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		<title><![CDATA[Koron III - Globales Geschehen]]></title>
		<link>https://koron3.de/</link>
		<description><![CDATA[Koron III - https://koron3.de]]></description>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 04:05:45 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Orogangwa]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=1024</link>
			<pubDate>Tue, 24 Oct 2017 13:57:37 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=102"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=1024</guid>
			<description><![CDATA[Schwerer Regen prasselte auf das Blechdach des Dampfschiffes, welches sich astmatisch schnaubend aber unerbittlich seinen Weg den Orogangwa hinauf durch die Nacht keuchte. Der ringsum aufragende Dschungel, die erdrückende Masse an Natur, ließ das Schiff und seine zusammengewürfelte Besatzung zur Bedeutungslosigkeit verkommen. Bei Regen war das noch mehr der Fall, wenn der eigene Bewegungsradius auf die wenigen Stellen zusammen schrumpfte, die vor dem Niederschlag geschützt waren. Die meisten Männer nutzten die geringfügige Abkühlung und die vorübergehende Abwesenheit von Stechfliegen und Blutkäfern, um dringend nötigen Schlaf nachzuholen. Auch wenn die Fahrt Fluss aufwärts nicht mit übermäßiger Anstrenungung verbunden war, so schien doch alles Einwirken des Urwaldes einen gesunden Schlaf verhindern zu wollen. Die Hitze, die beißenden Quälgeister, der Lärm des Getiers und zuweilen sogar der wuchtige Duft von Blüten, so süß und schwer, dass er über die Dauer Kopfschmerzen verursachte. So ignorierten die meisten die bange Frage, was hungrig aus der Dunkelheit der Blätter auf das Schiff starren mochte und schliefen in ihren Hängematten. Nur einige wenige waren wach. Der Steuermann und der erste Heizer, wie auch Schnabelmayer, der gegen die Reling aus gewälztem Blech gelehnt saß und im Schein einer flackerneden Öllaterne Notizen in eine Reinschrift übertrug, einige Pflanzenexponate abzeichnete. Er unterbrach seine Arbeit, als er den trittlosen Schrittes seines Begleiters der ersten Stunde, mehr ahnte als wirklich hörte. Er sah auf und erblickte Sequoyah der zu ihm kam, die Augen in unbewusste Gewohnheit vom Licht abgewandt, um sie so nicht für die Nacht zu verderben. Wortlos, wie es seinem Wesen entsprach, setzte er sich mit überkreuzten Beinen neben Ignatz. Eine törichte Höflichkeitsfloskel, wie „Na noch wach?“, wäre an Sequoyah verschwendet gewesen, da er nicht dazu neigte das Offensichtlicher zu benennen. Der Professor beendete die Zeichnung eines fedrigen Farns und legte dann den Stift zurück in die Holzschatulle, in der derartige Utensilien aufzubewahren pflegte. Rauchen wir?<br />
Das bestätigte der andere mit einem knappen Nicken und nun folgte das Ritual, das Schnabelmayer inzwischen auswendig kannte. Die Pfeife wurde hervorgeholt und mit Tabak gestopft. Dann mit einem eigens dafür vorgesehenen Knochenstück ein Loch in die Stopfung gebohrt. Sequoyah brannte einen Spahn an der Flamme der Lampe an und paffte schnell ein paar Züge. Er ließ die Glut ausgehen und wiederholte den Vorgang, dieses Mal mit tieferem Einatmen. Dann stieß er den blauen Rauch durch Mund und Nase aus, was seinem markanten Gesicht das Aussehen eines Urwaldgötzen verlieh. Er übergab die Pfeife an Ignatz, der es ihm etwas zaghafter gleich tat. Die ersten Male hatte er sich die Lunge aus dem Hals gehustet und das obwohl er selbst kein Unbekannter in manchem Rauchsalon gewesen war. Aber das Kraut des Mannes von Denum 2 hatte es in sich. Inzwischen war er es gewohnt und genoss das kratzige Aroma nach Erde und würzigen Kräutern. Während er dem aufsteigenden Rauch nachsah, verweilten seine Gedanken bei dem Bild des Dschungelgötzen. Sie hatten auf den Wochen ihrer Reise in einigen Dörfern Station gemacht, auch wenn das Letzte bereits acht Tage zurück lag. Dörfer, die durch die Bemühungen von Missionaren fest im Glauben an den Gottkaiser verankert waren. Dennoch hatten die Eingeborenen ihnen nicht selten geschnitzte oder zuweilen sogar in Stein gehauene Teufelsfratzen gezeigt, die ein Dorf in einiger Umgebung umstanden. Die Dorfbewohner hatten ihnen erklärt, dass Dämonen und böse Geister, die sich der Siedlung nähern wollten, diese Abbilder von weiten sahen und meinen mussten, dass bereits ein anderer Unhold Anspruch auf dieses Gebiet erhob und sie deswegen wieder abzogen. Ein finsterer Aberglauben, den die Missionare aber scheinbar toleriert hatten, froh darüber den Heiden wenigstens die grundlegenden Begrifflichkeiten des Imperatorkultes beigebracht zu haben. Die Ausrottung solcher Abweichungen überließen sie dann mit konstanter Regelmäßigkeit ihren Nachfolgern. Die Götzenbilder waren in der Regel abstrakte Abwandlungen von menschlichen Figuren, denen die jeweiligen Künstler nur mehr Augen, Zähne oder überdimensionale Gesichtsattribute gegeben hatten. Was er jedoch im Dorf Belati von einem verrückten Alten gekauft hatte, der seinen Verstand an den von der Küste importierten Palmschnaps verloren hatte, wich von dieser Ikonographie ab. Wenn die Anthropologie auch ehr ein Steckpferd, denn seine eigentliche Passion für ihn war, so faszinierte ihn der Fetisch doch, denn er im Tausch für zwei Flaschen Whisky von dem Alten erhandelt hatte. Einem Impuls folgend griff er nach dem Faust großen Objekt, dass in einen Lappen gewickelt als Beschwerer für seine Aufzeichnungen diente und ersetzte ihn mit der Kiste für seine Schreibgeräte.<br />
Sieh dir das einmal an, mein Freund. Er schlug das Tuch auseinander und brachte eine Figurine aus schwarzem Gestein zum Vorschein. Dargestellt war ein chimärisches Wesen, dessen Unterleib der einer Schlange war und so der Oberkörper auch an den eines sehnigen Mannes gemahnte, erinnerte der Kopf doch wieder eher an den einer Schlange. Das Wesen hatte sechs Arme, die es sternenförmig ausgebreitet hielt. Jede Faust umklammert ein Schwert oder hatte es zumindest, denn vier waren bereit abgebrochen, zwei mit Teilen des Armes. Nicht abgebrochen war hingegen der erigierte Penis, der in fast aggressiver Form aufragte. Die Figur war augenscheinlich alt und wenn sie auch abgegriffen und durch häufige Berührung glatt poliert war, so konnte man doch die Kunstfertigkeit des Erschaffers unmöglich leugnen. Was hältst du von diesem Burschen hier? Immer noch auf dem Lappen gebettet, übergab er den Fetisch an Sequoyah, ebenso wie die Pfeife, damit er einen weiteren Zug tun konnte. Der Alte, von dem ich ihn getauscht habe, meinte er stammt aus dem Norden, tief aus dem Dschungel. Aber die Figur gleicht keinem der geschnitzten Götzen, die wir in den Dörfern gesehen haben. Meinst du ich bin einem Schwindel aufgesessen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Schwerer Regen prasselte auf das Blechdach des Dampfschiffes, welches sich astmatisch schnaubend aber unerbittlich seinen Weg den Orogangwa hinauf durch die Nacht keuchte. Der ringsum aufragende Dschungel, die erdrückende Masse an Natur, ließ das Schiff und seine zusammengewürfelte Besatzung zur Bedeutungslosigkeit verkommen. Bei Regen war das noch mehr der Fall, wenn der eigene Bewegungsradius auf die wenigen Stellen zusammen schrumpfte, die vor dem Niederschlag geschützt waren. Die meisten Männer nutzten die geringfügige Abkühlung und die vorübergehende Abwesenheit von Stechfliegen und Blutkäfern, um dringend nötigen Schlaf nachzuholen. Auch wenn die Fahrt Fluss aufwärts nicht mit übermäßiger Anstrenungung verbunden war, so schien doch alles Einwirken des Urwaldes einen gesunden Schlaf verhindern zu wollen. Die Hitze, die beißenden Quälgeister, der Lärm des Getiers und zuweilen sogar der wuchtige Duft von Blüten, so süß und schwer, dass er über die Dauer Kopfschmerzen verursachte. So ignorierten die meisten die bange Frage, was hungrig aus der Dunkelheit der Blätter auf das Schiff starren mochte und schliefen in ihren Hängematten. Nur einige wenige waren wach. Der Steuermann und der erste Heizer, wie auch Schnabelmayer, der gegen die Reling aus gewälztem Blech gelehnt saß und im Schein einer flackerneden Öllaterne Notizen in eine Reinschrift übertrug, einige Pflanzenexponate abzeichnete. Er unterbrach seine Arbeit, als er den trittlosen Schrittes seines Begleiters der ersten Stunde, mehr ahnte als wirklich hörte. Er sah auf und erblickte Sequoyah der zu ihm kam, die Augen in unbewusste Gewohnheit vom Licht abgewandt, um sie so nicht für die Nacht zu verderben. Wortlos, wie es seinem Wesen entsprach, setzte er sich mit überkreuzten Beinen neben Ignatz. Eine törichte Höflichkeitsfloskel, wie „Na noch wach?“, wäre an Sequoyah verschwendet gewesen, da er nicht dazu neigte das Offensichtlicher zu benennen. Der Professor beendete die Zeichnung eines fedrigen Farns und legte dann den Stift zurück in die Holzschatulle, in der derartige Utensilien aufzubewahren pflegte. Rauchen wir?<br />
Das bestätigte der andere mit einem knappen Nicken und nun folgte das Ritual, das Schnabelmayer inzwischen auswendig kannte. Die Pfeife wurde hervorgeholt und mit Tabak gestopft. Dann mit einem eigens dafür vorgesehenen Knochenstück ein Loch in die Stopfung gebohrt. Sequoyah brannte einen Spahn an der Flamme der Lampe an und paffte schnell ein paar Züge. Er ließ die Glut ausgehen und wiederholte den Vorgang, dieses Mal mit tieferem Einatmen. Dann stieß er den blauen Rauch durch Mund und Nase aus, was seinem markanten Gesicht das Aussehen eines Urwaldgötzen verlieh. Er übergab die Pfeife an Ignatz, der es ihm etwas zaghafter gleich tat. Die ersten Male hatte er sich die Lunge aus dem Hals gehustet und das obwohl er selbst kein Unbekannter in manchem Rauchsalon gewesen war. Aber das Kraut des Mannes von Denum 2 hatte es in sich. Inzwischen war er es gewohnt und genoss das kratzige Aroma nach Erde und würzigen Kräutern. Während er dem aufsteigenden Rauch nachsah, verweilten seine Gedanken bei dem Bild des Dschungelgötzen. Sie hatten auf den Wochen ihrer Reise in einigen Dörfern Station gemacht, auch wenn das Letzte bereits acht Tage zurück lag. Dörfer, die durch die Bemühungen von Missionaren fest im Glauben an den Gottkaiser verankert waren. Dennoch hatten die Eingeborenen ihnen nicht selten geschnitzte oder zuweilen sogar in Stein gehauene Teufelsfratzen gezeigt, die ein Dorf in einiger Umgebung umstanden. Die Dorfbewohner hatten ihnen erklärt, dass Dämonen und böse Geister, die sich der Siedlung nähern wollten, diese Abbilder von weiten sahen und meinen mussten, dass bereits ein anderer Unhold Anspruch auf dieses Gebiet erhob und sie deswegen wieder abzogen. Ein finsterer Aberglauben, den die Missionare aber scheinbar toleriert hatten, froh darüber den Heiden wenigstens die grundlegenden Begrifflichkeiten des Imperatorkultes beigebracht zu haben. Die Ausrottung solcher Abweichungen überließen sie dann mit konstanter Regelmäßigkeit ihren Nachfolgern. Die Götzenbilder waren in der Regel abstrakte Abwandlungen von menschlichen Figuren, denen die jeweiligen Künstler nur mehr Augen, Zähne oder überdimensionale Gesichtsattribute gegeben hatten. Was er jedoch im Dorf Belati von einem verrückten Alten gekauft hatte, der seinen Verstand an den von der Küste importierten Palmschnaps verloren hatte, wich von dieser Ikonographie ab. Wenn die Anthropologie auch ehr ein Steckpferd, denn seine eigentliche Passion für ihn war, so faszinierte ihn der Fetisch doch, denn er im Tausch für zwei Flaschen Whisky von dem Alten erhandelt hatte. Einem Impuls folgend griff er nach dem Faust großen Objekt, dass in einen Lappen gewickelt als Beschwerer für seine Aufzeichnungen diente und ersetzte ihn mit der Kiste für seine Schreibgeräte.<br />
