08-15-2010, 11:42 AM
„Schluss damit!“ übertönte der Orator ihr Gekeife und funkelte beide mit Argusaugen an. Niel Cander erwiderte seinen Scharfblick, Auflehnung loderte in seinen giftigen Pupillen und seine von Eisendraht umwobenen Lippen vibrierten, als lagen im Worte wie heiße Kohlen auf der Zunge. Aber er verbiss sich seinen Protest. Jarred rechnete es ihm hoch an, das musste eine geradezu übermächtige Probe der Selbstbeherrschung für ihn gewesen sein. Glückerlicherweise war der Khornejünger bedächtig genug seinen Unzufriedenheit rückzustellen und sich nicht wie ein naiver Berserker zu benehmen. Er wandte sich ab, einen Fluch in der gutturalen dunklen Sprache zischend und lehnte sich dann gegen eine der Steinwände. Xyischel hingegen verstummte sofort und hob nur seine –nicht existenten- Brauen, woraufhin sich die Haut seiner Stirn in Wallungen aus Falten warf.
„Ich werde einen Weg finden. Diese verblendeten Narren sind unwissend, denken sie huldigen einem der großen Vier, doch in Wahrheit machen sie sich zum Gespött! Wir aber wissen wie es um die Anrufung der wahren Kräfte bestellt ist, einige von uns haben sogar schon Aussicht auf ihre Gaben gehabt… ich selbst eifere danach in ihrem Fokus zu gelangen, heuchlerisch und vermessen wäre es zu behaupten sie würden mir auch nur einen Lidschlag ihrer Aufmerksamkeit zuteil werden lassen, darauf kann ich kaum hoffen… nicht hier, nicht indem wir diese Laien richten und ihr unseliges Blut vergießen, nichts würde uns das einbringen! Dafür sind sie und wir viel zu unbedeutend, ein Sandkorn in der Wüste jener öden Welt, ein Tropfen im fahlen Meer, ein Luftzug im Wind, ein Funke im umfassenden Feuer das überall im Universum die Planeten verschlingt… wir müssen mehr erreichen, wir müssen zur Größe heranreifen! Müssen außerordentliches leisten!“ Energisch erhob er sich von der Bettstatt und schritt unter sie, maß jeden einzelnen, insbesondere den verärgerten Kämpfer.
„Sie achten, frönen und verschreiben sich einer niederen Art, sie beten und opfern einer Dämonette, machtvoll, schön und wahrhaftig wert besungen zu werden. Sie haben ihren Anfang gemacht, den rechten Pfad zur Verdammnis gefunden, aber wir müssen sie weitertreiben… sie halten sich noch dermaßen zurück, spenden Klunker, geben sich Lustakten hin und opfern magere Obdachlose von der Straße, so erringt man nicht die Gefälligkeit einer überlegenen Wesenheit, auf diese Weise tut man nur eines, man erregt ihren Zorn oder schlimmer noch; man zieht sich ihrer Missbilligung zu! Das dürfen wir auf keinen Fall zulassen! Wir haben nicht umsonst hergefunden, diese Stümper sind dazu auserkoren unser Herde zu sein, an uns ist es nun sie für uns zu gewinnen, wir müssen ihnen aufzeigen welche Mächte ihnen möglich sind wenn sie die letzten Barrieren überwinden und sich vollends im Meer der Seelen versenken. Erst dann, erst wenn sie die empfindungstrunkenen und kolossalen Energieströme des Verwerfungsraumes durch ihre Knochen wehen und durch ihr Fleisch brechen spüren, wenn sie bereit sind für die Macht des Warp sich selbst und alle die sie lieben und hassen zu weihen und opfern, erst dann können sie und wir den Zenit dessen erreichen was wir anstreben!“ Er schlug sich gegen die Brust, an die Stelle wo das pulsierende Organ im Leib von Leben und Leidenschaft kündete.
