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Läuterung
#81
Kastor schwang sich grazil – viel zu grazil für ein Mann seiner Masse aus dem ehemaligen Panzer. Mit einem leichten matschigen «platsch» landete er im Dreck, Augen auf den Mann gerichtet der die Parole beantwortet hatte. Nicht anders als der Nebenmann, waren sie mindestens einen Kopf kürzer als er und als er auf die beiden mit Ihrem Servitor zuschritt liess er seinen Blick schweifen. Thermale Sicht sei Dank erspähte er zwei weitere wackere Strecken, wobei er vermutlich nur für einen wirklich die thermale Sicht gebraucht hätte, hockte der andere in einem seiner toten Winkel in der vollen Rüstung eines Arbites. So schweifte sein Blick zurück zu einem der Männer, der Ihm mehr sympathisch erschien als der andere – Revolver an der Hüfte sei Dank. "Ein Mann nach meinem Geschmack!" Sagte er nur , eine Hand von seinem leichten Maschinenwehr nehmend, bevor er den massigen Revolver an seinem linken Oberschenkel sanft tätschelte. "Aber sei es wie es ist, mögt Ihr nicht Eure zwei kleinen Freundinnen einladen?" Er nickte kurz in die Richtung von den beiden Schützen in Deckung bevor er fortfuhr. "Hasse es mich zu wiederholen." So wartete bis die beiden scheuen Betschwestern sich ebenfalls zu Ihnen gesellten. Ein knapp und absolut übertriebene Verbeugung folgte. "Haus Orsius sendet seine Grüße, die kleine, nette und recht knapp bekleidete Elvira hat seine Exzellenz um Hilfe erbeten… und naja hier bin ich schätze ich mal." Ein amüsierter Gluckser folgte. "Muss zugestehen, dass Ich recht von Eurer Optik enttäuscht bin, muss ebenfalls zugestehen, dass ich jetzt allerdings nicht mehr so traurig drum bin das Ihr nicht so ein liebliches Outfit habt als Sie." Meinte er mehr beiläufig als er seine Waffe sicherte. "Alsdann ich bin Segetor Kastor Arthelis…." Er verstummte kurz. "Also Segetor steht für Sergeant und wie man wohl gut erkennen kann gehöre ich einer recht… sagen wir exquisiten Gruppe an."

Er nahm nun beide Hände von der Waffe bevor er seinem Helm abnahm, die gemeisselten Züge seinen Gegenübers ein breites Grinsen schenkend, perlweisse Zähne die man nicht mit einer regulären Zahnbürste erhalten konnte blitzen Ihnen entgegen, als er seine Schachtel mit LHO`s herauszog und sich eine ansteckte, bevor er diese den anderen offerierte. Nachdem er sich nach den Namen der wackeren Recken erkundigt hatte, folgte er mit einem simplen und pragmatischem. "Bräuchte dann noch Eure Kurzwellenfunkfrequenz."

Gesagt getan, dann marschierte die Gruppe schon auch los und liess das Massengrab mit den Stahl-Accessoires hinter sich. Kastor nahm bedingt durch seine Bewaffnung eine der rückseitigen Positionen ein, so das er in Theorie zumindest mit seinem LMG Unterstützungsfeuer garantieren konnte. Ein Faktum das sich als irrelevant erwies, da sich die Gruppe recht ungestört durch die morastige Ebene bewegen konnte. Sein Blick indes immer wider zu dem Mann namens Arius zurückkehrend. Irgendwie kam er Ihm bekannt vor.


Wenn Sie schliesslich Ihr Nachtlager aufschlugen blickte Kastor wieder zu dem jüngeren. "Muss gestehen du kommst mir irgendwie bekannt vor… und da ich keine Schwulenpornos schaue… hrm...Ah bist du nicht der neue Goldjunge der PVS? Scheisse… da trifft man einen echten Helden und dann sowas!" Er gab ein amüsantes Glucksen von sich als er sich auf den Hintern fallen liess und sich gegen einen der Bäume lehnte. Er blickte dem unglücklichen Versuch eines seiner neuen Kameraden ein Loch zu graben, nur um direkt mit brackigem Wasser begrüsst zu werden. Er hatte bereits seine flammlose Ration in Händen und goss etwas Wasser in de Behälter, als er sich zu der Gruppe zurückwandte, sowohl zu «kochenden» als auch wachenden. "So Pinup-Boy da drüben ist offensichtlich noch nicht sonderlich lange ein illustres Mitglied der Inquisition, wie siehts mit dem Rest von Euch aus?"


