wie lukrativ. Lobo duldete sie und auch die PVS- Polizei drücke bei einem Laden ein Auge zu, bei dem sie nach Dienstschluss selber einkehrten. Außerdem waren Jimmy, Gerda und einige andere oft gesehene Gestalten, die irgendwie dazugehörten.
Dennoch legte durchaus nicht jeder solche Toleranz an den Tag. Da mussten nicht einmal die eingefleischten Mutantenhasser und überfrommen Kirchgänger sein, von denen es natürlich immer wieder welche gab. Es genügte schon, dass jemand einen treuen Freund im Kampf mit „den Befreiten“ aus Horning aufständischen Mutantenarbeitern in Gohmor verloren, selbst eine Verwundung oder ein Trauma erlitten hatte. Da konnte eine ansonsten gleichgültige Haltung durchaus in Hass umschlagen, wenn sich die Mutanten in all ihrer Makelbehaftetheit präsentierten. Heute, es musste bereits auf den Mitternachtszyklus zugehen, war noch jemand im LOBOs, der wahrscheinlich zu den Mutanten zählte.
Seine Augen hatten eine sonderbare Färbung, was auch der getönte Zwicker auf der Nase nicht kaschieren konnte.Außerdem wirkte der Kopf unter dem Bügelzylinder etwas größer als gewöhnlich. Nicht wirklich geschwollen, aber doch auf sonderbare Weise unproportional. Darüber hinaus war er weder sonderlich groß, noch auf andere Art besonders auffällig.
Er betrat den Raum, begutachtete das wilde Treiben über den Rand seines Zwickers hinweg, glättete seinen altmodischen Gehrock und schritt dann in den Trubel hinein.
Als Erstes machte er bei Samira und Ferron halt und sprach mit beiden. Die nahe stehende Musicbox verschluckte ihre Unterhaltung für alle etwaigen Beobachter. Man sah jedoch das Ferron die Arme verschränkte und den Kopf schüttelte. Samira aber lachte und gab dem Fremden die Hand, mit der Handfläche nach oben. Der Mann nahm sie und blickte hinein. Dann sagte er ein paar Worte und entließ die Hand der Frau wieder aus seinem Griff. Samira runzelte die Stirn und wurde dann aschfahl.
Ferron stieß den Fremden gegen die Schulter und bedeutete ihm zu verschwinden, während er sich mit eindringlichem Gesichtsausdruck an die dunkelhäutige Kameradin wandte.
Der Fremde ließ sich von der rüden Behandlung nicht stören. Er kam jetzt zum Tisch der anderen geschlendert und musterte die Feiernden über den Rand seiner Augengläser.

Möchten die Herren und Damen die Zukunft erfahren? Handlesen heute Abend nur einen Schekel. Sonderpreis für die mutigen Krieger der PVS.

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  Vega5
Geschrieben von: Die Stimme - 04-19-2017, 10:33 PM - Forum: Der Krallennebel - Keine Antworten

[CENTER]VEGA5[/CENTER]

Von hier kommend...

und von hier kommend...

Das Kugelraumschiff war nicht das größte interstellare Fahrzeug hier, doch es rangierte ganz klar mit im oberen Drittel. Da gab es ein tropfenförmiges Gefährt im matten Silber und einen imperialen Frachter. Letzterer vermutlich das Schätzchen eines Freihändlers, denn von der ursprünglichen Form des Schiffes war nicht mehr viel übrig. Zusätzliche Triebwerke, Geschütze und Wohnsektionen brachen die einstige Symmetrie auf und verliehen dem Frachter etwas Überladenes, was nichtsdestotrotz eine gewisse, wuchtige Schönheit aufwies. Morrsion bemerkte, dass durchaus nicht alle Komponenten menschlichen Ursprungs zu sein schienen. Diese Ketzerei mutete jedoch geradezu lachhaft nichtig an, bedachte man was noch alles vor Anker lag. Der Raumsoldat atmete hörbar aus, während er sich die Nase beinahe am beschlagenen Glas des Zubringers platt drückte. Da war ein Schiff, das er für eines der Eldar hielt. Viel menschliche Erzeugnisse, schlanke Jachten, klobige Bergbauschiffe, Frachter, Kampfschiffe verschiedenster Bauart und verschiedensten Alters. Dazwischen immer wieder wirklich verrücktes Zeug. Etwas das wie eine glitzernde Nebelwolke aussah, zusammengehalten von schimmernden Kraftfeldern. Dahinter das genaue Gegenteil. Ein krudes Konstrukt aus allen möglichen Materialien. Wie ein fliegender Raumschrotthaufen. Es gab etwas, das tatsächlich wie ein schwebender Berg aussah, aus Erde und Stein und mit Bewaldung. Dann eine Struktur aus Kristall. Etwas was zwar wie ein Schiff aussah, doch sich im Vorbeiflug als so flach ausnahm, dass es fast zweidimensional anmutete. Morrison schwindelte und er rieb sich die Augen mit Daumen und Zeigefinger, bevor er wieder hinaus starrte.
Ist das da ein… Der Pilot des Zubringers, welcher ihm erlaubt hatte den Copilotensitz mit Beschlag zu belegen, folgte seinem Blick und grinste. Ein Orkschiff, ja! Aber keine Angst. Die dürfen nicht auf die Station. Zu aggressive Spezies, also solche die sich nicht mal beherrschen könnten wenn sie es versuchten, haben keine Erlaubnis von Bord zu gehen, oder wenn dann nur in sehr kleinen Gruppen und unter ständiger Aufsicht. Sie können Handeln und Besuch empfangen, wenn jemand dämlich genug ist so was zu tun, mehr aber auch nicht. Dem ehemaligen Marineinfanteristen blieb die Spucke weg. Der Pilot merkte es und lachte.Es gibt noch ganz andere Brummer als Orks, was die Aggressivität angeht. Eine Zahnbestie aus der Predimus- Zusammenballung reißt dir beide Arme ab und das ist bei ihnen die freundliche Art der Begrüßung. Wenn er… Morrison winke ab. Schon gut schon gut. Ich hab es kapiert, auch ohne weitere Beschreibungen von dem, was mir irgendwelche Monster so antun können. Der Pilot grinste noch breiter und widmete sich wieder der Steuerung. Der Rauminfanterist betrachtete unbehaglich das hässliche Orkschiff. Es schien nur aus Geschützen, Kratern und Rost zu bestehen. Lediglich ein bösartig grinsender Halbmond wurde augenscheinlich mit gewisser Regelmäßigkeit in giftigem Gelb auf den Rumpf gepinselt. Der Mensch schüttelte kaum merklich den Kopf. Mit den Tau und selbst mit den Kroot hatte er sich abgefunden. So verschieden waren sie am Ende gar nicht. Zumindest was die Tau anbelangte. Es gab gewisse Abweichungen was Religion und inneren Antrieb anbelangte, aber das konnte man vernachlässigen. Dass er nun aber hier war, dass stellte ihn auf ganz andere Weise auf die Probe. Gemeinsam mit Orks und wusste der Imperator was noch, einen Ort teilen. Wenn auch nicht in Frieden, so doch im Einvernehmen die Waffen nicht aufeinander zu richten. Das war schon eine tolle Nummer. Nachdem Morrison Zeit seines Lebens gegen Andersdenkende und Andersartige gekämpft hatte, zu was machte ihn das? Ein Verräter an der imperialen Sache war er in dem Moment geworden, wo er sich geweigert hatte für die Launen seines Kapitäns in den Tot zu gehen. Für einen Ketzer hielt er sich derweil nicht. Denn auch wenn er sich mit Nichtmenschen verbrüdert hatte, so war sein Glaube in den Imperator doch nach wie vor fest und unerschüttert. Doch wie dünn wurde diese Trennlinie, jetzt wo er im Begriff war VEGA5 zu betreten?
Der Zubringer verließ die Route, die ihn am Landering entlang geführt und somit einen Ausblick auf die verankerten Schiffe geboten hatte. Morrison überlegte, welches der gesehenen Raumfahrzeuge wohl zum Piraten Schrekt’Orn gehörte, ohne dass er zu einen gewinnbringenden Ergebnis kam. Er blickte nach hinten, wo der Durchgang zwischen Passagierbereich und Cockpit den Blick auf die vier Tau und eine menschliche Kameradin gestattete. Die Aliens wirkten in sich gekehrt aber gelassen. Sie waren es gewohnt den engen Kontakt mit anderen Spezies zu halten. Auch wenn sie natürlich danach strebten dies unter der Oberhoheit ihres hoch gepriesenen Höheren Wohls zutun. Die Delegation der Tau bestand aus Kir'qath, Draah, Kles'tak und Var. Stabsunteroffizierin Lessema sah so grüblerisch und blass aus, wie er sich fühlte. Waffen hatte niemand mit, jedenfalls keine Schusswaffen. Man hatte ihnen gesagt, dass sie ihre Mordwerkzeuge nicht mit auf die Station nehmen dürften und so hatten sie sie gleich auf dem Schiff gelassen. Ihre Helme trugen die meisten am Gürtel oder hatten sie auf dem Schoß liegen. In der Station gab es Sauerstoff gefüllte Bereiche, wie ihnen der Pilot des Zubringers erläutert hatte. Aber sie waren darüber eingekommen, dass Vertrauen gut, im Falle der Fälle aber Atmen besser war.
Die kleine Fähre schraubte sich am Dockingring empor und überwand ihn. Der dadurch gewährte Blick auf die Station beeindruckte. Das Sammelsurium an Schiffen war schon ein Hingucker gewesen, doch die Station war auch nicht ohne. Als Raumfahrer hatte Morrison schon größere Stationen gesehen, die militärischen Vertreter des Imperiums mit ihrem ästhetischen Mantel aus melancholischer Gotik. Doch das blitzende und leuchtende Gewirr aus farbigen Lichtern und holografischen Werbeanzeigen in den unterschiedlichsten Sprachen machte etwas her. Vor dem Spektakel aus Kaufempfehlungen und Eigennamen, welche ihm nichts sagten aber wohl in sich selbst schon genügend Grund zum Kauf enthielten, flitzten kleine Schiffe hin und her wie geschäftige Insekten. Man musste sich schon wundern, dass im Herzen des Imperiums ein solch florierender Außenposten illegaler Aktivität herrschte. Der Pilot stieß einen Fluch aus und riss das Schiff zur Seite. Ein anderer Zubringer raste so eng an ihnen vorbei, dass Morrison die unzähligen Graffitis auf dem Rumpf erkennen konnte. Aus dem Bordfunkgerät quäkte eine misstönige Stimme und der Pilot schimpfte im schmutzigsten Niedergotisch zurück. Es dauerte eine gute Weile, bis er seine Fassung und sein professionelles Grinsen wieder gefunden hatte. Er murmelte etwas über Bolga- Zwillinge und ihre Flugkünste. Morrison hatte keine Ahnung ob es sich dabei um eine Spezies oder um Personen handelte und grinste nur gequält zurück. Der Zubringer fädelte sich in das Ballette der ankommenden und abfliegenden Kleinsschiffe ein. Die Regeln des Wartens und Fliegens erschlossen sich dem Ex- Soldaten nicht, doch dem Ganzen wohnte Effizienz inne und nach weniger als zehn Minuten teilte ihnen eine weibliche Stimme eine Landerampe zu.

