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Forum: InGame Offtopic
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Forum: Neuigkeiten
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Letzter Beitrag: Ralph Duhaney
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| Juliett Cane |
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Geschrieben von: Juliett - 08-11-2010, 05:10 PM - Forum: Motorisierte Einheiten
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![[Bild: 3b858207e552ce9edf88db39880f36c2.jpg]](http://www.ld-host.de/uploads/images/3b858207e552ce9edf88db39880f36c2.jpg)
Name: Cane
Vorname: Juliet Sara
Rekrutierungsidentifikation: C00652-990KopS
Regimentszugehörigkeit: 324. Seluran
Rekrutierungsdatum: 892.990.M41
Rang: Spezialist
Status: +++aktiv+++
Geburtstag: 582.974.M41
Geburtsort: Seluran VI; Kopian Secundus
Metamensch: Nein
Mutation: Nein
Geschlecht: weiblich
Größe: 152cm
Gewicht: 46kg
Augenfarbe: braun
Haarfarbe: rotbraun
Einheit: 3. Leichte Aufklärer
Funktion: Sentinelpilot
Kampfeinsätze: Panaallandung; siehe Querverweis Pa992.M41-00655
Gimurainiederschlagung; sie Querverweis Gi994.M41-00012
Auszeichnungen: Orden der Adlerklaue; Ordinarius Adler; Dreifacher Schädel
+++Verlegt nach Koron III; Eingliederung in PVS Verbände; Garnisonsstationierung Gohmor+++
„Aussehen….diese Blödmänner“ murmelte Juliett. Sie ärgerte sich noch immer über diese Schreibtischheinis aus dem Arsenal. Sie mochte vielleicht nicht ganz dem imperialen Gardemaß entsprechen, okay sie war die kleinste…das war sie schon immer irgendwie gewesen. Sie war auch nicht nur klein, sie war auch noch zierlich und dünn, ja schon fast mager. Dummerweise war ihr sie auch nicht das, was man von einer Veteranin erwartete, ihr etwas rundliches Gesicht, die großen rehbraunen Augen und die kleine Stupsnase, das alles ließ sie nicht gerade älter erscheinen. Ihr freundliches Gesicht wurde von einer rostbraunen Mähne gerahmt, die fast immer in losen Strähnen im Gesicht hing und in einem enorm langen Zopf endete. Sie verfluchte zum hunderttausendsten mal ihr Aussehen und dann auch gleich noch ihr Geschlecht mit. Sie hätte gerne mit Samuel, dem Mann vor ihr in der Reihe getauscht. Riesig wie er war, mit der beeindruckenden Narbe im Gesicht und einem Bizeps über den andere Männer sich als Oberschenkel gefreut hätten. Nein, sie seufze, klein Juliett war nun mal als fröhlicher, rothaariger Kobold zur Welt gekommen und es sah ganz so aus als sollte sich das nicht ändern. Trotzdem, sie ärgerte sich jedes Mal über die doofen Sprüche: „Hier auf Koron III schicken wir keine Kinder in den Krieg.“ Äffte sie den Gefreiten nach. „Bei dem Aussehen…“ Samuel musste lachen „Hey Kleine, lass dich doch von den Affen nicht ärgern.“ Sie grinste und trat ihm spielerisch vors Schienenbein. Na ja irgendwie konnte sie die beiden ja sogar verstehen, sie hatten vermutlich den langweiligsten Job der ganzen PVS.
Die Ausrüstung und Kleidung für Rekruten und eingegliederte IAler auszugeben war sicher nicht besonders Spannend. Wenn dann auch noch zu klein geratene Veteranen für Verzögerungen sorgten, weil man keine passende Ausgehuniform für sie fand, dann musste man sich eben solche Sprüche anhören. Nun aber hatte sie ihre Uniform, sie war erstaunt wie schön diese aussah, ja gerade zu prächtig. Das schöne kräftige Blau gefiel ihr, gerade weil es weniger martialisch wirkte als das Stahlgrau der Seluranischen Verbände. Die anderen Dinge die ausgegeben wurden waren mit dem üblichen Standart vergleichbar. Ihre Laserpistole hatte sie als persönliche Waffe eintragen lassen, nachdem zum Glück auch der hiesige Offizier, der die Waffenausgabe überwachte erkannt hatte das ihr mit der schweren Maschinenpistole die sonst für Fahrzeugbestzungen vorgesehen war nicht geholfen war. Kleinere Dehnungen des Reglements sind für Sentinelpiloten durchaus üblich. Zwar wird weder in der Imperialen Armee noch in irgendwelchen PVS Einheiten Eigeninitiative gefördert, doch Sentinelbesatzungen stellen hier eine Ausnahme dar, da sie oft allein weit vor der eigentlichen Streitmacht operieren müssen. Das sich dann ausgerechnet bei ihnen die Eigenbrötlerischsten versammeln dürfte wohl kaum einen verwundern. Wie die meisten Piloten verbringt Juliett den Großteil des Tages bei ihrer Maschine, eigentlich mehr in ihrer Maschine, oder in der Maschine eines anderen. Wie alle Maschinenbesatzungen, die ihre Zeit mit Wartungsarbeiten verbringt findet man sie meist in Overall oder Latzhose vor. In der Hand einen Werkzeugkasten, im Gesicht eine Ölspur und ein fröhliches lächeln.
Ihr Sentinel, ist wie man sich leicht denken kann ihr besonders ans Herz gewachsen. Es handelt sich hier um die Standartausführung des Seluranischen Dropsentinels. In seiner Form ist er dem der Elysianer ähnlich, allerdings handelt es sich um eine geschlossene Version, um das zusätzliche Gewicht auszugleichen musste man auf einen externen Gravschirm zurückgreifen, anstatt diesen integrieren zu können. Eine liebevoll gepflegte Maschinenkanone stellt die Hauptbewaffnung des Läufers, ein Schriftzug verrät ihren Namen: „Koboldgruß“ darüber hinaus verfügt er über eine Einmallafette mit der eine Sprengrakete verschossen werden kann. Tarnnetz, Nebelwerfer, Infrarotoptik und die Möglichkeit für eine sehr begrenzte Zeit die Wärmesignatur zu unterdrücken machen ihn zu einem idealen Aufklärer. Die Unterdrückung des Wärmeausstoßes hat allerdings sehr enge Grenzen, zum einen ist dies nur im Standbymodus möglich zum anderen wird es dann in der Fahrerkabine ungemütlich warm. Die üblichen Verdächtigen einer Aufklärungseinheit finden sich natürlich auch im Sentinel, wie Fernglas, Funk und Werkzeugset. Man kann sich sicher gut vorstellen, wie viel Platz dann noch in dem Läufer bleibt, wenn Proviant und Munition für den Einsatz dazu kommen.
Zu den Charaktereigenschaften eines Piloten sollte jedenfalls nicht Klaustrophobie gehören. Juliett hat dieses Problem jedenfalls nicht, ganz im Gegenteil, sie mag es wenn es eng ist. Kopfüber in einem Motor zu hängen und zu schrauben das ist ihre Welt. Wenn sie dann lachend wieder ans Tageslicht kommt, verschmiert und mit zersaustem rotem Haar erklärt sich gleich woher ihr Spitzname „Kobold“ kommt. Sie ist weniger eigenbrötlerisch als die meisten Sentinelpiloten, sie mag Gesellschaft. Sie kann über fast alles und mit beinahe jedem lachen. Ihr lustiges äußeres zusammen mit ihrem verschmitzten Charakter haben sogar schon mal einem Kommissar ein Lächeln abgerungen. Unwichtigere Dienstvorschriften wie die über die maximale Länge des Haares sind ihr meist egal, zu ihrem Glück werden bei den Aufklärern solche „Verschrobenheiten“ toleriert. Ihr sonniges Gemüt scheint jedoch ab und an zu verfliegen, sie scheint dann geistesabwesend meist in Gedanken an die Schlacht im Solongetal und die furchtbaren Verluste.
Wenn sie sich ärgert, so ist dies meist von kurzer Dauer, was sie jedoch regelmäßig auf die Palme bringt, sind blöde Bemerkungen über ihre Größe.
