03-19-2025, 02:23 PM
Transitcanyons Eins
Sie kamen nicht wirklich gut voran.
Das lag zum einen natürlich an dem schwierigen Gelände. Es gab kaum Stellen an denen man den Boden berühren konnte. MEest musste man über Wracks und Schrott aller Art klettern. Jeder Schritt war trügerisch, denn das stark korrodierte Metall und spröde Plastik konnte jeder Zeit unter einen Halt suchenden Fuß nachgeben. Glas und scharfkantige Stücke aller Art taten ihr Übriges.
Darüber hinaus, waren sie alles andere als frisch an Körper und Seele. Nach dem überlebten Absturz und den davor durchlittenden Strapazen hätten sie Ruhe gebraucht, vielleicht sogar einen Krankenhausaufenthalt.
Stress und Schock konnten jedoch nicht berücksichtigt werden und so kämpften sie sich Meter um Meter mühselig voran. Nach einer Stunde schienen sie kaum die Absturzstelle hinter sich gelassen zu haben.
Trotz ihrer Erschöpfung mussten sie obendrein die Augen nach etwaigen Gefahren offenhalten. Es war bekannt, dass die tieferen Ebenen von allerlei Ausgestoßenen und degenerierten Gesellschaftsformen bevölkert wurden. Eigentlich waren die das Wasser auf den Mühlen der Rebellen, doch im Moment stellten sie eher einen Gefahr dar.
Auch von einem Zugang war nichts zu sehen. Dann und wann waren in den Mauern zu beiden Seiten Lüftungsauslässe zu sehen, aus denen es dampfte. Doch waren diese nicht nur zu klein, sondern auch unerreichbar weit oben. Vor zwanzig Minuten hatten sie ein Fluttor passiert, das vielversprechend ausgesehen hatte. Aber es war mit Gitterstäben blockiert. Zu dick um zu versuchen, sie mit dem Lasergewehr zu bearbeiten.
Über ihnen rauschte der Verkehr, das normale Leben, als stetiges Hintergrundgeräusch. Menschen, die ihren eigenen Sorgen hatte, eigene Ambitionen, Hoffnungen und Wünsche. Die nicht wusste, dass unter ihnen Gefahr entlang kroch. Oder Befreiung. Darüber gingen die Meinungen selbst innerhalb der Vierergruppe auseinander.
Cassian wollte gerade ein Wrack überwinden, dass einmal eine Zugmaschine von irgendetwas gewesen sein musste. Es hatte einen lange Schnauze, die es zu überklettern galt. Als der verdeckte Arbites sich an einem, einigermaßen fest wirkenden Griff empor zog, und auf Augenhöhe mit der Haube war, gewahrte er etwas Eigentümliches.
Auf dem geschundenen Blech der zerstörten Maschine tanzten Rostflocken. Einige hatten sich aufgestellt, andere schwebten ein paar Millimeter über der Oberfläche.
Cassian kannte diesen Effekt und alles in ihm verkrampfte sich. Wären diese Leute, mit denen er hier unterwegs war, tatsächlich seine Kameraden gewesen, es wäre der Moment der Warnung gewesen. Aber er schwieg.
Allerdings war er nicht der einzige, der etwas bemerkte. Renold, der gute alte, redselige Renold, bemerkte es ebenfalls.
Verstecken! Es kommt etwas.
Sie hielten auf einem skelettierten Bus zu, der ganz am Rand der Mauer lag. Niemand hinterfragte die Warnung oder wartete ab, was genau da kommen würde.
Jetzt konnte man das Nahende spüren. Ein tiefes Vibrieren, dass erst die Zähne im Zahnfleisch schmerzen ließ und sich dann im Bauch bemerktbar machte.
Sie hatten das Innere des Wracks gerade erreicht und sich hinter der rostdünnen Wand niedergekauert, als es sich durch den Nebel schob.
Es schwebte langsam und gestattete einen Blick auf sich, wenn man kurz den Kopf hob oder eine zerfressene Stelle in der Seitenwand des Busses fand.
Ein Block, hässlich und monolithisch.
Nichts was schweben können sollte.
Aber es schwebte und bei näherem Hinsehen entpuppte sich das Ding als ein Antigrav. Fahrzeug. Dem gar nicht unähnlich, mit dem sie gerade einen Burchlandnung gemacht hatten, wenn auch viel massiger. Als hätte man einem Bunker zum Fliegen verholfen. Die dafür nötigen, gewaltigen Antigrav. Gondeln waren es auch, deren Wellen sie so deutlich spürten.
Es war in einem pockennarbigen Schwarz gehalten, welches lediglich auf der Front von einem goldenen, zweiköpfigen Adler unterbrochen wurde. Es war jetzt fast über ihnen und das dröhnende Vibrationsbrummen ließ jeden Knochen in ihrem Körper klingeln.
Cassian kannte dieses Ding.
Justicia-Castellum / Koron Sondervariante 3. Auf Basis der heimischen Technologie, um den Anforderungen der Makropole gerecht zu werden. Vier Scheinwerfer die so hell waren, dass sie den Dingen, die sie erfassten die Farbe zu entziehen schienen, tasteten wie suchende Finger über den Grunde des Canyons. Neben den zwei unteren Waffengondeln, die mit schweren Boltern bestückt waren, gab es darüber äußere Laufwege, auf denen Arbitration nach unten spähten und jeder Zeit bereit waren, sich abzuseilen, wenn die Lichtfinger ein lohnendes Ziel erfassten.
