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Geschrieben von: Waldorf - 04-02-2020, 06:29 PM - Forum: Bewohner Korons - Antworten (2)

Havoc-Ranger-Kompanien


Die Havoc Rangers sind eine semi-caritative Söldnerfirma, die sich während eines Materialkrieges im imperialen Havoc-System gebildet hatte, um Aufgabenbereiche aufzustocken, die die planetare Verwaltung selbst nicht mehr füllen konnte.
Sie konzentrierte sich dabei vorwiegend auf defensive und logistische Aufgaben, wie Bergungen, Erschließungen, Bewachung von Versorgunsstrecken und Sicherstellung der allgemeinen Versorgung, sicherte dabei aber auch die öffentliche Ordnung, unterband Plünderungen, Hortertum und ähnlich zersetzendes Verhalten.

Dabei verlassen sie sich vor allem auf leichte bis mittelschwere Waffen und gepanzerte Landfahrzeuge.


Das Zeichen

[CENTER][Bild: sigillemit-Text3.png][/CENTER]

Das Banner der Firma ziert dabei eine Abwandlung der Imperialis-Sigille mit einem weißen Schädel und schwarzen Flügeln, stellvertretend für die menschlichen Mitglieder und die schwarzen Reifen ihrer Fahrzeuge. Der Untergrund zeigt dabei die Farben Grün, Ocker und Schwarz, stellvertrehtend für die drei Haupt-Terrains ihres Einsatzgebietes: Wildnis, Ödland und Asphalt.
Kompanieabhängig ist das Banner oft noch mit kleinen Sternen, Blitzen, oder Wortlauten verziert, besonders auf Fahrzeug-Oberflächen. Hierbei handelt es sich oft um Beschreibungen ihrer Aufgabe, oder anspornende Mottos in bemüht-korrektem Hoch-Gotisch, um die Sympathie anwesender Loyalisten zu wecken, auch wenn der Bezug zur Garde mehr nominell als alles andere ist.

[CENTER]„Es tut nicht weh, sie glauben zu lassen, wir gehörten zur Armee. Immerhin vertreten wir sie hier, bis wir alle tot sind, oder der ganze Spuk vorbei ist. So oder so, die Menschheit obsiegt.“[/CENTER]

Ein anderes Zeichen, das ebenfalls mehr auf Palakaten und Fahrzeugen zu sehen ist, ist eine Kette aus Händen, die einander halten. Stellvertrehtend für den Gedanken an eine Menschheit, die ihre Stärke aus bedingungslsoem Zusammenhalt zieht, um gemeinsam jedes Hindernis zu überwinden.

[CENTER]„Die Last, die alle tragen, ist bedeutungslos.“[/CENTER]

Die Ideologie

Die Rangers sind eine grundsätzlich imperiums-treue Organisation, auch wenn sie sich mehr daran orientiert, der Menschheit zu dienen, als dem Ruhm des Imperators und dessen Stellvertrehtern. Es handelt sich um eine Freiwilligengruppe, die in Austausch für Versorgungsgüter die Lebenslinien gefährdeter Bereiche sichert, wo die PVS dies nicht mehr vermag und als solche begreifen sich die Ranger auch.
Dabei gehören die Sicherung von Trinkwasseraufbereitungsanlagen ebenso wie die Evakuierung gefährdeter Wohnkomplexe zu ihren routinierteren Aufgaben. Was auch immer das Überleben der Menschheit möglich macht, ist der semi-wohltätigen Gruppierung recht. Dabei machen sie keinen großen Unterschied zwischen den Spektren der Menschheit, solange diese ihren Auftrag nicht gefährden, oder die Rangers am besten noch selbst unterstützen.
Tatsächlich nehmen es viele Mitglieder mit ihrer Frömmigkeit selbst nicht zu genau, sind aber Ranger geworden, um ihr Zuhause zu verteidigen, oder durch ihren Dienst „neu anzufangen“, was unter der Hand kein Problem darstellt. Wer man vor der Rangern war spielt ideell keine Rolle. Tatsächlich sollten die Rangers sich nach ihrer Legitimisierung durch die PV von Havoc das Recht sichern, Anwärtern begrenzte Strafbefreiung gewähren zu können, sowie Invalide und anderswie untauglich, aber motivierte Personen einsatzfähig zu machen. Ganz im Sinne, dass jeder, der Willens ist, seinen Teil zu leisten, dies auch tun kann. Im Dienst der Menschheit sind alle gleich. Gemeinschaftssinn und Ritterlichkeit in Angesicht des Terrors, statt Ruhmsucht und selbstmörderischer Eiferei scheinen Motive zu sein, bei denen sich alle Rangers mehr oder weniger einig sind.


Historisch

Wann die Rangers als solche gegründet wurden, lässt sich nicht genau sagen, da viele Meinungen auseinander gehen, doch es muss während des Eisenkrieges auf Havoc geschehen sein, der seit nunmehr zwei Jahrhunderten das Antlitz des Subsektors Trakos verunstaltet.
Es waren Zeiten, in denen die imperiale Verwaltung vom Kräfteringen mit einer Invasionsflotte der Tau geschwächt worden war, weswegen sich bald Bürgerkriege und Kulte breitmachten, derer Herr zu werden sie weniger und weniger in der Lage war. Auch wenn der eigentliche Krieg als gewonnen galt, zehrten die Folgen zerbombter Landstriche und zerbröckelter Regionalterritorien an Ländern, Kontinenten, ganzen Planeten. Anarchie in ihrer grausamsten Form breitete sich bald aus wie eine Seuche, begünstigt durch ausgezehrte Ordnungskräfte und lähmende Bürokratie.
Dabei war die Zivilbevölkerung, die immer weniger Schutz genoss der größte Leidtragende, bis sich mehrere kleine Gruppierungen zusammenschlossen, um gemeinsam eine marodierende Horde von Plünderern abzuwehren. Das Bündnis machte es tatsächlich möglich, die Schlacht siegreich zu beenden, wodurch sich der Pakt, den sie erst nur aus Verzweiflung geschlossen hatte, von selbst nicht mehr löste.
Statt jedoch einen potenziellen Renegaten-Staat zu bilden, beschloss man, seine Ziele und Zusammenarbeit als eine Art Firma zu verwirklichen, um nicht selbst ins Visier der Herrschaftsparteien des Imperiums zu geraten. So entstanden die Havoc-Ranger-Kompanien, bereit, sich den Feuern entgegen zu stellen, die an allen Enden ihrer Heimatwelt aufloderten. Mit jeder Region, die die Ranger sicherten, wuchs ihre Zahl in Truppen, Technikern, Ärzten und anderen, wichtigen Professionen, wie auch an Strukturen und Fahrzeugen. Jeder, der selbst Ranger war, oder nur ihren Schutz genoss, trug auf seine Art zu dieser Entwicklung bei, die zwar auch nicht ohne Rückschläge und Konflikte stand, doch sie stand und diente der Menschheit für ein halbes Jahrhundert. Sie wurden bald zu einem Symbol für die Bestimmtheit des Menschen auf Havoc und der Hoffnung, dass der Imperator wollte, dass sie die schrecklichen Zeiten als Ganzes durchstanden.

Sie waren keine Armee, keine Institution, aber viele kannten und glaubten an die Ranger, diese Organisation, die den Menschen nicht Terror und Schrecken brachte, sondern Hoffnung und den Willen, zu überleben. Schließlich waren sie so bekannt und groß, dass das Gorvernement Havocs die Rangers nicht länger ignorieren konnte, zumal sich ihre Territorien bereits überschnitten.
Statt jedoch mit Säbelrasseln zu reagieren, begegnete man den Rangers mit einer Delegation, die prüfen sollte, was sich genau hinter den Geschichten verbarg, die sich um sie rankten.
Sie sahen, dass die Landstriche, die sie hielten, nach wie vor dem Imperium treu und in ihrem Glauben stark waren und dass die Rangers selbst sich von jedem Anspruch an Religion und Herrschaft fern hielten, so dass sie nach einigen Verhandlungen erst geduldet und nach Erfüllung einiger Auflagen anerkannt und mit begrenzten Vertreter-Befugnissen ausgestattet wurden, um der Menschheit auch ganz offiziell dienen zu können.
So wurden den Rangers Dinge wie maximale Truppenstärkung und Auflagen bezüglich ihres Arsenals, Aufgabenfeldes und Territiorialanspruches auferlegt, doch dafür waren sie nun eine vom Imperium anerkannte, legale Organisation. „Freicorps von Havoc“ nannte man sie bald, hinter vorgehaltener Hand aber auch „Restpostentruppe“, oder „das Krüppelkorps“. Auch wenn Teile der höheren Dienstgrade der Garde und der Elite der Gesellschaft den Rangers mit Spott, oder gar Argwohn begegneten, so blühte die Organisation nun erst auf und trug maßgeblich dazu bei, ihre Heimatwelt zu sichern.

