03-08-2025, 04:20 AM
Die letzten Monate waren wie in einem Nebel an ihm vorbeigezogen. Nur die letzten zwei Wochen hatte er bewusst wahrgenommen. Davor Operationen, um seinen zertrümmerten Arm zu entfernen und ihm seinen bionischen anzupassen. Sein zweiter. Auch wenn sie sehr unterschiedlich waren. Der Linke aus seiner Zeit bei der Imperialen Armee. Spartanisch und rudimentär, wie es sich bei der Armee gehörte. Ein Knochenarm aus Stahl. Sein neuer rechter Arm war da schon ein anderes Kaliber. Besseres Material, bessere Verarbeitung, lebensechter. Soweit man das bei einer künstlichen Gliedmaße aus Stahl sagen konnte. Nichts, was ein gewöhnliches PVS Mitglied bekommen hätte. Genauso wie der Aufenthalt in diesem Sanatorium für das oberste Prozent. Man hatte ihn zu einem Symbol aufgebaut. Ihn aus all jenen herausgehoben, die in der Ratshalle geblutet und gelitten hatten. Einer im Himmel und den Rest in den Staub des Vergessens getreten. Er konnte diese Ungerechtigkeit gar nicht in Worte fassen.
Kruger war kein Politiker, aber auch er hatte Lunte gerochen. Sein wichtigstes Talent war die Zugehörigkeit zur 10. Kompanie gewesen. Das Herzprojekt des Gouverneurs. Ein Herzensprojekt das durch seine Taten an Prestige gewonnen hatte.
Im Gegenzug hatte er einen neuen Arm, eine weitere Medaille und eine Beförderung erhalten. Er freute sich schon darauf zu seiner Einheit zurückzukehren und seine Truppe anzuzführen, die ihm seit dem Luhtfeldzug unterstand. Bolowski, van Mürsted, Wràc und die Anderen. Hoffentlich waren sie alle noch am Leben.
Bis dahin musste er aber noch eine Weile hierbleiben. Man kümmerte sich gut um ihn, aber der Luxus war ungewohnt, fremdartig sogar und fühlte sich falsch an. Privatärzte, genau abgestimmte Programme, um einen gesunden zu lassen, erlesene Speisen für jedes Bedürfnis. Er fühlte sich wieder gesund, hatte sich an seinen neuen Arm gewöhnt, auch wenn er zutiefst bedauerte, nie wieder etwas mit seinen Fingern spüren, ertasten zu können.
Für heute war ihm wieder Besuch angekündigt worden. Keiner seiner Vorgesetzen oder Reporter, die seinen derzeitigen Gesundheitsstand festhalten und immer wieder die Geschichte aus der Ratshalle hören wollten. Die Leserschaft war begierig für jede Neuigkeit und jeden Klatsch. Besonders nachdem ein Mordanschlag auf ihn verübt worden war. Wie durch ein Wunder war der gute alte Waldorf genau zur richtigen Zeit zur Stelle gewesen und hatte ihn verhindert. Eine neue Heldengeschichte. Leider hatte er ihn persönlich nicht mehr seit der Ratshalle gewesen. Hoffentlich ging es ihm gut.
Bei dieser Elvira musste es sich also um einen ganz anderen Gast handeln.
Pünktlich auf die Minute erschien seine Besucherin dann auch und marschierte zielstrebig auf ihn zu. Von der Kleidung her hätte er auf jemanden aus den oberen Ebenen getippt, vielleicht eine Gönnerin, wie derjenige , der ihm den Aufenthalt an diesem Ort hier ermöglichte. Die Sprechweise kam ihn dann für diese Gesellschaftsschicht wieder zu gewöhnlich vor. Narbe und Tätowierung schrien hingegen wiederum Unterstadt. Eine Gangerin. Eine reiche Gangerin um genau zu sein, wenn er Elektrotätowierung sich so anschaute. Es würde spannend werden.
