07-05-2026, 12:22 AM
Die Atmosphäre war anders geworden im Raum, seitdem der Inquisitor eingetreten war. Bei Elvira war ihnen schon klar gewesen, dass sie gehorchen mussten, aber trotzdem konnte man noch untereinander über sie reden, sich seinen Teil denken und mal etwas unüberlegtes sagen.
Gallianos Geyer war da ein anderes Kaliber. Wie seine Untergebene war er auch auffällig. Nicht durch extravagante oder sündhaft teure Mode wie sie. Dafür war seine Kleidung zu schlicht. Zu schlicht und trotzdem merkwürdig und fremdartig in ihrer Erscheinung. Der merkwürdige Schnitt oder doch das Material seiner Robe? Der Wagen hinter ihm, der über allerlei Schläuche mit dem Inquisitor verbunden war und Glasgefäße mit merkwürdigen Flüssigkeiten transportierte. Arius hatte noch nie in seinem Leben so etwas gesehen. Das bedeutete aber auch nicht viel. Als einfacher Soldat hatte er vieles noch nicht gesehen zudem die Elite des Imperiums Zugriff hatte.
Und dann war da noch der Inquisitor. Unnatürlich Groß, hager und gebrechlich wirkend, aber dabei doch irgendwie Zähigkeit und Leidensfähigkeit ausstrahlend. Irgendwie alterlos. Arius fühlte sich an manche Wanderprediger erinnert, die durch strenges Fasten und Verzicht ihrem Glauben Ausdruck verliehen. Asketen hatten sie sich genannt, soweit er sich erinnern konnte. Der Inquisitor schien in die gleiche Kerbe zu schlagen. Wenig verwunderlich, wenn er so darüber nachdachte. Schließlich stand Geyer an vorderster Front gegen die Feinde der Menschheit und im Kampf gegen sie, musste man erst sich selbst meistern.
Wenn sie jetzt an seiner Seite standen, um ihn dabei zu unterstützen war das vielleicht etwas woran jeder Einzelne aus ihrer Gruppe sich orientieren sollte. Denn waren sie nicht alle Sünder, die nach Besserung streben sollten?
Nachdem Geyer seinen Vortrag beendet hatte, herrschte erst einmal Schweigen. Nach dem Vortrag Elviras über Genräuber hatten sie jetzt noch einmal soviel über ihre Verbreitung auf Koron III erfahren. Gewaltige Mengen an Informationen, die sie in knapper Form heruntergerattert bekamen.
Das merkwürdigste war aber, dass Geyer sie nach ihrer Meinung zu potentiellen Einsätzen fragte. Die vier Männer schwiegen betreten. War ihre Meinung wirklich soviel wert? Schließlich waren sie nur einfache Soldaten und Gesetzeshüter und nicht Inquisitoren oder direkte Berater, die auf gewaltige Datenmengen und Informantennetzwerke zurückgreifen konnten.
Geyer schien die Stille ertragen zu können und wartet unbewegt auf eine Antwort, bis Arius sich einen Ruck gab und zögerlich das Wort ergriff.
"Mir selbst sagen die Grüne Zitadelle und die Untersuchung der PVS am meisten zu.
Die Grüne Zitadelle liegt weit ab vom Schuss. Wenn wir untersuchen was dort heute passiert, wird man in Gohmor davon wohl wenig Notiz nehmen. Das sollte euch Herr Inquisitor hoffentlich einige Zeit lang die übermäßige Neugierde der zuständigen Stellen ersparen und sie sich vielleicht auch in falscher Sicherheit wiegen lassen.
Außerdem treten wir damit der Förderalen Union ordentlich auf die Füße. Auch wenn das hoffentlich nicht zu schnell auffällt. Für ihre Heimlichtuerei hätten sie das aber verdient. Der ganze Haufen Scheiße wäre nie so groß geworden, wenn man damals offen und ehrlich ermittelt hätte. Dann haben sie aber alles nur vertuscht, vertuscht und nochmals vertuscht und jetzt mussten sie hierherkommen, um alles in Ordnung zu bringen. Lieber direkt mit dem Stahlbesen auskehren, als alles vermüllen lassen, um das Gesicht zu wahren. Eine robuste Ermittlung könnte da sicherlich einiges zu Tage fördern.
