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Forum: InGame Offtopic
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| Turm der Seherin |
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Geschrieben von: Die Stimme - 09-25-2017, 07:15 PM - Forum: Die Ras-an-Kur
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Die harte Stunde zwischen der kalten Wüstennacht und der brüllenden Hitze des Tages, resümierte Ad`razbe und rieb sich den Nacken.
Hart deswegen, weil sie die großen Ideen und hehren Reden einer Rausch geschwängerten Nacht zu dem zusammen zustutzen pflegte, was sie letztlich waren, Gerede. Das gnadenlose und wenig poetische Licht dieser Stunde entlarvte vieles, was sich Mondschein noch wie opulente Gedanken ausgenommen hatte.
Nun ja, ein Gutes hatte diese gestrenge Richterin und das war die Kühle ihres Wesens. Der sachte Wind tat ihm gut und vertrieb die Schatten von Drogen und Alkohol allmählich.
Er fühlte sich nicht gut, auch wenn man nicht erleben würde, dass sich ein solcher Zustand auf sein Äußeres auswirken würde. Als Paladin der Seherin und als Mann von gewissem Ruf, konnte er sich eine solche Blöße nicht geben. So würde ein über die Maßen penibler Beobachter auch jetzt höchstens leicht gerötete Augen feststellen, sowie einen Gang, der etwas weniger geschmeidig ausfiel als üblich. Weder an seiner Rüstung, noch an seinen Haaren oder der Haut war ein Makel festzustellen. In der Kunst, die eigene Erscheinung durch Anstrengung und Können unangestrengt und beiläufig perfekt aussehen zu lassen, hatte er es zur Meisterschaft gebracht.
Die Orgie der letzten Nacht war allemal nicht so epochal gewesen, dass sie seine Pflichten beeinflusst hätte.
Als Paladin der schlafenden Seherin oblag es ihm, die Medien zu konsultieren und zu entscheiden, welcher ihrer Sprüche durch die Schlafende beeinflusst war, welcher direkt von den Göttern stammte und welcher schlicht dem Wahnsinn entsprang. Hinzu kam, natürlich gänzlich inoffiziell, die schwere Bürde zu entscheiden, welche Orakelweissagung so abgeändert werden musste, dass sie dem Kult und vor allem ihm selbst gewisse Vorteile verschaffte. Alles immer ganz dezent, diskret und mit dem im Blick, was auch die Seherin gewollt hätte.
Der Paladin erlaubte sich eine kleine Abweichung von der üblichen Route zum Turm der Seherin und machte Zwischenstopp bei Gurni. Dort bekam er auch zu so früher Stunde schon einen kräftigen Tee, den eine Priese Staub aufwertete. In zu geringer Dosierung verschwendet, in zu hoher tödlich, war Staub, von einem Fachmann beigemischt, die ideale Droge um die faden Gespenster der gestrigen, bewusstseinsverschiebenden Verwandten des Giftes zu verjagen. Er nahm einen Schluck reckte sich und spürte, wie neue Energie in seine Adern schoss, wie die Dinge an neuerlicher Schärfe gewannen, Schwung in ihn und damit in den jungfräulichen Tag kam.
Ein Elan den er brauchen konnte, denn als er vor den Toren des Turmes anlangte, hatte sich dort bereits eine kleine Menschengruppe versammelt, die ihren Unmut noch im Zaum hielt, aber nicht weit davon entfernt schien, diese Zügel fahren zu lassen.
Die hohen Flügeltore waren noch geschlossen.
An sich eine Unmöglichkeit, denn nach den rituellen Regeln musste der Zugang gewährt werden, sobald der erste Sonnenstrahl auf das Alabasterweiß des Portals traf.
Die Gläubigen konnten dann einzeln eintreten, der rituellen Waschung frönen und schließlich in den Bädern darauf hoffen, dass ihnen das Wort der Seherin heute teilhaftig wurde. So war es, seit die göttliche Seherin schlief, undenkbar darin aus Nachlässigkeit zu säumen.
Ad`razbe argwöhnte Schlimmes. Er schob sich schnellen Schrittes durch die Menge, einige murrten, andere erkannten den Paladin und machten ihm Platz. Vor dem Portal standen zwei der Kult Diener in ihren fließenden, weißen Gewändern.
Kurz nach Entstehen der organisierten Anbetung, hatten die Diener vor dem Tor Latex getragen, ganz so wie es ihnen die wandelnde Seherin vorgelebt hatte. Doch schnell hatte sich herauskristallisiert, dass dies die denkbar unzweckmäßigste Kleidung für den Dienst in der prallen Sonne der Wüste darstellte. Also hatte man zu knapper Stoffbekleidung gewechselt, was zwar Erleichterung geschaffen, aber die Haut der Sonne weiterhin ausgesetzt hatte. Letztlich war nur die jetzige lange Kleidung geblieben. Nötig gewiss, doch rein vom ästhetischen Gesichtspunkt her eine Schande. Denn er wusste nur zu gut, was die Stoffe von Marralas Leib verhüllten.
Kein Privileg seiner Position, sondern eines, welches die Anbetung des Prinzen des Chaos mit sich brachte. Die Diener Khornes schlachteten gemeinsam und untereinander, die Gefolgsleute Tzeentchs teilten sich den Staub ihrer Bibliotheken, die Jünger Nurgels verrotteten gemeinsam und die Kinder Slaanesh trieben es eben miteinander wie die Karnickel. Zugegeben, das vereinfachte die Sache etwas sehr stark, doch alles in allem war es eine Begleiterscheinung der Anhängerschaft, die den anderen meist vorzuziehen war.
Was geht hier vor? Verlangte er von Marrala zu wissen. Sie erkannte ihn und Erleichterung stahl sich auf ihre Züge. Sie kam auf ihren kurzen, aber wohl geformten Beinen zu ihm gelaufen. Die Frau war kaum größer als Eins fünfzig und musste zu ihm aufblicken.
Ad`razbe, voll der Gnade und Wonne, Dank sei dreifach dem Prinzen gekreischt. Verzweiflung ertränkt mir den Sinn, Geliebter in Wort und Berührung.
Das du verzweifelt bist sehe ich liebe Marrala. Er bemühte sich darum die Haltung zu wahren, die Versammelten nicht noch zusätzlich aufzubringen, indem er den Torwächtern eine Szene machte.
Und glaube mir, so sehr ich auch sonst diesen Ausdruck auf deinem hübschen Gesicht zu schätzen weiß, bitte ich dich doch mit Nachdruck darum mir zu sagen was vor sich geht und mich nicht mit Offensichtlichem zu martern.
Wenn ichs nur wüsst, oh Wonnenvoller. Der geschickte Gühm und ich kamen vor etwa einer halben Stunde zum Ort unserer heutigen Einteilung. Aber verschlossen war das Tor als wäre Mutter Nacht noch Herrin über das Land. Alles Klopfen und Jammern war ganz vergebens und als die ersten Flehenden kamen, galt all unser Streben sie auf Abstand zu halten. Nicht das sie uns das Tor zerkratzen. Sie sind noch nicht gereinigt.
Gutes Kind! Er schob ihr die Hand unter die Kapuze und legte ihr die Finger an die Wange. Sichtlich genoss sie diese Zuwendung. Ich werde zu den Bittstellern sprechen und alsdann erkunden, was die Ursache dieses unerhörten Affront ist.
Der Segen des schönsten der Götter liegt auf euch. Mein Dank und meine Unterwerfung.
Beides wird bei Zeiten eingefordert. Versprach er und wandte sich dann an die Versammelten.
Liebe Freunde, was soll der Aufstand an einem derart schönen Morgen? Ihr entweiht nicht nur den jungen Tag, sondern auch die Schwelle dieses heiligen Ortes.
Ein hoch aufragender Krieger aus den Reihen der Rasankuri gebärdete sich als Rädelsführer. Seine Zugehörigkeit zu Slaanesh ließ sich durch die sorgsam polierten Oberflächen seiner Rüstung erahnen, die das frühe Licht einfingen und gleißend zurückwarfen.
Zwei mal zehn Tage verbringe ich jede freie Minute im Turm und warte darauf, das die Seherin mich in ihren Träumen erblickt. Nun sagen mir meine eigenen Träume, dass es soweit ist und ich stehe vor verschlossenen Toren. Zustimmendes Gemurmel ringsum, da sich jeder der Anwesenden für auserwählt und würdig einer göttlichen Beachtung wähnte. Verweigert ihr mir den Zutritt, so stellt ihr euch gegen den Willen des Prinzen. Wieder Bejahung aus der Gruppe. Dieses Mal vehementer.
