07-21-2026, 08:56 PM
ORDO XENOS – EINSATZDOSSIER
SIGMA-PRIMUS
Nur für autorisiertes Personal
Operationsbezeichnung
Operation FACKEL
Zielgebiet: Provinz Casiov
Casiov war bis zum Jahr 172 der hiesigen Zeitrechnung die bedeutendste Militärprovinz der Föderalen Union. Rüstungsproduktion, Panzerwerke, Munitionsfabriken, Kasernen sowie umfangreiche Versorgungs- und Kommunikationsinfrastruktur bildeten das wirtschaftliche und strategische Rückgrat des damaligen Staates. Zahlreiche Trabantensiedlungen dienten der Unterbringung von Soldaten, deren Familien sowie zivilem Fachpersonal.
Mit der Vernichtung der Grünen Zitadelle und der anschließenden Einrichtung des Sperrgebietes verlor die Provinz den überwiegenden Teil ihrer Bevölkerung sowie nahezu ihre gesamte industrielle Infrastruktur.
Gegenwärtige Besiedlung: Die Provinz verfügt außerhalb des Sperrgebietes über lediglich drei größere Ortschaften.
Ostrevka: Einwohner: 12.400 / Verwaltungssitz der Provinz. / Sitz der Bergbaubehörde. / Umschlagplatz des regionalen Koltanabbaus.
Velsari: Einwohner: 7.800 / Schwerpunkt Holzwirtschaft. / Größte Sägewerksanlagen der Provinz. / Nördlichste Dauersiedlung.
Kauronn: Einwohner: 5.100 / Südlichste Stadt. / Unmittelbar an der Quarantänegrenze. / Versorgungspunkt der Grenzsicherung. / Personal überwiegend aus Bergbau und Sicherheitsdiensten.
Gesamtbevölkerung außerhalb des Sperrgebietes: ca. 30.000
Historische Anmerkung: Vor Beginn der militärischen Erschließung war Casiov Siedlungsgebiet der als Reluggen bekannten Volksgruppe. Imperiale und föderal unionistische Archive beschreiben die Reluggen als halbnomadische Wald- und Jägervölker mit geringer Bevölkerungsdichte. Im Zuge des militärischen Ausbaus wurden sie offiziell vollständig umgesiedelt. Lokale Folklore behauptet jedoch bis heute, einzelne Familienverbände oder ganze Sippen hätten sich tiefer in die Wälder zurückgezogen und dort bis heute überlebt. Eine Bestätigung hierfür existiert nicht.
Ein vollständiges Aussterben der Volksgruppe kann jedoch ebenfalls nicht nachgewiesen werden.
Die wirtschaftliche Tätigkeit beschränkt sich nahezu ausschließlich auf Holzeinschlag sowie Koltanförderung. / Beide Wirtschaftszweige erfüllen ihre Lieferverpflichtungen seit Jahren ohne erkennbare Unterbrechungen.
Eine systematische Untersuchung auf Symbiontenbefall fand bislang nicht statt.
Aufgrund:
der historischen Vorbelastung,
der geographischen Isolation,
der geringen externen Kontrolle sowie
des bekannten Ausbreitungsmusters von Genräuberkulten
ist ein Befall als wahrscheinlich einzustufen.
Lagebeurteilung
Das militärische Sperrgebiet umfasst nach aktuellen Kartierungen etwa 18.700 km².Es besitzt annähernd die Ausdehnung eines kleineren Staates und reicht vom nördlichen Tannengürtel bis an das Casiov-Hochland.
Innerhalb des Gebietes befinden sich die Ruinen der: Grünen Zitadelle / ehemalige Kasernen / Waffenfabriken / Munitionslager / Versorgungssiedlungen / Bunkeranlagen / Flugfelder / Schienenverbindungen /unterirdische Logistiksysteme
Die vollständige Kartierung gilt seit dem Casiov-Aufstand als verloren.
Das nachfolgende Bild ist die aktuellste visuelle Aufzeichnung. Sie datiert von vor der Selbstvernichtung der Zitadelle. Die momentane Lage in dem Gebiet kann nicht visuell verifiziert werden.
![[Bild: dckareq5.png]](https://s1.directupload.eu/images/260721/dckareq5.png)
Aktuelle Lage
Offiziell ist das Sperrgebiet aufgrund radioaktiver Altlasten dauerhaft gesperrt.
Nach Angaben der Föderalen Union wurden während der Zerstörung mehrere Kernreaktoren beschädigt.
Eine unabhängige Überprüfung dieser Angaben fand nie statt.
Ob die Strahlenbelastung tatsächlich das gesamte Sperrgebiet betrifft oder lediglich als Begründung für dessen Abriegelung dient, kann derzeit nicht beurteilt werden.
Zusätzlich Bedrohung durch andere Altlasten: kontaminierte Wasserläufe / eingestürzte Bunkeranlagen / nicht detonierte Munitionslager / automatisierte Geschütztürme / Minenfelder unbekannter Ausdehnung
Ergänzung:
Keine Funkübertragungen oberhalb der notwendigen Mindestdauer. (3 Minuten mit Zerhacker) / Jede längere Aussendung erhöht das Risiko einer Ortung.
Mitzuführende Ausrüstung: Hyperfunkgerät Typ HX-9 / Bildaufzeichnungstechnik und Audioprotokollierung / Dosimeter / Chemischer Feldtester / Atemfilter / Tarnmittel / Sprengmittel für Tunnelversiegelungen / Minenspührer
Infiltration
Anlandung
Die Anlandung erfolgt im Maramor-Korridor / Dabei handelt es sich um einen rund fünfzehn Kilometer breiten Waldgürtel entlang der südöstlichen Sperrgebietsgrenze. / Das Gebiet wird aufgrund schwieriger Topographie nur unregelmäßig überwacht. / Durch Einflussnahme des Ordo Xenos werden dort zusätzlich Überwachungsmaßnahmen reduziert. / Nach der Landung erfolgt Marschbewegung nach Norden. / Geplante Marschdauer bis zur Grünen Zitadelle: 72 Stunden.Evakuierung
Reguläre Aufnahme ausschließlich nach Anforderung per Funk. / Alternativ: Sammelpunkt Alpha 24 Stunden nach Missionsabbruch. / Sammelpunkt Beta 48 Stunden nach Missionsabbruch. / Sollte bis Ablauf dieser Fristen kein Kontakt hergestellt werden können, gilt der Einsatzverband als vermisst. / Eine automatische Bergungsoperation erfolgt nicht.
Gedanke des Tages: "Wo Wissen fehlt, wächst der Feind."

