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		<title><![CDATA[Koron III - Der Stadtstaat]]></title>
		<link>https://koron3.de/</link>
		<description><![CDATA[Koron III - https://koron3.de]]></description>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 16:50:31 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Das Tal des namenlosen Flusses]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=1003</link>
			<pubDate>Fri, 18 Nov 2016 20:31:13 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=1003</guid>
			<description><![CDATA[Die Toten stehen aufrecht, im Tal des namenlosen Flusses. <br />
<br />
<a href="http://www.board-4you.de/v63/boards/226/thread.php?sid=&amp;postid=18676#post18676" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">von hier kommend </a><br />
<br />
Neun Carnaks suchten sich ihren Weg vorsichtig durch die anbrechende Dämmerung. Die Tiere schnaubten nervös und nur jene, die blind und taub waren und nicht wussten, was das Tal des namenlosen Flusses war, schoben diese Nervosität allein auf den trügerischen Untergrund. <br />
Mandias hatte protestiert und darauf bestanden wenigstens ein paar Gewehre mitzunehmen, denn das Tal war auch für die gefährlich, die ihre geistige Gesundheit ganz hinter den Schutzwall der Rationalität zu retten versuchten. Rotten der degenerierten Verteidiger suchten hier zuweilen Zuflucht und waren diese Wesen in den Jahrhunderten auch zu feigen Kreaturen herabgesunken, so mochten sie in genügend großer Zahl doch zu einem Angriff bereit sein. Wohl dem, der dann ein Sturmgewehr mit sich führte. <br />
Doch Nagari war für alles Bitten ihres Vertrauten unempfänglich gewesen. Man müsse diese Reise in die Hände der Götter geben oder es gleich bleiben lassen. Also hatte der Pferdemann dem Wunsch seiner Herrin entsprochen. Das er seine Klinge mit so starken Gift versehen hatte, dass beim Ziehen des Dolches die Schneide kaum merklich dampfte, war der kleine Freiraum, den er sich im Rahmen der Anordnung gestattete. <br />
Neben ihrer Herrin war Carba bei ihnen. Die stämmige kleine Frau war auf eine maskuline Art gutaussehend, auch wenn Mandias natürlich darauf achtete, dass niemand im Gefolge der Schlange wirklich das Prädikat „hässlich“ trug. <br />
In ihrem früheren Leben war sie eine Soldatin im Dienste des Leichenkaiser, nun war sie die oberste Sklaventrainerin und vermutlich die befähigste Kämpferin. Des weiteren ritt Setreal mit ihnen. Ein schweigsamer Typ, feingliedrig wie ein Eldar und ein begabtes Kind mit jeder Art von Klinge. Er war zur Hand, wenn es galt Bestrafungen vorzunehmen, die bei dem Betreffenden hängen bleiben, die aber keine Schäden an der Ware hervorrufen sollten. Diesbezüglich was Setreal überaus begabt. Eine Begabung die sich auch anwenden ließ, wenn jemand einen unschönen Tod haben sollte, ohne das böse Zungen gleich laut “Mord“ krakeelten.<br />
Die vier Sklaven bestanden aus zwei Frauen und zwei Männern. Alle nach den Regeln der Kunst gebrochen und dann für den Dienst abgerichtet. Sie waren bedingungslose Lakaien, doch leider fehlte ihnen die Einsicht in die Wesenheit des Chaos, welches sie darüber erhoben hätte eben mehr zu sein als nur Sklaven. Sie würden sich mit bloßen Händen gegen ihre einstigen imperialen Kameraden stellen, allein weil Konditionierung sie dazu gebracht hatte. Aber aus Überzeugung und innerer Einsicht würde nicht einer handeln. <br />
Damit waren sie hochwertige aber beschränkte Ware. <br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dort steht jemand, Herr!</span> </span>Bemerkte Jamila und deutete nach vorn auf die Hügelkuppe. Tatsächlich zeichneten sich auf der Erhebung Silhouetten ab. Die untergehende Sonne schnitt sie als schwarze Schemen aus. Mandias ritt neben sie und beschirmte kurz die Augen mit dem Schatten seiner flachen Hand. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ignoriert sie und reite weiter, Kind. Die Toten stehen aufrecht an diesem Ort.</span><br />
Vom Hügel trug der Wind das leise Klappern von Knochen und Metall auf Metall herab. Ansonsten bewegten sich die stillen Wächter dort oben nicht.<br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Herr Mandias was...</span><br />
Still jetzt! Weiter sag Ich.</span><br />
Wie sich zeigte war der Ort, der als „Namenloser Fluss“ bekannt war wohl tatsächlich dereinst das Bett eines Flusslaufes gewesen und nicht nur der poetische Einfall des Landmarkensetzers. Tief schnitt sich der erstorbene Lauf in den Felsen und nachdem sie einem schmalen Pfad nach unten gefolgt waren mussten sie absteigen und die Tiere an den Zügeln führen. Nicht nur machte Mutter Nacht den Weg unsicher, auch nahm das Geröll zu, was selbst den Zweibeinern den Stand erschwerte. Mandias und Carba entzündeten Fackeln, als der Sklave mit Namen Gunnar einen unbedachten Schritt tat und rückwärts stolperte. Er fiel einen halben Meter und landete etwas unsanft im Geröll des einstigen Flussgrundes. Der Schreck war für ihn größer als die Gefahr einer Verletzung. Alles drehte sich zu ihm um, denn der dabei entstehende Krach trug weit. Es klang als wäre er zwischen trockene Holzscheite oder Basaltgestein gestürzt. Er verfluchte die losen Kiesel und rappelte sich bereits wieder auf. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Keine Kiesel!</span> Bemerkte Mandias mit einem bösen Grinsen und hielt die Fackel etwas tiefer. Das gelbliche Schwefellicht enthüllte, dass das, was von oben in der Tat wie glatt geschliffene Kiesel ausgesehen hatte, in Wahrheit Menschenknochen waren. Schädel, Rippen, Hüftknochen. Alles zersprungen und geschunden. Gunnar sprang erschrocken auf und klopfte seine Kleider ab, als würden sie durch diese uralten, ausgebleichten Gebeine irgendwie besudelt werden.<br />
<span style="color: firebrick;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Knochen!</span></span> Stellte er das mehr als Offensichtliche erschüttert fest. Mandias lachte humorlos auf.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Was denkst du warum dieser Ort heilig ist? Weil er so malerisch gelegen ist?<br />
Genug jetzt der Verzögerungen. Benehmt euch gefälligst eingedenk der Aufgabe, derer wir hier sind.</span> <br />
Nicht das die Sklaven wirklich gewusst hätten wie genau diese Aufgabe aussehen sollte. Ihnen hatte man lediglich erklärt, dass es kultische Handlungen zu vollziehen gäbe und dass sie natürlich nicht wie Lämmer auf der Schlachtbank enden würden. So etwas Albernes gab es natürlich nur in imperialer Propaganda und vielleicht bei den abgedroschenen Anhängern des Tzeentch. Kein Sklavenhalter mit Geschäftssinn würde vier Leben opfern. Im Gegenteil, die Aufgabe der Vier konnte sich als durchaus angenehm gestalten, schließlich standen sie im Dienste eines Gottes, ob nun Freiwillig oder nicht, der Wonne verhieß, wenn man nur Vertrauen hatte.          <br />
<br />
Das Tal war nicht der natürlichen Willkür der Wüste überlassen. Vielmehr fanden sich hier ungeahnte Vielfalten unterschiedlichster Bebauung. Alle Epochen und Stilrichtungen der Steinbearbeitung konnte das Auge erblicken. Der Schein der Fackeln war ausladend in der klaren Nachtluft, zusätzlich beschienen vom bleichen Antlitz des Mondes, der sich wie das Auge eine unheildrohenden Schlange ausnahm. Dieser Eindruck wurde verstärkt von der dunstigen Masse des Krallennebels, dessen Ausdehnung dieser Tage Fantasiebegabte in der Tat an den aufgeblähten Leib eines giftspuckenden Reptils gemahnen mochte. Bösartig blitzte es zwischen den jagenden Wolkenfetzen hervor, in seinem fiebrigen Purpur an einen frischen Bluterguss erinnernd. Diese gespenstische Mischung der vorherrschenden Lichtverhältnisse klaubte die Umrisse von Portalen und Toren aus dem Dunkel. Einige davon nur so groß und so schlicht wie Hauseingänge, andere gewaltigen Palastpforten verwand. Dies waren die Häuser der Toten, in denen ungezählte Generationen von rasankurischen Bewohnern ihren langen Schlaf schliefen. <br />
Der Einfache, dem die Nachkommen eine Felsspalte bereitet und mit bescheidenen Opfergaben versehen und der Gewaltige, dem Heere von Sklaven die Entsprechung eines jenseitigen Heims aus dem Felsen geschlagen hatten. Kein Lebender konnte all die Grabkammern und finsteren Grüfte benennen, die zuweilen tief in den Fels hinab führten und Städten gleichkamen. Die Grenzen zwischen dieser Welt und anderen verschwammen hier. <br />
Das jedenfalls wussten die zu berichten, die es wissen mussten. Alle anderen mussten es glauben und verbreiteten es zwar flüsternd, doch nichtsdestoweniger bereitwillig und voller Eifer.   <br />
Wenn der Himmel zuweilen auch den schwarzen Rauch von Opferaltären trank, war dieses Gebiet von beachtlicher Ausdehnung doch die weitaus meiste Zeit der Ruhe des Todes vorbehalten. Man kam nicht ohne guten Grund in das Tal des namenlosen Flusses. Bei Tage nicht und in der Nacht schon gar nicht. <br />
Sie gingen jetzt schweigend. Die Diener innerlich auf die bevorstehende Aufgabe ausgerichtet, die Sklaven eingeschüchtert von den dumpf drohenden Zugängen der Grabmäler, Nagari schweigend seit der Minute, da sie aus ihrem Haus getreten war. <br />
Lang war ihr Weg und die Stadt in ihrem Rücken war nur ab und an durch das Blinken eines fernen Lichtes überhaupt noch als existent zu erkennen.   <br />
Inzwischen lastete die Stille schwer auf allem, nicht wie oft beschrieben als etwas Lauerndes, dass Gefahr erahnen ließ, sondern vielmehr als bedrückende Abwesenheit jeglichen Lebens. Das Klappern der Hufe auf den losen Knochen und die Schritte der Menschen wirkten erschreckend fehl am Platze, beinahe blasphemisch. <br />
Endlich deutete Mandias auf eine Stelle des Fluss losen Ufers und sie verließen den beinernen Weg. Doch keines der prachtvollen Torhäuser steuerten sie an, ja nicht einmal eines der weniger opulenten Gräber. Etwas oberhalb einer geglätteten Felswand, die die verwitterten Heldentaten eines lang dahingegangenen Kriegers verherrlichten, tat sich eine unscheinbare Höhle auf. Der Zugang war für die Carnaks nicht zu bewältigen und sie ließen sie am Fuße des schmalen Aufstieges zurück.<br />
<br />
[CENTER]<a href="http://www.fotos-hochladen.net" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="http://www.fotos-hochladen.net/uploads/18warnungdctsw5bhk4.png" loading="lazy"  alt="[Bild: 18warnungdctsw5bhk4.png]" class="mycode_img" /></a>[/CENTER]<br />
<br />
Die Höhle erwies sich als enger Schlauch, der ein gutes Stück in den Felsen der Uferböschung führte. Möglich, dass ihn dereinst das Wasser des Flusses gegraben hatte, denn die Spuren einer menschlichen Bearbeitung ließen sich nicht ausmachen, auch wenn das Licht der Fackeln an einigen Stellen Kratzer aus der Dunkelheit holte, die man als Schrift oder Zeichen deuten mochte. Der Korridor dehnte sich nach einigen Minuten des Vorantastens aus und mündete in eine größere Kammer. Auch sie war wenig spektakulär. Der Boden zeigte sich eben und in der Mitte erhob sich ein flacher Steintisch, scheinbar auch auf natürliche Ursprünge zurückzuführen. In einer Ecke lag ein Stapel Holz. Wie lange dieser dort seiner Benutzung harrte ließ sich nur vermuten, schließlich wuchsen in dieser Region seit dem Krieg der Häuser keine Bäume mehr. In der Tat mutete das Material grau und spröde an. <br />
Nur Mandias war bereits einmal hier gewesen und so war er es, der nun Anweisungen gab und damit die anderen aus ihrem verhaltenen Umschauen riss. <br />
Das Holz wurde zu einem Stoß aufgeschichtet und entfacht. Gleich sammelte sich der Rauch, reizte zu Husten und ließ die Augen tränen, da sich der Qualm nur wiederwillig den Weg entlang wälzte, welchen sie soeben gekommen waren. Doch der Pferdemensch musste auch hier Abhilfe. In die blakenden Flammen rieselte er ein grobkörniges Pulver, worauf diese fauchten und zischten, dann in sich zusammenfielen. Das antike Holz glühte nun nur noch, das jedoch in einem intensiven Blauton, der nicht nur die Höhle im beachtlichen Maß erhellte, sondern auch eine Wärme verteilte, die ganz und gar unnormal war für eine derart kleine Feuerstelle. Auch ließ sich durch das so entstandenen Licht erkennen, dass der Raum nicht etwa eine Sackgasse darstellte. An seiner Stirnseite, auf Bodenhöhe, gab es ein weiteres Loch. Ein schlanker Mensch hätte dort vielleicht hinein kriechen können, doch das einfallende, blaue Licht ließ erahnen, dass es dahinter sehr steil nach unten ging. <br />
Nichts in das man sich kopfüber stürzen wollte. Über dem Loch waren die gekratzten Schriftzeichen vermehrt auszumachen, zentriert über das stark stilisierte Bild einer Schlange. Mandias wies die gaffenden Sklaven mit scharfen Worten an den Steintisch von jeglichem Staub zu befreien. Setreal war derweil damit beschäftigt ihr mitgebrachte Gepäcke zu öffnen. Verschiedenste Kleidungsstücke, die zur Polsterung von mannigfaltigen Fläschchen und Keramikfolien dienten, dazu ein einfacher Becher aus gebranntem Ton. Letztlich gab es eine lederne Schriftrolle, eng mit den gehässig aussehenden Worten der dunkeln Sprache beschrieben. Mandias nahm sich eben dieser Schriftrolle an, lass die Worte, die er eigentlich längst auswendig kannte, erneut und sprach sie lautlos nach. Setreal befleißigte sich der Kleidung, die aus seidenen Roben bestand, in eben jenem Purpur gehalten, welches irgendwo über ihnen der Krallennebel durch die Wolken schimmern ließ. Carba  unterdessen, mischte aus den mitgebrachten Flüssigkeiten etwas in dem Becher zusammen. Zum Bild der rituellen Handlung wollte nicht rech passen, dass die Grundsubstanz des Gebräus ein in Gohmor allgegenwärtiges Erfrischungsgetränk war, eine koffeinhaltige Limonade, die sie aus einer Blechdose in den Kelch goss. Das Zischen der Kohlensäure verwandelte sich in ein bedrohliches Blubbern, als sie diverse andere Stoffe beimischte. Alles geschah schweigend und nur die Geräusche der Tätigkeiten an sich störten die Stille. <br />
Mandias ließ die vier Sklaven Aufstellung nehmen und reichte den Becher dem Ersten. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Trink!</span><br />
Der Sklave, Buru war sein Name, nahm den Kelch zwar, zögerte jedoch und beäugte die Flüssigkeit misstrauisch. Als Carba  dies mitbekam erhob sie sich und machte einen drohenden Schritt auf Buru zu. Das allein reichte bereits, Worte waren gar nicht nötig. <br />
Die Ausbilderin verstand ihr Handwerk gut genug, dass ihre Zöglinge ihren Zorn mehr fürchteten als jede Form des Todes. Mit aus Angst geborener Entschlossenheit nahm Buru einen tiefen Schluck, die Augen geschlossen. Er ließ die Flüssigkeit hörbar die Kehle herab rinnen. <br />
Öffnete dann die Augen, wohl in der Erwartung von Krämpfen oder sonst einer schrecklichen Erscheinungsform der Vergiftung. Als nichts dergleichen eintrat, gab er den Kelch an Jamila weiter, diese an Gunnar und der wiederum an Syli. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Seht ihr, alles halb so wild. Ich sage doch, niemand wird euch auch nur anrühren. Habt Vertrauen ihr Narren.</span><br />
Die drei Diener wandten sich von den Sklaven ab, welche bar einer Aufgabe aufgereiht stehen blieben und sich fragende Blicke zuwarfen. Mandias, Setreal und Carba entkleideten sich mit schnellen Bewegungen. Als neuster Zugang in den Reihen der Schlange Nagari war es Syli, die einen überraschten Laut nicht unterdrücken konnte, als die den entblößten Mandias sah. Dieser war nicht nur oberhalb der Schultern mit den Attributen einen Pferdes gesegnet wurden, die Götter hatten ihn durchgehend überreich beschenkt. Auch Carba, die sie alle während der Ausbildung mit Meisterin und später mit Frau Carba anzureden hatten, war mehr als diese Titulierungen ermuten ließen. Der muskulöse Körper war der einer Frau, ohne Frage. Kompakt und trainiert, aber doch eindeutig weiblich. Um die Brustwarze der linken Brust war das Sigul des Slaanesh tätowiert. Doch neben den Geschlechtsmerkmalen einen Frau, hatte der Gott der Sünde sie auch mit denen des Mannes beschenkt. Als sie Sylis geweitete Augen sah zwinkerte sie ihr vielsagend zu und drehte sich dann um, um sich die Robe überzustreifen. Die drei so gleichsam bekleideten Diener umringten ihre Herrin, die bis jetzt fast teilnahmslos gewartet hatte, scheinbar in Meditation versunken. <br />
Syli konnte nicht sehen was sie taten, doch vor ihrem inneren Auge flimmerte noch immer der kurze Eindruck der Fremdartigkeit Carbas und Madias. Sie hatte natürlich alle Teile der Ausbildung mitgemacht, auch jene, die die Künste des Liebesspiels beinhalteten. Doch hatte sie all die Praktiken mehr über sich ergehen lassen, wo andere Sklaven die Spiele und unnennbaren Handlungen genossen. Sie hatte getan was man von ihr erwartete, doch weder hatte sich Promiskuität bei ihr entwickelt, noch überschwängliche Lust, ach nannte man es doch beim Namen, sie hatte es vermieden zu einer geilen Hündin zu werden, wie so viele andere im Dienste der Schlange. <br />
Aber dieser kurze Blick... wieso hatte er nur eine so sonderbare Wirkung auf sie? Eine nie gekannte Hitze schien als Ball in ihrem Magen zu liegen, wanderte tiefer und ließ ihr Schweiß auf die Stirn treten. Sie leckte sich über die Lippen, strich sich fahrig über die Hüften und musste sich zwingen die Hände nicht zwischen die Schenkel gleiten zu lassen, wo sich die entfaltende Hitze zu einem Pulsieren wandelte. Sie blickte verschüchtert zu Gunnar, wollte ihn flüstern fragen, ob er sich auch merkwürdig fühle und ob dies vielleicht an diesem Ort liegen mochte. <br />
Zu ihrer nicht geringen Überraschung blickte sie der Mann unverwandt an, als sie den Kopf zu ihm drehte. Er lächelte nicht, sah sie nur eindringlich an, ja starrte fast schon. Sein Blick wanderte an ihr herab, ohne dass er sich die Mühe machte auch nur den Anschein zu erwecken, dass nicht Gier diese Musterung verursachte. Syli hätte mit der gleichen unausgesprochenen Abneigung reagieren müssen, mit der sie solchen Dingen auch in Nagaris Haus begegnetet. Doch sehr zu ihrer Überraschung fand sie die lüsternen Blicke des Mannes nicht unangenehm. <br />
Im Gegenteil! <br />
Niemand hatte ihnen die Erlaubnis gegeben sich zu bewegen und Syli hatte gelernt, dass stiller Gehorsam der beste Weg war unbehelligt zu bleiben. Doch das erste mal seit ihrer Gefangenschaft pfiff sie auf diese Lebensweisheit. Unvermittelt drehte sie sich Gunner gänzlich zu und schlang die Arme um ihn, sie presste sich gegen ihn küsste ihn. <br />
Der Kerl war ein Tölpel und sie konnte ihn nicht leiden, doch im Moment war ihr das gleichgültig. Sie genoss seine zupackenden Hände, die sich regelrecht in ihren Hintern krallten, sich dann höher tasteten und ihre Brüste erst abtasteten und dann das einfache Leinheim darüber aufrissen. Syli war derweil auch nicht untätig gewesen und hatte sich an den Beinkleidern ihres Mitsklavens zu schaffen gemacht. Die Hüllen fielen und ehe sie es sich versahen oder auch nur einen Gedanken an die anderen Anwesenden in der Höhle verschwendet hatten, waren sie halb am Fuß der Steinplatte sitzend, nieder gesunken und Syli schwang sich rittlings auf Gunnar, gewährte ihm was er wollte. Man hatte sie intensiv in der Kunst des Verführens unterrichtet, hatte ihnen beigebracht, dass der eigentliche Akt nur der Abschluss war. Zwar wichtig, doch nichts im Vergleich mit dem Weg dorthin. All dies Gelernte war nun wie ausgelöscht, die reine körperliche Vereinigung war alles was zählte. Ein Mann reichte ihr jedoch dabei nicht und so kam es ihr zu Gute, dass Jamila und Buru auf der Steinplatte des Tisches lagen und es eben so zügelos angehen ließen wie sie und Gunnar. Wieso das so war oder warum keiner der Diener Nagaris sie zur Ordnung rief wusste sie ebenso wenig wie es sie interessierte. Syli war in diesem Moment nur wichtig, dass ein anderes Glied in der Nähe war, welches ihr Vergnügen bereiten konnte. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Beeindurckend!</span><br />
Merkte Mandias an, als er sich das Schauspiel mit vor der Brust verschränkten Armen besah. Gerade bearbeiteten die beiden männlichen Sklaven die, die Syli gerufen wurde, während sich die zweite Frau das Gesicht des so geforderten Mädchens zwischen die Schenkel presste. <br />
<span style="color: darkblue;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Findest du?</span> </span>Setreal warf nur einen flüchtigen Blick auf die sich bewegende Skulptur aus Fleisch, die von lautem Stöhnen und lustvollen Schreien lautmalerisch illustriert wurde. Er legte wenig an den Tag, was man als Beeindruckung hätte deuten können. Schon wandte er den Blick wieder ab um sich des Gürtelstricks seiner Robe zu widmen.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nicht das Gebaren da.</span> Die Männer hatten von Syli abgelassen und mit lautem Klatschen bediente sich Gunner einer anderen  dargebotenen Möglichkeit, was Buru aufschreien ließ, ohne dass er jedoch von der keuchenden Jamila ab ließ. Vielmehr passte er den Rhythmus seiner Bewegungen entsprechend an. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich meine die Wirkung der Substanz.</span>   <br />
Die Diener ließen sich Zeit. Sie hatten ihre Herrin entkleidet, was diese jedoch nicht aus ihrer inneren Versenkung auftauchen ließ. Die Roben waren angelegt und saßen. Sie gönnten sich den Spaß und sahen der unkontrollierten Brunst zu, die sich auf der Steintafel abspielte. Dort wechselten Paarungen in schneller und unübersehbarer Folge. <br />
Das was den Trieb für gewöhnlich beendete hatte augenscheinlich keinen Effekt, weder auf die Lust der Beteiligten, noch auf die Funktionalität ihrer Körper. Nachdem sich die Diener eine knappe halbe Stunde an dem Schauspiel ergötzt hatten nahmen sie ihre Positionen ein und bildeten ein loses Dreieck um den Tisch, an dem Syli vorn über gebeut stand und auf dem Jamila breitbeinig saß. Während beide in ein inniges Zungenspiel vertieft waren, schnauften und grunzten die Männer, die Hände um die Taille der jeweilig vor ihnen positionierten Frau gelegt.  <br />
Die leichte Amüsiertheit, mit der Mandias, Carba und Setreal die Darbietung genossen hatten war nun gewichen. Schweigend standen sie einige Minuten, sammelten sich und suchten ebenso die innere Mitte, wie es ihre Herrin schon vor Beginn der Reise getan hatte. Dann begann Mandias tief aus der Kehle heraus zu summen. Carba stimmte ein, dann auch Setreal. Diesen Ton hielten sie, holten in genau abgestimmten Zeitabständen inne um zu Atmen aber niemals so, dass der durchgehende Ton unterbrochen wurde. Die im Zentrum des Dreiecks ließen sich davon nicht beirren. Irgendwann breiteten die drei Diener die Arme aus, so dass sich ihre Handflächen durch eine Linie berührt hätten, hätten sie näher bei einander gestanden. <br />
Das eigentlich Ritual hatte begonnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Toten stehen aufrecht, im Tal des namenlosen Flusses. <br />
<br />
<a href="http://www.board-4you.de/v63/boards/226/thread.php?sid=&amp;postid=18676#post18676" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">von hier kommend </a><br />
<br />
Neun Carnaks suchten sich ihren Weg vorsichtig durch die anbrechende Dämmerung. Die Tiere schnaubten nervös und nur jene, die blind und taub waren und nicht wussten, was das Tal des namenlosen Flusses war, schoben diese Nervosität allein auf den trügerischen Untergrund. <br />
Mandias hatte protestiert und darauf bestanden wenigstens ein paar Gewehre mitzunehmen, denn das Tal war auch für die gefährlich, die ihre geistige Gesundheit ganz hinter den Schutzwall der Rationalität zu retten versuchten. Rotten der degenerierten Verteidiger suchten hier zuweilen Zuflucht und waren diese Wesen in den Jahrhunderten auch zu feigen Kreaturen herabgesunken, so mochten sie in genügend großer Zahl doch zu einem Angriff bereit sein. Wohl dem, der dann ein Sturmgewehr mit sich führte. <br />
Doch Nagari war für alles Bitten ihres Vertrauten unempfänglich gewesen. Man müsse diese Reise in die Hände der Götter geben oder es gleich bleiben lassen. Also hatte der Pferdemann dem Wunsch seiner Herrin entsprochen. Das er seine Klinge mit so starken Gift versehen hatte, dass beim Ziehen des Dolches die Schneide kaum merklich dampfte, war der kleine Freiraum, den er sich im Rahmen der Anordnung gestattete. <br />
Neben ihrer Herrin war Carba bei ihnen. Die stämmige kleine Frau war auf eine maskuline Art gutaussehend, auch wenn Mandias natürlich darauf achtete, dass niemand im Gefolge der Schlange wirklich das Prädikat „hässlich“ trug. <br />
In ihrem früheren Leben war sie eine Soldatin im Dienste des Leichenkaiser, nun war sie die oberste Sklaventrainerin und vermutlich die befähigste Kämpferin. Des weiteren ritt Setreal mit ihnen. Ein schweigsamer Typ, feingliedrig wie ein Eldar und ein begabtes Kind mit jeder Art von Klinge. Er war zur Hand, wenn es galt Bestrafungen vorzunehmen, die bei dem Betreffenden hängen bleiben, die aber keine Schäden an der Ware hervorrufen sollten. Diesbezüglich was Setreal überaus begabt. Eine Begabung die sich auch anwenden ließ, wenn jemand einen unschönen Tod haben sollte, ohne das böse Zungen gleich laut “Mord“ krakeelten.<br />
Die vier Sklaven bestanden aus zwei Frauen und zwei Männern. Alle nach den Regeln der Kunst gebrochen und dann für den Dienst abgerichtet. Sie waren bedingungslose Lakaien, doch leider fehlte ihnen die Einsicht in die Wesenheit des Chaos, welches sie darüber erhoben hätte eben mehr zu sein als nur Sklaven. Sie würden sich mit bloßen Händen gegen ihre einstigen imperialen Kameraden stellen, allein weil Konditionierung sie dazu gebracht hatte. Aber aus Überzeugung und innerer Einsicht würde nicht einer handeln. <br />
Damit waren sie hochwertige aber beschränkte Ware. <br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dort steht jemand, Herr!</span> </span>Bemerkte Jamila und deutete nach vorn auf die Hügelkuppe. Tatsächlich zeichneten sich auf der Erhebung Silhouetten ab. Die untergehende Sonne schnitt sie als schwarze Schemen aus. Mandias ritt neben sie und beschirmte kurz die Augen mit dem Schatten seiner flachen Hand. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ignoriert sie und reite weiter, Kind. Die Toten stehen aufrecht an diesem Ort.</span><br />
Vom Hügel trug der Wind das leise Klappern von Knochen und Metall auf Metall herab. Ansonsten bewegten sich die stillen Wächter dort oben nicht.<br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Herr Mandias was...</span><br />
Still jetzt! Weiter sag Ich.</span><br />
Wie sich zeigte war der Ort, der als „Namenloser Fluss“ bekannt war wohl tatsächlich dereinst das Bett eines Flusslaufes gewesen und nicht nur der poetische Einfall des Landmarkensetzers. Tief schnitt sich der erstorbene Lauf in den Felsen und nachdem sie einem schmalen Pfad nach unten gefolgt waren mussten sie absteigen und die Tiere an den Zügeln führen. Nicht nur machte Mutter Nacht den Weg unsicher, auch nahm das Geröll zu, was selbst den Zweibeinern den Stand erschwerte. Mandias und Carba entzündeten Fackeln, als der Sklave mit Namen Gunnar einen unbedachten Schritt tat und rückwärts stolperte. Er fiel einen halben Meter und landete etwas unsanft im Geröll des einstigen Flussgrundes. Der Schreck war für ihn größer als die Gefahr einer Verletzung. Alles drehte sich zu ihm um, denn der dabei entstehende Krach trug weit. Es klang als wäre er zwischen trockene Holzscheite oder Basaltgestein gestürzt. Er verfluchte die losen Kiesel und rappelte sich bereits wieder auf. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Keine Kiesel!</span> Bemerkte Mandias mit einem bösen Grinsen und hielt die Fackel etwas tiefer. Das gelbliche Schwefellicht enthüllte, dass das, was von oben in der Tat wie glatt geschliffene Kiesel ausgesehen hatte, in Wahrheit Menschenknochen waren. Schädel, Rippen, Hüftknochen. Alles zersprungen und geschunden. Gunnar sprang erschrocken auf und klopfte seine Kleider ab, als würden sie durch diese uralten, ausgebleichten Gebeine irgendwie besudelt werden.<br />
<span style="color: firebrick;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Knochen!</span></span> Stellte er das mehr als Offensichtliche erschüttert fest. Mandias lachte humorlos auf.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Was denkst du warum dieser Ort heilig ist? Weil er so malerisch gelegen ist?<br />
Genug jetzt der Verzögerungen. Benehmt euch gefälligst eingedenk der Aufgabe, derer wir hier sind.</span> <br />
Nicht das die Sklaven wirklich gewusst hätten wie genau diese Aufgabe aussehen sollte. Ihnen hatte man lediglich erklärt, dass es kultische Handlungen zu vollziehen gäbe und dass sie natürlich nicht wie Lämmer auf der Schlachtbank enden würden. So etwas Albernes gab es natürlich nur in imperialer Propaganda und vielleicht bei den abgedroschenen Anhängern des Tzeentch. Kein Sklavenhalter mit Geschäftssinn würde vier Leben opfern. Im Gegenteil, die Aufgabe der Vier konnte sich als durchaus angenehm gestalten, schließlich standen sie im Dienste eines Gottes, ob nun Freiwillig oder nicht, der Wonne verhieß, wenn man nur Vertrauen hatte.          <br />
