01-04-2009, 04:09 AM
Sie bewegten sich professionell, überkreuzend und sorgfältig sichernd. Keine fünf Meter gingen sie, vorsichtig und jede Deckung nutzend, an der verborgenen Position vorbei. Man konnte den Scouts keine Vorwürfe machen. Selbst wenn sie noch mal so gut ausgebildet gewesen wären, sie hätten die Müllberge, die sich zu beiden Seiten der Straße zu Miniaturgebirgen auftürmten, mit Stöcken durchstochern müssen um ihn zu entdecken.
Selbst als sie entschwunden waren regte sich nichts in der Gasse, von den Ratten einmal abgesehen die ihr Königreich wieder beanspruchten. Die Nager hielten inne als sie doch etwas Merkwürdiges sahen. Auf einem der Haufen löste sich ein Erdrutsch. Alte Verpackungen, Lumpen und halb verrotteter Abfall kullerte, leise raschelnd zu Boden. Eines der Müllstücken folgte der Bewegung nicht, sondern verursachte sie. Ein brauner Fetzen, gammeliges Leinen. Es richtete sich auf, gebückt zwar aber dennoch groß. Stechende Augen, denen der Ratten garnicht so unähnlich, wanderten über die verwaiste Straße und die schäbigen Häuser. Dann bohrte er sich in den Dunst, dort wo die PVS- Scharfschützen sein mussten. Ein Augenblick der Witterung, dann festigte sich der Griff um die Träger der Sporttasche. Aus dem Stand heraus explodierte die Gestalt in Bewegung. Ein unmenschlicher Sprung beförderte sie auf einen emporstrebenden Balken, wo sie behände entlangeilte ohne einen Gedanken an Gleichgewicht verschwenden zu müssen. Ein Sprung ins Leere, im letzten Moment eine überhängende Dachrinne ergriffen und in den Schatten eines Stelzenhauses gezogen. Das Überbrücken der, nicht unerheblichen, Höhenmeter hatte nur wenige Sekunden in Anspruch genommen. Nun hockte das vermummte Ding wieder reglos, stumm und unbewegt. Nicht mehr als ein achtlos weggeworfener Haufen alter Kleider. Dann wieder unvorhersehbare Bewegung. Schnelle kleine Schritte trappelten über die Dielen aus Blech, gemahnten wieder an die krallenbewehrten Füßchen der Ratten. Das Lumpenwesen tauchte in einen gähnend schwarzen Häusereingang ein, verschmolz mit der Finsternis und dem Gestank nach Armut.
Das Haus selbst war leer, seine Bewohner sicherlich geflohen oder ein Festmahl für die Asfresser. Dem Eindringling war das gleichgültig. War kein Bewohner da musste keiner beseitigt werden.
Er hockte sich in eine Ecke, so das er den Eingang im Auge hatte. Nicht das man das kauernde Geschöpf im hintersten Winkel gesehen hätte. Irgendwo tropfte Wasser durch das Dach, summten dicke Schmeißfliegen. Die Sporttasche öffnete sich. Die drei Bündel mit dem Geld verschwanden in der fadenscheinigen Robe. Dann kam ein graues Öltuch zum Vorschein. Bedächtig fand es seinem Platz auf dem Boden und die Seiten klappen auseinander. Teile waren eingeschlagen gewesen. Matt schwarze Steckkomponenten. Nun arbeiten die Hände schnell. Patronenkammer, daran die Schulterstütze und ihr gegenüber der Lauf mit der typischen Verkleidung. Der Griff mit Abzug und die Magazinzuführung. Schließlich die Zieleinrichtung, dreifache Vergrößerung.
Resuku Schnellfeuergewehr, 7,62 mal 39 Millimeter.
Das Magazin klickte leise als es in dem Schacht einrastete. 40 Schuss, Stahlmantelgeschosse.
Eine Waffe die man nicht oft sah auf Koron und auch dieser hier war kein langes Leben beschieden. Nachdem sie ihre Pflicht getan hatte würde sie verschwinden und mit ihre jede Spur die zu ihrem Benutzer oder dem, der sie ihm überlassen hatte, führen konnte. Der Lumpenmann lud die Waffe leise durch. Nicht das übliche >Klack- Klack< das anzeigte wie ernst es der Schütze meinte oder wie sehr er es gewohnt war ein harter Knochen zu sein. Nur ein leises mechanisches Geräusch. Dann ein erneuter Bewegungsschub und die Gestalt war aus dem Fenster. Ein Sprung trug ihn auf das Dach des Nebenhauses. Er hatte keine Eile. Schließlich war er nicht allein. Da draußen war noch jemand. Jemand der sich der Chimäre von der anderen Seite näherte. So wie ein Spiegelbild. Wie ein Schicksal das sich erfüllen musste sobald die Konstellation korrekt war.