wird fortgesetzt...

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  Schießstände / Trainingsanlagen
Geschrieben von: Die Stimme - 03-30-2017, 06:12 PM - Forum: Gamarai-Kaserne - Antworten (4)

Dampfender Nebel reduzierte die Sicht auf kaum mehr als zehn Meter. Die Hitze ließ die Uniform an den Körpern kleben, die schweren Schutzpanzer der PVSler scheuerten ihre Träger wund, Schweiß sammelte sich unter den Masken, ließ die Sichtgläser beschlagen, topfte in die Augen. Der vordere Soldat hielt inne, hob warnend die Faust. Die neuen ihm folgenden Kameraden gingen in die Hocke und brachten die Gewehre in Anschlag. Der ohrenbetäubende Lärm des Dschungels machte es nahezu unmöglich Geräusche nahenden Feinden zuzuordnen. Erst wenn es zu spät war. Was blieb war die Hoffnung flüchtige Bewegungen wahrzunehmen. Was sich im Grün des Urwaldes bewegte konnte gesehen werden alles andere, ob es nun PVS- Soldaten, Tiere oder feindliche Kämpfer waren, blieben unsichtbar, solange sie sich nicht rührten.
Der Unteroffizier an der Spitze der Gruppe machte zwei schnelle Handbewegungen nach Links und Rechts. Diesen folgten die Soldaten und teilten sich zielstrebig und geübt zu beiden Seiten auf, nahmen Deckung hinter Baumstümpfen und Moos bewachsenen Felsen. Alles wartete unter äußerster Anspannung. Das Bewusstsein naher Gegner zerrte ebenso an den Nerven, wie die Erschöpfung und die Hitze. Der Unteroffizier dirigierte zwei Mann mit knappen Gesten nach vorn. Die beiden schleppten das Schwere Maschinengewehr mit sich. Sie wählten eine Stellung zwischen zwei Bäumen, wo sie zügig begannen die Waffe aufzurichten. Doch noch ehe sie ganz geendet hatten, blaffen Waffen aus dem Dickicht zu ihrer Linken. Die beiden MG- Schützen wurden getroffen und gingen zu Boden. Innerhalb eines Herzschlages verwandelte sich der Dschungel in die Hölle. Ein MG ratterte los, allerdings nicht das der Gruppe. Der Feind war schneller gewesen, hatte seinerseits eine ideale Schussposition ausgewählt und die schwere Waffe aufgestellt. Jetzt brachte er sie mit grauenvoller Wirkung zum Einsatz. Männer und Frauen wurden getroffen. Schreie, Flüche und sporadisches Gegenfeuer. Die geschrienen Befehle des Unteroffiziers gingen im Lärm unter oder wurden ignoriert, weil die Soldaten um ihr Leben kämpfen. Der Feind rückte jetzt geordnet durch das Unterholz vor, zog die Schlinge enger und enger. Zwischen den Gewächsen waren Silhouetten zu sehen, die von Deckung zu Deckung huschten. Hier und da ging ein getroffener Feind zu Boden, doch die Schützen der anderen Seite waren effizienter beim Töten. Mehr und mehr Soldaten aus der Gruppe lagen zuckend oder reglos am Boden. Schließlich waren es nur noch drei, die faktisch Rücken an Rücken fochten.