[CENTER]„Wer unserer nicht wert, aber Willens ist, dem Imperator zu dienen, soll im Freikorps seine Chance erhalten. Zum Ruhm des Imperiums.“
- Auszug aus dem Contractum Militaris des Planeten, die Ranger als Gruppe betreffend[/CENTER]

Politische Spannungen sollten unter einer nen Regierung jedoch dafür sorgen, dass die Rangers ihre Anstrengungen im Trakos' Subsektor begrenzen mussten. Letztlich seien sie Söldner, niedere Krieger und sollten sich nicht anmaßen, die Stärke und Fähigkeiten des Governements durch ihre Taten in Frage zu stellen. Hier und da kam es zu Anfeindungen seitens der herrschenden Klassen, die die Ekklisarchie auf ihrer Seite sahen, sodass der sprichwörtliche Schritt zurück unausweichlich war.
Stattdessen besann man sich auf die eigentliche Struktur der Rangers als Firma und sandte bald Kontraktoren und Botschaften in ferne Systeme aus, um die Dienste der Rangers anderen Ortes anzubieten. Dieser Schritt wurde von der Gegenseite dabei mit Genugtuung abgenickt und zugelassen, offenbar froh, das Gross der Rangers sicher bald los zu sein.
Was folgte, war der schrittweise Exodus der Organisation, auch wenn sie ihre Heimatwelt nie völlig verlassen sollten. Dennoch waren die einstmalig gefeierten Männer und Frauen bald nicht mehr als die privatwirtschaftliche Fußnote, als welche die Eliten sie sehen wollten.

Die Geschichte der Rangers wurde offiziell verändert, um ihre Bemühungen und ihre Beliebtheit zu begrenzen, wenn man sie schon nicht auslöschen konnte, ohne sie zu Märtyrern zu machen.

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  Impressionen
Geschrieben von: Kogan - 03-11-2020, 07:01 PM - Forum: Warhammer Universum - Antworten (10)

Neben den sehr gelungen Astartes Clips (wer das noch nicht gesehen hat, unbedingt anschauen) empfehle ich auch Death of Hope. Letzteres da wir mit den Rasankuri ja gerade dabei sind ein Chaosschiff zu entern und das ein paar sehr stimmige Impressionen gibt. Beides Astartes wie auch LH, spiegeln meine eigene Auffassung von 40K und 30K sehr gut wieder.

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  Katherine Esemah
Geschrieben von: Katherine Esemah - 02-12-2020, 09:10 PM - Forum: Einwohnermelde-Liste - Keine Antworten

Avatar:
Name: Katherine Esemah
Alter: 27 Standardjahre
Zugehörigkeit: Imperium, Primarchenkult
Aussehen:
Katherine ist eine ein Meter fünfundsiebzig große Blondine mit kinnlangen feinsträhnigem Haar, einem leicht ovalen Gesicht, einem Ansatz von hohen Wangenknochen und grünblauen Augen sowie einer Andeutung von Sommersprossen unterhalb der Augen und auf der Nase. Mit einer schlanken Figur und scheinbar endlos langen Beinen ist sie in der richtigen Kleidung schon ein kleiner Hingucker. Einzig ihre Oberweite findet sie persönlich sogar ein wenig zu groß, jedes Mal wenn sie in eine Rüstung steigt bekommt sie das Gefühl ihr Korsett wäre eine Winzigkeit zu eng festgezogen. Nur selten sichtbar ist eine Tätowierung von der Größe ihrer Hand die zwischen Nacken und Schulterblättern prangt und das Symbol der Blood Angels zeigt. Ganz nach Kultvorschrift.

Charakter:
Sie ist sehr hilfsbereit und wenn sie einmal etwas anpackt sehr darauf bedacht es auch gründlich zu machen, alles Andere wäre ein Vergehen am Imperator und Seinen Söhnen. Wenn vonnöten kann sie auch recht streng sein und scheut sich dann nicht auch mal verbale & körperliche Backpfeifen zu verteilen aber sonst ist sie im Großen und Ganzen ein freundlicher Mensch. Mit gelegentlichen Tendenzen zu schlechter Laune wenn ihr etwas sauer aufstößt. Im Bezug auf ihren Glauben ist sie etwas fanatisch und stur zu nennen aber alles im gesunden Rahmen.

Fähigkeiten:
Sie verfügt über Ausbildung an Nah- & Fernkampfwaffen aber dafür ist wie im Faustkampf eine ziemliche Niete. Auch verfügt sie über eine ganze Reihe an Berufsausbildungen in denen sie zwar nicht brilliert aber anständiges leistet. Darunter Sanitäterin, Schreiberin, Mechanikerin (solange man nicht von ihr verlangt an Generatoren für diverse Felder herumzuschrauben weiße sie sich meist zu helfen) und einige mehr. Angesichts ihrer Stellung im Kult ist es nur natürlich das sie eine sehr gute Rednerin ist und die Leute anzuspornen und, wenn auch vielleicht eher mit Tat als mit Wort, zu inspirieren vermag.

Ausrüstung:
Wirklich viel an Persönlichem hat sie nicht, nur einen kleinen Rucksack voll, das Meiste ist Arbeitsausrüstung. Ein Kleidungsset bestehend aus verstärkten schwarzen Stiefeln, nicht ganz ellenbogenlangen braunen Lederhandschuhen, ein bräunlich-beiges in der Taille gerafftes Gewand aus festem Stoff über Hose & Korsett und zum Abschluss einen knöchellangen Staubmantel mit prägnierter Kapuze. Nicht ihre richtige Dienstkleidung aber von dieser hat sie nur eine Garnitur die sie deshalb weggepackt lässt. Dazu besitzt sie eine Halskette mit dem Symbol des Aquila, hinterlegt mit einem Stern. Ebenfalls ganz nach Kultvorschrift. Zu ihrer Verteidigung wurden ihr eine Laserpistole mit drei Reservemagazinen & Ladegerät gegeben, für den Nahkampf wendet sie einen mannshohen Stab auf dessen Spitze das Kultsymbol, der Aquila mit dem Stern, prangt. Eine zwar nicht elegante aber wortwörtlich eindrückliche Waffe wenn es nötig sein sollte. Vom heimatlichen Mechanicus kauften ihre Vorgesetzten ein wahres Stück Hightech: Äußerlich ist es ein sowohl mit Rädern als auch Gehstelzen ausgerüsteter Kasten mit einem Steuerungsservitor. Im Innern befindet sich ein Stromgenerator mit Multifunktionsmotor (von Wasserdampf, Verbrennung von allem möglichen über Solarenergie bis hin zu mechanischem Antrieb), eine Wiederaufbereitungsanlage mit Entsalzungsmodular und Sortiereinheit (bis auf Atommüll schafft das Teil alles aus allem zu gewinnen sofern die zugeführten Mengen überschaubar bleiben), eine Miniaturessensausgabe, eine Werkzeugabteilung (von Hammer & Nagel bis hin zum Schweißgerät), ein Medizinvorrat mit dazugehöriger Ausrüstung (nicht ganz die Ausstattung eines Krankenwagens aber fürs Gröbste reichts) und neben vakuumverpackter Nahrung & Wasser Stauraum für zwanzig schadstoffresistente Zwei-Mannzelte (Wenn man sie nicht haargenau zusammenpackt kriegt man sie nie wieder alle verstaut).