Sieh dir das einmal an, mein Freund. Er schlug das Tuch auseinander und brachte eine Figurine aus schwarzem Gestein zum Vorschein. Dargestellt war ein chimärisches Wesen, dessen Unterleib der einer Schlange war und so der Oberkörper auch an den eines sehnigen Mannes gemahnte, erinnerte der Kopf doch wieder eher an den einer Schlange. Das Wesen hatte sechs Arme, die es sternenförmig ausgebreitet hielt. Jede Faust umklammert ein Schwert oder hatte es zumindest, denn vier waren bereit abgebrochen, zwei mit Teilen des Armes. Nicht abgebrochen war hingegen der erigierte Penis, der in fast aggressiver Form aufragte. Die Figur war augenscheinlich alt und wenn sie auch abgegriffen und durch häufige Berührung glatt poliert war, so konnte man doch die Kunstfertigkeit des Erschaffers unmöglich leugnen. Was hältst du von diesem Burschen hier? Immer noch auf dem Lappen gebettet, übergab er den Fetisch an Sequoyah, ebenso wie die Pfeife, damit er einen weiteren Zug tun konnte. Der Alte, von dem ich ihn getauscht habe, meinte er stammt aus dem Norden, tief aus dem Dschungel. Aber die Figur gleicht keinem der geschnitzten Götzen, die wir in den Dörfern gesehen haben. Meinst du ich bin einem Schwindel aufgesessen?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die grüne Hölle am XinHo]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=1014</link>
			<pubDate>Wed, 12 Jul 2017 17:55:35 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=1014</guid>
			<description><![CDATA[Über dem Außenschott verkündete ein Aufkleber, dass der dahinter liegende Außenbereich der einzige Platz wäre, an dem das Rauchen erlaubt sei. Des weiteren wurde noch einmal explizit rauf hingewiesen, dass es unter Strafe stand, an jedem anderen Ort des Schiffes zu rauchen. Allerdings war an den Genuss von Tabak- und Algenwaren ohnehin nicht zu denken. Der Ankerplatz an der Außenseite der Makropole, gerade so hoch, dass sich alle Abgase der unteren Ebenen hier sammelten, machte eine Nutzung einer Atemmaske unerlässlich. <br />
Dessen ungeachtet hatten sich einige Soldaten hier eingefunden, um den Start der Kottos zu verfolgen. Natürlich nur jene, die nicht zur Mannschaft gehörten und sich als Fracht bezeichnen mussten. <br />
Unter ihnen auch eine zierliche Frau, in einen Overall angetan und eine Einsatzweste, scheinbar nur aus Taschen bestehend. Weithin zu erkennen, dass sie keine Angehörige des Militärs war, selbst für jene, die das Wort "Presse“ welches auf einem Klebestreifen geschrieben und auf der Stirnpartie ihrer Atemmaske klebte, übersehen hätte. Der Wind, welcher von Abgasen und chemischen Dünsten geschwängert war, tobte sich an ihren roten Locken aus, so dass es schien, als stünde ihr Haupt in Flammen. Anders als die gepanzerten Masken der PVS, gestattete die ihre ihr volle Sicht, da sie gänzlich aus einer durchsichtigen Gesichtseinheit bestand. So konnte ein Beobachter nicht nur die braunen Augen sehen, sondern auch den Rest des dünnen, fast schon hageren Gesichts und die Nase, die ein klein wenig zu groß für das Gesicht zu sein schien. Betonte Wangenknochen und ein sanft geschwungener Mund vollendeten ihr Antlitz. Auch das sie ihre Tage nicht in der geschlossenen Isolation Gohmors verbracht hatte, erkannte man. Auf Nasenflügeln und Nasenrücken zeichneten sich Sommersprossen ab. Sie lehnte sich gerade weit über die Reling, um so einen Blick auf die Fluggondel zu erhaschen. Das Schiff war wahrlich gewaltig. <br />
Leider war die Raucherplattform unterhalb des überstehenden Landedecks angebracht. So konnten sie weder das Rollfeld, die zentralen Geschützbatterien oder den Kommandobereich sehen. Während Landefeld und Rumpf in schlichter, militärischer Funktionalität konstruiert wurden waren, war der Kommandobereich, also Brücke, Funkaufbauten, Steuerbereich und so weiter, im gotischen Stil gearbeitet, wie man ihn auch bei der Raumflotte des Imperiums fand. Freilich nicht annähernd so prachtvoll wie bei den Sternenschiffen der Menschheit, in Verbindung mit der schieren Größe des Luftschiffes, jedoch alle Mal ein Gefährt, dass die Menschen Korons mit Stolz erfüllte. Dies nun alles konnten die Zuschauer auf der Plattform wie gesagt nicht einsehen. <br />
Ihnen blieb ein Stück des Decks von unten, ein paar der Seitengeschütze, der glatte Rumpf, der lediglich von Rosttränen verziert war, wo diese an den Nieten hinab liefen. Schließlich den Manns dicken Ausleger, ab den irgendwo die Gondel hing. Die zierliche Frau ließ einen enttäuschten Schnalzer los und sah sich um. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Enschuldigung... Soldat!</span> <br />
Ein Mann, dem Rang nach ein Obergefreiter, deutete fragend auf seine Brust. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ja genau. Simone Tober mein Name.</span> Sie streckte ihm die Hand hin. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wie heißen sie?</span> <br />
„Kruger“ kam die knappe Antwort. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Freut mich ihre Bekanntschaft zu machen OG Kruger. Sein sie doch mal so gut und packen mich am Gürtel, ja? Damit ich was von der Gondel sehen kann.</span><br />
Sie drehte sich halb in der Hüfte und deutete auf den Ledergürtel, der durch die Schlaufen ihres grünen Overalls gezogen war und dem unförmigen Kleidungsstück wenigstens die Andeutung einer Taille verlieh. Sie zeigte ihm, wo er sie halte sollte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Über dem Außenschott verkündete ein Aufkleber, dass der dahinter liegende Außenbereich der einzige Platz wäre, an dem das Rauchen erlaubt sei. Des weiteren wurde noch einmal explizit rauf hingewiesen, dass es unter Strafe stand, an jedem anderen Ort des Schiffes zu rauchen. Allerdings war an den Genuss von Tabak- und Algenwaren ohnehin nicht zu denken. Der Ankerplatz an der Außenseite der Makropole, gerade so hoch, dass sich alle Abgase der unteren Ebenen hier sammelten, machte eine Nutzung einer Atemmaske unerlässlich. <br />
Dessen ungeachtet hatten sich einige Soldaten hier eingefunden, um den Start der Kottos zu verfolgen. Natürlich nur jene, die nicht zur Mannschaft gehörten und sich als Fracht bezeichnen mussten. <br />
Unter ihnen auch eine zierliche Frau, in einen Overall angetan und eine Einsatzweste, scheinbar nur aus Taschen bestehend. Weithin zu erkennen, dass sie keine Angehörige des Militärs war, selbst für jene, die das Wort "Presse“ welches auf einem Klebestreifen geschrieben und auf der Stirnpartie ihrer Atemmaske klebte, übersehen hätte. Der Wind, welcher von Abgasen und chemischen Dünsten geschwängert war, tobte sich an ihren roten Locken aus, so dass es schien, als stünde ihr Haupt in Flammen. Anders als die gepanzerten Masken der PVS, gestattete die ihre ihr volle Sicht, da sie gänzlich aus einer durchsichtigen Gesichtseinheit bestand. So konnte ein Beobachter nicht nur die braunen Augen sehen, sondern auch den Rest des dünnen, fast schon hageren Gesichts und die Nase, die ein klein wenig zu groß für das Gesicht zu sein schien. Betonte Wangenknochen und ein sanft geschwungener Mund vollendeten ihr Antlitz. Auch das sie ihre Tage nicht in der geschlossenen Isolation Gohmors verbracht hatte, erkannte man. Auf Nasenflügeln und Nasenrücken zeichneten sich Sommersprossen ab. Sie lehnte sich gerade weit über die Reling, um so einen Blick auf die Fluggondel zu erhaschen. Das Schiff war wahrlich gewaltig. <br />
Leider war die Raucherplattform unterhalb des überstehenden Landedecks angebracht. So konnten sie weder das Rollfeld, die zentralen Geschützbatterien oder den Kommandobereich sehen. Während Landefeld und Rumpf in schlichter, militärischer Funktionalität konstruiert wurden waren, war der Kommandobereich, also Brücke, Funkaufbauten, Steuerbereich und so weiter, im gotischen Stil gearbeitet, wie man ihn auch bei der Raumflotte des Imperiums fand. Freilich nicht annähernd so prachtvoll wie bei den Sternenschiffen der Menschheit, in Verbindung mit der schieren Größe des Luftschiffes, jedoch alle Mal ein Gefährt, dass die Menschen Korons mit Stolz erfüllte. Dies nun alles konnten die Zuschauer auf der Plattform wie gesagt nicht einsehen. <br />
Ihnen blieb ein Stück des Decks von unten, ein paar der Seitengeschütze, der glatte Rumpf, der lediglich von Rosttränen verziert war, wo diese an den Nieten hinab liefen. Schließlich den Manns dicken Ausleger, ab den irgendwo die Gondel hing. Die zierliche Frau ließ einen enttäuschten Schnalzer los und sah sich um. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Enschuldigung... Soldat!</span> <br />
Ein Mann, dem Rang nach ein Obergefreiter, deutete fragend auf seine Brust. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ja genau. Simone Tober mein Name.</span> Sie streckte ihm die Hand hin. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wie heißen sie?</span> <br />
„Kruger“ kam die knappe Antwort. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Freut mich ihre Bekanntschaft zu machen OG Kruger. Sein sie doch mal so gut und packen mich am Gürtel, ja? Damit ich was von der Gondel sehen kann.</span><br />
Sie drehte sich halb in der Hüfte und deutete auf den Ledergürtel, der durch die Schlaufen ihres grünen Overalls gezogen war und dem unförmigen Kleidungsstück wenigstens die Andeutung einer Taille verlieh. Sie zeigte ihm, wo er sie halte sollte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Einmal um die Welt]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=950</link>
			<pubDate>Thu, 12 Sep 2013 22:26:43 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=102"></a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<a href="http://www.board-4you.de/v63/boards/226/thread.php?sid=&amp;postid=17426#post17426" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Von hier kommend...</a><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bei allem Respekt, Kapitän! Es ist unabdingbar, dass sie mitkommt. Sie ist eine überaus wichtige Mitarbeiterin und ich kann ohne sie nicht fahren.</span><br />
Der hagere Mann mit der zerschlissenen Uniform schüttelte vehement den Kopf und seine verschränkten Arme unterstrichen diese Geste der Ablehnung noch zusätzlich.<br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ein Weib an Bord bringt nur Unglück.<br />
Über ihren wilden Diener kann ich hinwegsehen, ich bin selber schon mit solchen Burschen gefahren, aber die Frau betritt nicht die Planken der Moskito.</span><br />
Er ist nicht...</span> Igantz seufzte und schloss für einen Moment die Augen um sich zu sammeln. Hinter ihnen schleppten die Besatzungsmitglieder die Ausrüstung des Professors auf das Schiff. Sequoyah packte kräftig mit an und schien sich nicht an den neugierigen Blicken der Matrosen zu stören. Larry hingegen stand etwas verloren am Kai, die Arme um die Brust verschränkt um sich gegen den nass-kalten Wind der See zu schützen.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kapitän... sie und ich, wir sind doch vernünftige Männer. Männer denen es ums Geschäft geht. Ich respektiere ihre Prinzipien und kann ich sie auch nicht gänzlich nachvollziehen, so werde ich mich danach richten. Aber überlegen sie doch. Sollte das Vorhaben wirklich an so etwas lapidaren scheitern, dann entgeht mir eine Expedition und ihnen schnelles Geld. Bedenken sie das, bei der momentanen Lage für Seeleute. Wie ich sehe gehen sie fast ohne Ladung auf Reisen. Die Meere sind kein sicherer Ort, dieser Tage.</span> Der Kapitän schnaubte verächtlich. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zumindest erscheint es wohl vielen so. Wollen sie wirklich auf den Lohn verzichten und sich dann bald daran beteiligen unterversorgte Frachtschiffe zu entladen? Ich bitte sie...</span><br />
Mit finsterer Miene musterte der Kommandant der Moskito Larry und schien seine überlieferten Traditionen gegen den Batzen verlorenen Geldes abzuwägen. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Also schön... sie kann mit. Aber ich habe Bedingungen für die Reise. Sie verlässt ihre Kabine nur wenn es für ihre Forschungen wichtig werden sollte. Außerdem hat sie sich züchtig zu kleiden, also keine Sonnenbäder an Deck und knappen Kleidchen uns so etwas. Verstanden?</span> </span><br />