GENUG!
Brüllte eine elektronisch verstärkte Stimme und nach und nach ebbten die Schüsse ab. Mit einem Kratzen erstarb das vielstimmige Lärmen des Dschungels und die Dunkelheit wurde von Helligkeit durchschnitten. Der nächtliche Himmel flammte unter Neonstrahlern auf. Das künstliche Licht offenbarte die wahre Natur dieses Urwaldes. Tatsächlich waren einige der größeren Pflanzen echte Gewächse, die in großen Kübeln wuchsen, durch Bambusmatten leidlich und Tarnnetze leidlich einem natürlichen Untergrund angepasst. Auch einige der gefallenen Bäume waren echte Vertreter ihrer Art. Der Großteil des Dschungeldekors bestand jedoch aus Kunststoffgewächsen, ein paar Hügeln aus Bausand und Kistenfelsen, die Planen und weitere Tarnnetze gerade so echt aussehen ließen, dass sie bei Dunkelheit und dem Ausstoß der Nebelmaschinen für einigermaßen glaubhaft erachtet werden konnten. Das Stromkoppelzeug, welches Übungsschüsse durch elektronische Impulse für den Getroffenen überaus erfahrbar machten, wurde abgestellt und die Gefallenen erhoben sich ächzend. Die ganze Szenerie war in Halle 7 aufgebaut wurden, welche normalerweise Fahrzeuge beherbergte um Trockenübungen an für die Richtschützen zu absolvieren. Die Halle war nicht nur geräumig genug, ihre Laufwege unter der Decke erlaubten es der Leitung auch das Geschehen zu beobachten und zu kommentieren.
Gruppe 3! Rief die Leitung in Gestalt eines unzufrieden aussehenden Hauptfeldwebel durch eine Megaphon Wie sie vielleicht bemerkt haben sind sie tot. Das fünfte Mal heute, wenn ich richtig mitgezählt habe. Verflucht noch mal, Unteroffizier Fassbinder, was genau haben sie getrieben, als heute Morgen das Sichern einer Patrouille durchgenommen wurde? Beim Thron und allen Heiligen, Herrschaften. Das hat nicht mal was mit Dschungelkampf zu tun, das sind Grundlagen. Sind wir hier im Kindergarten oder was? Der junge Unteroffizier wirkte sehr zerknirscht, was selbst mit angelegter Schutzmaske sichtbar wurde. Ein paar Angehörige der anderen Gruppe konnten sich triumphierende Gesten nicht verkneifen. Der Hauptfeldwebel sah es und ließ seinen Zorn wie ein erboster Rachegott von oben auf sie niedergehen. Was genau gibt es da zu bejubeln, Kameraden? Sie haben ihren Gegner besiegt, herzlichen Glückwunsch. Es hat sie nur vier ihrer zehn Kameraden gekostet und sie haben so viel Munition verschossen, dass man damit den Krieg der Häuser nachspielen könnte. Er wollte wohl noch mehr sagen, seufzte aber nur, als hätte er es mit vollkommen Schwachsinnigen zutun und konsultierte dann das Klemmbrett in seiner Linken.
Sie können sicher sein, dass wir das Spiel morgen noch mal wiederholen. Bis sie es können, meine Damen und Herren. So… 10 Minuten Pause. Aufmunitionieren und danach Bild 4. Angriff auf die Ruine. Angreifergruppe wird geführt von äääh… wieder ein Blick auf das Klemmbrett. Cameron die Verteidiger befehligt Kruger. Ausführung!
Die Soldaten streiften ihre Masken ab und trotteten, in Unterhaltungen vertieft, zum Rand der Halle. Dort konnten sie sich einen Schluck Wasser gönnen und die Magazine ihrer Zwo- Einer mit neuen Platzpatronen auffüllen. Die Signalgeber an den Mündungen der Waffen lösten nur aus, wenn einer der harmlosen Schüsse brach. So konnte ein einigermaßen realistisches Feuergefecht simuliert werden. Zwei Wochen lang diese Scheiße. Murrte ein Gefreiter, während er sich einen Becher Wasser über das hoch rote Gesicht goss. Vier Wochen! Korrigierte ihn eine gedrungene Hauptgefreite, die damit beschäftigt war ihr Magazin neu zu befüllen. Vergiss nicht die zwei Wochen Landungstraining.
Das entsprach allerdings der Wahrheit. Fünf Wochen seit der Verleihung der Medaillen und offiziellen Rückkehr der Zehnten aus Horning. Die Einheit war in großen Teilen zum Tagesgeschäft zurückgekehrt. Die neuen Rekruten wurden gedrillt und ausgebildet, die ganz glatten Grünschnäbel von denen geschieden, die als Fremdweltler bereits Vorerfahrungen im soldatischen Handwerk hatten. Mittlerweile hatte die Zehnte dahingehend ein recht solides Prozedere entwickelt. Der restliche Teil der Truppe übte für einen bevorstehenden Einsatz. Man musste kein Raketenphysiker sein, um zu wissen das es sich wohl um einen Absprung über Urwaldgebiet handelte. Doch was genau ihre Aufgabe sein sollte, war ihnen aus Gründen der Geheimhaltung bisher nicht gesagt wurden. Eine Woche lang hatten sie theoretischen Unterricht im Absolvieren einer Sturmlandung aus Fluggeräten beigebracht bekommen. Eine Woche lang hatten sie täglich sechs Stunden praktisch in der Vorwüste geübt. Dann hatte das Dschungelkampftraining. Vormittags erzählte ihnen ein hünenhafter Catachaner namens Banks was sie im Dschungel alles umbringen konnte, nachmittags trainierten sie im Plastikwald. Tarnen, lautlos bewegen Angriffe auf kleine Gruppen ausführen, Angriffe auf kleine Gruppen abwehren. Im Gelände wie eben, in der Stellung wie jetzt gleich. Für eine Armee wie die PVS, besonders die Gohmors, welche fast gänzlich auf den urbanen Kampf ausgerichtet war, eine arge Umstellung. Nach dieser Trainingseinheit ging es auf den Aktionsschießstand, wo im scharfen Schuss auf bewegliche Zielscheiben geschossen wurde.
Von oben ertönte das Signal und die Gruppen wurden zu je neun Mann auf Finley und Arius verteilt. Das die beiden Mannschaftsdienstgrade die Einheit führten war nichts Besonderes. Jeder hatte einmal das Vergnügen seine Kameraden in der Übungssituation zu befehligen. So sollten die Soldaten darauf vorbereitet werden, bei Ausfall des Gruppenführers selber grundlegende Entscheidungen treffen zu können. Arius ging mit seinen Leuten zur Ruine. Dabei handelte es sich um ein zweistöckiges Gebäude, etwa fünf Meter hoch, dass man aus Betonfertigteilen zusammengesetzt hatte und das die Mitte der Halle dominierte. Während der untere Teil des Hauses rings um geschlossen war, jede Seite mit zwei Fenstern, und eine Seite mit einer Türöffnung und einem Fenster versehen war, bestand das obere Geschoss nur aus zwei Mauern im rechten Winkel, was den Charakter einer Ruine erzeugte. Im unteren Raum lagen Sandsäcke auf zwei Paletten gestapelt. Nachdem die Verteidigergruppe ihre Stellung erreicht hatte, hatten sie zehn Minuten um diese zu befestigen. Neben ihren Gewehren stand ihnen dazu ein MG zur Verfügung. Derweil war es den Angreifern überlassen, sich am Rand der Halle entlang zu bewegen und eine mehrere Richtungen zu wählen aus der sie angreifen würden. Bis jetzt stand es zwei zu eins für die Verteidigergruppen, da die Attacke auf eine befestige Stellung immer schwierig ausfielen.
Nachdem Arius und seine Leute Häuschen erreicht hatten, wurde es wieder Dunkel in der Halle. Nebelmaschinen und Urwaldgeräusche erwachten einmal mehr zum Leben.Übungsbeginn! Schallte es aus dem Dunkel. Verteidiger hat zehn Minuten für Stellungsausbau. Beginnen sie jetzt!

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  Brainstorming Fantasy ForenRPG
Geschrieben von: Kogan - 03-07-2017, 04:57 PM - Forum: Spam und Co - Antworten (16)

Hallo liebe Gemeinde, als ich neulich mal wieder dazu kam ein wenig am Hintergrund Rasankurs zu doktern und darauf rumzudenken, kam ich an einen Punkt, wo ich mich etwas zurück nehmen musste, da die ganze Sache sonst doch zu stark in die Schiene einer Fantasywelt abgerutscht wäre. Nun ist 40K und Koron im Besonderen natürlich auch alles andere als ein Hardcore SicFi Kanon aber wenn auch vieles dehnbar ist, so gibt es eben doch gewisse Grenzen des Machbaren. Wie ich also so der seltener werdenden Angewohnheit des Nachdenkens fröne, komme ich zu dem Punkt, wo ich gedanklich zu fabulieren beginne, wie es denn so aussehen könnte, würde ich ein Fantasy RPG aus der Wiege heben. Momentan tatsächlich nicht mehr als reine Spinnerei und Spekulation, da mir die Arbeit und das RL so an der Zeit nagen, dass ich schon immer zusehen muss, etwas davon für Koron abzuknapsen. (und das liebgewordene Koron natürlich vor allen anderen, ähnlich gearteten Projekten rangiert). Aber in der Zukunft kommt da sicher auch mal wieder ruhigeres Fahrwasser und ein paar Ideen sammeln kann man ja schon mal… nur so zum Spaß. Nur für den Fall das ich irgendwann doch mal die Ressourcen für ein zweites Projekt erübrigen kann.
Und genau da wollte ich euch involvieren. Was sind eure Gedanken und Ideen dazu? Wie sollte ein solches Vorhaben aussehen? Sollte es High- Fantasy oder Low- Fantasy sein? Klassische Spezies wie Zwerg, Orks und Co oder gänzlich neue? Was könntet ihr euch für eine Welt vorstellen. Ich habe selbst so die eine oder andere Idee, die ich auch gern kundtue, wollte aber erst mal unvoreingenommene Einwürfe erlauschen. Das müssen keine großartig ausgereiften Konzepte oder Gedankenkonstrukte sein. Was wolltet ihr immer schon mal in einem solchen Kontext sehen oder was auf gar keinen Fall, was für Bilder habt ihr im Kopf? Ich bin gespannt…

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  Rotkreis Electro: P01 Type – A
Geschrieben von: Drudox - 02-15-2017, 11:19 PM - Forum: Drudoxs weiß Bescheid! - Keine Antworten

