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		<title><![CDATA[Koron III - Der Weltraum]]></title>
		<link>https://koron3.de/</link>
		<description><![CDATA[Koron III - https://koron3.de]]></description>
		<pubDate>Thu, 14 May 2026 22:36:09 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Läuterung]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=1698</link>
			<pubDate>Mon, 10 Feb 2025 19:34:21 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=322">Gallianos Geyer</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=1698</guid>
			<description><![CDATA[Würden all die Befürchtungen und geahnten Schrecken der Thalassophobie an einem Ort kondensieren, so wäre es gewiss Nuklitar-378. <br />
Dieser wasserbedeckte Kleinstplanet im äußersten galaktischen Süden des Segmentum Tempestus war keine Chaoswelt. Doch es hätte eine sein können, ging man nur nach den Monstrositäten, die dort hausten.<br />
In den lichtlosen Tiefen, der Ozeanen von Nuklitar-378 tummelten sich all die Dinge, die sonst nur Alpträume zu bewohnen pflegten. Gewaltige Leviathane, mehr zahnbewehrte Mäuler als Leiber. Klauen und Tentakel, Nesseln und Gifte wetteiferten darin, sich gegenseitig zu entleiben. Dabei waren dies noch die vertrautesten, da nachvollziehbarsten Ungeheuer, schrecklich aber doch einem greifbaren Verständnis des Grauens entsprungen. Kiefer und Stacheln konnte der Mensch in gewöhnlicher Angst erfassen. <br />
Es gab jedoch noch jene, an denen die Evolution die Grenzen ausgetestet zu haben schien. Geschöpfe wie die Gorgone – ein kristalliner Organismus, der lebendes Gewebe langsam versteinert und zu einer unbeweglichen Skulptur transformiert, während die Salze seiner Opfer absorbierte. Farblose Friedhöfe versteinerter Meeresbestien, Gärten der Medusa, markieren sein Territorium.<br />
Der Fraktale Jäger wiederum mutete wie das genaue Gegenteil an. Ein flüssiges Wesen, das seine Molekularstruktur zu lockern vermochte, um durch engste Spalten zu gleiten. Gefährliches Wasser, im Wasser. Es drang durch die Körperöffnungen in seine Opfer ein und begann zu fressen. Ihm wiederum stellte die Königsmauer nach. Ein gallertartiges, walzenförmigen Wesen mit Hunderten, teilweise Kilometer langer Filterarme welche seine Opfer, mit besonderer Vorliebe Fraktale Jäger, durch Ultraschallvibrationen betäubte.<br />
<br />
<br />
Zwischen all diesen Geschöpfen nahm sich die Zephrische Peitsche, benannt nach dem Graben, in welchem sie zu finden war, geradezu unscheinbar aus. Ein etwa unterarmlanges, wurmartiges Geschöpf mit feingliedrigen Bewegungsfilamenten. Sein durchscheinend rötlich schimmernder, biolumineszenter Körper gemahnte an eine Feder oder einen dünnen Farnwedel. Mit hochspezialisierten Saugmechanismen heftete sich dieses Tier an größere Meereslebewesen. So extrahierte es Nährstoffe aus seinen Wirtsorganismen, während es gleichzeitig deren Körper von Giftstoffen und schädlichen Substanzen befreite. Seine komplexen biochemischen Filter und regenerativen Zellsysteme ermöglichten es ihm, selbst in den brutalsten marinen Umgebungen zu überleben.<br />
Bei Bedrohung konnte die Zephrische Peitsche giftige Substanzen absondern, die sie im Laufe ihres Lebens von ihren Wirten absorbiert und gespeichert hatte. Nicht das gefährlichste, gefräßigste und vielleicht nicht einmal das beeindruckendste Geschöpf Nuklitars und doch das einzige, das seine Reise durch das All angetreten hatte. Von einem Ort des Schreckens und der Dunkelheit zu einem anderen. Hier jedoch wurde es wohlbehütet.<br />
So etwa die vier Exemplare, die in gläsernen Röhren trieben, die mit einer Nachahmung des hochbasischen Wassers ihrer Heimat gefüllt waren. Für die Peitschen wohltemperiert und durch genau angepasste Vibrationen eingelullt.Ihr kleiner Kosmos wurde von einem Akolythen auf einem kleinen Wägelchen durch verwaiste Gänge geschoben.<br />
Der blasse Mann hatte keinen Blick für die stummen Wächter, die aus schwarzem Granit gehauen auf ihn herabstarrten, die titanischen Hände auf Schwerter, Bolter und andere Instrumente der finalen Rechtsprechung gestützt. Auch die schaurigen Stapel aus Gebeinen und grinsenden Schädeln, welche die Wände bis hinauf zur Decke schmückten, nötigten ihm keinen zweiten Blick ab. In die gebleichten Knochen waren Worte geritzt und mit Gold ausgelegt worden. Worte, die von Aufopferung, Heldenmut und großen Taten berichteten.<br />
Der Akolyth bugsierte den Rollwagen vorsichtig über eine Unebenheit im Boden. Die Zephrischen Peitschen waren zwar bestmöglich ruhiggestellt, doch es galt dennoch, jedwede Aufregung für sie zu vermeiden. Nicht auszudenken, wenn sie die gespeicherten Gifte ihrer Leiber im falschen Moment extrahiert hätten. Strafen war er gewohnt, wusste sie zu vermeiden und gegebenenfalls zu erdulden. Doch wenn dies passieren würde …<br />
Er fokussierte sich und öffnete die Tür zu seinem Ziel.<br />
Das hohe Gewölbe war seinerseits groß, wirkte im Vergleich zu den ausladenden Gängen und Hallen seines Herweges wie eine geradezu bescheidene Kammer. In der Mitte dieses Raumes saß ein Mann auf einem Schemel. Weit vornübergebeugt und auf einem groben Holztisch abgestützt.<br />
Mit entblößtem Oberkörper saß er im Lichtschein einiger weniger Elektrokerzen, die ihn illuminierten wie ein groteskes Kunstwerk. Unmöglich, das Alter des Mannes zu schätzen. Er hätte dreißig oder dreihundert sein können. Er war groß und dünn, muskulös und so bar jeden Gramm Fettes, dass er dennoch abgemagert und sehnig wirkte. Als wäre er das Schaffensprodukt eines Malers, der Zeit seines Lebens nur Verfall und Krankheit porträtierte und nun den Auftrag bekommen hätte, Kraft und zähes Wollen allein nach mündlicher Beschreibung in einem Werk zu bannen.<br />
Schläuche entrangen seinen Armen und einem metallenen Kragen. Der kahle Schädel war von bläulichen Adern durchwirkt.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #e86e04;" class="mycode_color">"Herr …"</span> </span>sprach der Akolyth mit demütig gesenkter Stimme. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #e86e04;" class="mycode_color">"Ich bringe die Zephrischen Peitschen."</span></span><br />
Der Mann am Tisch hätte ihn darauf hinweisen können, dass er spät dran war, und er hätte versuchen können, diesen Umstand zu erklären. Doch die Natur von Anschuldigung und Rechtfertigung war in diesen Mauern auf einen derart heiligen Grad erhoben worden, dass es Sünde gewesen wäre, sie durch so profane Anwendung zu entweihen.<br />
Der Mann machte eine unbestimmte Geste mit dem Zeigefinger, die heißen mochte, dass der Akolyth seines Amtes walten sollte.<br />
Er fuhr das Wägelchen näher und entnahm die erste Röhre. Der Rücken des Sitzenden zeigte sich als eine Landkarte aus Narben unterschiedlichsten Alters. Die vier roten Ringe, nach denen der Akolyth Ausschau hielt, waren hingegen jüngeren Datums.<br />
Oben links, knapp unter dem Schulterblatt, setzte er das Ende der ersten Röhre an und drehte den Verschluss. Mit einem scharfen Schnappen fuhr der gezahnte Rand des Behälters aus und grub sich in das Fleisch des Sitzenden, verankerte sich. Ein paar Schlieren dünnen Blutes trieben wie Tinte durch das Wasser und erregten die Zephrische Peitsche.<br />
Sie geriet in Bewegung, begann rötlich zu pulsieren. Sie suchte und fand die entblößte Haut, die sich nun dort darbot, wo eben noch der Verschluss des Gefängnisses gewesen war. Das Tier entrollte ein Gespinst aus Tastorganen und befühlte die dargebotene Futterkrippe, bevor es sich genüsslich damit verband.<br />
So geschah es drei weitere Male, bis der Mann am Tisch aussah, als entwüchsen ihm die Röhren aus dem Rücken.<br />
Der Akolyth beendete seine Arbeit und prüfte noch einmal den festen Sitz der Gefäße.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #e86e04;" class="mycode_color">"Benötigt Ihr noch etwas, Herr?"</span></span> fragte er flüsternd.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Ja Arron, ich gedenke, noch etwas zu arbeiten."</span><br />
<span style="color: #e86e04;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Sehr wohl."</span></span><br />
Arron nahm das Buch fort, in dem sein Meister gelesen hatte. Ein Lesezeichen war nicht nötig. Sein Herr behielt ganz andere Dinge als so etwas wie Seitenzahlen.<br />
Dann baute er den Logikverarbeiter auf dem Tisch auf, sodass er bequem zu erreichen war. Mit seinem nun leeren Wägelchen verließ er danach schweigend das Zimmer.<br />
<br />
Der Mann blieb mit sich selbst zurück. Mit dem Geräusch der summenden Röhren des Bildschirms und dem Rumoren im kantigen Leib des Logikverarbeiters. Und mit den Schmerzen in seinem Leib.<br />
Die Peitschen würden ihm Linderung verschaffen, das Xenogift aus seinem Körper extrahieren, während ihm Nährstoffe zugeführt wurden, welche dafür sorgen sollte, dass die Alienparasiten nicht ihn auslaugten. Im Moment brannte ihr heilsamer Hunger aber wie flüssiges Feuer in seinem Rücken. Selbst die Labsal kam mit einem Preis.<br />
Er rief die schriftliche Konversation auf den Bildschirm, die seine Behandlung und die damit verbundene Phase des Nichtstuns in den letzten Wochen bestimmt hatte. Wie alles in dieser Zeit war diese Unterhaltung von quälender Langsamkeit geprägt gewesen. Jede Frage, jede Antwort hatte mehrere Stunden für die Überbrückung der interstellaren Entfernungen gebraucht. Manchmal Tage, wenn seine Gesprächspartnerin mit anderen Dingen beschäftigt war.<br />