Wer ihre Fähigkeiten jedoch respektiert, der darf sie auch ungestraft Kobold nennen. Sie wollte nie bloß das Regimentsmaskottchen sein, etwas was sie ebenfalls auf die Palme brachte. Die felsenfeste Behauptung einer Chimärenbesatzung, das sie ein echter Glücksbringer sei hatte ihr diese Ehre verschafft. Die Chimäre „Deus vult“ war vorher ein echtes Sorgenkind ihrer Besatzung gewesen. Es spricht jedoch für ihre Fähigkeiten als Mechanikerin, das sie auf diese Weise zum Maskottchen wurde. Tatsächlich interessiert sie sich für alles was Öl als Nahrungszusatz braucht, den Vorteil, den diese Fähigkeit für eine weitgehend autonom agierende Einheit bringt ist nicht von der Hand zu weisen. Ihr Verständnis für Maschinen halfen ihr sehr eine gute Pilotin zu werden. Schießen an sich kann sie ganz gut, allerdings nur, solange sie den Rückstoß der Waffe nicht mit ihrem Körper abfangen muss. Hierbei sind ihr insbesondere Granatwerfer ein Graus. In der Grundausbildung gehörte es leider dazu mit dem Granatwerfer zu schießen. Nach dem Schuss sah sie einen sich kaputt lachenden Ausbilder über ihr stehen der sie fragte ob sie oder die Granate weiter geflogen sei. Laserwaffen sind ihr da schon deutlich lieber und ohne Rückstoß ist an ihren Zielfähigkeiten auch nichts zu meckern. Noch schlimmer als Granatwerfer schießen war Nahkampf, sie kam nicht mal an ihre Gegner an, ihre Arme waren einfach zu kurz. Allerdings bewies sie auch hier die Fähigkeit alle zum lachen zu bringen, in dem sie versuchte die Schnürsenkel ihres Kontrahenten zusammenzubinden.
Ihr Lebenslauf war wirklich schon ein merkwürdiger, dachte sie und musste selber lächeln. Sie war auf Seluran geboren worden, ihr Vater besaß eine recht große Werkstadt in einem etwas heruntergekommenen Teil der Makropole. Sie hingegen besaß dafür drei ältere Brüder, was manchmal gut, aber meistens anstrengend war. Ihre Mutter war schon bald nach ihrer Geburt an einer Herzkrankheit gestorben und so wuchs sie unter Männern auf, denn in die Werkstatt verirrten sich nur äußerst selten Frauen. Die Versuche einer Tante sie zum Mädchen zu erziehen scheiterten schon allein daran kläglich, das es für ein kleines Kind in einer Werkstatt einfach viel mehr zu entdecken gab als bei einer Tante die Kleider nähte und wo nichts angefasst werden durfte. Ihr Vater hingegen, den seine kleine Tochter schon allein wegen ihrer roten Haare an seine verstorbene Frau erinnerte hatte sie gern um sich. So lernte sie das Schrauberhandwerk von klein auf. Auch später wurde nie ein richtiges Mädchen aus ihr. Sie spielte nur mit Jungs und wurde unter Männern groß. Ihr Vater war sehr zum entsetzen seiner Schwester stolz auf seinen „Kobold“. „Ha!“ pflegte er zu sagen „mein Mädchen wünschen sich andere als Jungen.“ Niemand verlangte von ihr das sie kochen lernte, es hätte ihr sowieso kaum jemand bei bringen können, niemand beklagte sich, wenn sie sich genauso dreckig wie die anderen an den Tisch setzte. Man kann wirklich sagen das sie eine glückliche Kindheit hatte. Als sie älter wurde und naturgemäß sich ein Interesse an Jungen entwickelte ließ sie sich das Haar lang wachsen. Ihr zweitältester Bruder verpflichtete sich sehr zum Stolz ihres Vater bei der Imperialen Armee. Ihr Vater, ein Bär von einem Mann war selber einst bei den Seluranischen Sturmverbänden gewesen. „Das sind echte Männer, wer durch die Hölle gegangen ist der weiß wovon er redet!“ stolz zeigte er dann seine Narben aus dem Gefecht. In diesem etwas heruntergekommenen Teil der Makropole meldeten sich all jene zur Armee die keinen Job fanden und so war es kaum verwunderlich das sich der Grossteil ihrer Freunde einschrieb. Sie hatte Angst was ihr Vater sagen würde, wenn sie ihm mittelte das sie auch zur Armee wollte. Doch letztendlich traute sie sich ihn zu fragen. Sie selbst war überrascht das ihr Vater dies guthieß, hatte er doch sonst sie gern in seiner Nähe gehabt. Doch dieser lachte nur auf ihre Frage hin. „Ich wollte nur nicht das du zu irgend so einem verweichlichten Püppchen wirst, das passiert dir bei der IA nicht.“ Tatsächlich war er es der nach Abschluss ihrer Grundausbildung am meisten damit prahlte. Die Armee und sie passten von Anfang an irgendwie gut an einander, zum einen gab es hier nicht viele andere Frauen und die meisten waren ähnlich burschikos wie sie. Durch ihre entspannte Art mit Männern umzugehen und ihr technisches Vorwissen lebte sie sich gut ein. Nach ihrer Ausbildung wurde sie direkt zu den Sentinelaufklärern versetzt. Ging es ihr vorher schon gut, so schien es ihr hier als habe sie ihren Platz gefunden.
Schon bald darauf wurden sie in ein Kriegsgebiet verschifft. Auf Panaal hatten Aufständische die Kontrolle übernommen, allein die Arbitesfestungen hielten noch aus. Seluran sandte achtzig Regimenter aus um die Imperiale Armee in ihren Bemühungen zu unterstützen. Der Grossteil der Regimenter waren Luftlandespezialisten, welche auf der Nordhalbkugel ein riesiges Netzwerk von Bunkeranlagen einnehmen sollte. Die Landung war ein Grossunternehmen von gigantischem Ausmaß und mit einer für die Imperiale Armee ungewöhnlichen Präzision. Obwohl die Seluraner mitten in den Schwerbefestigten Gebieten landeten waren die Verluste erstaunlich gering.
Juliett war eine der ersten, die als Vorhut landete, mitten in der Polarnacht. Sie hatte kaum das Gravgeschirr von ihrem Läufer abgekuppelt, als sie auch schon Bewegungen in den weitläufigen Bunkeranlagen ausmachte. Ein Spähposten sah aus einer der Luken und versuchte zu eine Waffe in den Anschlag zu bringen. „Feuer nach eigenem ermessen!“ knarzte das Funkgerät. Sie zielte und schoss, ihr erster Abschuss entlockte ihr ein bösartiges Kichern. Die Aufklärer setzten sich in Bewegung und umrundeten in einiger Entfernung die Anlage. Informationen über Feindstärke und Befestigung wurden weiter gegeben. Während nun die Infanteriezüge landeten und sich eilends formierten hatten sie schon die Rückseite des Komplexes erreicht und sich zwischen einigen verkrüppelten Bäumen versteckt. Sie waren so nahe am Feind, das sie die Alarmsirenen im Bunker heulen hören konnten. Plötzlich meldete ihr Gruppenführer Feindkontakt von der Rückseite des Wäldchens, augenblicklich setzen sie sich in Bewegung. Verstärkung war im Anmarsch, der Feind wollte die Bunkeranlage mit zusätzlichen Kämpfern bemannen. Die Soldaten saßen auf leichten Schneemobilen, meist um die zehn Mann auf einem. Schwerere Fahrzeuge waren nicht zu sehen. „Ziel erkannt. Feuerfrei!“ die fünf Läufer eröffneten das Feuer, das scheinbar für die anrückenden Truppen völlig unvermittelt kam. Es war ein furchtbares Durcheinander im Dunkeln, doch dank ihrer hochentwickelten Optiken waren sie klar im Vorteil. Das Chaos nutzend vernichteten sie neun der ankommenden Transporter. Die Infanterie hatte schon längst den Kampf um die Bunker begonnen und brachte nun im blutigen Häuserkampf mit Flammenwerfern und Granaten den Tod zum Feind. Als am nächsten Tag um die Mittagszeit kurz die Sonne aufging bot sich den Seluranern ein grausiges Bild. Sie hatten ihren Feind in dieser Stellung in nur einer Nacht restlos vernichtet. Doch jetzt begann der eigentliche Bodenkampf. Nachschub wurde über den Luftweg geliefert und sobald sie aufmunitioniert hatten begaben sie sich als Vorhut wieder ins Feld.
Der Feldzug verlief kurz und blutig, immer waren genug Sprungtruppen vorhanden um jeden Krisenherd binnen einer Stunde zu verstärken. Der ganze Einsatz bekam daher den Namen Panaallandung, den tatsächlich waren es mehrere präzise Landungsunternehmen, die dem Feind schon in den ersten beiden Wochen das Rückgrat brachen. Julietts Einheit wurde für ihre geglückte Landungsoperation mit dem Orden der Adlerklaue ausgezeichnet.