<br />
Das Tal war nicht der natürlichen Willkür der Wüste überlassen. Vielmehr fanden sich hier ungeahnte Vielfalten unterschiedlichster Bebauung. Alle Epochen und Stilrichtungen der Steinbearbeitung konnte das Auge erblicken. Der Schein der Fackeln war ausladend in der klaren Nachtluft, zusätzlich beschienen vom bleichen Antlitz des Mondes, der sich wie das Auge eine unheildrohenden Schlange ausnahm. Dieser Eindruck wurde verstärkt von der dunstigen Masse des Krallennebels, dessen Ausdehnung dieser Tage Fantasiebegabte in der Tat an den aufgeblähten Leib eines giftspuckenden Reptils gemahnen mochte. Bösartig blitzte es zwischen den jagenden Wolkenfetzen hervor, in seinem fiebrigen Purpur an einen frischen Bluterguss erinnernd. Diese gespenstische Mischung der vorherrschenden Lichtverhältnisse klaubte die Umrisse von Portalen und Toren aus dem Dunkel. Einige davon nur so groß und so schlicht wie Hauseingänge, andere gewaltigen Palastpforten verwand. Dies waren die Häuser der Toten, in denen ungezählte Generationen von rasankurischen Bewohnern ihren langen Schlaf schliefen. <br />
Der Einfache, dem die Nachkommen eine Felsspalte bereitet und mit bescheidenen Opfergaben versehen und der Gewaltige, dem Heere von Sklaven die Entsprechung eines jenseitigen Heims aus dem Felsen geschlagen hatten. Kein Lebender konnte all die Grabkammern und finsteren Grüfte benennen, die zuweilen tief in den Fels hinab führten und Städten gleichkamen. Die Grenzen zwischen dieser Welt und anderen verschwammen hier. <br />
Das jedenfalls wussten die zu berichten, die es wissen mussten. Alle anderen mussten es glauben und verbreiteten es zwar flüsternd, doch nichtsdestoweniger bereitwillig und voller Eifer.   <br />
Wenn der Himmel zuweilen auch den schwarzen Rauch von Opferaltären trank, war dieses Gebiet von beachtlicher Ausdehnung doch die weitaus meiste Zeit der Ruhe des Todes vorbehalten. Man kam nicht ohne guten Grund in das Tal des namenlosen Flusses. Bei Tage nicht und in der Nacht schon gar nicht. <br />
Sie gingen jetzt schweigend. Die Diener innerlich auf die bevorstehende Aufgabe ausgerichtet, die Sklaven eingeschüchtert von den dumpf drohenden Zugängen der Grabmäler, Nagari schweigend seit der Minute, da sie aus ihrem Haus getreten war. <br />
Lang war ihr Weg und die Stadt in ihrem Rücken war nur ab und an durch das Blinken eines fernen Lichtes überhaupt noch als existent zu erkennen.   <br />
Inzwischen lastete die Stille schwer auf allem, nicht wie oft beschrieben als etwas Lauerndes, dass Gefahr erahnen ließ, sondern vielmehr als bedrückende Abwesenheit jeglichen Lebens. Das Klappern der Hufe auf den losen Knochen und die Schritte der Menschen wirkten erschreckend fehl am Platze, beinahe blasphemisch. <br />
Endlich deutete Mandias auf eine Stelle des Fluss losen Ufers und sie verließen den beinernen Weg. Doch keines der prachtvollen Torhäuser steuerten sie an, ja nicht einmal eines der weniger opulenten Gräber. Etwas oberhalb einer geglätteten Felswand, die die verwitterten Heldentaten eines lang dahingegangenen Kriegers verherrlichten, tat sich eine unscheinbare Höhle auf. Der Zugang war für die Carnaks nicht zu bewältigen und sie ließen sie am Fuße des schmalen Aufstieges zurück.<br />
<br />
[CENTER]<a href="http://www.fotos-hochladen.net" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="http://www.fotos-hochladen.net/uploads/18warnungdctsw5bhk4.png" loading="lazy"  alt="[Bild: 18warnungdctsw5bhk4.png]" class="mycode_img" /></a>[/CENTER]<br />
<br />
Die Höhle erwies sich als enger Schlauch, der ein gutes Stück in den Felsen der Uferböschung führte. Möglich, dass ihn dereinst das Wasser des Flusses gegraben hatte, denn die Spuren einer menschlichen Bearbeitung ließen sich nicht ausmachen, auch wenn das Licht der Fackeln an einigen Stellen Kratzer aus der Dunkelheit holte, die man als Schrift oder Zeichen deuten mochte. Der Korridor dehnte sich nach einigen Minuten des Vorantastens aus und mündete in eine größere Kammer. Auch sie war wenig spektakulär. Der Boden zeigte sich eben und in der Mitte erhob sich ein flacher Steintisch, scheinbar auch auf natürliche Ursprünge zurückzuführen. In einer Ecke lag ein Stapel Holz. Wie lange dieser dort seiner Benutzung harrte ließ sich nur vermuten, schließlich wuchsen in dieser Region seit dem Krieg der Häuser keine Bäume mehr. In der Tat mutete das Material grau und spröde an. <br />
Nur Mandias war bereits einmal hier gewesen und so war er es, der nun Anweisungen gab und damit die anderen aus ihrem verhaltenen Umschauen riss. <br />
Das Holz wurde zu einem Stoß aufgeschichtet und entfacht. Gleich sammelte sich der Rauch, reizte zu Husten und ließ die Augen tränen, da sich der Qualm nur wiederwillig den Weg entlang wälzte, welchen sie soeben gekommen waren. Doch der Pferdemensch musste auch hier Abhilfe. In die blakenden Flammen rieselte er ein grobkörniges Pulver, worauf diese fauchten und zischten, dann in sich zusammenfielen. Das antike Holz glühte nun nur noch, das jedoch in einem intensiven Blauton, der nicht nur die Höhle im beachtlichen Maß erhellte, sondern auch eine Wärme verteilte, die ganz und gar unnormal war für eine derart kleine Feuerstelle. Auch ließ sich durch das so entstandenen Licht erkennen, dass der Raum nicht etwa eine Sackgasse darstellte. An seiner Stirnseite, auf Bodenhöhe, gab es ein weiteres Loch. Ein schlanker Mensch hätte dort vielleicht hinein kriechen können, doch das einfallende, blaue Licht ließ erahnen, dass es dahinter sehr steil nach unten ging. <br />
Nichts in das man sich kopfüber stürzen wollte. Über dem Loch waren die gekratzten Schriftzeichen vermehrt auszumachen, zentriert über das stark stilisierte Bild einer Schlange. Mandias wies die gaffenden Sklaven mit scharfen Worten an den Steintisch von jeglichem Staub zu befreien. Setreal war derweil damit beschäftigt ihr mitgebrachte Gepäcke zu öffnen. Verschiedenste Kleidungsstücke, die zur Polsterung von mannigfaltigen Fläschchen und Keramikfolien dienten, dazu ein einfacher Becher aus gebranntem Ton. Letztlich gab es eine lederne Schriftrolle, eng mit den gehässig aussehenden Worten der dunkeln Sprache beschrieben. Mandias nahm sich eben dieser Schriftrolle an, lass die Worte, die er eigentlich längst auswendig kannte, erneut und sprach sie lautlos nach. Setreal befleißigte sich der Kleidung, die aus seidenen Roben bestand, in eben jenem Purpur gehalten, welches irgendwo über ihnen der Krallennebel durch die Wolken schimmern ließ. Carba  unterdessen, mischte aus den mitgebrachten Flüssigkeiten etwas in dem Becher zusammen. Zum Bild der rituellen Handlung wollte nicht rech passen, dass die Grundsubstanz des Gebräus ein in Gohmor allgegenwärtiges Erfrischungsgetränk war, eine koffeinhaltige Limonade, die sie aus einer Blechdose in den Kelch goss. Das Zischen der Kohlensäure verwandelte sich in ein bedrohliches Blubbern, als sie diverse andere Stoffe beimischte. Alles geschah schweigend und nur die Geräusche der Tätigkeiten an sich störten die Stille. <br />
Mandias ließ die vier Sklaven Aufstellung nehmen und reichte den Becher dem Ersten. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Trink!</span><br />
Der Sklave, Buru war sein Name, nahm den Kelch zwar, zögerte jedoch und beäugte die Flüssigkeit misstrauisch. Als Carba  dies mitbekam erhob sie sich und machte einen drohenden Schritt auf Buru zu. Das allein reichte bereits, Worte waren gar nicht nötig. <br />
Die Ausbilderin verstand ihr Handwerk gut genug, dass ihre Zöglinge ihren Zorn mehr fürchteten als jede Form des Todes. Mit aus Angst geborener Entschlossenheit nahm Buru einen tiefen Schluck, die Augen geschlossen. Er ließ die Flüssigkeit hörbar die Kehle herab rinnen. <br />
Öffnete dann die Augen, wohl in der Erwartung von Krämpfen oder sonst einer schrecklichen Erscheinungsform der Vergiftung. Als nichts dergleichen eintrat, gab er den Kelch an Jamila weiter, diese an Gunnar und der wiederum an Syli. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Seht ihr, alles halb so wild. Ich sage doch, niemand wird euch auch nur anrühren. Habt Vertrauen ihr Narren.</span><br />
Die drei Diener wandten sich von den Sklaven ab, welche bar einer Aufgabe aufgereiht stehen blieben und sich fragende Blicke zuwarfen. Mandias, Setreal und Carba entkleideten sich mit schnellen Bewegungen. Als neuster Zugang in den Reihen der Schlange Nagari war es Syli, die einen überraschten Laut nicht unterdrücken konnte, als die den entblößten Mandias sah. Dieser war nicht nur oberhalb der Schultern mit den Attributen einen Pferdes gesegnet wurden, die Götter hatten ihn durchgehend überreich beschenkt. Auch Carba, die sie alle während der Ausbildung mit Meisterin und später mit Frau Carba anzureden hatten, war mehr als diese Titulierungen ermuten ließen. Der muskulöse Körper war der einer Frau, ohne Frage. Kompakt und trainiert, aber doch eindeutig weiblich. Um die Brustwarze der linken Brust war das Sigul des Slaanesh tätowiert. Doch neben den Geschlechtsmerkmalen einen Frau, hatte der Gott der Sünde sie auch mit denen des Mannes beschenkt. Als sie Sylis geweitete Augen sah zwinkerte sie ihr vielsagend zu und drehte sich dann um, um sich die Robe überzustreifen. Die drei so gleichsam bekleideten Diener umringten ihre Herrin, die bis jetzt fast teilnahmslos gewartet hatte, scheinbar in Meditation versunken. <br />
Syli konnte nicht sehen was sie taten, doch vor ihrem inneren Auge flimmerte noch immer der kurze Eindruck der Fremdartigkeit Carbas und Madias. Sie hatte natürlich alle Teile der Ausbildung mitgemacht, auch jene, die die Künste des Liebesspiels beinhalteten. Doch hatte sie all die Praktiken mehr über sich ergehen lassen, wo andere Sklaven die Spiele und unnennbaren Handlungen genossen. Sie hatte getan was man von ihr erwartete, doch weder hatte sich Promiskuität bei ihr entwickelt, noch überschwängliche Lust, ach nannte man es doch beim Namen, sie hatte es vermieden zu einer geilen Hündin zu werden, wie so viele andere im Dienste der Schlange. <br />
Aber dieser kurze Blick... wieso hatte er nur eine so sonderbare Wirkung auf sie? Eine nie gekannte Hitze schien als Ball in ihrem Magen zu liegen, wanderte tiefer und ließ ihr Schweiß auf die Stirn treten. Sie leckte sich über die Lippen, strich sich fahrig über die Hüften und musste sich zwingen die Hände nicht zwischen die Schenkel gleiten zu lassen, wo sich die entfaltende Hitze zu einem Pulsieren wandelte. Sie blickte verschüchtert zu Gunnar, wollte ihn flüstern fragen, ob er sich auch merkwürdig fühle und ob dies vielleicht an diesem Ort liegen mochte. <br />
Zu ihrer nicht geringen Überraschung blickte sie der Mann unverwandt an, als sie den Kopf zu ihm drehte. Er lächelte nicht, sah sie nur eindringlich an, ja starrte fast schon. Sein Blick wanderte an ihr herab, ohne dass er sich die Mühe machte auch nur den Anschein zu erwecken, dass nicht Gier diese Musterung verursachte. Syli hätte mit der gleichen unausgesprochenen Abneigung reagieren müssen, mit der sie solchen Dingen auch in Nagaris Haus begegnetet. Doch sehr zu ihrer Überraschung fand sie die lüsternen Blicke des Mannes nicht unangenehm. <br />
Im Gegenteil! <br />
Niemand hatte ihnen die Erlaubnis gegeben sich zu bewegen und Syli hatte gelernt, dass stiller Gehorsam der beste Weg war unbehelligt zu bleiben. Doch das erste mal seit ihrer Gefangenschaft pfiff sie auf diese Lebensweisheit. Unvermittelt drehte sie sich Gunner gänzlich zu und schlang die Arme um ihn, sie presste sich gegen ihn küsste ihn. <br />
Der Kerl war ein Tölpel und sie konnte ihn nicht leiden, doch im Moment war ihr das gleichgültig. Sie genoss seine zupackenden Hände, die sich regelrecht in ihren Hintern krallten, sich dann höher tasteten und ihre Brüste erst abtasteten und dann das einfache Leinheim darüber aufrissen. Syli war derweil auch nicht untätig gewesen und hatte sich an den Beinkleidern ihres Mitsklavens zu schaffen gemacht. Die Hüllen fielen und ehe sie es sich versahen oder auch nur einen Gedanken an die anderen Anwesenden in der Höhle verschwendet hatten, waren sie halb am Fuß der Steinplatte sitzend, nieder gesunken und Syli schwang sich rittlings auf Gunnar, gewährte ihm was er wollte. Man hatte sie intensiv in der Kunst des Verführens unterrichtet, hatte ihnen beigebracht, dass der eigentliche Akt nur der Abschluss war. Zwar wichtig, doch nichts im Vergleich mit dem Weg dorthin. All dies Gelernte war nun wie ausgelöscht, die reine körperliche Vereinigung war alles was zählte. Ein Mann reichte ihr jedoch dabei nicht und so kam es ihr zu Gute, dass Jamila und Buru auf der Steinplatte des Tisches lagen und es eben so zügelos angehen ließen wie sie und Gunnar. Wieso das so war oder warum keiner der Diener Nagaris sie zur Ordnung rief wusste sie ebenso wenig wie es sie interessierte. Syli war in diesem Moment nur wichtig, dass ein anderes Glied in der Nähe war, welches ihr Vergnügen bereiten konnte. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Beeindurckend!</span><br />
Merkte Mandias an, als er sich das Schauspiel mit vor der Brust verschränkten Armen besah. Gerade bearbeiteten die beiden männlichen Sklaven die, die Syli gerufen wurde, während sich die zweite Frau das Gesicht des so geforderten Mädchens zwischen die Schenkel presste. <br />
<span style="color: darkblue;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Findest du?</span> </span>Setreal warf nur einen flüchtigen Blick auf die sich bewegende Skulptur aus Fleisch, die von lautem Stöhnen und lustvollen Schreien lautmalerisch illustriert wurde. Er legte wenig an den Tag, was man als Beeindruckung hätte deuten können. Schon wandte er den Blick wieder ab um sich des Gürtelstricks seiner Robe zu widmen.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nicht das Gebaren da.</span> Die Männer hatten von Syli abgelassen und mit lautem Klatschen bediente sich Gunner einer anderen  dargebotenen Möglichkeit, was Buru aufschreien ließ, ohne dass er jedoch von der keuchenden Jamila ab ließ. Vielmehr passte er den Rhythmus seiner Bewegungen entsprechend an. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich meine die Wirkung der Substanz.</span>   <br />
Die Diener ließen sich Zeit. Sie hatten ihre Herrin entkleidet, was diese jedoch nicht aus ihrer inneren Versenkung auftauchen ließ. Die Roben waren angelegt und saßen. Sie gönnten sich den Spaß und sahen der unkontrollierten Brunst zu, die sich auf der Steintafel abspielte. Dort wechselten Paarungen in schneller und unübersehbarer Folge. <br />
Das was den Trieb für gewöhnlich beendete hatte augenscheinlich keinen Effekt, weder auf die Lust der Beteiligten, noch auf die Funktionalität ihrer Körper. Nachdem sich die Diener eine knappe halbe Stunde an dem Schauspiel ergötzt hatten nahmen sie ihre Positionen ein und bildeten ein loses Dreieck um den Tisch, an dem Syli vorn über gebeut stand und auf dem Jamila breitbeinig saß. Während beide in ein inniges Zungenspiel vertieft waren, schnauften und grunzten die Männer, die Hände um die Taille der jeweilig vor ihnen positionierten Frau gelegt.  <br />
Die leichte Amüsiertheit, mit der Mandias, Carba und Setreal die Darbietung genossen hatten war nun gewichen. Schweigend standen sie einige Minuten, sammelten sich und suchten ebenso die innere Mitte, wie es ihre Herrin schon vor Beginn der Reise getan hatte. Dann begann Mandias tief aus der Kehle heraus zu summen. Carba stimmte ein, dann auch Setreal. Diesen Ton hielten sie, holten in genau abgestimmten Zeitabständen inne um zu Atmen aber niemals so, dass der durchgehende Ton unterbrochen wurde. Die im Zentrum des Dreiecks ließen sich davon nicht beirren. Irgendwann breiteten die drei Diener die Arme aus, so dass sich ihre Handflächen durch eine Linie berührt hätten, hätten sie näher bei einander gestanden. <br />
Das eigentlich Ritual hatte begonnen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[In der Wüste]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=979</link>
			<pubDate>Sun, 13 Dec 2015 11:06:33 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=3"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=979</guid>
			<description><![CDATA[Wie Dämonen aus den Sagen der wandernden Wüstenvölker wirkte die kleine Schar, die sich ihren Weg durch das unwirtliche Alptraumland der Wüste bahnte. Hinter ihnen erhoben sich die gezackten Gipfel des Dämonentritts, welche den Blick auf Rasankur verwehrten und durch ihre steile Präsenz, in diesem ansonsten so landmarkenlosen Flachland, die Szenerie noch unwirtlicher machten. <br />
Die Gruppe, die ihrerseits aus Richtung der Stadt kam, bestand aus Chaosanbetern. Die Gesichter hinter grinsenden Masken verborgen, stellten sie das Höchstmaß an Uniformität dar, welches die Segnungen der Götter zuließ. Gleiche Farben und einander verwandte Ausrüstung, doch schon bei der Bewaffnung zeigte sich, dass alles darüber hinaus zu viel verlangt gewesen wäre. Hundert Krieger waren es, die im Morgengrauen aufgebrochen waren, um den Fußmarsch zum gewiesenen Gelände zu absolvieren. Alle samt Veteranen, auf die eine oder andere Art im Kampf gestählt und bedingungslos in ihrer fanatischen Treue zum Schwarzen Drachen. Der Gott in Fleisch und Blut war es auch, der sie hier erwartete. Das er persönlich ihnen eine Lektion ins Sachen Kampfweise geben würde war ebenso ehrenhaft wie ungewöhnlich. <br />
Kogan trat aus dem kleinen Zelt, an dem bereits die ersten, rüden Ausläufer des Sturms zerrten. Sein Blick wanderte kurz über das vorbereitete Gelände, welches man extra für die heutige Übungseinheit präpariert hatte. <br />
Fünf Feldgeschütze standen in Reihe, jedes einzelne  durch Stahlseile gesichert, ebenso wie die Munitionskisten daneben.  In einiger Entfernung ließen sich Ziele für Handfeuerwaffen ausmachen. Letzteren sah man nicht an, dass auch sie tief im Boden verankert waren, um dem standzuhalten was da kommen würde. Schließlich war nur noch ein Panzer zu erwähnen, der in einiger Entfernung stand und allein durch seine sonderbare Beschaffenheit auffiel. Wo bei anderen Vertretern dieser Waffengattung der Turm saß, war hier eine stählerne Kugel eingelassen. Ein Relikt aus der Blüte Rasankurs, den Depots unter Stadt entliehen. In glanzvolleren Zeiten hatten hunderte dieser Gefährte den darin sitzenden Hexern Schutz geboten, ohne ihre Kräfte allzu sehr zu beeinflussen. In diesem Exemplar saß Magal und bemühte sich das im Zaum zu halten, was er seit Mitte letzter Nacht heraufbeschworen hatte.    <br />
Kogan schritt zu der lockeren Reihe aus Rasankuri, die Aufstellung genommen hatten und sich in all ihrer göttergefälligen Pracht zeigten, als der Schwarze Drachen ihre Formation abschritt. Knirschende Zähne, Geifer der unter Masken hervor tropfte, Dornen, Hornstachel, zusätzlich und sonderbar deformierte Gliedmaßen aller Art. Dies waren wahrlichen die bevorzugten Kinder der dunklen Vier. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Söhne und Töchter Rasankurs!</span> begann Kogan nachdem er die Reihe abgegangen war und sich vor ihnen aufgebaut hatte. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Töten muss euch niemand lehren. Ihr alle habt in der Wüste gekämpft. Habt den Ruhm der Götter, der Stadt und eures eigenen Namen gemehrt. Heute aber zeige ich euch, wie man die Wüste selbst als Waffe benutzt und wie man mit ihr kämpft. Feind meines Feindes!</span><br />
Mehr Ansprache war nicht nötig. Kurz blaffte der Fürst das Wort für „Ausschwärmen“ in der kantigen Kommandosprache der Rasankuri und wie ein Mann setzten sich die Kämpfer in Bewegung, fächerten auseinander wie ein Vogelschwarm, in den ein Hautsegler hinab stieß. <br />
Kogan deute auf den Panzer und bekam vom Fahrer ein kurzes Lichtsignal als Antwort. Magal wurde gestattet seine Konzentration aufzugeben und keine Sekunde später ballte sich Staub, Sand und selbst aufgewirbeltes Gestein zu einer schmutzig gelbbraunen Wand zusammen, die brüllend von Westen her auf die Krieger zu hielt. <br />
Kogan setzte seinen massig gepanzerten Körper in Bewegung und trabte in die Mitte der Kämpfer. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Verankern!</span> Seine Stimme, dazu gemacht dröhnend die Moral jedweden Feindes niederzuringen, hatte dennoch bereits jetzt Schwierigkeiten das Heulen und Wehklagen der Dämonen zu übertönen, die nach Überzeugung der Beduinen auf jedem Sturm zur Jagd ausritten. Wer von den Rasankuri seinen Herren nicht vernommen hatte, orientierte sich am Tun seines Nachbarn. Alle waren in der theoretischen Handhabung der Ausrüstung ausgebildet wurden, die sie nun zu beherrschen hatten. Die klobigen Rückentornister schossen per Hieb auf den Brustauslöser Harpunenköpfe in den Boden, welche sich explosiv öffneten und ihre Wiederhaken ins Fleisch der Erde gruben. Die Kämpfer waren nach den geborgenen Anweisungen unterrichtet wurden, die vergangene Generationen für diese Gerätschaft verfasst hatten. Kogan selbst trug ebenfalls das erste Mal in seinem Leben einen solchen Tornister, speziell auf seine Größe zugeschnitten. Doch im Gegensatz zu den anderen, konnte er auf die Erinnerung der dahingegangenen Stadtbewohner zurückgreifen, die in seinem Geist weiterlebten. Sein Körper erinnerte sich an Handgriffe, die er noch nie ausgeführt hatte. <br />
Der Sturm kam über sie! <br />
Der entfesselte Zorn des öden Landes zerrte an den widerspenstigen Insekten, die es wagten sich ihm entgegenzustellen. Fast meinte man frustriertes Kreischen in der Kakophonie zu vernehmen, als die Verankerten sich seiner Macht wiedersetzten. Die Einbildung mochte daraus Triumphgeschrei machen, als die Kräfte des Unwetters eine Lücke im stoischen Ausharren der Rasankuri fand, einen Kämpfer packten und mit samt seiner Verankerung in die Höhe rissen. <br />
Schnell entschwand er den Blicken, würde bald vom Sand zu Nichts zerrieben sein. <br />
Ein anderer Kämpfer wurde von einem Stein, von der Größe eines Babys getroffen. Seine Maske zischte davon und verfehlte einen anderen Krieger nur um Haaresbreite. Der leblose Körper wurde zum Spielball der Naturgewalt und tanzte an seiner Verankerungsleine einen makaberen Totentanz. <br />
Nach etwa einer halben Stunde, nach der jedes Metallteil am Leib der Rasankuri auf Hochglanz poliert war, ließ das Toben des Sturmes etwas nach. Ob dies auf natürlichem Wege geschah, oder ob Magal dafür verantwortlich zeichnete, war weder ersichtlich, noch von Bedeutung. <br />
Kogan erhob sich aus seiner liegenden Haltung und Sand und kleine Kiesel flossen an ihm hinab. <br />
In die Knie gehen, die Angriffslust des Windes prüfen, sich dann gegen den Widerstand des Sturmes stemmen und abwägen ob man seiner auch ohne das Verankerungsseil trotzen konnte. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Rasankuri, erhebt euch! </span>Schrie er gegen den Wind. <br />
Wie ein Heer aus Begrabenen wühlten sich die Männer und Frauen aus dem Staub. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Feuerlinie, Geschütze bemannen. </span><br />
Nach vorn gebeugt arbeiten sich die Rasankuri Schritt für Schritt voran. Vier Meter Spielraum gewährte ihnen das Stahlseil. Dann mussten sie die Verankerung lösen und währen Harpune und Seil eingeholt wurden, allein auf ihre eigene Widerstandskraft bauen. Dabei versagten zwei weitere und wurden ein Fraß des Sturms. War die Harpune eingeholt musste man sich niederhocken, als wollte man seine Notdurft verrichten. Doch anstatt den Unflat des Körpers Nurgel darbieten, wurde die Harpune erneut in den Boden geschossen und es konnten wieder vier Meter gut gemacht werden. War man dabei nicht weit genug voneinander entfernt, lief man Gefahr von einem herumwirbelnden Harpunenkopf zerfetzt zu werden. Eine Bedrohung, die auch für den Besitzer der jeweils eingeholten Harpune bestand. Quälend langsam arbeiteten sich die maskierten Krieger voran, das Aufflauen des Sturms immer wieder in liegender Position abwartend. Nach einer halben Stunde ging es etwas schneller, da die, die bis hierher überlebt hatten ein gewisses Gefühl für die Funktion des Tornister bekamen. Dennoch mussten zwei weitere Opfer dem Sturm dargebracht werden, bis die Geschütze erreicht waren. <br />
Kogan hatte das Kommandogeben auf verbale Art aufgegeben und beschränkte sich auf Handzeichen. Während einer schwächeren Sturmminute ließ er die Geschütze laden und den Rest die Gewehre bereitmachen. Unwahrscheinlich, dass alle Waffen funktionieren würden, auch wenn die Draco für einen Gebrauch bei denkbar schlechten Bedingungen konzipiert wurden war.    <br />
Er ließ Feuer geben. <br />
Kugeln und Geschosse wurden mit spielerischer Leichtigkeit vom Sturm davongerissen. An ein genaues Zielen, ja auch nur an einen Glückstreffer war kaum zu denken. Eine Demonstration darüber, wie schwer der Feuerkampf während solcher Umstände war. Es galt ein weiteres Aufleben des Sturms zu überstehen. Die Verankerung einer der Kanonen löste sich und das Geschütz schlug nach hinten um. Der Besatzung gelang es dem unkontrollierbaren Stück Technik zu entgehen, doch ein Rasankuri wurde davongewirbelt. Der Krieger weigerte sich jedoch auf diese Weise abzutreten und hangelte sich am gestrafften Seil seiner Verankerung zurück zum Boden. Kurz darauf riss die Kanone ganz heraus und durchschnitt die Luft dort, wo der Kämpfer eben noch geschwebt hatte. <br />
Im Sturm zu kämpfen bedeutete die wenigen Momente zu nutzen, die einem vergönnt waren. Die nun erfolgende Pause war eindeutig den Kräften des Hexers geschuldet, denn von einem Herzschlag auf den anderen erstarrte das Toben, schien der Sturm wie zähflüssiger Honig zu wabern. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Feuer!</span> <br />
Etwas über die Hälfte der Waffen funktionierten und die Schüsse fanden ihre Ziele. Als das Unwetter danach mit aller Wucht weitertobte war der überwiegende Teil der Zielscheiben durchlöchert oder von den Granaten der Feldgeschütze in Stücke gerissen wurden. <br />
<br />
Das Üben ging weiter, Laden der Waffen, Störungen beseitigen, Vorrücken und zurückfallen lassen unter Zuhilfenahme der Tornister. Als sich das Unwetter nach etwa vier Stunden aufzulösen begann waren achtzehn Rasankuri tot, drei schwer verletzt und so gut wie jeder mit der ein oder anderen kleineren Blessur bedacht wurden. <br />
Der Panzer, mit dem völlig erschöpften Hexer wurde auf den Rückweg geschickt und Fahrzeuge für die Verwundeten waren unterwegs. Der Fürst wertete die Übung mit den Überlebenden aus, sprach Mängel an. <br />
Da wirkliches Versagen aber vom Sturm selbst bestraft wurden war, blieb nicht viel, was gerügt werden musste. <br />
Der Kampf auf diese Weise war mühsam, verlustreich und alles andere als schnell. Dennoch bedeutete er einen Vorteil von hundert Prozent, gegen einen Feind, der gar keine Möglichkeiten des infanteristischen Agieren innerhalb eines Unwetters hatte. Sicher, schwere Panzer konnten sich theoretisch bewegen, waren durch die Sichtbehinderung aber in ihrer Operationsfähigkeit eingeschränkt. Rasankrifußtruppen krochen durch den Sturm, aber das war immer noch mehr Bewegungsfähigkeit als ein Gegner hatte, der bei solchem Wetter in jegliche Form von Deckung gezwungen wurde. Ganz zu schweigen davon, dass die künstliche Beeinflussung der Gegebenheiten durch einen Hexer, den Kindern der Stadt gezielte Feuerüberfälle erlaubte, bevor der Sturm etwaige Reaktionsversuche verschluckte. Die Überlebenden waren angehalten in natürlichen Stürmen weiter mit dieser Technologie zu üben und ihre erlangten Grundkenntnisse zu verfeinern. Ein jeder von ihnen würde wiederum seinerseits andere trainieren. <br />
Bald schon würden die Dämonen der Wüstenstürme sehr reale Geschwister in ihren Reihen haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Wie Dämonen aus den Sagen der wandernden Wüstenvölker wirkte die kleine Schar, die sich ihren Weg durch das unwirtliche Alptraumland der Wüste bahnte. Hinter ihnen erhoben sich die gezackten Gipfel des Dämonentritts, welche den Blick auf Rasankur verwehrten und durch ihre steile Präsenz, in diesem ansonsten so landmarkenlosen Flachland, die Szenerie noch unwirtlicher machten. <br />
Die Gruppe, die ihrerseits aus Richtung der Stadt kam, bestand aus Chaosanbetern. Die Gesichter hinter grinsenden Masken verborgen, stellten sie das Höchstmaß an Uniformität dar, welches die Segnungen der Götter zuließ. Gleiche Farben und einander verwandte Ausrüstung, doch schon bei der Bewaffnung zeigte sich, dass alles darüber hinaus zu viel verlangt gewesen wäre. Hundert Krieger waren es, die im Morgengrauen aufgebrochen waren, um den Fußmarsch zum gewiesenen Gelände zu absolvieren. Alle samt Veteranen, auf die eine oder andere Art im Kampf gestählt und bedingungslos in ihrer fanatischen Treue zum Schwarzen Drachen. Der Gott in Fleisch und Blut war es auch, der sie hier erwartete. Das er persönlich ihnen eine Lektion ins Sachen Kampfweise geben würde war ebenso ehrenhaft wie ungewöhnlich. <br />