Sein Berufsstand war für gewöhnlich nicht mit Nichtstun gestraft. Mit Langweile und Eintönigkeit dann und wann, aber nicht mit Nichtstun. Ihm hatte dies jedoch die unliebsame Möglichkeit gegeben, jedes gewechselte Wort ein Dutzend Mal zu lesen und mit Implikationen aufzuladen. So auch jetzt wieder, als die grün auf grün flackernden Zeilen einmal mehr auf dem Bildschirm erschienen.<br />
<br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color">Sie: Wie geht es dir?</span><br />
Er: Den Umständen entsprechend. Der Zersetzungsprozess ist aufgehalten. Sie beginnen jetzt mit der Wiederherstellung des Gewebes. Es war ein sehr aggressives Gift, aber die Ärzte haben ein Wunder vollbracht. Ich werde zeitnah in den aktiven Dienst zurückkehren.<br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color">Sie: Freut mich zu hören. Dein mentaler Status?</span><br />
Er: Der Erfolg tröstet über den Verlust hinweg. Aber es wäre Selbstbetrug, nicht zuzugeben, dass es hart ist.<br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color">Sie: Das ist es immer, ich weiß es aus eigener Erfahrung. Sie sind unsere Werkzeuge, und es ist klar, dass sie früher oder später während der Nutzung zerbrechen. Aber der Verlust eines liebgewonnenen Agenten schmerzt. Dann noch das ganze Team …</span><br />
Er: Wenn du versuchst, mich auf diese Art an meine Verfehlung zu erinnern, so ist es nicht nötig. Wenn du mich aufmuntern willst, ist es dir nicht gelungen.<br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color">Sie: Nein, ich will dich nicht quälen. Das tut das Gift der Ayauhteotl schon zur Genüge. Außerdem war es keine Verfehlung. Es war ein teurer Erfolg.</span><br />
Er: Was verschafft mir dann die Ehre deiner Beachtung? Du willst mich nicht quälen, und dir Sorge um mein Wohlbefinden zu unterstellen, hieße, dich nicht gut genug zu kennen.<br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color">Sie: Du hast Recht, aber Zynismus steht dir trotzdem nicht gut zu Gesicht. Ich habe Arbeit für dich, wenn du dich dazu schon wieder in der Lage fühlst.</span><br />
<br />
Im Anschluss daran hatte sie ihm ein Datenpaket geschickt. Allgemeine Informationen über einen Planeten an der hypothetischen Grenze zwischen dem Segmentum Ultima und dem Segmentum Obscurus. Trojan-Subsektor.<br />
Er hatte noch nie davon gehört, und auch so schien die Welt bestenfalls ein gesundes Mittelmaß strategischer Bedeutung darzustellen. Eine imperiale Industriewelt, aber noch immer mit natürlichen Ressourcen gesegnet. Politische Bedeutung in den umliegenden Subsektoren. Eine adlige Elite, die den Gouverneur stellte und das Ganze mit einem Zuckerguss aus Parlamentarismus überzog, um den anderen Akteuren ihrer Gesellschaft den Schein von Mitbestimmung vorzugaukeln.<br />
Lokale Konflikte, ab und an Auseinandersetzungen mit Orks und Weltraumpiraten. So weit, so gewöhnlich. Vor etwa dreihundert Jahren hatte es einen Weltkrieg gegeben, bei dem eine Fraktion beteiligt gewesen war, die sich der Ketzerei im großen Stil schuldig gemacht hatte.<br />
Ungewöhnlich war eine Raumschlacht gegen die Tau, aus welcher die imperialen Kräfte als Sieger hervorgegangen waren. Das war in der Tat bemerkenswert, denn die Xenos operierten fast nie so weit von ihrem Kollektiv entfernt. Es gab einige Spekulationen darüber, was hinter der Sache steckte, aber alle Untersuchungen seiner Kollegen hatten nur lose Enden offenbart.<br />
Ansonsten wenig Spannendes. Einige Helden, einige Heilige und einige Schurken.<br />
Bemerkenswert war bestenfalls noch das auffällige Interesse des Mechanicus an Koron 3. Dabei hatten sie keine übermäßige Präsenz vor Ort. Gleichwohl tauchte der Planet einige Male in Gesprächen und Konferenzen auf, die abzuhören ihre Organisation für nötig befunden hatte.<br />
Der Planet stellte keine Truppen für die Imperiale Armee, wohl aufgrund eines Formfehlers nach der Befreiung durch das Imperium. Ein Fehler, den nicht zu beheben, man sich einige Mühe zu machen schien. Warum, war unklar.<br />
Aber in der Konsequenz hatte Koron 3 eine sehr starke und verhältnismäßig gut ausgerüstete planetare Verteidigungsarmee. Durch den föderalen Charakter der Welt, mit verschiedenen Ländern und Nationen, war sie zwar etwas fragmentiert, aber dennoch wohl ganz brauchbar.<br />
<br />
Er: Habe die Daten angesehen. Was ist mit dieser Welt?<br />
<br />
Separat schickte sie ihm ein weiteres Datenpaket, damit vorschnelle Vermutungen nicht seinen Ersteindruck beeinflussten. In diesem Dokument ging es um einige Ereignisse der letzten zweihundert Jahre im Allgemeinen und der letzten Jahre im Besonderen.<br />
Organisierte Kriminalität. Waffenschmuggel, Kultaktivitäten und dann Anschläge und Aufruhr.<br />
<br />
Er: Du vermutest eine Infektion durch Genräuber?<br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color">Sie: Meine Gedanken gehen in diese Richtung, ja.</span><br />
Er: Wer hat dich kontaktiert?<br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color">Sie: Der Gouverneur des Planeten. Gedenkst du, dir diese Angelegenheit anzusehen?</span><br />
Er: Warum machst du es nicht?<br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color">Sie: Ich bin in anderer Sache disponiert.</span><br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color">Sie: Gallianos, es wäre eine Möglichkeit für dich, das Heft des Handelns wieder aufzunehmen.</span><br />
Er: Ich müsste ein neues Team zusammenstellen. Am besten vor Ort.<br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color">Sie: Ich sehe, die alten Lebensgeister sind wieder geweckt. Ich werde schauen, ob ich dir auch noch ein paar Leute zusenden kann. </span><br />
Er: Das wäre gut. Ich werde noch etwas organisieren müssen, mache mich dann aber auf den Weg.<br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color">Sie: Schön, dass du wieder da bist.</span><br />
Er tippte: Es wurde Zeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Würden all die Befürchtungen und geahnten Schrecken der Thalassophobie an einem Ort kondensieren, so wäre es gewiss Nuklitar-378. <br />
Dieser wasserbedeckte Kleinstplanet im äußersten galaktischen Süden des Segmentum Tempestus war keine Chaoswelt. Doch es hätte eine sein können, ging man nur nach den Monstrositäten, die dort hausten.<br />
In den lichtlosen Tiefen, der Ozeanen von Nuklitar-378 tummelten sich all die Dinge, die sonst nur Alpträume zu bewohnen pflegten. Gewaltige Leviathane, mehr zahnbewehrte Mäuler als Leiber. Klauen und Tentakel, Nesseln und Gifte wetteiferten darin, sich gegenseitig zu entleiben. Dabei waren dies noch die vertrautesten, da nachvollziehbarsten Ungeheuer, schrecklich aber doch einem greifbaren Verständnis des Grauens entsprungen. Kiefer und Stacheln konnte der Mensch in gewöhnlicher Angst erfassen. <br />
Es gab jedoch noch jene, an denen die Evolution die Grenzen ausgetestet zu haben schien. Geschöpfe wie die Gorgone – ein kristalliner Organismus, der lebendes Gewebe langsam versteinert und zu einer unbeweglichen Skulptur transformiert, während die Salze seiner Opfer absorbierte. Farblose Friedhöfe versteinerter Meeresbestien, Gärten der Medusa, markieren sein Territorium.<br />
Der Fraktale Jäger wiederum mutete wie das genaue Gegenteil an. Ein flüssiges Wesen, das seine Molekularstruktur zu lockern vermochte, um durch engste Spalten zu gleiten. Gefährliches Wasser, im Wasser. Es drang durch die Körperöffnungen in seine Opfer ein und begann zu fressen. Ihm wiederum stellte die Königsmauer nach. Ein gallertartiges, walzenförmigen Wesen mit Hunderten, teilweise Kilometer langer Filterarme welche seine Opfer, mit besonderer Vorliebe Fraktale Jäger, durch Ultraschallvibrationen betäubte.<br />
<br />
<br />
Zwischen all diesen Geschöpfen nahm sich die Zephrische Peitsche, benannt nach dem Graben, in welchem sie zu finden war, geradezu unscheinbar aus. Ein etwa unterarmlanges, wurmartiges Geschöpf mit feingliedrigen Bewegungsfilamenten. Sein durchscheinend rötlich schimmernder, biolumineszenter Körper gemahnte an eine Feder oder einen dünnen Farnwedel. Mit hochspezialisierten Saugmechanismen heftete sich dieses Tier an größere Meereslebewesen. So extrahierte es Nährstoffe aus seinen Wirtsorganismen, während es gleichzeitig deren Körper von Giftstoffen und schädlichen Substanzen befreite. Seine komplexen biochemischen Filter und regenerativen Zellsysteme ermöglichten es ihm, selbst in den brutalsten marinen Umgebungen zu überleben.<br />
Bei Bedrohung konnte die Zephrische Peitsche giftige Substanzen absondern, die sie im Laufe ihres Lebens von ihren Wirten absorbiert und gespeichert hatte. Nicht das gefährlichste, gefräßigste und vielleicht nicht einmal das beeindruckendste Geschöpf Nuklitars und doch das einzige, das seine Reise durch das All angetreten hatte. Von einem Ort des Schreckens und der Dunkelheit zu einem anderen. Hier jedoch wurde es wohlbehütet.<br />
So etwa die vier Exemplare, die in gläsernen Röhren trieben, die mit einer Nachahmung des hochbasischen Wassers ihrer Heimat gefüllt waren. Für die Peitschen wohltemperiert und durch genau angepasste Vibrationen eingelullt.Ihr kleiner Kosmos wurde von einem Akolythen auf einem kleinen Wägelchen durch verwaiste Gänge geschoben.<br />