Ignatz legte feierlich die Hand zum Schwur auf das Herz<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vollkommen, Kapitän. Ich werde ihrem leichtfertigen Mädchengemüt ins Gewissen reden.</span><br />
Der Seemann nickte und machte sich dann daran seine Untergebenen anzubrüllen.<br />
Ignatz grinste hinter seinem Rücken und winkte Larry zu sich.  <br />
Ein wenig unsicher betrat die junge Frau die Planke und kam zu ihm. <br />
Die Moskito war eines jener Schiffe, das im Vergleich mit modernen Fabrikaten hoffnungslos veraltet anmutete. Getrieben mit der Kraft des Windes und einer Dampfmaschine, war es dennoch ein bewährtes Konzept, welches in der Seefahrtgeschichte Korons genauso seine Berechtigung hatte wie Atomenergie und Plasmareaktoren. Das Schiff war unzweifelhaft alt, doch in einem guten Zustand. Der Rumpf zeigte sich weiß lackiert, bis unter die Reling. Den schlanken Schiffskörper zierten vorne, mitschiffs und hinten Masten, auf dem mittleren Aufbau ragte der Schornstein empor. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Larry, meine Liebe. Kommen sie...</span> Er reichte der Frau eine Hand, mehr Geste als wirkliche Hilfe. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sie sehen aus wie jemand, der das erste mal an Bord eines Schiffes ist. Nun so wird es wohl auch sein, nicht wahr? Sie lassen die große Stadt hinter sich und tauschen sie gegen die noch viel größere Welt.<br />
Ich zeige ihnen die Kabine...</span>   <br />
Sie hielten auf den Schiffsaufbau zu und machten einigen Männern Platz, die sich mit einer hölzernen Kiste abplagten. Dann betraten sie das niedrige Dunkel der Moskito. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ihre Kabine ist gleich hier, gegenüber der Sequoyahs und mir. Sie haben das Privileg eines Einzelzimmers. Wenn sie also etwas umtreibt, zögern sie nicht uns aufzusuchen.</span> Er öffnete die Kabinentür. Dahinter lag ein schmaler Raum mit einem Bullauge. Eine Kiste, ein an der Wand verschraubter Tisch und eine Pritsche stellten die gesamten Ausstattung dar.  <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Da wäre noch eine Kleinigkeit. Ich musste dem Kapitän versprechen, das sie seinen Männern keine schönen Augen machen. Er ist ein sehr abergläubischer Mann, verstehen sie? Er meint das Frauen an Bord Unglück brächten. Albern ich weiß, aber tun sie mir den Gefallen und provozieren sie nichts was seinen Unmut erregen könnte. <br />
Und da ist noch etwas, über das ich mit ihnen sprechen wollte... </span>er suchte sichtlich nach den passenden Worten. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Es geht um das, was auf der Party dieses reichen Schnösels passiert ist. Ihre... ihre Fähigkeiten. Was wissen sie darüber? Für wie gefährlich erachten sie dieser?</span><br />
<br />
[CENTER]<a href="http://www.imagebanana.com/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="http://i.imagebanana.com/img/qix7ir0q/zv9012.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: zv9012.jpg]" class="mycode_img" /></a>[/CENTER]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.board-4you.de/v63/boards/226/thread.php?sid=&amp;postid=17426#post17426" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Von hier kommend...</a><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bei allem Respekt, Kapitän! Es ist unabdingbar, dass sie mitkommt. Sie ist eine überaus wichtige Mitarbeiterin und ich kann ohne sie nicht fahren.</span><br />
Der hagere Mann mit der zerschlissenen Uniform schüttelte vehement den Kopf und seine verschränkten Arme unterstrichen diese Geste der Ablehnung noch zusätzlich.<br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ein Weib an Bord bringt nur Unglück.<br />
Über ihren wilden Diener kann ich hinwegsehen, ich bin selber schon mit solchen Burschen gefahren, aber die Frau betritt nicht die Planken der Moskito.</span><br />
Er ist nicht...</span> Igantz seufzte und schloss für einen Moment die Augen um sich zu sammeln. Hinter ihnen schleppten die Besatzungsmitglieder die Ausrüstung des Professors auf das Schiff. Sequoyah packte kräftig mit an und schien sich nicht an den neugierigen Blicken der Matrosen zu stören. Larry hingegen stand etwas verloren am Kai, die Arme um die Brust verschränkt um sich gegen den nass-kalten Wind der See zu schützen.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kapitän... sie und ich, wir sind doch vernünftige Männer. Männer denen es ums Geschäft geht. Ich respektiere ihre Prinzipien und kann ich sie auch nicht gänzlich nachvollziehen, so werde ich mich danach richten. Aber überlegen sie doch. Sollte das Vorhaben wirklich an so etwas lapidaren scheitern, dann entgeht mir eine Expedition und ihnen schnelles Geld. Bedenken sie das, bei der momentanen Lage für Seeleute. Wie ich sehe gehen sie fast ohne Ladung auf Reisen. Die Meere sind kein sicherer Ort, dieser Tage.</span> Der Kapitän schnaubte verächtlich. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zumindest erscheint es wohl vielen so. Wollen sie wirklich auf den Lohn verzichten und sich dann bald daran beteiligen unterversorgte Frachtschiffe zu entladen? Ich bitte sie...</span><br />
Mit finsterer Miene musterte der Kommandant der Moskito Larry und schien seine überlieferten Traditionen gegen den Batzen verlorenen Geldes abzuwägen. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Also schön... sie kann mit. Aber ich habe Bedingungen für die Reise. Sie verlässt ihre Kabine nur wenn es für ihre Forschungen wichtig werden sollte. Außerdem hat sie sich züchtig zu kleiden, also keine Sonnenbäder an Deck und knappen Kleidchen uns so etwas. Verstanden?</span> </span><br />
Ignatz legte feierlich die Hand zum Schwur auf das Herz<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Vollkommen, Kapitän. Ich werde ihrem leichtfertigen Mädchengemüt ins Gewissen reden.</span><br />
Der Seemann nickte und machte sich dann daran seine Untergebenen anzubrüllen.<br />
Ignatz grinste hinter seinem Rücken und winkte Larry zu sich.  <br />
Ein wenig unsicher betrat die junge Frau die Planke und kam zu ihm. <br />
Die Moskito war eines jener Schiffe, das im Vergleich mit modernen Fabrikaten hoffnungslos veraltet anmutete. Getrieben mit der Kraft des Windes und einer Dampfmaschine, war es dennoch ein bewährtes Konzept, welches in der Seefahrtgeschichte Korons genauso seine Berechtigung hatte wie Atomenergie und Plasmareaktoren. Das Schiff war unzweifelhaft alt, doch in einem guten Zustand. Der Rumpf zeigte sich weiß lackiert, bis unter die Reling. Den schlanken Schiffskörper zierten vorne, mitschiffs und hinten Masten, auf dem mittleren Aufbau ragte der Schornstein empor. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Larry, meine Liebe. Kommen sie...</span> Er reichte der Frau eine Hand, mehr Geste als wirkliche Hilfe. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sie sehen aus wie jemand, der das erste mal an Bord eines Schiffes ist. Nun so wird es wohl auch sein, nicht wahr? Sie lassen die große Stadt hinter sich und tauschen sie gegen die noch viel größere Welt.<br />
Ich zeige ihnen die Kabine...</span>   <br />
Sie hielten auf den Schiffsaufbau zu und machten einigen Männern Platz, die sich mit einer hölzernen Kiste abplagten. Dann betraten sie das niedrige Dunkel der Moskito. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ihre Kabine ist gleich hier, gegenüber der Sequoyahs und mir. Sie haben das Privileg eines Einzelzimmers. Wenn sie also etwas umtreibt, zögern sie nicht uns aufzusuchen.</span> Er öffnete die Kabinentür. Dahinter lag ein schmaler Raum mit einem Bullauge. Eine Kiste, ein an der Wand verschraubter Tisch und eine Pritsche stellten die gesamten Ausstattung dar.  <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Da wäre noch eine Kleinigkeit. Ich musste dem Kapitän versprechen, das sie seinen Männern keine schönen Augen machen. Er ist ein sehr abergläubischer Mann, verstehen sie? Er meint das Frauen an Bord Unglück brächten. Albern ich weiß, aber tun sie mir den Gefallen und provozieren sie nichts was seinen Unmut erregen könnte. <br />
Und da ist noch etwas, über das ich mit ihnen sprechen wollte... </span>er suchte sichtlich nach den passenden Worten. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Es geht um das, was auf der Party dieses reichen Schnösels passiert ist. Ihre... ihre Fähigkeiten. Was wissen sie darüber? Für wie gefährlich erachten sie dieser?</span><br />
<br />
[CENTER]<a href="http://www.imagebanana.com/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="http://i.imagebanana.com/img/qix7ir0q/zv9012.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: zv9012.jpg]" class="mycode_img" /></a>[/CENTER]]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Prensis]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=839</link>
			<pubDate>Sun, 01 Apr 2012 16:25:40 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=226"></a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Lage</span><br />
Nördlich von <a href="http://www.bilder-hochladen.net/files/7b0y-1s-jpg.html" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Kallis</a> gelegen und umgeben von mehreren Feldern auf denen Gemüse, Obst und Getreide angebaut wird.<br />
Prensis liegt an einem Gebirgshang gelegen, weiter unten liegen die Häuser der Bauern und Handwerker, durch mehrere Pfade kommt man den Berg hoch zu weiteren Ebenen. Umso höher die Ebene umso wichtiger der Ort, auf der 1. Ebene liegen Lagerhäuser, auf der 2. Ebene liegen die Verwaltungsgebäude, die Kirche des Adeptus Ministorum und das Rathaus. Auf der 3. und letzten Ebene liegt das Anwesen von Frederik Orsius, dem Verwalter der Stadt im Namen des Hauses Orsius<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Militärische Stärke</span><br />
Bis auf eine 20 Mann starke Polizei die mit einfachen Revolvern ausgerüstet sind und den Söldnern von Frederik gibt es keine echte Militärmacht im Dorf.<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Besonderheiten:</span><br />
Der Technische Stand der Bewohner liegt auf dem der Dampfmaschine, Laserwaffen und Neumodischere Technologie ist selten und teuer.<br />
Fast alle Bewohner beten insgeheim das Ungeteilte Chaos an, nach außen würde jedoch keiner auch nur einen Funken der Korruption sehen, die Stadt wirkt wie ein perfektes Beispiel Imperialen Geistes.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Lage</span><br />
Nördlich von <a href="http://www.bilder-hochladen.net/files/7b0y-1s-jpg.html" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Kallis</a> gelegen und umgeben von mehreren Feldern auf denen Gemüse, Obst und Getreide angebaut wird.<br />
Prensis liegt an einem Gebirgshang gelegen, weiter unten liegen die Häuser der Bauern und Handwerker, durch mehrere Pfade kommt man den Berg hoch zu weiteren Ebenen. Umso höher die Ebene umso wichtiger der Ort, auf der 1. Ebene liegen Lagerhäuser, auf der 2. Ebene liegen die Verwaltungsgebäude, die Kirche des Adeptus Ministorum und das Rathaus. Auf der 3. und letzten Ebene liegt das Anwesen von Frederik Orsius, dem Verwalter der Stadt im Namen des Hauses Orsius<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Militärische Stärke</span><br />
Bis auf eine 20 Mann starke Polizei die mit einfachen Revolvern ausgerüstet sind und den Söldnern von Frederik gibt es keine echte Militärmacht im Dorf.<br />
<span style="text-decoration: underline;" class="mycode_u">Besonderheiten:</span><br />
Der Technische Stand der Bewohner liegt auf dem der Dampfmaschine, Laserwaffen und Neumodischere Technologie ist selten und teuer.<br />