Kogan trat aus dem kleinen Zelt, an dem bereits die ersten, rüden Ausläufer des Sturms zerrten. Sein Blick wanderte kurz über das vorbereitete Gelände, welches man extra für die heutige Übungseinheit präpariert hatte. <br />
Fünf Feldgeschütze standen in Reihe, jedes einzelne  durch Stahlseile gesichert, ebenso wie die Munitionskisten daneben.  In einiger Entfernung ließen sich Ziele für Handfeuerwaffen ausmachen. Letzteren sah man nicht an, dass auch sie tief im Boden verankert waren, um dem standzuhalten was da kommen würde. Schließlich war nur noch ein Panzer zu erwähnen, der in einiger Entfernung stand und allein durch seine sonderbare Beschaffenheit auffiel. Wo bei anderen Vertretern dieser Waffengattung der Turm saß, war hier eine stählerne Kugel eingelassen. Ein Relikt aus der Blüte Rasankurs, den Depots unter Stadt entliehen. In glanzvolleren Zeiten hatten hunderte dieser Gefährte den darin sitzenden Hexern Schutz geboten, ohne ihre Kräfte allzu sehr zu beeinflussen. In diesem Exemplar saß Magal und bemühte sich das im Zaum zu halten, was er seit Mitte letzter Nacht heraufbeschworen hatte.    <br />
Kogan schritt zu der lockeren Reihe aus Rasankuri, die Aufstellung genommen hatten und sich in all ihrer göttergefälligen Pracht zeigten, als der Schwarze Drachen ihre Formation abschritt. Knirschende Zähne, Geifer der unter Masken hervor tropfte, Dornen, Hornstachel, zusätzlich und sonderbar deformierte Gliedmaßen aller Art. Dies waren wahrlichen die bevorzugten Kinder der dunklen Vier. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Söhne und Töchter Rasankurs!</span> begann Kogan nachdem er die Reihe abgegangen war und sich vor ihnen aufgebaut hatte. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Töten muss euch niemand lehren. Ihr alle habt in der Wüste gekämpft. Habt den Ruhm der Götter, der Stadt und eures eigenen Namen gemehrt. Heute aber zeige ich euch, wie man die Wüste selbst als Waffe benutzt und wie man mit ihr kämpft. Feind meines Feindes!</span><br />
Mehr Ansprache war nicht nötig. Kurz blaffte der Fürst das Wort für „Ausschwärmen“ in der kantigen Kommandosprache der Rasankuri und wie ein Mann setzten sich die Kämpfer in Bewegung, fächerten auseinander wie ein Vogelschwarm, in den ein Hautsegler hinab stieß. <br />
Kogan deute auf den Panzer und bekam vom Fahrer ein kurzes Lichtsignal als Antwort. Magal wurde gestattet seine Konzentration aufzugeben und keine Sekunde später ballte sich Staub, Sand und selbst aufgewirbeltes Gestein zu einer schmutzig gelbbraunen Wand zusammen, die brüllend von Westen her auf die Krieger zu hielt. <br />
Kogan setzte seinen massig gepanzerten Körper in Bewegung und trabte in die Mitte der Kämpfer. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Verankern!</span> Seine Stimme, dazu gemacht dröhnend die Moral jedweden Feindes niederzuringen, hatte dennoch bereits jetzt Schwierigkeiten das Heulen und Wehklagen der Dämonen zu übertönen, die nach Überzeugung der Beduinen auf jedem Sturm zur Jagd ausritten. Wer von den Rasankuri seinen Herren nicht vernommen hatte, orientierte sich am Tun seines Nachbarn. Alle waren in der theoretischen Handhabung der Ausrüstung ausgebildet wurden, die sie nun zu beherrschen hatten. Die klobigen Rückentornister schossen per Hieb auf den Brustauslöser Harpunenköpfe in den Boden, welche sich explosiv öffneten und ihre Wiederhaken ins Fleisch der Erde gruben. Die Kämpfer waren nach den geborgenen Anweisungen unterrichtet wurden, die vergangene Generationen für diese Gerätschaft verfasst hatten. Kogan selbst trug ebenfalls das erste Mal in seinem Leben einen solchen Tornister, speziell auf seine Größe zugeschnitten. Doch im Gegensatz zu den anderen, konnte er auf die Erinnerung der dahingegangenen Stadtbewohner zurückgreifen, die in seinem Geist weiterlebten. Sein Körper erinnerte sich an Handgriffe, die er noch nie ausgeführt hatte. <br />
Der Sturm kam über sie! <br />
Der entfesselte Zorn des öden Landes zerrte an den widerspenstigen Insekten, die es wagten sich ihm entgegenzustellen. Fast meinte man frustriertes Kreischen in der Kakophonie zu vernehmen, als die Verankerten sich seiner Macht wiedersetzten. Die Einbildung mochte daraus Triumphgeschrei machen, als die Kräfte des Unwetters eine Lücke im stoischen Ausharren der Rasankuri fand, einen Kämpfer packten und mit samt seiner Verankerung in die Höhe rissen. <br />
Schnell entschwand er den Blicken, würde bald vom Sand zu Nichts zerrieben sein. <br />
Ein anderer Kämpfer wurde von einem Stein, von der Größe eines Babys getroffen. Seine Maske zischte davon und verfehlte einen anderen Krieger nur um Haaresbreite. Der leblose Körper wurde zum Spielball der Naturgewalt und tanzte an seiner Verankerungsleine einen makaberen Totentanz. <br />
Nach etwa einer halben Stunde, nach der jedes Metallteil am Leib der Rasankuri auf Hochglanz poliert war, ließ das Toben des Sturmes etwas nach. Ob dies auf natürlichem Wege geschah, oder ob Magal dafür verantwortlich zeichnete, war weder ersichtlich, noch von Bedeutung. <br />
Kogan erhob sich aus seiner liegenden Haltung und Sand und kleine Kiesel flossen an ihm hinab. <br />
In die Knie gehen, die Angriffslust des Windes prüfen, sich dann gegen den Widerstand des Sturmes stemmen und abwägen ob man seiner auch ohne das Verankerungsseil trotzen konnte. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Rasankuri, erhebt euch! </span>Schrie er gegen den Wind. <br />
Wie ein Heer aus Begrabenen wühlten sich die Männer und Frauen aus dem Staub. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Feuerlinie, Geschütze bemannen. </span><br />
Nach vorn gebeugt arbeiten sich die Rasankuri Schritt für Schritt voran. Vier Meter Spielraum gewährte ihnen das Stahlseil. Dann mussten sie die Verankerung lösen und währen Harpune und Seil eingeholt wurden, allein auf ihre eigene Widerstandskraft bauen. Dabei versagten zwei weitere und wurden ein Fraß des Sturms. War die Harpune eingeholt musste man sich niederhocken, als wollte man seine Notdurft verrichten. Doch anstatt den Unflat des Körpers Nurgel darbieten, wurde die Harpune erneut in den Boden geschossen und es konnten wieder vier Meter gut gemacht werden. War man dabei nicht weit genug voneinander entfernt, lief man Gefahr von einem herumwirbelnden Harpunenkopf zerfetzt zu werden. Eine Bedrohung, die auch für den Besitzer der jeweils eingeholten Harpune bestand. Quälend langsam arbeiteten sich die maskierten Krieger voran, das Aufflauen des Sturms immer wieder in liegender Position abwartend. Nach einer halben Stunde ging es etwas schneller, da die, die bis hierher überlebt hatten ein gewisses Gefühl für die Funktion des Tornister bekamen. Dennoch mussten zwei weitere Opfer dem Sturm dargebracht werden, bis die Geschütze erreicht waren. <br />
Kogan hatte das Kommandogeben auf verbale Art aufgegeben und beschränkte sich auf Handzeichen. Während einer schwächeren Sturmminute ließ er die Geschütze laden und den Rest die Gewehre bereitmachen. Unwahrscheinlich, dass alle Waffen funktionieren würden, auch wenn die Draco für einen Gebrauch bei denkbar schlechten Bedingungen konzipiert wurden war.    <br />
Er ließ Feuer geben. <br />
Kugeln und Geschosse wurden mit spielerischer Leichtigkeit vom Sturm davongerissen. An ein genaues Zielen, ja auch nur an einen Glückstreffer war kaum zu denken. Eine Demonstration darüber, wie schwer der Feuerkampf während solcher Umstände war. Es galt ein weiteres Aufleben des Sturms zu überstehen. Die Verankerung einer der Kanonen löste sich und das Geschütz schlug nach hinten um. Der Besatzung gelang es dem unkontrollierbaren Stück Technik zu entgehen, doch ein Rasankuri wurde davongewirbelt. Der Krieger weigerte sich jedoch auf diese Weise abzutreten und hangelte sich am gestrafften Seil seiner Verankerung zurück zum Boden. Kurz darauf riss die Kanone ganz heraus und durchschnitt die Luft dort, wo der Kämpfer eben noch geschwebt hatte. <br />
Im Sturm zu kämpfen bedeutete die wenigen Momente zu nutzen, die einem vergönnt waren. Die nun erfolgende Pause war eindeutig den Kräften des Hexers geschuldet, denn von einem Herzschlag auf den anderen erstarrte das Toben, schien der Sturm wie zähflüssiger Honig zu wabern. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Feuer!</span> <br />
Etwas über die Hälfte der Waffen funktionierten und die Schüsse fanden ihre Ziele. Als das Unwetter danach mit aller Wucht weitertobte war der überwiegende Teil der Zielscheiben durchlöchert oder von den Granaten der Feldgeschütze in Stücke gerissen wurden. <br />
<br />
Das Üben ging weiter, Laden der Waffen, Störungen beseitigen, Vorrücken und zurückfallen lassen unter Zuhilfenahme der Tornister. Als sich das Unwetter nach etwa vier Stunden aufzulösen begann waren achtzehn Rasankuri tot, drei schwer verletzt und so gut wie jeder mit der ein oder anderen kleineren Blessur bedacht wurden. <br />
Der Panzer, mit dem völlig erschöpften Hexer wurde auf den Rückweg geschickt und Fahrzeuge für die Verwundeten waren unterwegs. Der Fürst wertete die Übung mit den Überlebenden aus, sprach Mängel an. <br />
Da wirkliches Versagen aber vom Sturm selbst bestraft wurden war, blieb nicht viel, was gerügt werden musste. <br />
Der Kampf auf diese Weise war mühsam, verlustreich und alles andere als schnell. Dennoch bedeutete er einen Vorteil von hundert Prozent, gegen einen Feind, der gar keine Möglichkeiten des infanteristischen Agieren innerhalb eines Unwetters hatte. Sicher, schwere Panzer konnten sich theoretisch bewegen, waren durch die Sichtbehinderung aber in ihrer Operationsfähigkeit eingeschränkt. Rasankrifußtruppen krochen durch den Sturm, aber das war immer noch mehr Bewegungsfähigkeit als ein Gegner hatte, der bei solchem Wetter in jegliche Form von Deckung gezwungen wurde. Ganz zu schweigen davon, dass die künstliche Beeinflussung der Gegebenheiten durch einen Hexer, den Kindern der Stadt gezielte Feuerüberfälle erlaubte, bevor der Sturm etwaige Reaktionsversuche verschluckte. Die Überlebenden waren angehalten in natürlichen Stürmen weiter mit dieser Technologie zu üben und ihre erlangten Grundkenntnisse zu verfeinern. Ein jeder von ihnen würde wiederum seinerseits andere trainieren. <br />
Bald schon würden die Dämonen der Wüstenstürme sehr reale Geschwister in ihren Reihen haben.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Flugplatz, Zeughaus und Kasernen]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=970</link>
			<pubDate>Tue, 06 Jan 2015 21:25:45 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=970</guid>
			<description><![CDATA[Das niedrige Gebäude hatte keinen Namen, nicht so wie die Tavernen und Bars in den Städten der sogenannten Zivilisation. <br />
Doch jeder wusste, das hier die Piloten Rasankurs ihre Zeit totschlugen. Und es gab eine Menge Zeit, die sie dieser Tage irgendwie herum bringen mussten. <br />
Ihre Flieger hatten kaum Sprit und aus dem Palast war der Befehl ergangen, die Kampfmaschinen nur im äußersten Notfall, das hieß im bei einem Angriff, in die Luft zu bringen. Jeder in der Stadt wusste, dass dies nicht passieren würde. Anfangs hatten sie noch gehofft Teil des Angriffs auf die Festung zu werden. Es hätte großen Ruhm und Symbolik bedeutet, wenn die Flieger jene Städte einnahmen, welche den Lebenssaft für ihre Maschinen liefern würden. Sieg oder Fall, das hätte es bedeutet. <br />
Doch man hatte ihnen diese Chance nicht zuteil werden lassen. <br />
Zu ungewiss war der Schlachtenverlauf erschienen. Zu groß das Risiko, dass der Sprit nutzlos verbrannte. <br />
So saßen sie also hier, in der relativen Kühle des Hauses, unweit des Rollfeldes. <br />
Das Gebäude bestand lediglich aus einem großen Raum, welcher tiefer als der natürliche Boden lag und so nicht allzu sehr aufheizte. Diesen Umstand musste man natürlich immer in Relation zur örtlichen Gegebenheit sehen und so nahm es nicht Wunder, dass in der Schenke eine Backofenhitze herrschte. In der Mitte stand eine Statuette, aus rissigem, grauen Holz, welche die sechbrüstige Mutter Nacht darstellen sollte. Zu ihren Füßen brannten einige Räucherstäbchen. Das Dach war an einigen Stellen undicht und grob mit Korbgeflecht geflickt. So zerteilten hereinfallende Sonnenstrahlen den Raum. Staub tanzte in diesen Lichtfingern. Die Trägheit der Partikel schien ansteckend zu sein, denn auch von den Anwesenden bewegte sich niemand mehr als nötig. Lediglich der Schankvater und seine beiden Töchter schritten durch die Reihen und füllen Becher nach, oder tauschten Wasserpfeifen aus. Alkoholische Getränke oder berauschende Kräuter wurden nicht gereicht, denn jeder der Piloten musste für den unwahrscheinlichen Fall der Fälle voll einsatzbereit sein. <br />
Die Männer und Frauen auf den Diwanen hätten wohl all jene mit Grausen erfüllt, die Mutanten nur aus Schauergeschichten und überspitzten Nachrichten kannten. Denn während in Gohmor und anderen imperialen Niederlassungen nur jene geduldet wurden, deren Veränderungen noch im Rahmen der regressiven Toleranz lagen, waren hier die wahrlich gesegneten versammelt. Den meisten Piloten verfügten nicht über die körperlichen Steigerungen der anderen Rasankuri. In ihrem Berufsstand waren Muskeln und natürliche Waffen eher hinderlich. Sie zeichneten sich vielmehr durch zusätzliche Augen, cybernetische Anschlüsse oder andere Formen der Veränderungen und Wahrnehmungserweiterungen aus, welche sie in Luftkämpfen überlegen machten. Die Unveränderten stellte die Unterzahl dar, doch auch sie gab es. <br />
Doch trotz ihrer geschärften Sinne und hohen Reflexe wandten nur wenige den Willen auf den Kopf zu drehen, als die Tür nun mit einigem Schwung aufgerissen wurde. Ein dicker Mann schob sich ins Innere der Taverne, gefolgt von zwei stämmigen Leibwächtern, die sich links und rechts des Eingangs positionierten. <br />
Ihr Herr verbarg seine Körperfülle in wallenden Bahnen roter Seide. Sein Haupt war von einem Turban der selben Farbe gekrönt und die dicken Wurstfinger zierten Ringe aus schimmernden Silber. Während er die Männer und Frauen musterte, schnupfte er an einem Beutel mit Duftgräsern, als wolle er sich auf diese Weise über den Geruch echauffieren. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich suche eine Frau... eine Pilotin namens Millicent. Lyra Millicent.</span><br />
Der Name allein war ungewöhnlich und ließ auf jemanden schließen, der ursprünglich nicht aus der Wüste oder den Reihen der verschmähten Mutanten stammte, denen man in den imperialen Städten keinen Nachnamen zugestand. <br />
Die Piloten, alle samt mehr als selbstbewusst und nicht gewillt so rüde und formlos mit sich sprechen zu lassen, antworten nicht. Einige sahen jedoch in die Ecke, wo unter dem Schatten eines aufgespannten Tuches, eine Frau auf einem voluminösen Kissen lag. Neben ihr ein Kampfpilot mit vier Armen und einer ledrig braunen Haut, mit dem sie in ein leises Gespräch vertieft gewesen war. Zwischen ihnen stand ein kleines Tischchen, mit einem Teegedeck aus Zinn darauf. <br />
Der Fremde deutete die Blicke richtig und hielt schnurstracks auf das Lager zu. <br />
In all seiner Fülle ragte er nun vor den beiden Fliegern auf und blickte auf sie herab. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fräulein Millicent, ich bin Yassir nar Nabil, von den Familien der Tuchhändler. Es gibt da etwas, das ich mit dir Besprechen muss. Mit dir allein.</span> Bedeutungsschwer blickte er auf den Vierarmigen, der jedoch keine Anstalten machte den Platz zu räumen. Lyra beugte sich zu ihm herüber und flüsterte ihm ein paar Worte zu. Woraufhin der Flieger lachte und sich dann, langsamer als nötig, daran machte ein anderes Kissen für sich zu finden. Yassir bewegte sich mit dem Geschick eines Mannes, der trotz seiner Masse durchaus gewohnt war die Wüste mit all ihren Strapazen zu bereisen und ließ sich auf den freigewordenen Platz sinken. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich möchte mich bei dir für mein Eindringen und meine ungebührliche Art entschuldigen. Normalerweise ist so etwas nichts was meinem Wesen entspricht. Ich lege viel Wert auf die Wahrung des Anstandes. Doch ich musste bei dir sein, bevor mir Malek, diese elende Natter, zuvor kommen konnte. Daher musste alles schnell gehen. <br />
Ich belästige dich, weil ich dir ein Angebot unterbreiten möchte. Ich brauche einen Flug nach Norden. Dort hin, wo unser Fürst, tausend Tempel seien ihm errichtet, im Moment die Grenzen Rasankurs erweitert. Die Kampfflieger dürfen nicht starten, dass ist mir bewusst. Aber deine Maschine gehört nicht zu denen der Rasankuri, jedenfalls nicht in dem Sinne, dass ein Flug für dich eine Strafe nach sich zieht.</span> Er senkte die Stimme ein wenig. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich habe Treibstoff. Nicht viel, aber doch genug um mich zu unseren Truppen und gegebenenfalls wieder zurückzubringen. Das wäre mir einiges wert. Zehn Silberstangen, oder fünfzig Ballen feinster Seide. Sehr gut zum tauschen, sehr wertvoll. Wertvoller als Silber, allemal. <br />
Wie klingt das für dich?</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Das niedrige Gebäude hatte keinen Namen, nicht so wie die Tavernen und Bars in den Städten der sogenannten Zivilisation. <br />
Doch jeder wusste, das hier die Piloten Rasankurs ihre Zeit totschlugen. Und es gab eine Menge Zeit, die sie dieser Tage irgendwie herum bringen mussten. <br />
Ihre Flieger hatten kaum Sprit und aus dem Palast war der Befehl ergangen, die Kampfmaschinen nur im äußersten Notfall, das hieß im bei einem Angriff, in die Luft zu bringen. Jeder in der Stadt wusste, dass dies nicht passieren würde. Anfangs hatten sie noch gehofft Teil des Angriffs auf die Festung zu werden. Es hätte großen Ruhm und Symbolik bedeutet, wenn die Flieger jene Städte einnahmen, welche den Lebenssaft für ihre Maschinen liefern würden. Sieg oder Fall, das hätte es bedeutet. <br />
Doch man hatte ihnen diese Chance nicht zuteil werden lassen. <br />
Zu ungewiss war der Schlachtenverlauf erschienen. Zu groß das Risiko, dass der Sprit nutzlos verbrannte. <br />
So saßen sie also hier, in der relativen Kühle des Hauses, unweit des Rollfeldes. <br />
Das Gebäude bestand lediglich aus einem großen Raum, welcher tiefer als der natürliche Boden lag und so nicht allzu sehr aufheizte. Diesen Umstand musste man natürlich immer in Relation zur örtlichen Gegebenheit sehen und so nahm es nicht Wunder, dass in der Schenke eine Backofenhitze herrschte. In der Mitte stand eine Statuette, aus rissigem, grauen Holz, welche die sechbrüstige Mutter Nacht darstellen sollte. Zu ihren Füßen brannten einige Räucherstäbchen. Das Dach war an einigen Stellen undicht und grob mit Korbgeflecht geflickt. So zerteilten hereinfallende Sonnenstrahlen den Raum. Staub tanzte in diesen Lichtfingern. Die Trägheit der Partikel schien ansteckend zu sein, denn auch von den Anwesenden bewegte sich niemand mehr als nötig. Lediglich der Schankvater und seine beiden Töchter schritten durch die Reihen und füllen Becher nach, oder tauschten Wasserpfeifen aus. Alkoholische Getränke oder berauschende Kräuter wurden nicht gereicht, denn jeder der Piloten musste für den unwahrscheinlichen Fall der Fälle voll einsatzbereit sein. <br />
Die Männer und Frauen auf den Diwanen hätten wohl all jene mit Grausen erfüllt, die Mutanten nur aus Schauergeschichten und überspitzten Nachrichten kannten. Denn während in Gohmor und anderen imperialen Niederlassungen nur jene geduldet wurden, deren Veränderungen noch im Rahmen der regressiven Toleranz lagen, waren hier die wahrlich gesegneten versammelt. Den meisten Piloten verfügten nicht über die körperlichen Steigerungen der anderen Rasankuri. In ihrem Berufsstand waren Muskeln und natürliche Waffen eher hinderlich. Sie zeichneten sich vielmehr durch zusätzliche Augen, cybernetische Anschlüsse oder andere Formen der Veränderungen und Wahrnehmungserweiterungen aus, welche sie in Luftkämpfen überlegen machten. Die Unveränderten stellte die Unterzahl dar, doch auch sie gab es. <br />
Doch trotz ihrer geschärften Sinne und hohen Reflexe wandten nur wenige den Willen auf den Kopf zu drehen, als die Tür nun mit einigem Schwung aufgerissen wurde. Ein dicker Mann schob sich ins Innere der Taverne, gefolgt von zwei stämmigen Leibwächtern, die sich links und rechts des Eingangs positionierten. <br />
Ihr Herr verbarg seine Körperfülle in wallenden Bahnen roter Seide. Sein Haupt war von einem Turban der selben Farbe gekrönt und die dicken Wurstfinger zierten Ringe aus schimmernden Silber. Während er die Männer und Frauen musterte, schnupfte er an einem Beutel mit Duftgräsern, als wolle er sich auf diese Weise über den Geruch echauffieren. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich suche eine Frau... eine Pilotin namens Millicent. Lyra Millicent.</span><br />
Der Name allein war ungewöhnlich und ließ auf jemanden schließen, der ursprünglich nicht aus der Wüste oder den Reihen der verschmähten Mutanten stammte, denen man in den imperialen Städten keinen Nachnamen zugestand. <br />
Die Piloten, alle samt mehr als selbstbewusst und nicht gewillt so rüde und formlos mit sich sprechen zu lassen, antworten nicht. Einige sahen jedoch in die Ecke, wo unter dem Schatten eines aufgespannten Tuches, eine Frau auf einem voluminösen Kissen lag. Neben ihr ein Kampfpilot mit vier Armen und einer ledrig braunen Haut, mit dem sie in ein leises Gespräch vertieft gewesen war. Zwischen ihnen stand ein kleines Tischchen, mit einem Teegedeck aus Zinn darauf. <br />
Der Fremde deutete die Blicke richtig und hielt schnurstracks auf das Lager zu. <br />
In all seiner Fülle ragte er nun vor den beiden Fliegern auf und blickte auf sie herab. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Fräulein Millicent, ich bin Yassir nar Nabil, von den Familien der Tuchhändler. Es gibt da etwas, das ich mit dir Besprechen muss. Mit dir allein.</span> Bedeutungsschwer blickte er auf den Vierarmigen, der jedoch keine Anstalten machte den Platz zu räumen. Lyra beugte sich zu ihm herüber und flüsterte ihm ein paar Worte zu. Woraufhin der Flieger lachte und sich dann, langsamer als nötig, daran machte ein anderes Kissen für sich zu finden. Yassir bewegte sich mit dem Geschick eines Mannes, der trotz seiner Masse durchaus gewohnt war die Wüste mit all ihren Strapazen zu bereisen und ließ sich auf den freigewordenen Platz sinken. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich möchte mich bei dir für mein Eindringen und meine ungebührliche Art entschuldigen. Normalerweise ist so etwas nichts was meinem Wesen entspricht. Ich lege viel Wert auf die Wahrung des Anstandes. Doch ich musste bei dir sein, bevor mir Malek, diese elende Natter, zuvor kommen konnte. Daher musste alles schnell gehen. <br />
Ich belästige dich, weil ich dir ein Angebot unterbreiten möchte. Ich brauche einen Flug nach Norden. Dort hin, wo unser Fürst, tausend Tempel seien ihm errichtet, im Moment die Grenzen Rasankurs erweitert. Die Kampfflieger dürfen nicht starten, dass ist mir bewusst. Aber deine Maschine gehört nicht zu denen der Rasankuri, jedenfalls nicht in dem Sinne, dass ein Flug für dich eine Strafe nach sich zieht.</span> Er senkte die Stimme ein wenig. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich habe Treibstoff. Nicht viel, aber doch genug um mich zu unseren Truppen und gegebenenfalls wieder zurückzubringen. Das wäre mir einiges wert. Zehn Silberstangen, oder fünfzig Ballen feinster Seide. Sehr gut zum tauschen, sehr wertvoll. Wertvoller als Silber, allemal. <br />
Wie klingt das für dich?</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Nordsturm]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=932</link>
			<pubDate>Thu, 07 Mar 2013 14:47:51 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=932</guid>
			<description><![CDATA[Der Platz war von Fackeln und Feuern aus Carnakdunk beleuchtet. Die Flammen ließen zuckende Schatten über die narbigen Körper der zehn Ungetüme tanzen, welche ordentlich aufgereiht auf der Freifläche standen. Sechs Malcador, zwei Valdor und zwei bullige Minotaur. <br />
Jahrhunderte hatten diese antiken Kriegsmaschinen in den versiegelten Depots unter der Stadt geruht, auf den Tag wartend, da ihre Stimmen wieder das Lied des Todes und der Zerstörung würden singen dürfen. Unzählige ihrer Brüder wären bereit gewesen diesen Chor zu verstärken und hätten andere gewusst welche Schätze unter Rasankur schlummerten, die Gier danach wäre über die Grenzen des Planeten hinaus geschwappt und hätte die Schmeißfliegen in Schwärmen angezogen. Doch nur dieser kleinen Schar war die Erweckung vergönnt gewesen, denn etwas fehlte um die ganze Legion aufmarschieren zu lassen.<br />
Treibstoff. <br />
Den Weisen der Stadt waren Methoden bekannt die genügsamen Motoren mit dem kostbaren Gut zu versorgen, doch der Aufwand und die benötigten Ressourcen zu produzieren, standen in keiner Relation zum Ertrag. <br />
Diese Zehn waren die einzigen die die Reise auf sich nehmen konnten ohne unterwegs mit leerem Tank liegenzubleiben und selbst das würde nur für die Hinfahrt reichen. <br />
Entweder kamen sie mit vollen Mägen und blutigen Ketten wieder, als besungene Sieger oder gar nicht. <br />
Meroch ließ den Blick seiner sechs Augen über die Fahrzeuge schweifen. Da alle seine Pupillen im Einsatz waren konnte er den Herzschlag der Mannschaften ebenso sehen wie die abkühlenden Motoren ihrer Gebieter. <br />
Gebieter, ja das waren sie! <br />
Jeder Rasankuri hatte sein Leben mit einem Eid an den Panzer gebunden dem er zugeteilt war. Das Fahrzeug war ihr Heim, ihre Waffe, ihre behütende Mutter und flammende Geliebte. <br />
Es gab die Möglichkeit diese Ehre eines fernen Tages an jüngere Krieger zu übergeben, oder aber mit der brennenden Hülle des Gefährt ein würdiges Mausoleum zu finden. <br />
Die Krieger standen neben ihren Panzern, in voller Kampfausrüstung, die Luft mit ihrem Brodem aus Schweiß, Maschinenöl und Waffenfett schwängernd.<br />
Nicht alle waren noch als menschlich zu bezeichnen. Zwei oder dreien war es verwehrt ihre zähnefletschenden Masken zu tragen, da verlängerte Kiefer und andere Deformationen es ihnen unmöglich machen. Ein weiterer zeigte sich aufgedunsen wie eine Wasserleiche und eitriges Sekret tropfte unter seinem Harnisch hervor, so wie aus nässenden Wunden auf seinen unbedeckten Oberarmen. Ein Dritter war mit dichtem Fell bewachsen, einem anderen durchstachen Stacheln die Haut und so fort. <br />
Nützliche Geschenke, mit denen die Götter ihre Diener segneten.<br />
Sie standen nicht aufgereiht wie Zinnsoldaten bei der Parade, nicht wie die eitlen Gecken in den Rängen ihrer Feinde, sondern in kleinen Gruppen, ein jeder neben seiner Maschine.    <br />
Es herrschte Ruhe, abgesehen vom Knacken und Flattern der Flammen, an denen der kalte Nachtwind zerrte und dem gelegentlichem Röcheln, Schmatzen und Knurren der Angetretenen. Auch die Ketten klirrten leise in den Böen. Die rostigen Glieder waren um die stählernen Rümpfe geschlungen, in regelmäßigen Abständen von Fleischerhaken durchbrochen. Auf diese würden die Besatzungen ihre Trophäen aufspießen und mit dem Stolz errungener Orden zur Schau stellen. <br />
<br />
Eine feierliche Erwartung hing über dem Platz und in die wenigen Geräusche mischte sich das Stampfen der verhornten Füße der “Zunge des Bekenners“, als dieser auf den ersten Malcador zuhielt. <br />
So dumpf wie seine Schritte klangen, so gegensätzlich erschollen die seiner beiden Begleiter. Das leise Platschen nackter Sohlen, von der zierlichen Frau herrührend, deren weiße Haut im Mondlicht fahl schimmerte. Sie war gänzlich unbekleidet und man hätte sie als wahrhaftige Schönheit umschreiben können, währen da nicht die unzähligen Narben und kaum verheilten Schnitte gewesen, die sich wie das Gekrakel eines geisteskranken Kleinkindes über ihren Leib schlängelten. Die Dritte in dieser wahnhaften Kombo war eine weibliche Albtraumgestalt, welche in ihrer Groteske selbst Meroch in den Schatten stellte. Arme und Beine waren ihr an den Gelenken amputiert wurden. Die unteren Extremitäten hatten sadistische Hände durch metallene Dornen ersetzt, auf deren Spitzen, nicht größer als die Fläche eines Fingernagels, sie sich mit graziler Sicherheit bewegte. Jeder Schritt erzeugte ein glockenhelles &gt;Pling&lt; und ließ ab und an kleine Steinsplitter aus den Bodenplatten aufspritzen. Hände und Unterarme waren durch gebogene Klingen mit grausamen Sägezahnschneiden ausgetauscht. Der Chirurg dieser Schönheit hatte sich jedoch nicht mit den Gliedmaßen zufrieden gegeben. Die Lippen der Frau waren entfernt wurden und entblößten zugefeilte Zähne in einem permanenten, sardonischem Grinsen. Die fehlenden Augenlider gab ihr eine gewisse Glotzäugigkeit, noch zusätzlich untermalt von den wunden, geröteten Lidern, wo Tränen aus geronnenem Blut ein schauriges Make-up darstellten. Sie war nicht so gänzlich entblößt wie ihre jugendliche Begleiterin, auch wenn das schwarze Korsett, das ihre Taille unnatürlich zusammenschnürte, alles war was sie sich an Kleidung zugestand.<br />