Ihr bezichtigt uns, den Willen der Seherin und des Prinzen nicht unterworfen zu sein? In eurer geblendeten Arroganz argwöhnt ihr Intrige und seht nicht die wahrhaft großen Dinge, die geschehen. Wenn euch die Türen verschlossen bleiben, so einzig und allein, weil Gewaltiges vor sich geht. Eine Prophezeiung wird Verkündet, die keinerlei Einmischung erlaubt. Was für einen anderen Grund sollte es geben, ihr Narren? Wenn ihr also darauf besteht die Siegel zu brechen, gar mit Gewalt einzudringen, dass seid ihr es, die sich in den Augen des Schönen versündigen. So sehr er die Sünde und das Extrem ansonsten auch liebt, wäre es hier und jetzt euer Untergang. Also zügelt oder sein Zorn soll euch niederstrecken. Das sorge für betretene Mienen. Die Widerworte ebbten nicht völlig ab, wurden jedoch leiser und einige der Anwesenden trollten sich gar um ihr Glück später zu versuchen.
Ad`razbe nickte Marrala zu und lenkte dann seine Schritt schnurstracks Richtung Palast. Dieser Morgen war gerade unerfreulich geworden.
Er ging jetzt schneller, bemüht nicht zu rennen, um den Nachstehenden nicht weitere Nahrung für ihre Spekulationen zu liefern. Gleichwohl warf er den Tonbecher mit Tee fort und beschleunigte seine Schritte, kaum dass er ein paar Straßenbiegungen hinter sich gebracht hatte.
Sein Stand beim Herren Rasankurs war dieser Tage nicht der beste. Ein Unmut, der sich nicht durch Zorn äußerte. Schlimmer als das, durch Nichtbeachtung.
So war es auch Pestor ergangen und gegen Magal hegte der Fürst inzwischen offenes Misstrauen. Allein Naradas schien zuweilen noch die Aufmerksamkeit des Schwarzen Drachens erhaschen zu können. Nichtsdestotrotz hatte sein Name noch Gewicht im Palast und die Wachen ließen ihn passieren. Sie salutierten nicht, das wäre zu viel verlangt von der Disziplin einer Chaosarmee. Wenn sie es ab und an doch taten, dann eher um zu verspotten, denn um zu ehren.
Die beiden Krieger vor dem Eingang taten nichts dergleichen, auch wenn Ad`razbe den unbestimmten Eindruck hatte, sie würden unter ihren hämisch feixenden Dämonenmasken tatsächlich über ihn lachen.
Es gab eine nicht öffentlichen Zugang zum Turm in Form einer schmalen Brücke. Diese verlief zwischen Palast und Turm. Ursprünglich war sie dazu gedacht dem Fürsten persönliche Besuche zu erleichtern, doch nachdem diese Besuche spärlicher wurden, lag die eigentliche Aufgabe eher darin, die Bedürfnisse des Turms vom Palast aus zu befriedigen. Speisen und Getränke in erster Linie, doch natürlich auch gewährleistete Besuche von Persönlichkeiten, die auf ihre Diskretion bedacht waren.
Ad`razbe nahm zwei Stufen auf einmal, als er die Treppe erklomm und durch die Korridore eilte.
Der Palast wurde von einem Heer aus Bediensteten bewirtschaftet und doch erzeugte die Anlage, durch ihre schiere Größe, den Eindruck eines Verlassenseins. Säle und Räume, in welchen man eindeutige Nutzung erkennen konnte, wechselten sich mit Räumen ab, die scheinbar seit Jahren von niemanden betreten wurden waren, um auch nur den Staub fort zu wischen. Der Paladin erreichte den Zugang zur Brücke, straffte sich, vollführte ein kurzes Mantra, um Atmung und Puls zu beruhigen.
Sollte sich doch alles als großes Missverständnis herausstellen, wollte er sich nicht der Lächerlichkeit preisgeben, indem man ihm Aufregung und Besorgnis an sah. Er drückte gegen die Flügeltüren und stellte erleichtert fest, dass sie nicht verschlossen waren. Die Brücke lag vom ebenerdigen Eingang abgewandt und so konnte er ohne das Risiko der Entdeckung von unten passieren. Auch der Gegenpart zur Tür auf der Palastseite zeigte sich nicht verriegelt.
Ad`razbe trat in das kühle Innere.
Diese Zwischenkammer war ganz in Weiß gehalten, auch wenn den Marmor goldene Adern durchzogen. Gerade so dünn und unaufdringlich, dass die Schwelle von Prunk zu Kitsch nicht übertreten wurde. In den weißen Stein waren dunkle Einlegearbeiten eingefügt wurden. Simultan zu den Bildnissen in der Empfangskammer unten, wenn dort auch in sehr viel größerer Ausführung.
In einer Nachahmung der ikonenaritge versinnbildlichen Bildschrift des alten Rasankurs, wurde hier die leitende Weisheit der Seherin verherrlicht. Der Fürst in seiner ursprünglichen Form, als halb wilder Krieger, dem Tier näher als dem Mensch. Die Szene wie er er die Seherin zu seiner Gefangenen machte, durch komplizierte Abstrahierung auf dem Kopf dargestellt. Eine Metapher auf die Kernfrage, wer an diesem entscheidenden Punkt wen gefangen nahm. Geistige und körperliche Vorbereitung des Mannes auf die Rolle als Avatar der Stadt und göttliches Wesen in Gestalt des Drachen. Schlachtszenen, Zwiegespräche mit vertrauten und dazwischen immer wieder Bilder körperlicher Vergnügungen. Sehr plastisch und kaum eine mögliche Spielart auslassend. Mal in der Gestalt von Menschen, mal Drachen und verdrehte Geschöpfe des Warp.
Ad`razbe hatte für all diese Kunst freilich keinen Blick, was heute nicht daran lag, dass er die Ikonographie mehr oder minder auswendig kannte. Er durchmaß die Kammer und schlug den Vorhang zu den Räumen der Reinigung beiseite.
Hier fand er den ersten Toten.
Ein fettleibiger Mann mit dunkler Haut. Niemanden den er kannte, sollte heißen niemand der direkt zum Kult gehörte. Vermutlich ein einflussreicher Gast, der genügend Mittel und Beziehungen sein Eigen nennen konnte, um an einer der nächtlichen, internen Orgien teilzunehmen. Er saß auf einer der Bänke, ein Leinentuch um die Hüften geschlungen. Der weiße Stoff hatte sich mit Blut voll gesaugt. Der leere Blick der Leiche war in erstarrtem Entsetzen auf die klaffende Wunde in seiner Brust gerichtet, die seinem Leben ein Ende bereitet hatte.
Die kleine Hoffnung, dass sich hier der Kult einen Fauxpas geleistet hatte und die unteren Tore nur verschlossen waren um diesen in Ruhe beheben zu können, zerschlugen sich, als er um eine abschirmende Säule herum trat. Zwei weitere Gemordete, beide zur Dienerschaft der Seherin zählend. Die eine war Reva, eine freigekaufte Sklavin, die sich auf die Erfüllung simpler Gelüste verstanden hatte. Ihr fehlte ein Arm und der hübsche Leib war von der Schulter bis zur Hüfte gespalten. Sie klappte regelrecht auseinander. Welch ein Vieh konnte solch einem zarten Leib etwas derartiges antun und dazu noch mit derartiger Kraft? Den anderen Toten, einen Mann, konnte er auf die Schnelle nicht erkennen, da sein Kopf fehlte. Vermutlich unter die hölzernen Schränke an der Wand gerollt.
Ad`razbe sinnierte, ob vielleicht die Diener des Khorne die alte Rivalität der Götter auf diese Art austragen würden? Die Brutalität hätte gepasst, doch die Heimtücke stand ihnen nicht an. Auch wären sie kaum unbehelligt durch den Zugang vom Palast aus ins Innere gelangt. Es sei denn, jemand hätte ihnen diesen Zutritt gewährt.
An den durchquerten Raum schloss sich eine Wendeltreppe nach oben an. Ihrer Windung folgend, gelangte er in die große Kammer. Zu den offiziellen Zeiten konnten sich hier jene, die gewisse, entscheidende Kriterien erfüllten, der Zerstreuung hingeben, während sie auf die Deutung ihrer persönlichen Weissagung warteten. Des nächtens zelebrierte hier der Kult seine Hingabe an den Prinzen. Diese Stätte der Sinnesfreuden und der deliziösen Erinnerungen für Ad`razbe hatte sich in ein Schlachthaus verwandelt und war schändlich entweiht. Nicht weil hier Blut geflossen war. Diese Mauern kannten auch Exzesse dieser Art. Aber das es in sinnloser Zerstörungswut und nicht zum Zwecke des Lustgewinnes vergossen wurden war, das war der eigentliche Frevel.
Immerhin wurde ihm ein Quäntchen Genugtuung vergönnt, denn immerhin hatten sich die Seinen hier zur Wehr gesetzt. In der Luft hing noch der typische Geruch abgefeuerter Laserwaffen. Ein absonderliches Aroma von verbrannter Luft, wie es nur diese Art von Mordgeräten hervorzubringen im Stande waren. Diese Note überlagerte andere Gerüche. Luftparfüm, Räucherwerk und den unverkennbaren Gestank des Todes. Blut und entleerte Gedärme, offen liegendes Fleisch.
