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		<title><![CDATA[Koron III - Fraktionen, Häuser und Gruppierungen]]></title>
		<link>https://koron3.de/</link>
		<description><![CDATA[Koron III - https://koron3.de]]></description>
		<pubDate>Sun, 10 May 2026 13:16:25 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Adeptus Mechanicus]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=457</link>
			<pubDate>Mon, 21 May 2018 19:27:39 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=3"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=457</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-size: 14pt;" class="mycode_size">[CENTER]Adeptus Mechanicus[/CENTER]</span></span><br />
<br />
[CENTER]<a href="http://www.directupload.net" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="http://fs1.directupload.net/images/180521/4b48uqi9.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: 4b48uqi9.jpg]" class="mycode_img" /></a>[/CENTER]<br />
<br />
<br />
Auch als Priesterschaft des Mars bekannt, sind sie die eifersüchtigen Wächter der Technologie. Ihre Macht über die Äonen alten Techniken ist unzweifelhaft und so sind sie eine der mächtigsten Organisationen im Imperium. Stets bestrebt andere aus ihren Angelegenheiten heraus zu halten und so viel Unabhängigkeit wie möglich zu wahren sind sie ein Imperium innerhalb des Imperiums.<br />
Die Macht des Adeptus Mechanicus ist es, die Raumflotten erschaffen kann und die Millionen Panzer der Armeen des göttlichen Imperators in Bewegung zusetzen vermag.<br />
Sternensysteme erblühen oder finden ihren Untergang auf Geheiß des Adeptus und ihre Präsenz ist auf fast allen imperialen Welten allgegenwärtig.<br />
Derart ist die Macht der Bruderschaft des Mars.<br />
<br />
<span style="font-size: 5pt;" class="mycode_size"><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">[CENTER]Das Adeptus Mechanicus auf Koron 3<br />
[/CENTER]</span></span><br />
<span style="color: darkred;" class="mycode_color"><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">[CENTER]<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Der Wille ist stark doch das Fleisch ist schwach.<br />
Drum entledige dich des Fleisches und ersetze es durch gesegnete Maschinerie. <br />
Der Wille ist stark und die Maschine ist ewig.</span><br />
</span>[/CENTER]</span><br />
<br />
Koron 3 ist eine imperiale Welt im Stand der Hochindustrialisierung. Die strategischen und zivilen Ressourcen, seien es Rohstoffe, Zwischen- oder Endprodukte, versorgen 126 andere Planeten direkt und 2349 (im nennenswerten Umfang) indirekt. <br />
Der Wert Koron 3s entspricht der Kategorie 4 auf der Eisenbergliste und ist somit schützenswert, aber nicht von übergeordnetem Interesse, was den Verteidigungsrang bei einem größeren Angriff externer Aggressoren angeht. <br />
Die zu einer Verteidigung eingesetzte Technologie sollte den Wert von hundert Standardjahren hochgerechneter Güterausstoß des Planeten nicht übersteigen. (Personelle Kräfte sind in der Berechnung der Entbehrlichkeit nicht berücksichtigt wurden. Ihr Erhalt kann als vernachlässigbar betrachtet werden.) <br />
Das Adeptus Mecanikus unterhält eine geringe Anzahl an Brüdern und Schwestern auf Koron 3, wenn man diese im Verhältnis zu vergleichbaren Planeten der Kategorie 4 sieht. Grund dafür ist sowohl ein Engpass in der personellen Abdeckung des Sub- Sektors, welcher nach aktuellen Berechnungen in 177 Standardjahren ausgeglichen werden kann, als auch eine Unklarheit im Status des Planeten, beziehungsweise des dort stationierten Militärs. <br />
Nach dem letzten lokalen Konflikt, dem sogenannten Krieg der Häuser, wurde Koron 3 von der Imperialen Armee befriedet und bis zur Stabilisierung besetzt. Diese Garnisonstruppen sind mittlerweile durch heimische Kräfte, namentlich Planetaren Verteidigungsstreitkräften (PVS) ersetzt wurden. Allerdings wurde der Status dieser Einheiten noch nicht angepasst, wodurch sie offiziell weiterhin als Garnisonstruppen der Imperialen Armee gelten. Hier ist von einem normalen zeitlichen Versäumnis der Bürokratie auszugehen. Es erschwert jedoch die Kategorisierung der Truppen des Planeten und damit die stndartiesierte Versorgung mit unterstützenden Brüdern und Schwestern des Adeptus. Trotz der dünnen Abdeckung mit Vertretern des Mars, in militärischer und ziviler Positionierung, können alle nötigen Aufgaben mit erforderliche Effizienz erfüllt werden und die Diener des Maschinengottes müssen sich keinerlei Versäumnis nachsagen lassen. Fest und eisern steht der  Omnissiah  auf der Erde Koron 3s. <br />
<br />
Die oben proklamierten Tatsachen sind wahr, erschöpfen dabei jedoch nur einen Teil der gesamten Fakten, der im einstelligen Prozentbereich liegt. Im Folgenden werden weitere Informationen übermittelt. Gegenüber Außenstehenden, wie auch jenen Angehörigen des Maschinenkultes, die ihre Pflicht besser erfüllen, wenn sie nicht durch die Last gänzlicher Wahrheit belastet werden, haben Eingeweihte auf die obenstehenden Fakten zu verweisen und diese kontinuierlich zu wiederholen. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: darkred;" class="mycode_color">[CENTER]<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><br />
Die Unbedarften glauben  eine Halbwahrheit bereitwilliger, die sie schon hundertmal gehört haben, als eine Wahrheit, die ihnen völlig neu ist.</span>[/CENTER]</span><br />
</span><br />
<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Koron- Kontroverse </span></span><br />
<br />
Die meisten Welten innerhalb des Imperiums, die einen hochgradigen Status der Industrialisierung erreicht haben, verfügen über zentralisierte und verstaatlichte Produktionsstätten. Das Adeptus Mechanicus hat enormen Einfluss auf diesen Welten, sei es als Koordinatoren und/oder als Kontrollinstanz. Wenn er nicht gleich gänzlich die Oberhoheit innehat. <br />
Nun ist unschwer zu bemerken, dass dies auf Koron 3 nicht der Fall ist. Zwar ist etwa fünfzig Prozent der Schwerindustrie und fünfundzwanzig Prozent des restlichen Produktausstoßes verstaatlicht und geht in großen Teilen direkt als Tribut an das Imperium, davon abgesehen gibt es jedoch eine unüblich große Anzahl an Privatfirmen. Diese werden natürlich vom Mechanicus überwacht und müssen Lizenzgebühren entrichten, wenn letzte auch nicht so hoch sind wie auf anderen Welten und dadurch auch kleineren Firmen ein Auskommen ermöglichen. Für Unbedarfte liegt die Erklärung dafür in den oben aufgeführten Punkten. Wenig Kapazität an verfügbaren Techpriestern und ungeklärte bürokratische Einordnungen. <br />
Natürlich ist das nur eine sehr oberflächliche Wahrheit. Das Adeptus lässt kein Feld technologischer Möglichkeiten unbeackert brachliegen. Koron 3 eine, in weiten Teilen unabhängige Entwicklung zu gestatten ist natürlich eine klare Entscheidung des Mars. Schon vor dem Krieg der Häuser wies Koron 3 eine enorme technologische Eigendynamik auf. Diese mündete in Techketzerei, als sich Teile der damalig anwesenden Vertreter des Kultes auf die Seite von Häretikern und Chaosdienern stellten, oder ihre privaten Ziele verfolgten. Im Rahmen der Rückeroberung des Planeten führte der Adeptus eine intensive Suche und Tilgung der ketzerischen Elemente durch. Dies geschah größtenteils unter dem Mantel der Verschwiegenheit, um Uneingeweihte aus den Angelegenheiten des Mars herauszuhalten. Der Fehler war es gewesen degenerierte Fraktionen wie das ketzerische Rasankur, trotz eindeutiger Hinweise, überhaupt erst gewähren und seinen schändlichen Einfluss auf isolierte Angehörige des Kultes wirken zu lassen. Dadurch konnten diese Unseligen vom Licht Omnissiah abgewandt und in die Knechtschaft der Dunkelheit gelockt werden. Die finale Vernichtung Rasankurs durch das Haus Siris, wurde durch den Mechanicus unterstützt und kam einem langjährigen und unbefriedigenden Zermürbungskrieg durch die Imperiale Armee zuvor. Verbleibende Abweichler und Techketzer wurden im anschließenden Zeitraum systematisch gejagt und eliminiert. <br />
Während die Imperiale Armee letzte Widerstandsnester aushob und die Logistik eines Wiederaufbaus und geistiger Säuberung anlief, kamen hochrangige Vertreter des Mechanicus auf der Kreuzer Ozymandias zusammen, welcher den Kräften des Mechanicus bis dato als Operationsbasis gedient hatte. Einige besagter Vertreter kamen persönlich, andere erschienen als flackernde Projektionen oder durch mechanische Abbilder ihres Willens vertreten. Ihr Streben war es über das weitere Schicksal der geschlagenen Welt Koron 3 zu entscheiden. Die Agenda anderer Fraktionen des Imperiums oder gar das klägliche Wollen jener Einheimischen, die auf ihren Knien rutschten und die Eroberer um Verzeihung anbettelten, wurde außer Acht gelassen. Auch waren nicht alle anwesend, die etwas in diesem Fall zu sagen gehabt hätten. Es waren lediglich die Vertreter jener Splittergruppen und Fraktionen innerhalb des Kultes, welche ein direktes Interesse am weiteren Werdegang des Planeten hatten und darüber hinaus schnell genug vor Ort sein konnten um ihren Hut mit in den Ring zu werfen. Drei mögliche Ziele wurden debattiert. <br />
Die Unterstützung einer gewöhnlichen Entwicklung des Planeten. Also zentralisierte Industrie mit wenigen Ausnahmen lokalen Freihandels und Entwicklung. <br />
Die Vereinnahmung der Welt als potenzielle Fabrikwelt. In weniger als zweitausend Jahren konnte Koron 3 eine planetenweite Fabrikanlage sein und permanent Versorgungsgüter in fantastischer Anzahl ausstoßen. <br />
Oder eine dritte weitaus weniger orthodoxe Variante. <br />
<br />
<span style="color: limegreen;" class="mycode_color"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Die nachfolgende Aufzeichnung ist gelöscht und anschließend restauriert wurden. Sie stammt mit großer Wahrscheinlichkeit von einem Servoschädel mit gewöhnlichen Protokollaufgaben. Die Bilddatei ließ sich nicht wiederherstellen, doch große Teile der Audiospur. Es handelt sich um eine Aufzeichnung des Lagegesprächs auf der Ozymandias. Die Anwesenden können nicht benannt werden. Die Aufzeichnung wurde mutwillig gelöscht, Wer dies veranlasst hat kann nicht benannt werden. </span></span><br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Mechanische Stimme, ob männlich oder weiblich kann nicht benannt werden: <span style="color: orangered;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Verzeih wenn ich dich unterbreche Schwester, doch ich habe nicht den weiten Weg auf mich genommen und zeitkritische Angelegenheiten vernachlässigt, um mich mit den Einzelheiten einer wenig bedeutenden Befriedungskampane zu langweilen. Ich bin davon überzeugt, dass unsere Skitarii diese Sache schnell und effizient beenden werden. Wenn wir also zum Punkt kömmen könnten.</span></span><br />
<br />
Weibliche Stimme, offenkundig natürlichen Ursprungs. Im Verlauf des Gespräches variiert Stimme und Stimmlage jedoch kontinuierlich, was zur Identitätsverschleierung dienen dürfte: <span style="color: seagreen;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dein Mangel an Umgangsformen hat sich in den letzten hundertsiebszehn Jahren nicht gebessert. Jahre die mir dadurch versüßt wurden, deine Gesellschaft vermeiden zu können. Selbst eine simple Natur wie du, sollte erkennen können, dass die taktischen Daten dazu dienten die Gesamtsituation auf dem Planeten zu illustrieren. Es gibt Gebiete, von denen wir die Soldaten der Imperialen Armee und Vertreter der Inquisition nach Möglichkeit fernhalten möchten. Wenn unsere Truppen diese Regionen als gesichert melden können, verhindert das, dass dort Personen herumstolpern, die wir dort nicht haben wollen. </span><br />
<br />
<span style="color: orangered;" class="mycode_color">Wie gesagt, ich vertraue in die Kompetenz unserer kämpfenden Einheiten und der Kommandeure vor Ort.</span></span><br />
<br />
Männliche Stimme, natürlichen Ursprungs aber gedämpft klingend, vermutlich durch eine Maske oder ein Filtersystem: <span style="color: royalblue;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">So sehr ich es auch schätze eure anhaltenden Geplänkel zu verfolgen, frage ich mich doch, was genau diese Zusammenkunft so dringlich macht? Ich meine, die Angelegenheit erscheint mir klar. Koron 3 hat sich gegen das Imperium aufgelehnt und ist entsprechend bestraft wurden. Man hat die Zügel hier viel zu lange schleifen lassen und das Resultat ist bei so etwas stets das gleiche. Auflehnung und Rebellion, innen wie außen. Auch wir können uns von dieser Schuld nicht freisprechen. Brüder und Schwestern die zu Chaosanbetern überlaufen, unkontrollierte Entwicklung von Technologie, korrumpierte Maschinen. <br />
Es widert mich an all das zu sehen. Noch mehr widert mich die Schwäche an, die in den Hirnen jener nistet, die diesen Verrat begangen haben und wie gedankenlos wir über die Anzeichen dieser Ketzerei hinweggesehen haben. Diese Welt wurde durch Feuer und Schwert gereinigt und auf Null gesetzt. Die Zukunft für Koron ist für mich eindeutig. Mit harter Hand muss eine neue Ordnung etabliert werden. Gleichschaltung der gewerblichen Gewinnung und Wirtschaft, engmaschige Kontrollen von jeglicher Art von innovativem Bestreben. Ein Gouverneur ist von Nöten, der diesen Namen auch verdient. Handverlesen, haben wir jemanden in dieser Richtung? <br />
Jemand der dem Mars nahe steht? </span></span><br />
<br />
Männliche Stimme, hohl klingend, wie aus dem Inneren eines Tanks: <span style="color: tomato;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Geht das weit genug? Ob durch Verrat oder nicht, auf dieser Welt sind Angehörige des Kultes gestorben, geheiligte Maschinen vernichtet wurden. Unsere Truppen haben bei der Rückeroberung einen signifikanten Beitrag geleistet. Wir sollten diese Welt für den Mechanicus beanspruchen, der wankelmütigen Bevölkerung die Schuldknechtschaft auferlegen und das Fundament einer Fabrikwelt schaffen. </span><br />
<br />
<span style="color: orangered;" class="mycode_color">Jetzt träumst du Bruder. Einen Traum, in dem du gewiss der leitende Magos dieser Fabrikwelt bist. Als ob der Senat derartiges einfach würde geschehen lassen. Eine unberührte, bewohnbare Welt für den Mars du deklarieren ist schwer genug. Einen bereits besiedelten Planeten annektieren zu wollen, lächerlich. <br />
</span><br />
<span style="color: tomato;" class="mycode_color">Es gibt genügend Präzedenzfälle. </span><br />
<br />
<span style="color: orangered;" class="mycode_color">Und wie willst du diesen Anspruch durchsetzen? Mit den paar tausend Skitarii dort unten? </span><br />
<br />
<span style="color: tomato;" class="mycode_color">Nachschub kann herangezogen werden. </span><br />
<br />
<span style="color: royalblue;" class="mycode_color">Du vergisst, dass wir andere Interessen auf dem Planeten haben. Wenn du gedenkst die Welt zu annektieren, wird man an gewissen Stellen misstrauisch werden und sich fragen, was plötzlich so interessant für uns an einer Welt sein könnte die nicht nur in weiten Teilen durch den Krieg verwüstet ist, sondern uns auch vorher auffällig wenig interessiert hat. Wir haben Geheimnisse zu schützen, wie unsere Schwester schon richtig feststellte. Vor Außenstehenden, wie auch vor Kräften innerhalb des Kultes. Ganz davon abgesehen, dass auch ich nicht glaube, dass eine realistische Chance besteht Koron 3 in ein neues Anvilus 9 zu verwandeln.</span><br />
<br />
<span style="color: seagreen;" class="mycode_color">Brüder, Brüder... lasst mich euch eine dritte Variante vorschlagen. Einen etwas, nun sagen wir experimentellen Weg. <br />
Was genau hebt Koron 3, einmal abgesehen von der soeben überstanden Rebellion und den von uns zu bewahrenden Verschlusssachen, gegenüber anderen Planeten besonders hervor? </span></span><br />
<br />
Längeres Schweigen. <br />
<br />
<span style="color: seagreen;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Genau! Rein gar nichts. Der Planet ist keine Welt der Extreme, weder in die eine noch in die andere Richtung. Weder von Orks infiziert, noch mit Heiligen gesegnet, die ihm zu Ruhm über die Sektorengrenzen hinaus verhelfen. Einheimische könnten uns gewiss lokale Einzigartigkeiten benennen, doch da wir uns rühmen können im galaktischen Maßstab zu denken, kann gesagt werden, dass Koron 3 regelrecht generisch anmutet.</span><br />
<br />
<span style="color: orangered;" class="mycode_color">Und? Worauf willst du hinaus? Das dieser Planet langweilig ist? </span><br />
<br />
<span style="color: seagreen;" class="mycode_color">Ich will darauf hinaus, dass seine hervorstechendste Eigenschaft seine Unauffälligkeit ist. Wie gesagt, dieser ärgerliche kleine Konflikt hat dafür gesorgt, dass die Aufmerksamkeit diverser Institutionen auf Koron 3 gelenkt wurde. Inklusive unserer eigenen, da wir sonst kaum hier zusammensäßen. Doch schon in wenigen Jahren werden weder die jetzt in der Verantwortung stehenden Generäle der Imperialen Armee, noch die Herren und Damen Inquisitoren, noch sonst jemand von Bedeutung auch nur einen Gedanken an Koron 3 verschwenden. Es gibt keine Xenokriege auf Koron, keinen Orkbefall, keine Space Marines die hier ihre Rekruten ausheben und nach den Verlusten in absehbarer Zeit auch keine Regimenter für die Armee. Bald schon ist Koron 3 nur noch eine Nummer, die artig ihren Tribut zahlt. Du hast es richtig erkannt Bruder, die Uhr wurde hier auf Null gestellt. Oder sagen wir nicht ganz auf Null, denn trotz der Verwüstungen sind die Grundlagen einer effizienten Wirtschaft nach wie vor gegeben. Was Koron 3 in die Rebellion und einige unserer Brüder und Schwestern in Verdammung getrieben hat war die Neigung seiner Bewohner zu wissenschaftlicher und technologischer Entwicklung. Ein gefährlicher Hang zum Erfindungsgeist und Individualismus wenn man so will. Die Möglichkeiten haben die Schwachen aus unseren Reihen zu Schandtaten bewegt, wir aber sind nicht schwach. </span><br />
<br />
<span style="color: tomato;" class="mycode_color">Vorsicht Schwester! Was du da implizierst lässt dich sehr dünnes Eis betreten. </span><br />
<br />
<span style="color: seagreen;" class="mycode_color">Durchaus nicht. Ich rede nicht davon die Zügel schleifen zu lassen, wie es die taten, die vor uns die Verantwortung für das Geschehen hier hatten. Ich rede davon sie sehr fest zu umklammern, wohl aber locker zu lassen. Bereit beim kleinsten Ruck fest anzuziehe</span>n.<br />
<br />
<span style="color: royalblue;" class="mycode_color">Ich verstehe eure sonderbaren Metaphern und Allegorien nicht und will sie auch nicht verstehen. Drücke dich deutlich aus Schwester, wenn du etwas zu sagen hast. Nicht wegen geistreicher Rhetorik bin ich hier, sondern aufgrund ergebnisorientierter Vereinbarungen.</span><br />
<br />
<span style="color: seagreen;" class="mycode_color">Deine direkte Art ist nach wie vor die höchste Form der Weisheit. Dann also direkt. Ich mache den Vorschlag, auf Koron 3 eine in Teilen eigenständige Entwicklung von Wirtschaft und Industrie zu gestatten und sogar zu fördern. Nicht unkontrolliert und wild wuchernd, denn wohin dies führt haben wir gesehen. Unter Beobachtung, wie die Kulturen unter einem Mikroskop. Lassen wir sie ihren Erfindergeist ausleben und stehen wir bereit, das abzuschöpfen und für unsere Zwecke zu verfeinern, was als lohnenswertes Ergebnis dabei herauskommt. Sollte das Ganze Überhand nehmen kann man immer noch eine tiefgreifende Säuberung veranlassen.</span></span> </blockquote>
<br />
<span style="color: limegreen;" class="mycode_color"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Nachfolgend geht die Aufzeichnung noch für zwölf Minuten und sieben Sekunden weiter, bevor sie aufgrund der Zerstörung nicht mehr rekonstruierbar war. Eine klare Einigung kann der Zuhörer in dieser Zeit nicht erkennen und die Anwesenden ergehen sich in Für und Wider und diversen, versteckten oder offenen Anfeindungen. </span></span><br />
<br />
Ein Blick auf das moderne Koron lässt jedoch recht schnell erkennen, in welche Richtung die letztliche Entscheidung tendiert. Zivile Wissenschaft und Forschung verwundern Besucher von anderen imperialen Welten, ob des gestatteten Freigeistes. Die Antigrav- Technologie des Hauses Siris ist gewiss das bekannteste Beispiel, aber auch die Ballung freier Waffenhersteller oder Chemieindustrie ist bemerkenswert. Das Adeptus nimmt gewaltige Summen traditioneller Währung durch Koron 3 ein und vielen reicht allein das schon als Erklärung für die Zurückhaltung des Mechanicus. Die wahren Gründe liegen jedoch teilweise im oben abgebildeten Gespräch begründet. Natürlich gab es spätere Anpassungen durch andere Gruppen oder Fraktionen innerhalb des Mechanicus, die in den letzten 213 Jahren an Macht gewannen. Die Kontroverse um das Verfahren mit dieser Welt ist nie ganz erloschen und flackert dann und wann auf, wenn mächtige Individuen eine andere Nutzung für mehr im Sinne des Mars erachten. Nichtsdestotrotz ist die Agenda in den letzten zweihundert Jahren mehr oder weniger strikt verfolgt wurden und hat dazu geführt, dass Koron 3 sich eines Systems rühmen kann, in dem der normale Bürger auf die Sicherheit staatlicher Arbeitsmaßnahmen vertrauen kann, aber auch die Möglichkeit hat sein Glück auf dem freien Markt zu versuchen.<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"> <a href="https://www.board-4you.de/v63/boards/226/thread.php?threadid=1081&amp;sid=http://" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">(Siehe hierzu auch Gohmor Die Makropole und das Leben darin /Die Mittlere Ebene / Mittlere ) </span></a><br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<span style="color: green;" class="mycode_color"><span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size">Quellen:<br />
Bild 1 Art by  <a href="https://m1che113frick.deviantart.com/art/warhammer-60697715" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">M1CHE113Frick</a></span></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-size: 14pt;" class="mycode_size">[CENTER]Adeptus Mechanicus[/CENTER]</span></span><br />
<br />
[CENTER]<a href="http://www.directupload.net" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="http://fs1.directupload.net/images/180521/4b48uqi9.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: 4b48uqi9.jpg]" class="mycode_img" /></a>[/CENTER]<br />
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<br />
Auch als Priesterschaft des Mars bekannt, sind sie die eifersüchtigen Wächter der Technologie. Ihre Macht über die Äonen alten Techniken ist unzweifelhaft und so sind sie eine der mächtigsten Organisationen im Imperium. Stets bestrebt andere aus ihren Angelegenheiten heraus zu halten und so viel Unabhängigkeit wie möglich zu wahren sind sie ein Imperium innerhalb des Imperiums.<br />
Die Macht des Adeptus Mechanicus ist es, die Raumflotten erschaffen kann und die Millionen Panzer der Armeen des göttlichen Imperators in Bewegung zusetzen vermag.<br />
Sternensysteme erblühen oder finden ihren Untergang auf Geheiß des Adeptus und ihre Präsenz ist auf fast allen imperialen Welten allgegenwärtig.<br />
Derart ist die Macht der Bruderschaft des Mars.<br />
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<span style="font-size: 5pt;" class="mycode_size"><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">[CENTER]Das Adeptus Mechanicus auf Koron 3<br />
[/CENTER]</span></span><br />
<span style="color: darkred;" class="mycode_color"><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">[CENTER]<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Der Wille ist stark doch das Fleisch ist schwach.<br />
Drum entledige dich des Fleisches und ersetze es durch gesegnete Maschinerie. <br />
Der Wille ist stark und die Maschine ist ewig.</span><br />
</span>[/CENTER]</span><br />
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Koron 3 ist eine imperiale Welt im Stand der Hochindustrialisierung. Die strategischen und zivilen Ressourcen, seien es Rohstoffe, Zwischen- oder Endprodukte, versorgen 126 andere Planeten direkt und 2349 (im nennenswerten Umfang) indirekt. <br />
Der Wert Koron 3s entspricht der Kategorie 4 auf der Eisenbergliste und ist somit schützenswert, aber nicht von übergeordnetem Interesse, was den Verteidigungsrang bei einem größeren Angriff externer Aggressoren angeht. <br />
Die zu einer Verteidigung eingesetzte Technologie sollte den Wert von hundert Standardjahren hochgerechneter Güterausstoß des Planeten nicht übersteigen. (Personelle Kräfte sind in der Berechnung der Entbehrlichkeit nicht berücksichtigt wurden. Ihr Erhalt kann als vernachlässigbar betrachtet werden.) <br />
Das Adeptus Mecanikus unterhält eine geringe Anzahl an Brüdern und Schwestern auf Koron 3, wenn man diese im Verhältnis zu vergleichbaren Planeten der Kategorie 4 sieht. Grund dafür ist sowohl ein Engpass in der personellen Abdeckung des Sub- Sektors, welcher nach aktuellen Berechnungen in 177 Standardjahren ausgeglichen werden kann, als auch eine Unklarheit im Status des Planeten, beziehungsweise des dort stationierten Militärs. <br />
Nach dem letzten lokalen Konflikt, dem sogenannten Krieg der Häuser, wurde Koron 3 von der Imperialen Armee befriedet und bis zur Stabilisierung besetzt. Diese Garnisonstruppen sind mittlerweile durch heimische Kräfte, namentlich Planetaren Verteidigungsstreitkräften (PVS) ersetzt wurden. Allerdings wurde der Status dieser Einheiten noch nicht angepasst, wodurch sie offiziell weiterhin als Garnisonstruppen der Imperialen Armee gelten. Hier ist von einem normalen zeitlichen Versäumnis der Bürokratie auszugehen. Es erschwert jedoch die Kategorisierung der Truppen des Planeten und damit die stndartiesierte Versorgung mit unterstützenden Brüdern und Schwestern des Adeptus. Trotz der dünnen Abdeckung mit Vertretern des Mars, in militärischer und ziviler Positionierung, können alle nötigen Aufgaben mit erforderliche Effizienz erfüllt werden und die Diener des Maschinengottes müssen sich keinerlei Versäumnis nachsagen lassen. Fest und eisern steht der  Omnissiah  auf der Erde Koron 3s. <br />
<br />
Die oben proklamierten Tatsachen sind wahr, erschöpfen dabei jedoch nur einen Teil der gesamten Fakten, der im einstelligen Prozentbereich liegt. Im Folgenden werden weitere Informationen übermittelt. Gegenüber Außenstehenden, wie auch jenen Angehörigen des Maschinenkultes, die ihre Pflicht besser erfüllen, wenn sie nicht durch die Last gänzlicher Wahrheit belastet werden, haben Eingeweihte auf die obenstehenden Fakten zu verweisen und diese kontinuierlich zu wiederholen. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: darkred;" class="mycode_color">[CENTER]<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><br />
Die Unbedarften glauben  eine Halbwahrheit bereitwilliger, die sie schon hundertmal gehört haben, als eine Wahrheit, die ihnen völlig neu ist.</span>[/CENTER]</span><br />
</span><br />
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<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Koron- Kontroverse </span></span><br />
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Die meisten Welten innerhalb des Imperiums, die einen hochgradigen Status der Industrialisierung erreicht haben, verfügen über zentralisierte und verstaatlichte Produktionsstätten. Das Adeptus Mechanicus hat enormen Einfluss auf diesen Welten, sei es als Koordinatoren und/oder als Kontrollinstanz. Wenn er nicht gleich gänzlich die Oberhoheit innehat. <br />
Nun ist unschwer zu bemerken, dass dies auf Koron 3 nicht der Fall ist. Zwar ist etwa fünfzig Prozent der Schwerindustrie und fünfundzwanzig Prozent des restlichen Produktausstoßes verstaatlicht und geht in großen Teilen direkt als Tribut an das Imperium, davon abgesehen gibt es jedoch eine unüblich große Anzahl an Privatfirmen. Diese werden natürlich vom Mechanicus überwacht und müssen Lizenzgebühren entrichten, wenn letzte auch nicht so hoch sind wie auf anderen Welten und dadurch auch kleineren Firmen ein Auskommen ermöglichen. Für Unbedarfte liegt die Erklärung dafür in den oben aufgeführten Punkten. Wenig Kapazität an verfügbaren Techpriestern und ungeklärte bürokratische Einordnungen. <br />
Natürlich ist das nur eine sehr oberflächliche Wahrheit. Das Adeptus lässt kein Feld technologischer Möglichkeiten unbeackert brachliegen. Koron 3 eine, in weiten Teilen unabhängige Entwicklung zu gestatten ist natürlich eine klare Entscheidung des Mars. Schon vor dem Krieg der Häuser wies Koron 3 eine enorme technologische Eigendynamik auf. Diese mündete in Techketzerei, als sich Teile der damalig anwesenden Vertreter des Kultes auf die Seite von Häretikern und Chaosdienern stellten, oder ihre privaten Ziele verfolgten. Im Rahmen der Rückeroberung des Planeten führte der Adeptus eine intensive Suche und Tilgung der ketzerischen Elemente durch. Dies geschah größtenteils unter dem Mantel der Verschwiegenheit, um Uneingeweihte aus den Angelegenheiten des Mars herauszuhalten. Der Fehler war es gewesen degenerierte Fraktionen wie das ketzerische Rasankur, trotz eindeutiger Hinweise, überhaupt erst gewähren und seinen schändlichen Einfluss auf isolierte Angehörige des Kultes wirken zu lassen. Dadurch konnten diese Unseligen vom Licht Omnissiah abgewandt und in die Knechtschaft der Dunkelheit gelockt werden. Die finale Vernichtung Rasankurs durch das Haus Siris, wurde durch den Mechanicus unterstützt und kam einem langjährigen und unbefriedigenden Zermürbungskrieg durch die Imperiale Armee zuvor. Verbleibende Abweichler und Techketzer wurden im anschließenden Zeitraum systematisch gejagt und eliminiert. <br />