Während er den Antworten lauschte betrachtete er seine Mahlzeit und war mal wider recht begeistert, den schwarzen Dragonern anzugehören. Weder Menschenfleisch noch pure Chemiekeule,indes ein nettes Grox-Gulasch mit was er zumindest schätze war Gemüse. Spielte letztlich allerdings nur eine geringe Rolle, als er seine Mahlzeit in Rekordzeit rein-schaufelte, bevor er sich wieder an den Rest wandte. "Weckt mich für meine Schicht, bin seit ner Weile wach, ich spare uns allen die langweilen Details…."


Und mit diesen Worten, nahm er seinen Tornister, um Ihn als Kissen zu Missbrauchen, weder machte er sich sonderlich Mühe einen Unterstand zu bauen noch sonst etwas, seine Rüstung hielt seine Körpertemperatur stets auf einem Level das er Überleben konnte, die Versiegelung also hielt Parasiten, Blutsauger und die Nässe draussen. Was wohl im Endeffekt ein recht interessantes Bild gestaltete, mit Ihm platt an einem Baum liegend, mit nichts anderen als seinem Rucksack als Stütze.
Dann ein kreischen, seine Waffe wurde bereits entsichert als er seine Augen öffnete. Kurz darauf war die Nachtsicht aktiviert, er hatte sich in Deckung gerollte, sein LMG in die Richtung gerichtet wo er vermutete das das Gekreische begonnen hatte. Im Kurzwellenfunk ertönte seine Stimme als ein Flüstern. "Was beim Imperator war das?"
Name: Kastor Arthelis „Smiley“
Rasse: Mensch
Alter: 38
Zugehörigkeit: Schwarze Dragoner/ Haus Orsius
Grösse: 212cm
Herkunft: Terra
Aussehen: Muskelbepackter Hüne, kahl rasierter Kopf. Stahlgraue Iriden, Dreitagebart
Charakter: Opportunistisch, skrupellos, redselig, humorvoll, extrovertiert, fehlt jedwedes Empfinden für Moral und Ethik
Fähigkeiten: Exzellenter Nahkämpfer, guter Schütze auf kurze bis mittlere Distanz, Spezialist für Kampf in urbanem Gelände, rudimentäre Sprengstoffkenntnisse, Gardisten/Dragoner-Ausbildung
Kleidung: Dragonerrüstung
Waffen: MG Rofield-4, Sledgehammer Revolver, Nadel-Pistole, taktisches Tomahawk, Allzweckmesser, 5 Frag-Granaten, 2 Melta-Granaten
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#82
Da hat er was falsch verstanden, kommentierte Kurt trocken. Du bist kein Schwarzer Dragoner mehr, auch wenn du den Wellblechanzug noch anhast. So wie wir drei keine Soldaten mehr sind und er da hinten kein Arbites. Zumindest nicht mehr hauptberuflich. Bestenfalls als Hobby oder als Stichpunkt unter der früheren Jobbeschreibung. Er ließ den Blick kurz über die versammelte Gruppe schweifen, ehe er wieder bei Kastor hängen blieb.
Wir sind Inquisitionsagenten. Alles andere ist Selbsttäuschung. Oder hat von euch einer in letzter Zeit einen Soldscheck und sein Essensmarkenheftchen bekommen? Sein Tonfall war sachlich, beinahe beiläufig. Als wäre die Sache damit geklärt und keiner weiteren Diskussion würdig.
Insgeheim registrierte Kurt , wie häufig Kastor die sexuelle Orientierung seiner Kameraden zum Thema machte. Ziemlich oft für jemanden, der offenbar so viel Wert darauf legte, selbst nicht in den Verdacht zu geraten, Männer interessant zu finden.
Kurt kommentierte es nicht. Auch wenn es ihm gehörig in den Fingern kribbelte, den Dragoner ein wenig zu reizen und zu sehen, wie lange es dauerte, bis der Kerl aus der Haut fuhr. In der PVS hätte er keine Sekunde gezögert. Er dachte an Banks, den Catachaner, den er mit geradezu diebischer Freude immer wieder zur Weißglut getrieben hatte. Eine Beschäftigung, die ihm rückblickend beinahe schon ein wenig fehlte.
Aber hier war es anders.
Zum einen kannte Kurt den Ruf der Schwarzen Dragoner. Elitekiller, wenn man höflich sein wollte. Killerelite, wenn man ihre Prioritäten in die richtige Reihenfolge brachte. Bei denen stand die Skrupellosigkeit schließlich nicht selten vor der Elitarität. Zum anderen war Castor jemand, auf dessen Feuerkraft und Können Kurt im Ernstfall lieber zählen wollte, als herauszufinden, auf wieviele Arten ein Mensch in einer Auseinandersetzung mit einem ausgewachsenen Dragoner umgebracht werden konnte.
Also ließ er es bleiben.
Vorerst.
Das bedeutete allerdings nicht, dass er den Mann sonderlich sympathisch fand. Im Gegenteil. Kurt entschied für sich, Kastor erst einmal pauschal nicht zu mögen. Eine unkomplizierte, pragmatische Entscheidung, die ihm das Leben erfahrungsgemäß leichter machte. Es war schließlich ausgesprochen hilfreich, in einer Gruppe jemanden zu haben, auf den man seinen Frust projizieren konnte, ohne sich dafür jedes Mal erst eine vernünftige Begründung zurechtlegen zu müssen.