Konnte sich bald der Grossteil des Regiments beim Garnisonsdienst langweilen, so galt dies nicht für die Sentinelschwadronen diese machten Jagd auf die letzen verbliebenen Rebellennester in der Wildnis.
Nach rund anderthalb Jahren wurde der Einsatz für beendet erklärt und ihr Regiment wurde zu einem anderen Kriegsschauplatz verschifft.
Gimurai war ein riesiger mit Minen durchzogener Gesteinsklumpen, dessen Oberfläche zumeist tot und leblos war. Giftige Bergbauabwässer waren die einzigen Flüsse auf diesem öden Planeten. Der Gouverneur hatte die Kumpel immer weiter ausgebeutet, bis die Lebensbedingungen absolut unerträglich wurden und diese sich in einem Aufstand erhoben. Beim Anblick der Gimuraianischen PVS fragte sich jeder wohin die gigantischen Mittel, die dieser Planet eigentlich abwerfen musste geflossen waren. Die kümmerlich ausgerüsteten Gestalten konnte man kaum als Soldaten eines technologisch fortschrittlichen Planeten ausmachen. Die imperiale Armee landete mit der ihr eigenen Wucht auf dem Planeten. Zusammen mit der einheimischen PVS begegneten sie dem Aufstand. Die erste Schlacht war kurz und ohne nennenswerte Verluste, wehrlose Arbeiter, die von professionellen Soldaten dahin gemetzelt wurden. Widerstandslos stießen die Imperialen Armeen vor. Doch dies war der Augenblick auf den der Gouverneur gewartet hatte, urplötzlich tauchten schwerbewaffnete PVS Regimenter auf, doch sie waren eindeutig mutiert. Die kümmerlich ausgerüsteten Regimenter und die Bergarbeiter waren die verbliebenen Loyalisten auf Gimurai. Die dem Chaos anheim gefallene Regierung hatte der Imperialen Armee eine Falle gestellt, sie war in ihrem Wahn allein auf Krieg aus, gleichgültig auf wessen Boden er stattfand Hauptsache imperiale Soldaten fanden den Tod. Nicht auf den plötzlichen Verrat vorbereitet wurden die Imperialen hart getroffen. Unglücklicherweise befand sich das 324. Seluran gerade am Boden und wurde von zwei Regimentern die ihren Vorstoß eigentlich flankieren sollten in die Zange genommen. Doch auch die Anhänger der Dunklen Götter sollten heute noch eine Überraschung erfahren, denn die Seluraner überwanden ihren Schock erstaunlich schnell und klammerten sich zäh an die versuchte Deckung. Die ausgedehnten Abraumfelder wurden nun zu einem Kriegsplatz auf dem sich die Erzfeinde gegenüber standen. Julietts Einheit erwies sich als tödlich, die unübersichtlichen Halden waren ein ideales Gelände für die Sentinels. Doch auch wenn sie verheerende Verluste verursachten, so begann sich mehr und mehr die zahlenmäßige Überlegenheit auszuwirken. Einen nach dem anderen erwischte es die Läufer, bis Juliett allein von ihrer Einheit übrig blieb. In unbändiger Wut bekämpfte sie die Chaoskultisten, spielte ein tödliches Versteckspiel wissend das es spätestens mit dem Ende ihrer Munition vorüber sein würde. Sie schoss nur noch einzelne gezielte Schüsse, benutzte ihre Maschinenkanone als überdimensioniertes Scharfschützengewehr. Sie hatte nur noch elf Schuss als plötzlich Verstärkung in Form weiterer Luftlandetruppen eintraf. Am Ende des Tages hatte sie keine einzige Kugel mehr im Magazin und von ihrem Regiment hatten gerade einmal 128 Mann überlebt und nur 29 waren noch Kampffähig. Das 324. Seluran gab es nicht mehr. Sie wurde wie der Rest des Regimentes mit dem dreifachen Schädel ausgezeichnet und erhielt außerdem den Ordinariusadler. Der Krieg wurde fortgeführt, Einheiten wurden zusammengelegt um temporäre Kampfverbände zu bilden. Schritt für Schritt errangen die Imperialen die Oberhand. Juliett absolvierte eine Unmenge gefährlicher Aufklärungsmissionen in den nächsten vier Jahren, dann endlich fiel auch die letzte Bastion der Ketzer. Die temporären Verbände wurden aufgelöst und neue Regimenter wurden aus ihnen gebildet. Doch es gab auch überhänge, das alte 324. Seluran war ein solcher Überhang. Was sollte man mit einem Regiment anfangen das aus nur noch 31 Soldaten bestand? Der Resteverwerter hatte den Namen PVS und der Planet hieß Koron III. Hier war sie nun also, sie freute sich richtig auf einen ruhigen Garnisonsdienst.
Zusammenfassung:
Name: Juliett „Kobold“ Cane
Zugehörigkeit: PVS Koron III, Sentinelpilotin
Alter: 24 Jahre
Aussehen: klein, dünn, rotes Haar, braune Augen
Kleidung: meist ein ölverschmierter Overall
Waffen: Laserpistole
Sentinel: Maschinenkanone und Einmallafette
Charakter: fröhlich, offen und hilfsbereit
Fähigkeiten: Mechanikerin, Pilotin (Sentinel), Schießen (alles was keinen Rückstoß hat)
Konto: 412 Schekel
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| ich wünsch mir was |
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Geschrieben von: Selenja - 08-09-2010, 10:46 AM - Forum: Von Schreiber zu Schreiber
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Moin,
da ich nichts vergleichbares gefunden hab, hab ich mal die Rubrik ich wünsch mir was aufgemacht.
Ich wünsche mir nämlich das ich auch dieses schicke Rasankur Bild in meiner Sigi hätte...da hab ich mal die Frage wo man das denn finden kann...
Gruß und dank Selenja
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| Haster |
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Geschrieben von: Haster - 08-09-2010, 04:29 AM - Forum: Abwesenheiten
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Hab' momentan viel um die Ohren.
Glücklicherweise bin ich ja noch alleine, Post kommt also sobald ich Zeit habe.
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| Ezequiel abwesend |
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Geschrieben von: Ezequiel - 08-08-2010, 04:03 PM - Forum: Abwesenheiten
- Keine Antworten
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Hi Leute,
bin von heute bis kommenden Freitag nicht da, die Woche darauf, das gleiche Spiel. Ergo kann ich nur am Wochenende wieder etwas beitragen.
lg
Eze
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| Wem gehört welcher Charakter? |
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Geschrieben von: Selenja - 07-29-2010, 04:31 PM - Forum: Von Schreiber zu Schreiber
- Antworten (6)
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Moin euch allen,
mich würde mal interessieren welcher Char zu wem gehört, das könnte ja vielleicht auch einweing helfen Eigeninitiative zu entwickeln, wenn man wenigstens weiß wen man ansprechen kann und wer noch welchen Char in der Versenkung rumfliegen hat....
Ich fang einfach mal an, meine Chars:
Claire
Seya
und Selenja (PN`s bitte hier)
Liyon erreicht man auch über mich, der Char gehört meinem Mann
Gruß Selenja
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| Büro der PVS-Polizei |
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Geschrieben von: Cassian Khline - 07-28-2010, 12:22 AM - Forum: Gamarai-Kaserne
- Antworten (3)
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-> Büro
Die dieser Besuch einen offizielleren Charakter als die Ermittlungen in der Unterstadt hatte, erlaubte sich Cassian, einen schicken, schwarzen Wagen mit viel Kraft unter der Haube vom Parkplatz zu nehmen. Nachdem er sich, und vor allem den Wagen, beim Pförtner ordnungsgerecht abgemeldet hatte, brauste der schwarze Schlitten über die, zu dieser vorfeierabdendlichen Zeit freien Straßen in Richtung der Gamarai-Kaserne.
Die Kaserne der PVS hob sich schon von weitem vom restlichen Makropolbild ab. Es war ein beeindruckender Bau, dessen gesamte Ausmaße von Außen nicht annähernd zu überblicken war. Die vierspurige Straße, die auf das große Tor zwischen den hohen Mauern zuführte war schon Zeugnis genug für den Betrieb, der hier von Zeit zu Zeit herrschte. Langsam ließ Cassian den schwarzen Wagen vor dem Pförtnerhäuschen, welches erstaunliche Ähnlichkeiten mit dem der Arbites-Kaserne hatte, ausrollen. Während ein Soldat an das Autofenster herantrat, wurde er von einem zweiten Soldat, der seinen Zwo-Einser locker in der Armbeuge hielt, gedeckt.