Selbst als sie entschwunden waren regte sich nichts in der Gasse, von den Ratten einmal abgesehen die ihr Königreich wieder beanspruchten. Die Nager hielten inne als sie doch etwas Merkwürdiges sahen. Auf einem der Haufen löste sich ein Erdrutsch. Alte Verpackungen, Lumpen und halb verrotteter Abfall kullerte, leise raschelnd zu Boden. Eines der Müllstücken folgte der Bewegung nicht, sondern verursachte sie. Ein brauner Fetzen, gammeliges Leinen. Es richtete sich auf, gebückt zwar aber dennoch groß. Stechende Augen, denen der Ratten garnicht so unähnlich, wanderten über die verwaiste Straße und die schäbigen Häuser. Dann bohrte er sich in den Dunst, dort wo die PVS- Scharfschützen sein mussten. Ein Augenblick der Witterung, dann festigte sich der Griff um die Träger der Sporttasche. Aus dem Stand heraus explodierte die Gestalt in Bewegung. Ein unmenschlicher Sprung beförderte sie auf einen emporstrebenden Balken, wo sie behände entlangeilte ohne einen Gedanken an Gleichgewicht verschwenden zu müssen. Ein Sprung ins Leere, im letzten Moment eine überhängende Dachrinne ergriffen und in den Schatten eines Stelzenhauses gezogen. Das Überbrücken der, nicht unerheblichen, Höhenmeter hatte nur wenige Sekunden in Anspruch genommen. Nun hockte das vermummte Ding wieder reglos, stumm und unbewegt. Nicht mehr als ein achtlos weggeworfener Haufen alter Kleider. Dann wieder unvorhersehbare Bewegung. Schnelle kleine Schritte trappelten über die Dielen aus Blech, gemahnten wieder an die krallenbewehrten Füßchen der Ratten. Das Lumpenwesen tauchte in einen gähnend schwarzen Häusereingang ein, verschmolz mit der Finsternis und dem Gestank nach Armut.
Das Haus selbst war leer, seine Bewohner sicherlich geflohen oder ein Festmahl für die Asfresser. Dem Eindringling war das gleichgültig. War kein Bewohner da musste keiner beseitigt werden.
Er hockte sich in eine Ecke, so das er den Eingang im Auge hatte. Nicht das man das kauernde Geschöpf im hintersten Winkel gesehen hätte. Irgendwo tropfte Wasser durch das Dach, summten dicke Schmeißfliegen. Die Sporttasche öffnete sich. Die drei Bündel mit dem Geld verschwanden in der fadenscheinigen Robe. Dann kam ein graues Öltuch zum Vorschein. Bedächtig fand es seinem Platz auf dem Boden und die Seiten klappen auseinander. Teile waren eingeschlagen gewesen. Matt schwarze Steckkomponenten. Nun arbeiten die Hände schnell. Patronenkammer, daran die Schulterstütze und ihr gegenüber der Lauf mit der typischen Verkleidung. Der Griff mit Abzug und die Magazinzuführung. Schließlich die Zieleinrichtung, dreifache Vergrößerung.
Resuku Schnellfeuergewehr, 7,62 mal 39 Millimeter.
Das Magazin klickte leise als es in dem Schacht einrastete. 40 Schuss, Stahlmantelgeschosse.
Eine Waffe die man nicht oft sah auf Koron und auch dieser hier war kein langes Leben beschieden. Nachdem sie ihre Pflicht getan hatte würde sie verschwinden und mit ihre jede Spur die zu ihrem Benutzer oder dem, der sie ihm überlassen hatte, führen konnte. Der Lumpenmann lud die Waffe leise durch. Nicht das übliche >Klack- Klack< das anzeigte wie ernst es der Schütze meinte oder wie sehr er es gewohnt war ein harter Knochen zu sein. Nur ein leises mechanisches Geräusch. Dann ein erneuter Bewegungsschub und die Gestalt war aus dem Fenster. Ein Sprung trug ihn auf das Dach des Nebenhauses. Er hatte keine Eile. Schließlich war er nicht allein. Da draußen war noch jemand. Jemand der sich der Chimäre von der anderen Seite näherte. So wie ein Spiegelbild. Wie ein Schicksal das sich erfüllen musste sobald die Konstellation korrekt war.