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Kurl lag seitlich eines moosbewachsenen Baumes in seiner behelfsmäßigen Stellung, das Gewehr im Anschlag und den Blick in die Richtung gerichtet, aus der das Kreischen gekommen war. Für einige Sekunden sagte er nichts. Er lauschte in die Dunkelheit, als könnte er dem Nachhall noch irgendeine brauchbare Information abringen.
Aber da war nichts. Nur das vertraute Summen der Insekten, das Rascheln der Blätter und das leise Plätschern irgendwo im Morast.
Er mochte es nicht.
Nicht, weil er Angst vor Geräuschen in der Nacht hatte. Er hatte lange genug in irgendwelchen Schützenlöchern und Laufgräben auf das Morgengrauen gewartet um zu wissen, dass Geräusche in der Nacht nicht immer Angreifer oder Monster waren. 
Neun aus zehn Mal nicht. 
Meistens war es etwas wesentlich Banaleres. Ein Tier, arbeitendes Material oder Vollidioten von Kameraden. Dieses Geräusch konnte man jedoch schwerlich als etwas harmloses fehlinterpretieren.
Seine paar Stoppelhaare standen ihm zu Berge wie die Stachel eines Igel. 
Das Brüllen irgendeiner Bestie wäre sogar besser gewesen. Nicht das er scharf darauf gewesen wäre, aber Monster die bluteten wenn man auf sie schoss, waren ihm lieber als mechanisch klingende Dinge, die er nicht einordnen konnte. Seine Erfahrung sagte ihm, dass es vernünftiger wäre, sich möglichst weit davon zu entfernen. Am besten in die entgegengesetzte Richtung, mit ausreichend Munition und ohne sich noch einmal umzudrehen.
Unglücklicherweise war Vernunft nicht der Grund, aus dem sie hier draußen waren.
Kurt schaltete seinen Funk auf die gemeinsame Frequenz. Sein Blick blieb dabei auf der Dunkelheit, während sein Daumen den Sprechknopf betätigte.
Frage ist nicht, was es ist, sondern ob wir es uns ansehen?
Er ließ einen Moment verstreichen und atmete leise durch die Nase aus. Da es in ihrer Gruppe keinen designierten Anführer gab, mussten sie es anders machen. Er suchte kurz nach dem Wort. Wie hieß das noch, wenn man keinen Gouverneur, Offizier oder Ministorumsvorgesetzten hatte. Es lag ihm auf der Zunge? Richtig Demokratie, das wars gewesen. 
Abstimmung: Ich bin … Er machte eine kurze Pause, als müsste er sich selbst erst vergewissern, dass er bei klarem Verstand war. Und ich glaube nicht, dass ich das tatsächlich sage: Ich bin dafür.
Name: Kurt Messer
Rufzeichen: 
Rasse & Zugehörigkeit: Mensch, Imperium
Alter: um die 40 Standardjahre
Aussehen: 1,85m groß, kurzes, blondes Haar, blaue Augen, drahtige Erscheinung, Narben auf der linken Gesichtshälfte und Stirn, markanter Goldzahn, selbstbewusstes Auftreten.
Kleidung: Kleidung Inquisitionsgarde  
Ausrüstung: Messer, Die Friedensstifter (2x vom Mechanikus gefertigte, großkalibrige Revolver (nur bei Bedarf am Mann)), Sechsschüsser Revolver als Seitenwaffe



[Bild: 9c7661eaa4dd771f339e86601b2e3ac6.jpg]
„Er zog nicht schnell – die Zeit wich nur höflich zur Seite, wenn er es tat.“
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