Fast alle Bewohner beten insgeheim das Ungeteilte Chaos an, nach außen würde jedoch keiner auch nur einen Funken der Korruption sehen, die Stadt wirkt wie ein perfektes Beispiel Imperialen Geistes.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Krähennest]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=811</link>
			<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 23:07:13 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=14"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=811</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size"><span style="color: green;" class="mycode_color">Am Himmel über Kallis </span><br />
</span><br />
<br />
Sachte korrigierte Schrekt'Orn die Flughöhe als ihm der umgeschaltete Sensor das Näherkommen an einen Kreis sich überlappender Funkfeuer signalisierte. Die hochwertigen Tasteranlagen des kleinen Schiffes hatten ihn in den vier Stunden die er jetzt schon unterwegs war bereits ein paar Mal vor der Entdeckung bewahrt. Die Karte auf seinen Knien hatte den weiteren Teil dazu beigetragen. Der Echsenmann hatte sie einem Schmuggler abgehandelt, welcher Stein und Bein schwor sie enthielte alle Flugrouten und Alarmfelder der Luftüberwachung des Planeten. <br />
Über die Authentizität in der Umgebung Gohmors war der Xeno auch nicht im Zweifel gewesen, doch je weiter er sich aus dem Gebiet der Makropole entfernte um so ungenauer wurde das Dokument. <br />
Schrekt'Orn neigte die Maschine leicht und blickte aus der Kanzel. Langsam dämmerte der Tag und er konnte unter sich das dunkle Band eines gewaltigen Flusses ausmachen, welches sich als hellerer Streifen durch das große Dunkel des Dschungels schlängelte. <br />
Es wäre natürlich reiner Selbstmord gewesen sich direkt in den Weltraum aufzumachen. Das Netz der Überwachung war schon auf dem Planeten überaus engmaschig, zu versuchen ohne exakte, aktuelle Codes den Ring aus Raumschiffen um die Welt zu durchbrechen hieß die eigene Chance auf Null zu setzten.   <br />
Seine Hoffnung wurde nun von einem roten Kreis symbolisiert, welcher auf der Karte des Schmugglers mitten in der grünen Hölle gesetzt war und scheinbar gar keinen Bezug hatte. Weder gab es eine Siedlung in der Nähe, noch eine größere Straße. Einzig eine Flussbiegung gab einen kleinen Anhaltspunkt das an dieser Stelle überhaupt etwas von Bedeutung existieren mochte. <br />
Ein Signalton informierte ihn das er eine Radarzone verließ und sagte damit auch aus das er die Grenze nach Kallis überflog. Eine Region die man in den blumigen Metaphern der Menschen als das lichtlose Herz Korons beschrieb. Eine urwüchsige Region, wo die Mächtigen dieser Welt wenig Einfluss hatten, teils wegen der ördlichen Gegebenheiten, teils aus Desinteresse an der unterentwickelten Region. Raubbau gab es natürlich auch hier, doch wenn man so aus der Vogelperspektive herab schaute konnte man sich fast der Illusion hingeben hier würde nicht das gleiche passieren wie mit dem Rest des Planeten. Das war zwar Unsinn, aber trotzdem eine angenehme Vorstellung. <br />
Schrekt'Orn lehnte sich auf der Kommandoliege zurück und schaltete auf Autopilot. Die nächsten zwei Stunden bestand die einzige Gefahr in zufälligen Patrouillienflügen und die waren nicht nur sehr unwahrscheinlich, auch die Sensoren würden rechtzeitig genug Alarm geben.<br />
Der Nichtmensch nahm die Hände von der Steuerung, verschränkte die Arme vor der Brust und schloss die Augen.<br />
<br />
Wird fortgesetzt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size"><span style="color: green;" class="mycode_color">Am Himmel über Kallis </span><br />
</span><br />
<br />
Sachte korrigierte Schrekt'Orn die Flughöhe als ihm der umgeschaltete Sensor das Näherkommen an einen Kreis sich überlappender Funkfeuer signalisierte. Die hochwertigen Tasteranlagen des kleinen Schiffes hatten ihn in den vier Stunden die er jetzt schon unterwegs war bereits ein paar Mal vor der Entdeckung bewahrt. Die Karte auf seinen Knien hatte den weiteren Teil dazu beigetragen. Der Echsenmann hatte sie einem Schmuggler abgehandelt, welcher Stein und Bein schwor sie enthielte alle Flugrouten und Alarmfelder der Luftüberwachung des Planeten. <br />
Über die Authentizität in der Umgebung Gohmors war der Xeno auch nicht im Zweifel gewesen, doch je weiter er sich aus dem Gebiet der Makropole entfernte um so ungenauer wurde das Dokument. <br />
Schrekt'Orn neigte die Maschine leicht und blickte aus der Kanzel. Langsam dämmerte der Tag und er konnte unter sich das dunkle Band eines gewaltigen Flusses ausmachen, welches sich als hellerer Streifen durch das große Dunkel des Dschungels schlängelte. <br />
Es wäre natürlich reiner Selbstmord gewesen sich direkt in den Weltraum aufzumachen. Das Netz der Überwachung war schon auf dem Planeten überaus engmaschig, zu versuchen ohne exakte, aktuelle Codes den Ring aus Raumschiffen um die Welt zu durchbrechen hieß die eigene Chance auf Null zu setzten.   <br />
Seine Hoffnung wurde nun von einem roten Kreis symbolisiert, welcher auf der Karte des Schmugglers mitten in der grünen Hölle gesetzt war und scheinbar gar keinen Bezug hatte. Weder gab es eine Siedlung in der Nähe, noch eine größere Straße. Einzig eine Flussbiegung gab einen kleinen Anhaltspunkt das an dieser Stelle überhaupt etwas von Bedeutung existieren mochte. <br />
Ein Signalton informierte ihn das er eine Radarzone verließ und sagte damit auch aus das er die Grenze nach Kallis überflog. Eine Region die man in den blumigen Metaphern der Menschen als das lichtlose Herz Korons beschrieb. Eine urwüchsige Region, wo die Mächtigen dieser Welt wenig Einfluss hatten, teils wegen der ördlichen Gegebenheiten, teils aus Desinteresse an der unterentwickelten Region. Raubbau gab es natürlich auch hier, doch wenn man so aus der Vogelperspektive herab schaute konnte man sich fast der Illusion hingeben hier würde nicht das gleiche passieren wie mit dem Rest des Planeten. Das war zwar Unsinn, aber trotzdem eine angenehme Vorstellung. <br />
Schrekt'Orn lehnte sich auf der Kommandoliege zurück und schaltete auf Autopilot. Die nächsten zwei Stunden bestand die einzige Gefahr in zufälligen Patrouillienflügen und die waren nicht nur sehr unwahrscheinlich, auch die Sensoren würden rechtzeitig genug Alarm geben.<br />
Der Nichtmensch nahm die Hände von der Steuerung, verschränkte die Arme vor der Brust und schloss die Augen.<br />
<br />
Wird fortgesetzt.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Trassengrad Vollzugs- und Besserungsanstalt AG Untere Levels]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=593</link>
			<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 13:04:35 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=593</guid>
			<description><![CDATA[Wesentlich tiefer gelegen als den meisten Menschen bekannt war, etwa fünf Stockwerke unterhalb der eigentlichen Haftanstalt, befanden sich weitläufige Kammern, Hallen, angefüllt mit gewaltigen metallischen Behältnissen. Schubladen, welche allein dem Zweck dienten primär kontaminierte Leichen aufzunehmen. Zwei dieser Laden waren eben erst geöffnet worden, ihr Inhalt wurde mittels einer verschiebbaren Schienen herausgezogen, eine stählerne Liegefläche, auf beiden lag jeweils eine einzelne Person, nackt, doch ansonsten unangetastet, mit Ausnahme einiger weniger Stichverletzungen entlang der Armbeugen. Dünne Stiche, wie von Nadeln, wie von Menschen welche zulange irgendwelche illegalen Stoffe genossen hatten. Doch dies stimmte nur bedingt. Noch dazu waren diese beiden Männer nicht einmal gänzlich tot, allein ihre Vitalfunktionen schlummerten auf einem kaum wahrnehmbaren Niveau. Doch dies sollte sich rasch ändern. Bereits jetzt werkelte ein einzelner emsiger Mitarbeiter in einem Schutzanzug vorrangig an Subjekt 481h, der nicht einsehbaren Kartei gemäß ein gewisser Harold, Dave. Er verabreichte dem Mann eine durchsichtige Lösung, ehe er weiter Schritt und dies bei Subjekt 973b wiederholte, Jagondar, Karlef. Schon bald würden die beiden bezahlten Attentäter aus ihrem Dornröschenschlummer erwachen, dessen war er sich sicher, weshalb er auch sicher stellte das die beiden unmittelbar daran das dritte Fach erspähen würden, in welchem ihre vormalige Ausrüstung geschmuggelt worden war und zwar innerhalb eines Leichnams. Er legte die Notiz dem ausgestreckt liegenden Harold in die Hand, schritt dann auf die etwa zweihundert Meter entfernte Sicherheitstür zu. Wohl ungefähr siebzehn Minuten, wie er sinnierte, dann müssten sie wohl wieder fit sein…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wesentlich tiefer gelegen als den meisten Menschen bekannt war, etwa fünf Stockwerke unterhalb der eigentlichen Haftanstalt, befanden sich weitläufige Kammern, Hallen, angefüllt mit gewaltigen metallischen Behältnissen. Schubladen, welche allein dem Zweck dienten primär kontaminierte Leichen aufzunehmen. Zwei dieser Laden waren eben erst geöffnet worden, ihr Inhalt wurde mittels einer verschiebbaren Schienen herausgezogen, eine stählerne Liegefläche, auf beiden lag jeweils eine einzelne Person, nackt, doch ansonsten unangetastet, mit Ausnahme einiger weniger Stichverletzungen entlang der Armbeugen. Dünne Stiche, wie von Nadeln, wie von Menschen welche zulange irgendwelche illegalen Stoffe genossen hatten. Doch dies stimmte nur bedingt. Noch dazu waren diese beiden Männer nicht einmal gänzlich tot, allein ihre Vitalfunktionen schlummerten auf einem kaum wahrnehmbaren Niveau. Doch dies sollte sich rasch ändern. Bereits jetzt werkelte ein einzelner emsiger Mitarbeiter in einem Schutzanzug vorrangig an Subjekt 481h, der nicht einsehbaren Kartei gemäß ein gewisser Harold, Dave. Er verabreichte dem Mann eine durchsichtige Lösung, ehe er weiter Schritt und dies bei Subjekt 973b wiederholte, Jagondar, Karlef. Schon bald würden die beiden bezahlten Attentäter aus ihrem Dornröschenschlummer erwachen, dessen war er sich sicher, weshalb er auch sicher stellte das die beiden unmittelbar daran das dritte Fach erspähen würden, in welchem ihre vormalige Ausrüstung geschmuggelt worden war und zwar innerhalb eines Leichnams. Er legte die Notiz dem ausgestreckt liegenden Harold in die Hand, schritt dann auf die etwa zweihundert Meter entfernte Sicherheitstür zu. Wohl ungefähr siebzehn Minuten, wie er sinnierte, dann müssten sie wohl wieder fit sein…]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Trassengrad Vollzugs- und Besserungsanstalt AG]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=592</link>
			<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 22:21:42 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=592</guid>
			<description><![CDATA[Weiß. Diese entsetzliche Reflexion. Überall, egal in welchen Winkel der Augenball sich drehte. Der Raum war makellos blütenweiß, ausgekachelt, ja selbst das Fugenmittel war perlweiß wie lackiertes Alabaster oder Perlmuteinlagen. Der rechteckige Türstock versank regelrecht in seiner Umgebung, war kaum wahrnehmbar. Allein dieser unausstehliche Gestank nach Sterilität, nach chemischen Säuberungsmitteln. Und dann waren da noch die grell strahlenden Scheinwerfer in den symmetrischen Ecken des Raums, gleichsam einem Flutlicht, der Schatten des Mannes warf sich in vier unterschiedliche Richtungen gleichzeitig, ein schwächer werdendes Abbild. Man hatte ihn in einen orangefarbenen Overall gezwängt, sein Leib wies unterschiedliche Blutergüsse und blaue Flecken auf, seine Armbeugen waren angeschwollen und verfärbt, einige Nadelstiche waren darin deutlich erkennbar. Man hatte ihm überdies eine schwarze Tüte übergestreift, während seine Hände innerhalb metallischer Spangen an die Lehne des schweren Sessels “gekettet” waren. Sein Atem wirkte regelmäßig, seine Schweißproduktion allerdings erhöht. Eine Gestalt trat hinzu, in einen ebenso penetrant weißen Kittel gehüllt wie die restliche Umgebung, ein irisierender Fleck inmitten eines ohnehin monotonen Universums. Der schwarze Beutel wurde heruntergezogen. Erst nun entpuppte sich ein ihm gegenüberliegender Sessel von ebensolcher Beschaffenheit, in welchen allerdings eine gleichartig gekleidete weibliche Gestalt saß. Ihr seidiges Haar thronte majestätisch als Kontrast wieder die penetrante Korona. Die dritte Person, der Weißkittel, stand im etwa im Zenit zwischen ihnen beiden. Sie schien etwas in Händen zu halten, reagierte aber ansonsten nicht maßgeblich auf einen der beiden.<br />