Während die Imperiale Armee letzte Widerstandsnester aushob und die Logistik eines Wiederaufbaus und geistiger Säuberung anlief, kamen hochrangige Vertreter des Mechanicus auf der Kreuzer Ozymandias zusammen, welcher den Kräften des Mechanicus bis dato als Operationsbasis gedient hatte. Einige besagter Vertreter kamen persönlich, andere erschienen als flackernde Projektionen oder durch mechanische Abbilder ihres Willens vertreten. Ihr Streben war es über das weitere Schicksal der geschlagenen Welt Koron 3 zu entscheiden. Die Agenda anderer Fraktionen des Imperiums oder gar das klägliche Wollen jener Einheimischen, die auf ihren Knien rutschten und die Eroberer um Verzeihung anbettelten, wurde außer Acht gelassen. Auch waren nicht alle anwesend, die etwas in diesem Fall zu sagen gehabt hätten. Es waren lediglich die Vertreter jener Splittergruppen und Fraktionen innerhalb des Kultes, welche ein direktes Interesse am weiteren Werdegang des Planeten hatten und darüber hinaus schnell genug vor Ort sein konnten um ihren Hut mit in den Ring zu werfen. Drei mögliche Ziele wurden debattiert. <br />
Die Unterstützung einer gewöhnlichen Entwicklung des Planeten. Also zentralisierte Industrie mit wenigen Ausnahmen lokalen Freihandels und Entwicklung. <br />
Die Vereinnahmung der Welt als potenzielle Fabrikwelt. In weniger als zweitausend Jahren konnte Koron 3 eine planetenweite Fabrikanlage sein und permanent Versorgungsgüter in fantastischer Anzahl ausstoßen. <br />
Oder eine dritte weitaus weniger orthodoxe Variante. <br />
<br />
<span style="color: limegreen;" class="mycode_color"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Die nachfolgende Aufzeichnung ist gelöscht und anschließend restauriert wurden. Sie stammt mit großer Wahrscheinlichkeit von einem Servoschädel mit gewöhnlichen Protokollaufgaben. Die Bilddatei ließ sich nicht wiederherstellen, doch große Teile der Audiospur. Es handelt sich um eine Aufzeichnung des Lagegesprächs auf der Ozymandias. Die Anwesenden können nicht benannt werden. Die Aufzeichnung wurde mutwillig gelöscht, Wer dies veranlasst hat kann nicht benannt werden. </span></span><br />
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<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite>Mechanische Stimme, ob männlich oder weiblich kann nicht benannt werden: <span style="color: orangered;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Verzeih wenn ich dich unterbreche Schwester, doch ich habe nicht den weiten Weg auf mich genommen und zeitkritische Angelegenheiten vernachlässigt, um mich mit den Einzelheiten einer wenig bedeutenden Befriedungskampane zu langweilen. Ich bin davon überzeugt, dass unsere Skitarii diese Sache schnell und effizient beenden werden. Wenn wir also zum Punkt kömmen könnten.</span></span><br />
<br />
Weibliche Stimme, offenkundig natürlichen Ursprungs. Im Verlauf des Gespräches variiert Stimme und Stimmlage jedoch kontinuierlich, was zur Identitätsverschleierung dienen dürfte: <span style="color: seagreen;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dein Mangel an Umgangsformen hat sich in den letzten hundertsiebszehn Jahren nicht gebessert. Jahre die mir dadurch versüßt wurden, deine Gesellschaft vermeiden zu können. Selbst eine simple Natur wie du, sollte erkennen können, dass die taktischen Daten dazu dienten die Gesamtsituation auf dem Planeten zu illustrieren. Es gibt Gebiete, von denen wir die Soldaten der Imperialen Armee und Vertreter der Inquisition nach Möglichkeit fernhalten möchten. Wenn unsere Truppen diese Regionen als gesichert melden können, verhindert das, dass dort Personen herumstolpern, die wir dort nicht haben wollen. </span><br />
<br />
<span style="color: orangered;" class="mycode_color">Wie gesagt, ich vertraue in die Kompetenz unserer kämpfenden Einheiten und der Kommandeure vor Ort.</span></span><br />
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Männliche Stimme, natürlichen Ursprungs aber gedämpft klingend, vermutlich durch eine Maske oder ein Filtersystem: <span style="color: royalblue;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">So sehr ich es auch schätze eure anhaltenden Geplänkel zu verfolgen, frage ich mich doch, was genau diese Zusammenkunft so dringlich macht? Ich meine, die Angelegenheit erscheint mir klar. Koron 3 hat sich gegen das Imperium aufgelehnt und ist entsprechend bestraft wurden. Man hat die Zügel hier viel zu lange schleifen lassen und das Resultat ist bei so etwas stets das gleiche. Auflehnung und Rebellion, innen wie außen. Auch wir können uns von dieser Schuld nicht freisprechen. Brüder und Schwestern die zu Chaosanbetern überlaufen, unkontrollierte Entwicklung von Technologie, korrumpierte Maschinen. <br />
Es widert mich an all das zu sehen. Noch mehr widert mich die Schwäche an, die in den Hirnen jener nistet, die diesen Verrat begangen haben und wie gedankenlos wir über die Anzeichen dieser Ketzerei hinweggesehen haben. Diese Welt wurde durch Feuer und Schwert gereinigt und auf Null gesetzt. Die Zukunft für Koron ist für mich eindeutig. Mit harter Hand muss eine neue Ordnung etabliert werden. Gleichschaltung der gewerblichen Gewinnung und Wirtschaft, engmaschige Kontrollen von jeglicher Art von innovativem Bestreben. Ein Gouverneur ist von Nöten, der diesen Namen auch verdient. Handverlesen, haben wir jemanden in dieser Richtung? <br />
Jemand der dem Mars nahe steht? </span></span><br />
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Männliche Stimme, hohl klingend, wie aus dem Inneren eines Tanks: <span style="color: tomato;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Geht das weit genug? Ob durch Verrat oder nicht, auf dieser Welt sind Angehörige des Kultes gestorben, geheiligte Maschinen vernichtet wurden. Unsere Truppen haben bei der Rückeroberung einen signifikanten Beitrag geleistet. Wir sollten diese Welt für den Mechanicus beanspruchen, der wankelmütigen Bevölkerung die Schuldknechtschaft auferlegen und das Fundament einer Fabrikwelt schaffen. </span><br />
<br />
<span style="color: orangered;" class="mycode_color">Jetzt träumst du Bruder. Einen Traum, in dem du gewiss der leitende Magos dieser Fabrikwelt bist. Als ob der Senat derartiges einfach würde geschehen lassen. Eine unberührte, bewohnbare Welt für den Mars du deklarieren ist schwer genug. Einen bereits besiedelten Planeten annektieren zu wollen, lächerlich. <br />
</span><br />
<span style="color: tomato;" class="mycode_color">Es gibt genügend Präzedenzfälle. </span><br />
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<span style="color: orangered;" class="mycode_color">Und wie willst du diesen Anspruch durchsetzen? Mit den paar tausend Skitarii dort unten? </span><br />
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<span style="color: tomato;" class="mycode_color">Nachschub kann herangezogen werden. </span><br />
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<span style="color: royalblue;" class="mycode_color">Du vergisst, dass wir andere Interessen auf dem Planeten haben. Wenn du gedenkst die Welt zu annektieren, wird man an gewissen Stellen misstrauisch werden und sich fragen, was plötzlich so interessant für uns an einer Welt sein könnte die nicht nur in weiten Teilen durch den Krieg verwüstet ist, sondern uns auch vorher auffällig wenig interessiert hat. Wir haben Geheimnisse zu schützen, wie unsere Schwester schon richtig feststellte. Vor Außenstehenden, wie auch vor Kräften innerhalb des Kultes. Ganz davon abgesehen, dass auch ich nicht glaube, dass eine realistische Chance besteht Koron 3 in ein neues Anvilus 9 zu verwandeln.</span><br />
<br />
<span style="color: seagreen;" class="mycode_color">Brüder, Brüder... lasst mich euch eine dritte Variante vorschlagen. Einen etwas, nun sagen wir experimentellen Weg. <br />
Was genau hebt Koron 3, einmal abgesehen von der soeben überstanden Rebellion und den von uns zu bewahrenden Verschlusssachen, gegenüber anderen Planeten besonders hervor? </span></span><br />
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Längeres Schweigen. <br />
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<span style="color: seagreen;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Genau! Rein gar nichts. Der Planet ist keine Welt der Extreme, weder in die eine noch in die andere Richtung. Weder von Orks infiziert, noch mit Heiligen gesegnet, die ihm zu Ruhm über die Sektorengrenzen hinaus verhelfen. Einheimische könnten uns gewiss lokale Einzigartigkeiten benennen, doch da wir uns rühmen können im galaktischen Maßstab zu denken, kann gesagt werden, dass Koron 3 regelrecht generisch anmutet.</span><br />
<br />
<span style="color: orangered;" class="mycode_color">Und? Worauf willst du hinaus? Das dieser Planet langweilig ist? </span><br />
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<span style="color: seagreen;" class="mycode_color">Ich will darauf hinaus, dass seine hervorstechendste Eigenschaft seine Unauffälligkeit ist. Wie gesagt, dieser ärgerliche kleine Konflikt hat dafür gesorgt, dass die Aufmerksamkeit diverser Institutionen auf Koron 3 gelenkt wurde. Inklusive unserer eigenen, da wir sonst kaum hier zusammensäßen. Doch schon in wenigen Jahren werden weder die jetzt in der Verantwortung stehenden Generäle der Imperialen Armee, noch die Herren und Damen Inquisitoren, noch sonst jemand von Bedeutung auch nur einen Gedanken an Koron 3 verschwenden. Es gibt keine Xenokriege auf Koron, keinen Orkbefall, keine Space Marines die hier ihre Rekruten ausheben und nach den Verlusten in absehbarer Zeit auch keine Regimenter für die Armee. Bald schon ist Koron 3 nur noch eine Nummer, die artig ihren Tribut zahlt. Du hast es richtig erkannt Bruder, die Uhr wurde hier auf Null gestellt. Oder sagen wir nicht ganz auf Null, denn trotz der Verwüstungen sind die Grundlagen einer effizienten Wirtschaft nach wie vor gegeben. Was Koron 3 in die Rebellion und einige unserer Brüder und Schwestern in Verdammung getrieben hat war die Neigung seiner Bewohner zu wissenschaftlicher und technologischer Entwicklung. Ein gefährlicher Hang zum Erfindungsgeist und Individualismus wenn man so will. Die Möglichkeiten haben die Schwachen aus unseren Reihen zu Schandtaten bewegt, wir aber sind nicht schwach. </span><br />
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<span style="color: tomato;" class="mycode_color">Vorsicht Schwester! Was du da implizierst lässt dich sehr dünnes Eis betreten. </span><br />
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<span style="color: seagreen;" class="mycode_color">Durchaus nicht. Ich rede nicht davon die Zügel schleifen zu lassen, wie es die taten, die vor uns die Verantwortung für das Geschehen hier hatten. Ich rede davon sie sehr fest zu umklammern, wohl aber locker zu lassen. Bereit beim kleinsten Ruck fest anzuziehe</span>n.<br />
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<span style="color: royalblue;" class="mycode_color">Ich verstehe eure sonderbaren Metaphern und Allegorien nicht und will sie auch nicht verstehen. Drücke dich deutlich aus Schwester, wenn du etwas zu sagen hast. Nicht wegen geistreicher Rhetorik bin ich hier, sondern aufgrund ergebnisorientierter Vereinbarungen.</span><br />
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<span style="color: seagreen;" class="mycode_color">Deine direkte Art ist nach wie vor die höchste Form der Weisheit. Dann also direkt. Ich mache den Vorschlag, auf Koron 3 eine in Teilen eigenständige Entwicklung von Wirtschaft und Industrie zu gestatten und sogar zu fördern. Nicht unkontrolliert und wild wuchernd, denn wohin dies führt haben wir gesehen. Unter Beobachtung, wie die Kulturen unter einem Mikroskop. Lassen wir sie ihren Erfindergeist ausleben und stehen wir bereit, das abzuschöpfen und für unsere Zwecke zu verfeinern, was als lohnenswertes Ergebnis dabei herauskommt. Sollte das Ganze Überhand nehmen kann man immer noch eine tiefgreifende Säuberung veranlassen.</span></span> </blockquote>
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<span style="color: limegreen;" class="mycode_color"><span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Nachfolgend geht die Aufzeichnung noch für zwölf Minuten und sieben Sekunden weiter, bevor sie aufgrund der Zerstörung nicht mehr rekonstruierbar war. Eine klare Einigung kann der Zuhörer in dieser Zeit nicht erkennen und die Anwesenden ergehen sich in Für und Wider und diversen, versteckten oder offenen Anfeindungen. </span></span><br />
<br />
Ein Blick auf das moderne Koron lässt jedoch recht schnell erkennen, in welche Richtung die letztliche Entscheidung tendiert. Zivile Wissenschaft und Forschung verwundern Besucher von anderen imperialen Welten, ob des gestatteten Freigeistes. Die Antigrav- Technologie des Hauses Siris ist gewiss das bekannteste Beispiel, aber auch die Ballung freier Waffenhersteller oder Chemieindustrie ist bemerkenswert. Das Adeptus nimmt gewaltige Summen traditioneller Währung durch Koron 3 ein und vielen reicht allein das schon als Erklärung für die Zurückhaltung des Mechanicus. Die wahren Gründe liegen jedoch teilweise im oben abgebildeten Gespräch begründet. Natürlich gab es spätere Anpassungen durch andere Gruppen oder Fraktionen innerhalb des Mechanicus, die in den letzten 213 Jahren an Macht gewannen. Die Kontroverse um das Verfahren mit dieser Welt ist nie ganz erloschen und flackert dann und wann auf, wenn mächtige Individuen eine andere Nutzung für mehr im Sinne des Mars erachten. Nichtsdestotrotz ist die Agenda in den letzten zweihundert Jahren mehr oder weniger strikt verfolgt wurden und hat dazu geführt, dass Koron 3 sich eines Systems rühmen kann, in dem der normale Bürger auf die Sicherheit staatlicher Arbeitsmaßnahmen vertrauen kann, aber auch die Möglichkeit hat sein Glück auf dem freien Markt zu versuchen.<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"> <a href="https://www.board-4you.de/v63/boards/226/thread.php?threadid=1081&amp;sid=http://" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">(Siehe hierzu auch Gohmor Die Makropole und das Leben darin /Die Mittlere Ebene / Mittlere ) </span></a><br />
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<span style="color: green;" class="mycode_color"><span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size">Quellen:<br />
Bild 1 Art by  <a href="https://m1che113frick.deviantart.com/art/warhammer-60697715" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">M1CHE113Frick</a></span></span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Haus Orsius]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=15</link>
			<pubDate>Sat, 08 Aug 2015 23:08:39 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=3"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=15</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-family: tahoma;" class="mycode_font">[CENTER]<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-size: 10pt;" class="mycode_size">HIER STEHE ICH!  HIER BLEIBE ICH!       </span></span>[/CENTER]</span><br />
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[CENTER]<a href="http://www.fotos-hochladen.net" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/orsiuswappen0mel9ivpah.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: orsiuswappen0mel9ivpah.jpg]" class="mycode_img" /></a>[/CENTER]<br />
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Das Wappen der Familie Orsius setzt sich aus stark reduzierter Symbolik zusammen, deren Erscheinungsform eine umfangreiche Entwicklung durchgemacht hat und heute nicht mehr vollständig nachzuvollziehen ist. <br />
Neueren Ursprungs ist der umgebende Putz aus Helm und Farbenzier, wie er seit dem Krieg der Häuser bei Adel und Nationen üblich ist. Der Helm steht dabei für die militärische Stärke der Familie, die Krone für ihren Herrschaftsanspruch und edle Geburt. Die Flügel sind als Verbundenheit mit dem Imperium zu deuten. Die Farben Schwarz und Gelb bzw. Gold, stellen die Repräsentativfarben dar, wie sie etwa bei feierlichen Anlässen bei der Kleidung der hauszugehörigen Würdenträger zu finden sind. Rot-Schwarz ist jedoch sehr viel häufiger in der farblichen Kombination anzutreffen und stellt die übliche Konstellation bei Uniformen, Kleidung usw. dar. <br />
Das Haussiegel auf dem zentralen Wappenschild ist stark stilisiert und Heraldiker sind sich über die ursprünglich Form nicht ganz einig. Die Bedeutung wird jedoch darin gesehen, dass der seitlich liegende Halbmond eine Befestigung oder ein Bollwerk symbolisiert und der schwarze Kreis das Zentrum, also die Macht des Hauses. Der Ausläufer, wie eine Klaue oder die Spitze eines Krumdolchs geformt, stellt nach Meinung der Experten die Fähigkeit zum Angriff dar, welcher trotz der Verteidigungsposition gegebenen ist und auch um die Befestigung herum erfolgen kann. Verschiedenste, andersartige Deutungen existieren darüber hinaus und gehen von abwegigen bis sehr durchgeistigen Vermutungen, welche sich auf die Mentalität der Hausangehörigen beziehen. Jene, die dem Haus weniger wohl gesonnen sind, machten sich einen unflätigen Scherz daraus in dem Symbol ein Spermium zu erkennen, welches in eine Eizelle eindringt. Eine Verunglimpfung die nach hinten losgeht, denn in der Tat ist das Haus sehr stolz auf sein genetisch hochwertiges Material und die Kraft, welche dem Blut der Orsius auch nach Jahrhunderten unvermindert innewohnt. An dieser gehässig gemeinten Sichtweise des Hauswappens dürften sich die Orsius daher wenig stören.<br />
<br />
Die Familie Orsius versteht sich selbst als bedeutendstes, weil ältestes und mächtigstes Adelsgeschlecht auf Koron. Sie führen ihren Stammbaum bis auf die sagenhaften Figuren der ersten Siedler zurück, was sich allerdings so sehr im Bereich der Mythen und Legenden bewegt, dass selbst die Hausangehörigen darin mehr eine Versinnbildlichung edler Abstammung sehen als wirkliche Verwandtschaft. Nichtsdestotrotz lassen jene Ahnenreihen, welche die Wirren von Krieg und Katastrophe überdauert haben und tatsächlich nachprüfbar sind, erkennen, dass die Familie Orsius wahrhaftig altehrwürdig zu nennen ist. Bereits in den Zeiten der ersten Heimführung, als der heilige Septinanus unter den Menschen wandelte ist von einem Mann dieses Namens die Rede, welcher sich der Schar jener anschloss, die das Wort Terras nach Koron brachten. Gemeinhin wird dieser Handelsmann namens <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Kuluk nefta- nereg</span> (was frei übersetzt als „von“ und „erster der“ bedeutet) <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Orsius</span> als der erste, beglaubigt erwähnte Ahne der Familie angesehen. In der geehrten Schrift des Titus Tempestra dem Älteren <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Die Befreiung des Elban- Sektors“</span> werden diesem Mann zwei ganze Zeilen gewidmet. Ein Umstand der die Hausangehörigen noch heute mit unaussprechlichem Stolz erfüllt und für viele eine Segnung ist, welche nach ihrem Dafürhalten eine erhebliche Mitverantwortung für den Erfolg des Geschlechts der Orsius darstellt. Der verehrte Text weist Kuluk als einen wohlhabenden Holzhändler aus, welcher erst im Auftrag der imperialen Rückeroberer lokale Hilfstruppen anwarb und diese dann später selber als Heerführer in der Schlacht befahl. Es steht zu vermuten, dass nach der Unterwerfung der heidnischen Eingeborenen, welche sich gegen die Rückeroberer gestellt hatten, die Getreuen mit Besitz und Titeln belohnt wurden. Der Adelsanspruch wird von Orsius entsprechend auf diese Erhebung durch den Heiligen Septianus zurückgeführt und wurde frühzeitig von den offiziellen Prüfstellen de Adeptus Civitas anerkannt. Damit kann sich das Haus nicht nur auf die Erhebung durch einen Heiligen (der diese Handlung in jenen verschwommen Tagen glorreicher Vergangenheit wohl noch nicht als Heiliger, sondern als imperialer Feldheer  getätigt haben dürfte) berufen, sondern vermag es auch von sich zu behaupten, das erste Adelsgeschlecht Korons zu sein, welches die Fesseln planetarer Beschränkung hinter sich ließ und auch auf anderen Welten als „von edlem Geblüt“ galt. <br />
Natürlich wurden im Zuge des Sieges Septinauns auch andere Familien in den Adelsstand erhoben. Doch da von diesen Ersten kein Haus mehr existiert, vermag auch niemand Orsius die Privilegien seiner Entstehung abzusprechen. <br />
Letztendlich ein Beweis dafür, dass eine segensreiche Entstehungsgeschichte zwar eine löbliche Sache ist, ohne Geschick, Willensstärke und gewiss auch ein Quäntchen Glück, ein Haus jedoch auch nicht vor der Auslöschung bewahrt.<br />
<br />
[CENTER]<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Die Familie hat formidable Helden, formidable Schurken und eine unüberschaubare Masse an Taugenichtsen hervorgebracht. <br />
Ihr Erfolg in Politik und Wirtschaft lässt dabei vermuten, dass sie die richtige Mischung aus Brutalität, Korruption, Gier, Entschlusskraft und Fruchtbarkeit gefunden haben, <br />
um sich im Raubfischbecken internationaler und interplanetarer Machtintention als gefräßigster Hai zu etablieren.“ </span>[/CENTER]<br />
[CENTER]<span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size">Botschafter Guido Thüssenheim über Haus Orsius  </span>[/CENTER]<br />
<br />
Trotz ihrer Macht war das Haus keineswegs immer auf Rosen gebettet und stand einige Mal selbst am Rand der Vernichtung. Auf Messers Schneide balancierte die Existenz des Hauses während des großen Krieges, als der andauernde Kampf den Familienclan beinahe vollständig auslöschte und Paul Orsius und einige versprengte Familienangehörige verschiedenster Verwandtschaftsgrade die Dynastie faktisch wieder von Null beginnen mussten. Natürlich gab es in der langen Geschichte immer wieder Katastrophen, Krankheiten, Unfälle oder andere Umstände, die einen überproportionale Anzahl an Familienangehörigen töteten. Doch wirklich gefährdet war das Gedeihen des Stammbaums, abgesehen vom Ausbluten während des Kriegs der Häuser, nur zweimal. Einer dieser Vorfälle ist der Grund warum Haus Orsius seinen erbitterten Erbfeind, Haus Siris bis auf Blut hasst.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vendetta an Haus Siris</span><br />
<br />
Die Fehde mit Haus Siris könnte ihren Ursprung in der einfachen Tatsache haben, dass die beiden größten Häuser Korons in ihrem Buhlen um Einfluss und profitable Positionierung unausweichlich Konkurrenten oder mehr noch, Feinde sein müssen. Natürlich hat zwischen den beiden Titanen unter den Adelsgeschlechtern niemals Freundschaft geherrscht. Doch die Ursache für den tiefsitzenden Hass zwischen den beiden Fraktionen, einem Hass der weder vor Meuchelmord, noch vor offenem Kampf Halt machte, ist auf ein konkretes Ereignis zurückzuführen. <br />
373 vKdH sollte eine Hochzeit die bis dahin nur latent vorherrschende und zwischen einflussreichen Rivalen übliche Konkurrenz beider Häuser beenden. Es sollte eine Allianz entstehen, die beide Parteien zu einem Machtblock zusammenschmieden würde, der Koron III mehr oder minder gänzlich zum Besitz der daraus hervorgehenden Verbindung gemacht hätte. <br />
Der Schritt war dabei nicht etwa überhastet in die Tat umgesetzt worden, sondern bedurfte Jahrzehnte der Planung und Verhandlungen, welche durch die Oberhäupter beider Familien und trotz permanenter Spannungen vorangetrieben wurden. Ulrich Orsius und Denja Siris waren einander versprochen, noch bevor sie das Licht der Welt erblickten. Durch strenge Fortpflanzungsbestimmungen wurde auf beiden Seiten dafür gesorgt, dass die Kinder nur mit den besten genetischen Voraussetzungen diese schicksalhafte Verbindung  eingehen und ein Geschlecht wahrhaft edler Nachkommen hervorbringen würden. Nachkommen welche Haus OrsiusSiris nicht nur als völlig neuartiges Konstrukt der Stärke erschaffen, sondern neben den Mitteln auch die Ambitionen beider Machtblöcke fusionieren und zu ungeahnten Höhen tragen sollte. Allein, ein solches Vorhaben war freilich nicht durch eine simple Hochzeit, ganz gleich wie bemerkenswert Braut und Bräutigam auch sein mochten, getan. <br />
Die Heirat sollte lediglich das Siegel unter dem vereinbarten Vertrag sein. <br />
Nicht verwunderlich, dass die im Vorfeld ausgehandelten Konditionen sich peinlichst genau in Details verloren. Firmen und ganze Konzernkomplexe wurden untereinander aufgeteilt und Führungspositionen unter der Prämisse besetzt, dass bald nicht mehr Widersacher auf wirtschaftlichem Schlachtfeld gegeneinander antreten, sondern Verbündete den großen Kuchen Koron untereinander aufteilen würden. Schachfiguren wurden in Stellung geschoben und alles schien letztlich perfekt organisiert zu sein. Lediglich Ulrich und Denja mussten sich das Jawort geben und einander in der ersten Nacht beiwohnen. Das Ereignis wurde in einem Prunk gefeiert, der einer Gouverneursernennung in Nichts nachstand. Paraden wechselten mit Banketten, das junge Paar zeigte sich dem Volk und die Kosten der wochenlangen Festivitäten hätten andernorts die Bevölkerungen von Ländern ernähren können. Der Abend vor der Hochzeit unterschied sich kaum von den vorangegangenen Banketten. Vielleicht abgesehen von der Erschöpfung, durch  permanenten Hochstimmung ausgelöst. Die Festivität fand in einem der Wolkentürme statt, welche der obersten Ebene Gohmor entwachsen und mit ihrer Sicht über die beherrschte Welt Symbol des Anspruchs der wahrhaft bedeutungsvollen Individuen sind. <br />
Das Paar an der Spitze der Tafel, die Oberen beider Häuser Seite an Seite. Einstige Rivalen scherzten über vergangene Kämpfe, die man miteinander ausgefochten hatte und die nun lächerlich und kleinlich erschienen. In der grandiosen Kulisse des verglasten Turms, die weiße Wolkendecke als fantastisch vergängliche Landschaft im Hintergrund, richtete sich Melinda Siris, Oberhaupt der Familie der Braut, auf und erhob selig lächelnd ihr Glas. Die Versammelten taten es ihr gleich und nickten anerkennend, als die oberste Siris die Vorzüge des Brautpaares lobte und auf ihr Wohl trank. Die Anwesenden folgten dem Beispiel und ließen die Beiden hochleben. <br />
Doch Melinda war mit ihrem Trinkspruch noch nicht fertig. <br />
Nachdem der Jubel abgebt und die Gläser halb geleert waren, sprach sie mit fester Stimme weiter. So prächtig das Paar auch sei, so schwer wiege die Erkenntnis, dass keine Siris jemals einem Orsiushund die Hand zur Ehe reichen würde. Lieber wolle man sterben, als so einen Frevel an der eigenen Erblinie zuzulassen. Da man das Sterben in den eigenen Reihen allerdings als Verschwendung ansehe, überlassen man diesen Punkten gern dem Abschaum aus dem Hause Orsius. <br />
Bodenlos empört über einen derart unaussprechlichen Diffamie wollten die Angehörigen der Orsius aufspringen, nach den begleitenden Ehrenwachen brüllen, die mitgeführten Zierwaffen benutzen oder die andern notfalls mit bloßen Händen zerreißen.<br />
Doch keiner erhob sich. <br />
Das Gift in den Weingläsern der Festgesellschaft hatte längst seine Wirkung getan und lähmte die Edlen des Hauses. Die Wachen, mehr schmückendes Beiwerk als wirklicher Leibschutz, waren von Agenten der Siris gemeuchelt. Ohne Hast standen die Angehörigen der Braut von ihren Plätzen auf, leerten ihre eigenen ungefährlichen Getränke und verließen den Raum. Den Verratenden, die das lähmende Gift der Hypnospinne langsam aber unaufhaltsam tötete, würdigten sie keines Blickes. Lediglich Denja strich dem zuckenden Ulrich durch das Haar und ließ den silbernen Verlobungsring vom Finger gleiten. Achtlos fiel er auf die Tischplatte, auf das er das Letzte sei was der Strebende schaute. <br />
Diese ruchlose Tat geschah natürlich keineswegs um die Tochter der Siris vor einer Liaison mit einem Orsius zu schützen, sondern allein aus dem Interesse heraus die Macht über Koron an sich zu reißen und als einziges Haus an der Spitze zu herrschen. Orsius Führungselite war nahezu mit einem Schlag vernichtet, Agenten und Günstlinge der Siris saßen an Schlüsselpositionen großer Firmenkonglomerate und in politischen Ämtern. Mit einem einzigen Handstreich waren die Karten neu gemischt. <br />
Die Konspiration war ebenso penibel geplant und meisterhaft ausgeführt wie Orsius es von den Fusionierungsverträgen geglaubt hatte. Als man das Signal erteilte, wurden die Agenten, denen Orsius größtenteils selber den Weg in die verschiedensten Führungspositionen gestattet hatte, aktiv. Verbleibende Angehörige des Hauses wurden plötzlich aus Firmen entlassen, die sie noch vor einiger Zeit geleitet hatten. Hochrangige Politiker sahen sich zum Rücktritt genötigt, Militärs sich auf unbedeutende Positionen versetzt, an der Börse wurden Wertpapiere der  Orsius im großen Stil aufgekauft, kurz um: Siris zersetzte das Geflecht der Orsius Infrastruktur wie eine bösartige Säure und eignete sich den Besitz seines größten Konkurrenten systematisch an.<br />
Der Titan war schwer getroffen. <br />