Ihre Scham, welcher der Anwesenden hätte den Blick nicht dort hin gerichtet, sahen sie ihre Gier und brodelnde Lust doch als eine Tugend an, war von Behaarung befreit, so wie jeder Quadratzentimeter ihres Körpers es war. <br />
Zwischen den geteilten Lippen ragte das Ende eines verchromten Phallus hervor, von dem aus feine, silberne Ketten zu den Ringen in ihren Brustwarzen führten. Dieser obszöne Schmuck schien sie jedoch in keinster Weise in ihren raubtierhaft fließenden Bewegungen zu behindern. <br />
Der Sechsäugige blieb in einigen Schritten Abstand vor dem Panzer stehen und verschränkte die Arme vor der Brust. Beide weiblichen Wesen schritten jedoch bis auf Armeslänge an die vernietete Flanke der Mordmaschine heran. <br />
Mit einer absonderlichen Art von Widerstreben wichen die Rasankuri zurück und bildeten einen Halbkreis. Fast wie aufgehetzte Hunde, die nur mit großer Kraftanstrengung die Beherrschung aufbrachten auf das Kommando ihres Herren zu hören und nicht über die verlockende Beute herzufallen. Einer krallte sogar in Richtung der Frauen durch die Luft, doch seine Beine hatten ihn bereits außer Reichweite getragen. Eine Mischung aus Ehrerbietung und ungezügelter Lust nach Besitz. <br />
Die Frauen würdigen diesem Gebaren keinerlei Aufmerksamkeit. Tatsächlich schienen sie die Anwesenheit der Krieger gar nicht wahrzunehmen. Ihr Augenmerk galt ganz allein dem aufragenden Koloss. <br />
Zärtlich strich der Klingenarm der Modifizierten über die Flanke des Malcadors, was einen haarfeinen Kratzer in der dick aufgetragenen Lackierung hinterließ. Sie wiederholte diese Geste ein paar mal, bis sich aus den Kratzern eine Rune gebildet hatte. <br />
Dann trat sie zurück und legte den Kopf schräg um ihr Werk zu begutachten. Sie gab ein zufriedenes Zischen von sich, wobei Speichel von ihrem lippenlosen Mund tropfte und die kleinen, spitzen Brüste benetzte. <br />
Dann drehte sie sich halb zu ihrer Begleiterin um und zog ihr die Klinge der anderen Hand langsam von oben über den Bauch, ebenso liebevoll wie zuvor bei dem Kriegsgefährt. Der Schnitt war lang, aber nicht so tief das er eine schwerere Verletzung darstellte. Die so Verwundete sah die Marter jedoch offenkundig nicht als etwas Schlimmes an. Vielmehr schloss sie genießerisch die Augen und legte das Haupt leicht in den Nacken. <br />
Im krassen Kontrast glänzte nun Rot auf dem Weiß ihrer Haut, als sie sich nun dem Vehikel näherte und dabei die Arme ausbreitete, als galt es sich einem lang vermisstem Geliebten hinzugeben. Sie drückte den warmen Körper auf den kalten Stahl des Panzers und ihr Blut blieb auf diesem Instrument des Todes zurück, ganz so wie ein Gruß an die Dinge die da kommen würden. <br />
Als sie sich widerwillig löste, spiegelte sich der Feuerschein in dem Streifen wider, der nun quer über der Rune glitzerte. <br />
Die Bestien der Besatzung, noch immer im Halbkreis stehend, schlugen sich die Griffe ihrer Waffen, Steine oder die blanken Fäuste gegen die Brustharnische und bellten, johlten, heulten und schrien, während die Segensspenderinnen zum nächsten Panzer schritten...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Der Platz war von Fackeln und Feuern aus Carnakdunk beleuchtet. Die Flammen ließen zuckende Schatten über die narbigen Körper der zehn Ungetüme tanzen, welche ordentlich aufgereiht auf der Freifläche standen. Sechs Malcador, zwei Valdor und zwei bullige Minotaur. <br />
Jahrhunderte hatten diese antiken Kriegsmaschinen in den versiegelten Depots unter der Stadt geruht, auf den Tag wartend, da ihre Stimmen wieder das Lied des Todes und der Zerstörung würden singen dürfen. Unzählige ihrer Brüder wären bereit gewesen diesen Chor zu verstärken und hätten andere gewusst welche Schätze unter Rasankur schlummerten, die Gier danach wäre über die Grenzen des Planeten hinaus geschwappt und hätte die Schmeißfliegen in Schwärmen angezogen. Doch nur dieser kleinen Schar war die Erweckung vergönnt gewesen, denn etwas fehlte um die ganze Legion aufmarschieren zu lassen.<br />
Treibstoff. <br />
Den Weisen der Stadt waren Methoden bekannt die genügsamen Motoren mit dem kostbaren Gut zu versorgen, doch der Aufwand und die benötigten Ressourcen zu produzieren, standen in keiner Relation zum Ertrag. <br />
Diese Zehn waren die einzigen die die Reise auf sich nehmen konnten ohne unterwegs mit leerem Tank liegenzubleiben und selbst das würde nur für die Hinfahrt reichen. <br />
Entweder kamen sie mit vollen Mägen und blutigen Ketten wieder, als besungene Sieger oder gar nicht. <br />
Meroch ließ den Blick seiner sechs Augen über die Fahrzeuge schweifen. Da alle seine Pupillen im Einsatz waren konnte er den Herzschlag der Mannschaften ebenso sehen wie die abkühlenden Motoren ihrer Gebieter. <br />
Gebieter, ja das waren sie! <br />
Jeder Rasankuri hatte sein Leben mit einem Eid an den Panzer gebunden dem er zugeteilt war. Das Fahrzeug war ihr Heim, ihre Waffe, ihre behütende Mutter und flammende Geliebte. <br />
Es gab die Möglichkeit diese Ehre eines fernen Tages an jüngere Krieger zu übergeben, oder aber mit der brennenden Hülle des Gefährt ein würdiges Mausoleum zu finden. <br />
Die Krieger standen neben ihren Panzern, in voller Kampfausrüstung, die Luft mit ihrem Brodem aus Schweiß, Maschinenöl und Waffenfett schwängernd.<br />
Nicht alle waren noch als menschlich zu bezeichnen. Zwei oder dreien war es verwehrt ihre zähnefletschenden Masken zu tragen, da verlängerte Kiefer und andere Deformationen es ihnen unmöglich machen. Ein weiterer zeigte sich aufgedunsen wie eine Wasserleiche und eitriges Sekret tropfte unter seinem Harnisch hervor, so wie aus nässenden Wunden auf seinen unbedeckten Oberarmen. Ein Dritter war mit dichtem Fell bewachsen, einem anderen durchstachen Stacheln die Haut und so fort. <br />
Nützliche Geschenke, mit denen die Götter ihre Diener segneten.<br />
Sie standen nicht aufgereiht wie Zinnsoldaten bei der Parade, nicht wie die eitlen Gecken in den Rängen ihrer Feinde, sondern in kleinen Gruppen, ein jeder neben seiner Maschine.    <br />
Es herrschte Ruhe, abgesehen vom Knacken und Flattern der Flammen, an denen der kalte Nachtwind zerrte und dem gelegentlichem Röcheln, Schmatzen und Knurren der Angetretenen. Auch die Ketten klirrten leise in den Böen. Die rostigen Glieder waren um die stählernen Rümpfe geschlungen, in regelmäßigen Abständen von Fleischerhaken durchbrochen. Auf diese würden die Besatzungen ihre Trophäen aufspießen und mit dem Stolz errungener Orden zur Schau stellen. <br />
<br />
Eine feierliche Erwartung hing über dem Platz und in die wenigen Geräusche mischte sich das Stampfen der verhornten Füße der “Zunge des Bekenners“, als dieser auf den ersten Malcador zuhielt. <br />
So dumpf wie seine Schritte klangen, so gegensätzlich erschollen die seiner beiden Begleiter. Das leise Platschen nackter Sohlen, von der zierlichen Frau herrührend, deren weiße Haut im Mondlicht fahl schimmerte. Sie war gänzlich unbekleidet und man hätte sie als wahrhaftige Schönheit umschreiben können, währen da nicht die unzähligen Narben und kaum verheilten Schnitte gewesen, die sich wie das Gekrakel eines geisteskranken Kleinkindes über ihren Leib schlängelten. Die Dritte in dieser wahnhaften Kombo war eine weibliche Albtraumgestalt, welche in ihrer Groteske selbst Meroch in den Schatten stellte. Arme und Beine waren ihr an den Gelenken amputiert wurden. Die unteren Extremitäten hatten sadistische Hände durch metallene Dornen ersetzt, auf deren Spitzen, nicht größer als die Fläche eines Fingernagels, sie sich mit graziler Sicherheit bewegte. Jeder Schritt erzeugte ein glockenhelles &gt;Pling&lt; und ließ ab und an kleine Steinsplitter aus den Bodenplatten aufspritzen. Hände und Unterarme waren durch gebogene Klingen mit grausamen Sägezahnschneiden ausgetauscht. Der Chirurg dieser Schönheit hatte sich jedoch nicht mit den Gliedmaßen zufrieden gegeben. Die Lippen der Frau waren entfernt wurden und entblößten zugefeilte Zähne in einem permanenten, sardonischem Grinsen. Die fehlenden Augenlider gab ihr eine gewisse Glotzäugigkeit, noch zusätzlich untermalt von den wunden, geröteten Lidern, wo Tränen aus geronnenem Blut ein schauriges Make-up darstellten. Sie war nicht so gänzlich entblößt wie ihre jugendliche Begleiterin, auch wenn das schwarze Korsett, das ihre Taille unnatürlich zusammenschnürte, alles war was sie sich an Kleidung zugestand.<br />
Ihre Scham, welcher der Anwesenden hätte den Blick nicht dort hin gerichtet, sahen sie ihre Gier und brodelnde Lust doch als eine Tugend an, war von Behaarung befreit, so wie jeder Quadratzentimeter ihres Körpers es war. <br />
Zwischen den geteilten Lippen ragte das Ende eines verchromten Phallus hervor, von dem aus feine, silberne Ketten zu den Ringen in ihren Brustwarzen führten. Dieser obszöne Schmuck schien sie jedoch in keinster Weise in ihren raubtierhaft fließenden Bewegungen zu behindern. <br />
Der Sechsäugige blieb in einigen Schritten Abstand vor dem Panzer stehen und verschränkte die Arme vor der Brust. Beide weiblichen Wesen schritten jedoch bis auf Armeslänge an die vernietete Flanke der Mordmaschine heran. <br />
Mit einer absonderlichen Art von Widerstreben wichen die Rasankuri zurück und bildeten einen Halbkreis. Fast wie aufgehetzte Hunde, die nur mit großer Kraftanstrengung die Beherrschung aufbrachten auf das Kommando ihres Herren zu hören und nicht über die verlockende Beute herzufallen. Einer krallte sogar in Richtung der Frauen durch die Luft, doch seine Beine hatten ihn bereits außer Reichweite getragen. Eine Mischung aus Ehrerbietung und ungezügelter Lust nach Besitz. <br />
Die Frauen würdigen diesem Gebaren keinerlei Aufmerksamkeit. Tatsächlich schienen sie die Anwesenheit der Krieger gar nicht wahrzunehmen. Ihr Augenmerk galt ganz allein dem aufragenden Koloss. <br />
Zärtlich strich der Klingenarm der Modifizierten über die Flanke des Malcadors, was einen haarfeinen Kratzer in der dick aufgetragenen Lackierung hinterließ. Sie wiederholte diese Geste ein paar mal, bis sich aus den Kratzern eine Rune gebildet hatte. <br />
Dann trat sie zurück und legte den Kopf schräg um ihr Werk zu begutachten. Sie gab ein zufriedenes Zischen von sich, wobei Speichel von ihrem lippenlosen Mund tropfte und die kleinen, spitzen Brüste benetzte. <br />
Dann drehte sie sich halb zu ihrer Begleiterin um und zog ihr die Klinge der anderen Hand langsam von oben über den Bauch, ebenso liebevoll wie zuvor bei dem Kriegsgefährt. Der Schnitt war lang, aber nicht so tief das er eine schwerere Verletzung darstellte. Die so Verwundete sah die Marter jedoch offenkundig nicht als etwas Schlimmes an. Vielmehr schloss sie genießerisch die Augen und legte das Haupt leicht in den Nacken. <br />
Im krassen Kontrast glänzte nun Rot auf dem Weiß ihrer Haut, als sie sich nun dem Vehikel näherte und dabei die Arme ausbreitete, als galt es sich einem lang vermisstem Geliebten hinzugeben. Sie drückte den warmen Körper auf den kalten Stahl des Panzers und ihr Blut blieb auf diesem Instrument des Todes zurück, ganz so wie ein Gruß an die Dinge die da kommen würden. <br />
Als sie sich widerwillig löste, spiegelte sich der Feuerschein in dem Streifen wider, der nun quer über der Rune glitzerte. <br />
Die Bestien der Besatzung, noch immer im Halbkreis stehend, schlugen sich die Griffe ihrer Waffen, Steine oder die blanken Fäuste gegen die Brustharnische und bellten, johlten, heulten und schrien, während die Segensspenderinnen zum nächsten Panzer schritten...]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Blutplatz -Große Arena-]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=885</link>
			<pubDate>Tue, 21 Aug 2012 09:47:36 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[[CENTER]<a href="http://www.imagebanana.com/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="http://img6.imagebanana.com/img/vhf5sd0y/640x360_10696_Best_of_arena_2d_illus.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: 640x360_10696_Best_of_arena_2d_illus.jpg]" class="mycode_img" /></a>[/CENTER]<br />
<br />
Einst war die Arena Symbol der Macht und der Stärke Rasankurs. Männer und Frauen starben in ihrem Sand zum Ruhm der Götter, oder aber weil sie sich ihnen verweigerten. Die Steine dieses kolossalen Bauwerkes hatten Blut und Schweiß gekostet und donnernde Johlen der Massen gehört. Dann war Schweigen über sie gesunken und auch die Zeit des Schlummers hatten sie stoisch abgewartet, ganz so als hätte das Bauwerk um seine Wiederbelebung gewusst und blickte nun zufrieden auf das neuerliche Getümmel herab. <br />
Die massive Substanz des Blutplatzes hatte in den zweihundert Jahren, in denen Sandstürme und schlimmere Wetterkapriolen über sie hinweggegangen war, nicht gelitten. Lediglich die Sonnenschutzsegel über den oberen Rängen hatten erneuert werden müssen. Nun würden sie wieder Schatten spenden, sobald die Kühle des Morgens vergangen war.<br />
Das gewaltige Rund lag in Mitten des oberen Stadtbezirkes und nur die höchsten Türme der umgebenen Festungsanwesen überragten es. Es gab viele Arenen in Rasankur, große und kleine, denn schon immer hatte das zur Schau gestellte Kämpfen einen wesentlichen Teil der Kultur dieses Volkes ausgemacht. Bestrafung, Belustigung oder das klären von Streitfragen im Angesicht der Götter, alles bot der Sand.<br />
Der Blutplatz stellte jedoch alle anderen Orte gleichen Zweckes in den Schatten. Er war keinem speziellen Gott geweiht und so starrten die Inkarnationen aller Vier und unzähliger Untergötter als Staturen vom oberen Rand auf die unter ihnen wimmelnden Insekten herab. Es gab vierundvierzig Eingänge und die Ränge boten Platz für ein ganzes Heer.   <br />
Seit die verhasste Sonne sich über den Rand des Dämonentrittes gewagt hatte strömte das Volk Rasankurs in die Arena.<br />
Der Fürst der Stadt hatte geladen. Offiziell lediglich zu einer weiteren Feierlichkeit, welche seinen Großmut belegte. <br />
Doch natürlich wusste die Gerüchteküche mehr zu berichten. <br />
Seit Wochen liefen Vorbereitungen die weit über das übliche Training der Rasankuri hinaus gingen.<br />
Panzerfahrzeuge rollten aus den Depots und selbst die erfahrenen und angesehenen Krieger mussten an den Ausbildungsprogrammen teilnehmen. Öfters hatten man den Fürsten selbst gesehen, wie er persönlich Inspektionen durchführte. <br />
Kurzum, alles deutete auf einen baldigen Feldzug hin und es war zu vermuten das der Schwarze Drachen im Rahmen der Festivitäten das Ziel dieses Unternehmens verkünden würde.<br />
Ersteinmal stand jedoch das Spektakel an.<br />
Hier war gut zu beobachten wie weit die Bevölkerung der Stadt inzwischen angewachsen war, denn das Gedränge an den Eingängen war beachtlich. Die dort positionierten Wachen hatten es längst aufgegeben die Massen in geordnete Bahnen lenken zu wollen. <br />
Die Konstruktion des Bauwerkes selbst verhinderte jedoch Schlimmeres. Die Portale waren so konzipiert das sie wie Wellenbrecher funktionierten und dahinter fanden sich die Besucher in dunklen Steingängen wieder,  nur von Talklichtern spärlich erhellt. Durch diesen Umstand waren die Massen gezwungen ihren Schritt zu zügeln und Stürze wurden so vermieden. Hier konnte man bereits das unverkennbare Aroma der Arena aufnehmen. Der Geruch nach Schweiß und Tieren, erhitztes Fett und tausenderlei anderer, weniger definierbarer Dinge. <br />
<br />
Hatte man das dunkle Geflecht überwunden, war Trepp auf zu seinem Rang gelangt, so platzte man förmlich in blendende Helligkeit, während die Geräusche der Masse unvermittelt verstärkt zu hören waren.<br />
Auch wenn das eigentlich Programm noch nicht begonnen hatte waren die Reihen bereits gut gefüllt. Zur ersten Zerstreuung der Gäste führten einige Kardak eher harmlose Reiterspiele vor. Sie sprangen über Hindernisse oder stießen mit ihren Lanzen nach Ringen am Ende langer Stangen. Als einer von ihnen mit dem Sichelschwert Tonkrüge, welche wohl die Köpfe von Feinden darstellen sollten, in schneller Abfolge zerschlug, ertönten hier und da Rufe der Bewunderung. <br />
Noch beschäftigte man sich allerdings eher mit sich selbst. Schwatzte mit dem Nebenmann, bestaunte die mutierte Segnungen der Anwesenden oder stellte die eigenen stolz zur Schau. <br />
Die gepanzerten Krieger saßen meist in Grüppchen zusammen auch wenn es keine bestimmte Ordnung der Ränge gab. Zwischen den Sitzenden schritten Händler mit gewürztem Wein einher, andere boten Süßigkeiten oder gebratenes Fleisch feil. <br />
Die Fürstenloge war noch verweist. Das separate Sonnendach zeigte das Abbild eines nachtfarbenen Drachens und beschattete die steinernen Sitze darunter. Einer, es musste der der Seherin sein, würde auch weiterhin leer bleiben, doch der unsterblichen Verehrung war durch einen reichhaltigen Schmuck aus Blumen und grünen Girlanden ein Zeichen gesetzt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[[CENTER]<a href="http://www.imagebanana.com/" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="http://img6.imagebanana.com/img/vhf5sd0y/640x360_10696_Best_of_arena_2d_illus.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: 640x360_10696_Best_of_arena_2d_illus.jpg]" class="mycode_img" /></a>[/CENTER]<br />
<br />
Einst war die Arena Symbol der Macht und der Stärke Rasankurs. Männer und Frauen starben in ihrem Sand zum Ruhm der Götter, oder aber weil sie sich ihnen verweigerten. Die Steine dieses kolossalen Bauwerkes hatten Blut und Schweiß gekostet und donnernde Johlen der Massen gehört. Dann war Schweigen über sie gesunken und auch die Zeit des Schlummers hatten sie stoisch abgewartet, ganz so als hätte das Bauwerk um seine Wiederbelebung gewusst und blickte nun zufrieden auf das neuerliche Getümmel herab. <br />
Die massive Substanz des Blutplatzes hatte in den zweihundert Jahren, in denen Sandstürme und schlimmere Wetterkapriolen über sie hinweggegangen war, nicht gelitten. Lediglich die Sonnenschutzsegel über den oberen Rängen hatten erneuert werden müssen. Nun würden sie wieder Schatten spenden, sobald die Kühle des Morgens vergangen war.<br />
Das gewaltige Rund lag in Mitten des oberen Stadtbezirkes und nur die höchsten Türme der umgebenen Festungsanwesen überragten es. Es gab viele Arenen in Rasankur, große und kleine, denn schon immer hatte das zur Schau gestellte Kämpfen einen wesentlichen Teil der Kultur dieses Volkes ausgemacht. Bestrafung, Belustigung oder das klären von Streitfragen im Angesicht der Götter, alles bot der Sand.<br />
Der Blutplatz stellte jedoch alle anderen Orte gleichen Zweckes in den Schatten. Er war keinem speziellen Gott geweiht und so starrten die Inkarnationen aller Vier und unzähliger Untergötter als Staturen vom oberen Rand auf die unter ihnen wimmelnden Insekten herab. Es gab vierundvierzig Eingänge und die Ränge boten Platz für ein ganzes Heer.   <br />
Seit die verhasste Sonne sich über den Rand des Dämonentrittes gewagt hatte strömte das Volk Rasankurs in die Arena.<br />
Der Fürst der Stadt hatte geladen. Offiziell lediglich zu einer weiteren Feierlichkeit, welche seinen Großmut belegte. <br />
Doch natürlich wusste die Gerüchteküche mehr zu berichten. <br />
Seit Wochen liefen Vorbereitungen die weit über das übliche Training der Rasankuri hinaus gingen.<br />
Panzerfahrzeuge rollten aus den Depots und selbst die erfahrenen und angesehenen Krieger mussten an den Ausbildungsprogrammen teilnehmen. Öfters hatten man den Fürsten selbst gesehen, wie er persönlich Inspektionen durchführte. <br />
Kurzum, alles deutete auf einen baldigen Feldzug hin und es war zu vermuten das der Schwarze Drachen im Rahmen der Festivitäten das Ziel dieses Unternehmens verkünden würde.<br />
Ersteinmal stand jedoch das Spektakel an.<br />
Hier war gut zu beobachten wie weit die Bevölkerung der Stadt inzwischen angewachsen war, denn das Gedränge an den Eingängen war beachtlich. Die dort positionierten Wachen hatten es längst aufgegeben die Massen in geordnete Bahnen lenken zu wollen. <br />
Die Konstruktion des Bauwerkes selbst verhinderte jedoch Schlimmeres. Die Portale waren so konzipiert das sie wie Wellenbrecher funktionierten und dahinter fanden sich die Besucher in dunklen Steingängen wieder,  nur von Talklichtern spärlich erhellt. Durch diesen Umstand waren die Massen gezwungen ihren Schritt zu zügeln und Stürze wurden so vermieden. Hier konnte man bereits das unverkennbare Aroma der Arena aufnehmen. Der Geruch nach Schweiß und Tieren, erhitztes Fett und tausenderlei anderer, weniger definierbarer Dinge. <br />
<br />
Hatte man das dunkle Geflecht überwunden, war Trepp auf zu seinem Rang gelangt, so platzte man förmlich in blendende Helligkeit, während die Geräusche der Masse unvermittelt verstärkt zu hören waren.<br />
Auch wenn das eigentlich Programm noch nicht begonnen hatte waren die Reihen bereits gut gefüllt. Zur ersten Zerstreuung der Gäste führten einige Kardak eher harmlose Reiterspiele vor. Sie sprangen über Hindernisse oder stießen mit ihren Lanzen nach Ringen am Ende langer Stangen. Als einer von ihnen mit dem Sichelschwert Tonkrüge, welche wohl die Köpfe von Feinden darstellen sollten, in schneller Abfolge zerschlug, ertönten hier und da Rufe der Bewunderung. <br />
Noch beschäftigte man sich allerdings eher mit sich selbst. Schwatzte mit dem Nebenmann, bestaunte die mutierte Segnungen der Anwesenden oder stellte die eigenen stolz zur Schau. <br />
Die gepanzerten Krieger saßen meist in Grüppchen zusammen auch wenn es keine bestimmte Ordnung der Ränge gab. Zwischen den Sitzenden schritten Händler mit gewürztem Wein einher, andere boten Süßigkeiten oder gebratenes Fleisch feil. <br />
Die Fürstenloge war noch verweist. Das separate Sonnendach zeigte das Abbild eines nachtfarbenen Drachens und beschattete die steinernen Sitze darunter. Einer, es musste der der Seherin sein, würde auch weiterhin leer bleiben, doch der unsterblichen Verehrung war durch einen reichhaltigen Schmuck aus Blumen und grünen Girlanden ein Zeichen gesetzt.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Haus der Weihe]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=858</link>
			<pubDate>Thu, 10 May 2012 18:26:18 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=858</guid>
			<description><![CDATA[Das Haus war unscheinbar und man hätte es wohl in der Gasse übersehen, in welcher die meisten Gebäude mehr hermachten, wenn auch keines wirklich bewohnt schien. Jenes vor dem Meroch hielt und das verwitterte Schloss in der Tür mit einem großen Bartschlüssel öffnete, schmiegte sich fast ängstlich zwischen die größeren Bauten einst gut betuchter Bewohner. Der Mutant musste sich bücken und leicht zur Seite drehen um einzutreten. <br />
Im Inneren bot sich den Blicken als erstes eine erstaunlich geräumige Eingangshalle wieder. Sie war so gut wie leer, aber dafür sehr sauber, nicht ein Stäubchen ließ sich entdecken. Reinlichkeit und die Tatsache das man Glas in die zwei kleinen Fenster eingesetzt hatte zeichneten dafür verantwortlich. Nur zwei Banner zierten die Wände. Der Chaosstern, dem gegenüber eine verschnörkelte Rune, rot auf schwarzem Grund. <br />
Schweigend führte die Zunge des Bekenners Circe durch einen schmalen Flur. Sie passierten ein paar hölzerne Türen. Eine davon war nicht verschlossen und die Rasankuri konnte einen raschen Blick auf das Zimmer dahinter werfen. Ein merkwürdig biedere Räumlichkeit die im krassen Kontrast zu der Erscheinung des Mutanten stand. Wie eine gutbürgerliche Stube mutete es an, ein großes Klavier bildete das Zentrum.<br />
Doch um viel aufzunehmen blieb keine Zeit, die Zunge des Bekenners schritt unbeirrt weiter und am Ende des Korridors führte eine weitere geduckte Tür nach unten.<br />
Eine ausgewetzte Treppe ließ sie ins Erdreich eintauchen, bis natürlich gewachsener Feld das Mauerwerk ablöste. Am Ende dieses Abstiegs lag eine Kammer die die wohl heiligste Reliquie des kämpfenden Standes Rasankurs beherbergte.<br />
Den Blutkelch! <br />
Jener Becher aus dem der Fürst am Abend vor der Schlacht gegen Al Chalik das eigene Blut dargeboten hatte um den Pakt des ersten Kampfes mit seinen Getreuen zu schließen. Nun gab jeder neue Rasankuri sein Blut in dieses Gefäß, vermischte es mit dem des Fürsten, so wie mit dem seiner Brüder und Schwestern, trank davon und wurde eins mit ihnen. Circe freilich hatte diesen Punkt übersprungen als sie das Blut direkt aus den Adern Kogans empfing. Natürlich wusste Meroch darum und verlohr dementsprechend kein Wort als er zu einer verborgenen Tür hinter dem Altar schritt, voraussetzend das Circe ihm folgte. <br />
Seltsamer weise wandelte sich der archaische Weg nach unten irgendwann in einen modern wirkenden Gang, dessen Wände mit Metallplatten verkleidet waren. Meroch hielt vor einer versiegelten Tür und gab einen fünfstelligen Zahlencode in Ziffernblock daneben ein. <br />
Die Tür glitt surrend in die Wand und gab den Blick auf eine geräumige Waffenkammer frei. Darin war die standardisierte Ausrüstung der Kämpfer Rasankurs aufgereiht. <br />
Meroch griff sich eines der Schwertgehänge mit dem darin ruhenden Sichelschwert. Er zog die Waffe und begutachtete sie im Gegenlicht der Neonröhren.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Khopesh, du hast es ja gerade schon kennengelern. Mut hattest du, aber keine Ahnung wie man damit richtig kämpft. Ein geschickter Rasankuri kann mit dieser Klinge Feinde nicht nur töten. Er kann sie zu Fall bringen, sie entwaffnen und gegebenenfalls in transportable Stücke zerlegen um sie später zu verzehren. Lass dich damit ausbilden. Unser Fürst, sein Name möge die Herzen unserer Feinde mit Furcht erfüllen, wird sehr bald wieder dem Ruf Khornes folgen, dann sollte es ein Teil deiner Selbst geworden sein.<br />
Das gleiche gilt hierfür</span> Während er ihr das Gehänge überreichte griff er bereits nach einem der Sturmgewehre. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Draco, die Drachenklaue! Ein gutes Gewehr wenn man damit umzugehen weiß. Erfülle damit den Willen der Götter. <br />
Und nun such dir zusammen was du als deine persönliche Rüstung tragen willst.</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Haus war unscheinbar und man hätte es wohl in der Gasse übersehen, in welcher die meisten Gebäude mehr hermachten, wenn auch keines wirklich bewohnt schien. Jenes vor dem Meroch hielt und das verwitterte Schloss in der Tür mit einem großen Bartschlüssel öffnete, schmiegte sich fast ängstlich zwischen die größeren Bauten einst gut betuchter Bewohner. Der Mutant musste sich bücken und leicht zur Seite drehen um einzutreten. <br />
Im Inneren bot sich den Blicken als erstes eine erstaunlich geräumige Eingangshalle wieder. Sie war so gut wie leer, aber dafür sehr sauber, nicht ein Stäubchen ließ sich entdecken. Reinlichkeit und die Tatsache das man Glas in die zwei kleinen Fenster eingesetzt hatte zeichneten dafür verantwortlich. Nur zwei Banner zierten die Wände. Der Chaosstern, dem gegenüber eine verschnörkelte Rune, rot auf schwarzem Grund. <br />
Schweigend führte die Zunge des Bekenners Circe durch einen schmalen Flur. Sie passierten ein paar hölzerne Türen. Eine davon war nicht verschlossen und die Rasankuri konnte einen raschen Blick auf das Zimmer dahinter werfen. Ein merkwürdig biedere Räumlichkeit die im krassen Kontrast zu der Erscheinung des Mutanten stand. Wie eine gutbürgerliche Stube mutete es an, ein großes Klavier bildete das Zentrum.<br />
Doch um viel aufzunehmen blieb keine Zeit, die Zunge des Bekenners schritt unbeirrt weiter und am Ende des Korridors führte eine weitere geduckte Tür nach unten.<br />
Eine ausgewetzte Treppe ließ sie ins Erdreich eintauchen, bis natürlich gewachsener Feld das Mauerwerk ablöste. Am Ende dieses Abstiegs lag eine Kammer die die wohl heiligste Reliquie des kämpfenden Standes Rasankurs beherbergte.<br />
Den Blutkelch! <br />
Jener Becher aus dem der Fürst am Abend vor der Schlacht gegen Al Chalik das eigene Blut dargeboten hatte um den Pakt des ersten Kampfes mit seinen Getreuen zu schließen. Nun gab jeder neue Rasankuri sein Blut in dieses Gefäß, vermischte es mit dem des Fürsten, so wie mit dem seiner Brüder und Schwestern, trank davon und wurde eins mit ihnen. Circe freilich hatte diesen Punkt übersprungen als sie das Blut direkt aus den Adern Kogans empfing. Natürlich wusste Meroch darum und verlohr dementsprechend kein Wort als er zu einer verborgenen Tür hinter dem Altar schritt, voraussetzend das Circe ihm folgte. <br />
Seltsamer weise wandelte sich der archaische Weg nach unten irgendwann in einen modern wirkenden Gang, dessen Wände mit Metallplatten verkleidet waren. Meroch hielt vor einer versiegelten Tür und gab einen fünfstelligen Zahlencode in Ziffernblock daneben ein. <br />
Die Tür glitt surrend in die Wand und gab den Blick auf eine geräumige Waffenkammer frei. Darin war die standardisierte Ausrüstung der Kämpfer Rasankurs aufgereiht. <br />