Im viereckigen, zentral gelegenen Bade- und Schwimmbecken trieben zwei Körper mit den Gesichtern nach unten. Das Wasser hatte sich rot gefärbt, ebenso die die weißen Blütenblätter, die man zur Labsal dazu gab.
Überall lagen Tote, Blut bedeckte die Wände Steinbänke und Tische waren umgeworfen, vergossener Wein mischte sich mit trocknenden Körperflüssigkeiten. Ein paar der Kultisten umkrallten noch Waffen. Pistolen und zeremonielle Schwerter, Speere und Dolche. Doch genützt hatte keinen etwas seine Bewaffnung. Von toten Feinden fand Ad`razbe derweil keine Spur. Hatten die Angreifer ihre eigenen Verluste mit sich genommen?
Diese Frage stellte er hinten an, als er sich einen Weg bahnte, weite Schritte über herumliegende Gegenstände und abgetrennte Körperteile machte. Sein Ziel war der reich verzierte Torbogen, hinter dem eine weitere Treppe ihn in das Stasisgemach der Seherin führen würde. So schwer umkränzten Befürchtungen sein Haupt, dass er nicht daran dachte eine der herumliegenden Waffen aufzuheben oder auch nur den Klingenreif an seinem Gürtel zu ziehen.
Er fand die hölzernen Türen zum Allerheiligsten aufgesprengt, zerschlagen und zersplittert. Direkt dahinter das weiche Lager des Mediums, welches die Einflüsterungen der schlafenden Seherin aus ihren Träumen fischte und zu Weissagungen formte. Nackt und mit gebrochenem Genick, lag sie auf ihrem Diwan. Das blinde Mädchen hatte nicht einmal erahnt, was über sie gekommen war. Ad`razbe umrundete ihr Podest und verließ den Bereich, der Bittstellern zugedacht war. Im Durchgang hinter der Erhöhung des Mediums lag Koras, der hünenhafte Wächter des Heiligtums. So tot wie alle anderen, sein mächtige Schwert gesplittert wie die Pforte.
Als der Paladin der Seherin nun in das Innerste trat, zügelte er seinen hastigen Schritt. Das gebot nicht nur die Ehrfurcht, sondern auch die Gewohnheit, mit welcher er sich in dieser Halle zu bewegen pflegte.
Nein! Flüsterte er leise und unendlich gequält. Von dem steinernen Altar, auf welchem die schlafende Göttin ruhte, spann sich ein rotes Spinnennetz, färbte den weißen Marmor in der Farbe des Todes. Die Kabel der antiken Stasisapperatur waren achtlos herausgerissen und klebten nun in der Pfütze, die sich wie ein Saum um den Sockel gesammelt hatte. Der Raum war bis auf den Altar und einen unscheinbaren Seitentisch, für Gerätschaften zur Pflege, stets absolut leer, unverziert und schon beinahe klinisch rein gewesen.
Jetzt lagen auf dem kleinen Tisch ein wuchtiger, schwarzer Helm und gepanzerte Handschuh von der gleichen Farbe. Diese Dinge nahmen sich so unbeschreiblich hässlich und fehl am Platze aus, das es Ad`razbe fast körperlich schmerzte. Er wollte es mit seinen eigenen Händen tun. zuckte es durch seinen Geist, während er den Altar gemessenen Schrittes umrundete und das zu ignorieren versuchte, was auf der Steinplatte lag, aufgebrochen und kalt. Hätte er neben den Devotionalien auf dem Tisch noch einen Beweis für den schrecklichen Verdacht gebraucht, denn er so krampfhaft zu leugnen versucht hatte, so hätte er sich neben der Tür gefunden. Dort war der zweite Wächter, die einstmals geschmeidige und reizbare Aleyna mit einer schwarzen Stachelaxt an die Marmorwand genagelt wurden. Natürlich kannte er die Waffe ebenso, wie diese Art einen unterlegenden Gegner noch im Tode zu erniedrigen.
Eigentlich hätte es der letzten drei Schritte nicht mehr bedurft, welche die Umrundung des Altars beendeten und den Fürsten Rasankurs in Sicht kommen ließen. Er saß auf dem Boden, die Hände auf den Gelenken auf die Knie gebettet. Von den entblößten Fingern war Blut getropft, inzwischen längst geronnen. Auch sein Gesicht war blutbeschmiert. Die untere Hälfte um den Mund im Besonderen.
Der Schwarze Drachen starrte auf den Boden wo das Blut von seinen Händen sinnlose Zeichen gezeichnet hatte. Er schien den Paladin nicht einmal zu bemerken. Der versuchte das Gesehene zu erfassen, den Schrecken zu begreifen. Nicht das Blut und die Verstümmelungen stießen ihn ab, sondern der schiere Frevel dieser Tat. Kogan bemerkte ihn, blickte kurz zu ihm, ohne den Kopf zu heben.
Ad`razbe! Wie ein Schläfer, der aus tiefem Traum erwacht. Ist es schon Tag?
Was habt ihr getan?Aufflackernde Wut rang nun mit seiner Verzweiflung.
Hat es draußen geregnet? Ich meine es müsste geregnet haben.
Was habt ihr getan? Jedes Wort herausgepresst und von den schmucklosen Wänden zurückgeworfen. Der Fürst sah ihn nun an, als bemerke er ihn zum ersten Mal wirklich. Wie man ein Insekt bemerkt, dessen entnervendes Summen nicht durch bloßes Fortscheuchen abzustellen ist.
Getan?
Was ich tun musste. Was sie mir zu tun geraten hätte, wäre sie noch hier um Rat zu geben. Er gestikulierte Schwach in die Richtung des Altars, wo die aufgebrochenen und ausgeweideten Reste toten Fleisches lagen.
Ihr habt sie getötet. Jetzt hob Kogan ruckartig den Kopf und als sich seine Züge verzerrten, entmenschlichte das die Kombination aus weißer Haut und roter Bemalung noch zusätzlich.
Getötet? Was weißt du vom Töten, kleiner Mann? Du nimmst jemanden das Leben und meinst dich auf das Töten zu verstehen. Du bist ein Kind, das Morden spielt.
Wenn du jemanden auslöschst und dir all der Stränge bewusst bist, die du damit durchschneidest, all der Möglichkeiten und der Dinge die sein könnten, dann beginnst du die Natur des Tötens zu verstehen. Ich sehe all das inzwischen und die Kausalität trägt mich wie eine Welle.
Eine Welle aus zerbrochenem Glas.
Was versucht ihr euch da schön zu reden? Ihr habt die Seherin... eure Gefährtin geschändet. In einem Impuls griff er nach dem Klingenreif an seinem Gürtel. Der Fürst sah es und hob mitleidig einen Mundwinkel.
Wirklich?
Hier?
An jedem anderen Ort hätte ich dir sogar eine Chance eingeräumt, aber hier wäre es eine Farce. Die Stadt will nicht das ich ihr verloren gehe. Ad`razbe schmeckte die bittere Wahrheit auf der Zunge und nahm die Finger von der Waffe.
Aber warum? Er fragte, nicht weil es ihn wirklich interessierte. Welche Erklärung der Wahnsinnige auch immer geben mochte, welche moralische Überlegenheit er sich zurecht gebastelt hatte, die Seherin war tot und der Einblick in die jenseitige Welt mit ihr.
Er fragte wie eine Komparse in einem Drama, von dem die Frage nach Skript verlangt wurde.
Es war eine Gelegenheit. Eine Gelegenheit eine alte Schuld zu begleichen indem ich neue auf mich lade. Er schien sich in einen Monolog hineinzusteigern. Ad`razbe kannte diese Attitüde bereits von früheren Gelegenheiten. Über lange Zeitspannen hinweg schweigsam und in sich gekehrt, neigte der Schwarze Drachen zuweilen dazu zu schwadronieren. Ad`razbe hatte den Eindruck, dass dies weniger dazu geschah anderen Sachverhalte zu erklären, als vielmehr seine eigenen, vorweg greifenden Gedanken durch Artikulieren zu sortieren und für ihn selber auf eine weniger wirre Art verständlich zu machen. Sollte es stimmen, dass der Geist des Fürsten mit dem Erinnerungsbrei der gesamten, einstmaligen Stadt verklebt war, so erschien es geradezu erstaunlich, dass diese simple Methode genügte um sich zu sortieren.
Ich dachte ich hätte den Dämon damals genarrt, als ich ihm die übermenschliche Stärke abhandelte, die meinen Leib über den anderer Männer erhebt.
Aber der Narr war ich.
Priest, dieser verfluchte Hexer, war Herold oder besser noch Eintreiber dieser alten Schuld. Sein Auftauchen war eben sowenig Zufall wie die anderen Dinge, die er mir offenbarte.
Das Chaos verlangt Tribute, die zu geben schmerzhaft sind, Ad`razbe.