Tödlich getroffen wie man glauben könnte, doch wenn Orsius auch strauchelte, so fiel es doch nicht. Es vergingen entscheidende Stunden in denen Berichte und Beschwerden die Schaltstellen des Hauses erreichten und sich nach und nach ein Bild herauskristallisierte. Man versuchte Entscheidungsträger zu kontaktieren und Krisenstäbe zu organisieren. Als man die Toten im Wolkenturm fand, klingelten, vibrierten und summten tatsächlich alle Kommgeräte in den Taschen der Leichen. Doch dieses Festbankett der Toten wies einen auf, der noch nicht dem heimtückichen Gift erlegen war. Ulrich Orsius war nicht nur die genetische Spitze aristokratischer Zucht, er hatte auch die verschiedensten Lehrmeister gehabt, die ihn in allen nur erdenklichen Künsten unterrichtet hatten. Unter diesen war auch ein Pfahlmönch aus Kartack gewesen, der den Jungen verschiedenste Atemtechniken gelehrt hatte. So war es Ulrich gelungen, durch Anwendung des „Stillen Pfades“ seine Atmung und seinen Herzschalg zu verlangsamen und dadurch die bösartige Wirkung des Spinnengiftes zu hemmen. Dennoch war der angerichtete Schaden furchtbar. Im Laufe der folgenden chatorischen Nacht, während alles und jeder Versuchte zu retten was zu retten war, tat ein hochqualifiziertes Medizinerteam genau das Gleiche. Sie mussten Ulrich Arme und Beine amputieren und auch die Geschlechtsorgane der großen Zukunftshoffnung des Hauses konnten die Ärzte nicht retten. Was bei Tagesanbruch immerhin selbstständig atmen konnte, war kaum mehr als ein Klumpen Fleisch, verstümmelt an Leib und Seele. Es sollte vier Jahre dauern bis Ulrich als augmetische Kreatur, mehr Maschine als Mensch, wieder auf der Bildfläche erschien. Doch in jener Nacht, als die Chirurgen mit dem Schnitter um das Leben des Vergifteten rangen, kümmerte niemanden sonst das Schicksal Ulrichs. Zu sehr war die eilig zusammengekommen Vertrauten und Adligen zweiten Grades damit beschäftigt den Gegenschlag zu organisieren. <br />
Dieser konnte nur lauten: Angriff mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln! Angriff als wäre dies die letzte Schlacht. Denn genau das würde sie bei einer Niederlage sein. <br />
Die Tore der Hauskasernen und Kasamatten spien Soldaten in Rot und Schwarz aus, Panzer rollten über die Hochstraßen Gohmors und Flieger donnerten durch die Transietcanyons der Makropole. Siris hatte natürlich mit einer solchen Reaktion gerechnet und eigene Truppen in Stellung gebracht, unterstützt von Söldnern und PVS- Einheiten, die treu zu ihrem Haus standen. Womit sie nicht gerechnet hatten, war die gnadenlose Entschlossenheit, welche der Ruf nach Vergeltung in den Herzen der Orsiuskämpfer entfacht hatte. In achtloser Wut warfen sie sich gegen die Truppen ihres Gegners und überrannten viele Stellungen im ersten Anlauf, brüllend über die eigenen Gefallenen hinwegspringend.<br />
Um zu verstehen wieso solch offene Feindseligkeiten innerhalb einer imperialen Stadt überhaupt möglich waren, muss man sich die Situation vor Augen führen, wie sie vor dem Krieg der Häuser vorherrschte. Auf Koron im Allgemeinen und in Gohmor im Besonderen, lag faktisch alle Macht bei den Adelsfamilien. Der Gouverneur wurde von ihnen gestellt, entscheidende Politiker und der überwiegende Teil der PVS tanzte an den Fäden der großen Häuser. Die Hausarmeen waren von enormer Größe und bar jeder Reglementierung, was ihre Rechte und ihre Bewaffnung anbelangte. Ganz zu schweigen von dem brütenden Warten, welches aufgeblähten Militärapparaten stets zueigen ist, welche davon überzeugt sind des Einsatzes wegen geschaffen zu sein und nicht um ein Gleichgewicht zu bewahren. Als dieses Pulverfass nun explodierte nahm es das vorweg, was einige Jahrhunderte später den Planeten beinahe entvölkern sollte. <br />
Soldaten marschierten auf den Straßen und rannten gegen die versiegelten Bereiche ihrer Gegner an. Panzer lieferten sich auf den verschiedenen Ebenen gleichermaßen Gefechte, wie sie es in den weiten Ausläufern des südlichen Graslandes, welches heute nur mehr öde Wüste ist, taten.   <br />
In einigen Produktionsstätten erhoben sich die Arbeiter gegen die vermeintlich neuen Herren, denn auch die Loyalität vieler niedriger Hausangestellter hatte Siris falsch kalkuliert. Vier Tage lang tobten Schlachten und Scharmützel, waren die wenigen PVS- Truppen, deren Offiziere nicht auf der Seite eines der Häuser standen, nicht in der Lage die Kämpfe einzudämmen. Am vierte Tag endlich erklärte der Adeptus Arbites die Auseinandersetzung für beendet. Würden die Kampfhandlungen nicht augenblicklich eingestellt drohte man an, die Führungsspitzen beider Häuser zu verhaften und an imperiale Stellen zu übergeben, die keinerlei Rücksicht auf Namen, Titel und Vermögen nahmen. Tatsächlich wurde der Gefechtslärm in der Nacht zum fünften Tag weniger und am fünften Tag schwiegen die Waffen. Nicht alle Historiker führen diesen Umstand auf die Drohung des Arbites zurück, auch wenn das Ultimatum gewiss einige Leute in den Kommandostäben mit Furcht erfüllt haben dürfte. Andererseits verfügte der Adeptus kaum über die Mannstärke um sein Vorhaben in die Tat umzusetzen, hätten sich die Häuser widersetzt. Die wahrgenommen Macht des Imperiums begann auf Koron bereits zu diesem Zeitpunkt zu verblassen und zu etwas Sprichwörtlichem zu verkommen. In diesem ersten Auflodern hätte man ein Warnsignal sehen können, verpasste die Gelegenheit aber und tat es als etwas stärkere, aber nicht ungewohnte, Feindseligkeit unter Adelshäusern ab.  Einige Geschichtsforscher glauben, dass die Häuser sich unter anderem deshalb so bereitwillig auf die das Machtwort des Arbites reagierten, weil sie sich zu diesem Zeitpunkt in einer annehmbaren Situation befanden. Orsius hatte Rache für den Tod der Vergifteten geübt. Der Ruf nach Vergeltung ist zwar selbst heute noch nicht gänzlich verklungen, doch man hatte soviel Sirisblut vergossen, dass das eigene Gesicht gewahrt bleiben konnte. Darüber hinaus hatte man den anderen genug der okkupierten Anlagen wieder abgenommen, um weiter wirtschaftlich bestehen zu können. <br />
Siris wiederum hatte seinem Gegenspieler die Edelsten geraubt und durch die Demütigung des gesamten Hauses seinen Machtanspruch lautstark verkündet. Außerdem waren noch immer genügend Produktionsanlagen und Posten in seinem Besitz, um die eigene Ökonomie erheblich zu steigern. Die Antagonisten konnten also die Wunden lecken und einander belauern. Immer bereit beim kleinsten Anzeichen von Schwäche beim zuzuschlagen.<br />
<br />
Ulrich Orsius wurde erstmals 377 vKdH wieder gesichtet, als er die Führung als Baron ablehnte und Eric Mallun Orsius überließ. Der einstmals schöne Jüngling war zu einer trübsinnigen Zerrbild geworden, welches auf mechanischen Beinen einher schritt und dem krude Apparaturen das Atmen ermöglichen mussten. Ulrich verblieb als Berater des neuen Barons im Hintergrund des Geschehens und zog sich gänzlich aus der Öffentlichkeit zurück. Daher wurde auch nie bekannt wie er zu den Geschehnissen des „Giftbanketts“ stand. Es gab in den Folgejahren noch viele Schlachten gegen Siris. Einige im Verborgenen, viele offen ausgetragen und das Mahnen des Adeptus Arbites schlicht ignorierend. Ulrich hätte an diesen Kämpfen teilnehmen und seinen veränderten Körper als Waffe nutzen können um sich blutige Satisfaktion zu verschaffen. Allein, er beteiligte sich an keinen Gefecht, sondern widmete sich ganz einem anderen Projekt, welches wohl dennoch als Resultat seiner Erlebnisse zu verstehen ist. <br />
Er plante und realisierte den Bau der Burg.<br />
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<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Burg Orsius</span><br />
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Der Hauptsitz der Familie und ihrer Anhänger ist Burg Orsius auch wenn der Begriff "Burg" etwas impliziert dem er nicht im Mindesten gerecht wird. Nicht einmal Palast würde den Ort ausreichend beschreiben. Am ehesten ließe sich der Vergleich zu einer Stadt in der Stadt ziehen. Das Grundbesitz des Hauses ist eine in sich abgeschlossene Arcology, welche sich von der mittleren Ebene bis zur oberen Ebene Gohmors erstreckt und dabei fünfzig Subebenen beinhaltet. Inklusive eigener sakraler Gebäude, Fabriken, Landebahnen, Wohneinheiten, Kasernen, Plätze, Häuserzeilen und Straßen mit den Namen ehrwürdiger Familienmitglieder. Auf den ersten Blick mag man hier einen sonderbaren Anachronismus erkennen, so man sich die Bezeichnung „Burg“ für diesen Ort noch einmal ins Gedächtnis ruft. Bei genauerer Betrachtung lassen sich jedoch durchaus Parallelen zu einer wehrhaften Bastion finden. Ihr Konstrukteur Ulrich Orsius zog Lehren aus den Kämpfen mit Haus Siris, wo Orsius immer wieder dadurch ein Problem entstand, dass seine Niederlassungen über fast alle Bereiche der Makropole verstreut waren. Während die Blutsverwandten sich in ihren Häusern in den oberen Bereichen der Stadt aufhielten, war der Großteil der Bediensteten in den mittleren Ebenen angesiedelt. Truppenteile waren in unterschiedlichen Kasernen untergebracht und eine Koordinierung hatte sich durch überdehnte Kommunikationsketten und Marschwege als schwierig erwiesen. Auch die Einbettung von Orsiusniederlassungen in zivilen Vierteln hatte zum Nachteil gereicht, als Siristruppen strategische Stellungen eingenommen hatten, die auf Grund ihres unmilitärischen Charakters nur unzulänglich zu verteidigen gewesen waren. Ulrich wollte all diese Faktoren beseitigen und die Macht des Hauses konzentrieren wie einen Laserstrahl. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf errichtete er die Burg.<br />
Das Konstrukt ist ein Sinnbild für die militaristische und in den Tagen seiner Erbauung zusehends paranoider werdende, Wesensart des Hauses. Dies lässt sich im Kleinsten, wie im Größten finden. Im Fall des größten Aspekt kann man das an der gesamten Konstruktionsweise der Burg festmachen, die nicht etwa von nachrückenden Generationen erweitert wurde, sondern als massives Gebilde der Widerstandskraft konstruiert, seit seinem Bau unverändert geblieben ist. Zu unterst ist da das Energiekastell, welches auf natürlichem Fels ruht. Die Spitze eines Berges, welcher dereinst das höchste Gebilde des Landes gewesen sein mochte, bevor die Schaffenskraft des Menschen seine Majestät herabwürdigte. Heute dient die künstlich abgeflachte Spitze dem Haus als unnachgiebiges Fundament, etwa auf Höhe der mittleren Ebene. <br />
Auf diesem Plateau ruhen nicht nur die Grundfesten der Burg, sondern auch die zentrale Energieerzeugungseinheit. Hinter kolossalen Mauern aus Stein, Beton und Stahl liegt der Hauptreaktor, welcher die Burg mit 80% der benötigten Energie versorgt. Es ist bezeichnend für Haus Orsius, dass die größte materielle Reserve der Familie nicht etwa in Tresoren lagert, sondern einem praktischen Nutzen zugeführt wird, der so sehr die Art der Familie widerspiegelt. Denn die gewaltige Kuppel, welche den Reaktor umspannt, besteht zur Gänze aus Adamantium. Ebenso Schutz gegen einen internen Reaktorunfall, wie letzte Verteidigungslinie, sollten die Feinde des Hauses jemals die Burg erstürmen.<br />
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[CENTER]<a href="http://www.fotos-hochladen.net" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/burgfinal962vge3u4y.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: burgfinal962vge3u4y.jpg]" class="mycode_img" /></a>[/CENTER]<br />
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Auf dieser Basis erhebt sich die pilzförmige Gestalt der Burg. Natürlich ist von dem Gebilde nicht zu erkennen, da es gänzlich in die Makropole eingebettet ist. Dennoch kann die Sitz innerhalb kürzester Zeit hermetisch vom Rest der Stadt abgeschottet werden und Zugänge, wie Straßen und Transitcanyons, dienen den ausfahren Waffenbatterien als Schusstunnel, welch anrückende Feinde auf weite Entfernung zum leichten Ziel machen. In diesem Alarmzustand kann die Burg autark betrieben werden und bietet dem überwiegenden Teil des eigenen Adelsgeschlechts und wichtigen Hausangehörigen für mehrere Jahrzehnte die Möglichkeit geschützt zu leben. Auf diese Art kann ein nuklearer Angriff ebenso ausgesessen werden wie der Einfall einer Invasionsstreitmacht. Selbst wenn ein Gegner in das Innere der Burg vordringt, sieht er sich einer Konstruktion gegenüber, in der jeder Korridor und jede höher gelegene Galerie darauf ausgelegt ist, dass man einen Eindringling bekämpft. Zwei interne Fabriken können im Fall der Fälle umgehend in Betrieb genommen werden um Munition und Ausrüstung zu produzieren, selbst wenn der Feind schon die ersten Hürden überwunden hat. Ein Fakt welcher die Denkweise des Hauses belegt ist die Möglichkeit, die Abgase dieser Notfallfabriken gezielt in gewisse Bereiche der äußeren Korridore zu leiten und den Feind auf diese Weise zu vergiften. Hinzu kommen geheime Gänge, welche es den Verteidiger erlauben im Rücken des Gegners zu erscheinen, Fallen jeder Art und Stellungsbereiche in Stellungsbereichen. Ulrich Orsius hat seiner Familie nicht nur ein neues Heim errichtet, sondern eine tödliche Falle für all jene, die den Orsius in ihrem eigenen Haus nach dem Leben trachten. Dies schließt auch den Umstand mit ein, dass es keine Türme gibt, welche aus dem Gebirge der Stadt herauswachsen und einen Blick über die Wolken, oder gar in die Stratosphäre gestatten. Die praktischen  Gesichtspunkte derartige Schwachstellen auszusparen liegen natürlich auf de Hand. Doch es gibt auch jene, die darin einen Ausdruck der Pein erkennen, welche der große Konstruktor in einem solchen Turm erlebte. <br />
Wohnbereiche für Hausangestellte, Kasernen, Materiallager, Verwaltungen, Archive und so weiter machen den größten Teil der Burg aus. Doch trotz des militärischen und auf Abwehr ausgelegten Charakter des Bauwerkes, kann das Leben darin durchaus angenehm sein und die Quartiere für jene, die den Orsius nahe stehen sind großzügig bemessen und komfortabel eingerichtet. In der Tat ist eine Wohn- und Arbeitsstelle hier sehr begehrt und wird als Privileg gehandelt. Längst ist die Größe des Adelshauses überdies derart angestiegen, dass nicht mehr alle Personen in der Festung Platz finden. Bis auf einen kleinen Bruchteil lebt jedoch der Adel ersten und zweiten Grades, so wie die Altfordern in der Burg. Um den Bedürfnissen der Edlen gerecht zu werden ist die obere Sektion ihnen vorbehalten und entsprechend luxuriös ausstaffiert. Sollte ein Gast die Möglichkeit haben in diesen Bereich einzutreten, so wird ihm auffallen, dass dort zwar alles edel, kostspielig, ja prunkvoll ist, dabei jedoch ein eigentümlicher Pragmatismus Gebot zu sein scheint. So ist eine Lampe auf einem der Gänge zwar sicherlich in edelstes Metall gefasst, doch wo eine Leuchte genügt um den Bereich zu erhellen, wird man auch nur eine vorfinden.<br />
Dieses Konzept zieht sich ebenso durch die gesamte Burg, wie es der Gedanke der Verteidigungsfähigkeit tut. Es gibt prächtige Ahnengalerien und Bankettsäle, repräsentative Empfangshallen und aboretische Exotengewächshäuser mit Pflanzen und Tieren aus allen Winkeln des Imperiums.  Doch diese Pracht ist niemals verschwenderisch, zumindest nicht im Vergleich mit ähnlich großen Adelshäusern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-family: tahoma;" class="mycode_font">[CENTER]<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-size: 10pt;" class="mycode_size">HIER STEHE ICH!  HIER BLEIBE ICH!       </span></span>[/CENTER]</span><br />
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[CENTER]<a href="http://www.fotos-hochladen.net" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/orsiuswappen0mel9ivpah.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: orsiuswappen0mel9ivpah.jpg]" class="mycode_img" /></a>[/CENTER]<br />
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Das Wappen der Familie Orsius setzt sich aus stark reduzierter Symbolik zusammen, deren Erscheinungsform eine umfangreiche Entwicklung durchgemacht hat und heute nicht mehr vollständig nachzuvollziehen ist. <br />
Neueren Ursprungs ist der umgebende Putz aus Helm und Farbenzier, wie er seit dem Krieg der Häuser bei Adel und Nationen üblich ist. Der Helm steht dabei für die militärische Stärke der Familie, die Krone für ihren Herrschaftsanspruch und edle Geburt. Die Flügel sind als Verbundenheit mit dem Imperium zu deuten. Die Farben Schwarz und Gelb bzw. Gold, stellen die Repräsentativfarben dar, wie sie etwa bei feierlichen Anlässen bei der Kleidung der hauszugehörigen Würdenträger zu finden sind. Rot-Schwarz ist jedoch sehr viel häufiger in der farblichen Kombination anzutreffen und stellt die übliche Konstellation bei Uniformen, Kleidung usw. dar. <br />
Das Haussiegel auf dem zentralen Wappenschild ist stark stilisiert und Heraldiker sind sich über die ursprünglich Form nicht ganz einig. Die Bedeutung wird jedoch darin gesehen, dass der seitlich liegende Halbmond eine Befestigung oder ein Bollwerk symbolisiert und der schwarze Kreis das Zentrum, also die Macht des Hauses. Der Ausläufer, wie eine Klaue oder die Spitze eines Krumdolchs geformt, stellt nach Meinung der Experten die Fähigkeit zum Angriff dar, welcher trotz der Verteidigungsposition gegebenen ist und auch um die Befestigung herum erfolgen kann. Verschiedenste, andersartige Deutungen existieren darüber hinaus und gehen von abwegigen bis sehr durchgeistigen Vermutungen, welche sich auf die Mentalität der Hausangehörigen beziehen. Jene, die dem Haus weniger wohl gesonnen sind, machten sich einen unflätigen Scherz daraus in dem Symbol ein Spermium zu erkennen, welches in eine Eizelle eindringt. Eine Verunglimpfung die nach hinten losgeht, denn in der Tat ist das Haus sehr stolz auf sein genetisch hochwertiges Material und die Kraft, welche dem Blut der Orsius auch nach Jahrhunderten unvermindert innewohnt. An dieser gehässig gemeinten Sichtweise des Hauswappens dürften sich die Orsius daher wenig stören.<br />
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Die Familie Orsius versteht sich selbst als bedeutendstes, weil ältestes und mächtigstes Adelsgeschlecht auf Koron. Sie führen ihren Stammbaum bis auf die sagenhaften Figuren der ersten Siedler zurück, was sich allerdings so sehr im Bereich der Mythen und Legenden bewegt, dass selbst die Hausangehörigen darin mehr eine Versinnbildlichung edler Abstammung sehen als wirkliche Verwandtschaft. Nichtsdestotrotz lassen jene Ahnenreihen, welche die Wirren von Krieg und Katastrophe überdauert haben und tatsächlich nachprüfbar sind, erkennen, dass die Familie Orsius wahrhaftig altehrwürdig zu nennen ist. Bereits in den Zeiten der ersten Heimführung, als der heilige Septinanus unter den Menschen wandelte ist von einem Mann dieses Namens die Rede, welcher sich der Schar jener anschloss, die das Wort Terras nach Koron brachten. Gemeinhin wird dieser Handelsmann namens <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Kuluk nefta- nereg</span> (was frei übersetzt als „von“ und „erster der“ bedeutet) <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Orsius</span> als der erste, beglaubigt erwähnte Ahne der Familie angesehen. In der geehrten Schrift des Titus Tempestra dem Älteren <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Die Befreiung des Elban- Sektors“</span> werden diesem Mann zwei ganze Zeilen gewidmet. Ein Umstand der die Hausangehörigen noch heute mit unaussprechlichem Stolz erfüllt und für viele eine Segnung ist, welche nach ihrem Dafürhalten eine erhebliche Mitverantwortung für den Erfolg des Geschlechts der Orsius darstellt. Der verehrte Text weist Kuluk als einen wohlhabenden Holzhändler aus, welcher erst im Auftrag der imperialen Rückeroberer lokale Hilfstruppen anwarb und diese dann später selber als Heerführer in der Schlacht befahl. Es steht zu vermuten, dass nach der Unterwerfung der heidnischen Eingeborenen, welche sich gegen die Rückeroberer gestellt hatten, die Getreuen mit Besitz und Titeln belohnt wurden. Der Adelsanspruch wird von Orsius entsprechend auf diese Erhebung durch den Heiligen Septianus zurückgeführt und wurde frühzeitig von den offiziellen Prüfstellen de Adeptus Civitas anerkannt. Damit kann sich das Haus nicht nur auf die Erhebung durch einen Heiligen (der diese Handlung in jenen verschwommen Tagen glorreicher Vergangenheit wohl noch nicht als Heiliger, sondern als imperialer Feldheer  getätigt haben dürfte) berufen, sondern vermag es auch von sich zu behaupten, das erste Adelsgeschlecht Korons zu sein, welches die Fesseln planetarer Beschränkung hinter sich ließ und auch auf anderen Welten als „von edlem Geblüt“ galt. <br />
Natürlich wurden im Zuge des Sieges Septinauns auch andere Familien in den Adelsstand erhoben. Doch da von diesen Ersten kein Haus mehr existiert, vermag auch niemand Orsius die Privilegien seiner Entstehung abzusprechen. <br />
Letztendlich ein Beweis dafür, dass eine segensreiche Entstehungsgeschichte zwar eine löbliche Sache ist, ohne Geschick, Willensstärke und gewiss auch ein Quäntchen Glück, ein Haus jedoch auch nicht vor der Auslöschung bewahrt.<br />
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[CENTER]<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">„Die Familie hat formidable Helden, formidable Schurken und eine unüberschaubare Masse an Taugenichtsen hervorgebracht. <br />
Ihr Erfolg in Politik und Wirtschaft lässt dabei vermuten, dass sie die richtige Mischung aus Brutalität, Korruption, Gier, Entschlusskraft und Fruchtbarkeit gefunden haben, <br />
um sich im Raubfischbecken internationaler und interplanetarer Machtintention als gefräßigster Hai zu etablieren.“ </span>[/CENTER]<br />
[CENTER]<span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size">Botschafter Guido Thüssenheim über Haus Orsius  </span>[/CENTER]<br />
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Trotz ihrer Macht war das Haus keineswegs immer auf Rosen gebettet und stand einige Mal selbst am Rand der Vernichtung. Auf Messers Schneide balancierte die Existenz des Hauses während des großen Krieges, als der andauernde Kampf den Familienclan beinahe vollständig auslöschte und Paul Orsius und einige versprengte Familienangehörige verschiedenster Verwandtschaftsgrade die Dynastie faktisch wieder von Null beginnen mussten. Natürlich gab es in der langen Geschichte immer wieder Katastrophen, Krankheiten, Unfälle oder andere Umstände, die einen überproportionale Anzahl an Familienangehörigen töteten. Doch wirklich gefährdet war das Gedeihen des Stammbaums, abgesehen vom Ausbluten während des Kriegs der Häuser, nur zweimal. Einer dieser Vorfälle ist der Grund warum Haus Orsius seinen erbitterten Erbfeind, Haus Siris bis auf Blut hasst.<br />
<br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vendetta an Haus Siris</span><br />
<br />
Die Fehde mit Haus Siris könnte ihren Ursprung in der einfachen Tatsache haben, dass die beiden größten Häuser Korons in ihrem Buhlen um Einfluss und profitable Positionierung unausweichlich Konkurrenten oder mehr noch, Feinde sein müssen. Natürlich hat zwischen den beiden Titanen unter den Adelsgeschlechtern niemals Freundschaft geherrscht. Doch die Ursache für den tiefsitzenden Hass zwischen den beiden Fraktionen, einem Hass der weder vor Meuchelmord, noch vor offenem Kampf Halt machte, ist auf ein konkretes Ereignis zurückzuführen. <br />
373 vKdH sollte eine Hochzeit die bis dahin nur latent vorherrschende und zwischen einflussreichen Rivalen übliche Konkurrenz beider Häuser beenden. Es sollte eine Allianz entstehen, die beide Parteien zu einem Machtblock zusammenschmieden würde, der Koron III mehr oder minder gänzlich zum Besitz der daraus hervorgehenden Verbindung gemacht hätte. <br />
Der Schritt war dabei nicht etwa überhastet in die Tat umgesetzt worden, sondern bedurfte Jahrzehnte der Planung und Verhandlungen, welche durch die Oberhäupter beider Familien und trotz permanenter Spannungen vorangetrieben wurden. Ulrich Orsius und Denja Siris waren einander versprochen, noch bevor sie das Licht der Welt erblickten. Durch strenge Fortpflanzungsbestimmungen wurde auf beiden Seiten dafür gesorgt, dass die Kinder nur mit den besten genetischen Voraussetzungen diese schicksalhafte Verbindung  eingehen und ein Geschlecht wahrhaft edler Nachkommen hervorbringen würden. Nachkommen welche Haus OrsiusSiris nicht nur als völlig neuartiges Konstrukt der Stärke erschaffen, sondern neben den Mitteln auch die Ambitionen beider Machtblöcke fusionieren und zu ungeahnten Höhen tragen sollte. Allein, ein solches Vorhaben war freilich nicht durch eine simple Hochzeit, ganz gleich wie bemerkenswert Braut und Bräutigam auch sein mochten, getan. <br />
Die Heirat sollte lediglich das Siegel unter dem vereinbarten Vertrag sein. <br />
Nicht verwunderlich, dass die im Vorfeld ausgehandelten Konditionen sich peinlichst genau in Details verloren. Firmen und ganze Konzernkomplexe wurden untereinander aufgeteilt und Führungspositionen unter der Prämisse besetzt, dass bald nicht mehr Widersacher auf wirtschaftlichem Schlachtfeld gegeneinander antreten, sondern Verbündete den großen Kuchen Koron untereinander aufteilen würden. Schachfiguren wurden in Stellung geschoben und alles schien letztlich perfekt organisiert zu sein. Lediglich Ulrich und Denja mussten sich das Jawort geben und einander in der ersten Nacht beiwohnen. Das Ereignis wurde in einem Prunk gefeiert, der einer Gouverneursernennung in Nichts nachstand. Paraden wechselten mit Banketten, das junge Paar zeigte sich dem Volk und die Kosten der wochenlangen Festivitäten hätten andernorts die Bevölkerungen von Ländern ernähren können. Der Abend vor der Hochzeit unterschied sich kaum von den vorangegangenen Banketten. Vielleicht abgesehen von der Erschöpfung, durch  permanenten Hochstimmung ausgelöst. Die Festivität fand in einem der Wolkentürme statt, welche der obersten Ebene Gohmor entwachsen und mit ihrer Sicht über die beherrschte Welt Symbol des Anspruchs der wahrhaft bedeutungsvollen Individuen sind. <br />
Das Paar an der Spitze der Tafel, die Oberen beider Häuser Seite an Seite. Einstige Rivalen scherzten über vergangene Kämpfe, die man miteinander ausgefochten hatte und die nun lächerlich und kleinlich erschienen. In der grandiosen Kulisse des verglasten Turms, die weiße Wolkendecke als fantastisch vergängliche Landschaft im Hintergrund, richtete sich Melinda Siris, Oberhaupt der Familie der Braut, auf und erhob selig lächelnd ihr Glas. Die Versammelten taten es ihr gleich und nickten anerkennend, als die oberste Siris die Vorzüge des Brautpaares lobte und auf ihr Wohl trank. Die Anwesenden folgten dem Beispiel und ließen die Beiden hochleben. <br />
Doch Melinda war mit ihrem Trinkspruch noch nicht fertig. <br />
Nachdem der Jubel abgebt und die Gläser halb geleert waren, sprach sie mit fester Stimme weiter. So prächtig das Paar auch sei, so schwer wiege die Erkenntnis, dass keine Siris jemals einem Orsiushund die Hand zur Ehe reichen würde. Lieber wolle man sterben, als so einen Frevel an der eigenen Erblinie zuzulassen. Da man das Sterben in den eigenen Reihen allerdings als Verschwendung ansehe, überlassen man diesen Punkten gern dem Abschaum aus dem Hause Orsius. <br />
Bodenlos empört über einen derart unaussprechlichen Diffamie wollten die Angehörigen der Orsius aufspringen, nach den begleitenden Ehrenwachen brüllen, die mitgeführten Zierwaffen benutzen oder die andern notfalls mit bloßen Händen zerreißen.<br />
Doch keiner erhob sich. <br />
Das Gift in den Weingläsern der Festgesellschaft hatte längst seine Wirkung getan und lähmte die Edlen des Hauses. Die Wachen, mehr schmückendes Beiwerk als wirklicher Leibschutz, waren von Agenten der Siris gemeuchelt. Ohne Hast standen die Angehörigen der Braut von ihren Plätzen auf, leerten ihre eigenen ungefährlichen Getränke und verließen den Raum. Den Verratenden, die das lähmende Gift der Hypnospinne langsam aber unaufhaltsam tötete, würdigten sie keines Blickes. Lediglich Denja strich dem zuckenden Ulrich durch das Haar und ließ den silbernen Verlobungsring vom Finger gleiten. Achtlos fiel er auf die Tischplatte, auf das er das Letzte sei was der Strebende schaute. <br />
Diese ruchlose Tat geschah natürlich keineswegs um die Tochter der Siris vor einer Liaison mit einem Orsius zu schützen, sondern allein aus dem Interesse heraus die Macht über Koron an sich zu reißen und als einziges Haus an der Spitze zu herrschen. Orsius Führungselite war nahezu mit einem Schlag vernichtet, Agenten und Günstlinge der Siris saßen an Schlüsselpositionen großer Firmenkonglomerate und in politischen Ämtern. Mit einem einzigen Handstreich waren die Karten neu gemischt. <br />
Die Konspiration war ebenso penibel geplant und meisterhaft ausgeführt wie Orsius es von den Fusionierungsverträgen geglaubt hatte. Als man das Signal erteilte, wurden die Agenten, denen Orsius größtenteils selber den Weg in die verschiedensten Führungspositionen gestattet hatte, aktiv. Verbleibende Angehörige des Hauses wurden plötzlich aus Firmen entlassen, die sie noch vor einiger Zeit geleitet hatten. Hochrangige Politiker sahen sich zum Rücktritt genötigt, Militärs sich auf unbedeutende Positionen versetzt, an der Börse wurden Wertpapiere der  Orsius im großen Stil aufgekauft, kurz um: Siris zersetzte das Geflecht der Orsius Infrastruktur wie eine bösartige Säure und eignete sich den Besitz seines größten Konkurrenten systematisch an.<br />
Der Titan war schwer getroffen. <br />