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Heute, liebe Freunde und Nachbarn, besehen wir uns ein Exemplar, welches aus einer Familie stammt, die wir bis jetzt gänzlich vernachlässigt haben.
Um dieser schändlichen Missachtung zu begegnen, stelle ich euch heute einen Vertreter vor.
Genauer die P01 Type  A, die der Volksmund wohl als Gaußwaffe bezeichnen würde.
Der Fachmann redet von einer Ferromag. Waffe oder oftmals einfach auch nur Ferro genannt.
Ich muss gestehen, dass ich davon auch nicht so viel Ahnung habe und mir die Nachfolgende Beschreibung der Funktionsweise mehr oder weniger aus ein paar Fachbüchern zusammengeklaut habe. Also, ich versuche es mal so zu erklären, wie ich dieses technische Mamboschambo selber verstanden habe: Die Prototyp P01 Type  A verschießt ferromagnetische (etwas das ich als Laie schlicht als Objekte mit normalen magnetischen Eigenschaften bezeichnen würde, wie etwa Eisen) Hartstoffgeschosse mit Hilfe von Elektromagnetismus. Im Falle unserer P01 wird durch den Lauf elektrischer Strom geleitet, welcher ein Magnetfeld erzeugt, der eine Kugel aus dem Magazin zieht und bis zur Mitte des Laufes beschleunigt.
Man kann sich das ähnlich wie bei einem Katapult vorstellen, welche Kampfflugzeuge beschleunigt und von einem Träger abschießt. Daher darf die Energie nur bis zum Scheitelpunkt aktiv sein, da sie sonst bremsend wirken würde. Im Lauf der P01 sind zehn Spulen hintereinander geschaltet, die das Geschoss quasi weiter geben und die Geschwindigkeit dabei potenzieren.
Bevor wir auf die Vor- und Nachteile dieser Art der Waffentechnik eingehen wollen, will ich euch beschreiben was genau passiert, wenn ich die P01 Type  A auf ein Ziel richte und abdrücke. Als erstes fällt auf, dass ich den Finger für jeden Schuss tatsächlich krümmen muss. Keine Halbautomatik und schon gar keine Vollautomatik. Tatsächlich gibt es elektromagnetische Waffen, die diese Eigenschaften haben, die P01 Type  A gehört jedoch nicht dazu. Einmal Abdrücken also gleich ein Schuss.
Wie bei einem Laser gibt es keinen Rückstoß, wohl aber einen sehr eigentümlichen Knall, wenn das Projektil die Schallmauer durchbricht. Dieser ist jedoch bei weitem nicht so laut wie bei einer Waffe mit Treibladung und kann durchaus als effektive Geräuschtarnung beschrieben werden. Herrscht nicht gerade eine ruhige und laue Nacht, wird sich kaum anhand des Knalls ermitteln lassen, wo sich der Schütze befindet.
So, man schießt also und da wo die Kugel trifft ist für gewöhnlich ein Loch von der Größe der Kugel. Schön und gut, aber das kann mein Laser oder mein Scharfschützengewehr auch, mag nun der ein oder andere sagen. Der Unterschied besteht darin, dass das Loch der P01- Kugel auch in solchen Materialen zu finden sein wird, bei denen der Laser oder das herkömmliche Projektil lediglich den Lack angekratzt haben dürfte. Mit mehreren Kilometern die Sekunde ist die Geschwindigkeit der Kugel extrem hoch und der Einschlag in das Zieles erfolgt mit enormer Penetrationsleistung.
Wenn wir das einmal als maßgeblichen Vorteil betrachten, können wir auf der Haben- Seite weiter dazu zählen, dass die Munition nicht explosiv ist und daher nicht besonders geschützt werden muss. Es sind letztlich lediglich Eisenkugeln von der Größe einer Murmel. Desweiteren gibt es keinen störenden Pulverdampf.
Dem gegenüber steht der hohe Energieverbrauch. Ein Schuss verbraucht in etwa die halbe Leistung einer Standard- Energiezelle eines Lasergewehrs der IA. In den Kondensator- Zellen der P01ist genügend Saft für zwölf Schüsse. Ihr könnte euch also vorstellen, was für eine Energie die Zelle beherbergt. Entsprechend langwierig ist das Aufladen. Es bedarf schon einer ordentlichen Stromquelle. Nix mit der Romantiker der, am Lagerfeuer in die Flammen gehaltenen, Zelle eines Lasergewehrs oder die umweltfreundliche Nutzung von Sonnenenergie. Mit Gauß- Waffen lassen sich, wie bereits erwähnt, zwar hohe Geschwindigkeiten erreichen, die beachtliche Wirkungen auf jede nur denkbare Art von Panzerung aufweißt. Der Widerstand des Umgebungsmediums (in unseren Breiten für gewöhnlich Luft) nimmt jedoch ebenso zu. Das kann bis zur thermischen Zerstörung des Geschosses führen, das bereits beim Abschuss stark erhitzt wird. Soll heißen, selbst eine solche Waffe hat eine Kampfentfernung, die bei der P01 bei 500 Metern liegt, was für eine Pistole durchaus beachtlich ist. Durch die Eigendynamik des sich zerlegendenden Projektils ist die effektive Kampfentfernung jedoch bei etwa 200 Metern anzusiedeln. Was immer noch beeindrucken kann.
In der Pistole selbst findet beim Prozess des Abschusses eine enorme Wärmeentwicklung statt und auch wenn die gesamte Waffe mit Wärme- abführendem Verbundstoff verkleidet ist, kann man sich nach einem intensiven Feuerkampf durchaus das Patschhändchen verbrennen.

Soviel zu dem Für und Wider.
Nun noch ein paar schnelle Sätze zur P01 selbst. Sicherlich ist euch der Zusatz Prototyp im Waffennamen aufgefallen. Etwas was für ein Serienprodukt natürlich sonderbar anmutet. Tatsache ist, dass die Firma Rotkreis Electro die P01 tatsächlich nur als eine Testversion geplant hatte, die Eigenschaften des Endproduktes aber so überzeugen konnte, dass sie ohne weitere Veränderungen in die Serienfertigung ging Der Name zeugt von dieser Ingenieursleistung. Das Trommelmagazin fasst in etwa hundert Kugeln. Die eigentliche Munition stellt also mehr die Energiezelle dar, die sich wie oben erwähnt, schnell verbraucht. Ähnlich wie bei handelsüblichen Laserpistolen wird die Zelle entriegelt und kann dann nach unten entnommen und ausgetauscht werden. Ähnlich simpel ist der Wechsel des Trommelmagazins.
Hebel zurückziehen, Trommel wechseln, zuklappen, fertig.
Den so abgeklappten Lauf kann man auch dazu nutzen um in einer ruhigen Minute die entstandene Wärme schneller abzuführen. Da der Buckel des Trommelmagazins ein Zielen über Kimme und Korn nicht möglich macht, ist die Waffe mit einem Laserpointer und einer Schnittstelle für Hand/Augen- Koordinatoren versehen.
Rotkreis Electro liefert faktisch in das gesamte Imperium, sofern der Planet nicht völlig ab von den Pfaden der Zivilisation versumpft. Der Verkauf erfolgt über Zwischenhändler. Der Preis ist wie zu erwarten nicht von schlechten Eltern. Neuwertig, mit Holster, Ladestation, immerhin fünf Ersatz- Zellen und einem weiteren Trommelmagazin, liegt man bei etwa 5000 Schekel. In manchen Gegenden Korons kann man dafür eine kleine Armee aus Söldnern mehrere Monate lang beschäftigen. Kleiner Trost und Anreiz für Freunde des Bleigießens. Im Paket enthalten ist neben tausend schussfertigen Kugeln, ein kleiner Brennofen und eine Gusszange, mit der man jedes verwendbare Metall einschmelzen und zu neuen Geschossen formen kann. Ein Spaß für die ganze Familie.

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  Auf bösem Grund
Geschrieben von: Die Stimme - 12-14-2016, 11:47 PM - Forum: Die Vorwüste - Antworten (64)

Von hier kommend


Blanke hatte bei seiner letzten Frage gelacht, weniger wegen ihres Inhaltes als vielmehr wegen des Umstandes, dass Kruger damit seinen langen Dienst in der IA vortrefflich illustrierte. Jeder andere Soldat hätte eine Fotoausrüstung einfach mitgenommen und kein weiteres Wort darüber verloren.
Wo kein Kläger da kein Henker.
Aber als jemand, der von den Ausbildern der Armee indoktriniert wurden war, hätte Kruger vermutlich gefragt wie lang er seine Zehennägel schneiden durfte. Natürlich hatte der Leutnant es ihm gestattet und sich auch seinen anderen Fragen sehr eingehend und erschöpfend gewidmet. Ein Password gab es nicht. Was zur PVS gehörte würden die Insassen des Postens erkennen und ihn rechtzeitig anrufen um nach Identifizierung zu fragen. Sie waren keine schießwütigen Neulinge, die auf alles das Feuer eröffneten was ihnen vor die Flinten kam. Wenn jemand auf Streit aus war, so griff er die Posten für gewöhnlich direkt an. Eine einzelne Person würde man nicht grundlos beschießen. Grundriss und Karte der Anlage erhielt er ebenso, wie die Fotos aus der Akte. Das Lager bilde aus der Vogelperspektive ein Quadrat, mit den langen Seiten in Richtung Wüste und Stadt. Die fünf Meter hohen Stahlbetonmauern erlaubten es Schützen sich auf der Krone zu bewegen, wo sie sich von einer mannsdicken Brustwehr geschützt wissen konnten. In jedem Mauersegment gab es eine runde Verdickungen, auf welcher die Geschütze positioniert waren. Das Tor war aus Stahl und konnte nur von innen geöffnet werden. Eine wirkliche Automatik gab es nicht. Blanke hatte angemerkt, dass sich Kruger Enterhaken und Kletterseil mitnehmen sollte, falls man ihm von innen nicht öffnete. Im Zentrum der Anlage erhob sich der Turm. Ein drei Stockwerke hohes Gebäude, welches die Kommunikationstrechnik und die Laserkanone enthielt. Sollte die Mauer wieder erwarten überrannt werden, zogen sich die Verteidiger hier hin zurück. Eine schier uneinnehmbare Festung. War sie verriegelt, konnten die Soldaten mehrere Wochen ausharren, bis Verstärkung eintraf oder die Angreifer es Leid waren sich an der Anlage den Kopf einzurennen. Würde der Turm von innen verriegelt sein, so käme der Kundschafter aus eigener Anstrengung kaum hinein und musste diese Tatsache schlicht so hinnehmen. Ansonsten gab es eine Messehalle, eine Krankenstation, eine Lager- und Technikhalle und vier Unterkunftsgebäude, die aus halbrunden Nissenhütten bestanden und sich um den Turm herum anordneten. Der Funk konnte auch in der Vorwüste bereits gestört werden, da die Magnetstürme und Leuchtnebel der inneren Wüste manchmal in Richtung Meer geweht wurden. Er sollte sich nicht auf das Funkgerät verlassen und zur Not zurück kommen und persönlich Meldung machen oder sehen was man mit der Funkanlage des Postens bewerkstelligen konnte. Wenigstens von Minenfeldern musste er keine Angst haben. Anfangs hatte man versucht die das Vorland zu verminen, doch es hatte sich gezeigt, dass schon bei Stürmen der Kategorie 3 die flach vergrabenen Sprengkörper unschöne Flugeigenschaften entwickelten.
Das alles hatte Blanke ihm mit auf dem Weg gegeben und nun stand Arius am Ende einer Brücke, welche die klaffende Bresche in rostiger Pracht überspannte. Die Morgendämmerung war soeben hereingebrochen, auch wenn das schmutzige Grau des neuen Tages diese Bezeichnung kaum verdient hatte. Wandte er sich auf dem Motorrad um, so konnte er das aufragende Gebirge der Makropole ausmachen, das Dreck in die Luft spie und von Luftfahrzeugen aller Art umschwärmt wurde wie ein Misthaufen von Fliegen.
Auf der Stadtseite der Brücke stand ein Geländefahrzeug der PVS, indem die beiden Gefreiten saßen, die Kruger bis hierher eskortiert hatten. Blutjunge Burschen, die ängstliche Blicke in Richtung Wüste warfen und offenkundig Terra aus ganzer Seele danken, dass sie mit ihrem Kameraden nicht tauschen mussten. In diesem Moment reckte der Fahrer mit aufgesetztem Grinsen den Daumen in die Höhe und wendete dann das Fahrzeug. „Viel Glück und besser du als wir!“ schien die Geste zu sagen.
Arius war allein. Zwischen seinen Schenkeln brummte das Krad 3 im Leerlauf. Es war das Standardmotorrad der PVS, ein Arbeitstier für jegliches Gelände. „Kann alles, aber nichts richtig!“ pflegten die Soldaten zu sagen. Immerhin genügte eine Tankfüllung für den Hinweg und wenn er im Außenposten nicht nachtanken konnte, so hatte er zwei Kanister Treibstoff dabei die garantierten, dass er nicht zu Fuß würde zurücklaufen müssen.
Voraus wütete ein Gewitter am Horizont, blaue und grünliche Blitze zeichneten die tief hängenden Bäuche der Wolkendecke stakkatohaft nach. Die Wüste stand sinnbildlich für all den Wahnsinn und das menschliches Bestreben nach gegenseitiger Auslöschung, kristallisiert zu tausenden und abertausenden Quadratkilometern geisteskranken Ödlandes.
Das Wetter war mörderisch und unvorhersehbar, ebenso wie die wenigen Lebewesen, die diese Gegend ihre Heimat nannten.
Um so selbstzerstörerischer mutete es an, dass Kruger dabei war einen Weg einzuschlagen, den für gewöhnlich nur schwer gepanzerte und bewaffnete Konvois in Angriff nahmen. Er hatte sein Krad, einen Haufen Zusatzmunition, einen Langzeitfilter für seine Maske, Notrationen für vier Tage, ein Einmannzelt mit ABC-Schutzeigenschaften und Vertrauen in den Gottkaiser.