Es gibt keinen einfachen Schritt auf dieser Straße. Mein Werden verlangt große Opfer, das zu begreifen, es über bloße Worte hinaus wirklich zu begreifen, hat gedauert.
Sie hatte es gewusst. Von Anfang an. Aber ich war zu sehr Mensch um zu sehen. Als sie mich der Stadt geopfert hat, da hätte ich es erkennen können.
Nun, besser spät als nie, nicht wahr?
Ihr habt das Tor zugeworfen.
Wie sehen die andere Seite nicht mehr, sind abgeschnitten.
Nicht zugeworfen, die Läden und Einfassungen herausgerissen. Es aufgestoßen. Er legte den Kopf schräg als lausche er auf ferne Geräusche. Ich höre die andere Seite zwitschern und singen. Ganz dicht hinter unserer Wahrheit.
Ich war gefangen in Rasankur, musst du wissen. Die Stadt ist erwacht, doch was sollte nun werden? Eine Zuflucht für die Verlorenen und Verdammten? Das ist eine profane Aufgabe für einen solchen Ort.
Jetzt erkenne ich es. Es war nur die Initialzündung, der erste Funke der an das Reisig gelegt wurde.
Ihr habt das Einzige zerstört, was diese Stadt Neues und Prachtvolles seit der Erweckung hervorgebracht hat.
Ich habe es nicht zerstört. Er erhob sich jetzt und die besonnende Stimme hatte wieder den dröhnenden Befehlston angenommen, den man mit ihm zu assoziieren pflegte. Ich habe eine Entwicklung zu ende gebracht, die schon lange überfällig war. Wie ein Berg richtete sich die massige Gestalt zu voller Größe auf, ragte über Ad`razbe empor.
Und nun habe ich mich genügend gegenüber einem Sterblichen gerechtfertigt. Zieh deine Waffe, so du die Vernichtung anstrebst. Andernfalls geh mir aus dem Weg.
Suche dir eine neue Funktion oder verlasse die Stadt. Beides stelle ich dir im Großmut dieses schweren Augenblickes frei.
Dein Kleiner Kult jedenfalls, der sich um das Andenken meiner Gefährtin gescharrt hat wie ein Rudel Hyänen ist zerschlagen. Er schritt um den Altar, der zur Schlachtbank gemacht worden war, herum und setzte den ausladenden Helm auf sein Haupt. Der Turm wird gereinigt werden und anderen, profanen Zwecken zugewiesen.
Du bist seit diesem Morgen ein Relikt, Ad`razbe.
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| Jamaar |
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Geschrieben von: Jamaar - 09-21-2017, 02:38 PM - Forum: Das Chaos
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Avatar
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Name Jamaar (heute nennt er sich selbst meist "Der Wanderer")
Alter 72 Standartjahre
Aussehen
Jamaar ist eine durchaus impossante Erscheinung, so ist er mit einer Körpergröße von knapp 198 Zentimetern vergleichsweise groß und von kräftiger Statur. Das wäre noch kein Alleinstellungsmerkmal, das restliche Äußere aber schon. Sein Leib ist aufgebläht und teilweise chirugisch, sowie von Mutationen entstellt und modifiziert. So ist sein Bauch aufgebläht und Schläuche und Ketten verlaufen aus diesem in sein Rückenmodul, welches mit dem Körper verschmolzen scheint. Auch die Reste seiner Armaplastrüstung, um genau zu sein der Brustpanzer, ist mit dem Oberkörper verschmolzen und Mutationen haben diesen überwuchert und auch sind es Schläuche, welche aus dem Brustkorb hervorzusprießen scheinen und wieder in diesem oder das Rückenmodul zu verschwinden scheinen. Schädel und Schrumpfköpfe derer, welche er getötet hat zieren seinen Gürtel. An diesem sind auch Lederfetzen, die früher seine Uniform bilden befestigt, auch Ketten und Stacheldraht, welche zum Teil den aufgeblähten Körper zusammen halten. Seine linke Hand ist von Wucherungen übersäht und besteht nur noch aus drei krallenartigen Fortsetzen. Sein Gesicht ähnelte eher einem Totenschädel als einem normalem menschlichen Anglitz. Auch hier ist die einstige Atemmaske ein Teil seiner Natur geworden. Sein rechtes Auge hat sich, aus welchen dunklen Gründen auch immer, umgebildet und bildet nun ein Verbund aus drei kleineren und insektenähnlichen Augen. Das linke Auge steht hervor und verfügt über keine Iris oder Ähnliches mehr. Aus dem Hinterkopf spriest ein Haarbüschel, welches mit einem alten Leder zusammen gebunden wurde.
Auch wenn er schmutzig aussieht und sich Insekten auf seinem Körper zu tummeln und ihn anzuziehen scheinen, so scheint er doch keinerlei Körpergeruch zu besitzen und nach Nichts zu riechen. Auch scheint seine verkrustete Haut relativ gut gegen Kälte, Hitze und auch giftige Gase zu schützen.
Auf dem linken Oberarm prangt das Symbol von drei Schädeln, die drei Pfeile überdenken in Form einer Tätowierung.
Charakter
Jamaar ist vergleichsweise ruhig, er spricht die meiste Zeit und vor Allem vor Fremden kaum ein Wort. Lediglich wenn es ihm notwendig erscheint ertönt seine leise und tiefe Stimme, bei welcher Niemand weiß woher sie zu kommen scheint. Er hält sich in der Regel von privaten Vergnügungen fern und ist eher für sich. Im Kampf, wenn es zu einem kommt, verfällt er gelegentlich in eine wilde Raserei ist allerdings dabei komplett still vom tiefen Atemgeräusch abgesehen. Wenn er denn zu einer Person Vertrauen gefasst hat, und sei es nur weil diese sich in seinem Augen verdient gemacht hat, dann öffnet er sich dieser in der Regel und zeigt sich doch gesprächiger.
Fähigkeiten
Die Fähigkeiten von Jamaar sind doch sehr überraschend, wenn man ihn nach seinem Äußeren beurteilt. So ist er für seine Größe und seinen aufgeblähten Körper vergleichsweise agil und stark. Trotz des verwesenden Eindrucks oder gerade des wegen ist er in der Lage relative viele Verletzungen zu ertragen und auch starke Schmerzen zu verkraften. Jamaar ist, auch aufgrund seines Dienstes in der Imperialen Armee, im Umgang mit Waffen geschult und auch manchmal kommt sein altes Leben durch und er plündert die Leichen der Gefallenen - dabei kümmert es ihn nicht ob diese Feinden oder auch Verbündeten gehörten. Er hat eine Art sechsten Sinn entwickelt um nützliche Dinge dabei zu finden um so nicht jede Leiche fledern zu müssen. Daneben hat er gegenüber einigen Giften und Stoffen eine Art natürliche Immunisierung entwickelt.
Ausrüstung
Die Ausrüstung Jamaars ist vergleichsweise übersichtlich. Durch die bereits erwähnten Mutationen und Eingriffe ist seine Armaplastrüstung, oder das was noch davon übrig ist, mit seinem Körper verschmolzen und er ist nicht mehr in der Lage diese abzulegen. Das Selbe gilt auch für den Chemoinhalator auf seinem Rücken. Dieser sorgt dafür das er noch immer bei Bedarf mit Kampfdrogen versorgt wird aber auch mit Sauerstoff, sollte dies notwendig sein. Einige Fetzen seiner alten Uniform sind ebenfalls mit seinem Oberkörper verwachsen, wenn man dies denn als Ausrüstung bezeichnen kann. Er trägt noch immer die imperialen, braunen Kampfhosen, welche seinerzeit zur Grundausstattung gehören. Die Kampfstiefel hingegen hat er gegen Plattenstiefel, welche eher mittelalterlich wirken getauscht. Diese sind nicht mehr glänzend und neu, sondern ebenfalls verkrustet und dreckig.
Bewaffnung
Jamaar führt eine große Pionieraxt mit sich, die sich in der Regel mit dem Kopf in einem Gürtelholster befindet. Die Waffe wirkt abgegriffen, der Stiel ist mit Pilzen und Moosen überzogen, das Blat ist ebenfalls mit dem Blut unzähliger Opfer und von Rost überzogen. Dennoch schneidet diese Klinge noch immer durch nahezu Alles mit einer gefühlten Leichtigkeit. Womit dies zusammenhängt mag Keiner, nicht einmal Jamaar selbst zu sagen. Daneben führt er, in einem Oberschenkelholster einen großkalibrigen Revolver. Auch dieser ist schmutzig und durch die Zeit stark verdunkelt und weißt auch Rost auf. Dennoch funktioniert er noch und kann, man vermutet es bereits, auch noch immer einen Gegner mit Leichtigkeit große Wunden zufügen. Zu guter letzt besitzte er noch zwei Fragmentgranaten, deren Haltbarkeitsdatum eigentlich bereits abgelaufen ist. Dennoch funktionieren auch diese noch, was gegebenenfalls auf Einflüsse des Warps zurück zu führen sein könnte.