Tödlich getroffen wie man glauben könnte, doch wenn Orsius auch strauchelte, so fiel es doch nicht. Es vergingen entscheidende Stunden in denen Berichte und Beschwerden die Schaltstellen des Hauses erreichten und sich nach und nach ein Bild herauskristallisierte. Man versuchte Entscheidungsträger zu kontaktieren und Krisenstäbe zu organisieren. Als man die Toten im Wolkenturm fand, klingelten, vibrierten und summten tatsächlich alle Kommgeräte in den Taschen der Leichen. Doch dieses Festbankett der Toten wies einen auf, der noch nicht dem heimtückichen Gift erlegen war. Ulrich Orsius war nicht nur die genetische Spitze aristokratischer Zucht, er hatte auch die verschiedensten Lehrmeister gehabt, die ihn in allen nur erdenklichen Künsten unterrichtet hatten. Unter diesen war auch ein Pfahlmönch aus Kartack gewesen, der den Jungen verschiedenste Atemtechniken gelehrt hatte. So war es Ulrich gelungen, durch Anwendung des „Stillen Pfades“ seine Atmung und seinen Herzschalg zu verlangsamen und dadurch die bösartige Wirkung des Spinnengiftes zu hemmen. Dennoch war der angerichtete Schaden furchtbar. Im Laufe der folgenden chatorischen Nacht, während alles und jeder Versuchte zu retten was zu retten war, tat ein hochqualifiziertes Medizinerteam genau das Gleiche. Sie mussten Ulrich Arme und Beine amputieren und auch die Geschlechtsorgane der großen Zukunftshoffnung des Hauses konnten die Ärzte nicht retten. Was bei Tagesanbruch immerhin selbstständig atmen konnte, war kaum mehr als ein Klumpen Fleisch, verstümmelt an Leib und Seele. Es sollte vier Jahre dauern bis Ulrich als augmetische Kreatur, mehr Maschine als Mensch, wieder auf der Bildfläche erschien. Doch in jener Nacht, als die Chirurgen mit dem Schnitter um das Leben des Vergifteten rangen, kümmerte niemanden sonst das Schicksal Ulrichs. Zu sehr war die eilig zusammengekommen Vertrauten und Adligen zweiten Grades damit beschäftigt den Gegenschlag zu organisieren. <br />
Dieser konnte nur lauten: Angriff mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln! Angriff als wäre dies die letzte Schlacht. Denn genau das würde sie bei einer Niederlage sein. <br />
Die Tore der Hauskasernen und Kasamatten spien Soldaten in Rot und Schwarz aus, Panzer rollten über die Hochstraßen Gohmors und Flieger donnerten durch die Transietcanyons der Makropole. Siris hatte natürlich mit einer solchen Reaktion gerechnet und eigene Truppen in Stellung gebracht, unterstützt von Söldnern und PVS- Einheiten, die treu zu ihrem Haus standen. Womit sie nicht gerechnet hatten, war die gnadenlose Entschlossenheit, welche der Ruf nach Vergeltung in den Herzen der Orsiuskämpfer entfacht hatte. In achtloser Wut warfen sie sich gegen die Truppen ihres Gegners und überrannten viele Stellungen im ersten Anlauf, brüllend über die eigenen Gefallenen hinwegspringend.<br />
Um zu verstehen wieso solch offene Feindseligkeiten innerhalb einer imperialen Stadt überhaupt möglich waren, muss man sich die Situation vor Augen führen, wie sie vor dem Krieg der Häuser vorherrschte. Auf Koron im Allgemeinen und in Gohmor im Besonderen, lag faktisch alle Macht bei den Adelsfamilien. Der Gouverneur wurde von ihnen gestellt, entscheidende Politiker und der überwiegende Teil der PVS tanzte an den Fäden der großen Häuser. Die Hausarmeen waren von enormer Größe und bar jeder Reglementierung, was ihre Rechte und ihre Bewaffnung anbelangte. Ganz zu schweigen von dem brütenden Warten, welches aufgeblähten Militärapparaten stets zueigen ist, welche davon überzeugt sind des Einsatzes wegen geschaffen zu sein und nicht um ein Gleichgewicht zu bewahren. Als dieses Pulverfass nun explodierte nahm es das vorweg, was einige Jahrhunderte später den Planeten beinahe entvölkern sollte. <br />
Soldaten marschierten auf den Straßen und rannten gegen die versiegelten Bereiche ihrer Gegner an. Panzer lieferten sich auf den verschiedenen Ebenen gleichermaßen Gefechte, wie sie es in den weiten Ausläufern des südlichen Graslandes, welches heute nur mehr öde Wüste ist, taten.   <br />
In einigen Produktionsstätten erhoben sich die Arbeiter gegen die vermeintlich neuen Herren, denn auch die Loyalität vieler niedriger Hausangestellter hatte Siris falsch kalkuliert. Vier Tage lang tobten Schlachten und Scharmützel, waren die wenigen PVS- Truppen, deren Offiziere nicht auf der Seite eines der Häuser standen, nicht in der Lage die Kämpfe einzudämmen. Am vierte Tag endlich erklärte der Adeptus Arbites die Auseinandersetzung für beendet. Würden die Kampfhandlungen nicht augenblicklich eingestellt drohte man an, die Führungsspitzen beider Häuser zu verhaften und an imperiale Stellen zu übergeben, die keinerlei Rücksicht auf Namen, Titel und Vermögen nahmen. Tatsächlich wurde der Gefechtslärm in der Nacht zum fünften Tag weniger und am fünften Tag schwiegen die Waffen. Nicht alle Historiker führen diesen Umstand auf die Drohung des Arbites zurück, auch wenn das Ultimatum gewiss einige Leute in den Kommandostäben mit Furcht erfüllt haben dürfte. Andererseits verfügte der Adeptus kaum über die Mannstärke um sein Vorhaben in die Tat umzusetzen, hätten sich die Häuser widersetzt. Die wahrgenommen Macht des Imperiums begann auf Koron bereits zu diesem Zeitpunkt zu verblassen und zu etwas Sprichwörtlichem zu verkommen. In diesem ersten Auflodern hätte man ein Warnsignal sehen können, verpasste die Gelegenheit aber und tat es als etwas stärkere, aber nicht ungewohnte, Feindseligkeit unter Adelshäusern ab.  Einige Geschichtsforscher glauben, dass die Häuser sich unter anderem deshalb so bereitwillig auf die das Machtwort des Arbites reagierten, weil sie sich zu diesem Zeitpunkt in einer annehmbaren Situation befanden. Orsius hatte Rache für den Tod der Vergifteten geübt. Der Ruf nach Vergeltung ist zwar selbst heute noch nicht gänzlich verklungen, doch man hatte soviel Sirisblut vergossen, dass das eigene Gesicht gewahrt bleiben konnte. Darüber hinaus hatte man den anderen genug der okkupierten Anlagen wieder abgenommen, um weiter wirtschaftlich bestehen zu können. <br />
Siris wiederum hatte seinem Gegenspieler die Edelsten geraubt und durch die Demütigung des gesamten Hauses seinen Machtanspruch lautstark verkündet. Außerdem waren noch immer genügend Produktionsanlagen und Posten in seinem Besitz, um die eigene Ökonomie erheblich zu steigern. Die Antagonisten konnten also die Wunden lecken und einander belauern. Immer bereit beim kleinsten Anzeichen von Schwäche beim zuzuschlagen.<br />
<br />
Ulrich Orsius wurde erstmals 377 vKdH wieder gesichtet, als er die Führung als Baron ablehnte und Eric Mallun Orsius überließ. Der einstmals schöne Jüngling war zu einer trübsinnigen Zerrbild geworden, welches auf mechanischen Beinen einher schritt und dem krude Apparaturen das Atmen ermöglichen mussten. Ulrich verblieb als Berater des neuen Barons im Hintergrund des Geschehens und zog sich gänzlich aus der Öffentlichkeit zurück. Daher wurde auch nie bekannt wie er zu den Geschehnissen des „Giftbanketts“ stand. Es gab in den Folgejahren noch viele Schlachten gegen Siris. Einige im Verborgenen, viele offen ausgetragen und das Mahnen des Adeptus Arbites schlicht ignorierend. Ulrich hätte an diesen Kämpfen teilnehmen und seinen veränderten Körper als Waffe nutzen können um sich blutige Satisfaktion zu verschaffen. Allein, er beteiligte sich an keinen Gefecht, sondern widmete sich ganz einem anderen Projekt, welches wohl dennoch als Resultat seiner Erlebnisse zu verstehen ist. <br />
Er plante und realisierte den Bau der Burg.<br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Burg Orsius</span><br />
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Der Hauptsitz der Familie und ihrer Anhänger ist Burg Orsius auch wenn der Begriff "Burg" etwas impliziert dem er nicht im Mindesten gerecht wird. Nicht einmal Palast würde den Ort ausreichend beschreiben. Am ehesten ließe sich der Vergleich zu einer Stadt in der Stadt ziehen. Das Grundbesitz des Hauses ist eine in sich abgeschlossene Arcology, welche sich von der mittleren Ebene bis zur oberen Ebene Gohmors erstreckt und dabei fünfzig Subebenen beinhaltet. Inklusive eigener sakraler Gebäude, Fabriken, Landebahnen, Wohneinheiten, Kasernen, Plätze, Häuserzeilen und Straßen mit den Namen ehrwürdiger Familienmitglieder. Auf den ersten Blick mag man hier einen sonderbaren Anachronismus erkennen, so man sich die Bezeichnung „Burg“ für diesen Ort noch einmal ins Gedächtnis ruft. Bei genauerer Betrachtung lassen sich jedoch durchaus Parallelen zu einer wehrhaften Bastion finden. Ihr Konstrukteur Ulrich Orsius zog Lehren aus den Kämpfen mit Haus Siris, wo Orsius immer wieder dadurch ein Problem entstand, dass seine Niederlassungen über fast alle Bereiche der Makropole verstreut waren. Während die Blutsverwandten sich in ihren Häusern in den oberen Bereichen der Stadt aufhielten, war der Großteil der Bediensteten in den mittleren Ebenen angesiedelt. Truppenteile waren in unterschiedlichen Kasernen untergebracht und eine Koordinierung hatte sich durch überdehnte Kommunikationsketten und Marschwege als schwierig erwiesen. Auch die Einbettung von Orsiusniederlassungen in zivilen Vierteln hatte zum Nachteil gereicht, als Siristruppen strategische Stellungen eingenommen hatten, die auf Grund ihres unmilitärischen Charakters nur unzulänglich zu verteidigen gewesen waren. Ulrich wollte all diese Faktoren beseitigen und die Macht des Hauses konzentrieren wie einen Laserstrahl. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf errichtete er die Burg.<br />
Das Konstrukt ist ein Sinnbild für die militaristische und in den Tagen seiner Erbauung zusehends paranoider werdende, Wesensart des Hauses. Dies lässt sich im Kleinsten, wie im Größten finden. Im Fall des größten Aspekt kann man das an der gesamten Konstruktionsweise der Burg festmachen, die nicht etwa von nachrückenden Generationen erweitert wurde, sondern als massives Gebilde der Widerstandskraft konstruiert, seit seinem Bau unverändert geblieben ist. Zu unterst ist da das Energiekastell, welches auf natürlichem Fels ruht. Die Spitze eines Berges, welcher dereinst das höchste Gebilde des Landes gewesen sein mochte, bevor die Schaffenskraft des Menschen seine Majestät herabwürdigte. Heute dient die künstlich abgeflachte Spitze dem Haus als unnachgiebiges Fundament, etwa auf Höhe der mittleren Ebene. <br />
Auf diesem Plateau ruhen nicht nur die Grundfesten der Burg, sondern auch die zentrale Energieerzeugungseinheit. Hinter kolossalen Mauern aus Stein, Beton und Stahl liegt der Hauptreaktor, welcher die Burg mit 80% der benötigten Energie versorgt. Es ist bezeichnend für Haus Orsius, dass die größte materielle Reserve der Familie nicht etwa in Tresoren lagert, sondern einem praktischen Nutzen zugeführt wird, der so sehr die Art der Familie widerspiegelt. Denn die gewaltige Kuppel, welche den Reaktor umspannt, besteht zur Gänze aus Adamantium. Ebenso Schutz gegen einen internen Reaktorunfall, wie letzte Verteidigungslinie, sollten die Feinde des Hauses jemals die Burg erstürmen.<br />
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[CENTER]<a href="http://www.fotos-hochladen.net" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/burgfinal962vge3u4y.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: burgfinal962vge3u4y.jpg]" class="mycode_img" /></a>[/CENTER]<br />
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Auf dieser Basis erhebt sich die pilzförmige Gestalt der Burg. Natürlich ist von dem Gebilde nicht zu erkennen, da es gänzlich in die Makropole eingebettet ist. Dennoch kann die Sitz innerhalb kürzester Zeit hermetisch vom Rest der Stadt abgeschottet werden und Zugänge, wie Straßen und Transitcanyons, dienen den ausfahren Waffenbatterien als Schusstunnel, welch anrückende Feinde auf weite Entfernung zum leichten Ziel machen. In diesem Alarmzustand kann die Burg autark betrieben werden und bietet dem überwiegenden Teil des eigenen Adelsgeschlechts und wichtigen Hausangehörigen für mehrere Jahrzehnte die Möglichkeit geschützt zu leben. Auf diese Art kann ein nuklearer Angriff ebenso ausgesessen werden wie der Einfall einer Invasionsstreitmacht. Selbst wenn ein Gegner in das Innere der Burg vordringt, sieht er sich einer Konstruktion gegenüber, in der jeder Korridor und jede höher gelegene Galerie darauf ausgelegt ist, dass man einen Eindringling bekämpft. Zwei interne Fabriken können im Fall der Fälle umgehend in Betrieb genommen werden um Munition und Ausrüstung zu produzieren, selbst wenn der Feind schon die ersten Hürden überwunden hat. Ein Fakt welcher die Denkweise des Hauses belegt ist die Möglichkeit, die Abgase dieser Notfallfabriken gezielt in gewisse Bereiche der äußeren Korridore zu leiten und den Feind auf diese Weise zu vergiften. Hinzu kommen geheime Gänge, welche es den Verteidiger erlauben im Rücken des Gegners zu erscheinen, Fallen jeder Art und Stellungsbereiche in Stellungsbereichen. Ulrich Orsius hat seiner Familie nicht nur ein neues Heim errichtet, sondern eine tödliche Falle für all jene, die den Orsius in ihrem eigenen Haus nach dem Leben trachten. Dies schließt auch den Umstand mit ein, dass es keine Türme gibt, welche aus dem Gebirge der Stadt herauswachsen und einen Blick über die Wolken, oder gar in die Stratosphäre gestatten. Die praktischen  Gesichtspunkte derartige Schwachstellen auszusparen liegen natürlich auf de Hand. Doch es gibt auch jene, die darin einen Ausdruck der Pein erkennen, welche der große Konstruktor in einem solchen Turm erlebte. <br />
Wohnbereiche für Hausangestellte, Kasernen, Materiallager, Verwaltungen, Archive und so weiter machen den größten Teil der Burg aus. Doch trotz des militärischen und auf Abwehr ausgelegten Charakter des Bauwerkes, kann das Leben darin durchaus angenehm sein und die Quartiere für jene, die den Orsius nahe stehen sind großzügig bemessen und komfortabel eingerichtet. In der Tat ist eine Wohn- und Arbeitsstelle hier sehr begehrt und wird als Privileg gehandelt. Längst ist die Größe des Adelshauses überdies derart angestiegen, dass nicht mehr alle Personen in der Festung Platz finden. Bis auf einen kleinen Bruchteil lebt jedoch der Adel ersten und zweiten Grades, so wie die Altfordern in der Burg. Um den Bedürfnissen der Edlen gerecht zu werden ist die obere Sektion ihnen vorbehalten und entsprechend luxuriös ausstaffiert. Sollte ein Gast die Möglichkeit haben in diesen Bereich einzutreten, so wird ihm auffallen, dass dort zwar alles edel, kostspielig, ja prunkvoll ist, dabei jedoch ein eigentümlicher Pragmatismus Gebot zu sein scheint. So ist eine Lampe auf einem der Gänge zwar sicherlich in edelstes Metall gefasst, doch wo eine Leuchte genügt um den Bereich zu erhellen, wird man auch nur eine vorfinden.<br />
Dieses Konzept zieht sich ebenso durch die gesamte Burg, wie es der Gedanke der Verteidigungsfähigkeit tut. Es gibt prächtige Ahnengalerien und Bankettsäle, repräsentative Empfangshallen und aboretische Exotengewächshäuser mit Pflanzen und Tieren aus allen Winkeln des Imperiums.  Doch diese Pracht ist niemals verschwenderisch, zumindest nicht im Vergleich mit ähnlich großen Adelshäusern.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Horning]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=704</link>
			<pubDate>Sat, 27 Nov 2010 20:58:15 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=5"></a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<span style="font-size: 8pt;" class="mycode_size"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">[CENTER]NATION HORNING[/CENTER]</span></span></span><br />
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[CENTER]<a href="http://www.fotos-hochladen.net" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/109342491011602q7mu5p61o.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: 109342491011602q7mu5p61o.jpg]" class="mycode_img" /></a>[/CENTER]<br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wappen:</span> Das Staatswappen der Nation Horning zeigt im Zentrum das stilisiertes Abbild einer mythischen Meereskreatur, genauer gesagt das der “Affgrundtschloge“. <br />
Dieses Wesen ist ein überaus äquivalentes Sinnbild und sehr viel mehr als ein Fabeltier. Lange bevor die rauen Menschen der Küstenregion in das Licht imperialer Frömmigkeit zurückgeführt wurden, sahen sie das Wirken der Natur als die höchste göttliche Macht an. Diese Verirrung des Glaubens erscheint freilich nicht verwunderlich, bedenkt man wie abhängig die Bewohner der Küste von den Launen des Ozean waren und es teilweise heute noch sind. Das Verhältnis zum offenen Meer hätte dabei nicht zwiespältiger sein können. So brachte das Wasser die Existenzgrundlage, in Form von Seetangernte oder Fischfang und bedrohte durch seine Launen gleichzeitiges des Leben all jener, die sich auf seine unberechenbaren Wellen hinaus wagten. Da nimmt es nicht Wunder, dass man in dieser Willkür das Wirken eines grausamen, fast gottgleichen Ungeheuers vermutete. Diesem Wesen wurden die meisten Naturphänomene zugeschrieben und im Folgenden werden wir noch öfter auf das vermeintliche Wirken der „Abgrundschlange“, wie es aus dem alten Zungenschlag übersetzt heißt, stoßen. <br />
Das man derart wuchernden Aberglauben nicht im Zeichen des Gottkaisers ausmerzte, als das Licht Terras auf diese heidnischen Vorstellungen schien, liegt an der Doppeldeutigkeit dieses Fantasiegeschöpfes. Mit dem Anerkennen der einzigen Göttlichkeit des Imperator, verblasste die wörtliche Wahrnehmung der Bestie, als Kreatur aus Fleisch und Blut. Mehr und mehr wurden diese barbarischen Ansichten von einer Sprichwörtlichkeit abgelöst, in welcher die “Affgrundtschloge“ lediglich als Synonym für den Ozean an sich benutzt wurde. Da niemand die ausgeprägte Symbiose zwischen den Küstenbewohnern Hornings und dem Meer leugnen kann, erhob niemand Einwände, als das Ungeheuer seinen Weg auf das Wappenschild der Nation fand.             <br />
Über diesem Symbol prangt ein Helm, als Zeichen für die Wehrhaftigkeit des Landes. Bemerkenswert ist dabei, dass eine dergestalte Form schützender Kopfbedeckung niemals wirkliche Verbreitung auf Koron fand. Wieso man ähnliche Reiterhelme dennoch in so vielen modernen Wappen finden kann ist nicht ganz klar. Eine Theorie geht dahin, dass sie in Abzeichen der Imperialen Armee Verwendung fanden und später durch die Bewohner Korons übernommen wurden. <br />
Die Bänder der Helmzier sind im Grün des Landes und im dunklen Blau des Meeres gehalten. Die Nationalfarben Hornings. Diese Themen lassen sich auch im Kopfputz finden. Der Dreizack als traditionelle Ehrenwaffe der Miliz (Siehe dazu Beschreibung im Kapitel: Heimatgarde) und Versprechen jeglichen Aggressor mit Mut und blankem Stahl entgegenzutreten. <br />
Flankiert wird dieses martialische Attribut von sehr viel friedlicheren Devotionalien, namentlich der Königsrose und dem Heiligdorn. Wieso beiden Pflanzen ihren Weg in den Wappen fanden ist unklar, doch die Namen lassen ebenfalls geschichtlichen oder mythischen Hintergrund vermuten. <br />
Nachdem der Ozean bereits eine derart zentrale Rolle in der Heraldik einnimmt, repräsentieren die beiden Männer, zur Linken und Rechten des Schildes, zwei weitere essentielle Bestandteile der horniger Lebensgrundlage. So sehen wir den Landarbeiter mit der Sichel, auf dem fruchtbaren Boden des Kernlandes stehen. Gerade Reihen von Garr-Knollen ziehen sich zu seinen Füßen dahin, während hinter ihm der Goldroggen sprießt. In Opposition zum Bauern findet sich der Bergmann. Unter seinen Sohlen lässt sich der karge Boden des Verheerten Landes erkennen, welcher unfruchtbar, ja gar gefährlich sein kann, aber gleichzeitig reich an Bodenschätzen ist.     <br />
             <br />
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<span style="color: red;" class="mycode_color">"</span>Zu Anfang des vorangegangenen Jahrhunderts waren die kulturellen, ökonomischen und politischen Zustände im Gebiet des heutigen Horning nahezu katastrophal, die gesamte Region stand unter militärischer Verwaltung des “Gohmorschen Hoheitstribunals”, eines eingesetzten Rates von vier Bezirksvorstehern, namentlich Mendrik Goodson, Joshua O’Kellbon, Frederic Suexberg und Nathaniel McThirsten. Alle samt Söhne aus einflussreichen Familien, den sogenannten Klans oder auch “Den großen Vier”, wie sie im bäuerlichen Volksmund des öfteren tituliert wurden. Goodson war traditioneller Brauereiinhaber, O’Kellbon besaß alle Waffenwerkstätten entlang der Westküste, Suexberg gilt bis in die heutigen Tage hinein noch als einer der angesehensten Bankiersnamen, während McThirsten eine überaus lukrative Reedereigesellschaft besitzt und im internationalen Handel tätig ist. Der damit einhergehende Reichtum wurde geschickt in Agrarflächen, Siedlungsprojekte, Rohstofferschließung sowie Maßnahmen zum Gewinn von Elektrizität und Arbeitskraft eingesetzt. Die bekanntesten Projekte sind wohl die Begradigung des Flusses Weight, sowie das weite Areal der Hafensiedlungen, stellenweise sogar unterhalb des Meeresspiegels, also in “hermetisch abgeriegelten” Stadtkomplexen.<br />
<br />
In den vergangenen fünfzig Jahren jedoch kam es zunehmend zu einer Privatisierung, sowohl im Bereich der Wirtschaft, als auch im politischen zu einer Liberalisierung. Damit einhergehend erfolgte eine oberflächliche, seichte Unabhängigkeitserklärung an die Hauptstadt Gohmor, mit anschließender Ausweisung aller Delegierten, mit Ausnahme der genannten vier Klans. Diese waren “bodenständige Einheimische”, vielmehr mochte dies allerdings darauf zurückzuführen sein, dass Goodson und McThirsten allein 37 % der Gesamtbevölkerung unter Vertrag haben, während Suexberg geschätzte 42 % des Bruttoinlandproduktes “finanziert”, sie es durch Kredite oder bereitgestellte Anlagen. O’Kellbon wiederum versorgt geschätzte 76 % der einheimischen Milizen mit preisgünstigen Handfeuerwaffen und Sturmgewehren, ein nicht wegzudenkender Faktor also in einem potentiellen Unabhängigkeitskrieg. Damals wie heute waren die politischen Beziehungen zwischen den “Großen Zwei”, Gohmor und Truzt, allerdings angespannt, weshalb die geographische Nähe zu letzterer Stadt dazu führte das die demokratische Republik schützend ihre gefiederte Schwinge über ihren neuesten Spross legte. In diesem Zusammenhang wird auch oft von verschiedenen Transaktionen zwischen den Großen Häusern in Gohmor, den Truzt-Stadtstaaten und Herrn Suexberg berichtet. Offensichtlich willigten mindestens zwei Drittel der Delegierten im Hohen Haus zu Truzt in eine derartige Maßnahme ein, während auf der anderen Seite mindestens drei größere Häuser ebenfalls zustimmten und damit den Gouverneur selbst bis zu einem gewissen Grad bedrängten. Die tatsächlichen Ursachen für eine Anerkennung des Staates bleiben jedoch im Verborgenen, und reichen von einem diplomatischen Wettsaufen bis zu einem okkulten Treffen zwischen verschiedenen Ekklesiarchieanhängern, welche in Horning selbst eine Art gelobtes Land erkennen wollen.<br />
<br />
Inzwischen sind weite Landstriche stark industrialisiert und ausgebeutet, während vereinzelt noch natürliche Schönheit in sogenannten “Reservaten” anzutreffen ist. Die Armut sank in den vergangen dreißig Jahren um mehr als dreißig Prozent, während Bildungsrate und medizinische Versorgung stark anstiegen. Im Durchschnitt verfügen Einwohner Hornings über ein höheres Pro-Kopf Jahreseinkommen als die meisten Bürger der Hauptstadt, gerade wenn man die Dunkelziffer einrechnet. Kleinkriminalität ist auf erträgliches Minimum gesunken, während staatliche Korruption und “Vetternwirtschaft” verstärkt grassieren. Die Agrarfläche nimmt von vormals 76 % nur noch knappe 17 % der nutzbaren Staatsfläche ein, starke Überfischung der angrenzenden Gewässer bereinigt die meisten Nahrungsengpässe, ansonsten ist das Land jedoch auf Importe aus Truzt sowie anderen nahen Stadtstaaten angewiesen. Finanziell betrachtet befinden sich einige der größten, angesehensten Bankenklans, inklusive Suexberg, innerhalb des Staatsgebietes, und zwar mit Hauptsitz in der Stadt selbst. Zirka 25 % des koronweiten Kapitals durchfließen mindestens einmal Horning, es gilt weithin als Steuerparadies, da sowohl Vermögenssteuer als auch Kapitalertragssteuer auf einem kaum wahrnehmbaren Prozentsatz gekürzt wurden, wohingegen Lohnnebenkosten wie etwa der “Sozialbeitrag” im Schnitt um ein Drittel höher ist als anderorts.<br />
<br />
Die Vier Familien agieren als “Rat der Weisen” in allen Belangen, während das Volk an sich durch Repräsentant im “Republikanischen Kastell” vertreten wird. Es gibt 813 Abgeordnete, einen Präsidenten des Kastells, sowie drei Beisitzer und siebzehn Bezirksvorsteher. Die Justiz ist weitestgehend unabhängig, wird für vier Jahre durch einen “Kanzler-Major” geleitet, welcher wiederum zwei Mal durch das Repräsentantenhaus gewählt werden kann. Dieses Amt vereinigt militärische wie justikarische Oberhoheit in sich, während alle anderen “klassischen” Ämter im Halbjahreszyklus durch “Honorarlose Minister” besetzt werden, das heißt das diese Politiker allein ihre Diäten als Abgeordnete erhalten, nicht jedoch über eine gesonderte Vergütung verfügen wie es in anderen Republiken Usus ist. Das “Militär” an sich setzt sich nicht aus einem herkömmlichen Berufsheer - welches wiederum der PVS unterstellt ist - zusammen, sondern aus mehreren Regimentern herkömmlicher Miliz, welche allerdings in den letzten Jahren durchaus taktische und technische Ausbildungen durch alteingesessene Truzt-Experten erhalten haben, dies allerdings nur im Geheimen. Einzelne Kontingente dieses “nicht stehenden Heeres”, wie etwa die “Losimber-Partisanen” verfügen gar über experimentelle Technologie unterschiedlichster Herkunft, etwa neuartige Scharfschützengewehre, energieeffizientere Laserwaffen und geländeangepasste Kampfvehikel neuester Modelle. Diese speziellen Geräte können allerdings nur durch die finanziellen Zuwendungen der großen Vier finanziert und gehalten werden, sowie durch gesonderte Waffenabkommen mit einzelnen Schwerindustrien in Gohmor und Truzt. Diese Unterlagen gelten allerdings gemeinhin als “Secretus Os Urbis” und finden sich weder in öffentlichen Aufzeichnungen, noch in Unterlagen der Betriebe an sich wieder. Die Vertuschung ist dermaßen das offizielle Zahlen geschönt, Inventarlisten gefälscht und Lieferungen “retourniert” werden.<span style="color: red;" class="mycode_color">"</span><br />
<br />
<span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size"><span style="color: red;" class="mycode_color">""</span> Originaltext von Kajid, Rest von Kogan ergänzt</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: 8pt;" class="mycode_size"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">[CENTER]NATION HORNING[/CENTER]</span></span></span><br />
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[CENTER]<a href="http://www.fotos-hochladen.net" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/109342491011602q7mu5p61o.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: 109342491011602q7mu5p61o.jpg]" class="mycode_img" /></a>[/CENTER]<br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wappen:</span> Das Staatswappen der Nation Horning zeigt im Zentrum das stilisiertes Abbild einer mythischen Meereskreatur, genauer gesagt das der “Affgrundtschloge“. <br />
Dieses Wesen ist ein überaus äquivalentes Sinnbild und sehr viel mehr als ein Fabeltier. Lange bevor die rauen Menschen der Küstenregion in das Licht imperialer Frömmigkeit zurückgeführt wurden, sahen sie das Wirken der Natur als die höchste göttliche Macht an. Diese Verirrung des Glaubens erscheint freilich nicht verwunderlich, bedenkt man wie abhängig die Bewohner der Küste von den Launen des Ozean waren und es teilweise heute noch sind. Das Verhältnis zum offenen Meer hätte dabei nicht zwiespältiger sein können. So brachte das Wasser die Existenzgrundlage, in Form von Seetangernte oder Fischfang und bedrohte durch seine Launen gleichzeitiges des Leben all jener, die sich auf seine unberechenbaren Wellen hinaus wagten. Da nimmt es nicht Wunder, dass man in dieser Willkür das Wirken eines grausamen, fast gottgleichen Ungeheuers vermutete. Diesem Wesen wurden die meisten Naturphänomene zugeschrieben und im Folgenden werden wir noch öfter auf das vermeintliche Wirken der „Abgrundschlange“, wie es aus dem alten Zungenschlag übersetzt heißt, stoßen. <br />
Das man derart wuchernden Aberglauben nicht im Zeichen des Gottkaisers ausmerzte, als das Licht Terras auf diese heidnischen Vorstellungen schien, liegt an der Doppeldeutigkeit dieses Fantasiegeschöpfes. Mit dem Anerkennen der einzigen Göttlichkeit des Imperator, verblasste die wörtliche Wahrnehmung der Bestie, als Kreatur aus Fleisch und Blut. Mehr und mehr wurden diese barbarischen Ansichten von einer Sprichwörtlichkeit abgelöst, in welcher die “Affgrundtschloge“ lediglich als Synonym für den Ozean an sich benutzt wurde. Da niemand die ausgeprägte Symbiose zwischen den Küstenbewohnern Hornings und dem Meer leugnen kann, erhob niemand Einwände, als das Ungeheuer seinen Weg auf das Wappenschild der Nation fand.             <br />
Über diesem Symbol prangt ein Helm, als Zeichen für die Wehrhaftigkeit des Landes. Bemerkenswert ist dabei, dass eine dergestalte Form schützender Kopfbedeckung niemals wirkliche Verbreitung auf Koron fand. Wieso man ähnliche Reiterhelme dennoch in so vielen modernen Wappen finden kann ist nicht ganz klar. Eine Theorie geht dahin, dass sie in Abzeichen der Imperialen Armee Verwendung fanden und später durch die Bewohner Korons übernommen wurden. <br />
Die Bänder der Helmzier sind im Grün des Landes und im dunklen Blau des Meeres gehalten. Die Nationalfarben Hornings. Diese Themen lassen sich auch im Kopfputz finden. Der Dreizack als traditionelle Ehrenwaffe der Miliz (Siehe dazu Beschreibung im Kapitel: Heimatgarde) und Versprechen jeglichen Aggressor mit Mut und blankem Stahl entgegenzutreten. <br />
Flankiert wird dieses martialische Attribut von sehr viel friedlicheren Devotionalien, namentlich der Königsrose und dem Heiligdorn. Wieso beiden Pflanzen ihren Weg in den Wappen fanden ist unklar, doch die Namen lassen ebenfalls geschichtlichen oder mythischen Hintergrund vermuten. <br />