<br />
<span style="color: royalblue;" class="mycode_color">“Subjekte 247b und 371a sind gegenwärtig zum Bewusstsein gekommen. Sie weisen keinerlei abweichende Vitalfunktionen auf, wirken allerdings bei psychologischer Betrachtung “angespannt”. Die geringe Dosis des Sedativums scheint nachzulassen noch während ich diese Worte aufnehme”</span>, ein mechanisches Knistern, wie von einem Diktiergerät erschallte, während die Person offenbar den Finger von “Rekord” nahm, dann wieder darauf absetzte, <span style="color: royalblue;" class="mycode_color">“Punkt 22:30, Observation positiv, Beginne mit Befragung der Subjekte unter Gegenüberstellung. Ich wünsche einen angenehmen guten Abend, Herrschaften. Ich hoffe Sie haben während Ihres Transits nicht übermäßige Schmerzen erdulden müssen? Dies wäre überaus kontraproduktiv für meine Arbeiten, wenn Sie verstehen.”</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Weiß. Diese entsetzliche Reflexion. Überall, egal in welchen Winkel der Augenball sich drehte. Der Raum war makellos blütenweiß, ausgekachelt, ja selbst das Fugenmittel war perlweiß wie lackiertes Alabaster oder Perlmuteinlagen. Der rechteckige Türstock versank regelrecht in seiner Umgebung, war kaum wahrnehmbar. Allein dieser unausstehliche Gestank nach Sterilität, nach chemischen Säuberungsmitteln. Und dann waren da noch die grell strahlenden Scheinwerfer in den symmetrischen Ecken des Raums, gleichsam einem Flutlicht, der Schatten des Mannes warf sich in vier unterschiedliche Richtungen gleichzeitig, ein schwächer werdendes Abbild. Man hatte ihn in einen orangefarbenen Overall gezwängt, sein Leib wies unterschiedliche Blutergüsse und blaue Flecken auf, seine Armbeugen waren angeschwollen und verfärbt, einige Nadelstiche waren darin deutlich erkennbar. Man hatte ihm überdies eine schwarze Tüte übergestreift, während seine Hände innerhalb metallischer Spangen an die Lehne des schweren Sessels “gekettet” waren. Sein Atem wirkte regelmäßig, seine Schweißproduktion allerdings erhöht. Eine Gestalt trat hinzu, in einen ebenso penetrant weißen Kittel gehüllt wie die restliche Umgebung, ein irisierender Fleck inmitten eines ohnehin monotonen Universums. Der schwarze Beutel wurde heruntergezogen. Erst nun entpuppte sich ein ihm gegenüberliegender Sessel von ebensolcher Beschaffenheit, in welchen allerdings eine gleichartig gekleidete weibliche Gestalt saß. Ihr seidiges Haar thronte majestätisch als Kontrast wieder die penetrante Korona. Die dritte Person, der Weißkittel, stand im etwa im Zenit zwischen ihnen beiden. Sie schien etwas in Händen zu halten, reagierte aber ansonsten nicht maßgeblich auf einen der beiden.<br />
<br />
<span style="color: royalblue;" class="mycode_color">“Subjekte 247b und 371a sind gegenwärtig zum Bewusstsein gekommen. Sie weisen keinerlei abweichende Vitalfunktionen auf, wirken allerdings bei psychologischer Betrachtung “angespannt”. Die geringe Dosis des Sedativums scheint nachzulassen noch während ich diese Worte aufnehme”</span>, ein mechanisches Knistern, wie von einem Diktiergerät erschallte, während die Person offenbar den Finger von “Rekord” nahm, dann wieder darauf absetzte, <span style="color: royalblue;" class="mycode_color">“Punkt 22:30, Observation positiv, Beginne mit Befragung der Subjekte unter Gegenüberstellung. Ich wünsche einen angenehmen guten Abend, Herrschaften. Ich hoffe Sie haben während Ihres Transits nicht übermäßige Schmerzen erdulden müssen? Dies wäre überaus kontraproduktiv für meine Arbeiten, wenn Sie verstehen.”</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Absturzstelle der Greif Beta]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=589</link>
			<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 17:45:30 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=589</guid>
			<description><![CDATA[In seiner unbändigsten Majestät weiteten sich die schier endlosen Dünenebenen der See über den Horizont aus. Die geographische Lokalisation war absolut makellos, um nicht zu sagen unfehlbar in ihrer Präzision, dies war die bestimmte Absturzstelle der GLS Greif, welche in etwa 250 Metern tiefe unterhalb des Meeresspiegels unmittelbar vor der Uferpromenade Trostheims abgestürzt sein musste. Technisches Versagen, wie es bereits mehrmals über die diversen Funkkanäle geheißen hatte, keinerlei größere Schäden, mit Ausnahme eines “Absturzes”, vermutlich ein rudimentärer Systemfehler, möglicherweise auch schlicht menschliches Versagen. Genaueres konnte niemand sagen, nicht einmal was die GLS Greif hier überhaupt machte, die ganze Sache stank nach “Geheimhaltung” und nach Verrat, aber gewöhnliche Schiffskapitäne wurden niemals gefragt, nicht in solchen Belangen, also stand Kapitän Luitpold zu Wesren recht unbehaglich am Bug seines Schiffes und starrte in die dunkelsten Winkel seiner geliebten Heimatwelt, in den etwa 9000 Meter Tiefen Trochianus-Graben. In den untersten Gewässern dieses Weltennarbe würde es gar noch prähistorische Bestien geben, meinten anerkannten Zoologen und Archäologen sprachen von sagenhaften Schätzen, welche im Laufe der Jahrhunderte wohl an dieser Stelle versenkt worden waren, entweder freiwillig oder unfreiwillig. Man sprach von kolonialen Schatzfrachtern, welche oftmals über die alte Handelsroute kamen und durch ungeschlachte Piratengruppen allzu schnell versenkt worden waren, ohne die kostbare Fracht noch bergen zu können. Das Pfeifchen in seinem Mundwinkel verschob sich millimeterweise, während er einerseits mit der Hand abschirmend, andererseits den Tabak entzündend dastand, einige bläuliche Kreiselspiele auspaffend. Die Koordinaten waren definitiv die richtigen, selbst wenn es hier keinerlei Auffälligkeiten, nicht einmal Wrackteile gab, welche auch nur das geringste über einen tatsächlichen Absturz hingewiesen hatten. Aber der Geheimdienst, ja der gute alte Geheimdienst, wusste doch alles besser. Wenn also einer von diesen Schreibtischtätern vom Administratorum Emissarius wollte das hier ein Panzerkreuzer nach dem Rechten sah, dann war das eben mal so. Selbst wenn er persönlich dieses Vorgehen für etwas überzogen hielt, darüber hinaus hatte man noch ein besonderes Gesuch gestellt. Nämlich das eine ganze Kompanie, jawohl eine ganze verdammte Kompanie, aus der Straflegion hier auf sein Schiff kommen sollte, und namentlich sogar die Dreizehnte aus der “Ewigen Sühne”. Dies schmeckte ihm ernsthaft nicht, darüber konnte nicht einmal der aromatisierte Tabak hinwegtäuschen, wie er befand und angeekelt ausspuckte. Vor allem, wozu bediente man sich einer Strafkompanie um ein Schiff zu bergen, wo dies doch ein rein technischer, mechanischer Vorgang war, vor allem aus einer derartigen Tiefe, dies erforderte Experten, keine abgeurteilten Gefangenen. Verdammt sollten sie doch alle sein, diese Bürokraten und diese Politiker die meinten alles wäre so wichtig. Und das man ihm, dem Kapitän, nichts davon mitzuteilen gedachte, das ärgerte ihn noch am meisten. Aber er würde schon noch dahinter kommen, was hier eigentlich los war, und wenn er dem Konteradmiral höchstpersönlich diese vermaledeiten Informationen aus der Nase ziehen musste!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[In seiner unbändigsten Majestät weiteten sich die schier endlosen Dünenebenen der See über den Horizont aus. Die geographische Lokalisation war absolut makellos, um nicht zu sagen unfehlbar in ihrer Präzision, dies war die bestimmte Absturzstelle der GLS Greif, welche in etwa 250 Metern tiefe unterhalb des Meeresspiegels unmittelbar vor der Uferpromenade Trostheims abgestürzt sein musste. Technisches Versagen, wie es bereits mehrmals über die diversen Funkkanäle geheißen hatte, keinerlei größere Schäden, mit Ausnahme eines “Absturzes”, vermutlich ein rudimentärer Systemfehler, möglicherweise auch schlicht menschliches Versagen. Genaueres konnte niemand sagen, nicht einmal was die GLS Greif hier überhaupt machte, die ganze Sache stank nach “Geheimhaltung” und nach Verrat, aber gewöhnliche Schiffskapitäne wurden niemals gefragt, nicht in solchen Belangen, also stand Kapitän Luitpold zu Wesren recht unbehaglich am Bug seines Schiffes und starrte in die dunkelsten Winkel seiner geliebten Heimatwelt, in den etwa 9000 Meter Tiefen Trochianus-Graben. In den untersten Gewässern dieses Weltennarbe würde es gar noch prähistorische Bestien geben, meinten anerkannten Zoologen und Archäologen sprachen von sagenhaften Schätzen, welche im Laufe der Jahrhunderte wohl an dieser Stelle versenkt worden waren, entweder freiwillig oder unfreiwillig. Man sprach von kolonialen Schatzfrachtern, welche oftmals über die alte Handelsroute kamen und durch ungeschlachte Piratengruppen allzu schnell versenkt worden waren, ohne die kostbare Fracht noch bergen zu können. Das Pfeifchen in seinem Mundwinkel verschob sich millimeterweise, während er einerseits mit der Hand abschirmend, andererseits den Tabak entzündend dastand, einige bläuliche Kreiselspiele auspaffend. Die Koordinaten waren definitiv die richtigen, selbst wenn es hier keinerlei Auffälligkeiten, nicht einmal Wrackteile gab, welche auch nur das geringste über einen tatsächlichen Absturz hingewiesen hatten. Aber der Geheimdienst, ja der gute alte Geheimdienst, wusste doch alles besser. Wenn also einer von diesen Schreibtischtätern vom Administratorum Emissarius wollte das hier ein Panzerkreuzer nach dem Rechten sah, dann war das eben mal so. Selbst wenn er persönlich dieses Vorgehen für etwas überzogen hielt, darüber hinaus hatte man noch ein besonderes Gesuch gestellt. Nämlich das eine ganze Kompanie, jawohl eine ganze verdammte Kompanie, aus der Straflegion hier auf sein Schiff kommen sollte, und namentlich sogar die Dreizehnte aus der “Ewigen Sühne”. Dies schmeckte ihm ernsthaft nicht, darüber konnte nicht einmal der aromatisierte Tabak hinwegtäuschen, wie er befand und angeekelt ausspuckte. Vor allem, wozu bediente man sich einer Strafkompanie um ein Schiff zu bergen, wo dies doch ein rein technischer, mechanischer Vorgang war, vor allem aus einer derartigen Tiefe, dies erforderte Experten, keine abgeurteilten Gefangenen. Verdammt sollten sie doch alle sein, diese Bürokraten und diese Politiker die meinten alles wäre so wichtig. Und das man ihm, dem Kapitän, nichts davon mitzuteilen gedachte, das ärgerte ihn noch am meisten. Aber er würde schon noch dahinter kommen, was hier eigentlich los war, und wenn er dem Konteradmiral höchstpersönlich diese vermaledeiten Informationen aus der Nase ziehen musste!]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Absturzstelle der Greif Alpha]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=590</link>
			<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 16:38:16 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=20"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=590</guid>