„Hörig müssen sie uns werden, wir müssen uns an ihre Spitze befördern und ihnen ihre Verblendung in Klarsicht wandeln. Wenn wir wollen das diese Welt, dieser Boden, diese… Lebewesen unseren Standarten folgen statt schlichte Götzen anzuflehen, müssen sie bekehrt werden! Nicht wir werden auf ihren Altären landen und sie verunreinigen mit glaubensstarken Blut, nein, wir werden ihnen ihre Verfehlungen vor Augen führen und wahre Macht demonstrieren… und wer gegen uns ist, sei als Sektierer gebrandmarkt und wird getötet werden!“
Die Stille war gehalten worden unterdessen es gesprochen hatte, die in Büßergewändern und Ledergeschirren gehüllten Kultanhänger standen zerstreut im Raume herum und murmelten unterschwellig ein Gebet an ihre unheiligen Götter wie zur Unterstreichung und Nachhall seiner Rede. Es hatte etwas Mystisches und zutiefst Erhabenes. Die Fanatiker würden definitiv zu ihm stehen, bis zum letzten Mann. Garoe Recyle rieb sich die scheinbar verschwitzten Hände und schob die wulstige Unterlippe vor, nickte dem Demagogen aufrichtig zu. Er war ein Genius was die Instandsetzung von Maschinen betraf, doch das Talent der Führung und Direktion versagte ihm gänzlich. Das machte ihn zum Mitläufer. Über den Mutanten, der stumm und fast reglos nahe der Tür Position bezogen hatte und wie ein versteinertes Fabelmonster wirkte, war es unerheblich sich um seine Meinung zu sorgen. Wie zu erwarten war neigte auch er den massigen Schädel um seine Einstimmigkeit zu symbolisieren. Und Niel Cander… war Niel Cander.
„Ich diene dem Schädelthron Grover! Allein für deine anrüchigen Worte müsste ich dir die Zunge rausschneiden und deine Eingeweide dem Blutkessel überantworten! Deine missratene Seele den Gespielen der Höllenbruten vorwerfen! Du forderst mich dazu auf meinem Gott abzuschwören? Du willst dass ich mit dem Erzrivalen paktiere? Unendliche Schande auf mich lade und meinen Namen auf immerdar versündige und verfluche? Du bist…“
„Halt Cander! Überlege dir genau was du sagst und wo du gerade stehst und wie die Lage ist in der du dich befindest. Dein Bekenntnis in allen Ehren aber ich glaube du lügst dir selbst etwas vor.“ fuhr im Jarred abrupt in die hitzige Parade.
Das ließ den Khorniten zunächst überrascht inne halten, dann wurden seine dunklen Okularaugen zu pfeilförmigen Schlitzen und die abgedrängte Wut spiegelte sich wieder auf seinen entstellten Zügen.
„Du wagst es… du wagst es mich des gläubigen Irrtums zu bezichtigen? Du gehst zu weit… ich werde mir deinen verdammten Kop…“ Er schickte sich dazu an loszustampfen und seinen bisher duldsamen Zerfleischerhänden die Arbeit angedeihen zu lassen auf die er sich am besten verstand.
Jarred reckte eine Hand vor und verwehrte ihm das Beenden seines von Zorn triefenden Satzes. Zwei Kultisten huschten heran um den rasenden Krieger im Zweifelsfall aufzuhalten. Sie würden es wenigstens versuchen.
„Missverstehe mich nicht Cander, aber du bist noch kein auserwählter Vorkämpfer des Blutgottes, auch wenn du seine phrasenhaften Kriegsgeschreie und Schlachtrufe mustergültig von dir gibst. Auf der Zuflucht waren die meisten von uns nicht mehr als Anwärter… Bittsteller und Aspiranten. Du wolltest dich dem bronzenen Thron unterwerfen weil dir deine Verbitterung bis tief ins Mark gefahren ist und du nur im unstillbaren Blutrausch meintest Erlösung zu finden… aber ist es nicht so das du dich nie mit den anderen Möglichkeiten, sich bietenden Alternativen auseinander gesetzt hast? Es heißt man kann seine Seele nur einem Gott verpfänden… abergläubischer Unfug… du bist noch längst nicht weit das dich eine göttliche Prüfung erwarten würde, du bist in Geist und Seele so frei wie einst uns immerzu… Khorne mag deine erste, womöglich übereilte Wahl gewesen sein und ich erkläre nicht das es eine falsche Entscheidung gewesen ist, doch im hier und jetzt hat er keine Präsenz… außer über dich. Und wenn du dich nun von seinem Wüten überwältigen lässt und wir uns daraufhin alle gegenseitig aufreiben, so sage mir; wem wäre damit geholfen?“
Er verachtete es. Jarred sah es ihm an. Der Krieger wankte, zerrissen vom inneren Kampf, sein reduziertes Schlächtergehirn wollte nichts sehnlicher als dem blasphemischen Täuscher mit seiner Wortgewalt das Genick brechen und auf seinem Leichnam spucken, doch ein anderer Teil fehdete dagegen an und verzerrte seine Gesichtsmuskulatur bis sie beinahe unter der Anspannung zu zerreißen drohte. Auf halber Strecke wusste der Azazerner schließlich das er obsiegt hatte. Niel ballte seine Finger zu Fäusten und stieß sie gegen seine strammen Oberschenkel, Atem entwich zischelnd seinem Mund.