Nachdem der Ozean bereits eine derart zentrale Rolle in der Heraldik einnimmt, repräsentieren die beiden Männer, zur Linken und Rechten des Schildes, zwei weitere essentielle Bestandteile der horniger Lebensgrundlage. So sehen wir den Landarbeiter mit der Sichel, auf dem fruchtbaren Boden des Kernlandes stehen. Gerade Reihen von Garr-Knollen ziehen sich zu seinen Füßen dahin, während hinter ihm der Goldroggen sprießt. In Opposition zum Bauern findet sich der Bergmann. Unter seinen Sohlen lässt sich der karge Boden des Verheerten Landes erkennen, welcher unfruchtbar, ja gar gefährlich sein kann, aber gleichzeitig reich an Bodenschätzen ist.     <br />
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<span style="color: red;" class="mycode_color">"</span>Zu Anfang des vorangegangenen Jahrhunderts waren die kulturellen, ökonomischen und politischen Zustände im Gebiet des heutigen Horning nahezu katastrophal, die gesamte Region stand unter militärischer Verwaltung des “Gohmorschen Hoheitstribunals”, eines eingesetzten Rates von vier Bezirksvorstehern, namentlich Mendrik Goodson, Joshua O’Kellbon, Frederic Suexberg und Nathaniel McThirsten. Alle samt Söhne aus einflussreichen Familien, den sogenannten Klans oder auch “Den großen Vier”, wie sie im bäuerlichen Volksmund des öfteren tituliert wurden. Goodson war traditioneller Brauereiinhaber, O’Kellbon besaß alle Waffenwerkstätten entlang der Westküste, Suexberg gilt bis in die heutigen Tage hinein noch als einer der angesehensten Bankiersnamen, während McThirsten eine überaus lukrative Reedereigesellschaft besitzt und im internationalen Handel tätig ist. Der damit einhergehende Reichtum wurde geschickt in Agrarflächen, Siedlungsprojekte, Rohstofferschließung sowie Maßnahmen zum Gewinn von Elektrizität und Arbeitskraft eingesetzt. Die bekanntesten Projekte sind wohl die Begradigung des Flusses Weight, sowie das weite Areal der Hafensiedlungen, stellenweise sogar unterhalb des Meeresspiegels, also in “hermetisch abgeriegelten” Stadtkomplexen.<br />
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In den vergangenen fünfzig Jahren jedoch kam es zunehmend zu einer Privatisierung, sowohl im Bereich der Wirtschaft, als auch im politischen zu einer Liberalisierung. Damit einhergehend erfolgte eine oberflächliche, seichte Unabhängigkeitserklärung an die Hauptstadt Gohmor, mit anschließender Ausweisung aller Delegierten, mit Ausnahme der genannten vier Klans. Diese waren “bodenständige Einheimische”, vielmehr mochte dies allerdings darauf zurückzuführen sein, dass Goodson und McThirsten allein 37 % der Gesamtbevölkerung unter Vertrag haben, während Suexberg geschätzte 42 % des Bruttoinlandproduktes “finanziert”, sie es durch Kredite oder bereitgestellte Anlagen. O’Kellbon wiederum versorgt geschätzte 76 % der einheimischen Milizen mit preisgünstigen Handfeuerwaffen und Sturmgewehren, ein nicht wegzudenkender Faktor also in einem potentiellen Unabhängigkeitskrieg. Damals wie heute waren die politischen Beziehungen zwischen den “Großen Zwei”, Gohmor und Truzt, allerdings angespannt, weshalb die geographische Nähe zu letzterer Stadt dazu führte das die demokratische Republik schützend ihre gefiederte Schwinge über ihren neuesten Spross legte. In diesem Zusammenhang wird auch oft von verschiedenen Transaktionen zwischen den Großen Häusern in Gohmor, den Truzt-Stadtstaaten und Herrn Suexberg berichtet. Offensichtlich willigten mindestens zwei Drittel der Delegierten im Hohen Haus zu Truzt in eine derartige Maßnahme ein, während auf der anderen Seite mindestens drei größere Häuser ebenfalls zustimmten und damit den Gouverneur selbst bis zu einem gewissen Grad bedrängten. Die tatsächlichen Ursachen für eine Anerkennung des Staates bleiben jedoch im Verborgenen, und reichen von einem diplomatischen Wettsaufen bis zu einem okkulten Treffen zwischen verschiedenen Ekklesiarchieanhängern, welche in Horning selbst eine Art gelobtes Land erkennen wollen.<br />
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Inzwischen sind weite Landstriche stark industrialisiert und ausgebeutet, während vereinzelt noch natürliche Schönheit in sogenannten “Reservaten” anzutreffen ist. Die Armut sank in den vergangen dreißig Jahren um mehr als dreißig Prozent, während Bildungsrate und medizinische Versorgung stark anstiegen. Im Durchschnitt verfügen Einwohner Hornings über ein höheres Pro-Kopf Jahreseinkommen als die meisten Bürger der Hauptstadt, gerade wenn man die Dunkelziffer einrechnet. Kleinkriminalität ist auf erträgliches Minimum gesunken, während staatliche Korruption und “Vetternwirtschaft” verstärkt grassieren. Die Agrarfläche nimmt von vormals 76 % nur noch knappe 17 % der nutzbaren Staatsfläche ein, starke Überfischung der angrenzenden Gewässer bereinigt die meisten Nahrungsengpässe, ansonsten ist das Land jedoch auf Importe aus Truzt sowie anderen nahen Stadtstaaten angewiesen. Finanziell betrachtet befinden sich einige der größten, angesehensten Bankenklans, inklusive Suexberg, innerhalb des Staatsgebietes, und zwar mit Hauptsitz in der Stadt selbst. Zirka 25 % des koronweiten Kapitals durchfließen mindestens einmal Horning, es gilt weithin als Steuerparadies, da sowohl Vermögenssteuer als auch Kapitalertragssteuer auf einem kaum wahrnehmbaren Prozentsatz gekürzt wurden, wohingegen Lohnnebenkosten wie etwa der “Sozialbeitrag” im Schnitt um ein Drittel höher ist als anderorts.<br />
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Die Vier Familien agieren als “Rat der Weisen” in allen Belangen, während das Volk an sich durch Repräsentant im “Republikanischen Kastell” vertreten wird. Es gibt 813 Abgeordnete, einen Präsidenten des Kastells, sowie drei Beisitzer und siebzehn Bezirksvorsteher. Die Justiz ist weitestgehend unabhängig, wird für vier Jahre durch einen “Kanzler-Major” geleitet, welcher wiederum zwei Mal durch das Repräsentantenhaus gewählt werden kann. Dieses Amt vereinigt militärische wie justikarische Oberhoheit in sich, während alle anderen “klassischen” Ämter im Halbjahreszyklus durch “Honorarlose Minister” besetzt werden, das heißt das diese Politiker allein ihre Diäten als Abgeordnete erhalten, nicht jedoch über eine gesonderte Vergütung verfügen wie es in anderen Republiken Usus ist. Das “Militär” an sich setzt sich nicht aus einem herkömmlichen Berufsheer - welches wiederum der PVS unterstellt ist - zusammen, sondern aus mehreren Regimentern herkömmlicher Miliz, welche allerdings in den letzten Jahren durchaus taktische und technische Ausbildungen durch alteingesessene Truzt-Experten erhalten haben, dies allerdings nur im Geheimen. Einzelne Kontingente dieses “nicht stehenden Heeres”, wie etwa die “Losimber-Partisanen” verfügen gar über experimentelle Technologie unterschiedlichster Herkunft, etwa neuartige Scharfschützengewehre, energieeffizientere Laserwaffen und geländeangepasste Kampfvehikel neuester Modelle. Diese speziellen Geräte können allerdings nur durch die finanziellen Zuwendungen der großen Vier finanziert und gehalten werden, sowie durch gesonderte Waffenabkommen mit einzelnen Schwerindustrien in Gohmor und Truzt. Diese Unterlagen gelten allerdings gemeinhin als “Secretus Os Urbis” und finden sich weder in öffentlichen Aufzeichnungen, noch in Unterlagen der Betriebe an sich wieder. Die Vertuschung ist dermaßen das offizielle Zahlen geschönt, Inventarlisten gefälscht und Lieferungen “retourniert” werden.<span style="color: red;" class="mycode_color">"</span><br />
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<span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size"><span style="color: red;" class="mycode_color">""</span> Originaltext von Kajid, Rest von Kogan ergänzt</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Föderale Union]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=659</link>
			<pubDate>Sun, 18 Jul 2010 15:37:46 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=3"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=659</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: 6pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Entstehung der Föderalen Union</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Niederschlagung der Casiov- Revolte  <br />
Oder: Die Schlacht um die grüne Zitadelle </span><br />
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[CENTER]<a href="http://img84.imageshack.us/i/fugreif.jpg/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="http://img84.imageshack.us/img84/4553/fugreif.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: fugreif.jpg]" class="mycode_img" /></a>[/CENTER]<br />
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Die Ereignisse des Jahres 172/173 n.KdH sind in mehrerlei Hinsicht denkwürdig, sonderbar und letztlich bis heute nicht hundertprozentig rekonstruiert. Dennoch markieren sie einige Wendepunkte und Besonderheiten, nicht nur auf nationaler Ebene. Der Konflikt, welcher irreführender Weise im Volksmund nur als Schlacht bezeichnet wird, stellt den letzten, größeren Schlagabtausch, seit dem großen Krieg, dar. Erkenntnisse aus dieser Konfrontation werden noch heute an den Militärakademien und Lehranstalten für Panzerkampf gelehrt und als Paradebeispiel proklamiert. Darüber hinaus hat die Geschichte Einzug in die Unterhaltungsliteratur gefunden, was einer Klärung der eigentlichen Geschehnisse nicht immer dienlich ist. Feststeht jedoch das die beiden Dekaden erbitterter Kämpfe auf ewig ein Band der Bruderschaft zwischen dem herrschaftlichen Stadtstaat Gohmor und der Föderalen Union knüpften. Auswirkungen, besonders auf den Regierungsstaat der FU, sind bis heute zu spüren und spiegeln sich im rigorosen Einsatz von Geheimpolizei und der Miliz wieder. Die Angst vor einer erneuten, subversiven Unterwanderung und Machtübernahme hat sich tief in die Herzen der FU Bevölkerung eingebrand. Das Selbstverständnis der Einparteienunion sollte uns allen dabei ein leuchtendes Beispiel für Pflichterfüllung und Treue gegenüber dem Imperator sein.<br />
<br />
Um die Ursachen für die anfängliche Erfolge der Casiovi zu erkennen, muss die Situation im Jahre 172 verdeutlicht werden. <br />
Die späteren Staaten der FU waren ursprünglich Sklavenprovinzen der Ketzerstadt Rasankur. Nachdem diese unter dem läuternden Racheschwert des Imperiums verging, brach das Gefüge recht schnell in sich zusammen und ließ den einstigen Machtblock in Kleinstreiche und Zonen der Anarchie zersplittern. Die siegreichen Truppen der Imperialen Armee, welche das, durch titanische Schlachten entstandene, Ödland mühsamen Märschen durchwandert hatten, stießen nur auf geringen und unorganisierten Widerstand. Kontingente aus aufständischen Bürgern schlossen sich den Befreiern an, während Warlords und lokale Tyrannen ihre neu  gewonnene Macht zu verteidigen gedachten. Pelutr, das heutige Winterten, stellte eine Bastion verbliebener Rasankurfanatiker und Schergen dar. Todeskommandos aus ehemaligen Unterdrückern und künstliches Gezücht, das sich zynisch als Verteidiger bezeichnete. Sie bauten die Stadt zur Festung aus und waren bereit ihr erbärmliches Leben für hohen Blutzoll zu lassen.<br />
Doch um überhaupt erst einmal bis dorthin zu kommen, mussten sich die Armeen des Gottkaisers durch ein Land mit undefinierbaren Machtstrukturen kämpfen, in dem sich Verbündete genauso schnell wieder abwenden konnten um ihren ganz eigenen kleinen Kriege auszutragen. Trotz dieser Tatsachen war der Widerstand zu unorganisiert um die Vorwärtsbewegung wirklich aufhalten zu können. Erst an den Ufern des Cet geriet der Zug ins Stocken. Die Ketzer in Pelutr waren nicht müde gewesen und hatten die Produktionsanlagen der Stadt vollständig auf die Herstellung von Kriegsmaterial umgestellt. Tausende der versklavten Bevölkerung starben an Hunger und Erschöpfung, doch dafür rollten genügend Panzer und Artilleriegeschütze von den Fließbändern, dass man am Cet eine massive Verteidigungslinie errichten konnte. Die “Kämpfe am blutigen Fluss” würden ein eigenes Kapitel beanspruchen und sollen an anderer Stelle beschrieben werden. Gesagt sei jedenfalls das die Berichte, dass man den Fluss schließlich auf gestauten Leichen überqueren konnte, keineswegs übertrieben sind. <br />
Nachdem der Übergang erkämpft und ein Brückenkopf errichtet war, drangen die Imperialen weiter Richtung Küste vor. Nur um hundert Kilometer vor der Stadt auf  erneute Stellungen zu treffen. Das kräfteraubende Ringen begann aufs Neue und verkam zu einem ausgedehnten Stellungskrieg. Verstärkung war vorläufig nicht zu erwarten, da imperiale Einheiten und loyale Verbände auf ganz Koron in ähnlich heftige Kämpfe verwickelt waren. Obendrein hielt der Winter Einzug und lähmte mit seinem brutalen Griff Freund wie Feind. In der Provinz Norfgot hatte jedoch ein gewisser Andre Michailowitsch die letzten Nester der rasankurischen Fremdherrschaft ausgemerzt und Ordnung in das Chaos des Zerfalls gebracht. In seiner berühmten Rede vor der Ständeversammlung rief er eine geeinte und dem Imperator treu ergebene, Nation Norfgot aus. Sogleich erbot er den Streitkräften der Imperialen Armee die Hilfe seiner ausgeruhten und erfahrenen Winterkämpfer. Während ihr Eingreifen die Ketzer in schwere Bedrängnis brachte, durchbrachen Flottenverbände, geführt von atomgetriebene Eisbrechern, das Eismeer um Peltur von der Seeseite her anzugreifen. Die Verräter rechneten nicht mit einer Attacke über den Seeweg und ihre Verteidigung war entsprechend dünn.  Die Beschießung der Stadt dauerte fünf Tage, ohne Unterbrechung. Versorgungsschiff brachten permanent neue Granaten herbei. Während sich Zerstörer tödliche Katz und Maus- Spiele mit den U-Booten der Ketzer lieferten, versanken die Industrieanlangen, ebenso wie ein Großteil der Stadt, in Schutt und Asche.  Da ihre Feinde nun vom Nachschub abgeschnitten waren durchstießen die Imperialen den Verteidigungsring und nahmen die verwüstete Stadt im Handstreich.<br />
<br />
Nach dem Sieg formte Michailowitsch einen Führungskader um sich, welchen er nach der Struktur politischer Parteien errichtete. Rigoros wurden nun Säuberungen innerhalb der Adelsgeschlechter vorgenommen, da viele der Aristokraten mit den Fremdherrschern Rasankurs paktiert hatten. Schon damals kristallisierte sich das Bild eines entstehenden Staatenblocks heraus, zu dem, neben Norfgot und dem neu entstandenen Winterten, auch Quirini, nach seiner bedingungslosen Kapitulation, gehörte. <br />
Die Gründung der Föderalen Union sollte Michailwitsch nicht mehr miterleben. Er starb bei der Belagerung Luhts durch einen Schuss ins Herz. Bis heute halten sich die hartnäckigen Gerüchte, das die Kugel nicht aus den Reihen der Feinde kam. <br />
Der neue Mann an der Spitze war Gregor Anastas Igorowitsch Orilow. Er zementierte die Macht der ZPGS (Zentrale Partei geeinter Staaten) über die FU und legitimierte die Ansprüche mit der Erneuerung des Treueschwurs, gegenüber der Besatzungsregierung und später des Gouverneurs.  Kontingente der Unionsgarden nahmen an vielen, folgenden Schlachten teil und schliffen die Scharte des Verrats im Schwert der Treue aus. Nur einmal kam es zu einer Krise, welche beinahe fatal für die FU geendet hätte. <br />
Während noch immer mit den Uneinsichtigen gefochten wurde, war man in der befriedeten Heimat schon eifrig dabei die eigenen Gebietsansprüche geltend zu machen. Natürlich lag alle Macht und alle rechtliche Gewalt bei der Strafexpedition des Imperium. Dennoch war schon zu diesem Zeitpunkt klar das man sich früh sichern musste, was man später, in Demut und ewiger Reue, verwalten wollte. So kam es das Verbände der Garde, Einheiten der Gamarai- Grenadieren gegenüberstanden, welche die regulären Streitkräfte Gohmors stellten. Der profane Grund waren Grenzstreitigkeiten um wenige Kilometer in einer unfruchtbaren Wüste. Es schien als wären die alten Klüfte zu groß um sie jemals zu überwinden und der ewige Kreislauf der Gewalt würde von neuem beginnen. Keine der beiden Parteien wusste das imperiale Spione das Geschehen sehr genau beobachten und Bomberverbände bereitstanden, alle Beteiligten auszulöschen, würden sie es wagen die zarte Pflanze des Vertrauens zu zertreten. Doch dazu kam es nicht, da beide Befehlshaber integer genug waren der friedlichen Einigung eine Chance zu geben. Während sich anderorts die verbleibenden Überreste einer ganzen, Planeten umspannenden, Zivilisation zerfleischten, setzten sich zwei Berufskrieger zusammen und kamen zu einer unblutigen Lösung ihres Problems. Das die Grenzen später ohnehin von den imperialen Befreiern gezogen wurden und sich diese nur grob an den Bitten der Einheimischen orientierten, steht auf einem anderen Blatt. Der symbolische Wink des Friedens war immerhin ein Anfang und nachdem der letzte Abtrünnige niedergerungen war spielten sich überall, im Kleinen wie im Großen, ähnliche Szenen des Einvernehmens ab.  Unter dem  gütigen, wenn auch gestrengen, Blick des mächtigen Imperiums trat der Planet und seine kriegsmüde Bevölkerung in eine Zeit des Friedens ein.<br />
<br />
Für die FU, so wie für alle anderen Nationen, begann nun die Epoche des Wideraufbaus. Es gab keine Stadt die nicht gezeichnet war, ganze Landstriche entvölkert, Dynastien ausgelöscht, keine Familie die nicht Angehörige verloren hatte.  Doch nach der Epoche der Zerstörung waren die Menschen begierig auf einen Neuanfang. Gerade die junge FU verlangte es danach guten Willen und Pioniergeist zu beweisen. Unter Igorowitsch Orilows Anleitung stellte die Bürger das Wohl des Einzelnen hinter dem der Gemeinschaft an und bildete so eine leuchtende Enklave imperialer Opferbereitschaft. <br />
Mit der berühmten Orilow- Kollektivierung, wurden private Betriebe und Produktionsstätten vollends unter die Herrschaft der ZPGS gestellt, was eine optimale Nutzung ihrer Leistungen, zum Wohl von Land und Bevölkerung, gewährleistete. Doch damit nicht genug. Der zweite Schritt beinhaltete eine regionale Umverteilung und Zentralisierung der wirtschaftlichen und industriellen Ballungsgebiete zu aufgabenabhängigen Großzentreten. So wurden die südlichen Grenzen ganz der Forstwirtschaft unterstellt, die zentralen Landstriche der Landwirtschaft usw. Ebenso verhielt es sich mit ziviler Schwerindustrie, Fischfang, Viehzucht, Bergbau und allen anderen Bereichen, die durch ihre vormalige Verteilung über das gesamte Land zu einer unnötigen Überdehnung der Infrastruktur und logistischen Abwicklung geführt hatten. <br />
In den folgenden Jahren und Jahrzehnten erblühte die FU und erhielt interplanetare Anerkennung, ob ihre Produktivität und mustergültigen Strukturierung.<br />
<br />
[CENTER]<a href="http://img84.imageshack.us/i/81786790.jpg/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="http://img84.imageshack.us/img84/3448/81786790.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: 81786790.jpg]" class="mycode_img" /></a>[/CENTER]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: 6pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Entstehung der Föderalen Union</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Niederschlagung der Casiov- Revolte  <br />
Oder: Die Schlacht um die grüne Zitadelle </span><br />
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[CENTER]<a href="http://img84.imageshack.us/i/fugreif.jpg/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="http://img84.imageshack.us/img84/4553/fugreif.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: fugreif.jpg]" class="mycode_img" /></a>[/CENTER]<br />
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Die Ereignisse des Jahres 172/173 n.KdH sind in mehrerlei Hinsicht denkwürdig, sonderbar und letztlich bis heute nicht hundertprozentig rekonstruiert. Dennoch markieren sie einige Wendepunkte und Besonderheiten, nicht nur auf nationaler Ebene. Der Konflikt, welcher irreführender Weise im Volksmund nur als Schlacht bezeichnet wird, stellt den letzten, größeren Schlagabtausch, seit dem großen Krieg, dar. Erkenntnisse aus dieser Konfrontation werden noch heute an den Militärakademien und Lehranstalten für Panzerkampf gelehrt und als Paradebeispiel proklamiert. Darüber hinaus hat die Geschichte Einzug in die Unterhaltungsliteratur gefunden, was einer Klärung der eigentlichen Geschehnisse nicht immer dienlich ist. Feststeht jedoch das die beiden Dekaden erbitterter Kämpfe auf ewig ein Band der Bruderschaft zwischen dem herrschaftlichen Stadtstaat Gohmor und der Föderalen Union knüpften. Auswirkungen, besonders auf den Regierungsstaat der FU, sind bis heute zu spüren und spiegeln sich im rigorosen Einsatz von Geheimpolizei und der Miliz wieder. Die Angst vor einer erneuten, subversiven Unterwanderung und Machtübernahme hat sich tief in die Herzen der FU Bevölkerung eingebrand. Das Selbstverständnis der Einparteienunion sollte uns allen dabei ein leuchtendes Beispiel für Pflichterfüllung und Treue gegenüber dem Imperator sein.<br />
<br />
Um die Ursachen für die anfängliche Erfolge der Casiovi zu erkennen, muss die Situation im Jahre 172 verdeutlicht werden. <br />
Die späteren Staaten der FU waren ursprünglich Sklavenprovinzen der Ketzerstadt Rasankur. Nachdem diese unter dem läuternden Racheschwert des Imperiums verging, brach das Gefüge recht schnell in sich zusammen und ließ den einstigen Machtblock in Kleinstreiche und Zonen der Anarchie zersplittern. Die siegreichen Truppen der Imperialen Armee, welche das, durch titanische Schlachten entstandene, Ödland mühsamen Märschen durchwandert hatten, stießen nur auf geringen und unorganisierten Widerstand. Kontingente aus aufständischen Bürgern schlossen sich den Befreiern an, während Warlords und lokale Tyrannen ihre neu  gewonnene Macht zu verteidigen gedachten. Pelutr, das heutige Winterten, stellte eine Bastion verbliebener Rasankurfanatiker und Schergen dar. Todeskommandos aus ehemaligen Unterdrückern und künstliches Gezücht, das sich zynisch als Verteidiger bezeichnete. Sie bauten die Stadt zur Festung aus und waren bereit ihr erbärmliches Leben für hohen Blutzoll zu lassen.<br />
Doch um überhaupt erst einmal bis dorthin zu kommen, mussten sich die Armeen des Gottkaisers durch ein Land mit undefinierbaren Machtstrukturen kämpfen, in dem sich Verbündete genauso schnell wieder abwenden konnten um ihren ganz eigenen kleinen Kriege auszutragen. Trotz dieser Tatsachen war der Widerstand zu unorganisiert um die Vorwärtsbewegung wirklich aufhalten zu können. Erst an den Ufern des Cet geriet der Zug ins Stocken. Die Ketzer in Pelutr waren nicht müde gewesen und hatten die Produktionsanlagen der Stadt vollständig auf die Herstellung von Kriegsmaterial umgestellt. Tausende der versklavten Bevölkerung starben an Hunger und Erschöpfung, doch dafür rollten genügend Panzer und Artilleriegeschütze von den Fließbändern, dass man am Cet eine massive Verteidigungslinie errichten konnte. Die “Kämpfe am blutigen Fluss” würden ein eigenes Kapitel beanspruchen und sollen an anderer Stelle beschrieben werden. Gesagt sei jedenfalls das die Berichte, dass man den Fluss schließlich auf gestauten Leichen überqueren konnte, keineswegs übertrieben sind. <br />
Nachdem der Übergang erkämpft und ein Brückenkopf errichtet war, drangen die Imperialen weiter Richtung Küste vor. Nur um hundert Kilometer vor der Stadt auf  erneute Stellungen zu treffen. Das kräfteraubende Ringen begann aufs Neue und verkam zu einem ausgedehnten Stellungskrieg. Verstärkung war vorläufig nicht zu erwarten, da imperiale Einheiten und loyale Verbände auf ganz Koron in ähnlich heftige Kämpfe verwickelt waren. Obendrein hielt der Winter Einzug und lähmte mit seinem brutalen Griff Freund wie Feind. In der Provinz Norfgot hatte jedoch ein gewisser Andre Michailowitsch die letzten Nester der rasankurischen Fremdherrschaft ausgemerzt und Ordnung in das Chaos des Zerfalls gebracht. In seiner berühmten Rede vor der Ständeversammlung rief er eine geeinte und dem Imperator treu ergebene, Nation Norfgot aus. Sogleich erbot er den Streitkräften der Imperialen Armee die Hilfe seiner ausgeruhten und erfahrenen Winterkämpfer. Während ihr Eingreifen die Ketzer in schwere Bedrängnis brachte, durchbrachen Flottenverbände, geführt von atomgetriebene Eisbrechern, das Eismeer um Peltur von der Seeseite her anzugreifen. Die Verräter rechneten nicht mit einer Attacke über den Seeweg und ihre Verteidigung war entsprechend dünn.  Die Beschießung der Stadt dauerte fünf Tage, ohne Unterbrechung. Versorgungsschiff brachten permanent neue Granaten herbei. Während sich Zerstörer tödliche Katz und Maus- Spiele mit den U-Booten der Ketzer lieferten, versanken die Industrieanlangen, ebenso wie ein Großteil der Stadt, in Schutt und Asche.  Da ihre Feinde nun vom Nachschub abgeschnitten waren durchstießen die Imperialen den Verteidigungsring und nahmen die verwüstete Stadt im Handstreich.<br />
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Nach dem Sieg formte Michailowitsch einen Führungskader um sich, welchen er nach der Struktur politischer Parteien errichtete. Rigoros wurden nun Säuberungen innerhalb der Adelsgeschlechter vorgenommen, da viele der Aristokraten mit den Fremdherrschern Rasankurs paktiert hatten. Schon damals kristallisierte sich das Bild eines entstehenden Staatenblocks heraus, zu dem, neben Norfgot und dem neu entstandenen Winterten, auch Quirini, nach seiner bedingungslosen Kapitulation, gehörte. <br />
Die Gründung der Föderalen Union sollte Michailwitsch nicht mehr miterleben. Er starb bei der Belagerung Luhts durch einen Schuss ins Herz. Bis heute halten sich die hartnäckigen Gerüchte, das die Kugel nicht aus den Reihen der Feinde kam. <br />
Der neue Mann an der Spitze war Gregor Anastas Igorowitsch Orilow. Er zementierte die Macht der ZPGS (Zentrale Partei geeinter Staaten) über die FU und legitimierte die Ansprüche mit der Erneuerung des Treueschwurs, gegenüber der Besatzungsregierung und später des Gouverneurs.  Kontingente der Unionsgarden nahmen an vielen, folgenden Schlachten teil und schliffen die Scharte des Verrats im Schwert der Treue aus. Nur einmal kam es zu einer Krise, welche beinahe fatal für die FU geendet hätte. <br />
Während noch immer mit den Uneinsichtigen gefochten wurde, war man in der befriedeten Heimat schon eifrig dabei die eigenen Gebietsansprüche geltend zu machen. Natürlich lag alle Macht und alle rechtliche Gewalt bei der Strafexpedition des Imperium. Dennoch war schon zu diesem Zeitpunkt klar das man sich früh sichern musste, was man später, in Demut und ewiger Reue, verwalten wollte. So kam es das Verbände der Garde, Einheiten der Gamarai- Grenadieren gegenüberstanden, welche die regulären Streitkräfte Gohmors stellten. Der profane Grund waren Grenzstreitigkeiten um wenige Kilometer in einer unfruchtbaren Wüste. Es schien als wären die alten Klüfte zu groß um sie jemals zu überwinden und der ewige Kreislauf der Gewalt würde von neuem beginnen. Keine der beiden Parteien wusste das imperiale Spione das Geschehen sehr genau beobachten und Bomberverbände bereitstanden, alle Beteiligten auszulöschen, würden sie es wagen die zarte Pflanze des Vertrauens zu zertreten. Doch dazu kam es nicht, da beide Befehlshaber integer genug waren der friedlichen Einigung eine Chance zu geben. Während sich anderorts die verbleibenden Überreste einer ganzen, Planeten umspannenden, Zivilisation zerfleischten, setzten sich zwei Berufskrieger zusammen und kamen zu einer unblutigen Lösung ihres Problems. Das die Grenzen später ohnehin von den imperialen Befreiern gezogen wurden und sich diese nur grob an den Bitten der Einheimischen orientierten, steht auf einem anderen Blatt. Der symbolische Wink des Friedens war immerhin ein Anfang und nachdem der letzte Abtrünnige niedergerungen war spielten sich überall, im Kleinen wie im Großen, ähnliche Szenen des Einvernehmens ab.  Unter dem  gütigen, wenn auch gestrengen, Blick des mächtigen Imperiums trat der Planet und seine kriegsmüde Bevölkerung in eine Zeit des Friedens ein.<br />
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Für die FU, so wie für alle anderen Nationen, begann nun die Epoche des Wideraufbaus. Es gab keine Stadt die nicht gezeichnet war, ganze Landstriche entvölkert, Dynastien ausgelöscht, keine Familie die nicht Angehörige verloren hatte.  Doch nach der Epoche der Zerstörung waren die Menschen begierig auf einen Neuanfang. Gerade die junge FU verlangte es danach guten Willen und Pioniergeist zu beweisen. Unter Igorowitsch Orilows Anleitung stellte die Bürger das Wohl des Einzelnen hinter dem der Gemeinschaft an und bildete so eine leuchtende Enklave imperialer Opferbereitschaft. <br />
Mit der berühmten Orilow- Kollektivierung, wurden private Betriebe und Produktionsstätten vollends unter die Herrschaft der ZPGS gestellt, was eine optimale Nutzung ihrer Leistungen, zum Wohl von Land und Bevölkerung, gewährleistete. Doch damit nicht genug. Der zweite Schritt beinhaltete eine regionale Umverteilung und Zentralisierung der wirtschaftlichen und industriellen Ballungsgebiete zu aufgabenabhängigen Großzentreten. So wurden die südlichen Grenzen ganz der Forstwirtschaft unterstellt, die zentralen Landstriche der Landwirtschaft usw. Ebenso verhielt es sich mit ziviler Schwerindustrie, Fischfang, Viehzucht, Bergbau und allen anderen Bereichen, die durch ihre vormalige Verteilung über das gesamte Land zu einer unnötigen Überdehnung der Infrastruktur und logistischen Abwicklung geführt hatten. <br />
In den folgenden Jahren und Jahrzehnten erblühte die FU und erhielt interplanetare Anerkennung, ob ihre Produktivität und mustergültigen Strukturierung.<br />