Meroch griff sich eines der Schwertgehänge mit dem darin ruhenden Sichelschwert. Er zog die Waffe und begutachtete sie im Gegenlicht der Neonröhren.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Khopesh, du hast es ja gerade schon kennengelern. Mut hattest du, aber keine Ahnung wie man damit richtig kämpft. Ein geschickter Rasankuri kann mit dieser Klinge Feinde nicht nur töten. Er kann sie zu Fall bringen, sie entwaffnen und gegebenenfalls in transportable Stücke zerlegen um sie später zu verzehren. Lass dich damit ausbilden. Unser Fürst, sein Name möge die Herzen unserer Feinde mit Furcht erfüllen, wird sehr bald wieder dem Ruf Khornes folgen, dann sollte es ein Teil deiner Selbst geworden sein.<br />
Das gleiche gilt hierfür</span> Während er ihr das Gehänge überreichte griff er bereits nach einem der Sturmgewehre. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Draco, die Drachenklaue! Ein gutes Gewehr wenn man damit umzugehen weiß. Erfülle damit den Willen der Götter. <br />
Und nun such dir zusammen was du als deine persönliche Rüstung tragen willst.</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Altes Krankenhaus]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=794</link>
			<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 23:14:47 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=53"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=794</guid>
			<description><![CDATA[<span style="color: green;" class="mycode_color"><span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size">südwestlich des Palastes</span></span><br />
<br />
<br />
In einer aufgewirbelten Sandwolke kam der Schweber zum stehen. Pestor schob die Schweißerbrille von den Augen auf die Stirn, legte den rechten Arm auf die breite Rückenlehne der vorderen Sitzbank und als sich der Staub langsam legte ließ er seinen Blick an dem über fünfzig Stockwerke hohen Bauwerk gen Himmel wandern.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dat is 's. Wie konnt' ich das hier nur all die Zeit übersehn und wieso hat niemand, den ich gefragt hab, von diesem Bau gewusst?!</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Na ja, sieh dich ma' um!</span></span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: crimson;" class="mycode_color">Hier is … niemand.</span></span><br />
<br />
Danach drehte er den Kopf über die rechte Schulter nach hinten, nahm einen Zug von der Zigarette und sagte:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das wird unser neues Heim. Was sagt ihr dazu, heh?</span> sie blieben ihm die Antwort schuldig.<br />
Auf der hinteren Rückbank saßen zwei mumifizierte Leichen mit den Füßen auf dem Polster. Eine Mutter die ihr Kind, vielleicht im Grundschulalter, im linken Arm hielt und mit dem Anderen eine abwehrende  Pose innehatte. Die Augenhöhlen waren leer und das Nichts starrte aus ihnen heraus, die Münder aufgerissen zu einem stummen Schrei der Verzweiflung. Ein dünnes, grün-bläuliches Pilzgeflecht überzog ihre ledrigen Häute und gab ihnen ein schon fast mystisches Äußeres, als würden sie jeden Moment zu neuem Leben erwachen.<br />
Es war nur ein kleiner Umweg gewesen die Beiden und noch ein paar andere Bedeutungslosigkeiten aus der kleinen Kammer unter der Stadt zu holen. Der Seuchenjünger stieg aus und schlenderte an der Fahrerseite nach hinten. Im Fußraum zwischen den sich gegenüberliegenden Sitzgelegenheiten der Beifahrer lag das alte Maschinengewehr, welches er noch aus der Zeit der Belagerung durch Al Chalik hatte.<br />
Zuerst wurde sich des Parkers entledigt, dann eine sonnengewärmte Flasche Wasser geleert, im Anschluss wurden, mit den routinierten Handgriffen eines Soldaten, die treue Seuchenschleuder und der Revolver überprüft. Ein Magazin für das Sturmgewehr und insgesamt vierundzwanzig Schuss für den Geind mussten reichen wenn der Gurt, mit zweihundertfünfzig stählernen Freuden, sein letztes Geschoss hergegeben hatte.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gut Schatz, ich lass den Rucksack hier. Pass du auf den Wag'n auf. Ich bin bald zurück.</span> <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Is' dir eigentlich klar dass du dich hart an 'er Grenze zum Irrsinn bewegst?</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sagte die Stimme in mei'm Kopf,</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: crimson;" class="mycode_color">Was?!</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ach nix,</span> er ging grinsend weiter.<br />
<br />
Es schien als wäre schon lange niemand mehr hier gewesen und die Wüste hatte begonnen sich ihr altes Territorium zurück zu erobern. Was auch immer unter der hellbraunen-gelblichen Decke lag würde der Sand so schnell nicht mehr hergeben.<br />
Der Gebäudekomplex, auf dessen Haupteingang, welcher im Osten lag, sich Pestor zu bewegte, basierte auf einem über zweihundert Meter in die Höhe ragenden turmartigen Hauptgebäude von gut fünfzig Schritt Breite, mit weit ausgedehnten Seitenanbauten. Das obere Drittel des Turmes verjüngte sich dreimal stufenweise und die spitze krönten drei Kreise in Form eines Dreiecks.<br />
Auch hier, in der Wüste, hatte die Gotik ihre Spuren hinterlassen, wenn auch nicht so deutlich wie in anderen Städten. Auffällig waren die über zwanzig Meter hohen, aber kaum vier Meter breiten Fenster, im unteren Teil des Bauwerkes, welche erst in einer Höhe von fünf Metern begannen und das eindrucksvolle Gebäude auch einmal komplett umrundeten in einem Abstand von dem Viertel ihrer eigenen Breite. Doch zeigten diese Windaugen hier keine Heiligen des Imperiums sondern verschiedenste Kreaturen mit den Segnungen der Götter.<br />
An den beiden äußeren Ecken, der zwei Anbauten, befand sich jeweils ein Turm von fast hundert Metern Höhe, jeder der vier Türme trug das Zeichen von einem der vier Götter.<br />
Dem Hauptportal, gesäumt von zwei riesigen, in Roben mit schweren Kapuzen gehüllte Figuren, fehlte der linke Torflügel, der Rechte hing nur noch an einem rostigen und quietschenden Scharnier. Beide Skulpturen standen auf einem hohen Sockel so dass man ihnen im vorbeigehen nur auf die Füße schauen konnte und erst den Kopf heben musste um ihr Antlitz unter ihrer schweren Tuche zu erspähen nur damit sie einen mit ihrer wahrlich steinernen Miene einschüchterten und jeden mahnten dieses Gebäude wohlüberlegt zu betreten. Auch wenn man den Kopf senkte und ihnen nicht in ihre steinernen Augen sah fühlte man ihre durchdringenden Blick auf sich ruhen.<br />
<br />
Kleine Dünen hatten sich bereits an den Mauern und in den Ecken gebildet, in denen sich der Wind gefangen hatte. Ein Teppich aus Sand zeigte durch jenes halboffene Tor in das Innere des Gebäudes und lud den Seuchenjünger ein.<br />
<br />
Durch die unzähligen Fenster strömte unerwartet viel Licht in eine Halle welche das gesamte, untere Stockwerk des Gebäudes einnahm. Auf gebaut war die Halle wie ein doppeltes Kirchenschiff welches den Turm in der Mitte hatte und das Kreuzrippengewölbe maß über dreißig Meter in der inneren Höhe, die Decke im Turris war noch einmal zehn Meter höher, nur die unteren drei Etagen des Turmes ragten, mit quadratischem Grundriss, stufenweise aus der Decke und wurden zu beiden Seiten der Anbauten mit je drei Brücken verbunden. Dank der Höhe des Gewölbes war es angenehm kühl im Inneren. Von der untersten, der drei Ebenen, konnte man wohl die gesamte Halle einsehen. Diese standvoll mit hunderten alter, rostiger Bettgestelle, die meisten davon waren kreuz und quer im Raum verteilt, einige waren zu merkwürdigen Pyramiden aufgestapelt, deren Matratzen von allen möglichen Körperflüssigkeiten dunkel verfärbt wurden.<br />
<br />
Sand knirschte zwischen Pestors Stiefeln und dem steinernen Boden als er langsam durch den riesigen Saal schritt, niemand war zu sehen doch Geräusche gab es genug in diesen antiken Mauern. Immer wieder schwenkte er das alte, schwere MG von einer Seite zur anderen, doch nichts bewegte sich.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wohin zu ers', hoch o'r runter?</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Es geht imma ers' ma' abwärts,</span></span> witzelte die Stimme.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: crimson;" class="mycode_color">Jah, zieh'n wir uns zu ers' die Ka-ta-kom-ben rein.</span></span><br />
<br />
An den vier Ecken wo der Turris auf die Anbauten traf waren je zwei Aufzugsschächte und ein breites Treppenhaus welches um die um die Aufzüge herum führte.<br />
Auch nach mehrmaligen drücken der Taste wollte sich keiner der Aufzüge in Bewegung versetzten, so blieb nur noch das Treppenhaus. Pestor befestigte die Taschenlampe an der dafür vorgesehenen Halterung der Armaplastweste und begab sich in die Tiefen des Gemäuers.<br />
Sieben Stockwerke führten ihn die Treppen nach unten, nur der Schein der kleinen Lampe herhellte die allumfassende Dunkelheit und je weiter er hinab stieg desto auffällig kühler und feuchter wurde die Luft.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Tja, das is wohl der Tiefpunkt deiner Kariere.</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ja ja, sehr witzig.</span><br />
Ein langer Gang lag vor ihm, drei Meter breit und ebenso hoch, an der Deck liefen einige Rohre entlang immer wieder tropfte Wasser aus undichten Flanschen und sammelte sich in kleinen Pfützen. Der Aufbau war quadratisch und absolut schlicht gehalten und passte so gar nicht zu der Kunstfertigkeit der großen Halle, es war fast so als würde er sich in einer der Subebenen einer Makropole bewegen.<br />
Hier war es so still dass der Seuchenjünger seinen eigenen Herzschlag und das Rauschen des Blutes hören konnte, nur begleitet vom Träufeln des Wassers.<br />
Labyrinthisch zweigten Gänge und Türen ab ohne ein Schild oder eine Markierung, hier konnte man sich gut verlaufen und nie gefunden werden.<br />
Mehrfach zielte Pestor auf Regungen im Augenwinkel aber es waren nur die tanzenden Schatten, verursacht von seiner Taschenlampe, die den Verstand narrten. <br />
Endlose Minuten in der Dunkelheit mussten vergangen sein aber seine Orientierung verriet ihm dass er sich unter dem südlichen Seitenschiff befunden haben musste als er einen der beiden Heizungs- und Dampfkesselräume fand.<br />
Der Raum erstreckte sich über zwei Etagen und war gut zehn Schritt breit und fünfzehn lang, die Kühle der Luft verneinte das Vorhandensein vom, auch nur kleinsten, Glimmen einer Flamme. Alle Manometer standen auf Null oder waren eingerostet auch die Gasleitungen waren ohne Druck und die Kohlebunker waren leer.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Na ja, war ja zu erwart'n. Wat nu?</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: crimson;" class="mycode_color">fall du nich' vorhattest hier einzuzieh'n …</span></span> ein lauter Knall zerriss die Stille.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Scheiße, was war das?</span> flüsterte Pestor.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Keine Ahnung, sieh doch nach!</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ja, imma ich.</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: crimson;" class="mycode_color">Wer denn sonst?!</span></span><br />
Hörbar wurde die Sicherung des MGs entriegelt. Langsam und vorsichtig nährte sich Pestor dem Gang aus dem er gekommen war, kehlige Laute halten durch die Flure, eine Richtung war nicht auszumachen außer: von vorn. Seine Schritte wurden schneller und wiederholt drehte er sich um aber nichts war zu sehen, in dem Moment als er sich wieder zurück wandte, huschte Etwas über die Kreuzung, vier Schritt vor ihm.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Scheiße, da war wirklich was!</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Bleib ruhich.</span></span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: crimson;" class="mycode_color">Es wir dich schon nich' umbring' </span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ach, nein?!</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Wir werden seh'n.</span></span><br />
Was es auch war, hinter ihm kam jetzt ein Geräusch, ein Klicken von Metall auf Stein, näher.<br />
der Seuchenjünger suchte sich eine Ecke, mit dem Rücken zur Wand und zielte in den Gang. Zwei, drei Bewegungen konnte er im Halbdunkel ausmachen, zwei auf dem Boden und eine an der Wand, vielleicht zehn Meter vor ihm.<br />
Er drückte den Abzug durch und entfesselte eine Hölle aus Feuer und Stahl. Nicht alle Rohre waren, wie es schien, ohne Dampfdruck und so vernebelte ihm jetzt das Kondensat die Sicht. Aus dieser Nebelwand sprang ihm eine Gestallt mit stählernen glänzenden Klauen entgegen und wurde von einer Salve zerrissen.<br />
Mehrere krallen schabten jetzt über den Boden, zu viele um sie auch nur schätzen zu können und Geschrei nach Blut wurden immer lauter und kamen immerweiter schnell auf ihn zu.<br />
Pestor hastet nun durch die Gänge, das hin und her huschende Licht an seiner Brust machte es ihm schwer zu sehen wo er hin lief, er drehte sich um schoss ein Salve um seine Verfolger auf abstand zu halten und lief dann weiter. Die Gänge wollten kein Ende nehmen und er zweifelte schon daran dass er auf dem richtigen weg sei. An einer Kreuzung ging ihm die Munition für das Maschinengewehr aus als er aus Reflex auf einen Schatten schoss. Treffer oder nicht, es war egal, die Seuchenschleuder kam jetzt zum Einsatz.<br />
An einer hinteren Wand zu seiner Rechten sah er endlich den Treppenaufgang, im vollen Lauf rannte er um die Ecke auf die Stufen zu und verlor auf dem feuchten Boden den Halt unter den Füßen, die war sein Glück denn über ihn sprang eine Kreatur über ihn hinweg und prallte an die gegenüberliegende Mauer. Fast menschlich sah die magere Gestalt  aus, mit blasser Haut, einer Metallplatte vor dem Gesicht und Stahlklauen statt Händen, die Beine deformiert und kaum noch für den Aufrechtengang geschaffen, Knochenauswucherungen an Rücken, Becken und Gelenken hatten sie deformiert.<br />
Eine Salve beendete ihr Leben in einer Explosion aus Blut und Knochen.<br />
Pestor sprang wieder auf und stürmte die Stufen hinauf. Dreißig Schuss waren schnell verbraucht wenn man unablässig, sechs Stockwerke lang, auf rasante Verfolger schießen muss, ohne die Gelegenheit richtig zu zielen; das Gewehr war jetzt nur noch ein besserer Knüppel und hing nutzlos auf dem Rücken. Mit dem Revolver in der Hand ging es die letzte Treppe hinauf aber oben wurde er bereits von einem brüllenden Jäger erwartet, als wolle er dem Seuchenjünger entgegen schreien: du wirst hier nicht entkommen! Die erste Kugel traf die Tür, auch die Zweite war nicht besser gezielt; noch drei Meter, das dritte Geschoss bohrte sich in den Unterleib der Kreatur; noch zwei Meter, die nächste Kugel traf den Brustkorb und die Kreatur verstummte schlagartig; noch ein Meter.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zu langsam!</span> aus nächster nähe schoss ihr Pestor durch die Zähne und sprengte den Hinterkopf mit weg.<br />
Noch immer in voller Bewegung rammte er den Verteidiger der Tür mit der rechten Schulter und schleuderte die Leiche mit hinaus und gegen einige der herumstehenden Betten. Der Seuchenjünger selbst konnte das Gleichgewicht grad noch so halten und holte tief Luft.<br />
Schon lange hatte er sich nicht mehr so sehr über die strahlen der Sonne gefreut. Aber ein wütender Schrei ließ jede Freude aus seiner Miene weichen, zu spät wandte er sich der Tür zu um die Attacke noch abwenden zu können. Die Kreatur riss ihn zu Boden und der Revolver wurde zum Verlust, scharfe Klauen kratzten über seine Armaplastweste und Pestor hatte mühe sie von seinem Gesicht fern zu halten. Ein unüberlegter Schlag traf die Gesichtsplatte und Pestor fluchte vor Schmerzen. Er kassierte Schnitte an den Unterarmen und einen im Gesicht bis er es schaffte seinen linken Fuß gegen den Bauch der Bestie zu stemmen und sie dann mit aller Kraft weg zu schleudern. Ein schneller, hastiger Blick suchte nach dem Geind, fand ihn aber nicht. Mit einer Rolle nach hinten kam er wieder auf die Beine und zog dabei sein Bajonett, die Kreatur stürmte bereits schon wieder auf ihn zu mit ausgestreckten Krallen. Der Kampf war jetzt etwas ausgeglichener und Pestor tauchte unter den Krallen hinweg und schnitt dabei der Bestie über den Bauch, unbeeindruckt hieb sie nach ihm, schnell aber ungezielt. Das Mistvieh war flink und Pestor schaffte es nicht sich in eine günstigere Position zu bringen oder ihm in den Rücken zu fallen. Wild hackte es immer wieder mit seinen krallen nach ihm bis er es schaffte sich den rechten Arm der Kreatur zu greifen und mit einem heftigen Schlag den Ellenbogen zu brechen. Schlaff hing der Arm nun herunter aber die Bestie wollte nicht aufgeben, trotz ihrer Einbuße oder grade deswegen war schlug sie weiter wild nach Pestor. Er musste bemerken das sie schlau genug war um ihre schwache Seite von ihm abzuwenden, aber sein Fuß fand sein Ziel und brach der Bestie das linke Knie. Schmerzen und Unvermögen ließen die Kreatur schließlich auf das gesunde Knie sinken, hilflos stützte sie sich noch mit dem linken Arm ab bis Pestor ihr von hinten die Kehle aufschlitzte und den blutenden Kadaver mit einem Tritt zu Boden beförderte.<br />
Ein Schrein entrann seiner Kehle, unmenschlich, wie von mehreren Stimmen getragen.<br />
<br />
Der Rest der Meute wagte sich nicht aus dem Keller heraus, ob es die Sonne oder Pestor war würde er heute Nacht erfahren.<br />
Aus einigen Bettgestellen bastelte sich der Seuchenjünger einen Rahmen, dabei fand sich auch der Revolver wieder an, und hing die Kreatur, mit den Händen nach oben, darin auf und begann damit Bauch und Brustkorb aufzureißen und das Ding auszuweiden.<br />
<br />
Selbsterlegtes Fleisch, gegrillt über offenem Feuer, so entspannte er sich gern. Kaum hatte er den ersten Bissen gekostet, schwang eine zögerlich Stimme durch die Halle.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: skyblue;" class="mycode_color">Hallo? Ist hier wer?</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ja, hier isst jemand!</span> brüllte Pestor zurück.<br />
Die Person stand zögerlich im Eingangstor während sich der Seuchenjünger einen Weg durch die Betten bahnte.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Was willst du?!</span><br />
Am Tor stand eine Frau mittleren Alters, in einfache Gewänder gehüllt.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: skyblue;" class="mycode_color">Wir haben Schüsse gehört und dachten …</span></span> sie pausierte im Satz und sah sich ihn genauer an bis ihr Gesicht ein leichtes Erstaunen zeigte.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: skyblue;" class="mycode_color">Seid ihr das?</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Keine Ahnung. Wer bin ich denn?!</span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: skyblue;" class="mycode_color">Hier habt meinem Mann geholfen, ohne Eure Hilfe hätter er das Bein bestimmt verloren,</span></span> Ihr Gesicht hellte sich auf und sie war verleitet ihn zu umarmen unterließ es dann aber doch lieber.<br />
Pestor wollte sich das Blut aus dem Gesicht wischen nur um seinen Anblick nochweiter zu verschlimmern.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: skyblue;" class="mycode_color"> Wisst ihr was dies für ein Gebäude hier ist?</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ein schönes Großes?</span> antwortete er flapsig.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: skyblue;" class="mycode_color">Es ist das alte Krankenhaus …</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Echt?! Darauf wär' ich nie gekomm',</span> er deutete auf die Betten in der Halle.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="color: green;" class="mycode_color"><span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size">südwestlich des Palastes</span></span><br />
<br />
<br />
In einer aufgewirbelten Sandwolke kam der Schweber zum stehen. Pestor schob die Schweißerbrille von den Augen auf die Stirn, legte den rechten Arm auf die breite Rückenlehne der vorderen Sitzbank und als sich der Staub langsam legte ließ er seinen Blick an dem über fünfzig Stockwerke hohen Bauwerk gen Himmel wandern.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dat is 's. Wie konnt' ich das hier nur all die Zeit übersehn und wieso hat niemand, den ich gefragt hab, von diesem Bau gewusst?!</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Na ja, sieh dich ma' um!</span></span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: crimson;" class="mycode_color">Hier is … niemand.</span></span><br />
<br />
Danach drehte er den Kopf über die rechte Schulter nach hinten, nahm einen Zug von der Zigarette und sagte:<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das wird unser neues Heim. Was sagt ihr dazu, heh?</span> sie blieben ihm die Antwort schuldig.<br />
Auf der hinteren Rückbank saßen zwei mumifizierte Leichen mit den Füßen auf dem Polster. Eine Mutter die ihr Kind, vielleicht im Grundschulalter, im linken Arm hielt und mit dem Anderen eine abwehrende  Pose innehatte. Die Augenhöhlen waren leer und das Nichts starrte aus ihnen heraus, die Münder aufgerissen zu einem stummen Schrei der Verzweiflung. Ein dünnes, grün-bläuliches Pilzgeflecht überzog ihre ledrigen Häute und gab ihnen ein schon fast mystisches Äußeres, als würden sie jeden Moment zu neuem Leben erwachen.<br />
Es war nur ein kleiner Umweg gewesen die Beiden und noch ein paar andere Bedeutungslosigkeiten aus der kleinen Kammer unter der Stadt zu holen. Der Seuchenjünger stieg aus und schlenderte an der Fahrerseite nach hinten. Im Fußraum zwischen den sich gegenüberliegenden Sitzgelegenheiten der Beifahrer lag das alte Maschinengewehr, welches er noch aus der Zeit der Belagerung durch Al Chalik hatte.<br />
Zuerst wurde sich des Parkers entledigt, dann eine sonnengewärmte Flasche Wasser geleert, im Anschluss wurden, mit den routinierten Handgriffen eines Soldaten, die treue Seuchenschleuder und der Revolver überprüft. Ein Magazin für das Sturmgewehr und insgesamt vierundzwanzig Schuss für den Geind mussten reichen wenn der Gurt, mit zweihundertfünfzig stählernen Freuden, sein letztes Geschoss hergegeben hatte.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Gut Schatz, ich lass den Rucksack hier. Pass du auf den Wag'n auf. Ich bin bald zurück.</span> <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Is' dir eigentlich klar dass du dich hart an 'er Grenze zum Irrsinn bewegst?</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sagte die Stimme in mei'm Kopf,</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: crimson;" class="mycode_color">Was?!</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ach nix,</span> er ging grinsend weiter.<br />
<br />
Es schien als wäre schon lange niemand mehr hier gewesen und die Wüste hatte begonnen sich ihr altes Territorium zurück zu erobern. Was auch immer unter der hellbraunen-gelblichen Decke lag würde der Sand so schnell nicht mehr hergeben.<br />
Der Gebäudekomplex, auf dessen Haupteingang, welcher im Osten lag, sich Pestor zu bewegte, basierte auf einem über zweihundert Meter in die Höhe ragenden turmartigen Hauptgebäude von gut fünfzig Schritt Breite, mit weit ausgedehnten Seitenanbauten. Das obere Drittel des Turmes verjüngte sich dreimal stufenweise und die spitze krönten drei Kreise in Form eines Dreiecks.<br />
Auch hier, in der Wüste, hatte die Gotik ihre Spuren hinterlassen, wenn auch nicht so deutlich wie in anderen Städten. Auffällig waren die über zwanzig Meter hohen, aber kaum vier Meter breiten Fenster, im unteren Teil des Bauwerkes, welche erst in einer Höhe von fünf Metern begannen und das eindrucksvolle Gebäude auch einmal komplett umrundeten in einem Abstand von dem Viertel ihrer eigenen Breite. Doch zeigten diese Windaugen hier keine Heiligen des Imperiums sondern verschiedenste Kreaturen mit den Segnungen der Götter.<br />
An den beiden äußeren Ecken, der zwei Anbauten, befand sich jeweils ein Turm von fast hundert Metern Höhe, jeder der vier Türme trug das Zeichen von einem der vier Götter.<br />
Dem Hauptportal, gesäumt von zwei riesigen, in Roben mit schweren Kapuzen gehüllte Figuren, fehlte der linke Torflügel, der Rechte hing nur noch an einem rostigen und quietschenden Scharnier. Beide Skulpturen standen auf einem hohen Sockel so dass man ihnen im vorbeigehen nur auf die Füße schauen konnte und erst den Kopf heben musste um ihr Antlitz unter ihrer schweren Tuche zu erspähen nur damit sie einen mit ihrer wahrlich steinernen Miene einschüchterten und jeden mahnten dieses Gebäude wohlüberlegt zu betreten. Auch wenn man den Kopf senkte und ihnen nicht in ihre steinernen Augen sah fühlte man ihre durchdringenden Blick auf sich ruhen.<br />
<br />
Kleine Dünen hatten sich bereits an den Mauern und in den Ecken gebildet, in denen sich der Wind gefangen hatte. Ein Teppich aus Sand zeigte durch jenes halboffene Tor in das Innere des Gebäudes und lud den Seuchenjünger ein.<br />
<br />
Durch die unzähligen Fenster strömte unerwartet viel Licht in eine Halle welche das gesamte, untere Stockwerk des Gebäudes einnahm. Auf gebaut war die Halle wie ein doppeltes Kirchenschiff welches den Turm in der Mitte hatte und das Kreuzrippengewölbe maß über dreißig Meter in der inneren Höhe, die Decke im Turris war noch einmal zehn Meter höher, nur die unteren drei Etagen des Turmes ragten, mit quadratischem Grundriss, stufenweise aus der Decke und wurden zu beiden Seiten der Anbauten mit je drei Brücken verbunden. Dank der Höhe des Gewölbes war es angenehm kühl im Inneren. Von der untersten, der drei Ebenen, konnte man wohl die gesamte Halle einsehen. Diese standvoll mit hunderten alter, rostiger Bettgestelle, die meisten davon waren kreuz und quer im Raum verteilt, einige waren zu merkwürdigen Pyramiden aufgestapelt, deren Matratzen von allen möglichen Körperflüssigkeiten dunkel verfärbt wurden.<br />
<br />
Sand knirschte zwischen Pestors Stiefeln und dem steinernen Boden als er langsam durch den riesigen Saal schritt, niemand war zu sehen doch Geräusche gab es genug in diesen antiken Mauern. Immer wieder schwenkte er das alte, schwere MG von einer Seite zur anderen, doch nichts bewegte sich.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wohin zu ers', hoch o'r runter?</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Es geht imma ers' ma' abwärts,</span></span> witzelte die Stimme.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: crimson;" class="mycode_color">Jah, zieh'n wir uns zu ers' die Ka-ta-kom-ben rein.</span></span><br />
<br />
An den vier Ecken wo der Turris auf die Anbauten traf waren je zwei Aufzugsschächte und ein breites Treppenhaus welches um die um die Aufzüge herum führte.<br />
Auch nach mehrmaligen drücken der Taste wollte sich keiner der Aufzüge in Bewegung versetzten, so blieb nur noch das Treppenhaus. Pestor befestigte die Taschenlampe an der dafür vorgesehenen Halterung der Armaplastweste und begab sich in die Tiefen des Gemäuers.<br />
Sieben Stockwerke führten ihn die Treppen nach unten, nur der Schein der kleinen Lampe herhellte die allumfassende Dunkelheit und je weiter er hinab stieg desto auffällig kühler und feuchter wurde die Luft.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Tja, das is wohl der Tiefpunkt deiner Kariere.</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ja ja, sehr witzig.</span><br />
Ein langer Gang lag vor ihm, drei Meter breit und ebenso hoch, an der Deck liefen einige Rohre entlang immer wieder tropfte Wasser aus undichten Flanschen und sammelte sich in kleinen Pfützen. Der Aufbau war quadratisch und absolut schlicht gehalten und passte so gar nicht zu der Kunstfertigkeit der großen Halle, es war fast so als würde er sich in einer der Subebenen einer Makropole bewegen.<br />
Hier war es so still dass der Seuchenjünger seinen eigenen Herzschlag und das Rauschen des Blutes hören konnte, nur begleitet vom Träufeln des Wassers.<br />
Labyrinthisch zweigten Gänge und Türen ab ohne ein Schild oder eine Markierung, hier konnte man sich gut verlaufen und nie gefunden werden.<br />
Mehrfach zielte Pestor auf Regungen im Augenwinkel aber es waren nur die tanzenden Schatten, verursacht von seiner Taschenlampe, die den Verstand narrten. <br />
Endlose Minuten in der Dunkelheit mussten vergangen sein aber seine Orientierung verriet ihm dass er sich unter dem südlichen Seitenschiff befunden haben musste als er einen der beiden Heizungs- und Dampfkesselräume fand.<br />
Der Raum erstreckte sich über zwei Etagen und war gut zehn Schritt breit und fünfzehn lang, die Kühle der Luft verneinte das Vorhandensein vom, auch nur kleinsten, Glimmen einer Flamme. Alle Manometer standen auf Null oder waren eingerostet auch die Gasleitungen waren ohne Druck und die Kohlebunker waren leer.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Na ja, war ja zu erwart'n. Wat nu?</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: crimson;" class="mycode_color">fall du nich' vorhattest hier einzuzieh'n …</span></span> ein lauter Knall zerriss die Stille.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Scheiße, was war das?</span> flüsterte Pestor.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Keine Ahnung, sieh doch nach!</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ja, imma ich.</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: crimson;" class="mycode_color">Wer denn sonst?!</span></span><br />