Der blasse Mann hatte keinen Blick für die stummen Wächter, die aus schwarzem Granit gehauen auf ihn herabstarrten, die titanischen Hände auf Schwerter, Bolter und andere Instrumente der finalen Rechtsprechung gestützt. Auch die schaurigen Stapel aus Gebeinen und grinsenden Schädeln, welche die Wände bis hinauf zur Decke schmückten, nötigten ihm keinen zweiten Blick ab. In die gebleichten Knochen waren Worte geritzt und mit Gold ausgelegt worden. Worte, die von Aufopferung, Heldenmut und großen Taten berichteten.<br />
Der Akolyth bugsierte den Rollwagen vorsichtig über eine Unebenheit im Boden. Die Zephrischen Peitschen waren zwar bestmöglich ruhiggestellt, doch es galt dennoch, jedwede Aufregung für sie zu vermeiden. Nicht auszudenken, wenn sie die gespeicherten Gifte ihrer Leiber im falschen Moment extrahiert hätten. Strafen war er gewohnt, wusste sie zu vermeiden und gegebenenfalls zu erdulden. Doch wenn dies passieren würde …<br />
Er fokussierte sich und öffnete die Tür zu seinem Ziel.<br />
Das hohe Gewölbe war seinerseits groß, wirkte im Vergleich zu den ausladenden Gängen und Hallen seines Herweges wie eine geradezu bescheidene Kammer. In der Mitte dieses Raumes saß ein Mann auf einem Schemel. Weit vornübergebeugt und auf einem groben Holztisch abgestützt.<br />
Mit entblößtem Oberkörper saß er im Lichtschein einiger weniger Elektrokerzen, die ihn illuminierten wie ein groteskes Kunstwerk. Unmöglich, das Alter des Mannes zu schätzen. Er hätte dreißig oder dreihundert sein können. Er war groß und dünn, muskulös und so bar jeden Gramm Fettes, dass er dennoch abgemagert und sehnig wirkte. Als wäre er das Schaffensprodukt eines Malers, der Zeit seines Lebens nur Verfall und Krankheit porträtierte und nun den Auftrag bekommen hätte, Kraft und zähes Wollen allein nach mündlicher Beschreibung in einem Werk zu bannen.<br />
Schläuche entrangen seinen Armen und einem metallenen Kragen. Der kahle Schädel war von bläulichen Adern durchwirkt.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #e86e04;" class="mycode_color">"Herr …"</span> </span>sprach der Akolyth mit demütig gesenkter Stimme. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #e86e04;" class="mycode_color">"Ich bringe die Zephrischen Peitschen."</span></span><br />
Der Mann am Tisch hätte ihn darauf hinweisen können, dass er spät dran war, und er hätte versuchen können, diesen Umstand zu erklären. Doch die Natur von Anschuldigung und Rechtfertigung war in diesen Mauern auf einen derart heiligen Grad erhoben worden, dass es Sünde gewesen wäre, sie durch so profane Anwendung zu entweihen.<br />
Der Mann machte eine unbestimmte Geste mit dem Zeigefinger, die heißen mochte, dass der Akolyth seines Amtes walten sollte.<br />
Er fuhr das Wägelchen näher und entnahm die erste Röhre. Der Rücken des Sitzenden zeigte sich als eine Landkarte aus Narben unterschiedlichsten Alters. Die vier roten Ringe, nach denen der Akolyth Ausschau hielt, waren hingegen jüngeren Datums.<br />
Oben links, knapp unter dem Schulterblatt, setzte er das Ende der ersten Röhre an und drehte den Verschluss. Mit einem scharfen Schnappen fuhr der gezahnte Rand des Behälters aus und grub sich in das Fleisch des Sitzenden, verankerte sich. Ein paar Schlieren dünnen Blutes trieben wie Tinte durch das Wasser und erregten die Zephrische Peitsche.<br />
Sie geriet in Bewegung, begann rötlich zu pulsieren. Sie suchte und fand die entblößte Haut, die sich nun dort darbot, wo eben noch der Verschluss des Gefängnisses gewesen war. Das Tier entrollte ein Gespinst aus Tastorganen und befühlte die dargebotene Futterkrippe, bevor es sich genüsslich damit verband.<br />
So geschah es drei weitere Male, bis der Mann am Tisch aussah, als entwüchsen ihm die Röhren aus dem Rücken.<br />
Der Akolyth beendete seine Arbeit und prüfte noch einmal den festen Sitz der Gefäße.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #e86e04;" class="mycode_color">"Benötigt Ihr noch etwas, Herr?"</span></span> fragte er flüsternd.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Ja Arron, ich gedenke, noch etwas zu arbeiten."</span><br />
<span style="color: #e86e04;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Sehr wohl."</span></span><br />
Arron nahm das Buch fort, in dem sein Meister gelesen hatte. Ein Lesezeichen war nicht nötig. Sein Herr behielt ganz andere Dinge als so etwas wie Seitenzahlen.<br />
Dann baute er den Logikverarbeiter auf dem Tisch auf, sodass er bequem zu erreichen war. Mit seinem nun leeren Wägelchen verließ er danach schweigend das Zimmer.<br />
<br />
Der Mann blieb mit sich selbst zurück. Mit dem Geräusch der summenden Röhren des Bildschirms und dem Rumoren im kantigen Leib des Logikverarbeiters. Und mit den Schmerzen in seinem Leib.<br />
Die Peitschen würden ihm Linderung verschaffen, das Xenogift aus seinem Körper extrahieren, während ihm Nährstoffe zugeführt wurden, welche dafür sorgen sollte, dass die Alienparasiten nicht ihn auslaugten. Im Moment brannte ihr heilsamer Hunger aber wie flüssiges Feuer in seinem Rücken. Selbst die Labsal kam mit einem Preis.<br />
Er rief die schriftliche Konversation auf den Bildschirm, die seine Behandlung und die damit verbundene Phase des Nichtstuns in den letzten Wochen bestimmt hatte. Wie alles in dieser Zeit war diese Unterhaltung von quälender Langsamkeit geprägt gewesen. Jede Frage, jede Antwort hatte mehrere Stunden für die Überbrückung der interstellaren Entfernungen gebraucht. Manchmal Tage, wenn seine Gesprächspartnerin mit anderen Dingen beschäftigt war.<br />
Sein Berufsstand war für gewöhnlich nicht mit Nichtstun gestraft. Mit Langweile und Eintönigkeit dann und wann, aber nicht mit Nichtstun. Ihm hatte dies jedoch die unliebsame Möglichkeit gegeben, jedes gewechselte Wort ein Dutzend Mal zu lesen und mit Implikationen aufzuladen. So auch jetzt wieder, als die grün auf grün flackernden Zeilen einmal mehr auf dem Bildschirm erschienen.<br />
<br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color">Sie: Wie geht es dir?</span><br />
Er: Den Umständen entsprechend. Der Zersetzungsprozess ist aufgehalten. Sie beginnen jetzt mit der Wiederherstellung des Gewebes. Es war ein sehr aggressives Gift, aber die Ärzte haben ein Wunder vollbracht. Ich werde zeitnah in den aktiven Dienst zurückkehren.<br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color">Sie: Freut mich zu hören. Dein mentaler Status?</span><br />
Er: Der Erfolg tröstet über den Verlust hinweg. Aber es wäre Selbstbetrug, nicht zuzugeben, dass es hart ist.<br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color">Sie: Das ist es immer, ich weiß es aus eigener Erfahrung. Sie sind unsere Werkzeuge, und es ist klar, dass sie früher oder später während der Nutzung zerbrechen. Aber der Verlust eines liebgewonnenen Agenten schmerzt. Dann noch das ganze Team …</span><br />
Er: Wenn du versuchst, mich auf diese Art an meine Verfehlung zu erinnern, so ist es nicht nötig. Wenn du mich aufmuntern willst, ist es dir nicht gelungen.<br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color">Sie: Nein, ich will dich nicht quälen. Das tut das Gift der Ayauhteotl schon zur Genüge. Außerdem war es keine Verfehlung. Es war ein teurer Erfolg.</span><br />
Er: Was verschafft mir dann die Ehre deiner Beachtung? Du willst mich nicht quälen, und dir Sorge um mein Wohlbefinden zu unterstellen, hieße, dich nicht gut genug zu kennen.<br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color">Sie: Du hast Recht, aber Zynismus steht dir trotzdem nicht gut zu Gesicht. Ich habe Arbeit für dich, wenn du dich dazu schon wieder in der Lage fühlst.</span><br />
<br />
Im Anschluss daran hatte sie ihm ein Datenpaket geschickt. Allgemeine Informationen über einen Planeten an der hypothetischen Grenze zwischen dem Segmentum Ultima und dem Segmentum Obscurus. Trojan-Subsektor.<br />
Er hatte noch nie davon gehört, und auch so schien die Welt bestenfalls ein gesundes Mittelmaß strategischer Bedeutung darzustellen. Eine imperiale Industriewelt, aber noch immer mit natürlichen Ressourcen gesegnet. Politische Bedeutung in den umliegenden Subsektoren. Eine adlige Elite, die den Gouverneur stellte und das Ganze mit einem Zuckerguss aus Parlamentarismus überzog, um den anderen Akteuren ihrer Gesellschaft den Schein von Mitbestimmung vorzugaukeln.<br />
Lokale Konflikte, ab und an Auseinandersetzungen mit Orks und Weltraumpiraten. So weit, so gewöhnlich. Vor etwa dreihundert Jahren hatte es einen Weltkrieg gegeben, bei dem eine Fraktion beteiligt gewesen war, die sich der Ketzerei im großen Stil schuldig gemacht hatte.<br />
Ungewöhnlich war eine Raumschlacht gegen die Tau, aus welcher die imperialen Kräfte als Sieger hervorgegangen waren. Das war in der Tat bemerkenswert, denn die Xenos operierten fast nie so weit von ihrem Kollektiv entfernt. Es gab einige Spekulationen darüber, was hinter der Sache steckte, aber alle Untersuchungen seiner Kollegen hatten nur lose Enden offenbart.<br />
Ansonsten wenig Spannendes. Einige Helden, einige Heilige und einige Schurken.<br />