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  Lasergewehr der Imperialen Armee
Geschrieben von: Drudox - 12-13-2016, 11:23 PM - Forum: Drudoxs weiß Bescheid! - Antworten (12)

[CENTER]Das imperiale Lasergewehr, liebe Freunde und Nachbarn.[/CENTER]

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Jeder kennt es, in unserem Gewerbe hat vermutlich auch schon jeder einmal eins in der Hand gehabt und jeder meint alles darüber zu wissen.
Aber ist das wirklich so?
Heute schauen wir also mal auf die Massenware der imperialen Kriegsführung. Oft kriegt man zu hören, dass es auf Koron 3 nicht wirklich viele Lasergewehre gibt, weil die PVS sich bei der Bewaffnung seiner Soldaten auf heimische Projektilwaffen verlässt. Das stimmt in sofern, dass andere Welten, auf denen die Verteidigungsstreitkräfte mit Lasergewehren ausgerüstet werden, sehr viel mehr davon aufweisen.
Es stimmt dahingehend nicht, da dennoch eine unzählbare Masse an den verschiedensten Lasergewehrtypen auf Koron zu finden sind. Das kommt daher, dass eine derart inflationär hergestellte Waffe eine gängige Handelsware ist, sei es auf legalem oder illegalem Weg, weil einige Häuser bei der Ausrüstung ihrer Truppen auf Bewehrtes setzen und nicht zuletzt, weil durch die Befreiung des Planeten, zum Ende des Kriegs der Häuser, von der IA eine fantastische Zahl dieser Waffen auf Koron losgelassen wurde. In der Tat ist das Lasergewehr die ultimative Waffe für den dummen Soldaten. Das ist nicht einmal abwertend gemeint, sondern stellt die bemerkenswerteste Eigenschaft dieses Gewehrs heraus. Es bedarf so gut wie keiner Wartung (immer im Vergleich mit Projektilwaffen) es ist absolut zuverlässig und da es Licht verschießt, welches nicht an die ballistischen Wägbarkeiten einer fliegenden Kugel gebunden ist trifft selbst Gefreiter Dosenkohl sehr wahrscheinlich dort wo er hin zielt. Der Ladevorgang ist simpel und kein zitternder Rekrut kann beim Aufmunitionieren die Patronen in den Schlamm fallen lassen. Hinzu kommen die Vorteile der verwendeten Energiezellen, welche verschiedenste Möglichkeiten des Wiederaufladend erlauben, dazu gleich mehr.
"Aber Drudox", höre ich den Nerd aus der dritten Reihe schreien, "sind Lasergewehre nicht nur bessere Taschenlampen, die kaum einen Kratzer auf der Körperpanzerung hinterlassen?" Ja sind sie, wenn man ein Space Marine ist. Trift jemand eine solche Äußerung und steckt nicht in einer Servorüstung, so ist er ein Narr, der seine Weisheiten aus Groschenheften und Rollenspielrunden hat. Das Lasergewehr ist deshalb seit Anbeginn der menschlichen Expansion ins Weltall so erfolgreich, weil es die optimale Symbiose aus Herstellungspreis, Handhabung, Verfügbarkeit und eben auch Wirkung auf den Feind darstellt.
Legt unser hypothetischer, zitternder Rekrut auf seinen Gegner an, vielleicht weil er durch den Kommissar in seinem Nacken freundlich darum gebeten wird und betätigt den Abzug, so löst sich ein Schuss aus gebündeltem Licht. Begleitet wird dies durch das typische Geräusch eines feuernden Lasergewehrs, was oft als ein Fauchen oder tiefes Zischen beschrieben wird, bei einigen Typen aber kaum mehr als ein vernehmliches Knacken ist. Welche Farbe besagter Schuss hat hängt von der verwendeten Fokuslinse ab. Oftmals ist die Einfärbung rot, damit man den Schuss verfolgen und beim zweiten Versuch nachkorrigieren kann, so man nicht getroffen hat. Natürlich funktioniert das auch in die andere Richtung und ein Schütze verrät seine Position auf diese Weise sehr deutlich. Die Doktrin der IA besteht jedoch meist daraus, dass es genügend Leute gibt die nachrücken, sollte man durch bedauerliche Entdeckung fallen. Einheiten die mehr auf Heimlichkeit geben verwenden entsprechende Linsen, die einen Schuss farblos auf die Reise schicken. Unser Gefreiter schießt nun nicht nur, sondern trifft glücklicherweise auch noch.
Was geschieht nun?
Die destruktive Wirkung des Schusses beruht auf seiner Hitze, welche eine Schutzkleidung beim Gegner erwartungsgemäß betrifft. Stoff fängt Feuer, andere protektierende Materialen schmelzen. Natürlich immer nur zu einem effektiven Punkt, abhängig von Art und Dicke der beschossenen Substanz. Trifft der Laserstrahl auf biologisches Material, etwa bei einem Menschen, einem Tau, Ork oder was auch immer außerhalb der Kategorie, riesiges, Chitin gepanzertes Weltraummonster steht, ist die Wirkung ganz beachtlich. Man könnte glauben, dass der Schuss sich sauber durch das Gewebe brennt und lediglich ein kleines, kauterisiertes Loch zurück lässt, welches einen Ork nicht einmal zum verwundert Gucken bringen dürfte. Tatsächlich kann ein Treffer genau diese Wirkung haben, wenn er den Körper an glücklicher, bzw. unglücklicher Stelle trifft. Ich selbst habe einen Vetter fünften Grades, der erst nach der Schlacht bemerkte, dass er ein sauberes Loch in der Armbeuge hatte. Er machte sich immer einen Spaß daraus den Rauch seiner Pfeife hindurchzupusten. Das allerdings ist eher die Ausnahme als die Regel... also solch ein Durchschuss, nicht das mit dem Pfeifenrauch. Obwohl das wohl auch eher die Ausnahme... ach egal.
Üblicher ist es, so der Schuss auf biologisches Material trifft, dass er dieses in einer exponentiellen Reaktion verdampft. Es kommt zu einer Miniaturexplosion, in welcher Haut und Fleisch vaporisieren wird und das Blut im Bereich des Einschlages zum Kochen kommen kann. Das darf man sich jetzt nicht wie den Treffer eines Bolters vorstellen, bei dem hinterher nur noch die rauchenden Stiefel im Feld stehen aber es gibt in der Tat nicht wenige Berichte darüber, dass ungeschützte Gliedmaßen durch den Treffer eines Lasergewehrs zügig amputiert wurden. Auch schmilzt man sich nicht durch einen Gegner wie bei der Verwendung eines Thermostrahlers, dennoch ist die Wirkung überaus zerstörerisch und wird von Klugscheißern meist nur einmal unterschätzt.
Das Alles ist vereint in einer Waffe, die 10. 000 Schuss abfeuert, bevor sich Mängelerscheinungen bemerken lassen und die Fokuslinse getauscht werden sollte. Das Gewehr hat in seinem versiegelten Inneren so gut wie keine beweglichen Teile und ist derart robust, dass ihm auch die Verwendung als Knüppel nicht sehr schaden wird.
Versucht das einmal mit den handelsüblichen Projektilwaffen.
Oft werde ich nach der effektiven Schussweite eines LGs gefragt. Darauf kann man keine so ganz klare Antwort geben, da diese stark von der Atmosphäre des Einsatzgebietes abhängt. Ein abgefeuerter Schuss gibt seine Energie an die ihn umgebende Luft oder jedes andere, entsprechende Medium ab und verliert seine Wirkung naturgemäß. In dünner, klarer Bergluft wird man um einiges weiter effektiv wirken können, als in einem nebligen Sumpf oder einem Smog geplagtem Slum.
Man könnte sagen: Je dicker die Suppe, je schlaffer der Schuss.
Wer sich diesen Leitspruch auf den Unterarm tätowieren lassen will, ich stelle ihn zur Verfügung.
Kommen wir nun aber einmal zu dem oft beschworenen Mythos der Energiezelle im Feuer. Ihr wisst schon, wie in Die Atomorks des Dr. Fu, wo der strahlenden Held seine leeren E-Zellen in die Flammen des Lagerfeuers schmeißt und sie am nächsten Morgen aus der Asche fischt um wieder auf die Pirsch zu gehen. An der Sache ist ein Fünkchen Wahrheit, auch wenn dem tollen Hecht die Päckchen wohl eher um die Ohren geflogen wären. Tut mir einen großen Gefallen und schmeißt eure Energiezellen bitte, bitte nicht ins Feuer.
Es stimmt, dass die Kontakte so gut wie jede Energiequelle aufnehmen können um die Zellen wieder zu laden. Das ist es, was dieses Gewehr neben allen anderen bereits erwähnten Vorteilen so unglaublich vielseitig macht. Diese Quelle kann die Steckdose sein oder noch besser die Varianten, die mit Solarzellen gekoppelt werden können. Es gibt sogar Fokusierspiegel, welche das Sonnenlicht direkt dafür nutzen. Und in der Tat kann man die Teilen mit den Kontakten voran nah an die Hitze eines Feuers legen und sie damit um einige Prozent wieder auffüllen. Das ist jedoch weder optimal für das Material, noch für die damit gewonnene Energie. So gewinnt man vielleicht fünf oder sechs Schuss, beschädigt die Zelle im schlimmsten Fall aber in gefährlichem Maße. Solche Aktionen stellen wirklich die allerletzte Möglichkeit dar sich im Feld noch ein wenig Munition zu ergaunern.
Die am häufigsten anzutreffende Energiezelle ist die des Typs 2, die Energie für 100 Schuss fasst. Was auch nur eine ungenaue Angabe ist da viele Typen die Stärke des Schusses individuell einstellen lassen können, was natürlich die Anzahl der möglichen Schüsse verringert.
Bedenkt die Größe und das Gewicht einer Energiezelle und vergleicht es einmal mit hundert Schuss herkömmlicher Munition. Den Vorteil muss ich glaube ich niemanden erklären. Andere Typen erhöhen die Anzahl der möglichen Schüsse oder deren Stärke.