Hörbar wurde die Sicherung des MGs entriegelt. Langsam und vorsichtig nährte sich Pestor dem Gang aus dem er gekommen war, kehlige Laute halten durch die Flure, eine Richtung war nicht auszumachen außer: von vorn. Seine Schritte wurden schneller und wiederholt drehte er sich um aber nichts war zu sehen, in dem Moment als er sich wieder zurück wandte, huschte Etwas über die Kreuzung, vier Schritt vor ihm.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Scheiße, da war wirklich was!</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Bleib ruhich.</span></span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: crimson;" class="mycode_color">Es wir dich schon nich' umbring' </span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ach, nein?!</span><br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Wir werden seh'n.</span></span><br />
Was es auch war, hinter ihm kam jetzt ein Geräusch, ein Klicken von Metall auf Stein, näher.<br />
der Seuchenjünger suchte sich eine Ecke, mit dem Rücken zur Wand und zielte in den Gang. Zwei, drei Bewegungen konnte er im Halbdunkel ausmachen, zwei auf dem Boden und eine an der Wand, vielleicht zehn Meter vor ihm.<br />
Er drückte den Abzug durch und entfesselte eine Hölle aus Feuer und Stahl. Nicht alle Rohre waren, wie es schien, ohne Dampfdruck und so vernebelte ihm jetzt das Kondensat die Sicht. Aus dieser Nebelwand sprang ihm eine Gestallt mit stählernen glänzenden Klauen entgegen und wurde von einer Salve zerrissen.<br />
Mehrere krallen schabten jetzt über den Boden, zu viele um sie auch nur schätzen zu können und Geschrei nach Blut wurden immer lauter und kamen immerweiter schnell auf ihn zu.<br />
Pestor hastet nun durch die Gänge, das hin und her huschende Licht an seiner Brust machte es ihm schwer zu sehen wo er hin lief, er drehte sich um schoss ein Salve um seine Verfolger auf abstand zu halten und lief dann weiter. Die Gänge wollten kein Ende nehmen und er zweifelte schon daran dass er auf dem richtigen weg sei. An einer Kreuzung ging ihm die Munition für das Maschinengewehr aus als er aus Reflex auf einen Schatten schoss. Treffer oder nicht, es war egal, die Seuchenschleuder kam jetzt zum Einsatz.<br />
An einer hinteren Wand zu seiner Rechten sah er endlich den Treppenaufgang, im vollen Lauf rannte er um die Ecke auf die Stufen zu und verlor auf dem feuchten Boden den Halt unter den Füßen, die war sein Glück denn über ihn sprang eine Kreatur über ihn hinweg und prallte an die gegenüberliegende Mauer. Fast menschlich sah die magere Gestalt  aus, mit blasser Haut, einer Metallplatte vor dem Gesicht und Stahlklauen statt Händen, die Beine deformiert und kaum noch für den Aufrechtengang geschaffen, Knochenauswucherungen an Rücken, Becken und Gelenken hatten sie deformiert.<br />
Eine Salve beendete ihr Leben in einer Explosion aus Blut und Knochen.<br />
Pestor sprang wieder auf und stürmte die Stufen hinauf. Dreißig Schuss waren schnell verbraucht wenn man unablässig, sechs Stockwerke lang, auf rasante Verfolger schießen muss, ohne die Gelegenheit richtig zu zielen; das Gewehr war jetzt nur noch ein besserer Knüppel und hing nutzlos auf dem Rücken. Mit dem Revolver in der Hand ging es die letzte Treppe hinauf aber oben wurde er bereits von einem brüllenden Jäger erwartet, als wolle er dem Seuchenjünger entgegen schreien: du wirst hier nicht entkommen! Die erste Kugel traf die Tür, auch die Zweite war nicht besser gezielt; noch drei Meter, das dritte Geschoss bohrte sich in den Unterleib der Kreatur; noch zwei Meter, die nächste Kugel traf den Brustkorb und die Kreatur verstummte schlagartig; noch ein Meter.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zu langsam!</span> aus nächster nähe schoss ihr Pestor durch die Zähne und sprengte den Hinterkopf mit weg.<br />
Noch immer in voller Bewegung rammte er den Verteidiger der Tür mit der rechten Schulter und schleuderte die Leiche mit hinaus und gegen einige der herumstehenden Betten. Der Seuchenjünger selbst konnte das Gleichgewicht grad noch so halten und holte tief Luft.<br />
Schon lange hatte er sich nicht mehr so sehr über die strahlen der Sonne gefreut. Aber ein wütender Schrei ließ jede Freude aus seiner Miene weichen, zu spät wandte er sich der Tür zu um die Attacke noch abwenden zu können. Die Kreatur riss ihn zu Boden und der Revolver wurde zum Verlust, scharfe Klauen kratzten über seine Armaplastweste und Pestor hatte mühe sie von seinem Gesicht fern zu halten. Ein unüberlegter Schlag traf die Gesichtsplatte und Pestor fluchte vor Schmerzen. Er kassierte Schnitte an den Unterarmen und einen im Gesicht bis er es schaffte seinen linken Fuß gegen den Bauch der Bestie zu stemmen und sie dann mit aller Kraft weg zu schleudern. Ein schneller, hastiger Blick suchte nach dem Geind, fand ihn aber nicht. Mit einer Rolle nach hinten kam er wieder auf die Beine und zog dabei sein Bajonett, die Kreatur stürmte bereits schon wieder auf ihn zu mit ausgestreckten Krallen. Der Kampf war jetzt etwas ausgeglichener und Pestor tauchte unter den Krallen hinweg und schnitt dabei der Bestie über den Bauch, unbeeindruckt hieb sie nach ihm, schnell aber ungezielt. Das Mistvieh war flink und Pestor schaffte es nicht sich in eine günstigere Position zu bringen oder ihm in den Rücken zu fallen. Wild hackte es immer wieder mit seinen krallen nach ihm bis er es schaffte sich den rechten Arm der Kreatur zu greifen und mit einem heftigen Schlag den Ellenbogen zu brechen. Schlaff hing der Arm nun herunter aber die Bestie wollte nicht aufgeben, trotz ihrer Einbuße oder grade deswegen war schlug sie weiter wild nach Pestor. Er musste bemerken das sie schlau genug war um ihre schwache Seite von ihm abzuwenden, aber sein Fuß fand sein Ziel und brach der Bestie das linke Knie. Schmerzen und Unvermögen ließen die Kreatur schließlich auf das gesunde Knie sinken, hilflos stützte sie sich noch mit dem linken Arm ab bis Pestor ihr von hinten die Kehle aufschlitzte und den blutenden Kadaver mit einem Tritt zu Boden beförderte.<br />
Ein Schrein entrann seiner Kehle, unmenschlich, wie von mehreren Stimmen getragen.<br />
<br />
Der Rest der Meute wagte sich nicht aus dem Keller heraus, ob es die Sonne oder Pestor war würde er heute Nacht erfahren.<br />
Aus einigen Bettgestellen bastelte sich der Seuchenjünger einen Rahmen, dabei fand sich auch der Revolver wieder an, und hing die Kreatur, mit den Händen nach oben, darin auf und begann damit Bauch und Brustkorb aufzureißen und das Ding auszuweiden.<br />
<br />
Selbsterlegtes Fleisch, gegrillt über offenem Feuer, so entspannte er sich gern. Kaum hatte er den ersten Bissen gekostet, schwang eine zögerlich Stimme durch die Halle.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: skyblue;" class="mycode_color">Hallo? Ist hier wer?</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ja, hier isst jemand!</span> brüllte Pestor zurück.<br />
Die Person stand zögerlich im Eingangstor während sich der Seuchenjünger einen Weg durch die Betten bahnte.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Was willst du?!</span><br />
Am Tor stand eine Frau mittleren Alters, in einfache Gewänder gehüllt.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: skyblue;" class="mycode_color">Wir haben Schüsse gehört und dachten …</span></span> sie pausierte im Satz und sah sich ihn genauer an bis ihr Gesicht ein leichtes Erstaunen zeigte.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: skyblue;" class="mycode_color">Seid ihr das?</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Keine Ahnung. Wer bin ich denn?!</span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: skyblue;" class="mycode_color">Hier habt meinem Mann geholfen, ohne Eure Hilfe hätter er das Bein bestimmt verloren,</span></span> Ihr Gesicht hellte sich auf und sie war verleitet ihn zu umarmen unterließ es dann aber doch lieber.<br />
Pestor wollte sich das Blut aus dem Gesicht wischen nur um seinen Anblick nochweiter zu verschlimmern.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: skyblue;" class="mycode_color"> Wisst ihr was dies für ein Gebäude hier ist?</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ein schönes Großes?</span> antwortete er flapsig.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: skyblue;" class="mycode_color">Es ist das alte Krankenhaus …</span></span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Echt?! Darauf wär' ich nie gekomm',</span> er deutete auf die Betten in der Halle.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Innerer Stadtbezirk -Villen und Anwesen-]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=624</link>
			<pubDate>Sun, 02 May 2010 20:12:44 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=78"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=624</guid>
			<description><![CDATA[<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Halt! Wer da?</span> </span><br />
Der Krieger entsicherte seine Waffe und richtete sie in die Dunkelheit. Hinter der abstoßenden Vollgesichtsmaske strengten sich die Augen an die Finsternis zu durchdringen. Fackeln waren an der Mauer der zweistöckigen Gebäudes befestigt und schwärzten den verwitterten Stein. Auch in einigen umliegenden Häusern flackerten Feuer, dort wo jene hundert Mann, die nicht das Anwesen ihres Herren bewachten, ein Lager für die Nacht gefunden hatten. <br />
Eine berobte Gestalt trat in den Kreis des Lichts und verharrt, während der Rasankuri auf die Stelle anlegte, wo der Kopf unter der Kapuze zu vermuten war. Bedächtig hoben sich Hände an den Überwurf und schlugen ihn zurück. Darunter offenbarte sich ein Gesicht, das in seiner Schlichtheit nicht recht zu dem theatralischen Auftritt passen wollte. Es war nichtssagend und lächelte freundlich. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wer bist du? Was hast du hier zu schaffen, Niederer?</span><br />
Oh ich bin niemand dessen Namen das Sinnen eines edlen Kämpfers zu belasten hat. Ein Niederer wie ihr sagt, Gewürm das es nicht wert ist das sich euer Stiefel darauf senkt, oder gar den Anspruch erheben darf eine Kugel für die Beendigung seines Lebens zu erträumen. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color">Das seh ich auch!</span></span> Brummte der Rasankuri missmutig, senkte jedoch langsam die Waffe. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mein Begehr will ich euch frei äußern, wohl wissend das jede Sekunde vergeudet ist die ihr mit mir vertut. Audienz bei eurem Herren erflehe ich, dem schrecklichen Balius welchen dieser Tage so Übles zugefügt wurde.</span> <br />
Damit spielte der Hexer auf die Anordnung des schwarzen Drachen an. Noch am Nachmittag hatte der Fürst verfügt das Balius und seine Skorpione die Aufsicht über den Wiederaufbau übernehmen würden. Damit waren sie praktisch von jeglichem Kampfeinsatz ausgeschlossen und hatten keinerlei Zugang zu schwereren Waffen mehr. Natürlich eine Beleidigung für alles was einen Rasankuri ausmachte, doch das Wort des Drachen war das Gesetz der Götter. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich glaube nicht das...</span> </span>der Krieger wirkte verwirrt und irgendwie unentschlossen. <span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der En-Wor empfängt niemanden mehr.</span><br />
Aber mich wird er empfangen, ich bringe Kunde von seinem Herold. Freilich keine Kunde die seine Stimmung heben dürfte. Doch verstehe ich wenn ihr der Sicherheit eures Herren Vorschub leistet. Ich bin unbewaffnet und kaum jemand der sich mit dem Können eines Waffentragenden der Stadt messen könnte. Dennoch seit ihr natürlich im Recht. Das Privileg eurem Gebieter so schreckliche Nachricht zu überbringen sollte natürlich einzig bei euch liegen, einem Vertrauten und Ergebenen und nicht bei einem entbehrlichen Palta wie mir.</span> <br />
<br />
Grinsend wartete der Schwarzkünstler die Antwort des Maskierten ab und zeigte sich nicht sonderlich überrascht als dieser ihm bedeutet ihm zu folgen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Halt! Wer da?</span> </span><br />
Der Krieger entsicherte seine Waffe und richtete sie in die Dunkelheit. Hinter der abstoßenden Vollgesichtsmaske strengten sich die Augen an die Finsternis zu durchdringen. Fackeln waren an der Mauer der zweistöckigen Gebäudes befestigt und schwärzten den verwitterten Stein. Auch in einigen umliegenden Häusern flackerten Feuer, dort wo jene hundert Mann, die nicht das Anwesen ihres Herren bewachten, ein Lager für die Nacht gefunden hatten. <br />
Eine berobte Gestalt trat in den Kreis des Lichts und verharrt, während der Rasankuri auf die Stelle anlegte, wo der Kopf unter der Kapuze zu vermuten war. Bedächtig hoben sich Hände an den Überwurf und schlugen ihn zurück. Darunter offenbarte sich ein Gesicht, das in seiner Schlichtheit nicht recht zu dem theatralischen Auftritt passen wollte. Es war nichtssagend und lächelte freundlich. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wer bist du? Was hast du hier zu schaffen, Niederer?</span><br />
Oh ich bin niemand dessen Namen das Sinnen eines edlen Kämpfers zu belasten hat. Ein Niederer wie ihr sagt, Gewürm das es nicht wert ist das sich euer Stiefel darauf senkt, oder gar den Anspruch erheben darf eine Kugel für die Beendigung seines Lebens zu erträumen. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color">Das seh ich auch!</span></span> Brummte der Rasankuri missmutig, senkte jedoch langsam die Waffe. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mein Begehr will ich euch frei äußern, wohl wissend das jede Sekunde vergeudet ist die ihr mit mir vertut. Audienz bei eurem Herren erflehe ich, dem schrecklichen Balius welchen dieser Tage so Übles zugefügt wurde.</span> <br />
Damit spielte der Hexer auf die Anordnung des schwarzen Drachen an. Noch am Nachmittag hatte der Fürst verfügt das Balius und seine Skorpione die Aufsicht über den Wiederaufbau übernehmen würden. Damit waren sie praktisch von jeglichem Kampfeinsatz ausgeschlossen und hatten keinerlei Zugang zu schwereren Waffen mehr. Natürlich eine Beleidigung für alles was einen Rasankuri ausmachte, doch das Wort des Drachen war das Gesetz der Götter. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich glaube nicht das...</span> </span>der Krieger wirkte verwirrt und irgendwie unentschlossen. <span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der En-Wor empfängt niemanden mehr.</span><br />
Aber mich wird er empfangen, ich bringe Kunde von seinem Herold. Freilich keine Kunde die seine Stimmung heben dürfte. Doch verstehe ich wenn ihr der Sicherheit eures Herren Vorschub leistet. Ich bin unbewaffnet und kaum jemand der sich mit dem Können eines Waffentragenden der Stadt messen könnte. Dennoch seit ihr natürlich im Recht. Das Privileg eurem Gebieter so schreckliche Nachricht zu überbringen sollte natürlich einzig bei euch liegen, einem Vertrauten und Ergebenen und nicht bei einem entbehrlichen Palta wie mir.</span> <br />
<br />
Grinsend wartete der Schwarzkünstler die Antwort des Maskierten ab und zeigte sich nicht sonderlich überrascht als dieser ihm bedeutet ihm zu folgen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Spiegel der Seele]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=594</link>
			<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 16:39:36 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=50"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=594</guid>
			<description><![CDATA[Naradas hatte Ayris Ausführungen schweigend zugehört. Der Blick in Ayris Augen, als sie von ihrem Wunsch berichtete, dem Fürsten gegenüber zu treten und von diesem gehört zu werden, ihre Aussage, sie könne dem Fürsten zugestehen was er begehrt. Sein Interesse war geweckt, er verfluchte im Stillen die Stadt, die umgeben von Sand und Staub, verhüllt von Stürmen und elektromagnetischen Feldern jede Kommunikation und jeglichen Zugang zu Datennetzen zunichte machte. Er fragte sich, was er wohl finden würde, wenn er Bilder und Namen der Frau durch die imperialen Datenbanken jagen würde, nur zu gerne hätte er sich in jede erreichbare Datenbank eingeklinkt, wenn auch nur eine winzige Chance bestand, herauszufinden, was die Frau jemandem wie dem Fürsten anbieten wollte. Denn offenbar, besaß sie nichts. RS-47s begrenzte Möglichkeit Daten zu speichern waren bereits mehr als ausgeschöpft, bald würde er eine Möglichkeit finden müssen, dessen Speicher extern zu erweitern oder einige Umbaumaßnahmen vorzunehmen, eine Sache die grundsätzlich nötig wurde. RS-47 war dem Leben im All angeglichen, hier jedoch erwiesen sich viele Komponenten als zu empfindlich, Sensoren waren aufgrund der vorherrschenden Lichtverhältnisse und der sonstigen Umwelteinflüsse nur eingeschränkt nutzbar. Langsam fragte er sich was wohl noch alles auf ihn zukam. Seit er die beiden Schiffe zerstört hatte glaubte er aber zum ersten Mal wieder so etwas wie ein Ziel zu haben, dafür schienen sich unerledigte Aufgaben geradezu von selbst aufzuhäufen, genau wie die ungelösten Fragen, und die lauernden Gefahren. Und so sehr er sich die Zeit Wünschte, zumindest eine Teil der Aufgaben zu klären und sich eine halbwegs übersichtliche Situation zu schaffen, fühlte er sich so lebendig wie lange nicht mehr. Er fühlte sich frisch und voller Energie, gerade so als hätte man ihn an eine Batterie angeschlossen aus der er jetzt Kraft schöpfte. <br />
Das Gebäude welches Omrek als geeignet angesehen hatte, war beeindruckend, es war nicht nur die Arena selbst, deren ovales Zentrum sich viele Meter hoch über die umliegenden Gebäude erhob, geschmückt mit diabolischen Statuen aus rotem Sandstein, das gewaltige Portal, so breit das zwei Fahrzeuge nebeneinander den großen Platz im Inneren durch einen dunklen Tunnel hätten befahren können. Einst hatten drei Reihen massive Tore diesen Zugang versiegelt, zumindest lies die Struktur der Tunnelwände dies erahnen und an einer Stelle erkannte man eine Reihe stählerner Zinken die offenbar zu einem Fallgitter gehörten. Am anderen Ende der Anlage ragte eine Art Ehrentribüne in die Höhe, darunter befanden sich drei weitere Tore, nicht so gewaltig wie das durch welches sie hereingekommen waren, aber immer noch groß genug, um mindestens die Lastwagen aufzunehmen. <br />
Schon auf dem Weg hierher hatte man erkennen können, das direkt an das nördliche Ende der Arena ein mindestens ebenso hohes, kastenförmiges Gebäude angeschlossen war. Die Konstruktion lies keinen Zweifel daran, worum es sich handelte. In besseren Zeiten mussten hier tausende von Gefangenen ihr Blut vergossen haben, niedermetzelt zur Belustigung der Massen und zu ehren der fremdartigen Götter, deren Abbild aus schwarzen Obsidianstatuen die Ränge der Ehrentribüne schmückten, deren terrassenförmig angeordnete Etagen sich am dahinter befindlichen Komplex in die Höhe zogen und die normale Zuschauertribüne an jeder Stelle um ein gutes Stück überragte. Und genau in diesem Komplex mussten jene unfreiwilligen Verdammten ihr Dasein fristen, bis sie irgendwann ihre Seele an die Götter verloren, die diesen Ort und seine Bewohner beherrschten. Tatsächlich hatte Naradas das Gefühl das die Zuschauer im Inneren dieser Arena mindestens ebenso gefangen wären wie diejenigen die hier gekämpft hatten. Er mochte gar nicht schätzen,  wie viele Menschen auf diesen Tribünen Platz finden konnten, aber ihm viel sofort etwas ins Auge, dass er wollte. <br />
<br />
Na, hab ich euch zu viel versprochen? <br />
<br />
Naradas schenkte dem Fahrer ein kurzes Nicken, ihn zu loben wäre unangebracht, schließlich musste er von seinen Untergebenen erwarten können, das sie seine Wünsche perfekt erfüllten, auch wenn er wusste das dies ein Wunschtraum war. Naradas stieß die Tür auf, und betrat den staubigen Boden der Arena.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Aaron!!!</span><br />
<br />
Fast sofort landete der Ohrlose auf dem Boden vor ihn und deutete so etwas wie eine Verbeugung an. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Lass alle Mann absteigen, hier gibt es Arbeit zu tun. Sorge dafür das die Krieger sich in Gruppen zu jeweils drei Mann zusammenfinden und so etwas wie eine Aufstellung zustande bekommen, auch wenn das jetzt ungewohnt kommt!</span><br />
<br />
Er überließ das brüllen Aaron, sollte doch der hünenhafte Wüstenmann die Rasankuri von der Ladefläche holen. Das mochte ihm ein gutes Gefühl geben, die Kerle wussten gleich, woran sie waren, und er widmete sich der Anlage. In den Gängen die auf die Zuschauerränge führten, sah man hier und dort einen Schatten, offenbar hatten sich einige in den festen Mauern und der alten Gefängnisanlage eingenistet, ein Zustand der hier nicht länger geduldet werden konnte, dafür aber auch einige Probleme löste, die er hier befürchtete. Zufrieden beobachtete er, wie Aaron die Männer von den Ladeflächen  trieb und diese sich schon kurz darauf in einer Doppelreihe aus jeweils drei Mann zusammengefunden hatten. Als er das Gefühl hatte, dass die Menge halbwegs zur Ruhe gekommen war, schob er mit beiden Händen die Kapuze zurück, welches sein Gesicht bis dahin im Schatten verborgen hatte und erhob seine Stimme, während seine Augen von eisig blauem Feuer erfüllt wurden. Niemand, außer vielleicht Ayris, konnte wissen, dass er dies herbei zwang,  indem er  fest auf einen kleinen, aber spitzen Stein trat, welchen er auf der Fahrt hierher in seinen linken Stiefel geschoben hatte. Da er keine anderen offensichtlichen Mutationen besaß, und diese anscheinend immer nur in Momenten großer Anstrengung oder emotionaler Reaktionen auftrat, wollte er ein Experiment wagen, vor allem weil die Wüstenbewohner in der Mutation ganz anders als ein normaler, imperialer Bürger nichts schlechtes zu sehen schienen, ganz im Gegenteil, es hatte den Anschein als betrachte man Mutanten mit besonderer Ehrfurcht. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Krieger Rasankurs! Unser heiliger Gottkönig hat mich und damit auch euch mit einer besonderen Aufgabe, einer besonderen Pflicht betraut! Einer Pflicht, welche euch ebenso an mich binden muss, wie ich an euch und wir alle an den schwarzen Drachen gebunden sind. Daher bestimme ich diesen Spiegel der menschlichen Seele zu unserem Hauptquartier, unserer Zuflucht, zu dem Ort, von wo aus wir den Willen unseres Herrn erfüllen, wohin auch immer er uns führt. Wo wenn nicht hier, auf diesem Platz, auf diesem Sand, welcher schon das Blut von tausenden geschmeckt hat, müssen den die zahllosen Augen der Geister ruhen, und wenn deren Augen auf Rasankur ruhen, welche Orte stechen dann daraus hervor, als Ort der Hingabe und des Glaubens? Sicher, da wäre der Palast, jenes Zeichen der Macht der Götter, welcher die Suchenden schon aus vielen Meilen anzieht, der Stammsitz des Vollstreckers der Ewigen, welcher uns allen voranschreitet und dem wir dienen. Doch was liegt vor den strahlenden Wällen der mächtigen Feste? Die unwürdigen sammeln sich wie die Ratten in der heiligen Stadt, sie verunreinigen die Luft und verschleiern die Anwesenheit der Gläubigen, sodass die würdigen erst nach langer Suche vom Schatten ins Licht geführt werden können. Ich sage euch, lasst uns diesen Ort zu einem Strahlenden Stern machen, der sich vom Schmutz seiner Umgebung abhebt.</span><br />
<br />
Naradas hielt in seinem Redefluss inne, war mittlerweile nicht mehr still stehen geblieben, war währenddessen die Reihen der Rasankuri abgeschritten, hatte sich dazu hinreißen lassen einigen Kriegern deren Ausrüstung deutlich vernachlässigt war mit den Fingern über die schadhafte Stelle zu fahren und ihnen dabei einen bohrenden Blick zukommen zu lassen, infolge dessen die meisten ihre Augen zu Boden wandten wie ein geprügelter Hund.  Jetzt aber war er wieder in den Vordergrund getreten, wo er für alle ohne Probleme zu sehen war, wie er den gepanzerten Arm ausstreckte, und hoch hinauf deutete, zum von dunklen Wolken umspielten, aus weißem Alabaster gehauenen Palastberg.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich selbst wurde von der Hand des Fürsten erhoben, sein Auge ruht auf mir, und wer mir dient, auf dem wird es auch liegen.</span><br />
<br />
Er hatte den Arm wieder fallen lassen, stand mit dem Rücken zu der halbwegs disziplinierten Horde. Er war sich etwas unsicher. An Bord des Korsaren war es einfach gewesen, sich so etwas wie Loyalität zu sichern. Einige Worte über Beute dann war die Sache schon so gut wie gelaufen, wenn man dann noch dafür sorgte das die eigene Einheit nicht zu viele Verluste zu erleiden hatte, dann gab es auch immer mal wieder einen der sich im kritischen Moment vor einen warf. Hier in Rasankur war natürlich auch ein gewisses Interesse an Beute zu erkennen, seiner Theorie zufolge wäre es einfacher, die fanatischen Schlächter zu binden, wenn man die Ruhm, Macht und Beute welche man ihnen versprach, zu einem göttlichen Geschenk schnürte. Als er sich zu den Rasankuri um wandte, war er gespannt, wie diese auf seine kleine Rede reagieren würden.  Immerhin wollte er, dass sie die Gänge und Räumlichkeiten der alten Arena mit viel Ehrgeiz und möglichst euphorisch säuberten, jedem Beobachter der Säuberung die Lust nahmen, einen Fuß ins Innere der Arena zu setzen, ohne dazu aufgefordert zu sein. Gleichzeitig hoffte er, das er die Krieger soweit kontrollieren konnte, das diese nicht alle Niederen die sie fanden niedermetzelten. Schließlich wäre es weit schwieriger die Rasankuri dazu zu bewegen, die Trümmer der gewaltigen Säulen aus der Arena zu entfernen oder besser noch, diese wieder Aufzurichten. Und warum sollte er sich unbeliebt machen, indem er den Rasankuri befahl den Schmutz der Jahrhunderte aus den Räumen und Tunneln zu räumen, wenn er es einer Hundertschaft Niederer mit vorgehaltener Waffe befehlen konnte? Aber letztendlich kam es wieder einmal darauf an, ob der die Kerle von sich hatte überzeugen können oder nicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Naradas hatte Ayris Ausführungen schweigend zugehört. Der Blick in Ayris Augen, als sie von ihrem Wunsch berichtete, dem Fürsten gegenüber zu treten und von diesem gehört zu werden, ihre Aussage, sie könne dem Fürsten zugestehen was er begehrt. Sein Interesse war geweckt, er verfluchte im Stillen die Stadt, die umgeben von Sand und Staub, verhüllt von Stürmen und elektromagnetischen Feldern jede Kommunikation und jeglichen Zugang zu Datennetzen zunichte machte. Er fragte sich, was er wohl finden würde, wenn er Bilder und Namen der Frau durch die imperialen Datenbanken jagen würde, nur zu gerne hätte er sich in jede erreichbare Datenbank eingeklinkt, wenn auch nur eine winzige Chance bestand, herauszufinden, was die Frau jemandem wie dem Fürsten anbieten wollte. Denn offenbar, besaß sie nichts. RS-47s begrenzte Möglichkeit Daten zu speichern waren bereits mehr als ausgeschöpft, bald würde er eine Möglichkeit finden müssen, dessen Speicher extern zu erweitern oder einige Umbaumaßnahmen vorzunehmen, eine Sache die grundsätzlich nötig wurde. RS-47 war dem Leben im All angeglichen, hier jedoch erwiesen sich viele Komponenten als zu empfindlich, Sensoren waren aufgrund der vorherrschenden Lichtverhältnisse und der sonstigen Umwelteinflüsse nur eingeschränkt nutzbar. Langsam fragte er sich was wohl noch alles auf ihn zukam. Seit er die beiden Schiffe zerstört hatte glaubte er aber zum ersten Mal wieder so etwas wie ein Ziel zu haben, dafür schienen sich unerledigte Aufgaben geradezu von selbst aufzuhäufen, genau wie die ungelösten Fragen, und die lauernden Gefahren. Und so sehr er sich die Zeit Wünschte, zumindest eine Teil der Aufgaben zu klären und sich eine halbwegs übersichtliche Situation zu schaffen, fühlte er sich so lebendig wie lange nicht mehr. Er fühlte sich frisch und voller Energie, gerade so als hätte man ihn an eine Batterie angeschlossen aus der er jetzt Kraft schöpfte. <br />
Das Gebäude welches Omrek als geeignet angesehen hatte, war beeindruckend, es war nicht nur die Arena selbst, deren ovales Zentrum sich viele Meter hoch über die umliegenden Gebäude erhob, geschmückt mit diabolischen Statuen aus rotem Sandstein, das gewaltige Portal, so breit das zwei Fahrzeuge nebeneinander den großen Platz im Inneren durch einen dunklen Tunnel hätten befahren können. Einst hatten drei Reihen massive Tore diesen Zugang versiegelt, zumindest lies die Struktur der Tunnelwände dies erahnen und an einer Stelle erkannte man eine Reihe stählerner Zinken die offenbar zu einem Fallgitter gehörten. Am anderen Ende der Anlage ragte eine Art Ehrentribüne in die Höhe, darunter befanden sich drei weitere Tore, nicht so gewaltig wie das durch welches sie hereingekommen waren, aber immer noch groß genug, um mindestens die Lastwagen aufzunehmen. <br />