Cassian ließ das gepanzerte Fenster herunter und hielt dem Wachsoldaten wortlos seinen Dienstausweis entgegen. Die Reaktion des Soldaten würde Cassian schon einigen Aufschluss darüber geben, wie die PVS dem Arbites gegenüber stand. Der Soldat musterte den Ausweis, erst mit kaum verborgenem Unverständnis, bis dann plötzlich das Erstaunen des Erkennens wie eine Welle über sein Gesicht glitt.
Sobald der Wachsoldat verstanden hatte, rollte Cassian wieder an und fuhr auf den großen Hof der Kaserne, ohne die Soldaten, welche ihm noch einen Aufpasser zur Seite stellen wollten, weiter zu beachten. Das letzte, was der Arbitrator hier gebrauchen konnte, war eine offizielle Begleitung, die allen, mit denen Cassian sprechen wollte, einen Maulkorb verpasste.
Das erste Ziel, welches Cassian mit einigen Umwegen ansteuerte, war die Waffenkammer der Makropole. Der dort dösende Stabsfeldwebel war von dem unangemeldeten Besuch vollkommen überrascht und reagierte zuvorkommend höflich. Der Job in der Waffenkammer war ein einfacher, der viel Zeit brachte, die man verschlafen konnte – den Job aber verlieren, weil ihn jemand beim Schlafen erwischt hatte, wollte er nicht.
Die Tatsache zusammen mit der Dienstmarke animierte den Soldaten zu umfassender Zusammenarbeit mit dem Arbites. So erfuhr Cassian, dass es tatsächlich vor wenigen Tagen einen Überfall auf einen Waffenkonvoi der PVS gegeben hatte. Irgendwo auf dem Weg zwischen der Fabrikstadt und Gohmor war der Transport verschwunden. Mehr wusste der Stabsfeldwebel jedoch auch nicht. Dafür konnte er eine genaue Beschreibung des Weges zum Hauptbüro der PVS-Polizei auf dem Kasernengelände geben, denn diese sollte die Aufklärung des Überfalls übernommen haben.
So überließ Cassian den Informanten wieder seiner höchst schweren Arbeit und machte sich zielstrebig auf den Weg zu jenem Büro der erwarteten Komplikationen. Kurz bevor er das Gebäude erreicht hatte, holte ein Stabsgefreiter Cassian ein. Die Wachhunde hatten ihn doch gefunden, doch war es zu diesem Zeitpunkt schon egal.
Das Büro in das der Arbitrator geführt wurde, war zwar geschmackvoll eingerichtet, bot jedoch auch jenen Protz an Orden und Auszeichnungen, die nicht auf einen verdient dekorierten Soldaten oder Polizisten schließen ließen, sondern eher auf einen stolzen, angeberischen Hahn im Kasernenkorb der Militärpolizei. Wenigstens, und das hatte Cassian nicht erwartet, widmete sich der Vertreter der PVS-Polizei gleich seinem Anliegen, welches Cassian in kurzen und knappen Worten formulieren konnte: „Das Arbites benötigt alle Informationen zum Stand der Ermittlungen über den Überfall auf den Waffenkonvoi. Daneben natürlich eine Liste der Ladung, der Fahrer, der Bedeckung und von allen, die über die Route und Fracht des Konvois informiert waren. Und wenn ich bitten dürfte, schon vorgestern.“
Cassian, der wusste, dass die PVS-Polizei zur Zusammenarbeit mit dem Adeptus Arbites verpflichtet war, schlug absichtlich die härtere Gangart an. Den Honig hatte er heute schon für die Gangster und schmierigen Gestalten der Unterwelt verbraucht und er war nicht gewillt, einen vermutlich korrupten (soweit Cassians erster Eindruck) Polizisten als gleichberechtigt zu betrachten. Der Arbitrator wusste wer am längeren Hebel saß und er genoss es, zu wissen, dass der andere es auch wissen musste. Aus den Augenwinkeln sah er den erstaunten Gesichtsausdruck seines Wachhundes, der es scheinbar nicht gewöhnt war, dass ein Nichtmilitär es wagte hier so zu sprechen.
Cassian hoffte, dass dieses ‚nette’ Gespräch ihn für die Mühen des Tages belohnen würde.
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| [PVS/Siris] Haster Siris |
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Geschrieben von: Haster - 07-24-2010, 03:51 PM - Forum: Kälteschlafkammer
- Keine Antworten
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![[Bild: bl4q4k5wl32zshvzn.jpg]](http://666kb.com/i/bl4q4k5wl32zshvzn.jpg)
Name: Haster Siris
Alter: 24
Größe: 1,85m
Zugehörigkeit: Haus Siris/PVS
Aussehen:
Hasters Äußeres entspricht nicht gerade dem was man von einem Adligen erwarten würde.
Er hält nicht viel von dem pompösen Auftreten seiner Familienangehörigen. Egal wo er sich gerade befindet, man findet ihn fast immer in seinem weißen Laborkittel vor. Seine zerzausten schwarzen Haare, der Dreitagebart sowie die blutunterlaufenen Augen ergänzen das Bild des gehätzten Wissenschaflters wunderbar. Dazu dann noch seine schmale und dratige Figur und es ist perfekt.
Zusätzlich zu seinem schlichten Kittel verfügt Haster allerdings auch noch über eine grüne Robe für festliche Anlässe oder formelle Termine. Sie mag zwar im Gegensatz zu den Kleidern seiner Verwandten schlicht wirken, aber sie lässt erkennen welcher Abstammung er ist.
Ausrüstung:
Es gibt nicht vieles in Hasters Besitz was sich als Ausrüstung bezeichnen ließe, abgesehen von seinen diversen medizinischen Gerätschaften. Das einzige wohl nennenswerte wären seine Vermögenskarte, mit welcher er jederzeit auf die Gelder seiner Familie zugreifen kann, und die halbautomatische Pistole welche er in einem Nachttische neben seinem Bett aufbewahrt.
Auch wenn er kein Kämpfertyp ist, hat Haster die Grundausbildung beim Militär absolviert, und ist daher durchaus in der Lage einigermaßen effektiv mit der Waffe umzugehen.
Charakter:
Die Jahre im Dienste und der Ausbildung des Hauses Siris haben Hasters Charakter entscheident mitgeprägt.
Auch wenn er viele Vorsätze des Hauses, sowie ein längeres und besseres Leben für die Menschen, oder gar die Unsterblichkeit, mit großem Eifer mitverfolgt, verachtet er dabei jedoch die Methoden die der Großteil seiner Kollegen gebrauchen. Genauso verachtenswert findet er die Wege wie das gesamte Haus sein Vermögen vermehrt. Drogen- und sklavenhandel, einfach Menschen ins sichere Verderben stürzen, sind nicht der richtige Weg um so ehrenhafte Ziel zu verwirklichen.
Im Laufe der Zeit in der er für Siris arbeitete musste Haster bereits viele Dinge tun auf die er wahrlich nicht stolz ist, und so ist von seinem einstigen Frohmut nicht mehr viel übrig geblieben.
Den meisten Angehörigen des Hauses tritt er mit Verachtung gegenüber, würde dies aber natürlich nie öffentlich zeigen. Er weiß schließlich welche Folgen das nach sich ziehen würde. Den meisten seiner Gehilfen, oder wenigen Freunden gegenüber verhält er sich jedoch stets freundlich, um nicht zu sagen herzlich.
Auch wenn er sich in diesen Gesprächen als sehr offen und gesprächig gibt ist er doch eigentlich ein sehr verschlossener und misstrauischer Charakter. Die Vergangenheit hat ihn gelehrt vorsichtig damit zu sein wem er vertraut. Denn sosehr er anfänglich sein Haus auch vergöttert hat, so sehr fängt er immer mehr an es zu verabscheuen für das was es den Menschen antut. Genau aus diesem Grund hat er soviel Angst davor sich anderen Personen zu öffnen und Vertrauen zu schenken, da er fürchtet genauso hintergangen zu werden.
Fähigkeiten:
Haster ist ein fähiger Biologe, der sich auf Zell- und Evolutionsbiologie spezialisiert hat. Sein Ziel ist es dem menschlichen Körper eine höhere Lebenserwartung zu verschaffen, indem er bestimmte Zellgruppen so manipuliert, dass sie resistenter gegen Krankheitserreger und ähnliche Störungsfaktoren werden. Doch dabei handelt es sich um einen langwierigen Prozess, da sich der Körper erst an diese Veränderungen anpassen muss. Es könnte sogar sein, dass er sich über mehrere Generationen erstrecken könnte. Deshalb stoßen Hasters Ambitionen bei vielen Sirisangehörigen auf taube Ohren, da sie nicht bereit sind so viel Zeit zu investieren. Haster ist jedoch bereit dieses Opfer einzugehen, da er nicht bereit ist die drastischen Maßnahmen der anderen zu übernehmen.