Bemerkenswert war bestenfalls noch das auffällige Interesse des Mechanicus an Koron 3. Dabei hatten sie keine übermäßige Präsenz vor Ort. Gleichwohl tauchte der Planet einige Male in Gesprächen und Konferenzen auf, die abzuhören ihre Organisation für nötig befunden hatte.<br />
Der Planet stellte keine Truppen für die Imperiale Armee, wohl aufgrund eines Formfehlers nach der Befreiung durch das Imperium. Ein Fehler, den nicht zu beheben, man sich einige Mühe zu machen schien. Warum, war unklar.<br />
Aber in der Konsequenz hatte Koron 3 eine sehr starke und verhältnismäßig gut ausgerüstete planetare Verteidigungsarmee. Durch den föderalen Charakter der Welt, mit verschiedenen Ländern und Nationen, war sie zwar etwas fragmentiert, aber dennoch wohl ganz brauchbar.<br />
<br />
Er: Habe die Daten angesehen. Was ist mit dieser Welt?<br />
<br />
Separat schickte sie ihm ein weiteres Datenpaket, damit vorschnelle Vermutungen nicht seinen Ersteindruck beeinflussten. In diesem Dokument ging es um einige Ereignisse der letzten zweihundert Jahre im Allgemeinen und der letzten Jahre im Besonderen.<br />
Organisierte Kriminalität. Waffenschmuggel, Kultaktivitäten und dann Anschläge und Aufruhr.<br />
<br />
Er: Du vermutest eine Infektion durch Genräuber?<br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color">Sie: Meine Gedanken gehen in diese Richtung, ja.</span><br />
Er: Wer hat dich kontaktiert?<br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color">Sie: Der Gouverneur des Planeten. Gedenkst du, dir diese Angelegenheit anzusehen?</span><br />
Er: Warum machst du es nicht?<br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color">Sie: Ich bin in anderer Sache disponiert.</span><br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color">Sie: Gallianos, es wäre eine Möglichkeit für dich, das Heft des Handelns wieder aufzunehmen.</span><br />
Er: Ich müsste ein neues Team zusammenstellen. Am besten vor Ort.<br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color">Sie: Ich sehe, die alten Lebensgeister sind wieder geweckt. Ich werde schauen, ob ich dir auch noch ein paar Leute zusenden kann. </span><br />
Er: Das wäre gut. Ich werde noch etwas organisieren müssen, mache mich dann aber auf den Weg.<br />
<span style="color: #008e02;" class="mycode_color">Sie: Schön, dass du wieder da bist.</span><br />
Er tippte: Es wurde Zeit.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Band von Bamarun]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=954</link>
			<pubDate>Thu, 14 Mar 2019 20:00:36 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=954</guid>
			<description><![CDATA[<span style="color: orange;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Etwas geschieht, Herr!</span></span><br />
<br />
Wenn das Madengezücht sterblicher Untergebener es wagte seine Konzentration zu stören, dann tat es dies für gewöhnlich aus gutem Grund. Selbst das war kein Garant für Überleben, denn seine Launen, so sehr er auch versuchte sie im Zaum zu halten um knappes Menschenmaterial zu schonen, verleiteten ihn des Öfteren zur Verschwendung. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Drücke dich klarer aus du Wurm. Ich hoffe du behelligst mich nicht wieder mit irgendwelchen Anmaßungen der sogenannten Flotte. Die sollen sich melden wenn ihnen klar ist wer das Sagen hat.</span> <br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color">Nein Gebieter.</span></span> Erwiderte der Sprecher und versuchte das Zittern in seiner Stimme zu unterdrücken. <br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ein Energieausschlag im Quarantänebereich.</span></span><br />
Die Brücke der <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Schweigen</span> war in ein stechendes Rot getaucht, was den Eindruck vermittelte, man befände sich im Inneren eines lebenden Organismus. Das eine Wand der Brücke von zuckender und pulsierender, biologischer Masse überwuchert war machte diese Wahrnehmung perfekt. Bei ihrer Flucht durch das Warp hatten einige der Schutzmaßnahmen sich als ungenügend herausgestellt und einen Teil der Brückenbesatzung sehr innig mit dem Schiff werden lassen. Die Funktionen hatte das kaum eingeschränkt, weswegen er Unde der Sinnende nicht als behebungswürdiges Problem angesehen hatte. <br />
Dem blutigen Gesamtbild hatte er selbst seinen Pinselstrich hinzugefügt, als der sterbliche Kapitän der Schweigen ein für ihn ungesundes Maß an Eigeninitiative an den Tag gelegt hatte. <br />
Alles war auseinander gefallen nach der Flucht und da er selbst nur mit zwei Brüdern auf diesem lächerlichen Hilfsfrachter zugegen war, hatte der Kapitän entschieden es wäre an der Zeit sich aus dem Würgegriff der alten Organisationsstrukturen zu befreien. Ein Fehler wie sich zeigte. Die Mannschaft stand nicht zur Gänze hinter ihm, sonst hätte es kritisch werden können. So verlor Unde einen seiner Brüder an einen Hinterhalt, bevor er persönlich den Kapitän zu seiner Entschlussfreude gratuliert und ihm den Kopf abgerissen hatte. Das dümmlich glotzende und langsam in Verwesung übergehende Haupt zierte nun seinen linken Schulterpanzer. Die verbleibenden Aufrührer hatte er in einem Akt der Gnade nicht exekutieren lassen. Jedenfalls nicht alle von ihnen. <br />
Sie brauchten einem dem sie folgen konnten und er benötigte Menschenmasse. Warum nachtragend sein? <br />
Unde erhob sich aus dem Kapitänsstuhl, der ächzend bekundete, dass er kaum dafür gemacht war das Gewicht einer Servorüstung zu halten. Mit einem Schritt war er bei der Konsole, welche den ungewöhnliches Energieausstieg vermeldet hatte.<br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kam das schon einmal vor?</span><br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color">Nein Herr. Nicht in dieser Intensität und nicht mit dieser speziellen Ausprägung. Allerdings arbeiten nicht alle Messinstrumente mehr einwandfrei nach der letzten Eruption.</span> </span> Der kahle Schädel Undes neigte sich herab, Mit malenden Kieferknochen musterte er die Anzeigen und sann nach. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Noch Freiwillige in der Zone?</span><br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color">Kein Kontakt mit dem letzten Trupp seit vier Stunden.</span> <br />
Noch eine Gruppe!<br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color">Ja Herr.</span></span> <br />
Knappe Befehle wurden in eine Sprechanlage gebellt und wenige Minuten später zeigte ein, von Störungen verzerrtes Kamerabild wie fünf zerlumpte Gestalten von Kriegern vorangetrieben wurden, die nicht weniger abgerissen wirkten, allerdings bewaffnet waren. Ein rostiges Schott wurde geöffnet und man stieß die Fünf hinein. Die Panzerluke wurde hastig hinter ihnen verschlossen. Unde stellte den Kapitänssessel noch einmal auf die Probe als er sich wieder in die Polster sinken ließ. <br />
Er drückte einen Schalter auf der Armlehne und schlug mit der Faust darauf als keine Reaktion erfolgte. Seine Kraft hatte das Potenzial die Lehne zu zertrümmern doch er übte sich darin seinen Zorn zu dosieren. So konnte noch einmal Funktion durch Gewalt erzwungen werden, <br />
Ein Großteil der Bildschirme zu seiner Linken blieb tot, doch einige funktionierten noch und leuchteten nun matt auf. Leider liefen nur mehr jene, die ihm wenig Einsichten in sein Studienobjekt gewährten. Immerhin sah er die Gruppe aus Probanden, wie sie stumm mit ihrem Schicksal haderten und sich dann durch die Flure auf machten. <br />
Sie hatten keine sehr klaren Anweisungen. Eigentlich sollten sie nur den gesperrten Bereich durchwandern und am anderen Ende gegen den Auslass klopfen um entlassen zu werden. Das war bis jetzt nicht geschehen und Unde rechnete auch nicht damit das ihn diese Gruppe überraschte. Seine Ratten sollten das Labyrinth nicht durchlaufen, sondern lediglich eine Reaktion provozieren welche ihm neue Erkenntnisse lieferte, seine Instrumente mit neuen Daten fütterte. <br />
Der närrische Kapitän hatte es loswerden wollen, weil er von Angst zerfressen gewesen war. Gewiss, es wäre dumm es unbesonnen zu gebrauchen, doch wenn er gewisse Dinge mit Klarheit wusste, würde er sich diese rohe Macht zu Eigen machen. Dann konnte die Führerschaft über das was von der Zufluchts- Flotte übrig war noch einmal ausgiebig diskutiert werden. Die Freiwilligengruppe verschwand aus dem Sichtbereich der funktionierenden Kameras. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Behalte die Anzeigen im Auge. <br />
Ich will über jede Veränderung informiert werden.</span> </span><br />
<br />
[CENTER]---[/CENTER]<br />
<br />
<span style="color: green;" class="mycode_color"><a href="http://koroniii.de/thread.php?sid=&amp;postid=20074#post20074" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Von hier kommend</a><br />
</span><br />
<br />
Sie hatten geübt, wie sie sich nach der Ankunft auf der anderen Seite verhalten sollten. <br />
Ausschwärmen, sichern, kein klares Ziel bieten, angreifen und den Feind von Hunderten überzeugen wo nur ein Dutzend war. <br />
Das Warp machte ihnen jedoch einen Strich durch die Rechnung. <br />