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[CENTER]<a href="http://img84.imageshack.us/i/81786790.jpg/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="http://img84.imageshack.us/img84/3448/81786790.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: 81786790.jpg]" class="mycode_img" /></a>[/CENTER]]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Truzt]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=579</link>
			<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 17:29:12 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=5"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=579</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-size: 3pt;" class="mycode_size">[CENTER]Entstehung[/CENTER]</span></span><br />
<br />
In der historischen Epoche des “Krieges der Häuser” kam planetenweit zu teilweise radikalen Umstrukturierungen auf machtpolitische Ebene. Gerade durch das radikale Eingreifen der Imperialen Armee unter Generalfeldmarschall Roderik Wilhelm von Quesen gegen die sogenannten “Despoten-Staaten” löste im Verlaufe des lange anhaltenden Zivilkonflikts unterschiedlichste Befreiungsbewegungen aus. Während etwa die freien Stadtstaaten Rasankurs aufgrund gewisser kultischer Aktivitäten gänzlich vom Globus gebannt wurden, entwickelte sich parallel dazu in Gohmor beispielsweise eine stark autokratische Zentralregierung, welche allein durch die Vorsitzenden der verbliebenen Adelsgeschlechter besetzt werden konnte. Konträr zu diesem monarchistisch autokratischen Absolutismus entwickelte sich etwa in Truzt recht früh eine demokratische Massenbewegung.<br />
<br />
Anfangs umfasste die “Brüderliche Einigkeit Truzts” lediglich eine handvoll intellektueller Soziologen, Menschen welche über ausreichend Zeit und “überschüssige” Energie verfügten sich effektiv über die sozialen Missstände Gedanken zu machen. Im späteren Verlauf fand die Bewegung durch aus auch andere Interessenten, etwa altgediente Veteranen deren Kriegsverdienste nicht angemessen anerkannt wurden, die soziale Unterschicht, aber auch die Mittelschicht auf deren breiten Schultern die meisten Steuern drückten. Binnen weniger Monate unmittelbar nach dem Kriegsende formierte sich der zivile Ungehorsam auf den meisten Ebenen. Angefangen innerhalb der Schichtarbeiter, der Bergleute, der Manifakturarbeiter, der militärischen Mannschafter, der Studenten, schließlich auch innerhalb der öffentlichen Organe, etwa untergeordneter Ministerien und kleinerer Kreisgerichte. Immer öfter kam es zu Ausschreitungen, welche meist mangels organisierter Deeskalationstruppen kaltblütig niedergeschlagen werden mussten. Dies förderte weiterhin die Unruhen, gab ihnen Dünger und Nährboden, immer mehr soziale Schichten wurden ergriffen. Der Ungehorsam gegenüber den herrschenden Häusern erreichte ein neues Ausmaß, inzwischen setzten selbst amtierende Gerichte Prozesse gegen “Demokratische Terroristen” aus, unterschiedliche Gefängnisdirektoren erließen ohne Zustimmung der Zentralregierung “Amnestie-Edikte”, vermutlich um in Folge eines etwaigen Staatsstreiches selbst besser dazustehen.<br />
<br />
Ihren tatsächlichen Höhepunkt erreichte die “Revolution” vermutlich am 135sten Tag 4 n.KdH, als demonstrierende Bergarbeiter durch gezielten Beschuss regierungstreuer Polizeitruppen bedrängt wurden. Der damalige Rädelsführer, ein Gewerkschafter Namens Eliot Charleston, nahm diesen Affront nicht leichtfertig hin, stattdessen ordnete er seinen “Gefolgsleuten” an, sich mit schwerem Minengerät zur Wehr zu setzen. Die resultierende Auseinandersetzung mit den Ordnungskräften resultierte zwar aufgrund mangelnder Bewaffnung in der Niederschlagung des Aufstandes und der anschließenden öffentlichen Exekution Charlestons, setzte diesem und seinen treuen Männern allerdings gleichsam ein einmaliges Märtyrerdenkmal. Aufgrund vermehrter propagandistischer Aktivitäten durch die BET wurde der Gewerkschafter gewissermaßen zur Gallionsfigur der Revolte erhoben. Um 151 4 n.KdH kam es erneut zu Unruhen, diesmal im Distrikt der Schichtarbeiter und Stahlschmelzer, angeführt von einem charismatischen jungen Vorarbeiter mit Namen Ronald O’Querem, als legendär gilt sein feuerrotes Haar welches während dem Ansturm auf die PVS Regimenter vom blutroten Schein erfüllt gewesen sein soll. Alle voran führte der gerade mal einundzwanzigjährige Mann das rot-blaue Freiheitsbanner in die Staatsverfechter. Provisorische Barrieren, Verschanzungen und Schützenstellungen waren bereits frühzeitig durch Revolutionäre ausgehoben worden, somit kam die plötzliche Gewalt und Struktur der Unruhen beinahe überraschend auf die Polizeikräfte, welche zwar mit Sturmschrotflinten, nicht aber mit den notwendigen schweren Gerät ausgestattet worden waren. Ein erstes Unterstützungsgesuch an die nahegelegene Doil-Connor-Kaserne wurde durch ebenfalls rebellierende Mannschafter ausgeschlagen, welche unmittelbar an das bekanntwerden der erneuten Unruhen mehrere Regimetreue Offiziere auf dem Exerzierplatz aufgeknüpft hatten. Inzwischen in eine taktische Zange gekommen, befahl der kommandierende Offizier der Polizei, Major John Urlings, die Kapitulation vor den Revolutionären. Dies war der erste tatsächliche Teilsieg revolutionärer Truppen. Verstärkt durch die hinzugekommen Soldaten, sowie durch Unterstützung der restlichen Zivilbevölkerung und erbeuteter Waffen der PVS Polizeitrupps, dehnten sich der Aufstand auf etwa zwei Drittel der Makropole aus.<br />
<br />
Um 231 4 n.KdH umstellten Angehörige der neugegründeten “Ersten Revolutionären Garde” den Kammernrat Truzts, des politischen Herzstückes des Stadtstaates. Vordergründig lieferten die krontreuen Leibwachen zwar erbitterten Widerstand, konnten allerdings durch Verrat seitens eines Kammerdieners um 236 überwältigt werden. Gerüchte um einen möglichen “Hintereingang” halten sich bis heute, werden allerdings von Truzt-Historikern vehement bestritten. Die einstmaligen Kammerherren unter Earl Warwick of Nethermore wurden allesamt festgesetzt. Um 238 wurde eine provisorische Regierung unter dem Präsidenten der Parlaments Monty Denuc gebildet, nach erstem Regierungsbeschluss der neuen “Kolonialen Trutz-Stadtstaaten” wurden die Gewalten strikt getrennt, es kam zur Formung der drei Säulen, Judikative, Exekutive und Legislative. In einem ersten Zivilverfahren der nun als gleichwertige Bürger anerkannten Einwohner der Zentralmakropole gegen die einstmalige Regierung unter Earl of Nethermore, kam es zu siebzehn Todesurteilen, die gesamte ehemalige Kammer wurde rechtskräftig durch Richter, Beisitzer und dreiundzwanzig Geschworene zum Verrätertod durch den Strang verurteilt. Das Urteil wurde am 241sten Tag vollzogen, anschließend begann der bekannte Marsch auf den Südlichen Palast.<br />
<br />
[CENTER]<img src="http://ansicht.kaar.at/pix/Aus_allen_Zeiten_und_Landen/640/Die_Bastille_vor_ihrer_Zerstoerung.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Die_Bastille_vor_ihrer_Zerstoerung.jpg]" class="mycode_img" />[/CENTER]<br />
Dieser galt seit mehreren Dekaden bereits als eigentlicher Regierungssitz und Heimat der aristokratischen Machthaber. Insgesamt existierten vier große Häuser, deren Namen allesamt aus den Analen der Geschichte gelöscht wurden. Der anfängliche Widerstand der haustreuen Truppen forderte mehrere tausend Opfer auf beiden Seiten, zog sich der Konflikt doch über mehr als siebzig Tage hin. Der Palast selbst war sternförmig angeordnet worden und verfügte über ausreichend Verteidigungsstellungen um selbst schwerste Anstürme abwälzen zu können. Es kam zum gegenseitigen Einsatz unterschiedlichster Bewaffnung, Basilisken spien auf beiden Seiten der Schützengräben Tremormunition in den ohnehin schwarz-roten Himmel, während der anhaltende Dauerbeschuss durch schwere Maschinengewehre, Kanonen und Haubitzen das vormals hochkünstlerische Äußere der Anlage für immer verunstaltete. Der Kriegsschauplatz erwies sich als immer unübersichtlicher, offenbar waren die Garnisonstruppen der Aristokraten deutlich unterschätzt worden, um 278 kam es seitens der Verteidiger zu einem ersten verheerenden Einsatz von Soman, einem der kampfstärkste Nervenkampfstoffe. Die Opferzahlen der Republikaner überstiegen erstmals innerhalb eines einzelnen Konflikts die zwanzigtausender Marke. Dieser aufgrund geltender Konventionen “Völkerrechtswidrige Einsatz von Kampfgasen innerhalb einer Makropole” wurde durch das “Erste Parlament der Kolonialen Truzt-Stadtstaaten” auf das schärfste verurteilt und angeklagt. Als Erwiderung auf diese unverhältnismäßige Gewalt gegen Zivilisten, wurden die Eroberungsbemühungen umso aggressiver Fortgesetzt, es kam zum Einsatz chemischer und biologischer Waffen seitens der Republikaner, erstmals wurden auch Promethiumflammenwerfer auf das Schlachtfeld geführt, sowie Gasgeschosse beiderseitig in den Himmel geschossen. Aufgrund der verhältnismäßig schwächeren Allgemeinausrüstung der Revolutionäre kam es auf ihrer Seite zu weit höheren Verluste, andererseits verfügten sie jedoch über wesentlich mehr “Menschenmaterial”. Schlussendlich gelang es einem eingeschleusten Infiltrationstrupp eines der größeren Munitionslager innerhalb des Palastes zu sprengen, was nicht nur die Versorgung der Verteidiger in einen drohenden Engpass trieb, sondern gleichzeitig auch eine bedeutende Schneise in den östlichen Wall riss. Mit geöffnetem “Panzer” konnte die Festung schließlich nach weiteren dreizehn Tagen tatsächlich überwunden werden. Das erwartete “Raubmorden” blieb allerdings aufgrund eines parlamentarischen Ratschlusses aus, allein etwaige Leichenfledderer bereicherten sich an den zertrümmerten Kunstschätzen der ehemaligen Aristokratie. Die herrschenden Kasten hatten bereits im Voraus ihren Leibwachen befohlen sie allesamt einem “sanften Tod” zuzuführen, als man schließlich den geschützten Bunker unterhalb des massiven Hauptkomplexer erreichte, verbrannten Angehörige der Garde die Überreste der Patriarchen und Matriarchen, die Kinder der Machthaber waren offenbar größtenteils vergiftet worden, während einige uniformierte Adelige den Freitod durch Kopfschuss vorzogen.<br />
<br />
Der Südliche Palast wurde anschließend an den bewaffneten Konflikt allerdings nicht restauriert, stattdessen wurde das etwa drei Kilometer messende Areal gänzlich geschliffen, die dazu verwendeten Baumaterialen entweder eingeschmolzen oder in die See geworfen, ehedem man die mittlerweile zerstörten Parkanlagen salzte und anschließend gänzlich ausmerzte. Das gesamte Gebiet wurde weitläufig dekontaminiert und verbrannt, noch heute weißt eine hässliche schwarze Erdnarbe auf das ehemalige Machtzentrum hin, doch anstelle des prächtigen Prunks weißt heute allein ein “Gefallenendenkmal” daraufhin was einstmals hier geschehen war.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-size: 3pt;" class="mycode_size">[CENTER]Entstehung[/CENTER]</span></span><br />
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In der historischen Epoche des “Krieges der Häuser” kam planetenweit zu teilweise radikalen Umstrukturierungen auf machtpolitische Ebene. Gerade durch das radikale Eingreifen der Imperialen Armee unter Generalfeldmarschall Roderik Wilhelm von Quesen gegen die sogenannten “Despoten-Staaten” löste im Verlaufe des lange anhaltenden Zivilkonflikts unterschiedlichste Befreiungsbewegungen aus. Während etwa die freien Stadtstaaten Rasankurs aufgrund gewisser kultischer Aktivitäten gänzlich vom Globus gebannt wurden, entwickelte sich parallel dazu in Gohmor beispielsweise eine stark autokratische Zentralregierung, welche allein durch die Vorsitzenden der verbliebenen Adelsgeschlechter besetzt werden konnte. Konträr zu diesem monarchistisch autokratischen Absolutismus entwickelte sich etwa in Truzt recht früh eine demokratische Massenbewegung.<br />
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Anfangs umfasste die “Brüderliche Einigkeit Truzts” lediglich eine handvoll intellektueller Soziologen, Menschen welche über ausreichend Zeit und “überschüssige” Energie verfügten sich effektiv über die sozialen Missstände Gedanken zu machen. Im späteren Verlauf fand die Bewegung durch aus auch andere Interessenten, etwa altgediente Veteranen deren Kriegsverdienste nicht angemessen anerkannt wurden, die soziale Unterschicht, aber auch die Mittelschicht auf deren breiten Schultern die meisten Steuern drückten. Binnen weniger Monate unmittelbar nach dem Kriegsende formierte sich der zivile Ungehorsam auf den meisten Ebenen. Angefangen innerhalb der Schichtarbeiter, der Bergleute, der Manifakturarbeiter, der militärischen Mannschafter, der Studenten, schließlich auch innerhalb der öffentlichen Organe, etwa untergeordneter Ministerien und kleinerer Kreisgerichte. Immer öfter kam es zu Ausschreitungen, welche meist mangels organisierter Deeskalationstruppen kaltblütig niedergeschlagen werden mussten. Dies förderte weiterhin die Unruhen, gab ihnen Dünger und Nährboden, immer mehr soziale Schichten wurden ergriffen. Der Ungehorsam gegenüber den herrschenden Häusern erreichte ein neues Ausmaß, inzwischen setzten selbst amtierende Gerichte Prozesse gegen “Demokratische Terroristen” aus, unterschiedliche Gefängnisdirektoren erließen ohne Zustimmung der Zentralregierung “Amnestie-Edikte”, vermutlich um in Folge eines etwaigen Staatsstreiches selbst besser dazustehen.<br />
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Ihren tatsächlichen Höhepunkt erreichte die “Revolution” vermutlich am 135sten Tag 4 n.KdH, als demonstrierende Bergarbeiter durch gezielten Beschuss regierungstreuer Polizeitruppen bedrängt wurden. Der damalige Rädelsführer, ein Gewerkschafter Namens Eliot Charleston, nahm diesen Affront nicht leichtfertig hin, stattdessen ordnete er seinen “Gefolgsleuten” an, sich mit schwerem Minengerät zur Wehr zu setzen. Die resultierende Auseinandersetzung mit den Ordnungskräften resultierte zwar aufgrund mangelnder Bewaffnung in der Niederschlagung des Aufstandes und der anschließenden öffentlichen Exekution Charlestons, setzte diesem und seinen treuen Männern allerdings gleichsam ein einmaliges Märtyrerdenkmal. Aufgrund vermehrter propagandistischer Aktivitäten durch die BET wurde der Gewerkschafter gewissermaßen zur Gallionsfigur der Revolte erhoben. Um 151 4 n.KdH kam es erneut zu Unruhen, diesmal im Distrikt der Schichtarbeiter und Stahlschmelzer, angeführt von einem charismatischen jungen Vorarbeiter mit Namen Ronald O’Querem, als legendär gilt sein feuerrotes Haar welches während dem Ansturm auf die PVS Regimenter vom blutroten Schein erfüllt gewesen sein soll. Alle voran führte der gerade mal einundzwanzigjährige Mann das rot-blaue Freiheitsbanner in die Staatsverfechter. Provisorische Barrieren, Verschanzungen und Schützenstellungen waren bereits frühzeitig durch Revolutionäre ausgehoben worden, somit kam die plötzliche Gewalt und Struktur der Unruhen beinahe überraschend auf die Polizeikräfte, welche zwar mit Sturmschrotflinten, nicht aber mit den notwendigen schweren Gerät ausgestattet worden waren. Ein erstes Unterstützungsgesuch an die nahegelegene Doil-Connor-Kaserne wurde durch ebenfalls rebellierende Mannschafter ausgeschlagen, welche unmittelbar an das bekanntwerden der erneuten Unruhen mehrere Regimetreue Offiziere auf dem Exerzierplatz aufgeknüpft hatten. Inzwischen in eine taktische Zange gekommen, befahl der kommandierende Offizier der Polizei, Major John Urlings, die Kapitulation vor den Revolutionären. Dies war der erste tatsächliche Teilsieg revolutionärer Truppen. Verstärkt durch die hinzugekommen Soldaten, sowie durch Unterstützung der restlichen Zivilbevölkerung und erbeuteter Waffen der PVS Polizeitrupps, dehnten sich der Aufstand auf etwa zwei Drittel der Makropole aus.<br />
<br />
Um 231 4 n.KdH umstellten Angehörige der neugegründeten “Ersten Revolutionären Garde” den Kammernrat Truzts, des politischen Herzstückes des Stadtstaates. Vordergründig lieferten die krontreuen Leibwachen zwar erbitterten Widerstand, konnten allerdings durch Verrat seitens eines Kammerdieners um 236 überwältigt werden. Gerüchte um einen möglichen “Hintereingang” halten sich bis heute, werden allerdings von Truzt-Historikern vehement bestritten. Die einstmaligen Kammerherren unter Earl Warwick of Nethermore wurden allesamt festgesetzt. Um 238 wurde eine provisorische Regierung unter dem Präsidenten der Parlaments Monty Denuc gebildet, nach erstem Regierungsbeschluss der neuen “Kolonialen Trutz-Stadtstaaten” wurden die Gewalten strikt getrennt, es kam zur Formung der drei Säulen, Judikative, Exekutive und Legislative. In einem ersten Zivilverfahren der nun als gleichwertige Bürger anerkannten Einwohner der Zentralmakropole gegen die einstmalige Regierung unter Earl of Nethermore, kam es zu siebzehn Todesurteilen, die gesamte ehemalige Kammer wurde rechtskräftig durch Richter, Beisitzer und dreiundzwanzig Geschworene zum Verrätertod durch den Strang verurteilt. Das Urteil wurde am 241sten Tag vollzogen, anschließend begann der bekannte Marsch auf den Südlichen Palast.<br />
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[CENTER]<img src="http://ansicht.kaar.at/pix/Aus_allen_Zeiten_und_Landen/640/Die_Bastille_vor_ihrer_Zerstoerung.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: Die_Bastille_vor_ihrer_Zerstoerung.jpg]" class="mycode_img" />[/CENTER]<br />
Dieser galt seit mehreren Dekaden bereits als eigentlicher Regierungssitz und Heimat der aristokratischen Machthaber. Insgesamt existierten vier große Häuser, deren Namen allesamt aus den Analen der Geschichte gelöscht wurden. Der anfängliche Widerstand der haustreuen Truppen forderte mehrere tausend Opfer auf beiden Seiten, zog sich der Konflikt doch über mehr als siebzig Tage hin. Der Palast selbst war sternförmig angeordnet worden und verfügte über ausreichend Verteidigungsstellungen um selbst schwerste Anstürme abwälzen zu können. Es kam zum gegenseitigen Einsatz unterschiedlichster Bewaffnung, Basilisken spien auf beiden Seiten der Schützengräben Tremormunition in den ohnehin schwarz-roten Himmel, während der anhaltende Dauerbeschuss durch schwere Maschinengewehre, Kanonen und Haubitzen das vormals hochkünstlerische Äußere der Anlage für immer verunstaltete. Der Kriegsschauplatz erwies sich als immer unübersichtlicher, offenbar waren die Garnisonstruppen der Aristokraten deutlich unterschätzt worden, um 278 kam es seitens der Verteidiger zu einem ersten verheerenden Einsatz von Soman, einem der kampfstärkste Nervenkampfstoffe. Die Opferzahlen der Republikaner überstiegen erstmals innerhalb eines einzelnen Konflikts die zwanzigtausender Marke. Dieser aufgrund geltender Konventionen “Völkerrechtswidrige Einsatz von Kampfgasen innerhalb einer Makropole” wurde durch das “Erste Parlament der Kolonialen Truzt-Stadtstaaten” auf das schärfste verurteilt und angeklagt. Als Erwiderung auf diese unverhältnismäßige Gewalt gegen Zivilisten, wurden die Eroberungsbemühungen umso aggressiver Fortgesetzt, es kam zum Einsatz chemischer und biologischer Waffen seitens der Republikaner, erstmals wurden auch Promethiumflammenwerfer auf das Schlachtfeld geführt, sowie Gasgeschosse beiderseitig in den Himmel geschossen. Aufgrund der verhältnismäßig schwächeren Allgemeinausrüstung der Revolutionäre kam es auf ihrer Seite zu weit höheren Verluste, andererseits verfügten sie jedoch über wesentlich mehr “Menschenmaterial”. Schlussendlich gelang es einem eingeschleusten Infiltrationstrupp eines der größeren Munitionslager innerhalb des Palastes zu sprengen, was nicht nur die Versorgung der Verteidiger in einen drohenden Engpass trieb, sondern gleichzeitig auch eine bedeutende Schneise in den östlichen Wall riss. Mit geöffnetem “Panzer” konnte die Festung schließlich nach weiteren dreizehn Tagen tatsächlich überwunden werden. Das erwartete “Raubmorden” blieb allerdings aufgrund eines parlamentarischen Ratschlusses aus, allein etwaige Leichenfledderer bereicherten sich an den zertrümmerten Kunstschätzen der ehemaligen Aristokratie. Die herrschenden Kasten hatten bereits im Voraus ihren Leibwachen befohlen sie allesamt einem “sanften Tod” zuzuführen, als man schließlich den geschützten Bunker unterhalb des massiven Hauptkomplexer erreichte, verbrannten Angehörige der Garde die Überreste der Patriarchen und Matriarchen, die Kinder der Machthaber waren offenbar größtenteils vergiftet worden, während einige uniformierte Adelige den Freitod durch Kopfschuss vorzogen.<br />
<br />
Der Südliche Palast wurde anschließend an den bewaffneten Konflikt allerdings nicht restauriert, stattdessen wurde das etwa drei Kilometer messende Areal gänzlich geschliffen, die dazu verwendeten Baumaterialen entweder eingeschmolzen oder in die See geworfen, ehedem man die mittlerweile zerstörten Parkanlagen salzte und anschließend gänzlich ausmerzte. Das gesamte Gebiet wurde weitläufig dekontaminiert und verbrannt, noch heute weißt eine hässliche schwarze Erdnarbe auf das ehemalige Machtzentrum hin, doch anstelle des prächtigen Prunks weißt heute allein ein “Gefallenendenkmal” daraufhin was einstmals hier geschehen war.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Nationenübersicht.]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=431</link>
			<pubDate>Sun, 17 May 2009 21:56:10 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=5"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=431</guid>
			<description><![CDATA[[CENTER]<span style="font-size: 4pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Stadtstaat Gohmor</span> </span>  [/CENTER]  <br />
<br />
[CENTER]<img src="http://www.bilder-hochladen.net/files/5tob-1d.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: 5tob-1d.jpg]" class="mycode_img" /> [/CENTER]  <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Amtssprache:</span>  Gothisch<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hauptstadt:</span>  Gohmor<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Staatsform:</span>  Aristokratie<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Staatsoberhaupt:</span>  Gouverneur Leopold Frederico de Wajari<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Regierungschef:</span>  Gouverneur Leopold Frederico de Wajari<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fläche:</span>  485.000 km²<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Einwohnerzahl:</span>  800.000.000<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Theoretische Bevölkerungsdichte:</span>  1649 Einwohner pro km²<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Praktische Bevölkerungsdichte:</span>  2500 - 7500 Einwohner pro km²<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">BIP: </span>  400 Milliarden Schekel<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">BIP/Einwohner:</span>  120 Schekel<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Währung:</span>  Gohmor Schekel<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gründung:</span>  ca. 7000 v. KdH<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nationalhymne:</span>  “Marsch der imperialen Granden”<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zeitzone:</span>  ZGZ<br />
<br />
<br />
[CENTER]<span style="font-size: 4pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Koloniale Truzt-Stadtstaaten</span> </span>  [/CENTER]  <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Amtssprache:</span>  Gothisch<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hauptstadt:</span>  Trust-Stadt<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Staatsform:</span>  Präsidiale Republik<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Staatsoberhaupt:</span>  Präsident Howard Dashfield Timothy<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Regierungschef:</span>  Präsident Howard Dashfied Timothy<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fläche:</span>  370.000 km²<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Einwohnerzahl:</span>  700.000.000<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bevölkerungsdichte:</span>  1891 Einwohner pro km²<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">BIP:</span>  380 Milliarden Schekel<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">BIP/Einwohner:</span>  650 Schekel<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Währung:</span>  Truzt Schekel<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gründung:</span>  ca. 7000 v. KdH<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nationalhymne:</span>  “Freiheit des Einzelnen”<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zeitzone:</span>  ZGZ - 13<br />
<br />
[CENTER]<span style="font-size: 4pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Götterstadtstaat Rasankur</span> </span> [/CENTER]   <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Amtssprache:</span>  Dunkle Sprache<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hauptstadt:</span>  Rasankur<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Staatsform:</span>  Absolute Monarchie<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Staatsoberhaupt:</span>  Fürst Kogan von Rasankur<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Regierungschef:</span>  Kahin al Rasankur<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fläche:</span>  520 km²<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Einwohnerzahl:</span>  30.000<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bevölkerungsdichte:</span>  57 Einwohner pro km²<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">BIP:</span>  Keine Angaben<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">BIP/ Einwohner:</span>  Keine Angaben<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Währung:</span>  Gold und Sklaven<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gründung:</span>  ca. 7000 v. KdH<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nationalhymne:</span>  Keine Angaben<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zeitzone: ZGZ + 2</span> <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-size: 4pt;" class="mycode_size">[CENTER]Seian[/CENTER] </span>  </span>  <br />
<br />
[CENTER]<img src="http://www.bilder-hochladen.net/files/5tob-1b.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: 5tob-1b.jpg]" class="mycode_img" /> [/CENTER]  <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Amtssprache:</span>  Seianisch<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hauptstadt:</span>  Tawashi-Jeazia (Unbekannter Standort)<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Staatsform:</span>  Rats-Theokratie<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Staatsoberhaupt:</span>  Ajayi Ouzawa<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Regierungschef:</span>  Erster Kanzler Sotezi Manjura<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fläche:</span>  Unbekannt<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Einwohnerzahl:</span>  Unbekannt<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bevölkerungsdichte:</span>  Unbekannt<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">BIP:</span>  Unbekannt<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">BIP/Einwohner:</span>  Unbekannt<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gründung:</span>  Unbekannt<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nationalhymne:</span>  Unbekannt<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zeitzone:</span>  Unbekannt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[[CENTER]<span style="font-size: 4pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Stadtstaat Gohmor</span> </span>  [/CENTER]  <br />
<br />
[CENTER]<img src="http://www.bilder-hochladen.net/files/5tob-1d.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: 5tob-1d.jpg]" class="mycode_img" /> [/CENTER]  <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Amtssprache:</span>  Gothisch<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hauptstadt:</span>  Gohmor<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Staatsform:</span>  Aristokratie<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Staatsoberhaupt:</span>  Gouverneur Leopold Frederico de Wajari<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Regierungschef:</span>  Gouverneur Leopold Frederico de Wajari<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fläche:</span>  485.000 km²<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Einwohnerzahl:</span>  800.000.000<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Theoretische Bevölkerungsdichte:</span>  1649 Einwohner pro km²<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Praktische Bevölkerungsdichte:</span>  2500 - 7500 Einwohner pro km²<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">BIP: </span>  400 Milliarden Schekel<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">BIP/Einwohner:</span>  120 Schekel<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Währung:</span>  Gohmor Schekel<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gründung:</span>  ca. 7000 v. KdH<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nationalhymne:</span>  “Marsch der imperialen Granden”<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zeitzone:</span>  ZGZ<br />
<br />
<br />