Außerdem erhielt er während seiner Militärausbildung eine Fortbildung zum Feldartzt, da man es aufgrund seiner Herkunft als logisch erachtete ihm einen medizinischen Posten zuzuteilen.
Abgesehen von seinen medizinischen Kentnissen ist er noch ein passabler Schütze, und in einer einigermaßen guten körperlichen Verfassung.
Biografie:
Nun, während ich diese worte zu Papier bringe bin ich dabei eine der, oder wenn nicht sogar die wichtigste Entscheidung meines bisherigen Lebens zu fällen. Es geht dabei um den weiteren Verbleib meines Lebens, und den Weg den ich für meine Zukunft einschlagen werde. Doch bevor ich nun von eben dieser Entscheidung berichte, möchte ich die Umstände erläutern die mich zu diesem Schritt bewogen haben.
Begonnen hat es wohl vor 24 Jahren, in einem der sterilisierten Krankenzimmer des Hauses Siris. Mein Schicksal war schon lange vor seiner Geburt vorbestimmt gewesen, und so wurde ich direkt nach meiner Geburt in die Hände von Pflegeeltern gegeben, deren einzige Aufgabe darin bestand mich auf mein späteres Leben vorzubereiten. Und auch wenn sie durchaus versuchten mich liebevoll zu behandeln, so konnten sie mir doch nicht dieselbe Liebe entgegen bringen wie es meine Eltern gekonnt hätten. Meine Kindheit war durchaus erfüllt, und mir wurden alle Wünsche wortwörtlich von den Lippen abgelesen, doch eines sollte mir immer fehlen. Meine Eltern.
Das erste mal das ich meinen Vater sah war kurz nach meinem achten Geburtstag. Es war ein kurzes, förmliches Gespräch in dem er mir erklärte welche Ziele unser Familienstrang seit jeher verfolgt, und welchen Teil ich dazu beitragen würde. Seitdem habe ich ihn nur wenige Male gesehen, und immer nur nachdem ich vorher einen Termin beantragt hatte. Als wäre ich nicht sein Sohn, sondern irgendein Geschäftspartner.
Die beste Zeit meines Lebens habe ich wohl beim Militär verbracht. Bevor ich mein Studium beginnen durfte musste ich, wie jeder Bürger meine Grundausbildung absolvieren. Es war wirklich eine gute Zeit. Ich fand dort das erste mal in meinem Leben wahre Freunde, und nicht nur Schmarotzer die sich aufgrund meiner Eltern in meinem Dunstkreis aufhielten. Zusätzlich zbu dem Zusammengehörigkeitsgefühl das im Laufe der Zeit entstand, kam noch der Drill der Sargeants, der dieses Gefühl noch weiter verstärkte.
Außerdem gefiel es mir neue Dinge zu lernen, die ich nicht aus irgendwelchen Büchern oder von alternden Proffessoren erhielt. Selbst so schlichte Dinge wie das abfeuern einer Waffe oder das Geräusch welches beim Nachladen ensteht bereiteten mir Freude. Das Gefühl etwas mit eigenen Händen, körperliche Arbeit zu verrichten war gut. Es war eine willkommene Abwechslung zu den ganzen Forschungen und Studien.
Abgesehen von der Fortbildung zum Feldartzt unteschied sich meine Ausbildung in keinster Weise von der der anderen. Abgesehen von den wenigen Übungseinsätzen passierte nichts Ausergewöhnliches. Doch auch diese Zeit hatte ein Ende, und ich verließ das Militär mit dem wehmütigen Gefühl mein Zuhause zu verlassen. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gab es jedoch. Sobald ich mein Studium beendet hätte könnte ich endlich mit meinen eigenen Forschungen beginnen und etwas eigenes Vollbringen, anstatt immer nur von den großen Errungenschaften anderer zu lesen.
Doch leider sollte der Übergang vom Lernen zum Schaffen durch eine grausame Erfahrung eingeleitet werden.
Es war vor etwa drei Jahren, während meines letzten Studienjahres. Meine Lehrzeit neigte sich langsam dem Ende, und es war Zeit mit einer Doktorarbeit mein können zu beweisen. Zu jener Zeit war ich noch verblendet vom schillernen Äußeren des Hauses, und nahm so die Hilfe meines damaligen Lehrmeisters, Professor Dr. Torius Siris dankend an. Er berichtete mir von seinen neuesten Fortschritten die er bei seinen Forschungen erzielt hatte, und bot mir an an diesen teilzuhaben. So, versicherte er mir, würde meine Aufnahme als vollwertiges Mitglied des Hauses reibungslos vonstatten gehen.
Ich sollte ihn in seinem Labor treffen, wo er etwas "besonderes" für mich hatte, so versprach er. In seinem Labor angekommen warteten er, sowie Kato Siris bereits auf mich. Er und mein Vater. Ich fragte mich was so wichtig an dieser neuen Entdeckung sein mochte, dass mein Vater persönlich hier erschien. Doch als der Professor uns voller Stolz sein neuestes Werk präsentierte, verflogen jegliche Gedanken über darüber. Dort vor uns lag ein Junge, vielleicht 12 Jahre alt, angebunden an einen Tisch. Zuerst dachte ich er wäre tot, oder wenigstens betäubt. Doch als ich dem Jungen in die Augen sah musste ich feststellen, dass ich mich schrecklich geirrt hatte. Sein Körper war zwar gelähmt, aber er war bei vollem Bewustsein. Ich konnte es sehen. Ich konnte die Angst in seine Augen sehen. Er flehte mich an ihm zu helfen, doch ich konnte nichts tun.
Doch als wäre das nicht genug fing dieser hochnäsige Bastard gerade erst mit seiner Vorführung an. Auf einen verheißungsvollen Blick zu einem der Laborarbeiter fuhr eine glänzende Apparatur aus der Wand. An ihrer Flanke befanden sich Ampullen mit seltsam gefärbten Flüssigkeiten, und ein schmaler Metallarm mitsamt Spritzen und Skalpell fuhr aus der anderen Seite heraus. Mit Grauen musste ich ansehen wie diese Maschinen mithilfe des Skalpells einen schmalen Schnitt am Oberarm des Jungen vornahm, und danach die Spritze tief in seine Muskeln rammte. Panisch schaute der Junge auf seinen Arm, und musste mit ansehen wie langsam immer mehr der Flüssigkeit in seinen Körper gepumpt wurde. Langsam fingen seine Muskeln unkontrolliert an zu zucken und der Junge wand sich vor Schmerzen auf seiner Liege. Seine Gliedmaßen begannen sich zu verformen und seine Muskeln begannen sich..nunja, "aufzublähen" würde es wohl am besten beschreiben. Etwas vergleichbares hatte ich bis dahin noch nie gesehen.
Der Körper des jungen deformierte sich immer mehr, bis er zur unkenntlichkeit entstellt war. Gerade war er dabei sich loszureißen, als sich das Schott vor dem Beobachtungsfenster des Raumes schloss, und uns vom Geschehen trennte. Dr. Torius begab sich nun zu einem der Monitore und erläuterte den Sinn dieses Versuches, doch ich erinnere mich nicht mehr an seine worte. Meine Gedanken waren zu diesem Zeitpunkt immer noch bei diesem kleinen Jungen. Doch scheinbar ging es bei diesem Versuch darum die wiederstandsfähigkeit des Menschen gegen Krankheiten und andere äußere Einwirkungen zu stärken. Für diesen Versuch weurde ein Makropolbewohner aus den unteren Ebenen benutzt, dessen Verschwinden nicht weiter auffällt. Und bis alles Nebenwirkungen des Elixiers eliminiert sind wird sich der Dr. wohl weiter an dieser unerschöpflichen Menschenquelle bedienen.
Gerade wollte ich mich an meinen Vater wenden, als ich mit ansehen musste, dass er dieses.. Verbrechen an der menschlichen Würde mit einem annerkenenden Kopfnicken würdigte und danach den Raum verließ. Auch Dr. Torius verließ den Raum, und ließ mich mit den Schreien des Jungen, welche noch immer aus dem Raum hallten, zurück.