Scheint doch alles super zu sein und wahrhaftig kann ich jedem nur empfehlen ein Lasergewehr im Haus zu haben (in Gohmor allerdings ganz unten im Schrank, denn die Waffe fällt unter das Verbot für Personen ohne Sondergenehmigung). Sei es um die die Familie zu schützen, als Standardbewaffnung oder als letzter Ausweg, wenn die anderen Krachmacher alle klemmen. Der Nachteil entsteht dann, wenn es daran geht die Linse auszuwechseln, was nicht mit zwei Handgriffen erledigt ist und nicht umsonst in einer IA Einheit vom Techpriester erledigt wird. Auch wenn der Kontrahent mehr am Leibe trägt als eine Flak- oder normale kugelsichere Weste wird es kribbelig. Das sind allerdings Mankos, die meiner Meinung nach voll und ganz von den Vorteilen aufgewogen werden und wer sein Sparschwein schlachtet und zum alten Drudox kommt, der kann sicher sein, dass wir das Richtige für ihn finden. Ich habe hier gut und gerne 20 verschiedene Typen rumstehen, die jeweils auch noch mal die tollsten Merkmale aufweisen. Da habe ich welche mit Holzgehäuse und Schaft, welche aus gepresstem Kunststoffmüll, sehr farbenfroh das Ganze. Farbe, Größe, Geschmack, hier gibt es alles. Und wer hundert kauft kriegt eins umsonst.

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  Arius Kruger
Geschrieben von: Arius Kruger - 12-12-2016, 06:36 PM - Forum: Einwohnermelde-Liste - Keine Antworten

Name: Arius Kruger
Alter: 27 Standartjahre
Herkunft: Esseos IV
Zugehörigkeiten: PVS
Rang: Gefreiter
Gesinnung/Loyalitäten: imperialer Fanatiker, Militarist

Aussehen:
Auf größere Entfernung könnte man denken, dass Arius einem der Rekrutierungsplakate entstiegen ist, die an jeder Straßenecke für die Armee werben. Durchgestreckter Rücken, mit 190 Zentimetern Körpergröße ideales Gardemaß und dem perfekten Werbegesicht: Kantig, entschlossen, die Nase wie mit einem Lineal gezogen. Dazu noch glatt rasiert, das blonde Haar zu einem strengen Seitenscheitel drapiert und zuweilen einem Lächeln, das nicht wenige Frauen als attraktiv bezeichnen würden. Solange er genügend Abstand beibehält kann sich das schöne Bild auch weiterhin halten. Je näher er aber kommt, desto mehr Risse bekommt die schöne Fassade. Zwar passen die Haltung und Körpergröße, dafür aber sieht man die fehlenden Muskelberge. Stattdessen steht einem ein hagerer, sehniger Mann gegenüber, der auf eine gewisse Art und Weise ausgezehrt und hungrig wirkt. Das kantige Gesicht hat etwas maskenhaftes und erstarrtes an sich, die Entschlossenheit wirkt aus der Nähe eher verkniffen und verbissen, als würde Arius unter permanenter Anspannung stehen. Die Nase und der Seitenscheitel passen dann zum Glück weiterhin in das Bild, welches man aus einiger Entfernung gesehen hat, auch wenn sich erste graue Strähnen ins Haar geschlichen haben. Und auch das Lächeln bleibt aus der Nähe hübsch, man sieht jetzt sogar Arius weiße ebenmäßige Zahnreihen. Wenn man dem Lächeln zu den Augen folgt, verblasst der schöne Schein aber sofort wieder, denn sie werden nicht von diesem Lächeln erreicht. Niemals um genau zu sein. Und es sind die Augen, an die man sich am längsten erinnert. Bleich und tot sind sie, und von einer fast schon unnatürlichen Leere erfüllt, einem nichts bar jeder Emotion oder Regung. Augen, die den Krieg in all seinen Schrecken gesehen haben und daran abgestumpft, ja ausgebrannt, sind und die Schlachtfelder auf denen Arius war, niemals verlassen haben.
Aus der Nähe kann man jetzt auch Arius linken Arm genauer in Augenschein nehmen und feststellen, dass er durch ein bionisches Implantat ersetzt wurde. Imperiale Standartausführung für Soldaten: robust, wartungseffizient und günstig. Dementsprechend sieht er auch wie ein Knochenarm aus, bei dem vergessen wurde Muskelmasse und Haut hinzuzufügen. Sonstige Narben oder Verletzungen sieht man ihm aber nicht an.
Einen festen Kleidungsstil kann man bei Arius Auswahl an Freizeitkleidung nicht feststellen. Je nachdem wo er sich aufhält, wechselt er seine Kleidung, um nicht zu sehr aufzufallen. Meist aber trägt er Rollkragenpullover und Jeans, oder wenn es etwas förmlicher sein soll seine Uniform. An hohen Feiertagen, wenn er zur Kirche geht, kann man ihn aber auch in den klassischen Gewändern und Roben eines Gläubigen sehen. Bestimmte Farbtöne bevorzugt er dabei nicht, sondern sucht sich immer das zusammen, was ihm am passendsten erscheint. Sein einziger ständiger Begleiter ist ein Aquila aus Silber, den er an einer Halskette trägt und nur äußerst ungern ablegt.