Und bei der PVS erklärt es sich ja eigentlich von selbst. Die Genräuber haben sie infiltriert, Teile von ihr in Luht und der Ratshalle gegen uns gewendet und das Blut vieler Unschuldiger damit vergossen. Vertrauen ist verloren gegangen. Vertrauen der Zivilbevölkerung gegenüber den Streitkräften, von Teilen der Führung ihr gegenüber und besonders von Kameraden untereinander. Kameradschaft und Loyalität sind das Fundament ihres Handelns. Verrat zerstört alles was darauf aufbaut. Wie sollen wir sicher sein können, dass nicht noch immer Genräuber dort die Fäden ziehen und uns bei jeder sich bietenden Gelegenheit in den Rücken fallen?
Wir sollten daher schnell vorgehen, um dieses Krebsgeschwür aus unseren Streitkräften herauszulösen, damit wir wieder mit Sicherheit sagen können, dass sie treu im Glauben an den Imperator vereint im Kampf gegen den Xenos stehen.
Nur dann können wir sicher sein, dass sie den Feind rücksichtslos zermalmen wird, wenn wir ihn endlich auf offenem Feld stellen können.“
Mit kaum unterdrücktem Ärger und Aufregung in seiner Stimme beendete Arius seine Ausführungen, während sein Körper vor Anspannung beinahe aus dem Sitz schnellen wollte.
Er räusperte sich etwas peinlich berührt und fuhr dann tonlos fort.
„Verzeiht mir, wenn ich das so deutlich sage, aber von Luht kann ich nur abraten. Das Gelände ist vollkommen unwegsam und unkartiert. Fortbewegung war eigentlich nur in der Luft und zu Wasser möglich. Zu Fuß bleiben wir wahrscheinlich schon nach kürzester Zeit im Wald stecken, da es keine richtigen Wege, geschweige denn Straßen gibt. Die gohmorische 10. kann man jetzt natürlich nicht mit einem kleinen Eingreiftrupp der Inquisition vergleichen, aber wir werden da wohl vor den gleichen Problemen stehen. Die Versorgung wird wohl auch aus der Luft erfolgen. Laut euren eigenen Worten Herr Inquisitor gelingt ja bis jetzt ja nicht einmal der verlässliche Entsatz von bekannten Positionen wie den Bunkertürmen.
Wie man uns im Dschungel verlässlich orten und versorgen will, kann ich mir gerade schlecht vorstellen.
Und falls man uns findet und Nachschub heranbringen will, wird wohl jeder Stammeskrieger und Kultanhänger wissen, dass sich ein lohnendes Ziel in der Nähe befinden. Dann wird aus unserer Aufklärungsmission schnell ein Spießrutenlauf.
Ist denn eine grobe Ortung des Zielgebietes im Dschungel gelungen? Ist dieser Schnabelmayer noch vor Ort aktiv? Dann könnte er uns ja als Ortskundiger helfen oder seine lokalen Kontakte nutzen, um uns entsprechende Leute zu empfehlen damit wir nicht völlig verloren sind.
Sonst springen wir ja wirklich auf gut Glück in die grüne Hölle und hoffen etwas nützliches zufällig aufzustöbern, falls ihr uns dort einsetzen wollt.“
Gallianos Geyer war da ein anderes Kaliber. Wie seine Untergebene war er auch auffällig. Nicht durch extravagante oder sündhaft teure Mode wie sie. Dafür war seine Kleidung zu schlicht. Zu schlicht und trotzdem merkwürdig und fremdartig in ihrer Erscheinung. Der merkwürdige Schnitt oder doch das Material seiner Robe? Der Wagen hinter ihm, der über allerlei Schläuche mit dem Inquisitor verbunden war und Glasgefäße mit merkwürdigen Flüssigkeiten transportierte. Arius hatte noch nie in seinem Leben so etwas gesehen. Das bedeutete aber auch nicht viel. Als einfacher Soldat hatte er vieles noch nicht gesehen zudem die Elite des Imperiums Zugriff hatte.