Dieses Ereigniss hatte mir zum ersten Mal die Augen gegenüber den frevelhaften Methoden meines Hauses geöffnet. Doch in den folgenden Jahren sollte es immer wieder momente wie diese Geben, in denen einige Individuen es sich anmaßten die Menschenwürde außeracht ließen und immer wieder hilflose Menschen für ihre Forschungen quälten und opferten.
Damit waren die relativ unbeschwerten Tage meiner Jugend vorbei, und ich sah mich Tag für Tag Verachtung und unermesslicher Arroganz konfrontiert.
Und auch wenn es Ausnahmen gab, so verbrachte ich doch die beste Zeit beim Militär. Dort lernte ich das Leben in einer wahren Gemeinschaft kennen, in der man sich umeinander kümmert. Auch wenn auch beim Militär viele Dinge falsch laufen, war es doch besser als alles was mir Siris bis dahin gegeben hatte.
Und hier bin ich nun. Nachdem ich nun einsehen musste, dass sich meine Forschungen ohne die finanzielle Unterstützung des Hauses nicht verwirklichen ließen, habe ich beschlossen mein Leben in eine neue Richtung zu lenken. Die nächsten Tage werde ich jetzt damit verbringen meine Abreise aus den Türmen der Makropole vorzubereiten. Ich habe noch einige Dinge zu erledigen, doch möchte ich diese kalten Labore und Gänge des Palastes so schnell es mir möglich ist verlassen.
Name: Haster Siris
Alter: 24
Größe: 1,85m
Aussehen: kurzes schwarzes Haar, Dreitagebart, schlanke Figur
Charakter: Nach außen freundlich und zuvorkommend, nach innen verschlossen und zurückgezogen
Fähigkeiten: ausgebildeter Biologe, Grundkenntnisse der Medizin und Behandlung von Kriegsverletzungen
Ausrüstung: Pistole, Vermögenskarte
Konto: (muss noch ausgespielt werden)
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| Rasankur - Selenja |
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Geschrieben von: Selenja - 07-24-2010, 08:25 AM - Forum: Krieger der Götter
- Keine Antworten
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Selenja:
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Name:
Ein Name ist ein Anfang, denn es ist nichts ohne Namen. Sollte nicht jeder Anfang seinen Namen haben? Jede Namensgebung einen Anfang bedeuten? So fing es an als sie sich einen Namen gab, sie war Selenja. Sie war nie jemand anderes gewesen, denn sie konnte nicht sein mit einem falschen Namen. Ein falscher Name, ein falsches Leben und ein falscher Gott. Sie war Selenja und nichts war ihr mehr falsch.
Alter:
Jahre, gezählt nach den Umrundungen eines fernen Planeten um eine ebenso ferne Sonne. Zeit, nichts ist so subjektiv wie das vergehen von Zeit, dauert nicht ein Moment des Wartens ewig und verfliegt nicht ein Moment des Glücks so schnell wie jener des Unglücks verweilt? Wer also zählt die Jahre, wer die Monate, Wochen, Tage, Stunden, Minuten, Sekunden, bis sie sich schließlich zu Jahrtausenden Auftürmen? Wer mag jener Kleingeist sein? Eines ist sicher, er weiß nicht um die Ewigkeit des Empyrean, sonst wüsste er um die Vergeblichkeit seiner Aufgabe.
Zugehörigkeit:
Was sagt schon der Ort einer Geburt über einen aus? Ist es nicht ein schwacher Geist, der sich nicht aus den Fesseln seiner Abstammung lösen kann? Sicher prägte sie die Trostlosigkeit dieser Wüste aus Türmen und Menschen, dieser hoffnungslosen Ansammlung von Sklaven. Ein jeder von ihnen so tot und verwehst wie ihr Leichengott. Sie mochte dort geboren worden sein, ihr Körper ausgeworfen worden sein, sie mochte dort gewachsen sein, gediehen war sie jedoch nicht.
Ihre wahre Herkunft war eine andere, ein Gedanke einer Herkunft, ein Gedanke, der sie sich selbst erschaffen ließ, ein Gedanke ebenso lebendig wie gefährlich. So kam sie aus sich selbst, so war ihre Herkunft die Wahrheit, die einzige echte Wahrheit, die es immer geben würde, denn die Wahrheit war, das Chaos würde herrschen.
Aussehen:
Dunkles, schwarzes Haar wallt von ihrem Kopf hinab zu ihrem Rücken. Ein makelloses Gesicht mit blassen, samtweichen Zügen. Helle ausdrucksstarke Augen welche von dunklen, verführerisch geschwungenen Wimpern gerahmt werden. Ihre Ohren zieren eine Reihe von silbernen Ohrringen, welche sich von den Ohrläppchen entlang ihrer Ohrmuschel nach oben ziehen. Eine kleine Nase und ein sinnlicher Mund laden den Blick ein auf ihrem Gesicht zu verweilen. Dennoch ist es nicht unsere fleischliche Gier, die unseren Blick lenkt, ihn weiter hinab treibt, entlang der Linien eines Körpers? Er wandert über den jungfräulichen Leib, bleibt an ihren straffen, vollen Brüsten hängen. Mit einem gewissen Amüsement bemerken wir das die Knospen ihrer Brüste durch je einen kleinen Ring geschmückt werden, dessen Anbringung gewiss ein schmerzhaftes Unterfangen war. Das Auge wandert weiter über ihren zierlichen Körper, über eine schmale Taille und ihre langen, schlanken Gliedmaßen. Selbstgefällig registrieren wir die Rundungen ihrer Hüfte, den winzigen behaarten Streifen oberhalb ihrer Scham. So sehr wir ihren Anblick auch genießen, uns nach der Berührung ihrer seidenen Haut sehnen, uns gerne von ihr verwöhnen lassen würden, so sehr ist sie auch eine verbotene Frucht, nach der wir uns da verzehren. Äußerlich ohne Makel, innerlich jedoch schwarz und verdorben. Sollten wir dennoch von ihr kosten, so ist sie eine Droge, die unseren Verstand benebelt und von der nur die Stärksten nicht abhängig werden.
Charakter:
Wenn es nur die inneren Werte sind auf die es ankommt, warum lassen wir uns dann so oft von einer Erscheinung täuschen? Ist es nicht so, dass wir die äußere Schönheit so lieben, weil sie auch unsere eigenen finsteren abgründe verbirgt? Dennoch reden wir von Moral, wähnen sie als das wichtigste und sehnen uns gleichzeitig nach der Lossagung von dieser lästigen Pflicht. Sie scheint uns zu Fesseln und zu ersticken und trotzdem glauben wir an unsere Freiheit, als Sklaven die wir sind.
Wir wünschen uns das Ende eines jeden Zwanges und müssen im gleichen Atemzug erkennen, das wir Bedeutungslos sind, uns auf ewig unterordnen müssen, ewig den Zwang erdulden müssen. Bleibt uns da nicht nur diese eine Wahl? Wessen Sklavin wir seien wollen?
Ist es nicht besser als willige Sklavin der Götter zu sterben, denn als Gefangene einer Gesellschaft in der man nie lebte? Ist die Menschheit nicht ad absurdum geführt, wenn sie für ihr sein ihre Menschlichkeit opfern muss? Sollte sie sich dann nicht lieber wandeln, nicht länger Homo Sapiens sondern in einen Homo Infernalis, nicht länger human denkend sondern animalisch handelnd? Ist es nicht das Tier, das die Notwendigkeit der Devotion erkennt, das der Stärkste führt und die Schwachen folgen? Wie kann der Mensch, als Krone der Schöpfung es anders halten? Verweichlichter Adel, wehleidige Administraten, ein Gezücht dem nicht einmal das Gewürm folgen sollte. Loyalität, welch fadenscheiniges Argument sich von Schwächlingen leiten zu lassen, von zitternden Greisen und degenerierten Schösslingen, wohin könnten sie denn anderes führen als in den Untergang?
Nicht länger würde sie sich dieser Parodie einer Herrschaft beugen. Sie will dem folgsam sein, der die Kraft besitzt zu führen, Macht zieht sie an wie das Licht die Motten. Getrieben von einem uralten Instinkt, sich mit dem Stärksten zu verbinden. Jedes ihrer Gelüste leben, befreit von moralischem Kleingeist, von jeder Freude kosten, sich gänzlich ihrem Verlangen hingeben. Alles mit einer Intensität erleben als könnte es im nächsten Moment enden. Jeden Nerv zu überreizen, quälen und gequält werden. Sadistisch herrschen und vor den Herrschenden kriechen. Sofortige Wunsch Erfüllung und der Genuss der Abhängigkeit, so kontrovers ihr Wesen, wie es nur die Neigungen eines wahren Kindes des Herrn der Geheimnisse sein kann.