Biografie
Jamaar wurde auf der Bergwerkswelt Savlar geboren und wuchs dort als Sohn eines Zwangsarbeiters und einer Krankenschwester auf. Bereits im Alter von nur acht Standardjahren wurde er ebenfalls zum Arbeiten in den Minen auf einem der Todesmonde geschickt und hier begann auch seine kriminelle Karriere. Er trat einer der unzähligen Gangs bei uns erledigte zunächst niedere Botengänge, zeigte jedoch schnell eine natürliche Begabung bei der Beschaffung von Dingen für das tägliche Leben. So stieg er bereits nach einem Jahr auf und begann sich weiter in der Hirarchie nach oben zu arbeiten um so bald zu den führenden Köpfen zu gehören. Er hielt sich mit Morden, Drogenhandel und der Erpressung von anderen Häftling überwasser bis zu diesem einen Tag.
Als er bereits 20 Jahre alt war kamen die Rekrutierer der Imperialen Armee auf den Mond und suchten Freiwillige für den Dienst bei den Einheiten der sogenannten Chemokrieger von Savlar, einer hier aufgestellten Streitmacht. Jamaar sah seinen Chance gekommen endlich aus diesem Gefängnis zu entkommen und wurde schließlich auf eine weit entfernte Welt zum Einsatz verfrachtet. Er erhielt eine Grundausbildung, seine Ausrüstung und somit auch die üblichen Drogen um die Soldaten dieser Welt gefügig zu machen. Bereits nach dem ersten Fronteinsatz gegen Orks gehörte er zu den wenigen Überlebenden und wurde einem Spezialwaffenzug zugeteilt und erhielt einen Flammenwerfer als Waffe. Im Laufe der Kampagne, die mehr als zehn Jahre dauerte, stieg er auch hier in den Rängen auf und diente schlussentlich als Sergeant bevor er seine Einheit, die 98. Savlar Chem-Dogs genannt wurde und durch ihre lange Erfahrung zur Elite der Streitmacht gehörte, auf eine Dschungelwelt nahe des Auge des Schreckens verbracht wurde.
Auf dieser Welt veränderte sich dann alles. Anstatt einer normalen Dschungelwelt glich diese eher einem modrigen und dampfenden Sumpfgebiet. Es war immer feucht und die meisten Verluste erlitten die Imperialen Einheiten durch die heimische Flora und Fauna, die nicht nur giftig sondern auch überaus agresiv war. Erst nach knapp vier Monaten kam es zum ersten Aufeinandertreffen mit dem was als Feind eingestuft war. Es waren nicht mehr als geistlose Zombies, welche laut grunzend durch die nebeligen Schwaden auf die Einheiten zuschwankten. Diese, von den anwesenden Adepten des Mechanicus als Seuchenzombies identifizierten Gestalten erwiesen sich als hartnäckige Gegner und so setzte man vornehmlich Flammen- und Granatwerfer gegen sie ein. Monat um Monat, Jahr um Jahr zogen sich die Kämpfe hin und immer neue Imperiale Einheiten wurden hier zusammen gezogen. Es dauerte hier ganze fünfzehn Jahre und Jamaar war inzwischen zum Lieutnant aufgestiegen bevor man auf den eigentlichen Feind traf. Gigantische Kolosse mit aufgeblähten Rüstungen, gezeichnet durch ein Dreigestirn aus Fliegen auf ihren Schulterpanzern. (Querverweis Die Exterminaten) Man trieb diese ehemals stolzen Krieger des Imperiums immer weiter zurück und stand kurz vor dem entgültigen Sieg.
Doch dann wurde Jamaar verwundet. Eine Klinge, getränkt in Gift und Krankheitserregern streckte ihn nieder. Er wurde umgehend in eines der Feldhospitäler verbracht aber eine bis dato unbekannte Krankheit begann sich in ihm auszubreiten. Sein Körper schwoll an und seine Haut nahm eine sehr ungesunde leicht grün-gelbliche Farbe an. Man stellte dutzende Infektionen fest an welchen er eigentlich hätte sterben müssen. Im Fieberwahn schrie er immer wieder Namen und murmelte Begriffe. Was die Umstehenden nicht wussten war, dass Väterchen Nurgle ein Auge auf ihn geworfen hatte. Er stellte ihm Prüfungen in seinen Träumen und ließ ihn ganze zwanzig Tage im Koma liegen. Erst dann erwarte er wieder, äußerlich verändert und stärker als zuvor. Nurgle hatte ihn als Würdig erachtet und Jamaar hatte sich ihm hingegeben. Ein Kommissar war anwesend und wollte ihn umgehend hinrichten, als er begann seine Fesseln - mit denen er am Bett fixiert war - entzwei zu reißen. Er sprang auf, erhielt zwei Treffer in den Unterleib und tötete den Kommissar mit bloßen Händen. Er blickte sich um und man erkannte das sich die eiternten und nässenden Schusswunden langsam verschlossen. Jamaar tötete den Anwesenden Arzt und drei Pfleger bevor er entkommen konnte. Er legte neuerlich seine Ausrüstung an und schlug sich bis an die Front durch, wo er sich den Abtrünnigen anschloss.
Er floh an Bord eines ihrer Schiffe von dem Planeten bevor dieser entgültig von der Inquisition vernichtet wurde. Die Jahre und Jahrzehnte vergingen im Realraum, während auf dem Schiff selbst nur Monate vergingen. Immer wieder fiehl das Schiff aus dem Warp und Jamaar plünderte mit den Space Marines Welten, wurde verwundet und erhielt immer wieder auch operative Eingriffe an Bord um sein Leben zu verlängern und die Verwundungen zu versorgen.
Diese Zeit und die Einwirkungen des Warp reichten aus ihn zu dem zu verändern was er heute ist. Erst vor wenigen Monaten streifte das Schiff aus dem Warp in diesem System und Jamaar verließ es um in einem der Schwarzen Raumhäfen zu landen. Es dauerte knapp zwei Wochen bis er sich orientiert hatte und wusste was nun sein Ziel war ... Rasankur, tief in den Wüsten gelegen. Er nahm den beschwerlichen Weg zu Fuss auf sich und traf schließlich auf Sklavenhändler, welche auf dem Weg in die Stadt waren um ihre Ware feil zu bieten und schloss sich diesen an.
Signatur
N/A
Quelle: https://www.pinterest.de/pin/859765385083772139/
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| Kein Internet |
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Geschrieben von: Aurelia Livius - 09-11-2017, 10:04 PM - Forum: Abwesenheiten
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Bin leider mindestens eine woche nicht online. Das liegt daran, dass ich nur über das Handy in dieses Forum komm und ein neues Handy (aber keinen W-LAN Schlüssel hab. Mein altes Handy hab ich meiner Schwester versprochen und die wird es morgen bekommen.
Den W-LAN Schlüssel hat nur mein Vater und der ist erst am Wochenende wieder zuhause. Dieses Wochenende harte ich keine Gelegenheit ihn zu fragen, ich hoffe es geht nächstes mal wenn er da ist.
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| Die Flussmacher-Gang |
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Geschrieben von: Aurelia Livius - 08-21-2017, 04:35 PM - Forum: InGame Offtopic
- Antworten (7)
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Hallo,
Ich hoffe ich schreib das hier richtig. Jedenfalls hab ich meinen Char in der Waffenfabrik der Flussmacher-Gang gestartet und scheine dort relativ alleine zu sein, also wollte ich fragen, ob jemand Zeit hätte dort was rein schreiben könnte oder wie ich anders richtig ins RPG komm.
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| Aurelia Livius |
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Geschrieben von: Aurelia Livius - 08-16-2017, 09:01 PM - Forum: Kälteschlafkammer
- Keine Antworten
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Name: Aurelia Livius
Alter: 18 Jahre
Aussehen: Schlank, schwarze Haare, die meist ihr Gesicht verdecken, dunkelbraune Augen, helle Haut
Charakter: Sehr zurückhaltend und Schüchtern, und äußerst loyal, versucht durch aussehen aus der Menge zu stechen, oft unsicher, intelligent
Beruf: Arbeitet in einer Rüstungsfabrik
Fähigkeiten: Sehr schnell, gut im Nahkampf
Biografie: Aurelia wurde im armen Verhältnissen geboren, ihre Eltern kannte sie jedoch kaum. Aurelias Mutter verlies das Mädchen, als sie 10 war, ihren Vater hatte sie mit 8 zuletzt gesehen, der Kontaktabbruch freute sie jedoch, da ihr Vater sie oft körperlich misshandelt hat. Auch zu ihrer Mutter hatte Aurelia keine enge Bindung. Diese war sehr psychisch krank und somit die meiste Zeit betrunken ider unter dem Einfluss von Medikamenten und Drogen. Die Wohnumg war meist dreckig und zu essen gab es nur einmal die Woche etwas, da die Mutter es bevorzugte Geld für Suchtmittel anstatt für Essen auszugeben. Dies sorgte dafür, dass Aurelia begann ihre Mutter zu hassen. Nach einem Streit ging die Mutter weg. Bis heute weiß niemand, wo sie sich aufhält. Nachdem das Mädchen ein halbes Jahr alleine lebte kam sie in ein Waisenhaus. Auch dort gefiel es ihr nicht, da sie Probleme hatte sich an Regeln zu halten. Sie kannte dies nicht und wollte es nicht. Somit rannte sie weg. 4 Jahre lang lebte sie auf der Straße. Dort lernte sie zwei Sachen: 1. Sich mit Messern verteidigen 2. Man kann nur wenigen Menschen vertrauen.
