01-31-2026, 10:09 PM
Psioniker. Hexenkräfte aus den dunkelsten Ecken des menschlichen Verstandes. Arius konnte sich noch gut daran erinnern, wie sie damals in der Schola vor diesen Kreaturen gewarnt worden waren. Das sie im Schatten der Gesellschaft auf Beutejagd waren und was sie guten, Imperatortreuen Bürgern antaten. Aber auch wie die tapferen Diener des Throns sie verfolgten und zur Strecke brachten. Und wie auch sie, ein Haufen begeisterter Zehnjähriger, auf alle Anzeichen von verdammenswerter Hexenkraft achten und sie ihren Lehrern an der Schola melden sollten. Wie sich dieser Sermon in leicht abgewandelter Form, und dem jeweiligen Alter angepasst, durch seinen Wehrdienst und seine Zeit bei der Imperialen Armee gezogen hatte.
Lasset die Hexe nicht leben, denn in ihr hat sich die Sünde manifestiert!
Aus der siebten Predigt gegen die Narretei der selbstzufriedenen Ignoranz von Jeremias Kazandiques dem Fürstbischof von Gorathan VI. Arius konnte sich noch jetzt an die Holoübertragung im Raumschiff während ihrer Verlegung nach Meran Magna erinnern.
Trotz dieser allgegenwärtigen Warnungen war er niemals einem Psioniker begegnet. Bis jetzt. Der Dienst bei der Inquisition brachte einen wirklich direkt und schnell in Kontakt mit den Feinden der Menschheit. Insbesondere Doc, der ihr die Betäubungsmittel verabreichen und dafür auf Tuchfühlung mit ihr musste, konnte nur bemitleidet werden. Mit etwas Pech würde er von ihr getötet oder gegen seine Kameraden gehetzt werden. Und wenn er ihr das Mittel falsch verabreichte, würde sie sterben und er den Zorn von Elvira und ihrem Meister auf sich ziehen. Er war froh, dass er nicht in seinen Schuhen steckte.
Aus dem Augenwinkel konnte er sehen, dass Kurt vor sich hinmurmelte und ins Leere starrte. So etwas hatte er im Laufe der Jahre oft genug gesehen. Da kamen wieder Erinnerungen hoch. Und zwar nicht die von der guten Sorte.
Hatte er vielleicht schon einmal gegen Psioniker kämpfen müssen? Arius wagte es nicht ihn zu fragen, denn er wusste nicht, ob die Antwort ihm gefallen würde. Oder ob er bei Kurt damit noch mehr halb verdrängte Erinnerungen wecken würde. Manchmal war es besser Erinnerungen im Morast des Vergessens versinken zu lassen und sie nicht wieder ans Tagelicht zu zerren.
„Sollte es nötig sein will ich, dass du mir die Kugel verpasst.“
Arius warf Doc schweigend einen langen Blick zu. Ja, Elvira hatte ihnen allen einen Schussbefehl erteilt, aber so direkt zum Scharfrichter ernannt zu werden war noch etwas anderes. Vertraute Doc ihm so sehr so eine schwierige Entscheidung treffen zu können oder hielt er ihn für skrupellos genug einfach so einen Kameraden über den Haufen zu schießen? Arius war sich nicht sicher, ob er die Antwort wirklich wissen wollte.
„Ich hoffe, dass ich gar nicht erst dazu gezwungen bin so weit zu gehen.“
Dann drehte auch er sich um, wickelte sich in die dünne Bettdecke und versuchte zu schlafen. Das sie morgen mit eine hochgefährliche Psionikerin im Kofferraum zu ihrer Basis fahren würden, ständig mit der Gefahr eines Hinterhalts im Nacken, wäre unter anderen Umständen etwas gewesen, dass einen vor Nervosität die ganze Nacht über wach sein ließ.
Aber der Tag war bereits lang gewesen und Arius lange genug Soldat, um jede sich bietende Möglichkeit für Schlaf zu nutzen. Nach wenigen Minuten war er in den „Abgrund“, wie er seinen fast schon komatösen, traumlosen Schlaf nannte, gefallen und machte das Beste aus der kurzen Auszeit, die sie hier bekommen hatten.
Wenige Stunden später weckte das Piepen des Weckers ihn aus seinem tiefen Schlaf. Arius warf die dünne Decke von sich, rollte mehr aus dem Bett als das er aufstand, und schlüpfte in Socken und Stiefel. Gähnend und sich streckend wankte er ins Bad. Am Waschbecken stehend starrte er mit müden Augen für einige Augenblicke in den durch Alter teils erblindeten Spiegel, ehe er sich das Gesicht mit dem brackigen Wasser wusch.
Minimal erfrischt zog er sich dann seine restliche Kleidung an und kontrollierte kurz seine Waffen auf ihre Funktionstüchtigkeit. Solange sie nicht in ein ausgewachsenes Gefecht geraten würden, sollte seine Munition ausreichen.
Auf ein Frühstück mussten sie wohl erst einmal verzichten und auf dem Weg schauen, ob sie sich irgendwo etwas kaufen konnten.
„Dann lasst mal losgehen. Mal schauen wie dieser Echo und sein Transporter aussehen,“ meinte er an seine beiden Kameraden gewandt.
Lasset die Hexe nicht leben, denn in ihr hat sich die Sünde manifestiert!