Fähigkeiten:
Ein Blick im falschen Moment, ein Gedanke am falschen Ort, verhängnisvoll und doch nicht schicksalhaft. Eine unschuldige Geste, ein Verrat des eigenen Verstandes. Subtil ist manche Macht und viele haben schon ihren Meister gefunden, nicht im Kampfe Mann gegen Mann sondern in den verheißungsvollen Armen einer Frau. Sanft und zärtlich mag sie dir erscheinen und dennoch ist sie nicht weniger tödlich als eine grausam geführte Axt und stets trifft sie in dein Herz. Gleich einer wunderschönen aber giftigen Schlange, deren Gift dich lähmt, bis es dich umbringt. Die Kunst der Verführung, perfektioniert in akrobatischem Tanze. Tranceartige Bewegungen, die einen schwachen Geist berühren. Geschickt ist sie, nicht nur in ihrer Akrobatik, sondern in jedem Sinne. Genuss bereitet ihr Geschick, führt es doch zu einem unstillbaren Verlangen, gleich der verzweifelten Suche nach Wasser eines Verdurstenden. Sie ist fähig größten Schmerz zu verursachen, sich daran zu ergötzen und die Tortur über Tage hinweg aufrecht zu erhalten. Freude bereitet es ihr Informationen zu erlangen, auf diese Weise, aber auch ist sie in der Lage sie geschickt heraus zu schmeicheln. Sie besitz eine Maske eiserner Selbstbeherrschung, weiß sich zu Verstellen und selbst die höheren Kreise unauffällig zu infiltrieren. Anpassung, war schon immer ein Zeichen der Stärke, denn ist es nicht so, das der Organismus überlebt, der am besten an seine Umwelt angepasst ist? Wer braucht da schon die schon rohe Gewalt? Ein kleiner Schnitt, ein scheinbar harmloser Stich, sie kennt die schwächen der Anatomie des Menschen. Ihr Geschick in Tanz und Akrobatik kommt ihr zugute, allerdings ist es sehr fraglich ob ein geübter Kämpfer nur durch Kunststücke und Fingerfertigkeit zu Fall zu bringen ist. Schusswaffen hingegen mag sie gar nicht, sind sie doch das Gegenteil von allem was sie verkörpert, laut, roh und brutal. Kampf generell ist etwas das andere ausfechten können, sie ist der Preis des Siegers und in dem Moment in dem er Schwäche zeigt sein Untergang.
Dunkle Segnung:
Rätselhaft ist die Verteilung der Gaben der Götter. Ein Champion mag durch die Ränge der Renegaten aufsteigen und ungezählte Gräueltaten im Namen des Chaos begehen und wenn er dann endlich die Aufmerksamkeit eines Gottes erlangt mit einem Geschenk belohnt werden, das ihm mehr ein Handikap ist, denn eine Hilfe. Im Gegenzug erhält manch einer für eine kleine Tat oder gar völlig Grundlos eine Segnung, die ihres gleichen sucht. Ein einzelner Mord, ihr erster unbeholfener Versuch, eine Findung und sie wusste wessen sie war. Ein Wort, ein Akt der Großzügigkeit. Eine Fähigkeit gleich einem Tanze, einem Tanz in zwei Welten. Die Erregung beim Spüren der Gefahr, immer nur eine Winzigkeit, wie ein Messer, das in die Haut schneidet, erregend solange es oberflächlich ist, tödlich wenn es abrutscht. Die Vielzahl der verstörenden Eindrücke, befremdlich für den einen, eine Droge für sie. Ein Schritt oder Sprung und sie schwimmt im Warp. Wie für uns ein Sprung in ein Gewässer, an dessen Rand wir uns befänden, ein dunkles Gewässer, ungewiss was unter seiner Oberfläche lauern mag. Wer mag schon den Sprung wagen, wenn er weiß das es dort lauert, aber nie gesehen werden kann? Einen ganz kurzen vielleicht? Das Wasser sofort wieder verlassend? Wie weit mag er reichen unser Sprung? Einige wenige Meter, bevor wir uns wieder ans Ufer retten. Wehe dem, der zu lange verweilt, zu weit schwimmt, die Räuber des Seelenmeeres schlafen nie und sie sind stets hungrig. Nur die Seelen der Lebenden vermag sie aus der realen Welt hier wahrzunehmen, nur nach ihnen kann sie sich richten, um sie herum das ewige Chaos des Immateriums. Eines Dämons Tanz.
Kleidung:
Feine, weiße Seide, dünn gesponnen ziert ihren schlanken Leib, geradezu den begierigen Blick herausfordernd. Sie lässt erahnen, was sich darunter verbergen mag, ohne jedoch all ihre Geheimnisse preis zu geben. Doch auch eine Ahnung soll nur wenigen vergönnt werden, so trägt sie eine schwarze Kapuzenrobe als Überwurf, auch ihr Schuhwerk ist aus dunklem Material, zwei schlichte, aber zu gleich elegante Stiefel. Doch wann immer die Gelegenheit es zulässt, trägt sie weder Stiefel noch Robe, Scham ist ihr unbekannt und lässt so auch oft ihren Seidenkokon fallen, was Einblicke auf ihren Schmuck zulässt. Zahlreiche kleine Silberringe und Ketten zieren ihren Körper, von den obersten Ringen ihrer Ohren bis zu dem feinen Kettchen um ihr rechtes Fußgelenk. Schmuck ist für sie genauso kleidend wie eine festtägliche Robe.
Waffen:
Waffen, welch eleganzlosen Erfindungen, wenn man von wenigen Ausnahmen ansieht, nein schön sind nur die wenigsten Waffen. Der geschmeidige Schwung einer Peitsche vielleicht, deren Kuss sie durchaus zu schätzen weiß, die schönen Linien eines Säbels, den so viele jünger Slaaneshs bevorzugen. Selenja selbst kann nur ein Dolch ihr eigen nennen, dieser allerdings ist ebenso sehr Schmuckstück wie Waffe. Die sachte Krümmung seiner überaus scharfen Schneide, die filigranen Arbeiten seines Griffs, wahrlich eine Zierde und ein Genuss für das Auge.
Biographie:
In ewigem Gleichtakt schuften die Massen, eine Monotonie der Hammerschläge, des Zischens alter Dampfleitungen und phrasengleicher Riten. Jeder Schritt, jeder Handgriff, ja jeder Atemzug ein maschinenartiger Akt, registriert und überwacht. Jede Geburt, jeder Tod, eine Salbung, ein Vermerk, das unendlich langsame drehen eines gewaltigen Rades. Eine Geburt, ein Vermerk und doch ein eigener Gedanke.
Selenja wuchs im Herzen dieses Molochs auf, lernte früh die Gesetze und Bräuche dieser monotonen Welt. Eine gesellschaftliche Einöde, die jeden individualistischen Impuls zu unterdrücken sucht, jeden Gedanken zu kontrollieren. Für ein kleines, lebensfrohes Kind war hier kein Platz und so verstieß Selenja immer wieder gegen die harschen Gebote. Ihre Ausbilder sahen in ihr ein Störelement, eine lebende Last und nur zu oft spürte sie den Unmut ihrer strengen Meister am Leibe. Schien es anfangs, als würden ihr die Züchtigungen den Weg zur Tugend weisen, so wandelte sich bald ihre aufkeimende Einsicht zu Trotz. Ihre Widerspenstigkeit gab ihr Kraft, stoisch ertrug sie die Strafen. Bald schon fing sie an die Schmerzen der Rute als Folge ihres Willens zu sehen. Stolz entwickelte sich, stolz auf ihre Unbeugsamkeit, auf ihr Vermögen die Qualen zu ertragen. Schleichend fand eine finstere Wandlung statt, hin zu einer perversen Faszination. Freude am eigenen Schmerz, aber auch das Gelüst nach sadistischer Rache erfüllte ihre Phantasie. Das verhalten, der ihr vorgesetzten Verwaltungsbeamten änderte sich jedoch, als sie älter wurde. Nicht länger wurde sie als eine Bürde wahrgenommen, vielmehr wurde sie mit Gier betrachtet, je mehr sich ihre erwachsene Schönheit zu entwickeln begann. Ein Besuch des Verwaltungspräfekten führte dazu, dass sie, wie es hieß zu repräsentativem Zwecke in dessen persönlichen Stab versetzt wurde.
