01-19-2009, 08:45 PM
Lysanders kleine Truppe verschaffte sich Platz und den gebührenden Respekt durch Imperial-Koronische Kriegstechnologie. Seine Unterlaufschrotflinte war durch seinen flinken Umgang bereits temporär entleert worden, hatte dafür aber eine Unzahl an widerlichen Schemen äußerstes Unbehagen verursacht, und ihnen das Fleisch zerfetzt, von den Knochen getrennt, Torsi deformiert und Widerstand leistende Gebeine fachmännisch grob zerlegt und zersplittern lassen. Dennoch erwiesen sich viele dieser Ausgeburten als zäh. Bisher hatte der Fahnenjunker weder die Zeit gehabt, seine Unterlaufflinte nachzuladen, noch sein Dienstbajonett auf zu lanzen, wie es bereits manch anderer getan hatte. Auch das Magazin der Hauptwaffe neigte sich unter Verwendung gezielter Salven zu Ende. Er hatte zwar noch seine Offizierswaffen, doch war das 2-1 recht zuverlässig gewesen. Da die Übernahme eines heimischen Sturmgewehrs von Lysander fälschlicher Weise zu Beginn der Operation nicht ernsthaft in Erwägung gezogen worden war, hatte er die Magazine des toten Wilson mehr behelfsmäßig als optimal in seine Taschen verstauen müssen. Als der Offiziersanwärter deswegen seine Taschen in der Hektik nach seinen letzten 2-1-Primärwaffenmagazinen absuchte und endlich eins fand, wurde sogar er überrascht und nur das plötzliche Achtung! eines Soldaten in seiner Nähe, vermutlich Remus, rettete ihn vor einem schmerzhaften und mitunter tödlichen Hieb einer dieser entstellten Kreaturen. Lysander fing die Wucht des Schlages größtenteils mit seinem Schulterpanzer ab, der unter dieser kolossalen Wucht des Ungetüms Risse bekam. In einer Drehung die zur Hälfte ein Sturz war, wirbelte der Fahnenjunker herum und nutzt nun seinerseits seine Waffe als schweren Knüppel. Landend und dank seines Nahkampftrainings mit dem Gladius in Kombination mit seiner tadellosen körperlichen Verfassung sprang Lysander verblüffend schnell wieder auf seine Beine und stach wie im Reflex auf den getroffenen und taumelnden Verräter ein. Das reichlich ausgeschüttete Adrenalin ließ ihn den Schmerz in seiner Schulter vergessen, bevor er überhaupt nur etwas wahrnehmen konnte. Obwohl Lysanders Beute-2-1 keine Klinge vorausging, grub sich der Lauf der Waffe durch die etwas spitzere Form am Endlauf in den zwar muskulösen, aber ansonsten ungeschützten Brustkorb seines Gegenüber. In seinem Kampfesrausch drückte Lysander ab und die letzten Kugel verließen ihr Magazin direkt in das Innere der Kreatur, um dahinter sich in Müll und anderem Dreck zu verlieren. Das Biest sackte entsetzt zusammen, als es begriff, dass es von dem eigenen Jagdvieh getötet worden war. Lysander trat noch ein letztes Mal gegen Sternum der Monströsität, um es außer Reichweite nach hinten in den Unrat zu befördern. Dessen Brustbein bedankte sich laut mit einem Krachen. Dann wandte sich der Fahnenjunker um, nickte dem Soldaten der ihn gewarnt hatte bescheiden zu und griff gleichzeitig nach seinen Offizierswaffen. Ohne seinen Händen weitere Befehle liefern zu müssen, fanden sie blind Schusswaffe und Kettengladius, die mit viel Lärm nun in das sich anbahnende Gemetzel einstiegen. Während Lysander die sich entwickelnde Lage klarer wurde, revidierte und korrigierte er seine vorherigen Befehle. Aufrücken zu Leutnant Schönebecker und Altmann, Feuer nach eigenem Ermessen auf alle feindlichen Sichtungen. Kein Erbarmen, keine Gnade ! Bei Schönebecker Stellung beziehen und Defensivstellung errichten. Wer kann Bajonette auflanzen ! Vorwärts !, dröhnte seine Stimme über den unmittelbaren Lärm hinweg. Sein Gladius half auf dem Weg einer am Boden liegenden Gestalt sich von einem der Fressfeinde zu befreien. Präzise und "sauber" sorgte Lysander für weitere Belüftungsöffnungen in dessen Rumpf. Öffnungen von der Größe ausgefranster Hüftumfänge. Seine Uniform wandelte sich zunehmend von blau in rot und schwarz. Dann trat Lysander über die Gestalt am Boden hinweg, ohne ihr aufzuhelfen. War das Lissé gewesen ? Er wusste ja, dass sie nichts fürs professionelle Militär war...