Susen brach zusammen, das Gewehr entglitt ihr und sie übergab sich röchelnd. Der gewaltige Thel war von einer feinen Eisschicht überzogen, die von seinem Körper abplatzte. Er schien verwirrt und ging ziellos in verschiedene Richtungen, hieb nach unsichtbaren Widersachern. Andere zeigten sich ähnlich desorientiert. Einige lachten krampfhaft, andere weinten oder starrten verstört ins Nichts, als hätten sie Unsägliches gesehen. Vermutlich hatten sie das auch. <br />
Einzig Rondo fing sich schnell wieder und machte dem Rest der Einsatztruppe Beine. <br />
Quälend langsam fanden die Getreuen des Naradas zu ihrer ursprünglichen Form zurück und besannen sich ihrer Aufgabe. <br />
Wären sie in Mitten von Gegnern materialisiert, selbst der Schreck über ein plötzliches Auftauchen aus dem Nichts hätte sie nicht davor bewahrt niedergemacht zu werden. So war ihnen das Glück hold. Ihre Körper wurden dennoch auf die Probe gestellt. Die unnatürliche Reise durch eine andere Dimension war dabei gewiss der Löwenanteil, doch auch eine leicht veränderte, künstliche Schwerkraft und der Tausch von Chemie geschwängerter Wüstenluft mit abgestandener, aufbereitetem Sauerstoff ließen den Metabolismus nicht kalt. <br />
Sie befanden sich in einem Korridor, den nur sporadisch funktionierende Beleuchtung in ein diffuses Licht tauchte. <br />
Beide Enden des Ganges verliefen sich im Dunkel und in regelmäßigen Abständen gingen Türen nach links und rechts ab. <br />
Es war dreckig, der Boden von Müll bedeckt, die Wände mit Schmierereien übersät. Verwunderlicher Weise ließ sich unter dem Dreck ein einstmals grüner Teppich erkennen und die Wandtäfelung amte Holz nach oder war es gar echt? <br />
Einstmals musste all das etwas hergemacht haben. Gegner waren keine zu sehen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="color: orange;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Etwas geschieht, Herr!</span></span><br />
<br />
Wenn das Madengezücht sterblicher Untergebener es wagte seine Konzentration zu stören, dann tat es dies für gewöhnlich aus gutem Grund. Selbst das war kein Garant für Überleben, denn seine Launen, so sehr er auch versuchte sie im Zaum zu halten um knappes Menschenmaterial zu schonen, verleiteten ihn des Öfteren zur Verschwendung. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Drücke dich klarer aus du Wurm. Ich hoffe du behelligst mich nicht wieder mit irgendwelchen Anmaßungen der sogenannten Flotte. Die sollen sich melden wenn ihnen klar ist wer das Sagen hat.</span> <br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color">Nein Gebieter.</span></span> Erwiderte der Sprecher und versuchte das Zittern in seiner Stimme zu unterdrücken. <br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ein Energieausschlag im Quarantänebereich.</span></span><br />
Die Brücke der <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Schweigen</span> war in ein stechendes Rot getaucht, was den Eindruck vermittelte, man befände sich im Inneren eines lebenden Organismus. Das eine Wand der Brücke von zuckender und pulsierender, biologischer Masse überwuchert war machte diese Wahrnehmung perfekt. Bei ihrer Flucht durch das Warp hatten einige der Schutzmaßnahmen sich als ungenügend herausgestellt und einen Teil der Brückenbesatzung sehr innig mit dem Schiff werden lassen. Die Funktionen hatte das kaum eingeschränkt, weswegen er Unde der Sinnende nicht als behebungswürdiges Problem angesehen hatte. <br />
Dem blutigen Gesamtbild hatte er selbst seinen Pinselstrich hinzugefügt, als der sterbliche Kapitän der Schweigen ein für ihn ungesundes Maß an Eigeninitiative an den Tag gelegt hatte. <br />
Alles war auseinander gefallen nach der Flucht und da er selbst nur mit zwei Brüdern auf diesem lächerlichen Hilfsfrachter zugegen war, hatte der Kapitän entschieden es wäre an der Zeit sich aus dem Würgegriff der alten Organisationsstrukturen zu befreien. Ein Fehler wie sich zeigte. Die Mannschaft stand nicht zur Gänze hinter ihm, sonst hätte es kritisch werden können. So verlor Unde einen seiner Brüder an einen Hinterhalt, bevor er persönlich den Kapitän zu seiner Entschlussfreude gratuliert und ihm den Kopf abgerissen hatte. Das dümmlich glotzende und langsam in Verwesung übergehende Haupt zierte nun seinen linken Schulterpanzer. Die verbleibenden Aufrührer hatte er in einem Akt der Gnade nicht exekutieren lassen. Jedenfalls nicht alle von ihnen. <br />
Sie brauchten einem dem sie folgen konnten und er benötigte Menschenmasse. Warum nachtragend sein? <br />
Unde erhob sich aus dem Kapitänsstuhl, der ächzend bekundete, dass er kaum dafür gemacht war das Gewicht einer Servorüstung zu halten. Mit einem Schritt war er bei der Konsole, welche den ungewöhnliches Energieausstieg vermeldet hatte.<br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kam das schon einmal vor?</span><br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color">Nein Herr. Nicht in dieser Intensität und nicht mit dieser speziellen Ausprägung. Allerdings arbeiten nicht alle Messinstrumente mehr einwandfrei nach der letzten Eruption.</span> </span> Der kahle Schädel Undes neigte sich herab, Mit malenden Kieferknochen musterte er die Anzeigen und sann nach. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Noch Freiwillige in der Zone?</span><br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color">Kein Kontakt mit dem letzten Trupp seit vier Stunden.</span> <br />
Noch eine Gruppe!<br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color">Ja Herr.</span></span> <br />
Knappe Befehle wurden in eine Sprechanlage gebellt und wenige Minuten später zeigte ein, von Störungen verzerrtes Kamerabild wie fünf zerlumpte Gestalten von Kriegern vorangetrieben wurden, die nicht weniger abgerissen wirkten, allerdings bewaffnet waren. Ein rostiges Schott wurde geöffnet und man stieß die Fünf hinein. Die Panzerluke wurde hastig hinter ihnen verschlossen. Unde stellte den Kapitänssessel noch einmal auf die Probe als er sich wieder in die Polster sinken ließ. <br />
Er drückte einen Schalter auf der Armlehne und schlug mit der Faust darauf als keine Reaktion erfolgte. Seine Kraft hatte das Potenzial die Lehne zu zertrümmern doch er übte sich darin seinen Zorn zu dosieren. So konnte noch einmal Funktion durch Gewalt erzwungen werden, <br />
Ein Großteil der Bildschirme zu seiner Linken blieb tot, doch einige funktionierten noch und leuchteten nun matt auf. Leider liefen nur mehr jene, die ihm wenig Einsichten in sein Studienobjekt gewährten. Immerhin sah er die Gruppe aus Probanden, wie sie stumm mit ihrem Schicksal haderten und sich dann durch die Flure auf machten. <br />
Sie hatten keine sehr klaren Anweisungen. Eigentlich sollten sie nur den gesperrten Bereich durchwandern und am anderen Ende gegen den Auslass klopfen um entlassen zu werden. Das war bis jetzt nicht geschehen und Unde rechnete auch nicht damit das ihn diese Gruppe überraschte. Seine Ratten sollten das Labyrinth nicht durchlaufen, sondern lediglich eine Reaktion provozieren welche ihm neue Erkenntnisse lieferte, seine Instrumente mit neuen Daten fütterte. <br />
Der närrische Kapitän hatte es loswerden wollen, weil er von Angst zerfressen gewesen war. Gewiss, es wäre dumm es unbesonnen zu gebrauchen, doch wenn er gewisse Dinge mit Klarheit wusste, würde er sich diese rohe Macht zu Eigen machen. Dann konnte die Führerschaft über das was von der Zufluchts- Flotte übrig war noch einmal ausgiebig diskutiert werden. Die Freiwilligengruppe verschwand aus dem Sichtbereich der funktionierenden Kameras. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Behalte die Anzeigen im Auge. <br />
Ich will über jede Veränderung informiert werden.</span> </span><br />
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<span style="color: green;" class="mycode_color"><a href="http://koroniii.de/thread.php?sid=&amp;postid=20074#post20074" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Von hier kommend</a><br />
</span><br />
<br />
Sie hatten geübt, wie sie sich nach der Ankunft auf der anderen Seite verhalten sollten. <br />
Ausschwärmen, sichern, kein klares Ziel bieten, angreifen und den Feind von Hunderten überzeugen wo nur ein Dutzend war. <br />
Das Warp machte ihnen jedoch einen Strich durch die Rechnung. <br />
Susen brach zusammen, das Gewehr entglitt ihr und sie übergab sich röchelnd. Der gewaltige Thel war von einer feinen Eisschicht überzogen, die von seinem Körper abplatzte. Er schien verwirrt und ging ziellos in verschiedene Richtungen, hieb nach unsichtbaren Widersachern. Andere zeigten sich ähnlich desorientiert. Einige lachten krampfhaft, andere weinten oder starrten verstört ins Nichts, als hätten sie Unsägliches gesehen. Vermutlich hatten sie das auch. <br />
Einzig Rondo fing sich schnell wieder und machte dem Rest der Einsatztruppe Beine. <br />
Quälend langsam fanden die Getreuen des Naradas zu ihrer ursprünglichen Form zurück und besannen sich ihrer Aufgabe. <br />
Wären sie in Mitten von Gegnern materialisiert, selbst der Schreck über ein plötzliches Auftauchen aus dem Nichts hätte sie nicht davor bewahrt niedergemacht zu werden. So war ihnen das Glück hold. Ihre Körper wurden dennoch auf die Probe gestellt. Die unnatürliche Reise durch eine andere Dimension war dabei gewiss der Löwenanteil, doch auch eine leicht veränderte, künstliche Schwerkraft und der Tausch von Chemie geschwängerter Wüstenluft mit abgestandener, aufbereitetem Sauerstoff ließen den Metabolismus nicht kalt. <br />