Biografie:
Ihr Geburtsplanet war die Welt Teras im Chondax System des Segmentum Ultima. Ihre Eltern waren geborene Mitglieder des Primarchenkults und auch sie wuchs in ihm auf. Im Gegensatz zu ihnen trat sie den Reihen des Klerus bei und wurde mit Sechzehn zur Ostiarius geweiht. Dessen Dienst versah sie vorbildlich wenn auch nicht überragend. Mit Eifer und Hingabe arbeitete sie sich aber schnell die Ränge empor und hatte es ein paar Jahre später schon zu den mittleren Stellungen gebracht. Dort verblieb sie einige Zeit in der sie sich um ihre heimatliche Ortschaft kümmerte, im Großen und Ganzen eine ereignislose Zeit auch wenn es ihr gelang durch regelrechtes Nerven die planetare Mechanicus-Enklave dazu zu bringen einen rangniedrigen Techpriester dazu abzustellen sich um die technologischen Belange der Ortschaft zu kümmern. Und das auch nur weil der lokale Hauptarbeitgeber eine Fabrik war die von den Mechanicus eine Lizenz erworben hatte. Wahrscheinlich hätte sie nie Teras verlassen hätte es nicht in der planetaren Regierung politische Spannungen gegeben in deren Zuge gewisse Unruhen auftraten. Um zu vermeiden das der Kult im Fall des Falles hier auf dem Planeten zerschlagen wurde ohne dass seine Mitglieder ihren Beitrag für das Imperium geleistet hatten wurde eine partielle Auswanderung beschlossen. Katherine und etliche Andere wurden in den Rang der Pontifices Urba erhoben und ihre Vorgesetzten griffen tief in die Kasse des Kultes um ihre Gruppe auszurüsten ehe sie sich mit einer Passage ins Irgendwo aufmachten um das Licht des Imperators zu verbreiten, eine neue Gemeinde zu gründen und seine Gläubigen zu Eintracht & Frömmigkeit zu führen. Aber die Wege des Warp und der Bürokratie sind wunderlich und so erreichte das Raumschiff sein Ziel aber an Bord waren nur Katherine und die Ausrüstung. Somit liegt es nun allein auf ihren Schultern die Verehrung der Primarchen zu etablieren und die Lehren des Kultes zu verbreiten.

Signatur:
Name: Katherine Esemah
Rasse & Zugehörigkeit: Mensch, Imperium, Primarchenkult
Alter: 27 Standardjahre
Aussehen: 1,75 Meter, blonde kinnlange Haare, grünblaue Augen, leichte Sommersprossen
Kleidung: Stiefel, Staubmantel, Lederhandschuhe, Untergewand & Korsett
Ausrüstung: Laserpistole, Standarte, Halskette mit Anhänger, Rucksack mit Liturgischen Gewändern & Ausgabe der Lectitio Divinitatus um Kultlehre ergänzt & Kleinkram, selbstfahrender Hightechbehälter
Konto: 12.000 Schekel (2.000 persönlich, 10.000 Kultfinanzen)

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  Hintergrundwoche
Geschrieben von: Kogan - 10-28-2019, 03:37 PM - Forum: Umfragen - Keine Antworten

Kulturen Korons (beginnend mit Tiefgrund)
Eine Guadianserie, in welcher die verschiedenen Kulturen der Nationen Korons näher beleuchtet werden.

Handbuch des PVS Soldaten
Auszüge aus dem Standwerk des koronischen Soldaten. Taktiken, Gebete und Anweisungen für den täglichen Dienstgebrauch

Mittlere und obere Ebene
Im Hintergrund zu Gohmor die mittlere Ebene fertig stellen und die obere anfangen

Haus Siris
Hintergrund des zweitgrößten Hauses

Adeptus Sororitas
Eine Etablierung dieser Fraktion steht schon lang auf der Agenda (nicht das wir Spieler dafür hätten aber was wa ham dat ham wa) Fällt die Wahl hier rauf werden die Schwestern auf Koron eintreffen

Rasankur nach der Vernichtung
Eine Kurzgeschichte (oder auch nicht so kurz… je nachdem) die Rasankur nach der Vernichtung durch den Fressvirus zum Ende des Hauskrieges beschreibt.

Krieg der Häuser
Weiterführung der Beschreibung des großen Krieges.

Die Umfrage läuft 7 Tage / Bitte nur mit einem Char abstimmen

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  Ratshalle
Geschrieben von: Die Stimme - 09-26-2019, 09:51 PM - Forum: Der Palast des Hauses Orsius - Antworten (1)

In vielerlei Hinsicht war die Ratshalle des Hauses Orsius ein Abbild des Hauses selbst. In Teilen ein beabsichtigtes Spiegelbild, in Teilen ein unbeabsichtigtes. Alle Proportionen waren gewaltig, wie für Riesen geschaffen. Doch wo andere Häuser sich mit barocken Schnörkeln und Zierwerk darin zu übertreffen versuchten dem imperialen Baustil nachzueifern, verzichtete Orsius auf derartiges Schwanzwedeln.
Nackter Beton, kantig und unnachgiebig, war dominant.
Die Beleuchtung fiel spärlich aus und betonte mehr die Düsternis, als dass sie Helligkeit schuf. An den Eingängen, die für Titanen geschaffen schienen, hielten Haussoldaten Wache. Keine gewöhnlichen Kämpfer, sondern die Angehörigen der Ehrenwache, denen man nachsagte durch Mesmerisieren und andere Methoden der Verstandsbeeinflussung, eine automatenhafte Loyalität eingepflanzt zu haben, die Furcht, Geheimnisverrat oder mangelnde Opferbereitschaft unmöglich machte.
Sie trugen die dunkelroten Uniformen des Hauses, Brustplatten aus Messing, exotisch anmutende Laserwaffen und die geschlossenen Varianten der Haushelme, die ihnen das kopflastige Aussehen fremdartiger Insekten verliehen.
Abgesehen von ihnen waren nur noch acht der neun Altvordern und der Hochherzog anwesend. Die gleichsam unbequemen wie langen Ränge aus Holz, welche für die niederen Hausangehörigen vorbehalten waren, lagen verwaist im Halbdunkel.
Tagte die Hausversammlung, so war dies eine Angelegenheit von vielen Tagen, in denen Sitzungen aller, sich mit spezifischen Besprechungen und Beratungen abwechselten, deren Ergebnisse dann allen präsentiert und ausgewertet wurden. Alle Belange des Hauses, wirtschaftlich, politisch und militärisch wurden dabei begutachtet um jene, die etwas zu entscheiden und zu bestimmen hatten auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.
Was jetzt stattfand war dabei das höchste Gremium und der Inhalt dieser Gespräche entschied nicht nur über das Weh und Wohl des Hauses, sondern auch über das Schicksal all jener, die direkt oder indirekt an dem hingen was Orsius tat.
Betrachtete man es genau, war dies ganz Koron 3.
Hochbaron Vladimir Orsius trat an das Rednerpult, welches für gewöhnlich zu den Rängen gedreht stand, sich aber auch zu den Emporen der Altvorderen wenden ließ, wenn es galt nur ihnen Bericht zu erstatten.

Ihr Altvorderen, ihr Stimmen des Gewesenen und des Zukünftigen, ihr Lotsen des Hauses. Spann er die rituelle Anrede, welche die Beratung offiziell eröffnete. Wie ihr alle wisst steht Kardinal Georg Prager unserem Haus wohlgesonnen gegenüber.
Eher den Banketten und Ausfahrten, zu welchen er sich durch unser Haus einladen lässt.
Giftete Trunth von seiner Empore herab und das mechanische Rasseln seiner Beatmungsmaschiene übernahm dabei die Modellierung seiner Stimme.
So ist es Ur-ur Großonkel. Doch ist jeder Schekel, denn wir in diese Stopfgans schieben ein gut investierter Schekel. Unsere Agenten sind in seiner Nähe mehr als reichlich platziert, treten sich fast schon gegenseitig auf die Füße. Dabei sind ihre Dienste kaum von Nöten, denn der Kardinal ist redselig.
Ja, aber nicht nur unserem Haus gegenüber.
Ließ sich eine weibliche Stimme hören, deren jugendlicher Klang ebenso wenig natürlichen Ursprung war, wie die Lungentätigkeit Trunths. Siris und seine Speichellecker haben genug Huren in ihren Reihen, um dem alten Narren jedes Geheimnis aus der Nase zu ziehen.
Und wir etwa nicht?
Lachte ein unglaublich fetter Mann mit einer Stimme so tief, als käme sie aus einem Brunnenschacht. Kein geringerer als Altvorderer Julius Orgastus.
Doch, unsere Konkubinen stehen sogar auf der Favoritenliste des guten Georgs. Seine Vorlieben sind gegen über seinem Vorgängers weniger… nun sagen wir speziell, wodurch bereits ein hübsches Gesicht genügt ihm zum Plaudern zu bringen.
Alles sehr aufschlussreich, lieber Vladimir.
Warf die mädchenhaft klingende Manusia ein und verhehlte ihre Ungeduld nicht. Aber was hat er denn unseren Vögelchen ins Ohr geraunt, dass es diese Zusammenkunft bedingt?
Wie ihr euch alle denken könnt, habe ich diverse Angelegenheiten zu regeln, die zeitlich prekär sind und meine uneingeschränkte Aufmerksamkeit fordern.