„Gut, ich unterstütze dich und überdenke meine geistliche Ausrichtung… ich will hoffen deine Alternativen können mir bieten was sich meine gepeitschte Seele an Befriedigung erwünscht, ansonsten… nun, du würdest es bitter bereuen.“
„Damit kann ich leben.“ entgegnete Jarred gutheißend.
(wird fortgesetzt)
„Ich werde einen Weg finden. Diese verblendeten Narren sind unwissend, denken sie huldigen einem der großen Vier, doch in Wahrheit machen sie sich zum Gespött! Wir aber wissen wie es um die Anrufung der wahren Kräfte bestellt ist, einige von uns haben sogar schon Aussicht auf ihre Gaben gehabt… ich selbst eifere danach in ihrem Fokus zu gelangen, heuchlerisch und vermessen wäre es zu behaupten sie würden mir auch nur einen Lidschlag ihrer Aufmerksamkeit zuteil werden lassen, darauf kann ich kaum hoffen… nicht hier, nicht indem wir diese Laien richten und ihr unseliges Blut vergießen, nichts würde uns das einbringen! Dafür sind sie und wir viel zu unbedeutend, ein Sandkorn in der Wüste jener öden Welt, ein Tropfen im fahlen Meer, ein Luftzug im Wind, ein Funke im umfassenden Feuer das überall im Universum die Planeten verschlingt… wir müssen mehr erreichen, wir müssen zur Größe heranreifen! Müssen außerordentliches leisten!“ Energisch erhob er sich von der Bettstatt und schritt unter sie, maß jeden einzelnen, insbesondere den verärgerten Kämpfer.
„Sie achten, frönen und verschreiben sich einer niederen Art, sie beten und opfern einer Dämonette, machtvoll, schön und wahrhaftig wert besungen zu werden. Sie haben ihren Anfang gemacht, den rechten Pfad zur Verdammnis gefunden, aber wir müssen sie weitertreiben… sie halten sich noch dermaßen zurück, spenden Klunker, geben sich Lustakten hin und opfern magere Obdachlose von der Straße, so erringt man nicht die Gefälligkeit einer überlegenen Wesenheit, auf diese Weise tut man nur eines, man erregt ihren Zorn oder schlimmer noch; man zieht sich ihrer Missbilligung zu! Das dürfen wir auf keinen Fall zulassen! Wir haben nicht umsonst hergefunden, diese Stümper sind dazu auserkoren unser Herde zu sein, an uns ist es nun sie für uns zu gewinnen, wir müssen ihnen aufzeigen welche Mächte ihnen möglich sind wenn sie die letzten Barrieren überwinden und sich vollends im Meer der Seelen versenken. Erst dann, erst wenn sie die empfindungstrunkenen und kolossalen Energieströme des Verwerfungsraumes durch ihre Knochen wehen und durch ihr Fleisch brechen spüren, wenn sie bereit sind für die Macht des Warp sich selbst und alle die sie lieben und hassen zu weihen und opfern, erst dann können sie und wir den Zenit dessen erreichen was wir anstreben!“ Er schlug sich gegen die Brust, an die Stelle wo das pulsierende Organ im Leib von Leben und Leidenschaft kündete.
„Hörig müssen sie uns werden, wir müssen uns an ihre Spitze befördern und ihnen ihre Verblendung in Klarsicht wandeln. Wenn wir wollen das diese Welt, dieser Boden, diese… Lebewesen unseren Standarten folgen statt schlichte Götzen anzuflehen, müssen sie bekehrt werden! Nicht wir werden auf ihren Altären landen und sie verunreinigen mit glaubensstarken Blut, nein, wir werden ihnen ihre Verfehlungen vor Augen führen und wahre Macht demonstrieren… und wer gegen uns ist, sei als Sektierer gebrandmarkt und wird getötet werden!“
Die Stille war gehalten worden unterdessen es gesprochen hatte, die in Büßergewändern und Ledergeschirren gehüllten Kultanhänger standen zerstreut im Raume herum und murmelten unterschwellig ein Gebet an ihre unheiligen Götter wie zur Unterstreichung und Nachhall seiner Rede. Es hatte etwas Mystisches und zutiefst Erhabenes. Die Fanatiker würden definitiv zu ihm stehen, bis zum letzten Mann. Garoe Recyle rieb sich die scheinbar verschwitzten Hände und schob die wulstige Unterlippe vor, nickte dem Demagogen aufrichtig zu. Er war ein Genius was die Instandsetzung von Maschinen betraf, doch das Talent der Führung und Direktion versagte ihm gänzlich. Das machte ihn zum Mitläufer. Über den Mutanten, der stumm und fast reglos nahe der Tür Position bezogen hatte und wie ein versteinertes Fabelmonster wirkte, war es unerheblich sich um seine Meinung zu sorgen. Wie zu erwarten war neigte auch er den massigen Schädel um seine Einstimmigkeit zu symbolisieren. Und Niel Cander… war Niel Cander.