			<description><![CDATA[Dröhnen, schwerfälliges Dröhnen, vermutlich war dies das unvermeidliche Fabrikat der sich weiterhin vorwärts drehenden Schiffsrotoren, welche sich Heckseitig der Stahlkolosses befanden und ähnlich einer konventionellen Turbine, wenn auch etwas ungeeigneter, den ganzen Aufbau noch Meterweise durch den Grundsand schleifen ließen. Unwirtliches, ja geradezu untypisch eisiges Gewässer für diese äquatorialen Regionen plätscherte durch verschiedene Aufgerissene Schotts und Fensterverschlüsse, während sich die eingebaute Hydraulik mancher Orts wohl noch unentschlossen zeigte, diese entweder gänzlich zu versiegeln oder aber, noch fataler, zu öffnen. Binnen weniger als zehn Sekunden würde aufgrund des zwar relativ geringen, aber dennoch vorhandenen Wasserdrucks die gesamte Etage geflutet sein. Dummerweise hatte sie sich darüber hinaus noch nicht näher mit der lokalen Fauna befasst, vor allem nicht mit derjenigen der Seeregionen. Mit Ausnahme von einigen wenigen Spezies sogenannter “Knochenfische” und riesiger insektoider Wasserwanzen, welche man beinahe auf jeder Welt antreffen konnte, blieb ihr dieses zoologische Mysterium bis dato gänzlich verborgen. Instinktiv zwängte sich also der Faktor des Stabilität auf, inwiefern waren derartige “Orbitalgleiter” dafür geschaffen Wassermaßen zu widerstehen? Sicherlich gab es einen gewissen Quotient zu dem derartige “Abstürze” einkalkuliert worden waren, allerdings wäre die Greif wohl kaum als Luftfahrzeug konzipiert worden, wenn sie tatsächlich auch für submarine Einsätze tauglich gewesen wäre. Andererseits verhielten sich in gewissen Aspekten ja auch Luftdruck und Wasserdruck ähnlich, wenn nicht identisch, was wiederum bezweckte das das Vehikel gewissermaßen auch einiges an Druckwiderstand beherbergen musste. Innerhalb herrschte eine gewisse Unübersichtlichkeit, schlüssiger weise waren sowohl Ausrüstungsgegenstände als auch Besatzung in sämtliche möglichen und unmöglichen Winkel verstreut worden, indes es durchaus bereits jetzt einige Todesopfer gegeben hatte, war auch ein beachtlicher Teil lediglich “leicht” oder unverletzt, sofern man dies überhaupt so wahrnehmen konnte. Die meisten würden wohl über eine abgestufte Variante irgendeines Schleudertraumas verfügen, andere wiederum wiesen kleinere Blutergüsse oder Beulen auf. Nichts wirklich primär verarztenswertes, betrachtete man die Begleitumstände und die medizinischen Einschränkungen durch das radikale Ermangeln an Sanitätern und tatsächlichem Verbandszeug, sowie Medikamenten. Schmerzmittel, also wenigstens stärkere, kamen darüber hinaus bis zu einem gewissen Grad wohl auch kaum in Frage, immerhin besaßen sie eine gewisse Wahrnehmungshemmung. Ohnehin mussten die meisten Soldaten nun bereits mit Adrenalin und anderen Enzymen vollgepumpt sein, ebenso gut hätte man einen Marsch quer durch einen vallhalleranisches Orkpass befehligen können. Der Effekt wäre vermutlich gleichbleibend, mit Ausnahme dessen das die Soldaten jemanden hatten den sie effektiv bekämpfen konnten um innere Spannungen abzubauen, das war hier allerdings nicht gegeben. Zunächst blieb also die Frage nach dem Vorhandensein von Atemluft, beziehungsweise wie lange diese Ausreichen würde. Oder aber die Frage nach schwerem ABC- und oder Tauchgerät, beides erfüllte bis zu einem gewissen Grad hin ja die selbe Funktion. Sich bereits zum vierten oder fünften Mal an diesem Tage die mittlerweile deutlich ramponierte Uniform zurecht rückend, die Mütze war wohl endgültig ein Opfer der Umstände geworden, während sie durch ihren eigenen Säbel glücklicherweise nicht aufgespießt worden war, suchte sie danach aufzustehen. Immerhin schien nichts ernsthaft gebrochen oder gequetscht. Einige blaue Flecken, an sich nichts schlimmes, solange man nicht wirklich wusste was man sich tatsächlich zugezogen hatte. Es war auch besser so, man durfte keinerlei “Schwäche” oder dergleichen zeigen, nicht unter diesen Umständen, nicht in ihrer persönlichen Position. Neben ihr verstreut lagen immer noch die üblichen Verdächtigen, dabei handelte es sich schlichtweg um den Gefreiten Messer, jenen Gefreiten Mongrel und in einigem Abstand einige andere Soldaten, darunter der offenbar stahlzähe Kommissar Altmann. Jenem reichte sie die Hand, ehe sie sich nach dem Rest umsah, sowie einer technischen Schwäche innerhalb der Konstruktion.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Herr Kommissar, ich befürchte unser Deserteur befindet sich immer noch innerhalb der überlebenden Besatzung. Die “Greif” hat keinerlei äußerliche Schäden davongetragen und dennoch stürzte sie scheinbar gezielt ins Meer…”</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Dröhnen, schwerfälliges Dröhnen, vermutlich war dies das unvermeidliche Fabrikat der sich weiterhin vorwärts drehenden Schiffsrotoren, welche sich Heckseitig der Stahlkolosses befanden und ähnlich einer konventionellen Turbine, wenn auch etwas ungeeigneter, den ganzen Aufbau noch Meterweise durch den Grundsand schleifen ließen. Unwirtliches, ja geradezu untypisch eisiges Gewässer für diese äquatorialen Regionen plätscherte durch verschiedene Aufgerissene Schotts und Fensterverschlüsse, während sich die eingebaute Hydraulik mancher Orts wohl noch unentschlossen zeigte, diese entweder gänzlich zu versiegeln oder aber, noch fataler, zu öffnen. Binnen weniger als zehn Sekunden würde aufgrund des zwar relativ geringen, aber dennoch vorhandenen Wasserdrucks die gesamte Etage geflutet sein. Dummerweise hatte sie sich darüber hinaus noch nicht näher mit der lokalen Fauna befasst, vor allem nicht mit derjenigen der Seeregionen. Mit Ausnahme von einigen wenigen Spezies sogenannter “Knochenfische” und riesiger insektoider Wasserwanzen, welche man beinahe auf jeder Welt antreffen konnte, blieb ihr dieses zoologische Mysterium bis dato gänzlich verborgen. Instinktiv zwängte sich also der Faktor des Stabilität auf, inwiefern waren derartige “Orbitalgleiter” dafür geschaffen Wassermaßen zu widerstehen? Sicherlich gab es einen gewissen Quotient zu dem derartige “Abstürze” einkalkuliert worden waren, allerdings wäre die Greif wohl kaum als Luftfahrzeug konzipiert worden, wenn sie tatsächlich auch für submarine Einsätze tauglich gewesen wäre. Andererseits verhielten sich in gewissen Aspekten ja auch Luftdruck und Wasserdruck ähnlich, wenn nicht identisch, was wiederum bezweckte das das Vehikel gewissermaßen auch einiges an Druckwiderstand beherbergen musste. Innerhalb herrschte eine gewisse Unübersichtlichkeit, schlüssiger weise waren sowohl Ausrüstungsgegenstände als auch Besatzung in sämtliche möglichen und unmöglichen Winkel verstreut worden, indes es durchaus bereits jetzt einige Todesopfer gegeben hatte, war auch ein beachtlicher Teil lediglich “leicht” oder unverletzt, sofern man dies überhaupt so wahrnehmen konnte. Die meisten würden wohl über eine abgestufte Variante irgendeines Schleudertraumas verfügen, andere wiederum wiesen kleinere Blutergüsse oder Beulen auf. Nichts wirklich primär verarztenswertes, betrachtete man die Begleitumstände und die medizinischen Einschränkungen durch das radikale Ermangeln an Sanitätern und tatsächlichem Verbandszeug, sowie Medikamenten. Schmerzmittel, also wenigstens stärkere, kamen darüber hinaus bis zu einem gewissen Grad wohl auch kaum in Frage, immerhin besaßen sie eine gewisse Wahrnehmungshemmung. Ohnehin mussten die meisten Soldaten nun bereits mit Adrenalin und anderen Enzymen vollgepumpt sein, ebenso gut hätte man einen Marsch quer durch einen vallhalleranisches Orkpass befehligen können. Der Effekt wäre vermutlich gleichbleibend, mit Ausnahme dessen das die Soldaten jemanden hatten den sie effektiv bekämpfen konnten um innere Spannungen abzubauen, das war hier allerdings nicht gegeben. Zunächst blieb also die Frage nach dem Vorhandensein von Atemluft, beziehungsweise wie lange diese Ausreichen würde. Oder aber die Frage nach schwerem ABC- und oder Tauchgerät, beides erfüllte bis zu einem gewissen Grad hin ja die selbe Funktion. Sich bereits zum vierten oder fünften Mal an diesem Tage die mittlerweile deutlich ramponierte Uniform zurecht rückend, die Mütze war wohl endgültig ein Opfer der Umstände geworden, während sie durch ihren eigenen Säbel glücklicherweise nicht aufgespießt worden war, suchte sie danach aufzustehen. Immerhin schien nichts ernsthaft gebrochen oder gequetscht. Einige blaue Flecken, an sich nichts schlimmes, solange man nicht wirklich wusste was man sich tatsächlich zugezogen hatte. Es war auch besser so, man durfte keinerlei “Schwäche” oder dergleichen zeigen, nicht unter diesen Umständen, nicht in ihrer persönlichen Position. Neben ihr verstreut lagen immer noch die üblichen Verdächtigen, dabei handelte es sich schlichtweg um den Gefreiten Messer, jenen Gefreiten Mongrel und in einigem Abstand einige andere Soldaten, darunter der offenbar stahlzähe Kommissar Altmann. Jenem reichte sie die Hand, ehe sie sich nach dem Rest umsah, sowie einer technischen Schwäche innerhalb der Konstruktion.<br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Herr Kommissar, ich befürchte unser Deserteur befindet sich immer noch innerhalb der überlebenden Besatzung. Die “Greif” hat keinerlei äußerliche Schäden davongetragen und dennoch stürzte sie scheinbar gezielt ins Meer…”</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wallburg]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=568</link>
			<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 11:36:44 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=138"></a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[Grok stieg ein, während sich Ignatz noch kurz mit dem Kutscher unterhielt und diesem die Adresse nannte. Grok war etwas aufgeregt und gespannt was ihn erwarten würde.<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Wie lange dauert die Fahrt etwa?</span> fragte er Ignatz eher beiläufig. Sie fuhren zwischen dem fast schon träumerisch wirkenden Stadtbild her, dass einen starken Kontrast zu der riesigen Makropole Gohmor bildete. Die Luft war wesentlich sauberer, die Straßen und Häuser gepflegter und alles war irgendwie schön an dieser Stadt und an der ganzen Insel, es gefiel Grok hier sehr gut, so viel stand fest. Was ihm sehr ins Auge fiel waren die vergleichsweise kleinen Menschenmengen in der Stadt. Gohmor war im Gegensatz zu dieser Stadt eine Stadt der Superlative, es war alles größer, schneller und voller, aber auch dreckiger und unangenehmer, erst jetzt merkte Grok wie unangenehm Gohmor tatsächlich war, das war ihm bisher nicht einmal bewusst gewesen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Grok stieg ein, während sich Ignatz noch kurz mit dem Kutscher unterhielt und diesem die Adresse nannte. Grok war etwas aufgeregt und gespannt was ihn erwarten würde.<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Wie lange dauert die Fahrt etwa?</span> fragte er Ignatz eher beiläufig. Sie fuhren zwischen dem fast schon träumerisch wirkenden Stadtbild her, dass einen starken Kontrast zu der riesigen Makropole Gohmor bildete. Die Luft war wesentlich sauberer, die Straßen und Häuser gepflegter und alles war irgendwie schön an dieser Stadt und an der ganzen Insel, es gefiel Grok hier sehr gut, so viel stand fest. Was ihm sehr ins Auge fiel waren die vergleichsweise kleinen Menschenmengen in der Stadt. Gohmor war im Gegensatz zu dieser Stadt eine Stadt der Superlative, es war alles größer, schneller und voller, aber auch dreckiger und unangenehmer, erst jetzt merkte Grok wie unangenehm Gohmor tatsächlich war, das war ihm bisher nicht einmal bewusst gewesen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die &quot;Sonnenbarke&quot;]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=547</link>
			<pubDate>Sun, 03 Jan 2010 00:35:48 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[Zeit. Zeit schien eine der unbedeutensten Komponenten, jedenfalls hier, jetzt, in eben diesem unabdrängbaren Herzschlag, diesem flüchtigen, nebligen Atemzug. Schwaden, weiße, wärmere Wasserdampfschwaden, dieser winzige Raum, Eiseskälte. Nichts hier ermahnte an ein lebendiges Vivarium, alles war entrückt und befremdlich. Eingebettet wie in einen Sarg erwachten sie, zusammengepfercht in eine abstrakte Version sogenannter Stasiskammern. Selbst die Beleuchtung war auf ein absolutes Minimum herabgedreht, während ein beständiges Schaukeln erahnen ließ das sie sich nicht länger auf festem, steinernen Gründen befanden. Selbst hier war die Luft erfüllt von der salzigen Gischt, man war nicht wahrhaftig isoliert von der Außenwelt, lediglich ein Stückchen von der reelen Welt entrückt. Gerade weit genug um nicht wach zu sein, aber auch nicht komatös. Und irgendwann dann das erwachen, sowie eine livrierte Person, welche unmittelbar vor ihren Augen stand.<br />