Änderungen durchzogen nun ihr Leben, war vorher die Monotonie der Schreibstuben des Verwaltungsapparates ihr erstickend und einengend vorgekommen, so erfuhr sie nun auch das Sicherheit in der Routine gelegen hatte. Der Repräsentation zum Zwecke lernte sie nun Tanzen, etliche verschiedene Arten, sie lernte sich in gehobener Gesellschaft zu bewegen, ohne je ihren Stand zu vergessen, denn das lernte sie als erstes, das sie ein niemand war, nur ein Spielzeug für die Reichen und Mächtigen. Hatte sie vorher einen Stolz empfunden, so ließ sie der Präfekt nun Dinge erleben, den kein Stolz eines jungen Mädchens verkraftet hätte. Zurück blieben nur Phantasien der Rache, der Folter, eine perverse Lust auf Qualen. Sie nahm ihre Rolle als Spielzeug mehr und mehr an, aber der gleich einer schwarzen Spinne würde sie auch sein Ende sein und es würde ein blutiges Ende werden. Seine fleischlichen Gelüste waren es gewesen, die den obersten Verwalter dazu getrieben hatten sein eigenes Verderben heranzuziehen. Sie hatte ihm in jeder erdenklichen Weise gedient, hatte jede Erniedrigung durchlitten, die sich der kranke Geist des fetten Wüstlings hatte ausdenken können. Ein teil von ihr war daran zerbrochen, aber sie hatte eine rettende Zuflucht gefunden, in der eigenen Perversion. Sie empfand Lust dabei, von ihm gequält und gedemütigt zu werden, in dem Wissen, das der Tag kommen würde, an dem sie ihn töten würde. Die Jahre vergingen und sie zeigte die geduld einer wahren Mörderin, in der Zeit hatte sie sich zu der wunderschönen Frau entwickelt die sie jetzt ist. Noch immer diente sie jenem Präfekten, aber etwas hatte sich geändert. Denn er war nicht länger nur ihr Herr, denn er war auch ihr Abhängiger, er berauschte sich an ihr und mit jedem verstreichenden Tag etwas mehr. Unweigerlich kam der Tag näher an dem sie ihren Gelüsten freien Lauf lassen würde. Er hatte sich von ihr auf sein opulentes Bett fesseln lassen, Selenja tat so als wolle sie ihn mit Trauben füttern und als er gierig den Mund öffnete, glitt zu seinem Entsetzen die Klinge seines kostbaren Fer`al Dolches in seinen Mund. Eine kleine Drehung und sie hatte ihm die Zunge abgeschnitten, sie ergötzte sich an der Panik die in seinen Augen geschrieben stand, an dem grauenhaften Schmerz der seinen aufgedunsenen Körper schüttelte. Sie genoss seine Hilflosigkeit, hier war niemand der ihm helfen konnte, er selbst hatte jeden fortgeschickt. Kein Mensch der sein hilfloses, blutiges Röcheln vernehmen konnte. Sie begann ihn zu foltern und amüsierte sich an seinem krampfhaften Versuch nicht am eigenen Blut zu ersticken. Sie lernte viel über die Anatomie des Menschen in den kommenden zwei Nächten, bis endlich der gepeinigte Leib ihrer vorherigen Meisters seinen Foltern erlag. Im Moment des Todes ihres ersten Opfers wurde ihr eine dunkle Offenbarung zu teil, Slaanesh, der Gott der Lüste, Phantasien und Geheimnisse präsentierte ihr ein Geschenk und sie nahm es willig an. Wissen um sich selbst, um andere und um die Schwächen des Menschen wurden ihr zu teil, sowohl seine anatomischen als auch seine psychischen Unzulänglichkeiten. In diesem Moment wusste sie wem sie immer gehören würde, was wahre Macht war und wessen Sklavin sie in alle Ewigkeit seien wollte.
Die Geschichte wiederholte sich, nach dem sie das Zimmer, welches nun einem Schlachthaus glich mit Parfüm in Brand gesteckt hatte. Sie suchte sich ein neues Opfer, denn nun war sie die Jägerin, sie gab sich den Namen Selenja, nach einer uralten Legende die sie gelesen hatte in einem der Bücher ihres ehemaligen Meisters. Selenja die Gefallene.
Wieder vergingen die Jahre und sie schien das perfekte, gehorsame Spielzeug des jungen Adeligen zu sein, sie wartete, wartete bis sich ihr wieder die perfekte Gelegenheit bot. Doch diesmal war es nicht das Werk einer Anfängerin und sie wusste ihre erhaltenen Gaben perfekt zu nutzen, der Unglückliche lebte sechs Tage lang. Sechs lange Tage und Nächte voller unvorstellbar grauenhafter Schmerzen. Niemand wusste mit wem er sich traf und wo, niemand kam ihn zu suchen und so fanden erst sehr viel später Arbeiter das Zimmer das ihr als Spielplatz gedient hatte. Niemand wäre je auf die Idee gekommen sie mit dem Mord in Verbindung zu bringen. Mit dem Tod des jungen Mannes gewährte Slaanesh ihr ein weiteres Geschenk und das Wissen darum, den Dämonentanz.
Ihre Sehnsüchte treiben sie an, ein neues Opfer, oder besser noch einen Gegner zu finden, einen der um ihre Gaben weiß, der ihr vielleicht nie den Moment der Schwäche zeigen wird.
Kurzfassung:
Name: Selenja, die Gefallene
Alter: jung, Zweidutzend Jahre
Zugehörigkeit: Chaos, Slaanesh
Aussehen: schlank, geschmeidig, makellos
Charakter: sadistisch, lustbetont, anpassungsfähig
Fähigkeiten: Tanz, Akrobatik, Verführung
Dunkle Segnung: Dämonentanz
Kleidung: weiße Seide, schwarze Robe, Schmuck
Waffen: Dolch
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| Anwesen von Haster Siris |
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Geschrieben von: Haster - 07-24-2010, 02:04 AM - Forum: Residenzen
- Antworten (6)
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Hasters Anwesen lag im oberen Teil des Palastes. Auch wenn er selbst bisher kaum etwas vorzuweisen hatte was dies gerechtfertigt hätte, besaßen seine Eltern doch großen Einfluss und verschafften ihm diese Residenz. Sie war groß und geräumig, und auch wenn sie nicht mit dem Prunk manch anderer mithalten konnte, so war sie doch ein erhabener Anblick.
Nur ausgestattet mit ausgesuchten Möbeln der bekanntesten Designer. Überall hingen Kunstwerke von berühmten Malern, und wertvolle Teppiche in viollet und grün verzierten die Wände. Nirgendwo war von den Beratern seiner Familie gespart worden, als diese die Räumlichkeiten eingerichtet hatten. "Eines Siris würdig" hatten sie es genannt.
Doch einer der Räume stach deutlich aus diesem Bild von Reichtum und Pracht heraus. Ein paar schlichte Möbel, ein Bett, ein Schrank, ein Schreibtisch. Dies war Hasters Zuflucht. Hierhin zog er sich zurück aus der Welt des Adels, und aus den trostlosen Laboratorien des Hauses. Zwischen all der Pracht seines Anwesens war dies der einzige Ort an dem er sich entspannen konnten und an dem er sich sicher fühlte.
Schmale Lichtstreifen fielen durch die heruntergelassenen Rolladen auf das Gesicht eines Jungen Mannes. Es war Abend, und das letzte Tageslicht schien durch die großen Fenster, welche die gesamte Wand einnahmen. Haster lag regungslos auf seinem Bett, doch er schlief nicht. Er überlegt, dachte nach. Ließ sein Leben reveau passieren.
So verharrte er noch einige Minuten bis er schließlich, von neuem Tatendrang erfasst, aufsprang. Er lief zu seinem Schreibtisch hinüber, holte seine Pistole hervor, kramte seine Creditkarte aus einer der überfüllten Schubladen, und griff sich das Shirt welches über der Lehne des Stuhles lag. Er zog es sich über seinen nackten Oberkörper und machte sich bereit zu gehen. Denn bevor er das Haus offiziel verlassen durfte musste er noch eine Sache erledigen. Es war nicht leicht für ihn, und nachdem er den pompösen Flur seines Anwesens durchschritten, und die Tür erreicht hatte zögerte er kurz. Er war unsicher, schwankte. Eine einzelne Schweißperle lief seine Schläfe hinunter, doch er wusste, dass er diesen Schritt gehen musste. Er atmete noch einmal tief durch, und überwand sich schließlich. Er öffnete die Tür und betrat den hell erleuchteten Korridor. Ohne zurückzublicken verschloss er die Tür hinter sich und machte sich auf den Weg zu seinem Ziel.
- Dem Büro seines Vaters.
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