Mit 14 fand das Mädchen eine verlassene Garage und begann diese als ihr Zuhause zu betrachten. Dort lebt sie immer noch und beobachtet jeden, der sich diesem Ort nähert misstrauisch, immer bereut sofort anzugreifen.
Da es Aurelia trotz ihrer Intelligenz an Schulbildung fehlt kann sie nichts anderes machen als in einer Fabrik zu arbeiten. Mit ihren Kollegen will sie nichts zu tun haben, da diese ihrer Meinung nach naiv und dumm sind. Weiterhin ist das meiste von dem was sie sagen sinnlos.Aussehen
Signatur:
Name: Aurelia Livius
Alter: 18 Jahre
Rasse: Mensch
Fähigkeiten: Gut im Nahkampf, Schnell
Ausrüstung: Ein Messer
Kleidung: Meist schwarz oder grau, Keine Rüstung
Charakter: Intelligent, Schüchtern. Zurückhaltend still, Loyal.
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| Die Waffenfabrik der "Flussmacher" Gang |
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Geschrieben von: Die Stimme - 08-15-2017, 08:57 PM - Forum: Die Slums
- Antworten (40)
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Als sich das Rolltor öffnete, schlug Aurelia der beißende Geruch von Müll, verfaulendem Müll und brennendem Müll entgegen.
Kein saurer Regen und so wenig Smog von der Stadt, dass man sogar ein wenig Sonne durch die dicken Wolken aus Abgasen sehen konnte, die Gohmor stets und ständig wie einen Brautschleier oder eher noch wie ein Leichentuch umgaben.
Ein wunderschöner Morgen in den Slums also.
Ein aufgemotztes Fahrzeug, Automobil wäre ein etwas hoch angesetzter Begriff, raste in einiger Entfernung vorbei und seine Insassen gaben Schüsse in die Luft ab und grölten irgendwelches unverständliche Zeug.
Es musste Partygänger der letzten Nacht sein, denn niemand bei Verstand oder im nüchternen Zustand würde derart kostbare Munition verschwenden.
Apropos Munition, wenn sie pünktlich sein wollte, dann musste sie sich beeilen. Also lenkte sie ihre Schritte in Richtung ihrer Arbeitsstätte, das aufragende, künstliche Gebirge der Makropole dabei im Rücken. Abgesehen von der kleinen Showeinlage war ihr Arbeitsweg relativ unspektakulär.
Keine wilden Schießereien zwischen verfeindeten Gangs, kein Mord auf offener Straße oder Leichen, die in der Gegend herumlagen und von Drogensüchtigen geplündert wurden.
Sicher, sicher, all das gab es dann und wann, aber hatte nicht jede Gesellschaft ihre kleinen Problemchen? Und meistens waren die Menschen in den Elendsvierteln stinknormale Leute, mit stinknormalen Problemen und Sorgen. Eine Schar Kinder rannte krakeelend an ihr vorbei, barfuß und dreckverkrustet. Händler boten Selbstgebrannten, Kleidung und Batterien an. Andere verkauften Lebensmittel, die sie aus den Müllbergen der Stadt geklaubt hatten und die noch immer essbar waren. Die Makros, wie die Slumbewohner die Städter nannten, warfen unglaublich viel Zeug weg, an dem nichts auszusetzen war. Sie mussten wirklich im Überfluss leben da drinnen, wenn sie Dinge, die kaum oder gar nicht beschädigt oder vergammelt waren, einfach in den Müll schmissen. Glück für die Slums.
Ein aufgeknüpfter Mutant störte das idyllische Bild ein wenig und erinnerte Aurelia, dass diese Gegend hier vor einigen Tagen von den "Konvertierten der Reinigung" erobert wurden war. Sie hatten in einer Nacht die bis dahin herrschende Gang ausgelöscht und gleich begonnen nach Mutanten zu suchen und mit ihnen kurzen Prozess zu machen. Eine üble Bande von Fanatikern, die sich selbst gern den Anschein von frommen Glaubenskriegern gaben, aber im Grunde nicht besser waren als jede andere Gang. Eher im Gegenteil, da sie ihre Gewaltausbrüche mit rechtschaffenen Sprüchen verschleierten. Als sie um ein zweistöckiges Gebäude aus Schrott Wellblech bog, sah sie zwei der Konvertierten, als hätten ihre Gedanken an sie, sie heraufbeschworen.
Zwei Männer, der eine hochgewachsen und sehr dünn, der andere breit und gedrungen, vollgestopft mit billigen Kunstmuskeln. Beide trugen fleckig, vormals weiße Tücher über dem Kopf, die am Hals mit groben Stricken verschnürt waren und so eng anlagen, dass man die Konturen der Gesichter darunter ausmachen konnte. Wie sie durch diese Lappen sehen, geschweige denn atmen konnten, blieb ein Rätsel.
Die beiden standen am Rand der Straße, wenn man denn den Schlammweg so nennen wollte. Der Breite interessierte sich nicht für Aurelia als sie vorbei ging. Der andere aber drehte ihr den Kopf nach und als sie schon fast vorbei war rief er sie an.
Mädchen!
Wenn du sündige Dirne anschaffen gehst, dann vergiss nicht wem du jetzt die Abgaben zu zahlen hast. Wir beten auch für deine verkommene Seele. Die Stimme kam gedämpft unter dem Tuch hervor und trotzdem konnte man den Hohn heraushören. Er tropfte geradezu durch den schmutzigen Stoff. Oder wie wäre es, wenn du gleich hier und jetzt ein wenig Abbitte leistest. Der Dienst an den Menschen ist schwer und verlangt ab und an etwas Zerstreuung. Die Daumen in den Gürtel gesteckt wollte er einen Schritt auf Aurelia zu machen, wurde jedoch im selben Moment von seinem Kumpanen an der Schulter zurückgehalten. Die künstliche Kraftverstärkung ließ den anderen sichtlich zusammenzucken. Zügle dich Bruder. Das Mädchen gehört zu den Flussmachern.
Der Andere schien sie zu mustern, auch wenn man das wegen der absonderlichen Maske nur ahnen konnte. Dann schnaubte er verächtlich, belästigte die junge Frau aber nicht weiter.
Ja sie gehörte irgendwie zu den Flussmachern und dieser Name hatte Gewicht. Dabei war die Gang nicht sonderlich groß oder überdurchschnittlich bewaffnet. Aber sie stellten Munition her und das gab ihnen einen unsagbaren Faktor der Macht an die Hand. Munition war nicht nur nötig um das eigene Gebiet zu schützen oder das anderer Gangs zu erobern, es war auch Währungsmittel und Statussymbol. Wer Munition machen konnte, konnte in den Slums Politik und Könige machen.
Woher der Name "Flussmacher" stammte wusste niemand ganz genau zu sagen. Einige behaupteten es sei der Nachname des ursprünglichen Gründers gewesen. Andere meinten es bezog sich darauf, dass die Lieferungen von Munition alles im Fluss hielten und wieder andere verwiesen darauf, dass ein Treffer mit einer Kugel einen roten Fluss erzeugte. Natürlich war Aurelia kein direktes Mitglied der Gang. Dazu musste man nicht nur den Anführer Mean Dean so beeindrucken, dass er einem die generelle Erlaubnis gab, sondern auch einige sehr spezielle Aufnahmeprüfungen erfüllen. Die Gang verstand sich als eine elitäre Gruppe, die Loyalität und Können über schiere Masse stellte. Immerhin mussten die Mitglieder Dean so ergeben sein, dass sie bereit waren im Falle eines Angriffes, welchen sie nicht mit bloßer Waffengewalt zurückschlagen konnten, die gesamte Fabrik in die Luft zu jagen. Nur das Wissen, dass die Flussmacher diesen letzten Schritt wenn nötig gehen würden, hielten andere Gruppierungen davon ab die Fabrik permanent anzugreifen und zu versuchen sie unter ihre Kontrolle zu bringen.