<br />
<span style="color: royalblue;" class="mycode_color">“Mister Schnabelmayer, Mister Furon, es wird Zeit das sie allmählich erwachen. Wir befinden uns gerade mal dreizehn Seemeilen vor Wallburg. Kommen sie ans Oberdeck Herrschaften, das Wetter lichtet sich allmählich, am östlichen Horizont zeichnet sich der glanzvollste Sonnenaufgang ab den ihr Landratten wohl je in eurem bedauerlichen Leben sehen werdet."</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Zeit. Zeit schien eine der unbedeutensten Komponenten, jedenfalls hier, jetzt, in eben diesem unabdrängbaren Herzschlag, diesem flüchtigen, nebligen Atemzug. Schwaden, weiße, wärmere Wasserdampfschwaden, dieser winzige Raum, Eiseskälte. Nichts hier ermahnte an ein lebendiges Vivarium, alles war entrückt und befremdlich. Eingebettet wie in einen Sarg erwachten sie, zusammengepfercht in eine abstrakte Version sogenannter Stasiskammern. Selbst die Beleuchtung war auf ein absolutes Minimum herabgedreht, während ein beständiges Schaukeln erahnen ließ das sie sich nicht länger auf festem, steinernen Gründen befanden. Selbst hier war die Luft erfüllt von der salzigen Gischt, man war nicht wahrhaftig isoliert von der Außenwelt, lediglich ein Stückchen von der reelen Welt entrückt. Gerade weit genug um nicht wach zu sein, aber auch nicht komatös. Und irgendwann dann das erwachen, sowie eine livrierte Person, welche unmittelbar vor ihren Augen stand.<br />
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<span style="color: royalblue;" class="mycode_color">“Mister Schnabelmayer, Mister Furon, es wird Zeit das sie allmählich erwachen. Wir befinden uns gerade mal dreizehn Seemeilen vor Wallburg. Kommen sie ans Oberdeck Herrschaften, das Wetter lichtet sich allmählich, am östlichen Horizont zeichnet sich der glanzvollste Sonnenaufgang ab den ihr Landratten wohl je in eurem bedauerlichen Leben sehen werdet."</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Globales Geschehen]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=384</link>
			<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 13:33:32 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=384</guid>
			<description><![CDATA[Zerstaubend spritzte die durch feste Sohlen zerquetschte Glut eines fallen gelassenen Glimmstängels auseinander. Was nicht augenblicks durch das plötzliche Abschneiden kostbaren Sauerstoffs erstarb, rieselte als erstickend orange Nebel über die gemeißelte Balustrade. Neblig gekräuselte Atemluft wurde durch aufgeblähte Nüstern gedrückt, eine weitere abgeschnittene Nelkenzigarette wurde zwischen die säbelförmigen Lippen geschoben, klickend öffnete sich das goldummantelte Sturmfeuerzeug, ein flüchtiges Aroma nach frisch geröstetem Piment. Nickend tauchte er die weiße Papierhülse in die bläuliche Zentralflamme, zog lungentief daran, hüstelte ein- zweimal, Raucherhusten, schob dann das Feuerzeug zurück in seine schmucklose Westentasche. Von irgendwoher drang mechanisches Gequietsche, schlecht geölt, heran, Ketten wickelten sich um fettige Schmierglieder, Röhren schoben sich automatisiert an dafür vorgesehene Schleusen, qualmend ergossen sich geschmolzene Metalle durch die Kanäle. Einen schleimigen, schwarzen Blutklumpen ausspuckend, wischte er sich über den dichten Schnauzer. Beiläufiges Gemurmel, eine schnöde Mischung aus Hochgotischem und vulgärstem Dialekt, setzte dann ein schmuddeliges Bierglas an, trank, wischte wieder darüber. Alkoholverbot, seit dieser wahnwitzigen Geschichte, scheiß drauf. Wen interessiert’s. Warf gleich protestierend die ausgelutschte Bierflasche nach dem nächstbesten automatisierten Schweißerarm, zerspringend purzelten farbgläserne Scherben in den geschmolzenen Stahl. Schlendernd folgte sein genervter Blick, rotstichig, Äderchen abgezeichnet. Schichtarbeit, so ein Dreck, säuselte er nochmals missmutiger. Etwas blitzte, blinzelte ihm schmerzhaft ins linke Auge. Verwunderter Gesichtsausdruck, argwöhnisches Seufzen, beugte sich allmählich über die Balustrade, einer seiner drei wulstigen “Rettungsringe” rollte sich wie eine aufgequollene Albinoschnecke. Scharrend grunzet er irgendetwas von wegen illegalem Zutritt, körperlichen Ausdünstungen, Abflüssen und unverhältnismäßiger Gewalt. Kaum jedoch das seine schwammig geblähte Zunge speichellechzend aufditschte, breitete sich eine expandierende Korona aus feurigen, stählernen und glühenden Elementen rapide aus. Binnen Sekundenbruchteil verflog seine verschwitzte Gesichtshaut, röstete sich sein Fleisch zu dunkelbraunen Klumpen, zerfiel dann, dröhnte der Metallerschuppen. Sekunden später brachen heulende Sirenen los, Norfgots Fertigungswerft Nummer Sieben stürzte unter seinem eigenen Gewicht verglühend in die durch Hitze zischende See…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Zerstaubend spritzte die durch feste Sohlen zerquetschte Glut eines fallen gelassenen Glimmstängels auseinander. Was nicht augenblicks durch das plötzliche Abschneiden kostbaren Sauerstoffs erstarb, rieselte als erstickend orange Nebel über die gemeißelte Balustrade. Neblig gekräuselte Atemluft wurde durch aufgeblähte Nüstern gedrückt, eine weitere abgeschnittene Nelkenzigarette wurde zwischen die säbelförmigen Lippen geschoben, klickend öffnete sich das goldummantelte Sturmfeuerzeug, ein flüchtiges Aroma nach frisch geröstetem Piment. Nickend tauchte er die weiße Papierhülse in die bläuliche Zentralflamme, zog lungentief daran, hüstelte ein- zweimal, Raucherhusten, schob dann das Feuerzeug zurück in seine schmucklose Westentasche. Von irgendwoher drang mechanisches Gequietsche, schlecht geölt, heran, Ketten wickelten sich um fettige Schmierglieder, Röhren schoben sich automatisiert an dafür vorgesehene Schleusen, qualmend ergossen sich geschmolzene Metalle durch die Kanäle. Einen schleimigen, schwarzen Blutklumpen ausspuckend, wischte er sich über den dichten Schnauzer. Beiläufiges Gemurmel, eine schnöde Mischung aus Hochgotischem und vulgärstem Dialekt, setzte dann ein schmuddeliges Bierglas an, trank, wischte wieder darüber. Alkoholverbot, seit dieser wahnwitzigen Geschichte, scheiß drauf. Wen interessiert’s. Warf gleich protestierend die ausgelutschte Bierflasche nach dem nächstbesten automatisierten Schweißerarm, zerspringend purzelten farbgläserne Scherben in den geschmolzenen Stahl. Schlendernd folgte sein genervter Blick, rotstichig, Äderchen abgezeichnet. Schichtarbeit, so ein Dreck, säuselte er nochmals missmutiger. Etwas blitzte, blinzelte ihm schmerzhaft ins linke Auge. Verwunderter Gesichtsausdruck, argwöhnisches Seufzen, beugte sich allmählich über die Balustrade, einer seiner drei wulstigen “Rettungsringe” rollte sich wie eine aufgequollene Albinoschnecke. Scharrend grunzet er irgendetwas von wegen illegalem Zutritt, körperlichen Ausdünstungen, Abflüssen und unverhältnismäßiger Gewalt. Kaum jedoch das seine schwammig geblähte Zunge speichellechzend aufditschte, breitete sich eine expandierende Korona aus feurigen, stählernen und glühenden Elementen rapide aus. Binnen Sekundenbruchteil verflog seine verschwitzte Gesichtshaut, röstete sich sein Fleisch zu dunkelbraunen Klumpen, zerfiel dann, dröhnte der Metallerschuppen. Sekunden später brachen heulende Sirenen los, Norfgots Fertigungswerft Nummer Sieben stürzte unter seinem eigenen Gewicht verglühend in die durch Hitze zischende See…]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Herdengild-Metropolis Delta]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=163</link>
			<pubDate>Sun, 21 Sep 2008 18:05:34 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=163</guid>
			<description><![CDATA[Herdengild Metropolis. Synthetische Biogenetikplanen überspannten ein ansonsten nur kärglich fruchtbares Flussdelta, dessen vielarmiger Oberlauf das winzige Chemiefischerdörfchen in mehrere kleine Teilbezirke aufspaltete. Gerade mal siebzehntausend Seelen, davon ein knappes Zwölftel imperiale Garnison, einfaches Fußvolk, den Knabenalter gerade mal entwachsene Bürschchen angrenzender Gehöfte, welche aus reinstem Abenteuerdrang heraus, die schlammigen Gummistiefel und wetterresistenten Overalls gegen militärische Kampfanzüge getauscht hatten, eben wie sie “Heugabeln” gegen Sturmgewehr 2-1 ersetzt hatten. Unregelmäßig patrouillierten kleine Rotten dementsprechender “Milizen”, aufgrund mangelnder Disziplin und Führerschaft trugen viele entweder dichte, buschige Kinnbärte oder spärlich rasierte Dreitageswucherungen, anderen stapften mit erdverkrusteten Kampfstiefeln durchs “Unterholz”, während wiederum andere mit unterschiedlichst zusammengestellten Uniformen mal rauchend, mal schmauchend, Karten spielend und saufend, müßig an sogenannten strategischen Wegpunkten herumlungerten, und sich regelrecht die angenehme Mittagssonne auf den entblößten Bierwanst scheinen ließen. Das letzte Mal als hier eine reguläre Einheit herüber gestreunt war, war Mittsommer vergangenen Jahres gewesen, eine gerade mal zwanzigköpfige Inspektionsabordnung aus Gohmor Stadt, darunter irgendein aufgetakelter Fatzke der meinte einen auf “Politischer Kommissar” machen zu müssen. Man hatte sich das hohle Salutgelabber, die mehrfachen Lobpreisungen an den goldenen Himmelsarsch von Terra zugeführt, einige schmerzlichgeopferte Schnapsrationen in den Miwen, den Deltafluss geleert bis das diese Lackaffen zufrieden nickten und wider die Segel gen Gohmor setzten.<br />
<br />
Inzwischen war es wieder friedlich geworden, man schrieb Minspund, laut koronschem Kalender in der gutturalen Bauernsprache das Erntemonat, dementsprechend wirkten auch die aufgequollenen grün-roten Knospen unterhalb der gläserndurchsichtigen Kunststoffmatten, welche die kostbaren Feldfrüchte vor schädlichen Umwelteinflüssen bewahrten. Vielfach war das “Guschtrun Herdengild Subdelta” geographisch in Parzellen geteilt worden, im Auftrag irgendeines größeren Hauses, das meinte hier unten im Süden einige angesehene Großgrundbesitzer etablieren zu müssen, sehr zum Missfallen der lokalen Arbeiterschaft, welche knechtisch Tag und Nacht auf den “Anbauflächen” ackerte. Fred “Vierzeh” Yanik war einer genannter Kleinbauern, welcher sich auf die biologische und ökologische Zucht von Squam-Squams spezialisiert hatte, einer einheimischen, sechsfüßigen “Antilopenspezies”, welche allerdings auch über zwei Paar dicken Horngeweihs verfügte, entsprechend wussten sie sich damit auch zu verteidigen, was für Laien durchaus gefährlich werden konnte. Doch wie der alte Bauernreim trefflich zu behaupten wagte “Man muss das olle Squam-Squam bloß am Geweih packen!”, ein stetiges Erfolgsrezept, da sich diese freilaufenden Herdentiere relativ rasch beruhigten, sofern man die angeschwollenen “Talgdrüsen” unterhalb des linken Hörnerpaares stimulierte, warum das so war… wussten wohl nicht mal die großen Wasserköpfe vom Administratum. War ihm aber irgendwie auch vollkommen Schnurz, solange die handvoll Credits aus der Hauptstadt, Staatliche Förderung zur Wiederbewirtschaftung, auf seinen Grundbesitz hoch addiert wurden.<br />
<br />