Sie befanden sich in einem Korridor, den nur sporadisch funktionierende Beleuchtung in ein diffuses Licht tauchte. <br />
Beide Enden des Ganges verliefen sich im Dunkel und in regelmäßigen Abständen gingen Türen nach links und rechts ab. <br />
Es war dreckig, der Boden von Müll bedeckt, die Wände mit Schmierereien übersät. Verwunderlicher Weise ließ sich unter dem Dreck ein einstmals grüner Teppich erkennen und die Wandtäfelung amte Holz nach oder war es gar echt? <br />
Einstmals musste all das etwas hergemacht haben. Gegner waren keine zu sehen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Äußerster Rand des SORLON- Systems]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=1015</link>
			<pubDate>Sun, 23 Jul 2017 12:52:39 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[[CENTER]I[/CENTER]<br />
[CENTER]Es Beginnt 1.1 [/CENTER]<br />
[CENTER]<span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size"><span style="color: green;" class="mycode_color"><br />
<a href="http://koroniii.de/thread.php?sid=&amp;postid=18922#post18922" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&lt;-- Magnus Rega - Auf dem Gelände</a></span></span>[/CENTER]<br />
<br />
Geduldige Jahre hatte Tiefensatellit N 775 in geistloser Vergessenheit darauf gewartet, dass ihn irgendein unvorhergesehenes, gravitätisches Ereignis aus seiner festgesetzten Position brächte. Das ihn ein durchs All rasendes Gesteinsbröckchen trifft, durchschlägt und seine internen Systeme zerfetzt, dass ein Sonnensturm die Elektronik lahm legte oder, und das war neben diesen möglichen, katastrophalen Ereignissen das weitaus wahrscheinlichere Szenario, dass er schlicht und einfach vergessen wurde. <br />
Nichts von all dem trat ein. <br />
Jedenfalls nicht heute. <br />
Ein Signal durchkreuzte die Leere und fand sein Ziel in Form des Abnehmers, welcher sich an dem Ende des Geräts befand, was man als Unten hätte beschreiben können, wäre dieser Begrifflichkeit im All irgendeine Bedeutung zugekommen. Der Befehl war mit 300.000 Kilometern in der Sekunde knappe sechs Stunden unterwegs gewesen und erfüllte seine Funktion tadellos. Schlummernde System erwachten zum Leben, Kontrolllampen flackerten und schalteten von zittrigem Rot nach und nach zu Grün um. An der Außenhülle von N775, ungesehen im großen Meer des Nichts, glühte die knöcherne Augenhöhle, welche die rechte Seite des geheiligten Mecanicus Siegels darstellte, in einem satten und tiefen Grün. Gepanzerte Rollhüllen zogen sich von den geriffelten Segeln zurück, welche mit Kollektoren in der Form von Bienenwaben überzogen waren und die Strahlen der Fernen SORLON- Sonne auffingen. Im Gegensatz zu der Reise des Signals, bedurfte es nur einiger Minuten, bis die Hochleistungsspulen ihre Reserveren mit neuer Sonnenenergie erfrischt hatten. Es war nun genügten elektrischer Strom vorhanden, um den Pilot von N775 zu reaktivieren. <br />
Der Satellit bot in seinem Kern einen kleinen Freiraum, der im Gegensatz zum Rest des Apparats stand, welcher gänzlich mit Technik gefüllt, keinen Zentimeter Platz verschwendete. Auch besagter Freiraum war in seiner Gänze kaum mehr als ein Meter in Höhe, Länge und Tiefe. <br />
In seinem Zentrum ruhte ein mumifizierter Leichnam von der Größe eines Säuglings. Auf einigen Welten als Wipfelkobold bekannt, auf den meisten zivilisierten Planeten, so sich diese denn einer ausgeprägte Fauna rühmen konnten, jedoch eher Affe genannt. <br />
Die Reste dieses Exemplars hatten ihr Leben vor unzähligen Jahren ausgehaucht, nach einer kurzen und schmerzhaften Existenz der Konditionierung. Jetzt blies die anlaufende Automatik Weihrauch ins Innere der Pseudograbkammer, um dem folgenden Vorgang die nötige, sakrale Würde zu verleihen. Im Anschluss wurde Strom durch den leblosen Körper des Äffchens gejagt. Die räudigen Reste des Fells vermischten den Geruch von angesenktem Haar und uraltem Staub mit dem des Weihrauchs. Die zugeführte Energie animierte die eingepflanzten Maschinenteile und Ozon webte sich als vierte Geruchskomponente in das bisschen Luft, welches die Kapsel enthielt. <br />
Dürre, von Haut wie mit dünnem Pergament überzogene, Klauenfinger streckten sich in reanimierter Spastik, während das tote Hirn neben Elektrizität mit Substanzen gesättigt wurde, die es in ein stumpfsinniges Scheinleben zurück zerrten. <br />
Die Kreatur regte sich nun völlig. <br />
Ihre verkümmerten und kraftlosen Sehnen wurden von Äquivalenten aus Draht und Kupfer unterstützt, teilweise ersetzt. In dem Haupt des Wesens, kaum mehr denn ein skelettierter Schädel, hier und da von letzten Resten aus Haut und Fell kümmerlich bedeckt, klickten die Linsen, als sich die Iris darüber zusammenzog und die Signale der Umgebung an das schickten, was kundige Chirurgenhände aus dem Hirn des Tieres gemacht hatten. Auf einem kleinen Bildschirm flackerte eine Abfolge einfacher Symbole. Dreiecke, Kreise und Kreuze in schneller Reihung. Sie triggerten die Handlungen, die zu erlernen der einzige Sinn des kurzen Affenlebens gewesen war. Mechanisch betätigte das tote Tier Hebel und Drehschalter. Es veränderte die Positionen von Steckern auf einer Stecktafel. <br />
Als Folge dessen wurde Beryllium dem Diergolsystem zugeführt und das Endprodukt dieser Reaktion in kurzen Impulsen durch die Steuerdüsen abgegeben. N775 drehte sich auf der Horizontalachse und nahm nach Erreichen der gewünschten Position wieder seine stabilisierende Rotation ein. Der Pilot initialisierte auf fernes Geheiß hin den Start der zentralen Sensorphalanx in der Spitze des Satelliten. Eine Ansammlung aus Antennengestängen und primärer Grund für die Existenz von N775. <br />
Der Auftrag wurde erfüllt und der künstliche Himmelskörper begann Daten zu sammeln und einen permanenten Strom aus Informationen an den Ursprungsort des erhaltenen Aktivierungsbefehls zu übermitteln. <br />
Der reanimierte Affe hatte seine Schuldigkeit getan und sank bereits zurück in den Totenschlaf. <br />
Zuvor vollführte er jedoch eine Handlung, die unter den Wissenden des Adeptus für einige Kontroversen gesorgt hätte, wäre auch nur einer befähigt gewesen sie zu beobachten. An der Seite der Kapsel, gerade auf Kopfhöhe des Affen, gab es ein schmales Sichtfenster. Nicht etwa damit das Tier irgendetwas sehen konnte. Schließlich war es faktisch tot und benötigte auch in seinem erzwungen Unleben keinen optischen Input von außerhalb seines Grabes und seiner Wirkungsstätte. Die verglaste Öffnung hatte es einem Techniker erlaubt, vor dem Aussetzen des Satelliten noch einmal die korrekte Implementation der biologischen Steuereinheit zu überprüfen, ohne die Versiegelung brechen zu müssen. Mit dem erneuten Erglimmen seines Lebensfunkens hob der Affe seine Pfote und strich Staub und Ablagerungen von dem kleinen Sichtfenster fort. <br />
Das halb mechanische Wesen justierte die Linsenaugen neu und starrte auf das, was sein gesamtes, nicht eben großes Sichtfeld einnahm. Weder wusste der Affe, dass dieses gewaltige Dinge noch vor wenigen Tagen nicht dagewesen war, noch das sein rüdes Wachrütteln aus dem Tod, dazu gedient hatte so viel wie möglich darüber an Informationen zu sammeln. Der Affe, zu einem Bauteil gemacht, vor unzähligen Jahrzehnten, verspürte lediglich ein urtümliches Gefühl, welches weder sein kurzes Leben in einem Labor des Mechanikus, noch seine Umwandlung zu einer biologischen Steuereinheit hatte ganz fort wischen können.  <br />
Ein Gefühl, dass in selbst ihn dieser Form der Herabwürdigung zu etwas machte, was ihn mit dem Mensch in Verwandtschaft setzte.<br />
Pure, animalische Angst!<br />
<br />
<a href="http://koroniii.de/thread.php?threadid=1121&amp;sid=" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">[CENTER]--&gt; Zentraler Netzwerk- und Steuerknoten[/CENTER]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[[CENTER]I[/CENTER]<br />
[CENTER]Es Beginnt 1.1 [/CENTER]<br />
[CENTER]<span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size"><span style="color: green;" class="mycode_color"><br />
<a href="http://koroniii.de/thread.php?sid=&amp;postid=18922#post18922" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">&lt;-- Magnus Rega - Auf dem Gelände</a></span></span>[/CENTER]<br />
<br />
Geduldige Jahre hatte Tiefensatellit N 775 in geistloser Vergessenheit darauf gewartet, dass ihn irgendein unvorhergesehenes, gravitätisches Ereignis aus seiner festgesetzten Position brächte. Das ihn ein durchs All rasendes Gesteinsbröckchen trifft, durchschlägt und seine internen Systeme zerfetzt, dass ein Sonnensturm die Elektronik lahm legte oder, und das war neben diesen möglichen, katastrophalen Ereignissen das weitaus wahrscheinlichere Szenario, dass er schlicht und einfach vergessen wurde. <br />
Nichts von all dem trat ein. <br />
Jedenfalls nicht heute. <br />