Vergib mir Großcousine. Ich werde ohne Umschweife zum Kern kommen.
Dafür wäre ich dir überaus dankbar.
Wie ihr wisst, ist der Kardinal der persönliche Beichtvater des Gouverneurs. Das beinhaltet neben der Absolution auch gemeinsame Lesungen heiliger Schriften, wie die 21 Betrachtungen des Leben Sepinaus, Der Pfad der Nelken, die Märtyrer der Küste und ähnliche Werke, die zur Selbstreflexion anregen. All dies erfordert einen erheblichen Aufwand, welcher symbolisch für die Ernsthaftigkeit des Glaubens steht, denn der Gouverneur mit den Milliarden seiner Untertanen teilt. Volk und Herrschaft in Demut zum Gottimperator geeint.
Schweigend wurden den Ausführungen des Großherzoges gefolgt, auch wenn eine nachlassende Geduld greifbar in der Luft hing, welche zu schreien schien, er möge auf den Punkt kommen. Wie wir aus absolut vertrauenswürdiger Quelle wissen, konnte der Kardinal dieser seiner Aufgabe seit geraumer Zeit nicht nachkommen.
Was heißt seit geraumer Zeit?
Seit seiner Amtseinführung hat er den Gouverneur nur einmal die Beichte abgenommen und dies ohne ihn zu sehen.
Erkläre das!
Donnerte die Stimme des greisenhaften Raffael de Mundi Orsius, der bis jetzt ein schweigender Zuhörer gewesen war.
Der Kardinal kam seiner Pflicht in einem extra dafür neu angefertigen Beichtstuhl nach, welcher ihn zwar die Stimme des Gouverneurs hören ließ, aber nicht gestatte seiner angesichtig zu werden. Als er insistierte, dass die Absolution nur durch den Kuss auf den Amtsring vor den Augen des Imperators wirksam werden könne, intervenierten die anwesenden Ärzte de Vastaris.
Das ist ein Skandal!
Brüllte Julius Orgastus und seine Stimme, wie auch das Dröhnen seiner niederfahrenden Faust, echoten von den Kahlen Wänden der Kammer zurück.
In der Tat! fuhr Victor gefasst fort.
Der Kardinal protestierte selbstredend gegen so rüde Zurückweisungen durch gewöhnliches Personal, hatte in diesem Moment jedoch nicht die Möglichkeit mehr als eben dies zutun. Später entschuldigte sich seine Frau für das Verhalten der Mediziner, die ihrer Aussage nach nur das Wohl ihres edlen Patienten im Sinn hatten und sich daher vergaßen. Sie sicherte Strafen zu.
Ein Fauxpas sondergleichen, ganz ohne Zweifel. Aber wo liegt die wahre Bedeutung dieser beschämenden kleinen Anekdote?
Sie liegt darin, geliebte Ur- ur Großonkel, dass seit dem immer wieder Begründungen verschiedenster Art vorgeschützt wurden, die ein neuerliches Zusammentreffen des Kardinals und des Gouverneurs entgegen standen.
Um noch genauer zu werden, hat seit fast einem Jahr kein Offizieller, sei es imperialer Abgesandter oder lokaler Amtsträger, den Gouverneur von Angesicht zu Angesicht gesehen.
Alle Welt sieht diesen goldgelockten Weichling tagtäglich.
Oh gewiss. Im Vid oder auch fernmündlich bei Stabs- und Kabinettsbesprechungen. Holoprojektionen, offizielle Schreiben, Ansprachen an das Volk, sicher. Doch leibhaftig hat ihn seit Beginn der Horningkriese niemand mehr zu Augen bekommen.
Du implizierst ein Verschwinden, eine schwere Krankheit oder bereits den Tod.
Damit aber solltest du vorsichtig sein, mein Junge. Gouverneure, die sich von der Außenwelt abgeschottet haben und nur noch über Sprachrohre kommunizieren gibt es wie Sterne am Himmel. War nicht selbst der irre Cashies Rudo einer von diesen?

Das war er und Terra gebe, dass wir nie wieder mit einem solchen Scheusal gestraft werden. Allerdings gab es selbst in den Tagen dieses paranoiden Wahnsinnigen Agenten aller namhaften Fraktionen, die ihn zumindest leibhaftig sahen.
Bei de Wajari steht sein emporgekommenes Weib vor allen solchen Bemühungen. Sie kommt einen Wachhund gleich, der jedweden Versuch einer Annäherung an den Gouverneur vereitelt.
Wenn es stimmt was du andeutest und der Gouverneur im Sterben liegt oder bereits tot ist, dann wäre Elisabeth Emilia eine Usurpatorin, die ganz Koron 3 als Königin aus den Schatten regiert.
Dann würde es natürlich zu handeln gelten. Die Tore des weißen Palastes einschlagen und die Unterdrückerin der Gerechtigkeit überantworten. Danach Neuwahlen im Adelsrat. Kurz und gut.
Gemach, Gemach, mein lieber Julius.
Ich schätze deine einfache Sicht der Welt ebenso wie alle anderen hier, doch ganz so simpel ist es nicht. Nur einmal angenommen wir nötigen den weißen Palast dazu uns einen klaren Beweis zu liefern, dass der Gouverneur gesund und wohl auf ist und man verweigert uns eben diesen Beweis…

Dann bedeutete das Gesichtsverlust.
De Campo ließ sich hören und als er sich vorbeugte verlieh die Beleuchtung von unten seinem Gesicht das Aussehen eines ausgemergelten Raubvogels. Um die Ehre des Hauses nach einem solchen Begehren zu wahren, müssten wir nach Weigerung Taten sprechen lassen. Ein Putsch!
Eine Wiederherstellung geltenden Rechts.
Nur der Gouverneur tatsächlich tot wäre.
Wäre er das aber nicht, dann fände sich das Haus in der Rolle des Aggressors und des Gesetzesbrechers. Wir wären Freiwild.
Und selbst wenn nicht. Nur einmal angenommen Elisabeth würde auf Widerstand setzen. Wie sähen unsere Chancen aus einen Kampf um Gohmor kurz und schmerzlos zu entscheiden?
Nicht sonderlich gut.
Geht man davon aus, dass sie Siris und deren Lakaienhäuser auf ihrer Seite hat, plus der loyalen PVS- Einheiten, so stünden die Chancen eins zu eins.
Hinzu kommt die Bevölkerung der Stadt. Das Weib ist für die Massen so etwas wie eine Heilige. Generalstreik und Revolte könnten drohen.
Auch ist die Zeit auf ihrer Seite. Würde sich ein Handstreich zu einem Bürgerkrieg auswachsen, so müsste sie nur an richtiger Stelle von einem neuen Krieg der Häuser schreien und das Imperium würde einschreiten und kaum auf die lokale Rechtsprechung Korons schauen.
Mit anderen Worten, dieses Miststück hat uns in eine Sackgasse manövriert.
Zumindest was ein ungestümes Vorgehen angeht
und wenn diese Spekulation der Wahrheit entspricht.


