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Läuterung
#4
Ralph war etwas überrascht, versuchte jedoch seine Fassung weiterhin zu wahren. Die Inquisition warb ihn also an um für sie zu arbeiten. An dem Punkt an dem er jetzt stand hatte er keine wirkliche Wahl mehr. Der Inquisition wiedersprach man nicht, wenn man ein solches Angebot erhielt. Neben der Annahme gab es nur einie Alternative und die würde dafür sorgen, dass er morgen irgendwo in einer dunklen Gasse vom Arbites aufgefunden werden würde, beraubt seines Geldes und so zugerichtet, dass man es für das Werk einer lokalen Gang oder allgemein des Untergrundes in der Makropole hielt.

"Ich denke ich habe wohl keine Wahl, wenn sie mich so nett darum bitten. Selbstverständlich nehme ich ihr Angebot an Elvira.", antwortete er daher freundlich. Nach ihren weiteren Ausführungen und nachdem sie sich erhoben hatte klatschte er sich mit den Händen auf die Oberschenkel und stand selbst auf. Ruhig folgte er ihr und ließ den Teil der Uniform, den er gestellt bekommen hatte direkt im Besprechungsraum liegen. Was sollte er auch damit, eine Verwendung hatte er nicht mehr dafür. Draußen angekommen mussterte er die Limousine, anscheinend kein Standardmodell und etwas nobler als die, die sonst auf dieser Ebene unterwegs waren. Er machte es sich gemütlich und ohne weitere Fragen goß er sich aus einer Karaffe Wasser ein. Auf Eiswürfel verzichtete er und auch den Alkohol ließ er lieber nicht in sein Glas laufen. Die gesamte Situation war eine Überraschung und er wollte doch einen klaren Kopf bewahren. Obwohl die Minibar mit einigen Leckereien gefüllt war und eine Stimme weit hinten in seinem Kopf ihm sagte er solle sich ruhig bedienen, heute könnte vielleicht der letzte Tag sein an dem er dies tat, blieb er standhaft.

Die Fahrt dauerte eine gefühlte Ewigkeit und er ließ seinen Blick nach draußen schweifen über die Landschaft und den Teil der Makropole, die an ihnen vorbei zog. Er nahm gelegentlich einen Schluck des Wassers. Es war von höherer Qualität als das was er hier sonst gewohnt war und war auch erstaunlich klar. Das Leitungswasser auf dieser Ebene wurde von der Industrie mehr oder minder stark verschmutzt, wenngleich sich dies nicht nur geschmacklich auswirkte, so härtete es die meisten Menschen hier ab. Die Zahl der Magen-Darm-Krankheiten war hier wohl rückläufig hatte er von einem der Ärzte gehört, der ihn vor der Einstellung im Stahlwerk untersucht hatte.

An seiner Wohnung angekommen stand er in dem öden Einzimmerapartement und blickte sich um. 'Das Nötigste also nur.', dachte er sich. Er ging zum Schrank, der mit einem Zahlenschloss gesichert war, öffnete ihn und nahm die Dinge heraus die ihm Wichtig waren. In einer unscheinbaren schwarzen Tasche seine Uniform, mit samt der Armaplastweste und dem Helm. Er nahm sein Springmesser von einem der Regalböden, noch immer in der braunen Scheide, gemacht aus dem Leder seiner Heimatwelt. Er zog die Klinge heraus, die an ihrer geschwärzten und matten Oberfläche kaum Licht reflektierte. Er betrachtete sie einen Augenblick und steckte sie dann wieder in die Scheide. Er zog die schwarze Tasche auf und wechselte seine Kleidung. Er zog aber nicht seine Uniform an, sondern frischere, schwarze und unscheinbare Kleidung und seine Kampfstiefel an. Sie wollte das er wie ein normaler Bürger aussah und das war zumindest etwas, was er ihr bieten konnte. Dann verstaute er noch das Kampfmesser in der Tasche wie auch einige seiner Habseeligkeiten, die er über die Jahre gesamelt hatte. Sein Springmesser verschwand, wie es das immer tat, in seinem linken Stiefel, bevor er die Hosenbeine über die Stiefel stülpte. Als Linkshänder konnte er es bei Bedarf von dort schnell ziehen. Er blickte sich noch einmal in der Wohnung um und setzte sich ein paar Minuten auf das Bette und blickte aus dem kleinen Fenster. Er blickte auf die Industrie der Ebene und Dampf der aus defekten Rohren und Schächten quoll. Er wusste nicht, was ihn nun erwarten würde. Er hatte bereits gegen das Chaos gekämpft, für den Freihändler gearbeitet und somit viel mehr gesehen als die meisten Menschen in ihrem Leben. Er hatte die halbe Galaxie bereist, war auf dem heiligsten Boden für jeden Menschen auf Terra selbst. Doch was er als nächstes, in den Diensten der Inquisition erleben würde, würde selbst das eventuell in den Schatten stellen.

Nach nur einer halben Stunde verließ er die Wohnung und machte sich wieder auf den Weg zum Dach, wo die Agentin auf ihn wartete. "Ich habe das Nötigste!", sagte er und deutete auf die Tasche. "Wir können dann los!", fuhr er fort als er an ihr vorbei trat und die Tasche in der Limousine verschwinden ließ.
[Bild: koron_avatar.png]
Name:
Ralph Duhaney

Rufzeichen: Doc
Rasse & Zugehörigkeit: Mensch, Imperium
Alter: 41 Standardjahre
Aussehen: 1,90m, Hoch gewachsen, Muskulös aber nicht sportlich, Grüne Augen, militärischer Kurzhaarschnitt, mehrere Tätowierungen
Kleidung: Im Moment Zivilkleidung
Ausrüstung: Kampfmesser, Springmesser, Diagnosticator, Medikit mit Injektor in einem Rucksack, Pilgerabzeichen der "Großen Pilgerfahrt" nach Terra
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