Und dann war da noch der Inquisitor. Unnatürlich Groß, hager und gebrechlich wirkend, aber dabei doch irgendwie Zähigkeit und Leidensfähigkeit ausstrahlend. Irgendwie alterlos. Arius fühlte sich an manche Wanderprediger erinnert, die durch strenges Fasten und Verzicht ihrem Glauben Ausdruck verliehen. Asketen hatten sie sich genannt, soweit er sich erinnern konnte. Der Inquisitor schien in die gleiche Kerbe zu schlagen. Wenig verwunderlich, wenn er so darüber nachdachte. Schließlich stand Geyer an vorderster Front gegen die Feinde der Menschheit und im Kampf gegen sie, musste man erst sich selbst meistern.
Wenn sie jetzt an seiner Seite standen, um ihn dabei zu unterstützen war das vielleicht etwas woran jeder Einzelne aus ihrer Gruppe sich orientieren sollte. Denn waren sie nicht alle Sünder, die nach Besserung streben sollten?
Nachdem Geyer seinen Vortrag beendet hatte, herrschte erst einmal Schweigen. Nach dem Vortrag Elviras über Genräuber hatten sie jetzt noch einmal soviel über ihre Verbreitung auf Koron III erfahren. Gewaltige Mengen an Informationen, die sie in knapper Form heruntergerattert bekamen.
Das merkwürdigste war aber, dass Geyer sie nach ihrer Meinung zu potentiellen Einsätzen fragte. Die vier Männer schwiegen betreten. War ihre Meinung wirklich soviel wert? Schließlich waren sie nur einfache Soldaten und Gesetzeshüter und nicht Inquisitoren oder direkte Berater, die auf gewaltige Datenmengen und Informantennetzwerke zurückgreifen konnten.
Geyer schien die Stille ertragen zu können und wartet unbewegt auf eine Antwort, bis Arius sich einen Ruck gab und zögerlich das Wort ergriff.
"Mir selbst sagen die Grüne Zitadelle und die Untersuchung der PVS am meisten zu.
Die Grüne Zitadelle liegt weit ab vom Schuss. Wenn wir untersuchen was dort heute passiert, wird man in Gohmor davon wohl wenig Notiz nehmen. Das sollte euch Herr Inquisitor hoffentlich einige Zeit lang die übermäßige Neugierde der zuständigen Stellen ersparen und sie sich vielleicht auch in falscher Sicherheit wiegen lassen.
Außerdem treten wir damit der Förderalen Union ordentlich auf die Füße. Auch wenn das hoffentlich nicht zu schnell auffällt. Für ihre Heimlichtuerei hätten sie das aber verdient. Der ganze Haufen Scheiße wäre nie so groß geworden, wenn man damals offen und ehrlich ermittelt hätte. Dann haben sie aber alles nur vertuscht, vertuscht und nochmals vertuscht und jetzt mussten sie hierherkommen, um alles in Ordnung zu bringen. Lieber direkt mit dem Stahlbesen auskehren, als alles vermüllen lassen, um das Gesicht zu wahren. Eine robuste Ermittlung könnte da sicherlich einiges zu Tage fördern.
Und bei der PVS erklärt es sich ja eigentlich von selbst. Die Genräuber haben sie infiltriert, Teile von ihr in Luht und der Ratshalle gegen uns gewendet und das Blut vieler Unschuldiger damit vergossen. Vertrauen ist verloren gegangen. Vertrauen der Zivilbevölkerung gegenüber den Streitkräften, von Teilen der Führung ihr gegenüber und besonders von Kameraden untereinander. Kameradschaft und Loyalität sind das Fundament ihres Handelns. Verrat zerstört alles was darauf aufbaut. Wie sollen wir sicher sein können, dass nicht noch immer Genräuber dort die Fäden ziehen und uns bei jeder sich bietenden Gelegenheit in den Rücken fallen?