Wirt fortgesetzt

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  Skitarii Kasterne
Geschrieben von: Kurt Messer - 04-09-2019, 08:57 PM - Forum: Untere Ebene/Fabriken, Kasernen, Energiegewinnung - Antworten (8)

Von hier kommend

Erst wollte er die Waffen holen gehen, die er mitzunehmen gedachte, doch wie sich zeigte gab es in der Trainingsanlage alles, was es auch in der Waffenkammer gab. Die Einrichtung war wie scheinbar alles in Magnus Rega auf Größe getrimmt. Den Hang zum Minimalismus schien man nur bei persönlichen Bedürfnissen zu kennen. So waren die Betten für einen normalen Menschen einen gefühlten halben Meter zu klein und die Verpflegung schmeckte als hätte sie vorher schon jemand gegessen. Aber ihre Hangars, Hallen und Trainingseinrichtungen schienen für ganze Heere ausgelegt. Heere von denen jedoch auch hier genauso wenig zu sehen war wie in der Kantine.
Sparflamme und so…
Die Kaserne der Skitarii lag hell erleuchtet aber verlassen da. Außerdem lag diese Anlage tief. Zumindest waren sie lange mit dem Fahrstuhl abwärtsgefahren und jede passierte Sektion war scheinbar Sperrgebiet, auch wenn Kurt mit den wirren Zahlenreihen, die hier als Beschilderung dienten, ohnehin nichts anfangen konnte. Nur bei der Kaserne öffnete sich die Tür und selbst dafür musste Hector einen Code eingeben. Ziemlich viel Geheimniskrämerei, dafür dass hier nur eine Handvoll Männeken zu hausen schienen.
Er wollte etwas in die Richtung zu seinem Chef sagen, ließ es aber lieber um keine Fettnäpfchen zu riskieren. Naja sollte ihm auch egal sein. Nich jewust, macht kein Frust! Also konzentrierte er sich auf das Hier und Jetzt und folgte Hector. Der orientierte sich, als wäre er schon einmal hier gewesen. Konnte aber auch sein, dass die Kabelköpfe innere Karten hatten oder diese Einrichtungen schlicht überall gleich aussahen. In der weiten Anlage waren Gruben in den Boden eingelassen mit schrägen Seitenwänden. Man kam problemlos hinunter, aber nur mit Mühe wieder hinaus. Vor einem Trainingspartner abhauen war also nicht. Des Weiteren fanden sich ordinäre Ringe, nicht anders als für Boxkämpfe gebräuchlich. Mattenflächen, übungspuppen und einen separaten Bereich, in dem ein Zylinder von der Decke hing, der auf einem Schienensystem fuhr. Eine Art Trainingsautomat wohl.
An einer Wand fand sich dann doch ein Heer. Eines aus Marinonetten um es genauer zu sagen. Eine schauerliche Schar aus Kampfservitoren, bestückt mit Klingen, Bohrern, Sägen und allem anderen, was der Besteckkasten noch so her gab. Wollte er wirklich wissen wer gegen so etwas zum Aufwärmen kämpfte?
Erst zu den Schießständen, Boss? Er deutete auf einen Tür deren Beschriftung er nicht entziffern konnte, aber dessen Pikogramm eines Zielkreuzes er zu deuten vermochte.

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  Kurzzeitquartiere
Geschrieben von: Kurt Messer - 03-29-2019, 05:43 PM - Forum: Wohnebene - Antworten (2)

Von hier

Die aufflammenden Leuchtstoffröhren erinnerten an einen unvermittelt geweckten Schlafsaal, als Kurt den schwergängigen Lichtschalter an der Wand betätigte. Einige erwachten gleich und anstandslos zum Leben, andere brauchten lange, flackerten zögernd oder in hektischen Abständen. Es brauchte bestimmt zwei Minuten, bevor alle ihren summenden Dienst aufgenommen hatten und die weitläufige Halle in hartes, grelles Licht tauchten.
Ein Speisesaal lag vor ihm, der gut und gerne zweihundert Leuten Platz geboten hätte. Zweihundert Bediensteten, die nicht in die Ränge der Techpriester gehörten, sondern bestenfalls Lakaien waren. Kurt schätzte mal, dass er zu dieser hypothetischen Masse jetzt auch gehörte. Ein Lakai der Rotroben. Auch wenn er offenkundig der einzige seiner Art war. Selbst reguläre Techpriester schien es relativ wenige zu geben.
So genau konnte er das zwar nicht beurteilen, aber er hatte den Eindruck, dass es mehr Einrichtungen verschiedenster Art gab, als Personen die sie auch wirklich nutzen konnten.
Der ganze Laden lief auf Sparflamme und hatte etwas von einer Geisterstadt. Dieser Speichellecker namens Zunu, der um Hector herumschwänzelte, als sei der ein Heiliger, hatte Kurt diesen Ort gewiesen, wie man ein nervtötendes Kind wegschickte.
Sollte ihm gleich sein.
Hauptsache es gab hier was zwischen die Kiemen. Er schritt durch die Reihen verwaister Tische und Bänke und als er im Gehen die Hand über eine Tischplatte gleiten ließ, klebte feiner Staub daran. Hier wurde saubergemacht, aber nicht in allzu geringen Abständen.
Die jenseitige Seite war mit einem Ausgabetresen versehen und bei seinem Eintreten oder wohl eher noch beim Umlegen des Schalters, war die dortige Maschinerie auch aktiv geworden. Ein Apparat, der halb Küchenmaschine und halb Atomreaktor zu sein schien und ein Servitor, der vor leeren Warmhalteschalen aus Aluminium stand und auf den Ansturm der Horden wartete, der nicht so bald kommen würde.
Kurt nahm ein Tablett vom Stapel, stellte es beiseite und nahm das darunter. Ebenso verfuhr er mit dem angeschlagenen Geschirr, das der Benutzung harrte.
Na Meister? Was kann die Küche heute empfehlen? Hoffe der Rote hatte genug Zeit zum Atmen. Sonst wird die Zunge pelzig und dann krieg ich den Kaviar nicht runter. Die Menschmaschine fixierte ihn in der Nachahmung menschlichen Verhaltens. Trübe Augen blickten durch Kurt hindurch. Die Menüauswahl ist aufgrund von reduziertem Bedarf eingeschränkt. Der Servitor sprach nicht mit künstlicher Stimme, dennoch war die Modellierung seiner Worte unnatürlich und unangenehm. So mochten die Toten flüstern.
Ach ist das so? Und was hat die Küchenfee in diesen harten Zeiten der Reduzierung gezaubert?
Der eingeschränkte Betrieb der Grundversorgung gewährleistet 1.900 Kilokalorien pro Portion. Die Geschmacksmodellierung ist limitiert.
Er griff sich Kurts Teller und langte mit der anderen nach dem Ausgabeschlauch, der aus dem Küchengerätatommeiler- Hybriden ragte. Mit einem Geräusch welches an Flatulenz gemahnte klatschte die Gerätschaft einen Fladen gelb- braunen Breis auf das Geschirr und traf auch zu einem erheblichen Teil die Hand des Servitors. Die Pampe war augenscheinlich heiß, doch der Servitor hatte die Tage solcher Probleme lange hinter sich und stellte den Teller auf Kurts Tablett zurück.
Wie bei Muttern! Kommentierte der und nahm Kurs auf den nächstbesten Stuhl. Wie lange das Zeug in dem Bottich gelagert gewesen war und wie man es so schnell schaffte, dass es heiß genug wurde um einem den Gaumen zu versengen, wollte er lieber gar nicht wissen. Er nahm einen kleinen Löffel, blies darauf und kostete. Es schmeckte nach einer Mischung aus Babybrei und Chemiemüll. Da das Auge bekanntlich mit aß, war es angeraten das Auge abzulenken. Also holte Kurt den Ordner aus der Hosentasche, denn er dort zusammengerollt aufbewahrt hatte. Dieser enthielt alles an Daten, die man ihm als kleines Licht über das öde Land zugestand.
Ein Feuerwerk an Lesespaß. Ätzender Regen, ätzender Nebel, Sandstürme die einem das Fleisch von den Knochen schmirgeln konnten. Elektrische Anomalien, Erdbeben, eine Heiterkeit namens Sanderuption, eine namens Mordwind und etwas… das gefiel ihm am besten, was sie Salzmesser nannten.
Das wohl gemerkt waren nur die „natürlichen“ Phänomene. Daneben gab es noch Wüstenrandbarbaren, Luftpiraten und Mutanten. Selbst vermeintlich Verbündete waren mit Vorsicht zu genießen, denn die großen Häuser testeten immer wieder Waffen in diesen Thron verlassenen Gegenden und ob sie vorher nachsahen, ob durch ihr Versuchsgelände irgendwelche Techpriester krebsten war stark zu bezweifeln.
Ein richtiges Zuckerbäckerland. Knurrte Kurt und stand auf um sich Nachschlag zu holen.

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Nachdem er sein Mahl beendet und sich Zeit für ein Verdauungsschläfchen gegönnt hatte, stand er vor Hectors Tür. Er betätigte den Signalgeber drei Mal, denn er hatte bereits verstanden, dass sein neuer Boss sich in seinen Forschungen zu versenken geruhte und nur schwerlich aus diesen Tiefen wieder auftauchen konnte. Irgendwann öffnete sich die Tür der Kabine und Hector stand mit gerunzelter Stirn darin. War er ungehalten wegen der Störung oder arbeitete sein Geist schlicht noch an der Lösung eines bestimmten Problems? Kurt salutierte nicht, straffte sich aber und nahm Haltung an.