[CENTER]<span style="font-size: 4pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Koloniale Truzt-Stadtstaaten</span> </span>  [/CENTER]  <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Amtssprache:</span>  Gothisch<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hauptstadt:</span>  Trust-Stadt<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Staatsform:</span>  Präsidiale Republik<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Staatsoberhaupt:</span>  Präsident Howard Dashfield Timothy<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Regierungschef:</span>  Präsident Howard Dashfied Timothy<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fläche:</span>  370.000 km²<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Einwohnerzahl:</span>  700.000.000<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bevölkerungsdichte:</span>  1891 Einwohner pro km²<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">BIP:</span>  380 Milliarden Schekel<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">BIP/Einwohner:</span>  650 Schekel<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Währung:</span>  Truzt Schekel<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gründung:</span>  ca. 7000 v. KdH<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nationalhymne:</span>  “Freiheit des Einzelnen”<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zeitzone:</span>  ZGZ - 13<br />
<br />
[CENTER]<span style="font-size: 4pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Götterstadtstaat Rasankur</span> </span> [/CENTER]   <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Amtssprache:</span>  Dunkle Sprache<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hauptstadt:</span>  Rasankur<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Staatsform:</span>  Absolute Monarchie<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Staatsoberhaupt:</span>  Fürst Kogan von Rasankur<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Regierungschef:</span>  Kahin al Rasankur<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fläche:</span>  520 km²<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Einwohnerzahl:</span>  30.000<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bevölkerungsdichte:</span>  57 Einwohner pro km²<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">BIP:</span>  Keine Angaben<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">BIP/ Einwohner:</span>  Keine Angaben<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Währung:</span>  Gold und Sklaven<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gründung:</span>  ca. 7000 v. KdH<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nationalhymne:</span>  Keine Angaben<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zeitzone: ZGZ + 2</span> <br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-size: 4pt;" class="mycode_size">[CENTER]Seian[/CENTER] </span>  </span>  <br />
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[CENTER]<img src="http://www.bilder-hochladen.net/files/5tob-1b.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: 5tob-1b.jpg]" class="mycode_img" /> [/CENTER]  <br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Amtssprache:</span>  Seianisch<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hauptstadt:</span>  Tawashi-Jeazia (Unbekannter Standort)<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Staatsform:</span>  Rats-Theokratie<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Staatsoberhaupt:</span>  Ajayi Ouzawa<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Regierungschef:</span>  Erster Kanzler Sotezi Manjura<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fläche:</span>  Unbekannt<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Einwohnerzahl:</span>  Unbekannt<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bevölkerungsdichte:</span>  Unbekannt<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">BIP:</span>  Unbekannt<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">BIP/Einwohner:</span>  Unbekannt<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gründung:</span>  Unbekannt<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nationalhymne:</span>  Unbekannt<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zeitzone:</span>  Unbekannt]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Seianische Verbände]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=425</link>
			<pubDate>Sat, 09 May 2009 22:18:54 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=425</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-size: 4pt;" class="mycode_size">[CENTER]Die “Shien 606”[/CENTER] </span> </span>   <br />
<br />
[CENTER]<img src="http://www.bilder-hochladen.net/files/5tob-15.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: 5tob-15.jpg]" class="mycode_img" />[/CENTER] <br />
<br />
Jeglicher moderne Staat, egal ob er sich nun als “absolutistisch” wie die aristokratische Gesellschaft Gohmors, oder aber “demokratisch-fortschrittlich“ wie die südlichen Truzt-Staaten erachtet, verfügt über ein weitgefächertes Netz geheimdienstlicher Informationszellen. Selbst die größeren Häuser und Parteien verfügen über “Sondereinheiten”, etwa die rücksichtlose Faust der Orsius “Schwarze Dragoner” oder die taktischen Einsatzkommandos der Siris “F.A.U.S.T.”, aber auch der “Verfassungsschutztrupp” der RLV in Truzt. Auch Milizionäre Vereinigungen wie die “Rote Wacht”, “Wallburger Bündler” oder “Tu-Pekok-Jiojei” würden unter gewissen Umständen in diese Sparte hinein zählen.<br />
<br />
Shien 606 allerdings, entspricht nur in sehr spezialisierter Weise diesen Organisationen. Shien agiert niemals offensichtlich oder erwartet, keine glorreichen präventiv Schläge nach Orsius Muster, keine perfekten Polizeieinsätze wie durch die schattenhafte Faust der Siris. Gesichtslose, namenlose Agenten, welcher sich jeglicher Gegebenheit anpassen können. Gemunkelt wird hierbei von einer pragmatischen Veranlagung zur Tarnung, viele der Shien Agenten nehmen unmenschliche Qualen und Schmerzen auf sich, teilweise durch Mutagene oder operative Eingriffe verursacht, um sich im Laufe langwieriger “Missionen” optimal an ihr Auftragsumfeld anpassen zu können. Viele imperiale Bürger wären darüber verwundert, wie weit der Einfluss der 606 tatsächlich reicht. Verdeckte Ermittler unterwanderten sowohl der ministerial Rat Gohmors, als auch Truzts, sie stellen politische Vertreter vieler kleinerer Stadtstaaten, aber auch industrielle Persönlichkeiten, Schauspieler und andere Menschen öffentlicher Aufmerksamkeit. Viele von ihnen wissen jedoch selbst nichts von ihrem “Glück”. Die Varianten manipulativen Einflusses dieser Organisation erscheinen schier grenzenlos, Implantate, psychologische Folter, Hypnose, Erpressung… jegliche uns bekannte “Schiene” wird durch sie abgedeckt.<br />
<br />
Im Allgemeinen verzichtet die Shien auf überflüssige Gewalt. Bevorzugt agieren sie als klammheimliche Spuckgestalten, wie sie mancher Bürger lediglich aus Ammenmärchen, Horrorfilmen und Gutenachtgeschichten kennt. Ausgiebige, sehr kostspielige Experimente mit dem Wirkstoff “Polymorphin”, gestatteten der Organisation einige ihrer Topagenten mit dieser Droge auszustatten. Diese sogenannten “Shien Tschitjiu” werden in der bekannten Galaxis zurecht nicht gefürchtet, da sie wahrhaft unbekannt sind, was zweifellos eine der Grundsäulen ihrer Existenz ist. Ausgestattet werden diese “Füchse” mit meist hochwertigem Inventar, allerdings stets ausschließlich dem kulturellen Kreis angepasst, in welchem sie operieren. Durch monatelanges Intensivtraining werden sie ihrem Bestimmungsfeld angepasst. Dialektik, Gestik, Knigge, der jeweiligen Makropole, historische Studien, sowie Beleuchtung der persönlichen Hintergrundes des “Ziels”. Viele der ausgebildeten Geheimdienstler beherrschen mindestens siebzehn Sprachen, haben ein beträchtliches technologisches, zoologisches, botanisches und biologisches Verständnis, wurden im Umgang mit Nahkampf, Fernkampf aber auch im waffenlosen Kampf geschult.<br />
<br />
Vorsichtsmaßnahmen gegenüber diesen Individuen erweisen sich meist als vollständig sinnlos. Dies beruht einerseits darauf das kein gewöhnlicher Mensch zu wissen vermag ob er überhaupt als “Opfer erwählt” wurde, andererseits auf der Art und Weise des Angriffs. Die 606-Agenten weisen eine außergewöhnliche Geduld auf, selbst wenn man sie am Maßstab manch anderer Spionagetrupps misst. Teilweise verstreichen Jahre ehe ein “Fuchs” sein Ziel eliminiert und dessen Stelle im sozialen Rampenlicht einnimmt, natürlich ohne das jemals jemand begriffen hätte das dieser “Wandel” von Statte gegangen wäre. Manch einer dieser Schattenkrieger habe schon monatelang die Bettgespielinnen oder Gespielen, Ehepartner oder sonstige Annehmlichkeiten seines Vorgängers genossen. Allein die Tatsache das weder Gatten, Gattinnen noch Kinder oder sonstige Verwandte einen ernsthaften Unterschied merken konnten, spricht für sich, selbst wenn diese gesellschaftlichen Schichten meist unter dem Vorurteil zu Leiden haben, sie würden dieser Welt ohnedies weniger “Aufmerksamkeit” beimessen, vor allem im innerfamiliären Bereich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="font-size: 4pt;" class="mycode_size">[CENTER]Die “Shien 606”[/CENTER] </span> </span>   <br />
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[CENTER]<img src="http://www.bilder-hochladen.net/files/5tob-15.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: 5tob-15.jpg]" class="mycode_img" />[/CENTER] <br />
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Jeglicher moderne Staat, egal ob er sich nun als “absolutistisch” wie die aristokratische Gesellschaft Gohmors, oder aber “demokratisch-fortschrittlich“ wie die südlichen Truzt-Staaten erachtet, verfügt über ein weitgefächertes Netz geheimdienstlicher Informationszellen. Selbst die größeren Häuser und Parteien verfügen über “Sondereinheiten”, etwa die rücksichtlose Faust der Orsius “Schwarze Dragoner” oder die taktischen Einsatzkommandos der Siris “F.A.U.S.T.”, aber auch der “Verfassungsschutztrupp” der RLV in Truzt. Auch Milizionäre Vereinigungen wie die “Rote Wacht”, “Wallburger Bündler” oder “Tu-Pekok-Jiojei” würden unter gewissen Umständen in diese Sparte hinein zählen.<br />
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Shien 606 allerdings, entspricht nur in sehr spezialisierter Weise diesen Organisationen. Shien agiert niemals offensichtlich oder erwartet, keine glorreichen präventiv Schläge nach Orsius Muster, keine perfekten Polizeieinsätze wie durch die schattenhafte Faust der Siris. Gesichtslose, namenlose Agenten, welcher sich jeglicher Gegebenheit anpassen können. Gemunkelt wird hierbei von einer pragmatischen Veranlagung zur Tarnung, viele der Shien Agenten nehmen unmenschliche Qualen und Schmerzen auf sich, teilweise durch Mutagene oder operative Eingriffe verursacht, um sich im Laufe langwieriger “Missionen” optimal an ihr Auftragsumfeld anpassen zu können. Viele imperiale Bürger wären darüber verwundert, wie weit der Einfluss der 606 tatsächlich reicht. Verdeckte Ermittler unterwanderten sowohl der ministerial Rat Gohmors, als auch Truzts, sie stellen politische Vertreter vieler kleinerer Stadtstaaten, aber auch industrielle Persönlichkeiten, Schauspieler und andere Menschen öffentlicher Aufmerksamkeit. Viele von ihnen wissen jedoch selbst nichts von ihrem “Glück”. Die Varianten manipulativen Einflusses dieser Organisation erscheinen schier grenzenlos, Implantate, psychologische Folter, Hypnose, Erpressung… jegliche uns bekannte “Schiene” wird durch sie abgedeckt.<br />
<br />
Im Allgemeinen verzichtet die Shien auf überflüssige Gewalt. Bevorzugt agieren sie als klammheimliche Spuckgestalten, wie sie mancher Bürger lediglich aus Ammenmärchen, Horrorfilmen und Gutenachtgeschichten kennt. Ausgiebige, sehr kostspielige Experimente mit dem Wirkstoff “Polymorphin”, gestatteten der Organisation einige ihrer Topagenten mit dieser Droge auszustatten. Diese sogenannten “Shien Tschitjiu” werden in der bekannten Galaxis zurecht nicht gefürchtet, da sie wahrhaft unbekannt sind, was zweifellos eine der Grundsäulen ihrer Existenz ist. Ausgestattet werden diese “Füchse” mit meist hochwertigem Inventar, allerdings stets ausschließlich dem kulturellen Kreis angepasst, in welchem sie operieren. Durch monatelanges Intensivtraining werden sie ihrem Bestimmungsfeld angepasst. Dialektik, Gestik, Knigge, der jeweiligen Makropole, historische Studien, sowie Beleuchtung der persönlichen Hintergrundes des “Ziels”. Viele der ausgebildeten Geheimdienstler beherrschen mindestens siebzehn Sprachen, haben ein beträchtliches technologisches, zoologisches, botanisches und biologisches Verständnis, wurden im Umgang mit Nahkampf, Fernkampf aber auch im waffenlosen Kampf geschult.<br />
<br />
Vorsichtsmaßnahmen gegenüber diesen Individuen erweisen sich meist als vollständig sinnlos. Dies beruht einerseits darauf das kein gewöhnlicher Mensch zu wissen vermag ob er überhaupt als “Opfer erwählt” wurde, andererseits auf der Art und Weise des Angriffs. Die 606-Agenten weisen eine außergewöhnliche Geduld auf, selbst wenn man sie am Maßstab manch anderer Spionagetrupps misst. Teilweise verstreichen Jahre ehe ein “Fuchs” sein Ziel eliminiert und dessen Stelle im sozialen Rampenlicht einnimmt, natürlich ohne das jemals jemand begriffen hätte das dieser “Wandel” von Statte gegangen wäre. Manch einer dieser Schattenkrieger habe schon monatelang die Bettgespielinnen oder Gespielen, Ehepartner oder sonstige Annehmlichkeiten seines Vorgängers genossen. Allein die Tatsache das weder Gatten, Gattinnen noch Kinder oder sonstige Verwandte einen ernsthaften Unterschied merken konnten, spricht für sich, selbst wenn diese gesellschaftlichen Schichten meist unter dem Vorurteil zu Leiden haben, sie würden dieser Welt ohnedies weniger “Aufmerksamkeit” beimessen, vor allem im innerfamiliären Bereich.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Völker der Wüste]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=232</link>
			<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 20:31:10 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<span style="font-size: 3pt;" class="mycode_size">[Center]<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Völker der Wüste</span>[/CENTER]</span><br />
<br />
In den toxischen Weiten der Wüste leben noch immer Stämme und Klans wilder Nomaden. Ob diese sich aus den ersten Siedlern rückentwickelten, als der Weltenband Koron vom Imperium trennte, oder ob sie zu einem Zeitpunkt bewusst diesen Lebensweg wählten ist unklar. Sie leben in primitiven Zeltlagern oder in Gebirgshöhlen. An einem Ort bleiben sie meist nicht länger als ein paar Tage und ziehen dann in ihren Karawanen weiter. Da die Wüste nicht genug Jagdwild hergibt betreiben die Beduinen eine bemerkenswerte Form des Ackerbaus. In geeigneten Gegenden bauen sie Salzweizen an, eine besonders wiederstandsfähige Getreidesorte. Diese kleinen Felder werden sich vollkommen selbst überlassen und das Reitervolk kommt nur um sie abzuernten. So ist auch hier gewährleistete das sie nicht länger als nötig an einem Standpunkt verweilen. Ansonsten leben sie von der Jagd und ihren gezüchteten Tieren. Zu diesen, hier besonders die Carnaks, haben sie eine hervorgehobene Bindung. Es heißt ein Sohn der Wüste sitzt auf dem Rücken eines Carnaks noch bevor er laufen kann. So ist es nicht verwunderlich das sie exelende Reiter und Züchter sind. Die Tiere aus den Beständen der Beduinen erfreuen sich äußerster Beliebtheit bei Reitern, gerade in adligen Kreisen. Ihnen wird besondere Schnelligkeit, Stolz und Kraft nachgesagt. <br />
Neben ihrer Reitkunst sind die Wüstenbewohner auch bemerkenswerte Schützen. Sie bevorzugen das Lasergewehr, das dessen aufladbare Zellen sie unabhängig von Munition bleiben lässt. Auch der traditionelle Krummsäbel ist keineswegs nur Zierde. Die Träger dieser Waffe zeigen ein tödliches Geschick im Umgang mit ihr. Dies ist nicht verwunderlich, befinden sich die Stämme und Familienverbände doch fast permanent in Streit und Fehde mit anderen ihrer Art. Traditionell ist der Kampf nur den Männern erlaubt und wird eine Kriegerschar besiegt, so gehen die Familien dieser in den Klan der Sieger auf. Diese zusätzliche Belastung verhindert es meist das bei einer Schlacht alle Feinde getötet werden. Gewöhnlich belässt man es dabei das die Besiegten eine Oase oder Salzweizenfelder an den Gewinner abtreten müssen. Ab und zu kommt es vor das sich die Stämme unter dem Banner eines besonders mächtigen Anführers vereinigen. Dann ziehen sie gegen einen, bis dahin zu mächtigen Klan oder fallen sogar über imperiale Siedlungen her. Solch ein Aufgebot ist jedoch nur selten zu beobachten und hält meistens nicht sehr lange. Die Oberhäupter der einzelnen Familien sind für gewöhnlich zu stolz und geraten schnell über Kleinigkeiten in Streit miteinander. Neben ihrer kriegerischen Natur sind die Nomaden jedoch auch Händler für exotische und teils verbotene Waren. Mildert sich die imperiale Politik ihnen gegenüber ein wenig, so reisen sie zwischen den Städten umher und transportiere ihre Güter auf geheimen Pfaden. Bei einigen Individuen sind die wilden Krieger auch als Söldner oder Führer durch die Öde begehrt. <br />
Die religiösen Vorstellungen des Wüstenvolkes sind sehr komplex und trotz unablässigen Bekehrungsversuchen kaum auszumerzen. Immer wieder findet man die Köpfe eifriger Priester, auf Pfähle gespießt, in den endlosen Weiten des Sandmeeres. Unmöglich zu sagen wie lange sie dort schon vor sich hintrocknen. <br />
Die Vorstellungswelt der Wilden umfasst unzählige Geister, Dämonen, Götterwesen und Fabeltiere. Auch der Imperator ist als Verzerrung seines Wesens in diese Glaubensvorstellung eingegangen. Als Sonne, oder manchmal auch als zweiköpfiger Alder der in der Sonne lebt dargestellt, fürchten die Beduinen ihn. Die Sonne lässt ihre Tiere verdursten und aus der Sonne kommen die eisernen Vögel der Sonnendiener um Tot über unachtsame Reiter zu bringen. Im Gegenzug hat jeder Klan seinen eigenen Schutzgott und wohlwollende Ahnen. Die Wüste selbst ist für sie voller Geister und Dämonen. Sie leben in Schlangen, Käfern oder Hautseglern. Selbst der Wind und die Dünen sind von ihnen erfüllt. Über allen stehen die mächtigsten Götter die für reiche Ernte, Kriegszüge, Fruchtbarkeit, langes Leben und Gesundheit zuständig sind. Weise Männer und Schamanen sind die Mittler zwischen dieser und der Anderswelt.<br />
Der ketzerische Glauben ist es auch der die Beduinen zum Feind der koronischen Armee deklariert. Der Krieg, wenn man die sporadisch geführten Strafaktionen so nennen kann, wird jedoch nicht mit besonderem Elan geführt. Zu schwer ist es die Reiterklans ausfindig zu machen. Die unzähligen Stürme und die generell, chemisch überfrachtete Atmosphäre über der Wüste, machen den Einsatz von Mess- und Ortungsgeräten schwer, oder sogar unmöglich. Die Gebirgsketten tun mit ihrem hohen Metallgehalt, mag er auch ein Segen für den Bergbau sein, ihr Übriges zu diesem Problem. Außerdem verstehen es die Stämme sich zu verbergen oder Routen zu nutzen die eine Entdeckung unwahrscheinlich machen. Meist kennen sie die Wetter bedingten Flugsverbotszonen besser als die Piloten der PVS. Allerdings heißt das nicht das die Armee keine Opfer unter den Klans fordert. Flugzeugen ist es erlaubt ohne Vorwarnung auf gesichtete Karawanen zu schießen und diese auszulöschen. Auch werden immer wieder, gerade nach Überfällen durch Stammeskrieger, Kommandoaktionen durchgeführt. Mögen die Beduinen auch furchtlos sein, der überlegenden Technik haben sie selten etwas entgegen zu setzten. <br />
Je nach dem welcher Gouverneur gerade das Zepter in der Hand hält strafft oder entspannt sich diese Vorgehensweise. In manchen Zeiten herrscht ein fast friedliches Miteinander und der Handel blüht auf. Dann wieder werden direkte Vernichtungsfeldzüge gegen die Kinder der Wüste geführt. Meist wenn ein Herrscher sein Ansehen mit Siegesmeldungen aufpolieren will. Sie ganz zu vernichten scheint jedoch unmöglich oder erforderte zumindest einen, nicht unerheblichen, Aufwand an Menschen und Material. Da die vereinzelten Überfälle jedoch keine Bedrohung für größere Städte oder gar die imperiale Struktur darstellen hat man bisher von absoluten Lösungsanstrengungen abgesehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: 3pt;" class="mycode_size">[Center]<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Völker der Wüste</span>[/CENTER]</span><br />
<br />
In den toxischen Weiten der Wüste leben noch immer Stämme und Klans wilder Nomaden. Ob diese sich aus den ersten Siedlern rückentwickelten, als der Weltenband Koron vom Imperium trennte, oder ob sie zu einem Zeitpunkt bewusst diesen Lebensweg wählten ist unklar. Sie leben in primitiven Zeltlagern oder in Gebirgshöhlen. An einem Ort bleiben sie meist nicht länger als ein paar Tage und ziehen dann in ihren Karawanen weiter. Da die Wüste nicht genug Jagdwild hergibt betreiben die Beduinen eine bemerkenswerte Form des Ackerbaus. In geeigneten Gegenden bauen sie Salzweizen an, eine besonders wiederstandsfähige Getreidesorte. Diese kleinen Felder werden sich vollkommen selbst überlassen und das Reitervolk kommt nur um sie abzuernten. So ist auch hier gewährleistete das sie nicht länger als nötig an einem Standpunkt verweilen. Ansonsten leben sie von der Jagd und ihren gezüchteten Tieren. Zu diesen, hier besonders die Carnaks, haben sie eine hervorgehobene Bindung. Es heißt ein Sohn der Wüste sitzt auf dem Rücken eines Carnaks noch bevor er laufen kann. So ist es nicht verwunderlich das sie exelende Reiter und Züchter sind. Die Tiere aus den Beständen der Beduinen erfreuen sich äußerster Beliebtheit bei Reitern, gerade in adligen Kreisen. Ihnen wird besondere Schnelligkeit, Stolz und Kraft nachgesagt. <br />
Neben ihrer Reitkunst sind die Wüstenbewohner auch bemerkenswerte Schützen. Sie bevorzugen das Lasergewehr, das dessen aufladbare Zellen sie unabhängig von Munition bleiben lässt. Auch der traditionelle Krummsäbel ist keineswegs nur Zierde. Die Träger dieser Waffe zeigen ein tödliches Geschick im Umgang mit ihr. Dies ist nicht verwunderlich, befinden sich die Stämme und Familienverbände doch fast permanent in Streit und Fehde mit anderen ihrer Art. Traditionell ist der Kampf nur den Männern erlaubt und wird eine Kriegerschar besiegt, so gehen die Familien dieser in den Klan der Sieger auf. Diese zusätzliche Belastung verhindert es meist das bei einer Schlacht alle Feinde getötet werden. Gewöhnlich belässt man es dabei das die Besiegten eine Oase oder Salzweizenfelder an den Gewinner abtreten müssen. Ab und zu kommt es vor das sich die Stämme unter dem Banner eines besonders mächtigen Anführers vereinigen. Dann ziehen sie gegen einen, bis dahin zu mächtigen Klan oder fallen sogar über imperiale Siedlungen her. Solch ein Aufgebot ist jedoch nur selten zu beobachten und hält meistens nicht sehr lange. Die Oberhäupter der einzelnen Familien sind für gewöhnlich zu stolz und geraten schnell über Kleinigkeiten in Streit miteinander. Neben ihrer kriegerischen Natur sind die Nomaden jedoch auch Händler für exotische und teils verbotene Waren. Mildert sich die imperiale Politik ihnen gegenüber ein wenig, so reisen sie zwischen den Städten umher und transportiere ihre Güter auf geheimen Pfaden. Bei einigen Individuen sind die wilden Krieger auch als Söldner oder Führer durch die Öde begehrt. <br />
Die religiösen Vorstellungen des Wüstenvolkes sind sehr komplex und trotz unablässigen Bekehrungsversuchen kaum auszumerzen. Immer wieder findet man die Köpfe eifriger Priester, auf Pfähle gespießt, in den endlosen Weiten des Sandmeeres. Unmöglich zu sagen wie lange sie dort schon vor sich hintrocknen. <br />
Die Vorstellungswelt der Wilden umfasst unzählige Geister, Dämonen, Götterwesen und Fabeltiere. Auch der Imperator ist als Verzerrung seines Wesens in diese Glaubensvorstellung eingegangen. Als Sonne, oder manchmal auch als zweiköpfiger Alder der in der Sonne lebt dargestellt, fürchten die Beduinen ihn. Die Sonne lässt ihre Tiere verdursten und aus der Sonne kommen die eisernen Vögel der Sonnendiener um Tot über unachtsame Reiter zu bringen. Im Gegenzug hat jeder Klan seinen eigenen Schutzgott und wohlwollende Ahnen. Die Wüste selbst ist für sie voller Geister und Dämonen. Sie leben in Schlangen, Käfern oder Hautseglern. Selbst der Wind und die Dünen sind von ihnen erfüllt. Über allen stehen die mächtigsten Götter die für reiche Ernte, Kriegszüge, Fruchtbarkeit, langes Leben und Gesundheit zuständig sind. Weise Männer und Schamanen sind die Mittler zwischen dieser und der Anderswelt.<br />
Der ketzerische Glauben ist es auch der die Beduinen zum Feind der koronischen Armee deklariert. Der Krieg, wenn man die sporadisch geführten Strafaktionen so nennen kann, wird jedoch nicht mit besonderem Elan geführt. Zu schwer ist es die Reiterklans ausfindig zu machen. Die unzähligen Stürme und die generell, chemisch überfrachtete Atmosphäre über der Wüste, machen den Einsatz von Mess- und Ortungsgeräten schwer, oder sogar unmöglich. Die Gebirgsketten tun mit ihrem hohen Metallgehalt, mag er auch ein Segen für den Bergbau sein, ihr Übriges zu diesem Problem. Außerdem verstehen es die Stämme sich zu verbergen oder Routen zu nutzen die eine Entdeckung unwahrscheinlich machen. Meist kennen sie die Wetter bedingten Flugsverbotszonen besser als die Piloten der PVS. Allerdings heißt das nicht das die Armee keine Opfer unter den Klans fordert. Flugzeugen ist es erlaubt ohne Vorwarnung auf gesichtete Karawanen zu schießen und diese auszulöschen. Auch werden immer wieder, gerade nach Überfällen durch Stammeskrieger, Kommandoaktionen durchgeführt. Mögen die Beduinen auch furchtlos sein, der überlegenden Technik haben sie selten etwas entgegen zu setzten. <br />
Je nach dem welcher Gouverneur gerade das Zepter in der Hand hält strafft oder entspannt sich diese Vorgehensweise. In manchen Zeiten herrscht ein fast friedliches Miteinander und der Handel blüht auf. Dann wieder werden direkte Vernichtungsfeldzüge gegen die Kinder der Wüste geführt. Meist wenn ein Herrscher sein Ansehen mit Siegesmeldungen aufpolieren will. Sie ganz zu vernichten scheint jedoch unmöglich oder erforderte zumindest einen, nicht unerheblichen, Aufwand an Menschen und Material. Da die vereinzelten Überfälle jedoch keine Bedrohung für größere Städte oder gar die imperiale Struktur darstellen hat man bisher von absoluten Lösungsanstrengungen abgesehen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Haus Siris]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=16</link>
			<pubDate>Sat, 12 Jul 2008 18:31:03 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=16</guid>
			<description><![CDATA[<span style="color: red;" class="mycode_color">[CENTER]Kein aktueller Hintergrund mehr[/CENTER]</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Grundsätzliches</span> <br />
<br />
“Wer wir sind? Was wir sind? Nun, lassen Sie sich nicht täuschen, wertes Blutskind, derart schnöde Fragen, können nur der ungeübten Feder eines Rohlings aus dem Hause Orsius…”<br />
<br />
. Andencar Isrus-Siris, Velchist des dritten Zweiges<br />
<br />
Siris, oder “Haus der Ewigkeit” für seine Kinder, entspricht imperialer Ekklesiarchie und Herrschaftsbefugnis gleichermaßen, dies nicht nur nach der exquisiten Architektur und hervorragend geschulten Zungen.<br />
<br />
Das Haus ist ein uraltes “Überbleibsel” vorimperialer Denkmuster und Unabhängigkeitswünsche, sei dies vom Imperium an sich, oder manches mal sogar den Lastern des Lebens. Was dies heißt? Nun, eine Antwort zu geben wäre im direkten Sinne wohl zu einfach.<br />
<br />
Wie in so vielen Belangen, ranken sich auch hier merkwürdigste, teilweise vollkommen abstruse Märchen und Sagen, welche den wahren Ursprung des Hauses bis in mythische Zeitalter Terras selbst zurückführen, nämlich auf keine geringeren Personen als den größten Alchimisten Merlin und den wohl bekanntesten Erfinder, Leonardo da Vinci. Natürlich mag dies politische Propaganda per Exzellenz sein, doch bei einfachen Geistern und minderen Gemütern reichen derartige Vorstellung bereits aus, um Siris klar über den gemeinen Pöbel aller Häuser hervorzuheben. Vermutlich naheliegender ist die Abstammung von Ostechon Heranon Siris I., einem terrestrischen Wissenschaftler und Genetikexperten, welcher unter den ersten Kolonisten Korons war, aus welchen Gründen auch immer, ist bis dato schleierhaft für die restliche Bevölkerung und ein wohlbehütetes Geheimnis des Hauses.<br />
<br />
Das violette Hauptbanner des Adels zeigt sich als verziertes Werk mehrerer Künstler, unterwürfige Knaben und Mädchen verneigen sich am unteren Rande vor eine frei schwebenden Silberschlange, welche nicht zufällig die Form eines Genstrangs aufweist. Am oberen Ende, nahe zwei weitaufgerissenen Mäulern, thront eine einzelne Gestalt, deren nähere Beschreibung keinerlei spezifischere Deutung zulässt, da diese von Standarte zu Standarte abweichen zu scheint. Die bevorzugten Gewänder des Hauses sind meist Purpur, Violett oder Giftgrün gefärbt.<br />
<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Denkstrukturen</span> <br />
<br />