Charakter:
Arius ist ein Fanatiker. Seit seiner frühesten Kindheit indoktriniert, ist sein Glaube an den Imperator und das vorherrschende politische System, sowohl auf seiner Heimatwelt, als auch im restlichen Imperium unerschütterlich. Propaganda wird ohne sie zu hinterfragen akzeptiert und seine Gedankenwelt ist von einem krassen Schwarz-Weiß Denken bestimmt. Auf der einen Seite stehen die Gläubigen, die Treuen, das Imperium, um es ganz allgemein auszudrücken, vereint unter der weisen Führung des Gottimperators auf Terra. Auf der anderen Seite steht der Feind. Xenos, Ketzer, Verräter, Dämonenanbeter, mutierter Abschaum jeder Art. Mit ihnen kann es keinen Frieden geben. Mit ihnen darf es keinen Frieden geben. Frieden wird erst herrschen, wenn sie unter dem Stiefelabsatz des Imperiums zerquetscht, durch Stahl und Feuer geläutert wurden. Alles andere wäre Verrat am Imperator und seinem Vertrauen, das er in die Menschheit setzt. Schild und Schwert der Menschheit ist das Militär. So hat Arius es damals in der Schola gelernt, verinnerlicht und schließlich in seiner Zeit in der Armee als eigenes Weltbild übernommen.
Sein ausgeprägtes Elitedenken setzt daher das Militär, besonders in Form der Imperialen Armee, an die Spitze der Gesellschaft, dem sich alles andere unterzuordnen hat. Die vom Militär propagierten Tugenden Kameradschaft, Härte, Kampfgeist, Einsatzbereitschaft, Gehorsam und Pflichterfüllung werden von ihm begeistert ausgelebt und anderen gegenüber propagiert. Manche unterstellten ihm auch schon eine gewisse Neigung zum Kadavergehorsam, auch wenn sich bisher niemand getraut hat ihm das ins Gesicht zu sagen. Militärische Auszeichnungen jeder Art, vom Stählernen Stern bis hinab zum Bronzenen Herz, schätzt er sehr und die Soldaten, die so ausgezeichnet wurden, werden von ihm mit dem ihnen gebührenden Respekt behandelt.
Die Schrecken, die er im Laufe seiner Fleischwolfeinsätze an der Front erlebt hat, haben Arius abgehärtet, aber nicht gebrochen. Er leidet nachts nicht unter Albträumen, kriegt keine Panikanfälle, wenn er plötzliche laute Geräusche hört oder zeigt sonstige Symptome von Kriegsneurosen unter denen viele Soldaten leiden. Scheinbar hat er den Krieg heil verlassen, wenn auch nicht so, wie er ihn einst betrat. Seine Mitmenschlichkeit hat gelitten, denn die Erlebnisse auf den Schlachtfeldern haben ihn erst verroht und dann Stück für Stück ausgebrannt. Arius hat schwere Probleme Beziehungen zu Menschen aufzubauen, die nicht in irgendeiner Weise im Militär sind, denn nur dort fühlt er sich verstanden.
Auch wenn man es Arius vielleicht nicht zutrauen würde, ist er begeisterter Hobbyfotograf, der seinen Fotoapparat auch an die Front mitnimmt, um interessante Schnappschüsse machen zu können. Durch seine Bereitschaft auch Fotos von seinen Kameraden zu machen, die diese dann an ihre Familien schicken können, hat er sich in seiner Einheit einen guten Ruf erarbeitet und zuweilen gibt er seine Schnappschüsse an die Presseabteilung seiner Einheit ab, wenn er das Gefühl hat, dass sie für diese interessant sind.

Fähigkeiten:
Was muss ein Soldat der PVS können? Kämpfen und für den Imperator in der Schlacht sterben. Mit letzterem möchte Arius sich gerne noch etwas Zeit lassen, während er in ersterem gut auftrumpfen kann. Als Veteran jahrelanger Feldzüge der Imperialen Armee hatte er mehr als genügend Zeit Erfahrungen auf dem Schlachtfeld zu sammeln. Besonders nachdem er seinen Dienst in einer Sturmpionierkompanie angetreten hatte, lernte er zusätzlich zum Umgang mit dem Lasergewehr, die Nutzung verschiedenster anderer Waffen, wie Maschinengewehren, Flammenwerfern und ähnlichem, um im Notfall Gefallene an diesen Spezialwaffen ersetzen zu können. Auch den massiven Einsatz von Handgranaten und Sprengladungen, um feindliche Stellungen aufzubrechen und auszuräuchern, gewöhnte er sich damals an und es dürfte daher niemanden groß wundern, dass sein persönliches Motto im Kampf „Feuer tötet“ ist. An Schusswaffen bevorzugt er daher Waffen die große Magazine mit hoher Schussfolge verbinden, um in einem feindlichen Graben jeden Widerstand möglichst schnell zu brechen. Er mag vielleicht nicht der treffsicherste Schütze sein, aber dass muss er als Spezialist für Schussgefechte auf kurzer Distanz auch nicht.
Auch im Nahkampf weiß Arius sich zu wehren, endeten Sturmangriffe auf feindliche Grabenlinien oftmals in einem blutigen Hauen und Stechen, bei dem mit allem was gerade zur Hand war aufeinander losgegangen wurde. Ein gut geschärfter Feldspaten oder für den Notfall auch ein Grabendolch sind daher die Waffen, auf die er sich am meisten verlässt. Aber auch im waffenlosen Handgemenge weiß Arius sich zu behaupten und kann seine Gegner notfalls mit bloßen Händen zu Krüppeln schlagen.
Ansonsten kann er noch als exzellenter Läufer auftrumpfen, der sowohl auf Kurzstrecken, als auch Langstrecken brilliert und das sowohl auf ebener Fläche, wie auch im rauen Gelände. Ein Relikt aus der alten Zeit, als er noch zur Infanterie gehörte und nicht wie jetzt zu den mechanisierten Verbänden, an die er sich immer noch nicht ganz gewöhnt hat.

Ausrüstung:
- PVS-Standardinfanterieausrüstung fast keinerlei Abnutzungserscheinungen
- Maschinenpistole 01.3 / Mpi-01.3 (Bewaffnung für Sturmexperten) fast keinerlei Abnutzungserscheinungen
- Esseos Schema Laserpistole (Eigenanschaffung) gebraucht aber gut gewartet*
- Bajonett scharf geschliffen
- Feldspaten scharf geschliffen
- Feldstecher fast neuwertig
- drei eingeschweißte Ikonen mit Abbildungen von Heiligen übliche Heiligenabbildungen
- eine Ausgabe des Imperialen Infanteristen inspirierende Instruktionen deutliche Gebrauchsspuren
- eine Zusammenfassung der Predigten Sebastian Thors stark abgenutzt und zerlesen
- ein halbes Dutzend Bücher über Militär-, Kultur- und Glaubensthemen leichte Gebrauchsspuren
- Zigaretten&Feuerzeug Feuerzeug ist zerkratzt
- Fotoapparat&Filmrollen(schwarz-weiß und farbig) gebraucht aber gut gepflegt
- Kiste voller Erinnerungsstücke an seine alte Diensteinheit (Bilder, Uniform, Post etc.) in der Wohnung aufbewahrt
- ein Wohnung in den mittleren Ebenen kaum genutzt
- 400 Schekel

*Esseos Schema Laserpistole: Eine vollautomatische Laserpistole mit einer Gesamtlänge von 255mm und einer Lauflänge von 132mm. Das Gewicht liegt bei 1,1 kg und damit im noch akzeptablen Mittelfeld der koronischen Handfeuerwaffen. Das Magazin der Laserpistole wird nicht wie bei vielen andere Pistolen in einen Unterlaufschacht im Griff, sondern in einen Magazinkasten, der direkt vor dem Abzugsbügel liegt, eingeführt. Das Magazin selbst fasst zwanzig Schuss, was angesichts einer Feuerrate von bis zu 1400 Schuss pro Minute nicht viel mehr als ein kurzes Husten ist. Vom Hersteller wird daher auch empfohlen die Waffe nur im Einzelschussmodus zu benutzen. Zwischen den besagten Schussmodi kann man mittels eines Hebels wechseln, der auf der rechten Seite der Pistole oberhalb des Abzugsbügels angebracht ist. Um die im Automatikmodus schwer kontrollierbare Waffe zu stabilisieren, kann das Futteral als Anschlagschaft an der Pistole befestigt werden, wodurch die Handhabung deutlich vereinfacht wird.