Melde gehorsamst, dass ich mich heute Morgen aus der Waffenkammer der hiesigen Einrichtung ausgerüstet habe, nachdem mir Techpriester Zunu Zugang gewährt hat. Sich dazu herabgelassen hat mir die Tür aufzuschließen... der kleine Schleimscheißer. Hab mich dabei vorläufig auf persönliche Ausrüstung beschränkt und werde heute Nachmittag daran gehen die anstehende Reise mit benötigtem Material zu planen. Diese persönliche Ausrüstung bestand aus einem Schutzanzug mit optionalem Helm und Luftfilter, sowie einem Lasergewehr. In der Kammer gab es alle möglichen exotischen Mordinstrumente und Kurt gedachte davon auch einige für die Reise einzupacken. Vorerst wollte er sich aber auf die Dinge beschränken, die er kannte. Ganz hatte er Abstand genommen von etwas, dass als Radium-Waffen bezeichnet wurde und auf deren extra versiegelten Aufbewahrungsraum ein hell leuchtendes Warnschild für Radioaktivität prangte.
Danke, aber nein danke!
Die Strahlung der Wüste reichte schon. Seine Wumme musste nicht auch dafür sorgen, dass ihm die Haare aus und die Eier abfielen.
Ich bin mit dem Lasergewehr geübt und treffe für gewöhnlich worauf ich schieße. Meine Königsklasse sind aber Revolver für den Nahkampf, wenn sie verstehen. Wenn man riechen kann was langemacht werden soll. Will nicht prahlen, aber damit schieß ich nem Grot ein Auge aus, während der ein Tänzchen aufführt. Will sagen, bin schnell und gut mit so ner Musspritze. Dummerweise haben die hier nichts in der Art in ihrem Lager. Ist alles feines Zeug, meisterlich und blinkt und blitzt wien Puff wenn der Blitz einschlägt.
Ähm… Entschuldigung wegen meinen Ausdrücken und alles, denke ich bin ein bisschen… na was man wohl so verroht nennt. Die Gefangenschaft, Horning, Krieg, sie verstehen. Arbeite dran.
Jedenfalls gab es da nichts so richtig in meiner Kragenweite, was Trommelrevolver angeht. Aber ohne ein paar anständige Eisen an der Hüfte bin ich nurn halber Mensch.
Ham Sie vielleicht die Möglichkeit da was Passendes mitn bisschen Munition aus Gohmor zu bestellen?
Wäre mirn echtes Anliegen.

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  Band von Bamarun
Geschrieben von: Die Stimme - 03-14-2019, 10:00 PM - Forum: Der Weltraum - Antworten (52)

Etwas geschieht, Herr!

Wenn das Madengezücht sterblicher Untergebener es wagte seine Konzentration zu stören, dann tat es dies für gewöhnlich aus gutem Grund. Selbst das war kein Garant für Überleben, denn seine Launen, so sehr er auch versuchte sie im Zaum zu halten um knappes Menschenmaterial zu schonen, verleiteten ihn des Öfteren zur Verschwendung.
Drücke dich klarer aus du Wurm. Ich hoffe du behelligst mich nicht wieder mit irgendwelchen Anmaßungen der sogenannten Flotte. Die sollen sich melden wenn ihnen klar ist wer das Sagen hat.
Nein Gebieter.
Erwiderte der Sprecher und versuchte das Zittern in seiner Stimme zu unterdrücken.
Ein Energieausschlag im Quarantänebereich.
Die Brücke der Schweigen war in ein stechendes Rot getaucht, was den Eindruck vermittelte, man befände sich im Inneren eines lebenden Organismus. Das eine Wand der Brücke von zuckender und pulsierender, biologischer Masse überwuchert war machte diese Wahrnehmung perfekt. Bei ihrer Flucht durch das Warp hatten einige der Schutzmaßnahmen sich als ungenügend herausgestellt und einen Teil der Brückenbesatzung sehr innig mit dem Schiff werden lassen. Die Funktionen hatte das kaum eingeschränkt, weswegen er Unde der Sinnende nicht als behebungswürdiges Problem angesehen hatte.
Dem blutigen Gesamtbild hatte er selbst seinen Pinselstrich hinzugefügt, als der sterbliche Kapitän der Schweigen ein für ihn ungesundes Maß an Eigeninitiative an den Tag gelegt hatte.
Alles war auseinander gefallen nach der Flucht und da er selbst nur mit zwei Brüdern auf diesem lächerlichen Hilfsfrachter zugegen war, hatte der Kapitän entschieden es wäre an der Zeit sich aus dem Würgegriff der alten Organisationsstrukturen zu befreien. Ein Fehler wie sich zeigte. Die Mannschaft stand nicht zur Gänze hinter ihm, sonst hätte es kritisch werden können. So verlor Unde einen seiner Brüder an einen Hinterhalt, bevor er persönlich den Kapitän zu seiner Entschlussfreude gratuliert und ihm den Kopf abgerissen hatte. Das dümmlich glotzende und langsam in Verwesung übergehende Haupt zierte nun seinen linken Schulterpanzer. Die verbleibenden Aufrührer hatte er in einem Akt der Gnade nicht exekutieren lassen. Jedenfalls nicht alle von ihnen.
Sie brauchten einem dem sie folgen konnten und er benötigte Menschenmasse. Warum nachtragend sein?
Unde erhob sich aus dem Kapitänsstuhl, der ächzend bekundete, dass er kaum dafür gemacht war das Gewicht einer Servorüstung zu halten. Mit einem Schritt war er bei der Konsole, welche den ungewöhnliches Energieausstieg vermeldet hatte.
Kam das schon einmal vor?
Nein Herr. Nicht in dieser Intensität und nicht mit dieser speziellen Ausprägung. Allerdings arbeiten nicht alle Messinstrumente mehr einwandfrei nach der letzten Eruption.
Der kahle Schädel Undes neigte sich herab, Mit malenden Kieferknochen musterte er die Anzeigen und sann nach.
Noch Freiwillige in der Zone?
Kein Kontakt mit dem letzten Trupp seit vier Stunden.
Noch eine Gruppe!
Ja Herr.

Knappe Befehle wurden in eine Sprechanlage gebellt und wenige Minuten später zeigte ein, von Störungen verzerrtes Kamerabild wie fünf zerlumpte Gestalten von Kriegern vorangetrieben wurden, die nicht weniger abgerissen wirkten, allerdings bewaffnet waren. Ein rostiges Schott wurde geöffnet und man stieß die Fünf hinein. Die Panzerluke wurde hastig hinter ihnen verschlossen. Unde stellte den Kapitänssessel noch einmal auf die Probe als er sich wieder in die Polster sinken ließ.
Er drückte einen Schalter auf der Armlehne und schlug mit der Faust darauf als keine Reaktion erfolgte. Seine Kraft hatte das Potenzial die Lehne zu zertrümmern doch er übte sich darin seinen Zorn zu dosieren. So konnte noch einmal Funktion durch Gewalt erzwungen werden,
Ein Großteil der Bildschirme zu seiner Linken blieb tot, doch einige funktionierten noch und leuchteten nun matt auf. Leider liefen nur mehr jene, die ihm wenig Einsichten in sein Studienobjekt gewährten. Immerhin sah er die Gruppe aus Probanden, wie sie stumm mit ihrem Schicksal haderten und sich dann durch die Flure auf machten.
Sie hatten keine sehr klaren Anweisungen. Eigentlich sollten sie nur den gesperrten Bereich durchwandern und am anderen Ende gegen den Auslass klopfen um entlassen zu werden. Das war bis jetzt nicht geschehen und Unde rechnete auch nicht damit das ihn diese Gruppe überraschte. Seine Ratten sollten das Labyrinth nicht durchlaufen, sondern lediglich eine Reaktion provozieren welche ihm neue Erkenntnisse lieferte, seine Instrumente mit neuen Daten fütterte.
Der närrische Kapitän hatte es loswerden wollen, weil er von Angst zerfressen gewesen war. Gewiss, es wäre dumm es unbesonnen zu gebrauchen, doch wenn er gewisse Dinge mit Klarheit wusste, würde er sich diese rohe Macht zu Eigen machen. Dann konnte die Führerschaft über das was von der Zufluchts- Flotte übrig war noch einmal ausgiebig diskutiert werden. Die Freiwilligengruppe verschwand aus dem Sichtbereich der funktionierenden Kameras.
Behalte die Anzeigen im Auge.
Ich will über jede Veränderung informiert werden.