Der Adeptus Arbites war gekommen.
Sie kamen nicht wirklich gut voran.
Das lag zum einen natürlich an dem schwierigen Gelände. Es gab kaum Stellen an denen man den Boden berühren konnte. MEest musste man über Wracks und Schrott aller Art klettern. Jeder Schritt war trügerisch, denn das stark korrodierte Metall und spröde Plastik konnte jeder Zeit unter einen Halt suchenden Fuß nachgeben. Glas und scharfkantige Stücke aller Art taten ihr Übriges.
Darüber hinaus, waren sie alles andere als frisch an Körper und Seele. Nach dem überlebten Absturz und den davor durchlittenden Strapazen hätten sie Ruhe gebraucht, vielleicht sogar einen Krankenhausaufenthalt.
Stress und Schock konnten jedoch nicht berücksichtigt werden und so kämpften sie sich Meter um Meter mühselig voran. Nach einer Stunde schienen sie kaum die Absturzstelle hinter sich gelassen zu haben.
Trotz ihrer Erschöpfung mussten sie obendrein die Augen nach etwaigen Gefahren offenhalten. Es war bekannt, dass die tieferen Ebenen von allerlei Ausgestoßenen und degenerierten Gesellschaftsformen bevölkert wurden. Eigentlich waren die das Wasser auf den Mühlen der Rebellen, doch im Moment stellten sie eher einen Gefahr dar.
Auch von einem Zugang war nichts zu sehen. Dann und wann waren in den Mauern zu beiden Seiten Lüftungsauslässe zu sehen, aus denen es dampfte. Doch waren diese nicht nur zu klein, sondern auch unerreichbar weit oben. Vor zwanzig Minuten hatten sie ein Fluttor passiert, das vielversprechend ausgesehen hatte. Aber es war mit Gitterstäben blockiert. Zu dick um zu versuchen, sie mit dem Lasergewehr zu bearbeiten.
Über ihnen rauschte der Verkehr, das normale Leben, als stetiges Hintergrundgeräusch. Menschen, die ihren eigenen Sorgen hatte, eigene Ambitionen, Hoffnungen und Wünsche. Die nicht wusste, dass unter ihnen Gefahr entlang kroch. Oder Befreiung. Darüber gingen die Meinungen selbst innerhalb der Vierergruppe auseinander.
Cassian wollte gerade ein Wrack überwinden, dass einmal eine Zugmaschine von irgendetwas gewesen sein musste. Es hatte einen lange Schnauze, die es zu überklettern galt. Als der verdeckte Arbites sich an einem, einigermaßen fest wirkenden Griff empor zog, und auf Augenhöhe mit der Haube war, gewahrte er etwas Eigentümliches.
Auf dem geschundenen Blech der zerstörten Maschine tanzten Rostflocken. Einige hatten sich aufgestellt, andere schwebten ein paar Millimeter über der Oberfläche.
Cassian kannte diesen Effekt und alles in ihm verkrampfte sich. Wären diese Leute, mit denen er hier unterwegs war, tatsächlich seine Kameraden gewesen, es wäre der Moment der Warnung gewesen. Aber er schwieg.
Allerdings war er nicht der einzige, der etwas bemerkte. Renold, der gute alte, redselige Renold, bemerkte es ebenfalls.
Verstecken! Es kommt etwas.
Sie hielten auf einem skelettierten Bus zu, der ganz am Rand der Mauer lag. Niemand hinterfragte die Warnung oder wartete ab, was genau da kommen würde.
Jetzt konnte man das Nahende spüren. Ein tiefes Vibrieren, dass erst die Zähne im Zahnfleisch schmerzen ließ und sich dann im Bauch bemerktbar machte.
Sie hatten das Innere des Wracks gerade erreicht und sich hinter der rostdünnen Wand niedergekauert, als es sich durch den Nebel schob.
Es schwebte langsam und gestattete einen Blick auf sich, wenn man kurz den Kopf hob oder eine zerfressene Stelle in der Seitenwand des Busses fand.
Ein Block, hässlich und monolithisch.
Nichts was schweben können sollte.
Aber es schwebte und bei näherem Hinsehen entpuppte sich das Ding als ein Antigrav. Fahrzeug. Dem gar nicht unähnlich, mit dem sie gerade einen Burchlandnung gemacht hatten, wenn auch viel massiger. Als hätte man einem Bunker zum Fliegen verholfen. Die dafür nötigen, gewaltigen Antigrav. Gondeln waren es auch, deren Wellen sie so deutlich spürten.
Es war in einem pockennarbigen Schwarz gehalten, welches lediglich auf der Front von einem goldenen, zweiköpfigen Adler unterbrochen wurde. Es war jetzt fast über ihnen und das dröhnende Vibrationsbrummen ließ jeden Knochen in ihrem Körper klingeln.
Cassian kannte dieses Ding.
Justicia-Castellum / Koron Sondervariante 3. Auf Basis der heimischen Technologie, um den Anforderungen der Makropole gerecht zu werden. Vier Scheinwerfer die so hell waren, dass sie den Dingen, die sie erfassten die Farbe zu entziehen schienen, tasteten wie suchende Finger über den Grunde des Canyons. Neben den zwei unteren Waffengondeln, die mit schweren Boltern bestückt waren, gab es darüber äußere Laufwege, auf denen Arbitration nach unten spähten und jeder Zeit bereit waren, sich abzuseilen, wenn die Lichtfinger ein lohnendes Ziel erfassten.
Der Adeptus Arbites war gekommen.