Schon auf dem Weg hierher hatte man erkennen können, das direkt an das nördliche Ende der Arena ein mindestens ebenso hohes, kastenförmiges Gebäude angeschlossen war. Die Konstruktion lies keinen Zweifel daran, worum es sich handelte. In besseren Zeiten mussten hier tausende von Gefangenen ihr Blut vergossen haben, niedermetzelt zur Belustigung der Massen und zu ehren der fremdartigen Götter, deren Abbild aus schwarzen Obsidianstatuen die Ränge der Ehrentribüne schmückten, deren terrassenförmig angeordnete Etagen sich am dahinter befindlichen Komplex in die Höhe zogen und die normale Zuschauertribüne an jeder Stelle um ein gutes Stück überragte. Und genau in diesem Komplex mussten jene unfreiwilligen Verdammten ihr Dasein fristen, bis sie irgendwann ihre Seele an die Götter verloren, die diesen Ort und seine Bewohner beherrschten. Tatsächlich hatte Naradas das Gefühl das die Zuschauer im Inneren dieser Arena mindestens ebenso gefangen wären wie diejenigen die hier gekämpft hatten. Er mochte gar nicht schätzen,  wie viele Menschen auf diesen Tribünen Platz finden konnten, aber ihm viel sofort etwas ins Auge, dass er wollte. <br />
<br />
Na, hab ich euch zu viel versprochen? <br />
<br />
Naradas schenkte dem Fahrer ein kurzes Nicken, ihn zu loben wäre unangebracht, schließlich musste er von seinen Untergebenen erwarten können, das sie seine Wünsche perfekt erfüllten, auch wenn er wusste das dies ein Wunschtraum war. Naradas stieß die Tür auf, und betrat den staubigen Boden der Arena.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Aaron!!!</span><br />
<br />
Fast sofort landete der Ohrlose auf dem Boden vor ihn und deutete so etwas wie eine Verbeugung an. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Lass alle Mann absteigen, hier gibt es Arbeit zu tun. Sorge dafür das die Krieger sich in Gruppen zu jeweils drei Mann zusammenfinden und so etwas wie eine Aufstellung zustande bekommen, auch wenn das jetzt ungewohnt kommt!</span><br />
<br />
Er überließ das brüllen Aaron, sollte doch der hünenhafte Wüstenmann die Rasankuri von der Ladefläche holen. Das mochte ihm ein gutes Gefühl geben, die Kerle wussten gleich, woran sie waren, und er widmete sich der Anlage. In den Gängen die auf die Zuschauerränge führten, sah man hier und dort einen Schatten, offenbar hatten sich einige in den festen Mauern und der alten Gefängnisanlage eingenistet, ein Zustand der hier nicht länger geduldet werden konnte, dafür aber auch einige Probleme löste, die er hier befürchtete. Zufrieden beobachtete er, wie Aaron die Männer von den Ladeflächen  trieb und diese sich schon kurz darauf in einer Doppelreihe aus jeweils drei Mann zusammengefunden hatten. Als er das Gefühl hatte, dass die Menge halbwegs zur Ruhe gekommen war, schob er mit beiden Händen die Kapuze zurück, welches sein Gesicht bis dahin im Schatten verborgen hatte und erhob seine Stimme, während seine Augen von eisig blauem Feuer erfüllt wurden. Niemand, außer vielleicht Ayris, konnte wissen, dass er dies herbei zwang,  indem er  fest auf einen kleinen, aber spitzen Stein trat, welchen er auf der Fahrt hierher in seinen linken Stiefel geschoben hatte. Da er keine anderen offensichtlichen Mutationen besaß, und diese anscheinend immer nur in Momenten großer Anstrengung oder emotionaler Reaktionen auftrat, wollte er ein Experiment wagen, vor allem weil die Wüstenbewohner in der Mutation ganz anders als ein normaler, imperialer Bürger nichts schlechtes zu sehen schienen, ganz im Gegenteil, es hatte den Anschein als betrachte man Mutanten mit besonderer Ehrfurcht. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Krieger Rasankurs! Unser heiliger Gottkönig hat mich und damit auch euch mit einer besonderen Aufgabe, einer besonderen Pflicht betraut! Einer Pflicht, welche euch ebenso an mich binden muss, wie ich an euch und wir alle an den schwarzen Drachen gebunden sind. Daher bestimme ich diesen Spiegel der menschlichen Seele zu unserem Hauptquartier, unserer Zuflucht, zu dem Ort, von wo aus wir den Willen unseres Herrn erfüllen, wohin auch immer er uns führt. Wo wenn nicht hier, auf diesem Platz, auf diesem Sand, welcher schon das Blut von tausenden geschmeckt hat, müssen den die zahllosen Augen der Geister ruhen, und wenn deren Augen auf Rasankur ruhen, welche Orte stechen dann daraus hervor, als Ort der Hingabe und des Glaubens? Sicher, da wäre der Palast, jenes Zeichen der Macht der Götter, welcher die Suchenden schon aus vielen Meilen anzieht, der Stammsitz des Vollstreckers der Ewigen, welcher uns allen voranschreitet und dem wir dienen. Doch was liegt vor den strahlenden Wällen der mächtigen Feste? Die unwürdigen sammeln sich wie die Ratten in der heiligen Stadt, sie verunreinigen die Luft und verschleiern die Anwesenheit der Gläubigen, sodass die würdigen erst nach langer Suche vom Schatten ins Licht geführt werden können. Ich sage euch, lasst uns diesen Ort zu einem Strahlenden Stern machen, der sich vom Schmutz seiner Umgebung abhebt.</span><br />
<br />
Naradas hielt in seinem Redefluss inne, war mittlerweile nicht mehr still stehen geblieben, war währenddessen die Reihen der Rasankuri abgeschritten, hatte sich dazu hinreißen lassen einigen Kriegern deren Ausrüstung deutlich vernachlässigt war mit den Fingern über die schadhafte Stelle zu fahren und ihnen dabei einen bohrenden Blick zukommen zu lassen, infolge dessen die meisten ihre Augen zu Boden wandten wie ein geprügelter Hund.  Jetzt aber war er wieder in den Vordergrund getreten, wo er für alle ohne Probleme zu sehen war, wie er den gepanzerten Arm ausstreckte, und hoch hinauf deutete, zum von dunklen Wolken umspielten, aus weißem Alabaster gehauenen Palastberg.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich selbst wurde von der Hand des Fürsten erhoben, sein Auge ruht auf mir, und wer mir dient, auf dem wird es auch liegen.</span><br />
<br />
Er hatte den Arm wieder fallen lassen, stand mit dem Rücken zu der halbwegs disziplinierten Horde. Er war sich etwas unsicher. An Bord des Korsaren war es einfach gewesen, sich so etwas wie Loyalität zu sichern. Einige Worte über Beute dann war die Sache schon so gut wie gelaufen, wenn man dann noch dafür sorgte das die eigene Einheit nicht zu viele Verluste zu erleiden hatte, dann gab es auch immer mal wieder einen der sich im kritischen Moment vor einen warf. Hier in Rasankur war natürlich auch ein gewisses Interesse an Beute zu erkennen, seiner Theorie zufolge wäre es einfacher, die fanatischen Schlächter zu binden, wenn man die Ruhm, Macht und Beute welche man ihnen versprach, zu einem göttlichen Geschenk schnürte. Als er sich zu den Rasankuri um wandte, war er gespannt, wie diese auf seine kleine Rede reagieren würden.  Immerhin wollte er, dass sie die Gänge und Räumlichkeiten der alten Arena mit viel Ehrgeiz und möglichst euphorisch säuberten, jedem Beobachter der Säuberung die Lust nahmen, einen Fuß ins Innere der Arena zu setzen, ohne dazu aufgefordert zu sein. Gleichzeitig hoffte er, das er die Krieger soweit kontrollieren konnte, das diese nicht alle Niederen die sie fanden niedermetzelten. Schließlich wäre es weit schwieriger die Rasankuri dazu zu bewegen, die Trümmer der gewaltigen Säulen aus der Arena zu entfernen oder besser noch, diese wieder Aufzurichten. Und warum sollte er sich unbeliebt machen, indem er den Rasankuri befahl den Schmutz der Jahrhunderte aus den Räumen und Tunneln zu räumen, wenn er es einer Hundertschaft Niederer mit vorgehaltener Waffe befehlen konnte? Aber letztendlich kam es wieder einmal darauf an, ob der die Kerle von sich hatte überzeugen können oder nicht.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Torhaus und erster, innerer Stadtbezirk]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=580</link>
			<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 18:43:05 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=3"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=580</guid>
			<description><![CDATA[Es war ein Triumphzug, auch wenn er nicht so aussehen mochte wie das, was man sich etwa in imperialen Kreisen darunter vorstellte. Eine Handvoll Krieger auf zwei rostigen LKWs, dahinter der klägliche Rest zerschundener  Palta. Diesen wiederum folgte die schwarze Sänfte, umgeben von ebenso nachtfarbiger Totengarde. Letztlich, wie eine Schleppe hinter sich herziehend, kamen die taumelnden Widergänger, die nur langsam mit den neuerworbenen Gliedmaßen zurecht kamen. Kein Wunder, waren doch die, die ihre Leiber nun beseelten, ursprünglich einen erdgebundener Gang gewohnt. <br />
Die Spitze dieses Trosses bildete der Schwarzgerüstete, die stählende Gewandung legte Zeugnis vom gewonnen Kampf ab. An einer Kette wurde ein undefinierbares, von Steinen und rauem Boden gemartertes, Häufchen Elend mitgeschliffen. <br />
Warum man diese Reste einer Armee dennoch wie Helden empfing lag daran, das die meisten der Jubelnden das erste Mal in ihrem Leben nicht von latentem Durst gequält wurden. <br />
Noch hinter dem Platz des äußeren Torhauses umringte eine Menschenmenge die Kriegsschar. Jubel brandete auf und Magazine entleerten sich in den Himmel. Man reichte Becher voll Wasser, jener Leben verheißenden Siegesbeute, zu den Ladenflächen hoch. Frauen stießen die hohen, traditionellen Rufe aus und Rasankuri schlugen sich mit den Waffen an die Brust. Endlich hob Kogan die Axt über das Haupt und gebot Ruhe. <br />
Schweigen trat ein und das dieses nur vom Plätschern eines nahen Springbrunnens unterbrochen wurde war eine verzeihliche Melodie auf das Gewonnene. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Erwachtes Volk Rasankurs!</span> Die tiefe Stimme hallte von den steinerneren Häuserwänden des ersten, inneren Bezirks wieder. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Blut unserer Feinde nährte das Land und das Land sah es mit Wohlwollen. Mein Vater, der die ewigen Fluten und das zornige Meer ist, nahm das Opfer an. <br />
Unser ewiger Feind,</span> als wolle er den Stern herausfordern richtete der Fürst die Axt gegen die Sonne, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">hat das was unser ist seit Jahrhunderten geschunden. Der Boden der Götter lag verbrannt und ausgeglüht. Nun aber hat die Klaue des Drachen die versenkte Erde aufgerissen und seinen Kinder Durst und Verzweiflung genommen. Euch ist Leben geschenkt, durch der allgewaltigen Götter Gnade. <br />
Und noch heute, sobald das verhasste Glutauge sich Mutter Nacht beugen muss, werden wir den Ewigen unseren Dank sagen. <br />
Der Große Platz, wo sich die Krieger anschickten dem fehlgeleiteten Al-Chatan die Stirn zu bieten, soll uns Stätte der extatischen Freude und Lobpreisung sein. Ein jeder erscheine und lege Zeugnis ab.  Verbergt eure Gesichter, in die sich die schändlichen Spuren einer geknebelten Gesellschaft eingegraben haben, hinter den Masken der zügellosen, unverfälschten Freiheit. Gleiche unter Gleichen, in losgeschnittener Götterfolgschaft. Kein flehendes Stammeln und Herumrutschen auf den Knien. Lasst euren Gefühlen die Schwingen des wahren Gebetes wachsen. <br />
Heute Nacht, werden wir der Anderswelt nahe sein!</span> <br />
<br />
Damit überließ er die Menschen wieder ihrem Taumel und lenkte sein Reittier, dieses Mal nur gefolgt von der Sänfte und ihrer schwarzen Prozession, in Richtung Palast.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es war ein Triumphzug, auch wenn er nicht so aussehen mochte wie das, was man sich etwa in imperialen Kreisen darunter vorstellte. Eine Handvoll Krieger auf zwei rostigen LKWs, dahinter der klägliche Rest zerschundener  Palta. Diesen wiederum folgte die schwarze Sänfte, umgeben von ebenso nachtfarbiger Totengarde. Letztlich, wie eine Schleppe hinter sich herziehend, kamen die taumelnden Widergänger, die nur langsam mit den neuerworbenen Gliedmaßen zurecht kamen. Kein Wunder, waren doch die, die ihre Leiber nun beseelten, ursprünglich einen erdgebundener Gang gewohnt. <br />
Die Spitze dieses Trosses bildete der Schwarzgerüstete, die stählende Gewandung legte Zeugnis vom gewonnen Kampf ab. An einer Kette wurde ein undefinierbares, von Steinen und rauem Boden gemartertes, Häufchen Elend mitgeschliffen. <br />
Warum man diese Reste einer Armee dennoch wie Helden empfing lag daran, das die meisten der Jubelnden das erste Mal in ihrem Leben nicht von latentem Durst gequält wurden. <br />
Noch hinter dem Platz des äußeren Torhauses umringte eine Menschenmenge die Kriegsschar. Jubel brandete auf und Magazine entleerten sich in den Himmel. Man reichte Becher voll Wasser, jener Leben verheißenden Siegesbeute, zu den Ladenflächen hoch. Frauen stießen die hohen, traditionellen Rufe aus und Rasankuri schlugen sich mit den Waffen an die Brust. Endlich hob Kogan die Axt über das Haupt und gebot Ruhe. <br />
Schweigen trat ein und das dieses nur vom Plätschern eines nahen Springbrunnens unterbrochen wurde war eine verzeihliche Melodie auf das Gewonnene. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Erwachtes Volk Rasankurs!</span> Die tiefe Stimme hallte von den steinerneren Häuserwänden des ersten, inneren Bezirks wieder. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das Blut unserer Feinde nährte das Land und das Land sah es mit Wohlwollen. Mein Vater, der die ewigen Fluten und das zornige Meer ist, nahm das Opfer an. <br />
Unser ewiger Feind,</span> als wolle er den Stern herausfordern richtete der Fürst die Axt gegen die Sonne, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">hat das was unser ist seit Jahrhunderten geschunden. Der Boden der Götter lag verbrannt und ausgeglüht. Nun aber hat die Klaue des Drachen die versenkte Erde aufgerissen und seinen Kinder Durst und Verzweiflung genommen. Euch ist Leben geschenkt, durch der allgewaltigen Götter Gnade. <br />
Und noch heute, sobald das verhasste Glutauge sich Mutter Nacht beugen muss, werden wir den Ewigen unseren Dank sagen. <br />
Der Große Platz, wo sich die Krieger anschickten dem fehlgeleiteten Al-Chatan die Stirn zu bieten, soll uns Stätte der extatischen Freude und Lobpreisung sein. Ein jeder erscheine und lege Zeugnis ab.  Verbergt eure Gesichter, in die sich die schändlichen Spuren einer geknebelten Gesellschaft eingegraben haben, hinter den Masken der zügellosen, unverfälschten Freiheit. Gleiche unter Gleichen, in losgeschnittener Götterfolgschaft. Kein flehendes Stammeln und Herumrutschen auf den Knien. Lasst euren Gefühlen die Schwingen des wahren Gebetes wachsen. <br />
Heute Nacht, werden wir der Anderswelt nahe sein!</span> <br />
<br />
Damit überließ er die Menschen wieder ihrem Taumel und lenkte sein Reittier, dieses Mal nur gefolgt von der Sänfte und ihrer schwarzen Prozession, in Richtung Palast.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[-Nebenschauplätze-]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=473</link>
			<pubDate>Sun, 04 Oct 2009 19:05:30 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=3"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=473</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size">-In der Sänfte-</span><br />
<br />
Kogan wehrte die vier Schönheiten leidlich ab. Gänzlich gelang es ihm freilich nicht acht Hände zu bannen, deren Geschicklichkeit ein elementarer Bestandteil ihrer Kunst waren. Ironie war Kogan unlängst als eine der beliebtesten Lustbarkeiten in seinem Leben aufgefallen. Diese Vier hier hatten ihn im vergangenen Kampf um Rasankur dem Tod näher gebracht als alle Soldaten die Al- Chaliks. Genauso wie ihre neue Herrin. Frauen! Die schrecklichste Waffe die man gegen einen Mann seines Appetits ins Feld führen konnte. Griff er nach schlanken Händen, die an seinem Kleidersaum nestelten, entrissen ihm andere den Harnisch und alle anderen Teile des erzenen Schuppenpanzers. Wie damals, im Zelt des großen Feindes, war seine Axt schon den Fäusten entwunden und im Gewirr aus Kissen, weichen Stoffen und heißen Gliedmaßen verschollen. Eine all zu kecken Konkubine drückte er den fordernden Schergengriff der Beine wieder auseinander, kaum das sie sich um ihn gelegt hatten. Halb war er selbst schon rittlings in die Kissen gedrückte und von den sündigen Furien umringt. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wo ist die schlimmste von euch Wildkatzen?</span> Forderte er zwischen ihren Aufdringlichkeiten zu wissen. Inzwischen drängte das Tier, welches stets darauf lauerte seine dünne Hülle der Menschlichkeit an ihrer schwächsten Stelle zu durchstoßen, mit gierigem Knurren gegen seine Selbstbeherrschung. Verscheuchte er auch die Nachtfarbige von dort wo dieses Verlangen am offensichtlichsten natürlicher Regung folgte, so gab er doch dem Flehen jener nach die so furchtlos auf seinem liegenden Leib einen Sitzplatz genommen hatte und das gegen seine Lippen presste was die beiden oberhalb zu öffnenden Verschlüsse ihres Anzuges preisgegeben hatten. Ihr kurze Genugtuung lockte sogleich die anderen herbei die ihren Anteil einforderten. Wie so manch anderes an ihm erhob sich nun jedoch auch der letzte Funke Willenskraft. Er bäumte sich auf und ließ jene die ihn erklommen hatten in die Polster purzeln. Kichern machten sich unverzüglich zwei über die gefallende Schwester her und entlocken ihr ungehemmte Laute der Lust. Der Feuerschopf  gab unterdes nicht auf  und war alsbald bestrebt die langen Beine um den vernarbten Nacken des Fürsten zu legen, als dieser ihre Fessel packte und sie zu sich zerrte. Im gespielten Erschrecken kreischend breitete die Lustdienerin die Arme aus, ihn zu empfangen. Der Drachen aber packte ihr Kinn, das fast in der Mörderhand unterging und zwang sie in die Pose des Büßers.  Freilich hatte dieses braunhaarige Geschöpf längst den Schmerz als Quelle des Vergnügens für sich entdeckt und griff nicht etwa nach dem umbarmherzigen Arm der sie hielt, sondern grinste nur herausfordernd während die glühenden Finger die Bauchdecke hinterwanderten. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Du Schlange verrätst mir jetzt wo deine Herrin ist, oder ich lasse dir einen Keuschheitsgürtel anlegen!</span><br />
Befahl er während ihm die Finger nur zu deudlich spürbar waren, die ihr Ziel offensichtlich erreicht wissen konnten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size">-In der Sänfte-</span><br />
<br />
Kogan wehrte die vier Schönheiten leidlich ab. Gänzlich gelang es ihm freilich nicht acht Hände zu bannen, deren Geschicklichkeit ein elementarer Bestandteil ihrer Kunst waren. Ironie war Kogan unlängst als eine der beliebtesten Lustbarkeiten in seinem Leben aufgefallen. Diese Vier hier hatten ihn im vergangenen Kampf um Rasankur dem Tod näher gebracht als alle Soldaten die Al- Chaliks. Genauso wie ihre neue Herrin. Frauen! Die schrecklichste Waffe die man gegen einen Mann seines Appetits ins Feld führen konnte. Griff er nach schlanken Händen, die an seinem Kleidersaum nestelten, entrissen ihm andere den Harnisch und alle anderen Teile des erzenen Schuppenpanzers. Wie damals, im Zelt des großen Feindes, war seine Axt schon den Fäusten entwunden und im Gewirr aus Kissen, weichen Stoffen und heißen Gliedmaßen verschollen. Eine all zu kecken Konkubine drückte er den fordernden Schergengriff der Beine wieder auseinander, kaum das sie sich um ihn gelegt hatten. Halb war er selbst schon rittlings in die Kissen gedrückte und von den sündigen Furien umringt. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wo ist die schlimmste von euch Wildkatzen?</span> Forderte er zwischen ihren Aufdringlichkeiten zu wissen. Inzwischen drängte das Tier, welches stets darauf lauerte seine dünne Hülle der Menschlichkeit an ihrer schwächsten Stelle zu durchstoßen, mit gierigem Knurren gegen seine Selbstbeherrschung. Verscheuchte er auch die Nachtfarbige von dort wo dieses Verlangen am offensichtlichsten natürlicher Regung folgte, so gab er doch dem Flehen jener nach die so furchtlos auf seinem liegenden Leib einen Sitzplatz genommen hatte und das gegen seine Lippen presste was die beiden oberhalb zu öffnenden Verschlüsse ihres Anzuges preisgegeben hatten. Ihr kurze Genugtuung lockte sogleich die anderen herbei die ihren Anteil einforderten. Wie so manch anderes an ihm erhob sich nun jedoch auch der letzte Funke Willenskraft. Er bäumte sich auf und ließ jene die ihn erklommen hatten in die Polster purzeln. Kichern machten sich unverzüglich zwei über die gefallende Schwester her und entlocken ihr ungehemmte Laute der Lust. Der Feuerschopf  gab unterdes nicht auf  und war alsbald bestrebt die langen Beine um den vernarbten Nacken des Fürsten zu legen, als dieser ihre Fessel packte und sie zu sich zerrte. Im gespielten Erschrecken kreischend breitete die Lustdienerin die Arme aus, ihn zu empfangen. Der Drachen aber packte ihr Kinn, das fast in der Mörderhand unterging und zwang sie in die Pose des Büßers.  Freilich hatte dieses braunhaarige Geschöpf längst den Schmerz als Quelle des Vergnügens für sich entdeckt und griff nicht etwa nach dem umbarmherzigen Arm der sie hielt, sondern grinste nur herausfordernd während die glühenden Finger die Bauchdecke hinterwanderten. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Du Schlange verrätst mir jetzt wo deine Herrin ist, oder ich lasse dir einen Keuschheitsgürtel anlegen!</span><br />
Befahl er während ihm die Finger nur zu deudlich spürbar waren, die ihr Ziel offensichtlich erreicht wissen konnten.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Al-Chtan]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=484</link>
			<pubDate>Sun, 13 Sep 2009 19:51:16 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=99"></a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[Eifrig marschierte Bane am Rande des Pöbels entlang, den Kopf stolz erhoben, der gierigen Sonne zum Trotz, welche ihre brennenden Finger erhob und darauf wartete das sie ihren gerechten Lohn erhielt. Die Rüstung forderte zusätzlich ihren Teil an Schweiß, doch Schwäche konnte er sich vor den Augen der Palta und seinen Gleichgestellten nicht erlauben. Zumal er wahrscheinlich froh sein konnte das der Dauerfilter ihn die meiste Zeit vor dem giftigen Staub der Wüste schützte. Einige Zeit zuvor war einer der Kerle im Hinteren Feld zusammengebrochen nachdem er urplötzlich blutigen Auswurf erbrochen hatte. Den Wurm hatte es so schlimm erwischt, das sich noch nicht einmal die Sklavenhändler für ihn interessiert hatten. Als wahrer Sohn der Wüste war er sich sicher das diesem einen noch viele weitere Folgen würden, diesem staubigen Atem der Wüste zum Opfer fallen würden. Für Bane stellte dies eine natürliche Art der Auslese dar, mit welcher Faulheit und Schwäche ausgemerzt wurde. Es war das Opfer welches der Wüste errichtet werden musste damit der Heerwurm nicht in der endlosen Weite verloren ging. Während der Abmarsch selbst etwas holprig verlaufen war, hatte die unbarmherzige Sonne den meisten jeglichen Willen geraubt, den es erfordert hätte, Widerstand zu leisten. Die meisten schleppten sich einfach immer weiter voran, den Blick fest auf den Rücken des Vordermannes gerichtet, unfähig dem Trott mehr abzugewinnen als den blanken Gedanken an das weiterlaufen. Zumindest die meisten aber nicht alle. Um der neuen Aufgabe möglichst sorgfältig nachzukommen, hielt er sich naher an der Masse der Palta als die meisten anderen Rasankuri. Während er die Horde entlang marschierte und auf diese Weise eine weit längere Strecke zurücklegen musste als die meisten anderen, versuchte er in der Masse jene auszumachen die sich noch nicht dem starren Trott der Masse hingegeben hatten. Ihm war bewusst das die meisten unter enormem Wassermangel litten aber trotzdem, welcher würdige Krieger würde wegen solch einer Kleinigkeit vor dem wachsamen Augen der Götter Schwäche zeigen? Natürlich erregte der pralle Wasserschlauch den er auf dem Rücken trug einiges an Aufmerksamkeit, ein Blick auf Banes geliebte Stachelpeitsche erstickte aber in fast allen Fällen jegliches weitere Interesse. Die  übrigen fanden sich nur kurze Zeit später weit hinten und mussten erfahren wie sich salziger Staub brennend in frischen Wunden festsetzte, wo die Peitsche Hemd und Haut zerfetzt hatte. Vom jämmerlichen Anblick der Palta fast schon beschämt, überraschte es Bane umso mehr als er im vorderen drittel plötzlich auf eine kleine Gruppe Bekannter stieß. Obwohl dem ein oder anderen die Strapazen deutlich im Gesicht standen, hielten sie sich wacker, andererseits, so wie er es aus der Ferne hatte beurteilen können, hatten sich das halbe Dutzend mit einen nicht gerade bescheidenen Anteil Wasser zufrieden gegeben. Auf alle Fälle hatte es den Anschein das genug übrig war, sodass sie sich ab und zu einen Schluck genehmigen konnten um die trockene Kehle zu befeuchten. Auffällig war auch, dass der Rest der Horde so dicht gedrängt sie sonst war, hinter den sechs einen kleinen aber in der Masse sehr auffälligen Abstand einhielt. Breit grinsend schloss Bane langsam zu der unterschiedlichen Gruppe auf und näherte sich von hinten. Gerade als er sich kurz hinter ihnen befand entdeckte er ein mechanisches Konstrukt welches wie eine Spinne auf Naradas Schulter saß und ihn mit leisem surren fokussierte, während es mit blecherner Stimme auf seinen Schöpfer einredete, der daraufhin ebenfalls breit lächelnd zu ihm über die Schulter blickte und die restlichen darauf hinwies wer sich da von hinten annäherte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Eifrig marschierte Bane am Rande des Pöbels entlang, den Kopf stolz erhoben, der gierigen Sonne zum Trotz, welche ihre brennenden Finger erhob und darauf wartete das sie ihren gerechten Lohn erhielt. Die Rüstung forderte zusätzlich ihren Teil an Schweiß, doch Schwäche konnte er sich vor den Augen der Palta und seinen Gleichgestellten nicht erlauben. Zumal er wahrscheinlich froh sein konnte das der Dauerfilter ihn die meiste Zeit vor dem giftigen Staub der Wüste schützte. Einige Zeit zuvor war einer der Kerle im Hinteren Feld zusammengebrochen nachdem er urplötzlich blutigen Auswurf erbrochen hatte. Den Wurm hatte es so schlimm erwischt, das sich noch nicht einmal die Sklavenhändler für ihn interessiert hatten. Als wahrer Sohn der Wüste war er sich sicher das diesem einen noch viele weitere Folgen würden, diesem staubigen Atem der Wüste zum Opfer fallen würden. Für Bane stellte dies eine natürliche Art der Auslese dar, mit welcher Faulheit und Schwäche ausgemerzt wurde. Es war das Opfer welches der Wüste errichtet werden musste damit der Heerwurm nicht in der endlosen Weite verloren ging. Während der Abmarsch selbst etwas holprig verlaufen war, hatte die unbarmherzige Sonne den meisten jeglichen Willen geraubt, den es erfordert hätte, Widerstand zu leisten. Die meisten schleppten sich einfach immer weiter voran, den Blick fest auf den Rücken des Vordermannes gerichtet, unfähig dem Trott mehr abzugewinnen als den blanken Gedanken an das weiterlaufen. Zumindest die meisten aber nicht alle. Um der neuen Aufgabe möglichst sorgfältig nachzukommen, hielt er sich naher an der Masse der Palta als die meisten anderen Rasankuri. Während er die Horde entlang marschierte und auf diese Weise eine weit längere Strecke zurücklegen musste als die meisten anderen, versuchte er in der Masse jene auszumachen die sich noch nicht dem starren Trott der Masse hingegeben hatten. Ihm war bewusst das die meisten unter enormem Wassermangel litten aber trotzdem, welcher würdige Krieger würde wegen solch einer Kleinigkeit vor dem wachsamen Augen der Götter Schwäche zeigen? Natürlich erregte der pralle Wasserschlauch den er auf dem Rücken trug einiges an Aufmerksamkeit, ein Blick auf Banes geliebte Stachelpeitsche erstickte aber in fast allen Fällen jegliches weitere Interesse. Die  übrigen fanden sich nur kurze Zeit später weit hinten und mussten erfahren wie sich salziger Staub brennend in frischen Wunden festsetzte, wo die Peitsche Hemd und Haut zerfetzt hatte. Vom jämmerlichen Anblick der Palta fast schon beschämt, überraschte es Bane umso mehr als er im vorderen drittel plötzlich auf eine kleine Gruppe Bekannter stieß. Obwohl dem ein oder anderen die Strapazen deutlich im Gesicht standen, hielten sie sich wacker, andererseits, so wie er es aus der Ferne hatte beurteilen können, hatten sich das halbe Dutzend mit einen nicht gerade bescheidenen Anteil Wasser zufrieden gegeben. Auf alle Fälle hatte es den Anschein das genug übrig war, sodass sie sich ab und zu einen Schluck genehmigen konnten um die trockene Kehle zu befeuchten. Auffällig war auch, dass der Rest der Horde so dicht gedrängt sie sonst war, hinter den sechs einen kleinen aber in der Masse sehr auffälligen Abstand einhielt. Breit grinsend schloss Bane langsam zu der unterschiedlichen Gruppe auf und näherte sich von hinten. Gerade als er sich kurz hinter ihnen befand entdeckte er ein mechanisches Konstrukt welches wie eine Spinne auf Naradas Schulter saß und ihn mit leisem surren fokussierte, während es mit blecherner Stimme auf seinen Schöpfer einredete, der daraufhin ebenfalls breit lächelnd zu ihm über die Schulter blickte und die restlichen darauf hinwies wer sich da von hinten annäherte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Angrenzende Pässe]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=270</link>