Ihre Vorstellung, die aus aneinandergreihten Andeutungen und der Benennung von offensichtlichem Bestand nahm er regunglos zur Kenntnis. Sie würde schon zu dem Thema kommen welches ihr auf dem Herzen lag. Das tat sie schließlich auch, indem sie ihm zusammen mit einer letzten Andeutung einen Gegenstand in die Hand drückte.
Kruger hielt das Symbol einen langen Moment in seinen bionischen Händen und atmete tief durch, während si ihn nach seiner Bedeutung fragte.
"Ja, ich kenne es. Von Meran Magna. Nach dem Krieg wurden wir entsprechenden Sondereinheiten zur Seite gestellt, um sie bei den Säuberungen unter den Verrätern zu unterstützen." Sein Blick war nicht auf seine Gesprächspartnerin, sondern aus dem Fenster auf die sich auftürmenden Wolkenbänke gerichtet. "Massenverhaftungen. Schnellgerichte. Transporte zu Gefängniswelten, um ihre Sünden abzuarbeiten. Weinrote Keramitrüstungen mit dem hier als Abzeichen." Er hielt kurz das Symbol hoch. "Das hatten ihre Soldaten getragen."
Langsam wandte er sich ihr wieder zu und von der Vergangenheit ab. Ein Lächeln umspielte seine Lippen und durchschnitt die starre Maske, die sein Gesicht darstellte.
"Es ist gut, dass sie hier sind. Diese Welt ist krank. Wie ich schon lange gepredigt habe. Nachlässigkeit und Arroganz haben uns hierhergeführt, auch wenn einige der Verantwortlichen in der Ratshalle für ihren Leichtsinn bezahlen durften. Aber sie sind wohl da um endlich aufzuräumen. Deswegen sind sie wohl auch zu mir gekommen. Nicht? Wie kann ich also genau zu Diensten sein? Bin schon viel zu lange hier gewesen. Man rostet so schnell ein Elvira."
Seine Augen waren so ausdrucklos wie immer, aber an den Rändern seiner bleichen Pupillen tanzte der Wahnsinn wie die Flammen eines Scheiterhaufens.
Kruger war kein Politiker, aber auch er hatte Lunte gerochen. Sein wichtigstes Talent war die Zugehörigkeit zur 10. Kompanie gewesen. Das Herzprojekt des Gouverneurs. Ein Herzensprojekt das durch seine Taten an Prestige gewonnen hatte.
Im Gegenzug hatte er einen neuen Arm, eine weitere Medaille und eine Beförderung erhalten. Er freute sich schon darauf zu seiner Einheit zurückzukehren und seine Truppe anzuzführen, die ihm seit dem Luhtfeldzug unterstand. Bolowski, van Mürsted, Wràc und die Anderen. Hoffentlich waren sie alle noch am Leben.
Bis dahin musste er aber noch eine Weile hierbleiben. Man kümmerte sich gut um ihn, aber der Luxus war ungewohnt, fremdartig sogar und fühlte sich falsch an. Privatärzte, genau abgestimmte Programme, um einen gesunden zu lassen, erlesene Speisen für jedes Bedürfnis. Er fühlte sich wieder gesund, hatte sich an seinen neuen Arm gewöhnt, auch wenn er zutiefst bedauerte, nie wieder etwas mit seinen Fingern spüren, ertasten zu können.
Für heute war ihm wieder Besuch angekündigt worden. Keiner seiner Vorgesetzen oder Reporter, die seinen derzeitigen Gesundheitsstand festhalten und immer wieder die Geschichte aus der Ratshalle hören wollten. Die Leserschaft war begierig für jede Neuigkeit und jeden Klatsch. Besonders nachdem ein Mordanschlag auf ihn verübt worden war. Wie durch ein Wunder war der gute alte Waldorf genau zur richtigen Zeit zur Stelle gewesen und hatte ihn verhindert. Eine neue Heldengeschichte. Leider hatte er ihn persönlich nicht mehr seit der Ratshalle gewesen. Hoffentlich ging es ihm gut.
Bei dieser Elvira musste es sich also um einen ganz anderen Gast handeln.