Aurelia war mehr so eine Art Angestellte. Sie und ihre Kollegen hatten alle ein paar ganz spezielle Fähigkeiten, welche sie für die Produktion von Kugeln, Raketen und Granaten wichtig machten. Sie selbst vereinte dabei gleich mehrere Kriterien in sich. Sie wusste wie man Kugeln für Handfeuerwaffen presste und sie war außerdem jung und gesund. Sie würde für die Gang also noch längere Zeit von Nutzen sein. Im Gegenzug bekam sie Schutz, jedenfalls solange sie sich auf dem Gelände der Fabrik aufhielt und wurde in mehr oder minder regelmäßigen Abständen mit Munition bezahlt, wodurch sie ein gutes Auskommen hatte.
Aurelia erreichte das Tor.
Die Fabrik war eines der wenigen Gebäude, das noch auch den Zeiten stand, in denen hier feste Bauwerke und keine windschiefen Hütten die Normalität gewesen waren. Es bestand aus zwei Hallen aus Backstein. Bis auf drei Meter Höhe waren die Hallen mit Metallschrott verkleidet, um gegen Beschuss geschützt zu sein. Wer wusste schon was früher in diesen Hallen gewesen war? Fischverarbeitung vielleicht oder eine Schlachterei. Das Verwaltungsgebäude, ebenfalls aus Backstein aber in einem etwas verspielteren Stil, war Wohnsitz und Hauptquartier von Mean Dean. In einem anderen Kontext wäre das Gebäude keinen zweiten Blick wert gewesen. In den Slums kam es einem Palast gleich. Um das gesamte Gelände erstreckte sich eine Mauer aus Schrott und Schutt, auf der Wachen patrouillieren konnten und die an den vier Eckpunkten Wachtürme aufwiesen. Eine regelrechte kleine Festung. In der vorderen Lagerhalle befanden sich die Produktionsstätten, in der hinteren lagerte die Gang ihre Ausrüstung und ihre Fahrzeuge.
Lauri und Iraf hatten heute Torwache. Beide musterten die Arbeiter ganz genau und kontrollierten nach dem Zufallsprinzip einige Taschen. Lauri nickte Aurelia zu, als diese passierte und sparte sich eine Kontrolle.
Ihre Schicht konnte beginnen.
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| Bewerbung Aurelia Livius |
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Geschrieben von: Aurelia Livius - 08-11-2017, 04:05 AM - Forum: Bewohner Korons
- Antworten (9)
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Name: Aurelia Livius
Alter: 18 Jahre
Aussehen: Schlank, schwarze Haare, die meist ihr Gesicht verdecken, dunkelbraune Augen, helle Haut
Charakter: Sehr zurückhaltend und Schüchtern, und äußerst loyal, versucht durch aussehen aus der Menge zu stechen, oft unsicher, intelligent
Beruf: Arbeitet in einer Rüstungsfabrik
Fähigkeiten: Sehr schnell, gut im Nahkampf
Biografie: Aurelia wurde im armen Verhältnissen geboren, ihre Eltern kannte sie jedoch kaum. Aurelias Mutter verlies das Mädchen, als sie 10 war, ihren Vater hatte sie mit 8 zuletzt gesehen, der Kontaktabbruch freute sie jedoch, da ihr Vater sie oft körperlich misshandelt hat. Auch zu ihrer Mutter hatte Aurelia keine enge Bindung. Diese war sehr psychisch krank und somit die meiste Zeit betrunken ider unter dem Einfluss von Medikamenten und Drogen. Die Wohnumg war meist dreckig und zu essen gab es nur einmal die Woche etwas, da die Mutter es bevrzugte Geld für Suchtmittel anstatt für Essen audzugeben. Dies sorgte dafür, dass Aurelia begann ihre Mutter zu hassen. Nach einem Streit ging die Mutter weg. Bis heute weiß niemand, wo sie sich aufhelt. Nachdem das Mädchen ein halbes Jahr alleine lebte kam sie in ein Weisenhaus. Auch dort gefiel es ihr nicht, da sie Probleme hatte sich an Regeln zu halten. Sie kannte dies nicht und wollte es nicht. Somit rannte sie weg. 4 Jahre lamg lebte sie auf der Straße. Dort lernte sie zwei Sachen: 1. Sich mit Messern verteidigen 2. Man kann nur wenigen Menschen vertrauen.
Mit 14 fand das Mädchen eine verlassene Garage und begann diese als ihr Zuhause zu betrachen. Dort lebt sie immer noch und beobachtet jeden, der sich diesem Ort nähert misstrauisch, immer bereut sofort anzugreifen.
Da es Aurelia trotz ihrer Intelligrnz an Schulbildung fehlt kann sie nichts anderes machen als in einer Fabrik zu arbeiten. Mit ihren Kollegen will sie nichts zu tun haben, da diese ihrer Meinung naxh naiv und dumm sind. Weiterhin ist das meiste von dem was sie sagen sinnlos.Aussehen
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| Katherine Esemah |
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Geschrieben von: Katherine Esemah - 08-09-2017, 10:10 PM - Forum: Bewohner Korons
- Antworten (1)
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Avatar:
Name: Katherine Esemah
Alter: 27 Standardjahre
Zugehörigkeit: Imperium, Primarchenkult
Aussehen:
Katherine ist eine ein Meter fünfundsiebzig große Blondine mit kinnlangen feinsträhnigem Haar, einem leicht ovalen Gesicht, einem Ansatz von hohen Wangenknochen und grünblauen Augen sowie einer Andeutung von Sommersprossen unterhalb der Augen und auf der Nase. Mit einer schlanken Figur und scheinbar endlos langen Beinen ist sie in der richtigen Kleidung schon ein kleiner Hingucker. Einzig ihre Oberweite findet sie persönlich sogar ein wenig zu groß, jedes Mal wenn sie in eine Rüstung steigt bekommt sie das Gefühl ihr Korsett wäre eine Winzigkeit zu eng festgezogen. Nur selten sichtbar ist eine Tättowierung von der Größe ihrer Hand die zwischen Nacken und Schulterblättern prangt und das Symbol der Blood Angels zeigt. Ganz nach Kultvorschrift.
Charakter:
Sie ist sehr hilfsbereit und wenn sie einmal etwas anpackt sehr darauf bedacht es auch gründlich zu machen, alles Andere ware ein Vergehen am Imperator und Seinen Söhnen. Wenn vonnöten kann sie auch recht streng sein und scheut sich dann nicht auch mal verbale & körperliche Backpfeifen zu verteilen aber sonst ist sie im Großen und Ganzen ein freundlicher Mensch. Mit gelegentlichen Tendenzen zu schlechter Laune wenn ihr etwas sauer aufstößt. Im Bezug auf ihren Glauben ist sie etwas fanatisch und stur zu nennen aber alles im gesunden Rahmen.
Fähigkeiten:
Sie verfügt über Ausbildung an Nah- & Fernkampfwaffen aber dafür ist wie im Faustkampf eine ziemliche Niete. Auch verfügt sie über eine ganze Reihe an Berufsausbildungen in denen sie zwar nicht brilliert aber anständiges leistet. Darunter Sanitäterin, Schreiberin, Mechanikerin (solange man nicht von ihr verlangt an Generatoren für diverse Felder herumzuschrauben weiße sie sich meist zu helfen) und einige mehr. Angesichts ihrer Stellung im Kult ist es nur natürlich das sie eine sehr gute Rednerin ist und die Leute anzuspornen und, wenn auch vielleicht eher mit Tat als mit Wort, zu inspirieren vermag.
Ausrüstung:
Wirklich viel an Persönlichem hat sie nicht, nur einen kleinen Rucksack voll, das Meiste ist Arbeitsausrüstung. Ein Kleidungsset bestehend aus verstärkten schwarzen Stiefeln, nicht ganz ellenbogenlangen braunen Lederhandschuhen, ein bräunlich-beiges in der Taille gerafftes Gewand aus festem Stoff über Hose & Korsett und zum Abschluss einen knöchellangen Staubmantel mit prägnierter Kapuze. Nicht ihre richtige Dienstkleidung aber von dieser hat sie nur eine Garnitur die sie deshalb weggepackt lässt. Dazu besitzt sie eine Halskette mit dem Symbol des Aquila, hinterlegt mit einem Stern. Ebenfalls ganz nach Kultvorschrift. Zu ihrer Verteidigung wurden ihr eine Laserpistole mit drei Reservemagazinen & Ladegerät gegeben, für den Nahkampf wendet sie einen mannshohen Stab auf dessen Spitze das Kultsymbol, der Aquila mit dem Stern, prangt. Eine zwar nicht elegante aber wortwörtlich eindrückliche Waffe wenn es nötig sein sollte. Vom heimatlichen Mechanicus kauften ihre Vorgesetzten ein wahres Stück Hightech: Äußerlich ist es ein sowohl mit Rädern als auch Gehstelzen ausgerüsteter Kasten mit einem Steuerungsservitor. Im Innern befindet sich ein Stromgenerator mit Multifunktionsmotor (von Wasserdampf, Verbrennung von allem möglichen über Solarenergie bis hin zu mechanischem Antrieb), eine Wiederaufbereitungsanlage mit Entsalzungsmodular und Sortiereinheit (bis auf Atommüll schafft das Teil alles aus allem zu gewinnen sofern die zugeführten Mengen überschaubar bleiben), eine Miniaturessensausgabe, eine Werkzeugabteilung (von Hammer & Nagel bis hin zum Schweißgerät), ein Medizinvorrat mit dazugehöriger Ausrüstung (nicht ganz die Ausstattung eines Krankenwagens aber fürs Gröbste reichts) und neben vakuumverpackter Nahrung & Wasser Stauraum für zwanzig schadstoffresistente Zwei-Mannzelte (Wenn man sie nicht haargenau zusammenpackt kriegt man sie nie wieder alle verstaut).