„Ich diene dem Schädelthron Grover! Allein für deine anrüchigen Worte müsste ich dir die Zunge rausschneiden und deine Eingeweide dem Blutkessel überantworten! Deine missratene Seele den Gespielen der Höllenbruten vorwerfen! Du forderst mich dazu auf meinem Gott abzuschwören? Du willst dass ich mit dem Erzrivalen paktiere? Unendliche Schande auf mich lade und meinen Namen auf immerdar versündige und verfluche? Du bist…“
„Halt Cander! Überlege dir genau was du sagst und wo du gerade stehst und wie die Lage ist in der du dich befindest. Dein Bekenntnis in allen Ehren aber ich glaube du lügst dir selbst etwas vor.“ fuhr im Jarred abrupt in die hitzige Parade.
Das ließ den Khorniten zunächst überrascht inne halten, dann wurden seine dunklen Okularaugen zu pfeilförmigen Schlitzen und die abgedrängte Wut spiegelte sich wieder auf seinen entstellten Zügen.
„Du wagst es… du wagst es mich des gläubigen Irrtums zu bezichtigen? Du gehst zu weit… ich werde mir deinen verdammten Kop…“ Er schickte sich dazu an loszustampfen und seinen bisher duldsamen Zerfleischerhänden die Arbeit angedeihen zu lassen auf die er sich am besten verstand.
Jarred reckte eine Hand vor und verwehrte ihm das Beenden seines von Zorn triefenden Satzes. Zwei Kultisten huschten heran um den rasenden Krieger im Zweifelsfall aufzuhalten. Sie würden es wenigstens versuchen.
„Missverstehe mich nicht Cander, aber du bist noch kein auserwählter Vorkämpfer des Blutgottes, auch wenn du seine phrasenhaften Kriegsgeschreie und Schlachtrufe mustergültig von dir gibst. Auf der Zuflucht waren die meisten von uns nicht mehr als Anwärter… Bittsteller und Aspiranten. Du wolltest dich dem bronzenen Thron unterwerfen weil dir deine Verbitterung bis tief ins Mark gefahren ist und du nur im unstillbaren Blutrausch meintest Erlösung zu finden… aber ist es nicht so das du dich nie mit den anderen Möglichkeiten, sich bietenden Alternativen auseinander gesetzt hast? Es heißt man kann seine Seele nur einem Gott verpfänden… abergläubischer Unfug… du bist noch längst nicht weit das dich eine göttliche Prüfung erwarten würde, du bist in Geist und Seele so frei wie einst uns immerzu… Khorne mag deine erste, womöglich übereilte Wahl gewesen sein und ich erkläre nicht das es eine falsche Entscheidung gewesen ist, doch im hier und jetzt hat er keine Präsenz… außer über dich. Und wenn du dich nun von seinem Wüten überwältigen lässt und wir uns daraufhin alle gegenseitig aufreiben, so sage mir; wem wäre damit geholfen?“
Er verachtete es. Jarred sah es ihm an. Der Krieger wankte, zerrissen vom inneren Kampf, sein reduziertes Schlächtergehirn wollte nichts sehnlicher als dem blasphemischen Täuscher mit seiner Wortgewalt das Genick brechen und auf seinem Leichnam spucken, doch ein anderer Teil fehdete dagegen an und verzerrte seine Gesichtsmuskulatur bis sie beinahe unter der Anspannung zu zerreißen drohte. Auf halber Strecke wusste der Azazerner schließlich das er obsiegt hatte. Niel ballte seine Finger zu Fäusten und stieß sie gegen seine strammen Oberschenkel, Atem entwich zischelnd seinem Mund.
„Gut, ich unterstütze dich und überdenke meine geistliche Ausrichtung… ich will hoffen deine Alternativen können mir bieten was sich meine gepeitschte Seele an Befriedigung erwünscht, ansonsten… nun, du würdest es bitter bereuen.“
„Damit kann ich leben.“ entgegnete Jarred gutheißend.
(wird fortgesetzt)