Ein Signal durchkreuzte die Leere und fand sein Ziel in Form des Abnehmers, welcher sich an dem Ende des Geräts befand, was man als Unten hätte beschreiben können, wäre dieser Begrifflichkeit im All irgendeine Bedeutung zugekommen. Der Befehl war mit 300.000 Kilometern in der Sekunde knappe sechs Stunden unterwegs gewesen und erfüllte seine Funktion tadellos. Schlummernde System erwachten zum Leben, Kontrolllampen flackerten und schalteten von zittrigem Rot nach und nach zu Grün um. An der Außenhülle von N775, ungesehen im großen Meer des Nichts, glühte die knöcherne Augenhöhle, welche die rechte Seite des geheiligten Mecanicus Siegels darstellte, in einem satten und tiefen Grün. Gepanzerte Rollhüllen zogen sich von den geriffelten Segeln zurück, welche mit Kollektoren in der Form von Bienenwaben überzogen waren und die Strahlen der Fernen SORLON- Sonne auffingen. Im Gegensatz zu der Reise des Signals, bedurfte es nur einiger Minuten, bis die Hochleistungsspulen ihre Reserveren mit neuer Sonnenenergie erfrischt hatten. Es war nun genügten elektrischer Strom vorhanden, um den Pilot von N775 zu reaktivieren. <br />
Der Satellit bot in seinem Kern einen kleinen Freiraum, der im Gegensatz zum Rest des Apparats stand, welcher gänzlich mit Technik gefüllt, keinen Zentimeter Platz verschwendete. Auch besagter Freiraum war in seiner Gänze kaum mehr als ein Meter in Höhe, Länge und Tiefe. <br />
In seinem Zentrum ruhte ein mumifizierter Leichnam von der Größe eines Säuglings. Auf einigen Welten als Wipfelkobold bekannt, auf den meisten zivilisierten Planeten, so sich diese denn einer ausgeprägte Fauna rühmen konnten, jedoch eher Affe genannt. <br />
Die Reste dieses Exemplars hatten ihr Leben vor unzähligen Jahren ausgehaucht, nach einer kurzen und schmerzhaften Existenz der Konditionierung. Jetzt blies die anlaufende Automatik Weihrauch ins Innere der Pseudograbkammer, um dem folgenden Vorgang die nötige, sakrale Würde zu verleihen. Im Anschluss wurde Strom durch den leblosen Körper des Äffchens gejagt. Die räudigen Reste des Fells vermischten den Geruch von angesenktem Haar und uraltem Staub mit dem des Weihrauchs. Die zugeführte Energie animierte die eingepflanzten Maschinenteile und Ozon webte sich als vierte Geruchskomponente in das bisschen Luft, welches die Kapsel enthielt. <br />
Dürre, von Haut wie mit dünnem Pergament überzogene, Klauenfinger streckten sich in reanimierter Spastik, während das tote Hirn neben Elektrizität mit Substanzen gesättigt wurde, die es in ein stumpfsinniges Scheinleben zurück zerrten. <br />
Die Kreatur regte sich nun völlig. <br />
Ihre verkümmerten und kraftlosen Sehnen wurden von Äquivalenten aus Draht und Kupfer unterstützt, teilweise ersetzt. In dem Haupt des Wesens, kaum mehr denn ein skelettierter Schädel, hier und da von letzten Resten aus Haut und Fell kümmerlich bedeckt, klickten die Linsen, als sich die Iris darüber zusammenzog und die Signale der Umgebung an das schickten, was kundige Chirurgenhände aus dem Hirn des Tieres gemacht hatten. Auf einem kleinen Bildschirm flackerte eine Abfolge einfacher Symbole. Dreiecke, Kreise und Kreuze in schneller Reihung. Sie triggerten die Handlungen, die zu erlernen der einzige Sinn des kurzen Affenlebens gewesen war. Mechanisch betätigte das tote Tier Hebel und Drehschalter. Es veränderte die Positionen von Steckern auf einer Stecktafel. <br />
Als Folge dessen wurde Beryllium dem Diergolsystem zugeführt und das Endprodukt dieser Reaktion in kurzen Impulsen durch die Steuerdüsen abgegeben. N775 drehte sich auf der Horizontalachse und nahm nach Erreichen der gewünschten Position wieder seine stabilisierende Rotation ein. Der Pilot initialisierte auf fernes Geheiß hin den Start der zentralen Sensorphalanx in der Spitze des Satelliten. Eine Ansammlung aus Antennengestängen und primärer Grund für die Existenz von N775. <br />
Der Auftrag wurde erfüllt und der künstliche Himmelskörper begann Daten zu sammeln und einen permanenten Strom aus Informationen an den Ursprungsort des erhaltenen Aktivierungsbefehls zu übermitteln. <br />
Der reanimierte Affe hatte seine Schuldigkeit getan und sank bereits zurück in den Totenschlaf. <br />
Zuvor vollführte er jedoch eine Handlung, die unter den Wissenden des Adeptus für einige Kontroversen gesorgt hätte, wäre auch nur einer befähigt gewesen sie zu beobachten. An der Seite der Kapsel, gerade auf Kopfhöhe des Affen, gab es ein schmales Sichtfenster. Nicht etwa damit das Tier irgendetwas sehen konnte. Schließlich war es faktisch tot und benötigte auch in seinem erzwungen Unleben keinen optischen Input von außerhalb seines Grabes und seiner Wirkungsstätte. Die verglaste Öffnung hatte es einem Techniker erlaubt, vor dem Aussetzen des Satelliten noch einmal die korrekte Implementation der biologischen Steuereinheit zu überprüfen, ohne die Versiegelung brechen zu müssen. Mit dem erneuten Erglimmen seines Lebensfunkens hob der Affe seine Pfote und strich Staub und Ablagerungen von dem kleinen Sichtfenster fort. <br />
Das halb mechanische Wesen justierte die Linsenaugen neu und starrte auf das, was sein gesamtes, nicht eben großes Sichtfeld einnahm. Weder wusste der Affe, dass dieses gewaltige Dinge noch vor wenigen Tagen nicht dagewesen war, noch das sein rüdes Wachrütteln aus dem Tod, dazu gedient hatte so viel wie möglich darüber an Informationen zu sammeln. Der Affe, zu einem Bauteil gemacht, vor unzähligen Jahrzehnten, verspürte lediglich ein urtümliches Gefühl, welches weder sein kurzes Leben in einem Labor des Mechanikus, noch seine Umwandlung zu einer biologischen Steuereinheit hatte ganz fort wischen können.  <br />
Ein Gefühl, dass in selbst ihn dieser Form der Herabwürdigung zu etwas machte, was ihn mit dem Mensch in Verwandtschaft setzte.<br />
Pure, animalische Angst!<br />
<br />
<a href="http://koroniii.de/thread.php?threadid=1121&amp;sid=" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">[CENTER]--&gt; Zentraler Netzwerk- und Steuerknoten[/CENTER]</a>]]></content:encoded>
		</item>
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			<title><![CDATA[Im Orbit um Koron III]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=892</link>
			<pubDate>Wed, 19 Sep 2012 13:10:15 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=250"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=892</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: 3pt;" class="mycode_size">An Bord der <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Pride of Karrik</span></span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Name:</span> <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Pride of Karrik</span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Klasse:</span> Transporter der Vagabond-Klasse<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Besitzer:</span> Lukas von Kieron<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zustand:</span> schlecht<br />
<br />
<span style="color: green;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bringt die Pferde an Bord! Und macht das Raumschiff startklar!</span></span>,<br />
<br />
befahl Lukas von Kieron, bevor er selbst durch die Schleuse trat. Während er sich, in Begleitung einiger Offiziere und seines Passagiers, auf den Weg zur Brücke machte, begann seine Mannschaft mit dem Verladen der Fracht. Einhunderttausend Rösser wurden von Matrosen und Servitoren durch den Dockkragen und in den Bauch des Transporters getrieben. Ihre Hufe stampften auf den stählernen Deckböden, ihr Geruch mischte sich mit dem rauchigen Dunst der zahlreichen Öllampen, die auf kleiner Flamme brannten, um die Atmosphären-Aufbereiter nicht zu überfordern. Ihr flackernder Schein schien die vorherrschende Dunkelheit mehr zu betonen, denn sie zu vertreiben. Die Pride of Karrik war zwar in ihrer längst vergessenen Jugend von Globenlampen erhellt worden, diese hatten aber schon lange vor den ebenfalls defekten Gaslaternen den Maschinengeist aufgegeben. Mit einer der wenigen Taschenlampen an Bord ausgestattet ging der letzte Matrose im Frachtraum durch die Reihen. Während er Lampe um Lampe löschte, versuchte er sich vorzustellen es sei hell im Frachtraum. Die Tiere schienen die den Atem anzuhalten, nur das Tropfen von Wasser war in einiger Entfernung zu hören. Der Matrose löschte die letzte Lampe und machte sich nun ebenfalls auf den Weg zur Brücke. Dabei wich er immer wieder Löchern aus, die der Rost in den Boden gefressen hatte. Viele waren schon mehrmals geflickt worden, doch bei weitem nicht alle. Immer wieder stieß man auf maulartige Öffnungen von bis zu 2 Metern Durchmesser, die einem einen Blick in die versiegelten Decks ermöglichten. Immer wieder drangen merkwürdige Geräusche durch die unvernieteten Öffnungen, das Trippeln Hunderter kleiner Füße, ein entfernt an Gesänge erinnerndes Heulen oder die Schreie von Dingen, die von anderen Dingen gefressen wurden. Meist goss die Mannschaft dann etwas Promethium durch das Loch, man warf ein Streichholz hinterher und versiegelte das Ganze.<br />
<br />
<span style="color: firebrick;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Als ihr erwähntet, die erzwungene Reiseunterbrechung zu nutzen, um ein paar Investitionen zu tätigen, hatte ich der Möglichkeit, ihr würdet eine Generalüberholung des Schiffs anordnen, eine Wahrscheinlichkeit von 86,3% eingeräumt. Die Möglichkeit, größere Quantitäten stinkender Organismen auf das Schiff zu bringen hatte ich nicht in Betracht gezogen. Was ist der Grund für euer Handeln, Lord Kieron?</span></span><br />
<br />
Abrupt blieb Lukas von Kieron stehen. Verblüfft drehte er sich zum Maschinenpriester neben ihm um.<br />
<br />