Siris erachtet sich selbst als höchste Perfektion menschlichen Lebens, wenn nicht sogar der vollständigen organischen Schöpfung wie sie das derzeitige Universum kennt. Jedes Familienmitglied für sich genommen scheint der Wissenschaft zugeneigt, wenngleich sie Ethik als ebenso überflüssig wie freies Denken der Massen betrachten. Korruption wirtschaftlicher, politischer oder simplerer Natur sind das Kredo jedes einzelnen, Konsequenzen werden nicht gefürchtet, ebenso wenig wie Vergeltung etwaiger Opfer. Kommt es dennoch zur “Eskalation” sind die Siris sehr geschickt darin, das “Ausgestoßene Familienmitglied” auch als ein derartiges zu verzeichnen, meist in den Internen und den zugänglichen Archiven. Ein wahrer Sohn des Hauses kennt keine Loyalität, und die einzigen Dinge die allen gemein sind, sind sowohl Hass auf die anderen Häuser und der Drang nach ewigem Leben. Vor allem letzteres Verfolgen sie seit den grauen Ahnentagen mit rücksichtsloser Entschlossenheit und Schrecken meist auch nicht vor dem Bruch mit der imperialen Justiz zurück, schon des Öfteren mussten darob einzelne Bürokraten verschwinden oder größere Beträge unklassifizierte Konten wechseln.<br />
<br />
Ein Siris ist ein gewöhnungsbedürftiger Exzentriker, so zumindest für die meisten Bürger, ein Lebewesen welches nach genetischer Perfektion strebt, meist hedonistisch oder sadistisch agiert, und dabei absolut keine Reue zeigt. “Lebe für die Ewigkeit” ist das wohl bekannteste Kredo des Hauses, welches so und in dieser Form sogar entlang einer gewundenen Schriftrolle unterhalb der “genetischen” Schlange steht.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wirtschaftsfaktoren</span> <br />
<br />
Die wirtschaftliche Grundfeste des Hauses bildet nichts geringeres als die absoluteste Form der “Sünde”. Es ist die regelrechte Ausschlachtung der gesamten Unterschicht und weiten Teilen der kaum noch existenten Mittelschicht. Illegale Betäubungsmittel werden zu Wucherpreisen verscherbelt und um ein Zehntel des aktuellen Marktpreises von verschiedenen Randwelten und Hausnahen Konzernen angekauft. Sklaverei und Sklavenhandel, vor allem an teilweise unabhängige Welten, aber auch an verschiedene Institutionen zu Forschungszwecken, und man munkelt, sogar an verschiedene Xenos und Chaoskulte. Dazu kommt ein weitaus höherer Anteil der Gelder aus zwielichtigen Geschäften, etwa der Führung geschätzter 65 % aller Bordelle im gesamten Subsektor. Weitere bedeutende Einkommensquellen ist die Beschaffung und der Verkauf unterschiedlichster Informationen, sowie Erpressung und Entführung anderer Adelshäuser, welche sich nicht in der Lage sehen gegen derartig malevolentes Vorgehen Anklage zu erheben, eben als Sorge um den Fortbestand ihrer “Dynastien”.<br />
<br />
Das Haus verfügt über einen immensen Staatsschatz und zeigt diesen auch nur zu gerne nach Außen hin, sei es in Kristallartigen Palästen, exotischen Tiergärten oder ihrer rücksichtslos verschwenderischen Westen und Röcke, welche alleine das gesamte Wirtschaftsgeld eines Arbeiterhabs auf Lebzeiten verschlingen würden.<br />
<br />
Eine offiziell anerkannte Methode der Geldbeschaffung ist allerdings die Agrarwirtschaft, welcher ebenso wie die meisten minderen Arbeiten von Mindestlöhnern, wenn nicht Sklaven, verrichtet wird. Genetisch verfeinerte Formen jeglicher Feldfrucht oder jeder Blume sorgen für x-fache Ernteerträge, während sich die Familie rigoros aus den Bergbaugeschäften, welche angeblich bis zum heutigen Tage von Orsius beherrscht werden, raushält. Dagegen betreibt Siris vielerlei Ausgrabungen entlang des planetaren Äquators, zu Studienzwecken und für das Gemeinwohl, wie die Öffentlichkeitsabteilung des Hauses nimmermüde behauptet.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Elite</span> <br />
<br />
Siris ist ähnlich einer Baumstruktur organisiert, die mindersten Mitglieder sind die Wurzeln (Ornachest), es folgen in geordneter Reihenfolge Keimlinge (Zyrchest), Stammglieder (Velchist), Nebenarm (Surchest), Hauptarm (Veranchest) und die sieben Kronäste (Trasychesten). Diese setzten sich aus den sieben wichtigsten Mitgliedern, unabhängig vom tatsächlichen Alter oder von der Herkunft, zusammen. Jeder “Ratsherr” ist ein ausgeprägter Experte in seinem Wahlfach der Studien, derzeit sind zwei Biogenetiker, ein Psionikexperte, drei Technikexperten sowie zwei Vertreter für interstellare und planetare Wirtschaft vertreten. Allesamt verfügen über eine Budget, welches ausreichend wäre die restliche Makropole über Jahre hinweg mit feinsten Speisen und Tüchern zu beleben, natürlich wäre eine derartige Utopie niemals möglich, wen kümmert schon der Pöbel?<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Aktuelle Projekte des Hauses:</span> <br />
<br />
1. Erhöhung der Spitzenwerte bei den Ernteerträgen zur “Geldwaschung”.<br />
2. Entschlüsselung bisher unerklärlicher Genstrukturen (Vereinzelte Stellen des Hauses munkeln von Xenogenen)<br />
3. Fertigstellung eines “Hel-Klasse” Prototypen (bisher unbestätigt, vermutlich politische Propaganda)<br />
4. Weitere Projekte<br />
<br />
<span style="color: red;" class="mycode_color">[CENTER]Kein aktueller Hintergrund mehr[/CENTER]</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="color: red;" class="mycode_color">[CENTER]Kein aktueller Hintergrund mehr[/CENTER]</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Grundsätzliches</span> <br />
<br />
“Wer wir sind? Was wir sind? Nun, lassen Sie sich nicht täuschen, wertes Blutskind, derart schnöde Fragen, können nur der ungeübten Feder eines Rohlings aus dem Hause Orsius…”<br />
<br />
. Andencar Isrus-Siris, Velchist des dritten Zweiges<br />
<br />
Siris, oder “Haus der Ewigkeit” für seine Kinder, entspricht imperialer Ekklesiarchie und Herrschaftsbefugnis gleichermaßen, dies nicht nur nach der exquisiten Architektur und hervorragend geschulten Zungen.<br />
<br />
Das Haus ist ein uraltes “Überbleibsel” vorimperialer Denkmuster und Unabhängigkeitswünsche, sei dies vom Imperium an sich, oder manches mal sogar den Lastern des Lebens. Was dies heißt? Nun, eine Antwort zu geben wäre im direkten Sinne wohl zu einfach.<br />
<br />
Wie in so vielen Belangen, ranken sich auch hier merkwürdigste, teilweise vollkommen abstruse Märchen und Sagen, welche den wahren Ursprung des Hauses bis in mythische Zeitalter Terras selbst zurückführen, nämlich auf keine geringeren Personen als den größten Alchimisten Merlin und den wohl bekanntesten Erfinder, Leonardo da Vinci. Natürlich mag dies politische Propaganda per Exzellenz sein, doch bei einfachen Geistern und minderen Gemütern reichen derartige Vorstellung bereits aus, um Siris klar über den gemeinen Pöbel aller Häuser hervorzuheben. Vermutlich naheliegender ist die Abstammung von Ostechon Heranon Siris I., einem terrestrischen Wissenschaftler und Genetikexperten, welcher unter den ersten Kolonisten Korons war, aus welchen Gründen auch immer, ist bis dato schleierhaft für die restliche Bevölkerung und ein wohlbehütetes Geheimnis des Hauses.<br />
<br />
Das violette Hauptbanner des Adels zeigt sich als verziertes Werk mehrerer Künstler, unterwürfige Knaben und Mädchen verneigen sich am unteren Rande vor eine frei schwebenden Silberschlange, welche nicht zufällig die Form eines Genstrangs aufweist. Am oberen Ende, nahe zwei weitaufgerissenen Mäulern, thront eine einzelne Gestalt, deren nähere Beschreibung keinerlei spezifischere Deutung zulässt, da diese von Standarte zu Standarte abweichen zu scheint. Die bevorzugten Gewänder des Hauses sind meist Purpur, Violett oder Giftgrün gefärbt.<br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Denkstrukturen</span> <br />
<br />
Siris erachtet sich selbst als höchste Perfektion menschlichen Lebens, wenn nicht sogar der vollständigen organischen Schöpfung wie sie das derzeitige Universum kennt. Jedes Familienmitglied für sich genommen scheint der Wissenschaft zugeneigt, wenngleich sie Ethik als ebenso überflüssig wie freies Denken der Massen betrachten. Korruption wirtschaftlicher, politischer oder simplerer Natur sind das Kredo jedes einzelnen, Konsequenzen werden nicht gefürchtet, ebenso wenig wie Vergeltung etwaiger Opfer. Kommt es dennoch zur “Eskalation” sind die Siris sehr geschickt darin, das “Ausgestoßene Familienmitglied” auch als ein derartiges zu verzeichnen, meist in den Internen und den zugänglichen Archiven. Ein wahrer Sohn des Hauses kennt keine Loyalität, und die einzigen Dinge die allen gemein sind, sind sowohl Hass auf die anderen Häuser und der Drang nach ewigem Leben. Vor allem letzteres Verfolgen sie seit den grauen Ahnentagen mit rücksichtsloser Entschlossenheit und Schrecken meist auch nicht vor dem Bruch mit der imperialen Justiz zurück, schon des Öfteren mussten darob einzelne Bürokraten verschwinden oder größere Beträge unklassifizierte Konten wechseln.<br />
<br />
Ein Siris ist ein gewöhnungsbedürftiger Exzentriker, so zumindest für die meisten Bürger, ein Lebewesen welches nach genetischer Perfektion strebt, meist hedonistisch oder sadistisch agiert, und dabei absolut keine Reue zeigt. “Lebe für die Ewigkeit” ist das wohl bekannteste Kredo des Hauses, welches so und in dieser Form sogar entlang einer gewundenen Schriftrolle unterhalb der “genetischen” Schlange steht.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wirtschaftsfaktoren</span> <br />
<br />
Die wirtschaftliche Grundfeste des Hauses bildet nichts geringeres als die absoluteste Form der “Sünde”. Es ist die regelrechte Ausschlachtung der gesamten Unterschicht und weiten Teilen der kaum noch existenten Mittelschicht. Illegale Betäubungsmittel werden zu Wucherpreisen verscherbelt und um ein Zehntel des aktuellen Marktpreises von verschiedenen Randwelten und Hausnahen Konzernen angekauft. Sklaverei und Sklavenhandel, vor allem an teilweise unabhängige Welten, aber auch an verschiedene Institutionen zu Forschungszwecken, und man munkelt, sogar an verschiedene Xenos und Chaoskulte. Dazu kommt ein weitaus höherer Anteil der Gelder aus zwielichtigen Geschäften, etwa der Führung geschätzter 65 % aller Bordelle im gesamten Subsektor. Weitere bedeutende Einkommensquellen ist die Beschaffung und der Verkauf unterschiedlichster Informationen, sowie Erpressung und Entführung anderer Adelshäuser, welche sich nicht in der Lage sehen gegen derartig malevolentes Vorgehen Anklage zu erheben, eben als Sorge um den Fortbestand ihrer “Dynastien”.<br />
<br />
Das Haus verfügt über einen immensen Staatsschatz und zeigt diesen auch nur zu gerne nach Außen hin, sei es in Kristallartigen Palästen, exotischen Tiergärten oder ihrer rücksichtslos verschwenderischen Westen und Röcke, welche alleine das gesamte Wirtschaftsgeld eines Arbeiterhabs auf Lebzeiten verschlingen würden.<br />
<br />
Eine offiziell anerkannte Methode der Geldbeschaffung ist allerdings die Agrarwirtschaft, welcher ebenso wie die meisten minderen Arbeiten von Mindestlöhnern, wenn nicht Sklaven, verrichtet wird. Genetisch verfeinerte Formen jeglicher Feldfrucht oder jeder Blume sorgen für x-fache Ernteerträge, während sich die Familie rigoros aus den Bergbaugeschäften, welche angeblich bis zum heutigen Tage von Orsius beherrscht werden, raushält. Dagegen betreibt Siris vielerlei Ausgrabungen entlang des planetaren Äquators, zu Studienzwecken und für das Gemeinwohl, wie die Öffentlichkeitsabteilung des Hauses nimmermüde behauptet.<br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Elite</span> <br />
<br />
Siris ist ähnlich einer Baumstruktur organisiert, die mindersten Mitglieder sind die Wurzeln (Ornachest), es folgen in geordneter Reihenfolge Keimlinge (Zyrchest), Stammglieder (Velchist), Nebenarm (Surchest), Hauptarm (Veranchest) und die sieben Kronäste (Trasychesten). Diese setzten sich aus den sieben wichtigsten Mitgliedern, unabhängig vom tatsächlichen Alter oder von der Herkunft, zusammen. Jeder “Ratsherr” ist ein ausgeprägter Experte in seinem Wahlfach der Studien, derzeit sind zwei Biogenetiker, ein Psionikexperte, drei Technikexperten sowie zwei Vertreter für interstellare und planetare Wirtschaft vertreten. Allesamt verfügen über eine Budget, welches ausreichend wäre die restliche Makropole über Jahre hinweg mit feinsten Speisen und Tüchern zu beleben, natürlich wäre eine derartige Utopie niemals möglich, wen kümmert schon der Pöbel?<br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Aktuelle Projekte des Hauses:</span> <br />
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1. Erhöhung der Spitzenwerte bei den Ernteerträgen zur “Geldwaschung”.<br />
2. Entschlüsselung bisher unerklärlicher Genstrukturen (Vereinzelte Stellen des Hauses munkeln von Xenogenen)<br />
3. Fertigstellung eines “Hel-Klasse” Prototypen (bisher unbestätigt, vermutlich politische Propaganda)<br />
4. Weitere Projekte<br />
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<span style="color: red;" class="mycode_color">[CENTER]Kein aktueller Hintergrund mehr[/CENTER]</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Adeptus Arbites (Sektion 17)]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=11</link>
			<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 19:55:17 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=11</guid>
			<description><![CDATA[Der Adeptus Arbites vertritt nicht das Gesetz, er ist das Gesetz.<br />
Auf Koron nimmt der Adeptus eine hervorgehobene Rolle ein. Zwar übernehmen Teile der PVS auch leichte polizeiliche Aufgaben, doch wichtige Dinge bleiben in der Hand der Arbites. Dies ist notwendig, da es in der Armee zu viele Untergruppen und hausloyale Trupps gibt, als das man ihnen uneingeschränkt vertrauen könnte. In Gohmor sind daher überdurchschnittlich viele Arbitratoren stationiert um die Sicherheit und das imperiale Recht aufrechtzuerhalten.<br />
Diese unbestechlichen Männer und Frauen stammen allesamt nicht von Koron und unterhalten keinerlei persönliche Bindungen außerhalb des Adeptus. Es ist ihnen sogar, unter Strafe, verboten Beziehung dieser Art einzugehen. Lediglich einige Ermittlungsspezialisten sind berechtigt sich näher mit der Bevölkerung zu befassen. Natürlich nur im Rahmen ihrer Untersuchungen. Solche Spezialabteilungen sind separat organisiert, wie zum Beispiel Sektion 17.<br />
<br />
<br />
<span style="font-size: 2pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sektion 17</span></span><br />
Neben den normalen Aufgaben eines Arbites führt diese spezielle Abteilungen Ermittlungen und Nachforschungen am Objekt durch.<br />
Eigentlich kümmern sich Arbites nur um Gesetzesübertretungen die direkt gegen das imperiale Recht verstoßen und überlassen lokale Verbrechen den örtlichen Sicherheitskräften. Doch manchmal ist Prävention besser als Reaktion. Auch ein, anscheinend unbedeutender Mordfall oder eine Waffenlieferung an Unzufriedene kann sich zu einer größeren Bedrohung auswachsen. Außerdem ist auch der mächtige Adeptus Arbites auf Information, Gerüchte und Wissen über die Stimmungen in der Bevölkerung angewiesen. Genau dafür ist Sektion 17 verantwortlich.<br />
Ihre Mitglieder arbeiten verdeckt, befragen Informanten und kümmern sich auch um Fälle die auf den ersten Blick unbedeutend erscheinen. Dies hat schon zu unzähligen Verhaftungen geführt die Schlimmeres verhindert haben. <br />
Einigen Angehörigen werden Wohnungen außerhalb der Revierkasernen zugestanden. Sei es um sie näher an ihrem Operationsbereich zu halten oder um ihre Tarnung nicht auffliegen zu lassen.<br />
Trotz all dieser Sonderrechte sind und bleiben sie reguläre Ordnungshüter. Wenn Not am Mann ist greifen auch Ermittler und Verhörspezialisten zu Sturmschild und Schockstab.<br />
<br />
Wie viele Angehörige die Sektion genau hat wissen nur wenige. Zwar gibt es eine voll besetzte Revierkaserne der Sektion, doch darüber hinaus sind noch unzählige Untercoveragenten im Einsatz.<br />
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<span style="font-size: 2pt;" class="mycode_size"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ränge der Sektion 17</span></span></span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Arbitratoren:</span><br />
Die Sektion nimmt keine Grünschnäbel auf. Wer auf der Straße überleben will muss wissen wie hart sie sein kann. Daher werden nur voll ausgebildete Arbitratoren, die sich im Einsatz bewehrt haben, hier herversetzt. Außerdem geschehen diese Versetzungen nur auf Empfehlung des Vorgesetzten. Der Arbitrator muss durch Auffassungsgabe, schnelle Schlussfolgerungen und erkennbares Ermittlergespür aufgefallen sein. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Detecktive:</span><br />
Der Detektiv hat sich undercover bewiesen und man vertraut ihm komplexere Mission an. Diese, für Arbites- Angehörige, sehr individualistischen Personen können Wochen, wenn nicht gar Monate, lang auf sich alleingestellt, ermitteln.<br />
Sie werden in Organisationen eingeschleust und freunden sich zum Schein mit Verdächtigen an. Sie mögen wie Freigeister wirken, doch unter dieser Maske sind sie ebenso erbarmungslos wie alle angehörigen des Arbites. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Master Detecktive:</span><br />
Als Master Detecktive steht dem Arbites das volle Potential des Adeptus zur Verfügung. Er kann andere Sektionen und Einheiten zur direkten Unterstützung seiner Ermittlungen heranziehen. In seinem Ermessen liegt es Spurensicherer und andere Detecktives auf einen speziellen Fall anzusetzen. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Marschall:</span><br />
Der Kommandant der Revierkaserne ist der Marschall. Er ermittelt zwar nur noch selten selber, doch es ist durchaus möglich. Sollte er sich um die Aufklärung eines Verbrechens bemühen, so steht ihm dazu das hochwertigste Material und die fähigsten Leute zur Verfügung. Den Großteil seiner Zeit verbringt er jedoch damit Ressourcen zu koordinieren und Bericht zu überprüfen.<br />
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<br />
<span style="font-size: 2pt;" class="mycode_size"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ausrüstung und Bewaffnung</span></span></span><br />
Die Ausrüstung gehört dem Adeptus und wird lediglich an die Arbites ausgeben wenn dies erforderlich ist. Bei nachlässiger Pflege oder Wartung wird der Arbites, der die Ausrüstung momentan im Besitz hat, zur Rechenschaft gezogen.<br />
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<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Standartausrüstung</span></span><br />
    <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Arbitesrüstung:</span><br />
Diese hochwertige Körperpanzerung besteht aus schwarzen Ceramitplatten und einem multifunktionalen Gefechtshelm. Dieser ist mit Infrarot-Optik, Helmfunk, Atemschutzmaske und Bildvisier ausgestattet. Beim Adeptus Arbites stellt diese Rüstung die Standard-Panzerung der Truppen dar.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Schockschild:</span><br />
Dieses Instrument der Aufruhrunterdrückung ist ein Turmschild mit einem eingebauten  Elektroschockgenerator. Dieser kann Demonstranten einen schmerzhaften Stromschlag verpassen und ist, zusammen mit dem Schockstab, ein adäquates Mittel gegen eigene Meinung in der Bevölkerung.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Schockstab:</span><br />
Der Schockstab ist ein einhändiger Schlagstock mit eingebautem Energiegenerator. Da sich der Wirkungsgrad beliebig einstellen lässt, kann er sowohl als tödliche Waffe, als auch als bloßes Instrument zur Betäubung von Unruhestiftern und Kriminellen eingesetzt werden.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Arbites-Schrotflinte:</span><br />
Speziell für die gewaltsamen Niederschlagung von Aufständen entwickelt ist diese Schrottflinte nur beim Adeptus Arbites anzutreffen. Sie kann Feststoff- und Streugeschossen und auch Exekutorgeschosse verschießen. Letztere bestehten aus einem panzerbrechendem Adamantiumkern und einem kleinen Robotergehirn, das dem Energiemuster des Ziels nachspürt. Damit das Robotergehirn das Ziel korrekt erfassen kann, benötigt dieses eine kurze Anlaufzeit, daher ist das Geschoss weniger auf kurze, aber dafür um so mehr auf größere Distanz effektiv.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bolter und Boltpistolen:</span><br />
Diese durchschlagskräftigen Waffen werden nur bei akuten Bedrohungen ausgeteilt. Es sind absolut tödliche Kriegswaffen und nur wenn das imperiale Gesetz direkt bedroht ist werden sie gegen ketzerische Aggressoren gerichtet.<br />
<br />
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<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ausrüstung Sektion 17</span></span><br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Inkor- Körperschutzweste:</span><br />
Diese unscheinbare Schutzweste bietet gleichermaßen Schutz vor Beschuss wie vor Stichwaffen. Sie besteht aus intelligenten Ceramitfasern und ist mit das Neuste was das Imperium zu bieten hat. Bei abrupter Belastung versteifen sich diese Fasern und absorbieren die Aufprallenergie. Sie sind zwar nicht so widerstandsfähig wie Ceramitplatten, doch dafür ist die Weste wesentlich unscheinbarer und kann unter normaler Kleidung getragen werden.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Individuelle Waffe</span> <br />
Bei Ermittlungen im Geheimen wäre eine Boltpistole natürlich viel zu auffällig. Daher ist es den Angehörigen der Sektion 17 erlaubt eigene, dem Umfeld angepasste, Waffen zu besitzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Der Adeptus Arbites vertritt nicht das Gesetz, er ist das Gesetz.<br />
Auf Koron nimmt der Adeptus eine hervorgehobene Rolle ein. Zwar übernehmen Teile der PVS auch leichte polizeiliche Aufgaben, doch wichtige Dinge bleiben in der Hand der Arbites. Dies ist notwendig, da es in der Armee zu viele Untergruppen und hausloyale Trupps gibt, als das man ihnen uneingeschränkt vertrauen könnte. In Gohmor sind daher überdurchschnittlich viele Arbitratoren stationiert um die Sicherheit und das imperiale Recht aufrechtzuerhalten.<br />
Diese unbestechlichen Männer und Frauen stammen allesamt nicht von Koron und unterhalten keinerlei persönliche Bindungen außerhalb des Adeptus. Es ist ihnen sogar, unter Strafe, verboten Beziehung dieser Art einzugehen. Lediglich einige Ermittlungsspezialisten sind berechtigt sich näher mit der Bevölkerung zu befassen. Natürlich nur im Rahmen ihrer Untersuchungen. Solche Spezialabteilungen sind separat organisiert, wie zum Beispiel Sektion 17.<br />
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<span style="font-size: 2pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sektion 17</span></span><br />
Neben den normalen Aufgaben eines Arbites führt diese spezielle Abteilungen Ermittlungen und Nachforschungen am Objekt durch.<br />
Eigentlich kümmern sich Arbites nur um Gesetzesübertretungen die direkt gegen das imperiale Recht verstoßen und überlassen lokale Verbrechen den örtlichen Sicherheitskräften. Doch manchmal ist Prävention besser als Reaktion. Auch ein, anscheinend unbedeutender Mordfall oder eine Waffenlieferung an Unzufriedene kann sich zu einer größeren Bedrohung auswachsen. Außerdem ist auch der mächtige Adeptus Arbites auf Information, Gerüchte und Wissen über die Stimmungen in der Bevölkerung angewiesen. Genau dafür ist Sektion 17 verantwortlich.<br />
Ihre Mitglieder arbeiten verdeckt, befragen Informanten und kümmern sich auch um Fälle die auf den ersten Blick unbedeutend erscheinen. Dies hat schon zu unzähligen Verhaftungen geführt die Schlimmeres verhindert haben. <br />
Einigen Angehörigen werden Wohnungen außerhalb der Revierkasernen zugestanden. Sei es um sie näher an ihrem Operationsbereich zu halten oder um ihre Tarnung nicht auffliegen zu lassen.<br />
Trotz all dieser Sonderrechte sind und bleiben sie reguläre Ordnungshüter. Wenn Not am Mann ist greifen auch Ermittler und Verhörspezialisten zu Sturmschild und Schockstab.<br />
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Wie viele Angehörige die Sektion genau hat wissen nur wenige. Zwar gibt es eine voll besetzte Revierkaserne der Sektion, doch darüber hinaus sind noch unzählige Untercoveragenten im Einsatz.<br />
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<span style="font-size: 2pt;" class="mycode_size"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ränge der Sektion 17</span></span></span><br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Arbitratoren:</span><br />
Die Sektion nimmt keine Grünschnäbel auf. Wer auf der Straße überleben will muss wissen wie hart sie sein kann. Daher werden nur voll ausgebildete Arbitratoren, die sich im Einsatz bewehrt haben, hier herversetzt. Außerdem geschehen diese Versetzungen nur auf Empfehlung des Vorgesetzten. Der Arbitrator muss durch Auffassungsgabe, schnelle Schlussfolgerungen und erkennbares Ermittlergespür aufgefallen sein. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Detecktive:</span><br />
Der Detektiv hat sich undercover bewiesen und man vertraut ihm komplexere Mission an. Diese, für Arbites- Angehörige, sehr individualistischen Personen können Wochen, wenn nicht gar Monate, lang auf sich alleingestellt, ermitteln.<br />
Sie werden in Organisationen eingeschleust und freunden sich zum Schein mit Verdächtigen an. Sie mögen wie Freigeister wirken, doch unter dieser Maske sind sie ebenso erbarmungslos wie alle angehörigen des Arbites. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Master Detecktive:</span><br />
Als Master Detecktive steht dem Arbites das volle Potential des Adeptus zur Verfügung. Er kann andere Sektionen und Einheiten zur direkten Unterstützung seiner Ermittlungen heranziehen. In seinem Ermessen liegt es Spurensicherer und andere Detecktives auf einen speziellen Fall anzusetzen. <br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Marschall:</span><br />
Der Kommandant der Revierkaserne ist der Marschall. Er ermittelt zwar nur noch selten selber, doch es ist durchaus möglich. Sollte er sich um die Aufklärung eines Verbrechens bemühen, so steht ihm dazu das hochwertigste Material und die fähigsten Leute zur Verfügung. Den Großteil seiner Zeit verbringt er jedoch damit Ressourcen zu koordinieren und Bericht zu überprüfen.<br />
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<span style="font-size: 2pt;" class="mycode_size"><span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ausrüstung und Bewaffnung</span></span></span><br />
Die Ausrüstung gehört dem Adeptus und wird lediglich an die Arbites ausgeben wenn dies erforderlich ist. Bei nachlässiger Pflege oder Wartung wird der Arbites, der die Ausrüstung momentan im Besitz hat, zur Rechenschaft gezogen.<br />
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<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Standartausrüstung</span></span><br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Arbitesrüstung:</span><br />
Diese hochwertige Körperpanzerung besteht aus schwarzen Ceramitplatten und einem multifunktionalen Gefechtshelm. Dieser ist mit Infrarot-Optik, Helmfunk, Atemschutzmaske und Bildvisier ausgestattet. Beim Adeptus Arbites stellt diese Rüstung die Standard-Panzerung der Truppen dar.<br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Schockschild:</span><br />
Dieses Instrument der Aufruhrunterdrückung ist ein Turmschild mit einem eingebauten  Elektroschockgenerator. Dieser kann Demonstranten einen schmerzhaften Stromschlag verpassen und ist, zusammen mit dem Schockstab, ein adäquates Mittel gegen eigene Meinung in der Bevölkerung.<br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Schockstab:</span><br />
Der Schockstab ist ein einhändiger Schlagstock mit eingebautem Energiegenerator. Da sich der Wirkungsgrad beliebig einstellen lässt, kann er sowohl als tödliche Waffe, als auch als bloßes Instrument zur Betäubung von Unruhestiftern und Kriminellen eingesetzt werden.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Arbites-Schrotflinte:</span><br />
Speziell für die gewaltsamen Niederschlagung von Aufständen entwickelt ist diese Schrottflinte nur beim Adeptus Arbites anzutreffen. Sie kann Feststoff- und Streugeschossen und auch Exekutorgeschosse verschießen. Letztere bestehten aus einem panzerbrechendem Adamantiumkern und einem kleinen Robotergehirn, das dem Energiemuster des Ziels nachspürt. Damit das Robotergehirn das Ziel korrekt erfassen kann, benötigt dieses eine kurze Anlaufzeit, daher ist das Geschoss weniger auf kurze, aber dafür um so mehr auf größere Distanz effektiv.<br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bolter und Boltpistolen:</span><br />
Diese durchschlagskräftigen Waffen werden nur bei akuten Bedrohungen ausgeteilt. Es sind absolut tödliche Kriegswaffen und nur wenn das imperiale Gesetz direkt bedroht ist werden sie gegen ketzerische Aggressoren gerichtet.<br />
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<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ausrüstung Sektion 17</span></span><br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Inkor- Körperschutzweste:</span><br />
Diese unscheinbare Schutzweste bietet gleichermaßen Schutz vor Beschuss wie vor Stichwaffen. Sie besteht aus intelligenten Ceramitfasern und ist mit das Neuste was das Imperium zu bieten hat. Bei abrupter Belastung versteifen sich diese Fasern und absorbieren die Aufprallenergie. Sie sind zwar nicht so widerstandsfähig wie Ceramitplatten, doch dafür ist die Weste wesentlich unscheinbarer und kann unter normaler Kleidung getragen werden.<br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Individuelle Waffe</span> <br />
Bei Ermittlungen im Geheimen wäre eine Boltpistole natürlich viel zu auffällig. Daher ist es den Angehörigen der Sektion 17 erlaubt eigene, dem Umfeld angepasste, Waffen zu besitzen.]]></content:encoded>
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