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Von hier kommend


Sie hatten geübt, wie sie sich nach der Ankunft auf der anderen Seite verhalten sollten.
Ausschwärmen, sichern, kein klares Ziel bieten, angreifen und den Feind von Hunderten überzeugen wo nur ein Dutzend war.
Das Warp machte ihnen jedoch einen Strich durch die Rechnung.
Susen brach zusammen, das Gewehr entglitt ihr und sie übergab sich röchelnd. Der gewaltige Thel war von einer feinen Eisschicht überzogen, die von seinem Körper abplatzte. Er schien verwirrt und ging ziellos in verschiedene Richtungen, hieb nach unsichtbaren Widersachern. Andere zeigten sich ähnlich desorientiert. Einige lachten krampfhaft, andere weinten oder starrten verstört ins Nichts, als hätten sie Unsägliches gesehen. Vermutlich hatten sie das auch.
Einzig Rondo fing sich schnell wieder und machte dem Rest der Einsatztruppe Beine.
Quälend langsam fanden die Getreuen des Naradas zu ihrer ursprünglichen Form zurück und besannen sich ihrer Aufgabe.
Wären sie in Mitten von Gegnern materialisiert, selbst der Schreck über ein plötzliches Auftauchen aus dem Nichts hätte sie nicht davor bewahrt niedergemacht zu werden. So war ihnen das Glück hold. Ihre Körper wurden dennoch auf die Probe gestellt. Die unnatürliche Reise durch eine andere Dimension war dabei gewiss der Löwenanteil, doch auch eine leicht veränderte, künstliche Schwerkraft und der Tausch von Chemie geschwängerter Wüstenluft mit abgestandener, aufbereitetem Sauerstoff ließen den Metabolismus nicht kalt.
Sie befanden sich in einem Korridor, den nur sporadisch funktionierende Beleuchtung in ein diffuses Licht tauchte.
Beide Enden des Ganges verliefen sich im Dunkel und in regelmäßigen Abständen gingen Türen nach links und rechts ab.
Es war dreckig, der Boden von Müll bedeckt, die Wände mit Schmierereien übersät. Verwunderlicher Weise ließ sich unter dem Dreck ein einstmals grüner Teppich erkennen und die Wandtäfelung amte Holz nach oder war es gar echt?
Einstmals musste all das etwas hergemacht haben. Gegner waren keine zu sehen.

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  Eine Battletech Kurzgeschichte
Geschrieben von: Kogan - 11-11-2018, 10:03 PM - Forum: Kurzgeschichten - Keine Antworten