Aus der siebten Predigt gegen die Narretei der selbstzufriedenen Ignoranz von Jeremias Kazandiques dem Fürstbischof von Gorathan VI. Arius konnte sich noch jetzt an die Holoübertragung im Raumschiff während ihrer Verlegung nach Meran Magna erinnern.
Trotz dieser allgegenwärtigen Warnungen war er niemals einem Psioniker begegnet. Bis jetzt. Der Dienst bei der Inquisition brachte einen wirklich direkt und schnell in Kontakt mit den Feinden der Menschheit. Insbesondere Doc, der ihr die Betäubungsmittel verabreichen und dafür auf Tuchfühlung mit ihr musste, konnte nur bemitleidet werden. Mit etwas Pech würde er von ihr getötet oder gegen seine Kameraden gehetzt werden. Und wenn er ihr das Mittel falsch verabreichte, würde sie sterben und er den Zorn von Elvira und ihrem Meister auf sich ziehen. Er war froh, dass er nicht in seinen Schuhen steckte.
Aus dem Augenwinkel konnte er sehen, dass Kurt vor sich hinmurmelte und ins Leere starrte. So etwas hatte er im Laufe der Jahre oft genug gesehen. Da kamen wieder Erinnerungen hoch. Und zwar nicht die von der guten Sorte.
Hatte er vielleicht schon einmal gegen Psioniker kämpfen müssen? Arius wagte es nicht ihn zu fragen, denn er wusste nicht, ob die Antwort ihm gefallen würde. Oder ob er bei Kurt damit noch mehr halb verdrängte Erinnerungen wecken würde. Manchmal war es besser Erinnerungen im Morast des Vergessens versinken zu lassen und sie nicht wieder ans Tagelicht zu zerren.
„Sollte es nötig sein will ich, dass du mir die Kugel verpasst.“
Arius warf Doc schweigend einen langen Blick zu. Ja, Elvira hatte ihnen allen einen Schussbefehl erteilt, aber so direkt zum Scharfrichter ernannt zu werden war noch etwas anderes. Vertraute Doc ihm so sehr so eine schwierige Entscheidung treffen zu können oder hielt er ihn für skrupellos genug einfach so einen Kameraden über den Haufen zu schießen? Arius war sich nicht sicher, ob er die Antwort wirklich wissen wollte.
„Ich hoffe, dass ich gar nicht erst dazu gezwungen bin so weit zu gehen.“
Dann drehte auch er sich um, wickelte sich in die dünne Bettdecke und versuchte zu schlafen. Das sie morgen mit eine hochgefährliche Psionikerin im Kofferraum zu ihrer Basis fahren würden, ständig mit der Gefahr eines Hinterhalts im Nacken, wäre unter anderen Umständen etwas gewesen, dass einen vor Nervosität die ganze Nacht über wach sein ließ.
Aber der Tag war bereits lang gewesen und Arius lange genug Soldat, um jede sich bietende Möglichkeit für Schlaf zu nutzen. Nach wenigen Minuten war er in den „Abgrund“, wie er seinen fast schon komatösen, traumlosen Schlaf nannte, gefallen und machte das Beste aus der kurzen Auszeit, die sie hier bekommen hatten.
Wenige Stunden später weckte das Piepen des Weckers ihn aus seinem tiefen Schlaf. Arius warf die dünne Decke von sich, rollte mehr aus dem Bett als das er aufstand, und schlüpfte in Socken und Stiefel. Gähnend und sich streckend wankte er ins Bad. Am Waschbecken stehend starrte er mit müden Augen für einige Augenblicke in den durch Alter teils erblindeten Spiegel, ehe er sich das Gesicht mit dem brackigen Wasser wusch.
Minimal erfrischt zog er sich dann seine restliche Kleidung an und kontrollierte kurz seine Waffen auf ihre Funktionstüchtigkeit. Solange sie nicht in ein ausgewachsenes Gefecht geraten würden, sollte seine Munition ausreichen.
Auf ein Frühstück mussten sie wohl erst einmal verzichten und auf dem Weg schauen, ob sie sich irgendwo etwas kaufen konnten.
„Dann lasst mal losgehen. Mal schauen wie dieser Echo und sein Transporter aussehen,“ meinte er an seine beiden Kameraden gewandt.
![[Bild: 01-U1-Titel-201912-Sagen.jpg]](https://i.ibb.co/B2TWzwQj/01-U1-Titel-201912-Sagen.jpg)
Name: Arius Kruger
Alter: 30 Standardjahre
Zugehörigkeiten: PVS
Rang: Feldwebel
Loyalitäten: imperialer Fanatiker, Militarist
Aussehen: 190cm groß, sehnig, ausgezehrt, maskenhaftes, verkniffenes Gesicht, attraktives Lächeln, blonder Seitenscheitel, bleiche leere Augen, beide Arme durch bionische Implantate ersetzt
Kleidung: abgetragene Zivilkleidung, steingrauer Regenponcho silberner Aquila
Charakter: Militarist, imperialer Fanatiker, tief gläubig, Frontveteran, begeisteter Hobbyfotograf, mangelhafte Empathie und auf sozialer Ebene ein Wrack
Fähigkeiten: erfahrener Grabenkrieger, guter Läufer,
Ausrüstung/Besitz: Reaper, Esseos Schema Laserpistole, Thermitgranate, Brecheisen, Fotoapparat
Konto: 1180 Schekel