Biografie:
Ihr Geburtsplanet war die Welt Teras im Chondax System des Segmentum Ultima. Ihre Eltern waren geborene Mitglieder des Primarchenkults und auch sie wuchs in ihm auf. Im Gegensatz zu ihnen trat sie den Reihen des Klerus bei und wurde mit Sechzehn zur Ostiarius geweiht. Dessen Dienst versah sie vorbildlich wenn auch nicht überragend. Mit Eifer und Hingabe arbeitete sie sich aber schnell die Ränge empor und hatte es ein paar Jahre später schon zu den mittleren Stellungen gebracht. Dort verblieb sie einige Zeit in der sie sich um ihre heimatliche Ortschaft kümmerte, im Großen und Ganzen eine ereignislose Zeit auch wenn es ihr gelang durch regelrechtes Nerven die planetare Mechanicus-Enklave dazu zu bringen einen rangniedrigen Techpriester dazu abzustellen sich um die technologischen Belange der Ortschaft zu kümmern. Und das auch nur weil der lokale Hauptarbeitgeber eine Fabrik war die von den Mechanicus eine Lizenz erworben hatte. Wahrscheinlich hätte sie nie Teras verlassen hätte es nicht in der planetaren Regierung politische Spannungen gegeben in deren Zuge gewisse Unruhen auftraten. Um zu vermeiden das der Kult im Fall des Falles hier auf dem Planeten zerschlagen wurde ohne dass seine Mitglieder ihren Beitrag für das Imperium geleistet hatten wurde eine partielle Auswanderung beschlossen. Katherine und etliche Andere wurden in den Rang der Pontifices Urba erhoben und ihre Vorgesetzten griffen tief in die Kasse des Kultes um ihre Gruppe auszurüsten ehe sie sich mit einer Passage ins Irgendwo aufmachten um das Licht des Imperators zu verbreiten, eine neue Gemeinde zu gründen und seine Gläubigen zu Eintracht & Frömmigkeit zu führen. Aber die Wege des Warp und der Bürokratie sind wunderlich und so erreichte das Raumschiff sein Ziel aber an Bord waren nur Katherine und die Ausrüstung. Somit liegt es nun allein auf ihren Schultern die Verehrung der Primarchen zu etablieren und die Lehren des Kultes zu verbreiten.
Signatur:
Name: Katherine Esemah
Rasse&Zugehörigkeit: Mensch, Imperium, Primarchenkult
Alter: 27 Standardjahre
Aussehen: 1,75 Meter, blonde kinnlange Haare, grünblaue Augen, leichte Sommersprossen
Kleidung: Stiefel, Staubmantel, Lederhandschuhe, Untergewand & Korsett
Ausrüstung: Laserpistole, Standarte, Halskette mit Anhänger, Rucksack mit Liturgischen Gewändern & Ausgabe der Lectitio Divinitatus um Kultlehre ergänzt & Kleinkram, selbstfahrender Hightechbehälter
Konto: 12.000 Schekel (2.000 persönlich, 10.000 Kultfinanzen)
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| Zentraler Netzwerk- und Steuerknoten / Quartier von Verwalter Lerel |
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Geschrieben von: Die Stimme - 08-02-2017, 05:54 PM - Forum: Steuerebene/Labore und Systemkontrolle
- Antworten (3)
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[CENTER]Es Beginnt 1.2[/CENTER]
[CENTER]<-- Äußerster Rand des Sorlon-Systems[/CENTER]
Der Tiefensattelit bestätigte ihm den Verdacht, denn seine anderen, weniger weit entfernten Späheinrichtungen bereits hatten herauf dämmern lassen.
Mit einer berechneten Masse von 4,559 • 1022 kg, basierend auf dem Aufbau und den visuell erfassten Ausmaßen, hatte das Objekt die Proportionen eines kleinen Mondes.
Es bewegte sich mit Normalgeschwindigkeit, hervorgerufen durch die eigene Trägheit und einen vorherhergehenden, zeitlich nicht bestimmbaren Impuls. Nichtsdestotrotz hatte N 775 mehre Energiequellen auf und teilweise in dem Körper ermittelt. Keine wirklich großen Signaturen, aber doch messbar. Das Objekt bestand im überwiegenden Teil aus Gestein, Eis und Metall. Letzteres in Verbindung mit Kunststoffen aller Art und augenscheinlich künstlicher Natur.
All das waren keine erschöpfenden Werte. Dafür hätte es Proben bedurft. Doch die Dichten- und Strahlenmessungen waren das Beste was er im Moment kriegen konnte und würden vorerst genügen müssen. Verwalter Lerels Gedanken rasten und wo diese Umschreibung bei anderen Menschen lediglich als Metapher herhalten musste, war sie beim obersten Techpriester Magnus Regas wörtlich zu verstehen.
Um seine Vorausberechnungen und Möglichkeitsanalysen mit der nötigen Ernsthaftigkeit betreiben zu können, lud er große Teile seiner Gedankenmatrix auf externe Kapazitätserweiterer, welche allein zu diesem Zweck bereit standen.
Simple, menschliche Gehirne, stellten die Basis dieser Denkfabrik dar, doch wo der biologische Cocigator an seine Grenzen stieß, dienten ihm die Logikverarbeiterbänke als Krücken. Bedauerlich, dass die weitaus leistungsstärksten Mechaniken dieser Art in einem anderen Projekt eingebunden war. Eines, welche keine Umpositionierung von Ressourcen erlaubte.
Nicht jetzt, wo er so kurz davor stand.
Was hätte er erreichen können, wäre er nicht durch die beschränkenden Gegebenheiten der hiesigen Einrichtung und Umstände in seinen Möglichkeiten beschnitten? Andererseits wäre eine exponiertere Position seinem Vorhaben wenig dienlich gewesen.
Die Route des Objekts zu berechnen war ein Leichtes. Basierend auf der eigenen Masse und der Entfernung, in der er verschiedene Himmelskörper passieren würde, hätten mit großer Wahrscheinlichkeit Caverna, Koron X, Suluath und Tallay einen gravitätischen Einfluss auf die Flugbahn. Spätestens beim Passieren von Tallay würde man seine Existenz bemerken. Gut möglich, dass dies schon früher der Fall sein würde, doch so sehr dieser Sub- Sektor auch durch Raumfahrt frequentiert wurde, es war nun einmal der Weltraum und darin etwas zufällig zu bemerken, war nichts, dem man eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit beimessen konnte. Die Route des Objekts führte an Koron 3 vorbei und das in relativer Nähe von einigen, Millionen Kilometern. Kosmisch betrachtet konnte man also fast die Hand danach ausstrecken und es berühren.
Die offizielle Prozedur hätte eine Information an den Mars beinhaltet. Etwas, was Lerel ganz sicher nicht in die Wege leiten würde. Noch nicht. Im Verhältnis zu anderen, imperialen Einrichtungen reagierte der Mechanicus schnell, eben mit der Effizienz und Präzision einer gesalbten Maschine. Er konnte also noch eine gewisse Frist anberaumen, um seine Optionen abzuwägen, eigene Maßnahmen zu ergreifen und intensivere Datenerhebungen vorzunehmen. Das Letzte was er jetzt gebrauchen konnte, waren neugierige und verbohrte Brüder, die sich in seine Angelegenheiten einmischten. Geduld und Fokussierung auf Prioritäten musste das Gebot der Stunde sein und würde es auch sein. Auf den Gedanken die Regierung in Gohmor zu benachrichtigen wäre er nicht einmal gekommen, wenn er nicht auf Heimlichkeit angewiesen gewesen wäre.
Lerel spielte mit einigen Variablen, wie dem potenziellen Versuch der hiesigen Sub- Sektor und der Sektorenflotte, dass Objekt durch Beschuss aufzuhalten. Die Informationen über Schiffstypen, Bewaffnung, Feuerkraft und Geschwindigkeit blitzen in seinem Geist auf. Der Effekt würde marginal sein, konnte jedoch unter Umständen die Flugbahn um einige Prozentgrad beeinflussen.
Diese ganze Angelegenheit war nicht eben erfreulich, aber sie war auch nicht der Untergang der Welt. Jedenfalls nicht für ihn.
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