Es mag überirdisches Wollen oder evolutionäres Verwehren sein, doch der Mensch, so bin ich überzeugt, wird niemals befähigt sein göttliche Größe zu erlangen. Wohl aber hat die Zeit ihm die Mittel an die Hand gegeben seine eigenen Götter und Götzen zu erschaffen. Das dies Götter des Krieges sind belegt das angenommene Unvermögen zur wahren Größe. Ich sah zwei dieser menschengemachte Überwesen mit eigenen Augen, als ich etwa 10 Jahre alt war und auch wenn ich heute als alter Mann die rationalen und technischen Hintergründe dieser Begegnung zu verstehen vorgebe, bleibt dies in meiner Erinnerung doch eine Erscheinung der übernatürlichen Art.
Vergessen stand ich auf dem verödeten Marktplatz meiner Heimatgemeinde. Der Name dieses Ortes, wie auch die Welt auf der er lag, kann getrost verschwiegen werden, dürfte doch ohnehin niemand heute noch etwas damit anfangen können. Nichtbedeutung waren bieder Farben, allgemeines Desinteresse ihr Wappentier. Über diesen schützenden Mantel des Übersehenwerdens beschwerten sich viele Ansässige in Zeiten des Friedens. Als er ihnen jedoch weggerissen wurde und die kalten Blicke der Mächtigen, die nur in Ressourcen und strategischen Vorteilen denken, auf das kleine Städtchen fiel, da half weder Jammern noch Bereuen.
Die Avatare des Unterganges kamen und auf ihren stählernen Häuten waren Zeichen von Fraktionen tätowiert, von denen man uns sagte, diese sind eure Feinde und jene sind eure Beschützer. Wir aber hatten von den Feinden nie gehört und von unseren Beschützern nur wages Reden vernommen.
Die Geschichte wie ich während der Evakuierung des kleinen Kosmos, den ich Heimat nannte, vergessen und zurückgelassen wurde ist vielleicht des Erzählens wert, doch ich will es vorerst auf ein andermal vertagen. Für das zu Berichtende reicht es zu wissen, dass ich allein in Person und im Herzen nahe des Marktes stand und versuchte die Welt zu verstehen, die sich im Laut eines geschnippten Fingers so radikal gewandelt hatte. Während dieser schluchzenden Bemühung schritten die Duellanten auf den Platz. Einer kam die Bäckergasse emporgestapft und seine Schritte hinterließen tiefe Dellen in dem altehrwürdigen Kopfsteinpflaster. Die Farbe dieses Polyphem war die ungelöschten Kalks, marmorierend bearbeitet von Alter, überstandenen Kämpfen und ungeahnten Welten mit ihren klimatischen Unvorstellbarkeiten. Der langgezogene Schädel gemahnte auf sonderbare Weise an den eines skelettierten Pferdes und wie er so halslos zwischen den Schultern saß, verlieh er dem Mechanischen etwas Linkisches und Verstohlenes. Als wäre nicht jedes Gramm dieser tonnenschweren Mordmaschine schon Bedrohung, umklammerte seine Rechte ein Beil, dass dazu angehalten schien das Weltenrund selbst zu spalten. Unter jedem Schritt dieses Riesen gab die Glocke des nahen Kirchturms ein verhaltendes, fast wimmerndes Klingen von sich, als ahnte sie den Schrecken voraus, der hier loszubrechen anberaumt war. Von der anderen Seite, aus Richtung des Pfaffenweges, auf dem mich mein Großvater dann und wann den beladenden Rübenkarren hatte lenken lassen, kam sein Kontrahent. Der hier hatte die Farbe von Sand, der zu lange keinen Regen erlebt hatte und braune Schlieren ergaben ein Muster, welches wohl der Tarnung dienen sollte. Als hätte irgendjemand diese Giganten verstecken können. Um die Absurdität dieses Versuches zu krönen, war der Kam auf dem kastenförmigen Kopf des Ungetüms in strahlendem Rot gehalten. Von beiden Mordgestalten ging ein Geruch nach heißem Metall, gekochtem Öl und chemischer Alchemistenküche aus. Sie surrten und zischten, die Luft über ihren Leibern flimmerte von der, wie mein Kindesverstand überzeugt war, Höllenglut die beide beseelte. Ich duckte mich hinter den Sockel einer Mauer, als ob mich kleine Amöbe dies vor den Augen der Monstren verborgen oder vor ihren Untergangswaffen geschützt hätte. Die beiden Götter hielten inne, drehten die Oberkörper einander zu und schienen Maß zunehmen.
Der Andeutung von humanem Aussehen spottend, war die Rechte des rot behäupteten Titanen gleich eine einzige Waffe, deren gähnende Mündung mir finster wie ein Brunnenschacht schien und unvermittelt ihres einzigen Daseinszwecks zugeführt wurde. Der folgende Donnerschlag hüllte mir die Klänge für den Rest des Erlebten in dumpfe Watte und steigerte noch den Eindruck Zeuge eines Nachtmahrs zu werden. Gleichviel, der erste Schuss dieses Streitens ging fehl und sprengte ein Wagen großes Loch in den Kirchturm, der mir bis dato ein unterbewusstes Symbol der Unvergänglichkeit gewesen war.
Der Axtträger antwortete auf diese Eröffnung mit mehr Präzision und entfesselte seinerseits einen brüllenden Schuss, begleitet von glühenden Lichtlanzen. Was den Kirchturm so mühelos durchschlagen hatte ließ metallenes Fleisch von der Schulter des Kamträgers spitzen und verflüssigt in Bächen herabschmelzen. Der Getroffene taumelte rückwärts und schmetterte in das stolze Gebäude der Ratsbörse. Dieses knirschte und ächzte in seinen Grundfesten, hielt dem Ansturm jedoch trotzig Stand. Sich mühsam wiederaufrichtend und dabei mehr Steine aus der Fassade reißend und Fenster bersten lassend, sprangen in der Brust des angeschlagenen Titanen Klappen wie Springteufel auf. Ich war davon überzeugt er wolle wie Kapitän Ahab sein feuriges Herz auf den weißen Widersacher abschießen und dieser, in ihm brodelnde Hass sollte den Bruder des Leviathans versengen und verschlingen. Ein Schwarm fauchender Insekten entrang sich der so geöffneten Eisenbrust und zischte auf den Axtträger los. Schon während des Flugs bissen diese Schwärmer nacheinander und einige explodierten, andere verloren das Ziel aus den Augen und richteten mehr Zerstörung in der Wiege meiner Kindheit an. Die die trafen, erblühten wie Rosen, die graue Krater nach dem Welken zurückließen.
Solch Entgegnung erfüllte den weißen Axtträger augenscheinlich mit Zorn, denn auf brüllender Höllenflamme erhob er sich in die Lüfte, seinen Feind nun endlich auf Armeslänge zu zerreißen. Das schreiende Licht und die Hitze entfesselter Sonnen brandete über mich hinweg, riss mir den Atem aus den Lungen und sengte mir Augenbrauen und Kopfhaut an. Heute denke ich, dass ich mein Augenlicht nur dem Umstand verdanke, dass es mir durch den zufälligen Winkel meines Blickes unmöglich war die Quelle jener Kraft zu sehen, die einen solchen Götzen aus Metall und Zerstörungswillen die Möglichkeit gibt der Erdgebundenheit zu entsagen. Der sauber geharkte Sand des Bürgersteigs neben der Bäckergasse wurde zu Glas, der Rand des pfarrhäuslichen Gartens, mit seiner penetranten Hecke verging zu Asche. Die Kirchbäume, nach dem häufigen Beschwören des Gottesmannes noch aus der Gründerzeit, loderten auf wie angerissene Schwefelhölzer.
All das schien den kurz Gestrauchelten wenig zu beeindrucken, denn er hob den Waffenarm und sandte seine Antwort wider des anspringenden Feindesmuts. Der Schuss saß in der Körpermitte des Axtträgers und fetzte funkensprühende Ummantelung davon. Fällte ihn nicht, brachte ihn gleichwohl soweit von seiner Flugbahn ab, dass die andernfalls tödliche Axt nicht das endgültige Fanal wurde. Gleichwohl schmetterten beide Kontrahenten ineinander und so man Hoffnung hätte hegen können, dass die Ratsbörse durch Restauration dereinst das Geschehene vergessen mochte, machte dieses Zusammenprallen solches Wollen zunichte.
In Schutt und Inneneinrichtung brach das Haus zusammen und während mich die Wolke des Staubes überrollte verkamen die Kämpfenden zu Silhouetten. Erhellt vom Stroboskoplicht ihre, aus nächster Nähe abgefeuerten Waffen und kommentiert vom Fauchen, Krachen und Kreischen zweier ringender Idole des Krieges. Der Schleier riss auf und ich sah den Nahkämpfer erneut sein Beil schwingen und dieses Mal blieb dem anderen nur den Arm hochzureißen und den Hieb durch einen eingesteckten Treffer in die Extremität abzufangen. Die Waffe verkeilte sich im aufgerissenen Arm des anderen. Schwarzes und blaues Kühlmittelblut spritzte als wäre hier tatsächlich eine Arterie zerfetzt wurden. Der so Verstümmelte brachte die Rechte hoch um die angeschlagene Mitte seines Feindes aus nächster Nähe zu attackieren. Doch wie ein Ringer packte der andere mit der freien Hand die Symbiose aus Arm und Kanone und drückte sie zur Seite. Welche titanischen Kräfte mussten sich da miteinander messen?
Zur Tödlichkeit zweckentfremdetes Licht wurde zwischen ihnen ausgetauscht und schnitt weitere Brechen in die Körper. Schließlich rammte der Kamträger seinen Widersacher mit dem Kopf, wie es ein Barraufbold oder ein Rummelplatzboxer vielleicht getan hätte, um aus einer derartigen Umklammerung zu entkommen. Es gelang, denn der inzwischen keineswegs mehr weiße Streiter strauchelte rückwärts, wie benommen. Seine Nahkampfwaffe gab er dabei jedoch nicht Preis und die Befreiung kam für seinen Gegner zum Preis des eigenen Armes. Denn der riss an der Stelle ab, wo die Axt getroffen hatte. Beide gaben fast gleichzeitig jeweils einen Schuss aus ihren schweren Geschützen ab. Der eine aus der Brust, der andere mit dem ausgestreckten, verbleibenden Arm. Der Axtträger wurde am Bein getroffen und was er dort noch an Panzerung hatte wurde abgeschält. Was blieb war eine dürre Konstruktion, die das Gewicht dieser Maschine unmöglich halten zu können schien und an eine brachiale Verletzung gemahnte, die das Knochengerüst frei sichtbar ließ. Tatsächlich knickte er ein, versuchte sich an einem Mauerrest der Börse abzustützen, deren Halt jedoch illusorisch war und prompt zusammenstürzte.
Der Axtträger ging in die Knie.
Doch auch sein Schuss hatte aus solcher Nähe nicht fehl gehen können. In der Brust des Beschossenen klaffte ein Loch, im welchen erst kleinere Explosionen tobten und aus dem sich dann eine ölig schwarze Rauchsäule gen Himmel schlängelte. Die mechanische Gestalt durchzuckte es wie bei einer Spastik und so dies die Gelegenheit gewesen wäre seinen knienden Todfeind zu zerschmettern, trat er mit ruckartigen Bewegungen den Rückzug an. Nachdem er einige Meter gemacht hatte, feuerte er auf den anderen aus seinem Rücken heraus. Selbst in der Flucht waren diese Ungeheuer noch befähigt rittlings Verderben zu speien.
Die Schüsse gingen gleichwohl fehl oder genügten nicht das Begonnene zu beenden.
Der Axtkämpfer mühte sich derweil auf die so dünn wirkenden Überreste seines Beines zu kommen. Auch er schien nicht erpicht darauf oder auch nur befähigt dem Feind nachzusetzen Er hinkte in die Richtung aus der er gekommen war.
Dieses Aufeinandertreffen hatte vielleicht zwei Minuten gedauert und es hatte den Kern unserer kleinen Gemeinde verwüstet. Direkt durch die Treffer und indirekt durch die Feuer, die nun allerorten loderten. Ich habe nie herausgefunden ob das Zusammentreffen der Krieger ein Zufall war oder warum sie den Kampf abbrachen, wo doch beide an der Schwelle dazu standen den jeweils anderen niederzustrecken.

Ich bin heute ein alter Mann und inzwischen weiß ich natürlich was ein Mech ist und dass Menschen diesen Golems mit ihrem Hass Leben einhauchen. Solches Wissen hat jedoch für mich nie die alptraumhafte Surrealität des damals Erlebten geschmälert.
Ich verlor meine Heimat und den kindlichen Blick auf die Welt. Bestenfalls noch ein Trost, dass meine bangenden Eltern den einzigen Sohn nicht einbüßten. In den Wirren der Evakuierung wurden wir wiedervereint. Die Welt meiner Geburt sah ich jedoch nie wieder.

All das ist nun über sechzig Jahre her, ohne dass sich etwas daran geändert hätte, dass das Universum im Rot vergossenen Blutes und brennender Städte eingefärbt wird. Denn der Mensch ist zu seiner eigenen Verdammung nur fähig Götter des Krieges zu schaffen.

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Geschrieben von: Estelle - 08-16-2018, 12:07 AM - Forum: Spam und Co - Antworten (2)

Ich habe mal wieder etwas Werbung für das Forum gemacht. https://www.gw-fanworld.net/showthread.p...15-Der-LKW Ich habe dafür das Abenteuer vom Professor Schnabelmayer und Sequoyah verwendet. Eigentlich müsste ich dafür Lektorengehalt bekommen. :] 24 Seiten und 12100 Wörter. Nur ein paar waren davon Einleitung von mir. Ich habe ein bisschen was verändert, aber nur Wortwiederholungen und Rechtschreibfehler. Nichts am Inhalt oder so. Wir sollten überlegen aus dem Forum ein Hörbuch für youtube oder so zu machen. Big Grin

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