Gerade eben von seiner nachmittäglichen Getreideinspektion, das heißt von den überdachten Treibhäusern voller genetisch hochgezogenem “Weizen” zurückgekehrt, lehnte er, wohl zum letzten Male, einen kräftigen Schluck “Syrosis” in typischen Kreuzkorbglas, sowie ein gestopftes Pfeifchen “Grindel” schmauchend, an einem der stählern gebolzten Tragepfeiler seines Viehstalles, in welchem wiederum dreiunddreißig melancholisch glotzende Squam-Squams jeder seiner Bewegungen gutmütig folgten. So ein bescheidenes Leben am Rande einer durch galaktische Politik wirrer und gestressten Welt, konnte schon nicht jeder beanspruchen, manche mochten es wohl auch gar nicht, ergaben sich der übertriebenen Hektik dieser vergangenen Monate, in welchen ohnehin ein viel größeres Kontingent aus irgendwelchen Kommandos hier angekommen war. Der halbinvalide Sohn von O’Doyle hatte sich auch schon eintragen lassen, wohl genoss die PVS noch nicht ihren trefflichen Ruf, den sogar dieser wurde bereitwillig aufgenommen, trotzt seines synthetischen Unterarms und mehreren Knochenfehlbildungen im linken Fuß. Heizmaterial konnte die schwerfällige terrestrische Militärjunta wohl immer ausreichend gebrauchen, und wen außer den alten Doyle selbst, würde es schon kümmern, auf welcher Welt auch immer der dumme Knabe im Sterben begriffen war? Sein eigener dreißigjähriger Sohn, Robi, diente da schon etwas sinnvoller in der zentralen Gohmor-Makropole, Verwaltungsassistent bei den Flugbehörden abends, sowie Studioso und Privatlehrer für einige verzogene Gören unter Tags, am frühen Nachmittag schlug er sich noch als “Tierbändiger” im mittleren Hab durch, was seiner Herkunft wohl sehr genau entsprach. Fred nuckelte seelenruhig an seinem gedrechseltem Mundstück, pfiff eine hochgelebte Weise auf das Bauernleben, während er morphende Kumuluswölkchen durch Schlund und Nüstern blies. Das seltsame gebären und scheuen seiner sonst stillschweigend grasenden Squams-Squams nahm er nicht mal besonders wahr, spülte sich irgendwelche finanziellen Kleinkrämereien mit Syrosis runter und grunzte alsbald friedlich, während sich sein grüner Filzhut mit der gelben Krempe bis tief ins Gesicht schob. Ein Paarhufer stupste ihm gar übermütig mit der feuchten Schnauze in die Seite, irgendwie verband er dies mit dem dringlichen Bedarf nach Streicheleinheit, kraulte ihm die Stirn zwischen Hörnern und Ohren. Erneutes stupsen, sowie panisch gebrülltes Fluchtgebaren, ließ den ältlichen Landwirt dann allerdings dennoch stutzig werden. Sich des lästig gewordenen Kopfputzes entledigend, weiteten sich seine milchigen Pupillen angstvoll, während sich die grauen Schleier seines Stars ums Sichtfeld herum tummelten…<br />
<br />
Überall im sonst so friedlichen Delta, war die massive Druckwelle welche selbst das schlammig, fruchtbare Ackerland erschütterte, deutlich fühlbar. Entsetz über das Ausmaß dieser menschlichen Tragödie, scharrten sich alsbald dunkelbraune Herden bäuerlichen Volkes wie die Mistfliegen um entsprechenden Dunghaufen. Yanik “Vierzehs” Squam-Squam Scheune war dem Erdbodengleich, ebenso die angrenzenden Wirtschaftsgebäude, das Sägewerk war unter glühenden Böen entfacht, während die Kunststoffbeschichtung seines Planwagens Blasen und geschmolzene Wellen geschlagen hatte. Manches unglücklich herumstehende Personal war bis auf die ebenfalls kohlrabenschwarzen Knochen hinab versengt worden, während noch aufrecht stehendes Baumgewirr, das bloße Skelett darbot, rein gebrannt von jedem makelhaften Blattgrün. Einige betagte Herren pfiffen anerkennend ob der Zerstörungskraft durch die spitzen Lippen, während andere fassungslos über die vermutliche Herkunft des abgestürzten Felsgesteins grübelten. Man war sich durchaus uneins, während Bauer Cands meinte, wohl ein verirrter Lavabrocken eines der größeren Vulkane, hielt Joe dagegen, es könne ja ein “Himmelsgestirn” sein, was wiederum Luigen verleugnete, da ein derart großes Objekt zweifellos das gesamte Delta hätte ausrotten müssen im Verlaufe des Einschlags. Schlicht ahnungslos standen sie um das anthrazitfarbene Ungetüm herum, welches sich wohl siebzehn Meter tief ins Agrarland gebohrt hatte. Ein besonders bauernschlaues Individuum meinte gar, man solle die Behörden alarmieren, oder zumindest die Garnison, damit dies mit schwerem Gerät, den Klumpen aus der künstlichen Höhle heben konnten…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Herdengild Metropolis. Synthetische Biogenetikplanen überspannten ein ansonsten nur kärglich fruchtbares Flussdelta, dessen vielarmiger Oberlauf das winzige Chemiefischerdörfchen in mehrere kleine Teilbezirke aufspaltete. Gerade mal siebzehntausend Seelen, davon ein knappes Zwölftel imperiale Garnison, einfaches Fußvolk, den Knabenalter gerade mal entwachsene Bürschchen angrenzender Gehöfte, welche aus reinstem Abenteuerdrang heraus, die schlammigen Gummistiefel und wetterresistenten Overalls gegen militärische Kampfanzüge getauscht hatten, eben wie sie “Heugabeln” gegen Sturmgewehr 2-1 ersetzt hatten. Unregelmäßig patrouillierten kleine Rotten dementsprechender “Milizen”, aufgrund mangelnder Disziplin und Führerschaft trugen viele entweder dichte, buschige Kinnbärte oder spärlich rasierte Dreitageswucherungen, anderen stapften mit erdverkrusteten Kampfstiefeln durchs “Unterholz”, während wiederum andere mit unterschiedlichst zusammengestellten Uniformen mal rauchend, mal schmauchend, Karten spielend und saufend, müßig an sogenannten strategischen Wegpunkten herumlungerten, und sich regelrecht die angenehme Mittagssonne auf den entblößten Bierwanst scheinen ließen. Das letzte Mal als hier eine reguläre Einheit herüber gestreunt war, war Mittsommer vergangenen Jahres gewesen, eine gerade mal zwanzigköpfige Inspektionsabordnung aus Gohmor Stadt, darunter irgendein aufgetakelter Fatzke der meinte einen auf “Politischer Kommissar” machen zu müssen. Man hatte sich das hohle Salutgelabber, die mehrfachen Lobpreisungen an den goldenen Himmelsarsch von Terra zugeführt, einige schmerzlichgeopferte Schnapsrationen in den Miwen, den Deltafluss geleert bis das diese Lackaffen zufrieden nickten und wider die Segel gen Gohmor setzten.<br />
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Inzwischen war es wieder friedlich geworden, man schrieb Minspund, laut koronschem Kalender in der gutturalen Bauernsprache das Erntemonat, dementsprechend wirkten auch die aufgequollenen grün-roten Knospen unterhalb der gläserndurchsichtigen Kunststoffmatten, welche die kostbaren Feldfrüchte vor schädlichen Umwelteinflüssen bewahrten. Vielfach war das “Guschtrun Herdengild Subdelta” geographisch in Parzellen geteilt worden, im Auftrag irgendeines größeren Hauses, das meinte hier unten im Süden einige angesehene Großgrundbesitzer etablieren zu müssen, sehr zum Missfallen der lokalen Arbeiterschaft, welche knechtisch Tag und Nacht auf den “Anbauflächen” ackerte. Fred “Vierzeh” Yanik war einer genannter Kleinbauern, welcher sich auf die biologische und ökologische Zucht von Squam-Squams spezialisiert hatte, einer einheimischen, sechsfüßigen “Antilopenspezies”, welche allerdings auch über zwei Paar dicken Horngeweihs verfügte, entsprechend wussten sie sich damit auch zu verteidigen, was für Laien durchaus gefährlich werden konnte. Doch wie der alte Bauernreim trefflich zu behaupten wagte “Man muss das olle Squam-Squam bloß am Geweih packen!”, ein stetiges Erfolgsrezept, da sich diese freilaufenden Herdentiere relativ rasch beruhigten, sofern man die angeschwollenen “Talgdrüsen” unterhalb des linken Hörnerpaares stimulierte, warum das so war… wussten wohl nicht mal die großen Wasserköpfe vom Administratum. War ihm aber irgendwie auch vollkommen Schnurz, solange die handvoll Credits aus der Hauptstadt, Staatliche Förderung zur Wiederbewirtschaftung, auf seinen Grundbesitz hoch addiert wurden.<br />
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Gerade eben von seiner nachmittäglichen Getreideinspektion, das heißt von den überdachten Treibhäusern voller genetisch hochgezogenem “Weizen” zurückgekehrt, lehnte er, wohl zum letzten Male, einen kräftigen Schluck “Syrosis” in typischen Kreuzkorbglas, sowie ein gestopftes Pfeifchen “Grindel” schmauchend, an einem der stählern gebolzten Tragepfeiler seines Viehstalles, in welchem wiederum dreiunddreißig melancholisch glotzende Squam-Squams jeder seiner Bewegungen gutmütig folgten. So ein bescheidenes Leben am Rande einer durch galaktische Politik wirrer und gestressten Welt, konnte schon nicht jeder beanspruchen, manche mochten es wohl auch gar nicht, ergaben sich der übertriebenen Hektik dieser vergangenen Monate, in welchen ohnehin ein viel größeres Kontingent aus irgendwelchen Kommandos hier angekommen war. Der halbinvalide Sohn von O’Doyle hatte sich auch schon eintragen lassen, wohl genoss die PVS noch nicht ihren trefflichen Ruf, den sogar dieser wurde bereitwillig aufgenommen, trotzt seines synthetischen Unterarms und mehreren Knochenfehlbildungen im linken Fuß. Heizmaterial konnte die schwerfällige terrestrische Militärjunta wohl immer ausreichend gebrauchen, und wen außer den alten Doyle selbst, würde es schon kümmern, auf welcher Welt auch immer der dumme Knabe im Sterben begriffen war? Sein eigener dreißigjähriger Sohn, Robi, diente da schon etwas sinnvoller in der zentralen Gohmor-Makropole, Verwaltungsassistent bei den Flugbehörden abends, sowie Studioso und Privatlehrer für einige verzogene Gören unter Tags, am frühen Nachmittag schlug er sich noch als “Tierbändiger” im mittleren Hab durch, was seiner Herkunft wohl sehr genau entsprach. Fred nuckelte seelenruhig an seinem gedrechseltem Mundstück, pfiff eine hochgelebte Weise auf das Bauernleben, während er morphende Kumuluswölkchen durch Schlund und Nüstern blies. Das seltsame gebären und scheuen seiner sonst stillschweigend grasenden Squams-Squams nahm er nicht mal besonders wahr, spülte sich irgendwelche finanziellen Kleinkrämereien mit Syrosis runter und grunzte alsbald friedlich, während sich sein grüner Filzhut mit der gelben Krempe bis tief ins Gesicht schob. Ein Paarhufer stupste ihm gar übermütig mit der feuchten Schnauze in die Seite, irgendwie verband er dies mit dem dringlichen Bedarf nach Streicheleinheit, kraulte ihm die Stirn zwischen Hörnern und Ohren. Erneutes stupsen, sowie panisch gebrülltes Fluchtgebaren, ließ den ältlichen Landwirt dann allerdings dennoch stutzig werden. Sich des lästig gewordenen Kopfputzes entledigend, weiteten sich seine milchigen Pupillen angstvoll, während sich die grauen Schleier seines Stars ums Sichtfeld herum tummelten…<br />
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Überall im sonst so friedlichen Delta, war die massive Druckwelle welche selbst das schlammig, fruchtbare Ackerland erschütterte, deutlich fühlbar. Entsetz über das Ausmaß dieser menschlichen Tragödie, scharrten sich alsbald dunkelbraune Herden bäuerlichen Volkes wie die Mistfliegen um entsprechenden Dunghaufen. Yanik “Vierzehs” Squam-Squam Scheune war dem Erdbodengleich, ebenso die angrenzenden Wirtschaftsgebäude, das Sägewerk war unter glühenden Böen entfacht, während die Kunststoffbeschichtung seines Planwagens Blasen und geschmolzene Wellen geschlagen hatte. Manches unglücklich herumstehende Personal war bis auf die ebenfalls kohlrabenschwarzen Knochen hinab versengt worden, während noch aufrecht stehendes Baumgewirr, das bloße Skelett darbot, rein gebrannt von jedem makelhaften Blattgrün. Einige betagte Herren pfiffen anerkennend ob der Zerstörungskraft durch die spitzen Lippen, während andere fassungslos über die vermutliche Herkunft des abgestürzten Felsgesteins grübelten. Man war sich durchaus uneins, während Bauer Cands meinte, wohl ein verirrter Lavabrocken eines der größeren Vulkane, hielt Joe dagegen, es könne ja ein “Himmelsgestirn” sein, was wiederum Luigen verleugnete, da ein derart großes Objekt zweifellos das gesamte Delta hätte ausrotten müssen im Verlaufe des Einschlags. Schlicht ahnungslos standen sie um das anthrazitfarbene Ungetüm herum, welches sich wohl siebzehn Meter tief ins Agrarland gebohrt hatte. Ein besonders bauernschlaues Individuum meinte gar, man solle die Behörden alarmieren, oder zumindest die Garnison, damit dies mit schwerem Gerät, den Klumpen aus der künstlichen Höhle heben konnten…]]></content:encoded>
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