Wir sollten daher schnell vorgehen, um dieses Krebsgeschwür aus unseren Streitkräften herauszulösen, damit wir wieder mit Sicherheit sagen können, dass sie treu im Glauben an den Imperator vereint im Kampf gegen den Xenos stehen.
Nur dann können wir sicher sein, dass sie den Feind rücksichtslos zermalmen wird, wenn wir ihn endlich auf offenem Feld stellen können.“
Mit kaum unterdrücktem Ärger und Aufregung in seiner Stimme beendete Arius seine Ausführungen, während sein Körper vor Anspannung beinahe aus dem Sitz schnellen wollte.
Er räusperte sich etwas peinlich berührt und fuhr dann tonlos fort.
„Verzeiht mir, wenn ich das so deutlich sage, aber von Luht kann ich nur abraten. Das Gelände ist vollkommen unwegsam und unkartiert. Fortbewegung war eigentlich nur in der Luft und zu Wasser möglich. Zu Fuß bleiben wir wahrscheinlich schon nach kürzester Zeit im Wald stecken, da es keine richtigen Wege, geschweige denn Straßen gibt. Die gohmorische 10. kann man jetzt natürlich nicht mit einem kleinen Eingreiftrupp der Inquisition vergleichen, aber wir werden da wohl vor den gleichen Problemen stehen. Die Versorgung wird wohl auch aus der Luft erfolgen. Laut euren eigenen Worten Herr Inquisitor gelingt ja bis jetzt ja nicht einmal der verlässliche Entsatz von bekannten Positionen wie den Bunkertürmen.
Wie man uns im Dschungel verlässlich orten und versorgen will, kann ich mir gerade schlecht vorstellen.
Und falls man uns findet und Nachschub heranbringen will, wird wohl jeder Stammeskrieger und Kultanhänger wissen, dass sich ein lohnendes Ziel in der Nähe befinden. Dann wird aus unserer Aufklärungsmission schnell ein Spießrutenlauf.
Ist denn eine grobe Ortung des Zielgebietes im Dschungel gelungen? Ist dieser Schnabelmayer noch vor Ort aktiv? Dann könnte er uns ja als Ortskundiger helfen oder seine lokalen Kontakte nutzen, um uns entsprechende Leute zu empfehlen damit wir nicht völlig verloren sind.
Sonst springen wir ja wirklich auf gut Glück in die grüne Hölle und hoffen etwas nützliches zufällig aufzustöbern, falls ihr uns dort einsetzen wollt.“
![[Bild: 01-U1-Titel-201912-Sagen.jpg]](https://i.ibb.co/B2TWzwQj/01-U1-Titel-201912-Sagen.jpg)
Name: Arius Kruger
Alter: 30 Standardjahre
Zugehörigkeiten: PVS
Rang: Feldwebel
Loyalitäten: imperialer Fanatiker, Militarist
Aussehen: 190cm groß, sehnig, ausgezehrt, maskenhaftes, verkniffenes Gesicht, attraktives Lächeln, blonder Seitenscheitel, bleiche leere Augen, beide Arme durch bionische Implantate ersetzt
Kleidung: abgetragene Zivilkleidung, steingrauer Regenponcho silberner Aquila
Charakter: Militarist, imperialer Fanatiker, tief gläubig, Frontveteran, begeisteter Hobbyfotograf, mangelhafte Empathie und auf sozialer Ebene ein Wrack
Fähigkeiten: erfahrener Grabenkrieger, guter Läufer,
Ausrüstung/Besitz: Reaper, Esseos Schema Laserpistole, Thermitgranate, Brecheisen, Fotoapparat
Konto: 1180 Schekel