			<pubDate>Fri, 21 Nov 2008 16:32:19 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=24"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=270</guid>
			<description><![CDATA[Unvernunft flackerte im aufsteigenden Züngeln purpurner Flammen, welche sich wie lebende Kreaturen an das achtlos hinzu gegebene klammerten und sich daran nährten, gerade wie es Kinder am Mutterbusen taten. Wandel beherrschte alle Szenarie, gleichsam waren musisches Treiben und lustvolles Traumtänzeln verklungen, Stille, Klammheit, Sprachlosigkeit, war eingekehrt. Egal aus welchem Fältchen jenes fleischernen Stoffes man sich die “Darsteller” besehen mochte, sie glichen einander in ihrem eisigem Schweigen, fast wie es Statuen der altvorderen Väter tun. Man zwang sich übertrieben formell, nicht etwa die roten, braunen, grünen oder grauen Iriden zu erheben, man zwang sich auch den lebensspendenten Atem zu verhalten, gleichsam als würde man durch eine undurchsichtige Flut hindurch schwimmen. Und dennoch war es nichts. Gleichsam hätten Sklaven, Mätressen und Schauspieler eine lautstarke Abwandlung cholerischer Menschlichkeit erwartet, doch sie wurde verweigert, wohl im Gegensatz zu jenem Mann, welche ihr “Feind” nun Fürst nannte, welcher über derartige Nachricht zweifellos wutschnaubend in blutige Rage verfallen wäre. Doch hier… Schweigen.<br />
<br />
<span style="color: darkred;" class="mycode_color">“Es erwies sich das jenes fremde Hexenweib tatsächlich war gesprochen hat, Großmächtiger. Wir hetzten Ismaels Anverwandte wie das Schlachtvieh vor unseren Carnaks einher, peitschten sie eifrig wie Sklavenmeister hinein ins Herz des Lügenkönigs! Doch kaum erreichte unsere Schar das nördliche Portal von Ras-an-Kur, übertölpelte diese feigen Narrenreiter aus dem Tuschtaren-Stamm eine “freudige” Bande irgendwelcher Fremdweltler, welche eure Sklaven augenblicklich empfing. Von Tuschtarens achtzig Reitern verblieben gerade mal eine magere handvoll, wie ihr befohlen habt, wurden deren Scheitel vom Haupt getrennt und die faulenden Kadaver an die Saanarii verfüttert! Seiduna, was uns von den einstmals schlohweißen Wällen der göttlichen Stadt noch trennt, ist weniger als ein Tagesmarsch, so rasch eilen eure demütigen Krieger voran! Nicht länger wünschen sie sich Rückhalt, denn schon seit vielen Nächten ertönte nicht der süße Klang von Säbel und Spieß, gepaart vom scharfen Gas der Blitzwaffen, an ihren schlachtgewohnten Ohren. Sie sehnen sich nach Blut und Fleisch, dem Spalten der Knochen und dem anschließenden Festschmaus des Markes, wenn jene erst gebrochen sind.”</span> <br />
<span style="color: purple;" class="mycode_color">“Gemach, Hascham, dein Herr und Meister weiß um die Sorgen und Nöte seines Volkes! Noch vor kurzem ließen Wir die befestigten Karawansereien zwischen Gohmor und Erean plündern, schlachteten was an Männern noch widerstand zu leisten vermochte und nahmen jedes Weib welches bereits die Blüte erreichte hatte. Dies ist der Wille Unserer Götter, gleichsam eurer Götter, Bruder! Dennoch, führt in mancher Stunde ein übereilter Schwertstreich zum Verlust des eigenen Armes und pflückt nicht die satte Schädeldecke eures Feindes. Du warst es doch, der Uns von jenen “Felddonnerern” des Lügenfürsten kündete, der Uns mitteilte von den zischelnden Feuerschlangen, dem Surren der raschen Metallschleuder und den Blitzen des roten Lichtstrahls, oder täuschen Wir uns darin? Natürlich nicht. Unsere Zahl überspannt Himmel, Horizont und alles Erdenreich gleichsam, viele mutige, tapfere Krieger dienen als Unsere Sklaven und Diener, Wir besitzen mehr Carnaks als jeder andere Fürst aller bekannten Wüsten zusammen, besitzen antike Reliquien, von welchen selbst der Sonnenbringer nicht zu träumen wagt, gleichsam Bestien wie sie aus deren Albträumen herauf beschworen sein könnten. Und dennoch rätst du Uns zu Taktiken, welche jene wenigen hinter dem festen Bollwerk Ras-an-Kurs Uns voraussehen könnten? Hascham, du Unser Bruder, du magst ein starker, geschickter Kriegsmeister sein, doch kein Strategos. Du suchst nur nach Blut zum Trinken, Fleisch zum Reißen und Knochen zum Spalten, nicht jedoch nach der größeren Vision wie sie vor Unseren Augen schwebt. Alle Stämme unter Unserem Banner, so werden Wir dereinst die uns verheißenen Wüsten reinigen vom Antlitz der Sonnenküken und jeden Frevler im Sand ersticken. Doch solch große Taten bewältigt man nicht alleine mit dem Schwert, der Axt, dem Säbel, dem Spieß, der Donnerbüchse, dem Blitzer, Feuerzischer, Carnak oder Saanarii, sondern… man muss dazu auch seinen Verstand nutzen, in jener Manier wie eben Wir es tun, Bruder. Noch durchwandert jener falsche Lügenfürst vermutlich Siegessicher ob der Plänklerniederwerfung einen Rausch, ehe wir ihn unvorbereitet und schmerzhaft in die Flanke schneiden werden. Natürlich waren jene Wort des Seherweibes nur arglistige Täuschung, Blendwerk, Illusion, der Usurpator wusste doch schon das unsere Reiter vom Norden her herankommen würden, von woher sonst sollten sie schon kommen? So sollten Wir unseren Heerscharen befehlen, vom Westen her über den “präsentierten” Kadaver herzufallen, während jener schon seine “Felddonnerer” dorthin ausrichtet. Hunderte, tausend würden binnen weniger Stunden so ihr leben aushauchen und gleichsam würden sie weder Zweck noch Sinn erfüllen, ein schnödes Blutbad… Nein. Wir warten sie ab, das hereinbrechen der mütterlichen Nachtschleier, im fahlen, kühlen Licht ihrer Tochter Aschante werden wir wie Blutsauger über sie herfallen, ihre Hälse öffnen und uns satt trinken. Führt ein starkes Kontingent von Reitern, Infanteristen und zwei Saanarii an die westliche Stadtgrenze, unterdessen soll Kaliph bin Zenghi vom Osten mit den Uruschiden und Kelelebiniden heranrücken, während wir eine große Zahl Sklaven vom Norden her heranrücken lassen. Abdullah Chareizwik soll sie anführen und eine provisorische Stellung nördlich, knapp außerhalb der geschätzten Reichweite der Feldonnerer errichten. Sischerehm soll sich und seine udunischen Derwische oben auf dem Felsengrat positionieren und auf Unsere Kunde warten. Indessen werden Wir uns mit der Hauptstreitmacht knapp nördlicher deiner Position einrichten. Sag allen sie mögen Unsere Befehle abwarten, ehe sie eingreifen. Sollte all dies nicht fruchten, so verfügen Wir noch über weitere Möglichkeiten…”</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Unvernunft flackerte im aufsteigenden Züngeln purpurner Flammen, welche sich wie lebende Kreaturen an das achtlos hinzu gegebene klammerten und sich daran nährten, gerade wie es Kinder am Mutterbusen taten. Wandel beherrschte alle Szenarie, gleichsam waren musisches Treiben und lustvolles Traumtänzeln verklungen, Stille, Klammheit, Sprachlosigkeit, war eingekehrt. Egal aus welchem Fältchen jenes fleischernen Stoffes man sich die “Darsteller” besehen mochte, sie glichen einander in ihrem eisigem Schweigen, fast wie es Statuen der altvorderen Väter tun. Man zwang sich übertrieben formell, nicht etwa die roten, braunen, grünen oder grauen Iriden zu erheben, man zwang sich auch den lebensspendenten Atem zu verhalten, gleichsam als würde man durch eine undurchsichtige Flut hindurch schwimmen. Und dennoch war es nichts. Gleichsam hätten Sklaven, Mätressen und Schauspieler eine lautstarke Abwandlung cholerischer Menschlichkeit erwartet, doch sie wurde verweigert, wohl im Gegensatz zu jenem Mann, welche ihr “Feind” nun Fürst nannte, welcher über derartige Nachricht zweifellos wutschnaubend in blutige Rage verfallen wäre. Doch hier… Schweigen.<br />
<br />
<span style="color: darkred;" class="mycode_color">“Es erwies sich das jenes fremde Hexenweib tatsächlich war gesprochen hat, Großmächtiger. Wir hetzten Ismaels Anverwandte wie das Schlachtvieh vor unseren Carnaks einher, peitschten sie eifrig wie Sklavenmeister hinein ins Herz des Lügenkönigs! Doch kaum erreichte unsere Schar das nördliche Portal von Ras-an-Kur, übertölpelte diese feigen Narrenreiter aus dem Tuschtaren-Stamm eine “freudige” Bande irgendwelcher Fremdweltler, welche eure Sklaven augenblicklich empfing. Von Tuschtarens achtzig Reitern verblieben gerade mal eine magere handvoll, wie ihr befohlen habt, wurden deren Scheitel vom Haupt getrennt und die faulenden Kadaver an die Saanarii verfüttert! Seiduna, was uns von den einstmals schlohweißen Wällen der göttlichen Stadt noch trennt, ist weniger als ein Tagesmarsch, so rasch eilen eure demütigen Krieger voran! Nicht länger wünschen sie sich Rückhalt, denn schon seit vielen Nächten ertönte nicht der süße Klang von Säbel und Spieß, gepaart vom scharfen Gas der Blitzwaffen, an ihren schlachtgewohnten Ohren. Sie sehnen sich nach Blut und Fleisch, dem Spalten der Knochen und dem anschließenden Festschmaus des Markes, wenn jene erst gebrochen sind.”</span> <br />
<span style="color: purple;" class="mycode_color">“Gemach, Hascham, dein Herr und Meister weiß um die Sorgen und Nöte seines Volkes! Noch vor kurzem ließen Wir die befestigten Karawansereien zwischen Gohmor und Erean plündern, schlachteten was an Männern noch widerstand zu leisten vermochte und nahmen jedes Weib welches bereits die Blüte erreichte hatte. Dies ist der Wille Unserer Götter, gleichsam eurer Götter, Bruder! Dennoch, führt in mancher Stunde ein übereilter Schwertstreich zum Verlust des eigenen Armes und pflückt nicht die satte Schädeldecke eures Feindes. Du warst es doch, der Uns von jenen “Felddonnerern” des Lügenfürsten kündete, der Uns mitteilte von den zischelnden Feuerschlangen, dem Surren der raschen Metallschleuder und den Blitzen des roten Lichtstrahls, oder täuschen Wir uns darin? Natürlich nicht. Unsere Zahl überspannt Himmel, Horizont und alles Erdenreich gleichsam, viele mutige, tapfere Krieger dienen als Unsere Sklaven und Diener, Wir besitzen mehr Carnaks als jeder andere Fürst aller bekannten Wüsten zusammen, besitzen antike Reliquien, von welchen selbst der Sonnenbringer nicht zu träumen wagt, gleichsam Bestien wie sie aus deren Albträumen herauf beschworen sein könnten. Und dennoch rätst du Uns zu Taktiken, welche jene wenigen hinter dem festen Bollwerk Ras-an-Kurs Uns voraussehen könnten? Hascham, du Unser Bruder, du magst ein starker, geschickter Kriegsmeister sein, doch kein Strategos. Du suchst nur nach Blut zum Trinken, Fleisch zum Reißen und Knochen zum Spalten, nicht jedoch nach der größeren Vision wie sie vor Unseren Augen schwebt. Alle Stämme unter Unserem Banner, so werden Wir dereinst die uns verheißenen Wüsten reinigen vom Antlitz der Sonnenküken und jeden Frevler im Sand ersticken. Doch solch große Taten bewältigt man nicht alleine mit dem Schwert, der Axt, dem Säbel, dem Spieß, der Donnerbüchse, dem Blitzer, Feuerzischer, Carnak oder Saanarii, sondern… man muss dazu auch seinen Verstand nutzen, in jener Manier wie eben Wir es tun, Bruder. Noch durchwandert jener falsche Lügenfürst vermutlich Siegessicher ob der Plänklerniederwerfung einen Rausch, ehe wir ihn unvorbereitet und schmerzhaft in die Flanke schneiden werden. Natürlich waren jene Wort des Seherweibes nur arglistige Täuschung, Blendwerk, Illusion, der Usurpator wusste doch schon das unsere Reiter vom Norden her herankommen würden, von woher sonst sollten sie schon kommen? So sollten Wir unseren Heerscharen befehlen, vom Westen her über den “präsentierten” Kadaver herzufallen, während jener schon seine “Felddonnerer” dorthin ausrichtet. Hunderte, tausend würden binnen weniger Stunden so ihr leben aushauchen und gleichsam würden sie weder Zweck noch Sinn erfüllen, ein schnödes Blutbad… Nein. Wir warten sie ab, das hereinbrechen der mütterlichen Nachtschleier, im fahlen, kühlen Licht ihrer Tochter Aschante werden wir wie Blutsauger über sie herfallen, ihre Hälse öffnen und uns satt trinken. Führt ein starkes Kontingent von Reitern, Infanteristen und zwei Saanarii an die westliche Stadtgrenze, unterdessen soll Kaliph bin Zenghi vom Osten mit den Uruschiden und Kelelebiniden heranrücken, während wir eine große Zahl Sklaven vom Norden her heranrücken lassen. Abdullah Chareizwik soll sie anführen und eine provisorische Stellung nördlich, knapp außerhalb der geschätzten Reichweite der Feldonnerer errichten. Sischerehm soll sich und seine udunischen Derwische oben auf dem Felsengrat positionieren und auf Unsere Kunde warten. Indessen werden Wir uns mit der Hauptstreitmacht knapp nördlicher deiner Position einrichten. Sag allen sie mögen Unsere Befehle abwarten, ehe sie eingreifen. Sollte all dies nicht fruchten, so verfügen Wir noch über weitere Möglichkeiten…”</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Unter der Stadt]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=118</link>
			<pubDate>Tue, 18 Nov 2008 16:13:17 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=53"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=118</guid>
			<description><![CDATA[<a href="http://www.board-4you.de/v63/boards/226/thread.php?sid=&amp;postid=2092#post2092" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">von hier kommend</a><br />
<br />
Die schwere Tür lies sich nur mit Kraft öffnen, quietschend und kreischend gab sie dem Willen der Muskeln nach, die Straßen und Plätze waren noch laut und belebt so das den Heimatsuchenden niemand bemerkte, die Taschenlampe spendete ihm das nötige Licht und er verschloss die metallerne Tür wieder hinter sich. Leuchte in der rechten und 9mm in der linken Hand über Kreuz, schlich Pestor langsam und vorsichtig die Stufen in die untere Ebene herab, schon die Treppe lies vermuten das die Architektur der des Palastes glich.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wirkt recht aufwendig un kunstvoll für ´ne Kanalisation.</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Sei doh froh man, hast bald ´ne aufwendige un kunstvolle Absteige.</span> </span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: crimson;" class="mycode_color">Ja, kannst dick ja d´nn ´Fürst da Untastadt´ nenn.</span> </span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Auf jeden, ey.</span><br />
Wohl je nach Bedarf wurden manche Abschnitt aus großen Natursteinen, andere mit Ziegeln gemauert und dann verpuzt ,dieser bröckelte hier und da schon einwenig herab.<br />
Und es roch, für die meisten der oben lebenden Wesen wohl nicht sehr einladend, doch für ihn war der Geruch wie ein Stück Heimat, das Aroma der Katakomben war organisch, nicht wie in der Stadt wo jeder Duft vom Winde verweht und von der Sonne erstickt wurde, Ratten und anderes Getier wuselten durch die Gänge und quiekten vergnügt.<br />
Erst jetzt wurde ihm bewust dass es hier nicht nur Licht von seiner Lampe gab, auch hingen hier alte Lichtgeber an den Decken doch diese waren wohl schon seit Jahren nicht mehr funktionsfähig und im Einsatz gewesen, nein, ein grünes Geflecht wie Adren zog sich durch das Gestein, durch Wände, Boden, Decke und gab ein mystisches, vor Leben leicht pulsierendes Licht von sich dass alles in einen angenehmen Grünton tauchte.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Was zur Hölle is das?!</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Keene Ahnung kannst ja ma dran lecken.</span> </span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Was?! Leck mich man!</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Ach man, nee, jez im Ernst ey. Du bist doch eh gegen die meisten normaln Gifte un Krankheiten immun oda zumindest könn´ se dir nix anhab´m, na los probier schon. Wir hab´n nich vor dich draufgeh´n zulass´n.</span> </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ja, wie du schon sagtest: gegen die <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">meisten, normal´n</span> Gifte un so. Und was is wenn das irgend so ´n übernatürlicher Scheiss is?!</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: crimson;" class="mycode_color">Ach ey, du bist och übanatürlich, man.</span> </span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Genau, un nu schleck die Wand ab!</span> </span><br />
Mit einem unguten Gefühl im Bauch, langsam und vorsichtig nahm das Versuchskanninchen eine Kostprobe von der Wand mit den Adren im Stein.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: crimson;" class="mycode_color">Und?</span> </span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hmm, schmeckt irgendwie bitter ... un vollmundig im Abgang.</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Tja, lass uns weiter geh´n.</span> </span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Was?! Und nu? Warum hab ich dass grad jemacht, he?</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Wir wollten nur wiss´n od de dat wirklich machst.</span> </span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wat! Penner, ey!</span><br />
Die Laborratte grummelte noch etwas vor sich hin wärend sie weiter ging, nach einiger Zeit hier unten viel Pestor auf dass die Kanalisation spinnennetzförmig aufgebaut war wohl mit dem Palst im Zentrum und die von eben diesem wegführenden Gänge mit Zeichen, vielleicht Sternzeichen denn ihre Position war immer gleich zueinander, versehen waren, die Symbole befanden sich immer im Schlussstein an den Deckenbögen an jeder Kreuzung. Es war recht angenehm hier zu laufen, die Gänge waren immer mindestens gut drei Mann breit und zweieinhalb hoch, in der Mitte des Bodens der palastartigen Tunnel war eine Senke in der das Abwasser flos, doch viele waren trocken aber bald würden sie sich wohl wieder füllen. Seit vielleicht zwei Stunden streunte er hier unten herum, so sagte ihm sein Zeitgefühl, da fand der Suchende endlich sein Ziel, in einer kleinen Niesche befand sich eine Tür die der am Eingang glich aber nicht ganz so schwer zu sein schien, hier gab es keine Sonne die alles trocknete und so lies sich die Tür ohne Probleme und großes Getöse öffnen.<br />
<br />
<a href="http://www.board-4you.de/v63/boards/226/thread.php?sid=&amp;postid=2102#post2102" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">hier gehts weiter</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.board-4you.de/v63/boards/226/thread.php?sid=&amp;postid=2092#post2092" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">von hier kommend</a><br />
<br />
Die schwere Tür lies sich nur mit Kraft öffnen, quietschend und kreischend gab sie dem Willen der Muskeln nach, die Straßen und Plätze waren noch laut und belebt so das den Heimatsuchenden niemand bemerkte, die Taschenlampe spendete ihm das nötige Licht und er verschloss die metallerne Tür wieder hinter sich. Leuchte in der rechten und 9mm in der linken Hand über Kreuz, schlich Pestor langsam und vorsichtig die Stufen in die untere Ebene herab, schon die Treppe lies vermuten das die Architektur der des Palastes glich.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wirkt recht aufwendig un kunstvoll für ´ne Kanalisation.</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Sei doh froh man, hast bald ´ne aufwendige un kunstvolle Absteige.</span> </span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: crimson;" class="mycode_color">Ja, kannst dick ja d´nn ´Fürst da Untastadt´ nenn.</span> </span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Auf jeden, ey.</span><br />
Wohl je nach Bedarf wurden manche Abschnitt aus großen Natursteinen, andere mit Ziegeln gemauert und dann verpuzt ,dieser bröckelte hier und da schon einwenig herab.<br />
Und es roch, für die meisten der oben lebenden Wesen wohl nicht sehr einladend, doch für ihn war der Geruch wie ein Stück Heimat, das Aroma der Katakomben war organisch, nicht wie in der Stadt wo jeder Duft vom Winde verweht und von der Sonne erstickt wurde, Ratten und anderes Getier wuselten durch die Gänge und quiekten vergnügt.<br />
Erst jetzt wurde ihm bewust dass es hier nicht nur Licht von seiner Lampe gab, auch hingen hier alte Lichtgeber an den Decken doch diese waren wohl schon seit Jahren nicht mehr funktionsfähig und im Einsatz gewesen, nein, ein grünes Geflecht wie Adren zog sich durch das Gestein, durch Wände, Boden, Decke und gab ein mystisches, vor Leben leicht pulsierendes Licht von sich dass alles in einen angenehmen Grünton tauchte.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Was zur Hölle is das?!</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Keene Ahnung kannst ja ma dran lecken.</span> </span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Was?! Leck mich man!</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Ach man, nee, jez im Ernst ey. Du bist doch eh gegen die meisten normaln Gifte un Krankheiten immun oda zumindest könn´ se dir nix anhab´m, na los probier schon. Wir hab´n nich vor dich draufgeh´n zulass´n.</span> </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ja, wie du schon sagtest: gegen die <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">meisten, normal´n</span> Gifte un so. Und was is wenn das irgend so ´n übernatürlicher Scheiss is?!</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: crimson;" class="mycode_color">Ach ey, du bist och übanatürlich, man.</span> </span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Genau, un nu schleck die Wand ab!</span> </span><br />
Mit einem unguten Gefühl im Bauch, langsam und vorsichtig nahm das Versuchskanninchen eine Kostprobe von der Wand mit den Adren im Stein.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: crimson;" class="mycode_color">Und?</span> </span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hmm, schmeckt irgendwie bitter ... un vollmundig im Abgang.</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Tja, lass uns weiter geh´n.</span> </span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Was?! Und nu? Warum hab ich dass grad jemacht, he?</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Wir wollten nur wiss´n od de dat wirklich machst.</span> </span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wat! Penner, ey!</span><br />
Die Laborratte grummelte noch etwas vor sich hin wärend sie weiter ging, nach einiger Zeit hier unten viel Pestor auf dass die Kanalisation spinnennetzförmig aufgebaut war wohl mit dem Palst im Zentrum und die von eben diesem wegführenden Gänge mit Zeichen, vielleicht Sternzeichen denn ihre Position war immer gleich zueinander, versehen waren, die Symbole befanden sich immer im Schlussstein an den Deckenbögen an jeder Kreuzung. Es war recht angenehm hier zu laufen, die Gänge waren immer mindestens gut drei Mann breit und zweieinhalb hoch, in der Mitte des Bodens der palastartigen Tunnel war eine Senke in der das Abwasser flos, doch viele waren trocken aber bald würden sie sich wohl wieder füllen. Seit vielleicht zwei Stunden streunte er hier unten herum, so sagte ihm sein Zeitgefühl, da fand der Suchende endlich sein Ziel, in einer kleinen Niesche befand sich eine Tür die der am Eingang glich aber nicht ganz so schwer zu sein schien, hier gab es keine Sonne die alles trocknete und so lies sich die Tür ohne Probleme und großes Getöse öffnen.<br />
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<a href="http://www.board-4you.de/v63/boards/226/thread.php?sid=&amp;postid=2102#post2102" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">hier gehts weiter</a>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der äußere Ring]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=247</link>
			<pubDate>Fri, 07 Nov 2008 21:03:47 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=13"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=247</guid>
			<description><![CDATA[Die Stadt war doch größer, als Jack erwartet hatte, sie hatten einige Zeit gebraucht, den äußeren Ring Rasankurs zu erreichen. Und nun, wo sie angekommen waren hatte Jack nicht die geringste Ahnung, was sie hier eigentlich tun sollten. Irgendwie eine Stellung aufbauen, vermutete er. <br />
Suchend schaute er sich um, vielleicht kam ihm ja eine Eingebung. <br />
Die meisten der niedrigen aus Lehm erbauten Häuser waren zerfallen, von vielen Mauern waren nur noch Bruchstücke vorhanden. Einstmals mussten sie aber dichtgedrängt an der breiten Straße, die in die Wüste führte gestanden haben. Jack vermutete, dass hier die Ärmsten der Armen gelebt hatten, wie immer so weit wie möglich von den Zentren der Macht entfernt. <br />
Hinter ihm saßen „seine“ Leute gelangweilt im Schatten eines der besser erhaltenen Häuser herum und vertrieben sich die Zeit mit den merkwürdigsten Dingen aber Jack war schon froh, dass sie sich wenigstens nicht gegenseitig an die Gurgel gingen. <br />
Zumindest hatte Kogan dafür gesorgt, dass sie die beste Ausrüstung dabei hatten die Rasankur im Moment zu bieten hatte. Das war gar nicht so einfach gewesen, gute Sachen waren noch rar in der neu aufblühenden Stadt und natürlich wollte jeder so gut gerüstet wie möglich in den kommenden Krieg ziehen. Es hatte Jacks ganzer Autorität, vor allem aber viele böse Blicke von Balius und auch so manchen Tritt bedurft, damit sie bekamen was sie brauchten. Aber es hatte sich gelohnt, Jack konnte sich nicht vorstellen, dass sie unter den gegebenen Umständen mehr hätten herausholen können.  <br />
<br />
Nachdem er sich eine Weile umgesehen hatte mußte er einsehen, dass sich keine Eingebung einstellen wollte. Er war genau so schlau wie vorher. Natürlich hatte er einige Ideen, wie sie vorgehen könnten aber dies ging doch weit über sein strategisches Wissen hinaus. In seinem früheren Leben hatte er sich damit auseinander setzen müssen, wie man ungesehen in ein Haus kam, vielleicht noch, wie man eine Wache umging. Wie man sich aber einer ganzen Armee entgegenstellen sollte konnte er sich beim besten Willen nicht vorstellen. <br />
<br />
Entschlossen drehte er sich um und sagte <span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Ok, angekommen sind wir schonmal. Den Berichten der Späher zufolge wird Al Chalik hier auf Rasankur treffen.“</span> </span><br />
Er machte eine kurze Pause und sah der Truppe direkt in die Augen. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Ich will ehrlich sein. Die uns gestellte Aufgabe ist gefährlich und so mancher von uns wird sie nicht überleben. Aber wir sollten sie so gut wie möglich erfüllen. Und ich wäre ich für    jeden Vorschlag dankbar, der uns dabei hilft.“</span> </span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Stadt war doch größer, als Jack erwartet hatte, sie hatten einige Zeit gebraucht, den äußeren Ring Rasankurs zu erreichen. Und nun, wo sie angekommen waren hatte Jack nicht die geringste Ahnung, was sie hier eigentlich tun sollten. Irgendwie eine Stellung aufbauen, vermutete er. <br />
Suchend schaute er sich um, vielleicht kam ihm ja eine Eingebung. <br />
Die meisten der niedrigen aus Lehm erbauten Häuser waren zerfallen, von vielen Mauern waren nur noch Bruchstücke vorhanden. Einstmals mussten sie aber dichtgedrängt an der breiten Straße, die in die Wüste führte gestanden haben. Jack vermutete, dass hier die Ärmsten der Armen gelebt hatten, wie immer so weit wie möglich von den Zentren der Macht entfernt. <br />
Hinter ihm saßen „seine“ Leute gelangweilt im Schatten eines der besser erhaltenen Häuser herum und vertrieben sich die Zeit mit den merkwürdigsten Dingen aber Jack war schon froh, dass sie sich wenigstens nicht gegenseitig an die Gurgel gingen. <br />
Zumindest hatte Kogan dafür gesorgt, dass sie die beste Ausrüstung dabei hatten die Rasankur im Moment zu bieten hatte. Das war gar nicht so einfach gewesen, gute Sachen waren noch rar in der neu aufblühenden Stadt und natürlich wollte jeder so gut gerüstet wie möglich in den kommenden Krieg ziehen. Es hatte Jacks ganzer Autorität, vor allem aber viele böse Blicke von Balius und auch so manchen Tritt bedurft, damit sie bekamen was sie brauchten. Aber es hatte sich gelohnt, Jack konnte sich nicht vorstellen, dass sie unter den gegebenen Umständen mehr hätten herausholen können.  <br />
<br />
Nachdem er sich eine Weile umgesehen hatte mußte er einsehen, dass sich keine Eingebung einstellen wollte. Er war genau so schlau wie vorher. Natürlich hatte er einige Ideen, wie sie vorgehen könnten aber dies ging doch weit über sein strategisches Wissen hinaus. In seinem früheren Leben hatte er sich damit auseinander setzen müssen, wie man ungesehen in ein Haus kam, vielleicht noch, wie man eine Wache umging. Wie man sich aber einer ganzen Armee entgegenstellen sollte konnte er sich beim besten Willen nicht vorstellen. <br />
<br />
Entschlossen drehte er sich um und sagte <span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Ok, angekommen sind wir schonmal. Den Berichten der Späher zufolge wird Al Chalik hier auf Rasankur treffen.“</span> </span><br />
Er machte eine kurze Pause und sah der Truppe direkt in die Augen. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Ich will ehrlich sein. Die uns gestellte Aufgabe ist gefährlich und so mancher von uns wird sie nicht überleben. Aber wir sollten sie so gut wie möglich erfüllen. Und ich wäre ich für    jeden Vorschlag dankbar, der uns dabei hilft.“</span> </span>]]></content:encoded>
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