Pünktlich auf die Minute erschien seine Besucherin dann auch und marschierte zielstrebig auf ihn zu. Von der Kleidung her hätte er auf jemanden aus den oberen Ebenen getippt, vielleicht eine Gönnerin, wie derjenige , der ihm den Aufenthalt an diesem Ort hier ermöglichte. Die Sprechweise kam ihn dann für diese Gesellschaftsschicht wieder zu gewöhnlich vor. Narbe und Tätowierung schrien hingegen wiederum Unterstadt. Eine Gangerin. Eine reiche Gangerin um genau zu sein, wenn er Elektrotätowierung sich so anschaute. Es würde spannend werden.
Ihre Vorstellung, die aus aneinandergreihten Andeutungen und der Benennung von offensichtlichem Bestand nahm er regunglos zur Kenntnis. Sie würde schon zu dem Thema kommen welches ihr auf dem Herzen lag. Das tat sie schließlich auch, indem sie ihm zusammen mit einer letzten Andeutung einen Gegenstand in die Hand drückte.
Kruger hielt das Symbol einen langen Moment in seinen bionischen Händen und atmete tief durch, während si ihn nach seiner Bedeutung fragte.
"Ja, ich kenne es. Von Meran Magna. Nach dem Krieg wurden wir entsprechenden Sondereinheiten zur Seite gestellt, um sie bei den Säuberungen unter den Verrätern zu unterstützen." Sein Blick war nicht auf seine Gesprächspartnerin, sondern aus dem Fenster auf die sich auftürmenden Wolkenbänke gerichtet. "Massenverhaftungen. Schnellgerichte. Transporte zu Gefängniswelten, um ihre Sünden abzuarbeiten. Weinrote Keramitrüstungen mit dem hier als Abzeichen." Er hielt kurz das Symbol hoch. "Das hatten ihre Soldaten getragen."
Langsam wandte er sich ihr wieder zu und von der Vergangenheit ab. Ein Lächeln umspielte seine Lippen und durchschnitt die starre Maske, die sein Gesicht darstellte.
"Es ist gut, dass sie hier sind. Diese Welt ist krank. Wie ich schon lange gepredigt habe. Nachlässigkeit und Arroganz haben uns hierhergeführt, auch wenn einige der Verantwortlichen in der Ratshalle für ihren Leichtsinn bezahlen durften. Aber sie sind wohl da um endlich aufzuräumen. Deswegen sind sie wohl auch zu mir gekommen. Nicht? Wie kann ich also genau zu Diensten sein? Bin schon viel zu lange hier gewesen. Man rostet so schnell ein Elvira."
Seine Augen waren so ausdrucklos wie immer, aber an den Rändern seiner bleichen Pupillen tanzte der Wahnsinn wie die Flammen eines Scheiterhaufens.
![[Bild: 69kp-h.gif]](https://www.bilder-hochladen.net/files/69kp-h.gif)
Name: Arius Kruger
Alter: 27 Standardjahre
Zugehörigkeiten: PVS
Rang: Unteroffizier
Loyalitäten: imperialer Fanatiker, Militarist
Aussehen: 190cm groß, sehnig, ausgezehrt, maskenhaftes, verkniffenes Gesicht, attraktives Lächeln, blonder Seitenscheitel, bleiche leere Augen, linker Arm durch bionisches Implantat ersetzt
Kleidung: Uniform, Zivilkleidung oder Gläubigengewandung, silberner Aquila
Charakter: Militarist, imperialer Fanatiker, tief gläubig, Frontveteran, begeisteter Hobbyfotograf, mangelhafte Empathie und auf sozialer Ebene ein Wrack
Fähigkeiten: erfahrener Grabenkrieger, guter Läufer,
Ausrüstung/Besitz: PVS-Standardinfanterieausrüstung, Mpi-01.3, Esseos Schema Laserpistole, Feldstecher, Fotoapparat, Wohnung, Kiste voller Erinnerungsstücke, Bücher, sonstiger Krimskrams
Konto: 1185 Schekel