Biographie:
Arius Kruger wuchs als jüngster von drei Söhnen einer Beamtenfamilie auf Esseos IV auf. Sowohl sein Vater als auch seine Mutter arbeiteten beim lokalen Ableger des Administratums und konnten damit ihren Kindern eine wohlbehütete Kindheit bieten. Will heißen, es gab immer genügend und gut zu Essen, man lebte in bescheidenem Wohlstand und konnte manchmal sogar in den Urlaub fahren. Mit sechs Jahre wurde Arius schließlich eingeschult und erhielt in den folgenden Jahren eine im Vergleich zum imperialen Durchschnitt sehr gute Bildung. Ab seinem zwölften Geburtstag trat er wie die überwiegende Anzahl der Kinder von Esseos IV einem der staatlich organisierten Jugendverbände bei. Zu dem ideologischem Drill aus Schola kam jetzt noch eine quasi paramilitärische Ausbildung der Jungen. Die Kinder störten sich aber nicht daran, da der Drill geschickt als Geländespiele und Sportübungen getarnt war, bei dem es unter anderem um den Zusammenhalt als Gruppe ging. Nachdem Arius mit 18 Jahren die Schola mit Erfolg abgeschlossen hatte, musste er nur noch seinen zweijährigen Wehrdienst ableisten, ehe er ein Studium beginnen durfte, um dann wahrscheinlich wie auch schon seine Eltern vor ihm beim Administratum zu arbeiten. Durch Propaganda und jugendlichen Übermut motiviert, leistete Arius diesen in einem der Infanterieregimenter begeistert ab und wünschte sich insgeheim auch einmal in den Krieg ziehen zu dürfen, was auf seinem friedlichen Heimatplaneten mehr als nur unwahrscheinlich war. Kurz vor Ende seines Wehrdienstes, als er schon alle Hoffnungen hatte fahren lassen, erhörte der Imperator seine Gebete scheinbar doch. Mehrere Divisionen der Imperialen Armee, landeten auf Essos IV um Verluste und verlorenes Material zu ersetzen. Die PVS öffnete auf Befehl der Adepten des Administratums ihre Lager und teilte Material aus, während unter der Bevölkerung nach Freiwilligen geworben wurde. Wie von den oberen Riegen erhofft war der Andrang an Kriegsfreiwilligen enorm, hatte es doch schon seit Jahrhunderten keinen Krieg mehr auf Essos IV gegeben und die schon seit ihrer Kindheit indoktrinierten Männer wollten sich alle beweisen. Auch Arius meldete sich und wurde in die 33. Infanteriedivision aufgenommen, sehr zum Stolz seiner Eltern, die jetzt mit Stolz sagen konnten, das einer ihrer Söhne sich für die Sicherheit der Bürger des Imperiums aufopferte.
Nachdem die Imperialen Verbände wieder aufgestockt waren, begaben sich in Richtung des nächsten Kriegsgebietes. Während des Transportes wurde Arius zusammen mit allen anderen Neulingen weiter gedrillt und ausgebildet, damit die alten und neuen Truppen möglichst gut zusammenarbeiten würden. Auch die politische und theologische Bildung wurde bei allen Truppenteilen noch einmal intensiviert um die Moral und Kampfbereitschaft zu erhöhen.
Beim Transport durch den Warp kam es jedoch zu Schwierigkeiten und mehrere Transportschiffe, darunter auch das von Arius traten nicht wie geplant in der Nähe des von Tyraniden angegriffenen Planeten Jeravia Prime wieder in den Realraum über, sondern über einer völlig anderen Welt in einem ganz anderem System. Die Welt über der sich die Transportschiffe wiederfanden wurde schließlich als Meran Magna identifiziert. Kurze Zeit später erhielten die Schiffe Nachrichten von der Planetenoberfläche, wo man sie für vom Munitorum gesandten Verstärkungen hielt um einen Aufstand von Separatisten niederzuschlagen. Die Kommandanten der fünf Divisionen entschieden sich nach kurzer Besprechung dafür, nicht wieder Kurs in Richtung Jeravia Prime zu nehmen, sondern zu landen. Zur Sicherheit sendete man noch eine Benachrichtigung an das Departmento Munitorum und bereitete dann die Landung vor.
Die Soldaten landeten genau zur richtigen Zeit, denn die Separatisten brachen gerade durch die überdehnten Linien der Verteidiger und hätten danach auf die Hauptstadt in der sich der Gouverneur aufhielt möglicherweise im Handstreich nehmen können. Otho und seinen Kameraden gelang es den Durchbruch abzufangen und den Feind wieder in Richtung seiner Ausgangsstellungen zurückzutreiben. Danach gruben sie sich ein und bereiteten sich auf den Stellungskrieg vor, der hier schon so lange andauerte. Sturmangriffe der beiden Seiten wechselten sich ab, während die Artillerie die Schlachtfelder Meter um Meter umpflügte, Steine und Beton zu Pulver zermahlte und Wälder und Menschen vollkommen zerfetzte. Und der Herbstregen verwandelte schließlich die Landschaft in Schlammwüsten, die sich in der Wahrnehmung der Soldaten in alle Richtungen endlos weit ausdehnten. Hier erlebte Arius seine Feuertaufe, hier ersoff sein Idealismus eines schönen Krieges im Schlamm der Granattrichter, hier blieb seine Jugend zurück, während er immer weiter ausbrannte, bis seine Augen so tot und leer wie die ihn umgebende Landschaft waren. Zurück blieben nur seine Entschlossenheit und sein Glaube. Stand er denn nicht hier schließlich an der Frontlinie der Menschheit im Kampf gegen all das was sie vernichten wollte? Hatte nicht in den Armeezeitungen gestanden, dass ihre Feinde mit Aliens verbündet waren, sich vom Imperator losgesagt hatten und Götzen anbeteten? War nicht er, seine Einheit, die Imperiale Armee das Einzige das zwischen der Menschheit und der absoluten Barbarei stand? Hatte er während der Ruhepausen im rückwärtigen Raum der Front nicht gesehen, wie dankbar die Menschen ihm und seinen Kameraden gegenüber waren?
Im Lauf der Zeit lichteten sich die Reihen, wurden die Einheimischen nicht nur zu den PVS Verbänden, sondern auch zu den imperialen Einheiten eingezogen. Arius selbst erhielt das Privileg einer der Sturmkompanien beizutreten, die es in seiner Division gab. Elitäre kleine Verbände, die die Aufgabe hatten Schwachpunkte der gegnerischen Verteidigung anzugreifen, zu durchbrechen und dann schnell in den rückwärtigen Raum vorzustoßen, um den gegnerischen Nachschub abzuschneiden, während die reguläre Infanterie parallel dazu übrig gebliebene stark verteidigte Widerstandsnester niederkämpfte. Die Verlustraten unter den Soldaten waren bei solchen Einsätzen wie zu erwarten hoch, trotzdem gab es immer mehr als genug Freiwillige, die durch die bessere Verpflegung, die Ruhezeiten weit im rückwärtigen Raum und dem Status eines elitären und eingeschworenen Verbundes gelockt wurden. Die Ausbildung war wie zu erwarten für Arius und seine Kameraden hart und fordernd. Sie lernten mit verschiedensten Waffen umzugehen, um die Rolle von Gefallenen und deren Spezialwaffen zu übernehmen, den Einsatz als kleine gut aufeinander eingespielte Trupps und ein aggressives und eigenständiges Verhalten im Kampf.
Nach Beendigung seiner Ausbildung wurde Arius Kompanie während der nächsten zwei Jahre an verschiedensten Frontabschnitten eingesetzt. In dieser Zeit verlor er schließlich auch seinen linken Arm durch Granatsplitter und erhielt in einem Hospital seine Prothese.
Die Entscheidung brachten schließlich die ursprünglich erwarteten Imperialen Verstärkungen, die mit weit über einer Millionen Mann landeten, darunter vielen mechanisierten Verbänden und starken Fliegeraufgeboten. In der folgenden 80 Tage Offensive gelang es den Loyalisten die Verteidigungslinien der Rebellen zu durchbrechen und diese immer weiter zurückzutreiben. Die endgültige Entscheidung brachte schließlich die Imperiale Raumflotte, die in einer spektakulären Demonstration ihrer Macht die Hauptstadt von einer der Separatistennationen in einem konzentrierten Lanzenschlag vernichtete. Innerhalb der nächsten zwei Tage kapitulierten alle verbliebenen Rebellen angesichts solch einer Übermacht bedingungslos. Nach fünf Jahren war der Krieg endlich vorbei.
Die Offiziere der 33. Infanteriedivision wurden anschließend für ihre Leistungen in den Erbadel des Planeten befördert und ihr Verband in die PVS eingegliedert, der zu diesem Zeitpunkt schon zu über 70% aus Einheimischen bestand. Arius selbst beantragte seine Entlassung aus der Armee, da er keinerlei Interesse daran hatte auf diesem Planeten zu versauern. Mithilfe seiner Abfindung finanzierte er sich ein Pilgerreise, die ihn über mehrere Welten führte und schließlich auf einer unbedeutenderen Schreinwelt endete, auf der einst ein Schüler Sebastian Thors die Menschen gelehrt hatte. Nachdem er so seine Pilgerreise erfolgreich abgeschlossen hatte, ihm aber tiefergehende religiöse Einsichten nicht gekommen waren, kaufte er sich von seinem restlichen Vermögen ein Ticket zum nächsten erreichbaren Planeten, Koron III.
Dort ließ er sich mehr aus finanzieller Not, als aus freiem Willen als Bürger registrieren und trat der PVS bei, da der Beruf des Soldaten der einzige war, den er vorweisen konnte.
Seine Dienstzeit verbrachte er bisher als Teil der Grundbesatzung auf dem Kasernengelände in Gohmor selbst, da der Großteil der Einheit sich in Horning im Einsatz befand. Seine bisherige Freizeit hingegen nutzte er zum einen, um Museen und Bibliotheken und zum anderen um die Vergnügungsmeilen mit ihren Kabaretts, Tanzclubs und überreizten Menschenmassen zu besuchen. In dieser Umgebung konnte er Kontakte knüpfen, besonders zu reaktionären und proimperialen Veteranenverbänden und paramilitärischen Gruppierungen, zu denen er sich nahe gezogen fühlt. Und so wartet Arius auf seinen ersten Einsatzbefehl in der Kaserne am Meer.

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