<span style="color: green;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich eure Stimme noch einmal hören würde. Aber um eure Frage zu beantworten: Da unsere bisherige Reise etwas länger gedauert hat als erwartet, hat der Zinseszins meinen Schuldenberg inzwischen in ein Gebirge verwandelt. Hätte ich das Geld für eine Generalüberholung, würde ich mein Leben auf irgendeiner Paradieswelt verbringen.</span></span><br />
<br />
Er wartete noch einen Augenblick, ob der Maschinenpriester wohl antworten würde, aber da nur statisches Rauschen aus den Tiefen der Kapuze drang, wandte er sich wieder dem Brückenschott zu, welches sich nun vor ihnen öffnete. Auf der Brücke wartete unter anderem bereits sein erster Offizier auf ihn:<br />
<br />
<span style="color: green;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mylord, die Fracht ist verladen und gesichert. Wir sind bereit abzulegen.</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wie ist das Wetter auf der anderen Seite?</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ziemlich ruhig, Mylord. Navigatorin Elisiabeth ist vorhin auch kurz von Bord gegangen, um sich auf der Station zu informieren. Die Turbulenz tritt erst seit 5 Jahren lokaler Zeit zyklisch auf. Wenn wir innerhalb der nächsten 3 Stunden ablegen, sollten wir gut durchkommen.</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Also gut, dann wollen wir mal!</span></span><br />
<br />
Ein Ruck ging durch das Schiff, als die mächtigen Halteklammern des Dockkragens es freigaben und in die unendlichen Weiten des Weltraums entließen. Dann blieb es eine Weile ruhig, bis die binären Gesänge der Priester die schlummernden Plasmageneratoren zu neuem Leben erweckten und diese das Sonnenfeuer selbst in die Kälte des Alls fauchten. Die Beschleunigung drückte die meisten Anwesenden in ihre Sessel, wer stand musste sich festhalten, um nicht zu Boden zu gehen. Als der Beschleunigungsdruck abnahm war die Orbitalstation bereits kaum noch zu sehen. Das Maschinenraum-Kom meldete sich mit einem lauten Knacken und Kieron beugte dich darüber:<br />
<br />
<span style="color: green;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich höre, Magos?</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Gellarfeldgeneratoren sind jetzt warm, und wenn Miss Elisiabeth bereit ist, sind wir das auch.</span></span><br />
<br />
Kieron warf einen Blick zu seiner Navigatorin, dann betätigte er noch einmal die »Sprechen«-Taste:<br />
<br />
<span style="color: green;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bringt Sie rüber, Magos.</span></span><br />
<br />
Stille breitete sich auf der Brücke aus, als sich tief in den Eingeweiden des Schiffes ein uraltes Ungetüm zu regen begann. Vor Urzeiten hatten die Priester voM Mars die Grundkräfte des Universums in riesige Spulen gekettet, sie zu zähmen jedoch war unmöglich. Nun, entfesselt, drang die Kraft des Warpantriebes in die Freiheit und mit einem unirdischen, obwohl tonlosen doch von jedermann vernommenen, Schrei riss sie die Realität selbst in Stücke. Mit kreischenden Triebwerken stürzte sich die Pride of Karrik in den rauschenden Strudel.<br />
<br />
Während die Brückenoffiziere Statusberichte abriefen und die Instrumente kontrollierten, starrte Kieron durch die Bullaugen nach draußen. Dort, jenseits der vom Gellarfeld geschaffenen Raumblase lauerte das, was sich sonst in der Dunkelheit hinter den Sternen versteckte. Nicht Schwärze und nicht Leere. Ein mit eisigen Fingern nach der Seele greifendes Nichts, das das Bewusstsein verzerrte und sich weigerte, vom menschlichen Geist erfasst zu werden: Das Immaterium.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: 3pt;" class="mycode_size">An Bord der <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Pride of Karrik</span></span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Name:</span> <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Pride of Karrik</span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Klasse:</span> Transporter der Vagabond-Klasse<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Besitzer:</span> Lukas von Kieron<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zustand:</span> schlecht<br />
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<span style="color: green;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bringt die Pferde an Bord! Und macht das Raumschiff startklar!</span></span>,<br />
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befahl Lukas von Kieron, bevor er selbst durch die Schleuse trat. Während er sich, in Begleitung einiger Offiziere und seines Passagiers, auf den Weg zur Brücke machte, begann seine Mannschaft mit dem Verladen der Fracht. Einhunderttausend Rösser wurden von Matrosen und Servitoren durch den Dockkragen und in den Bauch des Transporters getrieben. Ihre Hufe stampften auf den stählernen Deckböden, ihr Geruch mischte sich mit dem rauchigen Dunst der zahlreichen Öllampen, die auf kleiner Flamme brannten, um die Atmosphären-Aufbereiter nicht zu überfordern. Ihr flackernder Schein schien die vorherrschende Dunkelheit mehr zu betonen, denn sie zu vertreiben. Die Pride of Karrik war zwar in ihrer längst vergessenen Jugend von Globenlampen erhellt worden, diese hatten aber schon lange vor den ebenfalls defekten Gaslaternen den Maschinengeist aufgegeben. Mit einer der wenigen Taschenlampen an Bord ausgestattet ging der letzte Matrose im Frachtraum durch die Reihen. Während er Lampe um Lampe löschte, versuchte er sich vorzustellen es sei hell im Frachtraum. Die Tiere schienen die den Atem anzuhalten, nur das Tropfen von Wasser war in einiger Entfernung zu hören. Der Matrose löschte die letzte Lampe und machte sich nun ebenfalls auf den Weg zur Brücke. Dabei wich er immer wieder Löchern aus, die der Rost in den Boden gefressen hatte. Viele waren schon mehrmals geflickt worden, doch bei weitem nicht alle. Immer wieder stieß man auf maulartige Öffnungen von bis zu 2 Metern Durchmesser, die einem einen Blick in die versiegelten Decks ermöglichten. Immer wieder drangen merkwürdige Geräusche durch die unvernieteten Öffnungen, das Trippeln Hunderter kleiner Füße, ein entfernt an Gesänge erinnerndes Heulen oder die Schreie von Dingen, die von anderen Dingen gefressen wurden. Meist goss die Mannschaft dann etwas Promethium durch das Loch, man warf ein Streichholz hinterher und versiegelte das Ganze.<br />
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<span style="color: firebrick;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Als ihr erwähntet, die erzwungene Reiseunterbrechung zu nutzen, um ein paar Investitionen zu tätigen, hatte ich der Möglichkeit, ihr würdet eine Generalüberholung des Schiffs anordnen, eine Wahrscheinlichkeit von 86,3% eingeräumt. Die Möglichkeit, größere Quantitäten stinkender Organismen auf das Schiff zu bringen hatte ich nicht in Betracht gezogen. Was ist der Grund für euer Handeln, Lord Kieron?</span></span><br />
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Abrupt blieb Lukas von Kieron stehen. Verblüfft drehte er sich zum Maschinenpriester neben ihm um.<br />
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<span style="color: green;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich eure Stimme noch einmal hören würde. Aber um eure Frage zu beantworten: Da unsere bisherige Reise etwas länger gedauert hat als erwartet, hat der Zinseszins meinen Schuldenberg inzwischen in ein Gebirge verwandelt. Hätte ich das Geld für eine Generalüberholung, würde ich mein Leben auf irgendeiner Paradieswelt verbringen.</span></span><br />
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Er wartete noch einen Augenblick, ob der Maschinenpriester wohl antworten würde, aber da nur statisches Rauschen aus den Tiefen der Kapuze drang, wandte er sich wieder dem Brückenschott zu, welches sich nun vor ihnen öffnete. Auf der Brücke wartete unter anderem bereits sein erster Offizier auf ihn:<br />
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<span style="color: green;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mylord, die Fracht ist verladen und gesichert. Wir sind bereit abzulegen.</span><br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wie ist das Wetter auf der anderen Seite?</span><br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ziemlich ruhig, Mylord. Navigatorin Elisiabeth ist vorhin auch kurz von Bord gegangen, um sich auf der Station zu informieren. Die Turbulenz tritt erst seit 5 Jahren lokaler Zeit zyklisch auf. Wenn wir innerhalb der nächsten 3 Stunden ablegen, sollten wir gut durchkommen.</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Also gut, dann wollen wir mal!</span></span><br />
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Ein Ruck ging durch das Schiff, als die mächtigen Halteklammern des Dockkragens es freigaben und in die unendlichen Weiten des Weltraums entließen. Dann blieb es eine Weile ruhig, bis die binären Gesänge der Priester die schlummernden Plasmageneratoren zu neuem Leben erweckten und diese das Sonnenfeuer selbst in die Kälte des Alls fauchten. Die Beschleunigung drückte die meisten Anwesenden in ihre Sessel, wer stand musste sich festhalten, um nicht zu Boden zu gehen. Als der Beschleunigungsdruck abnahm war die Orbitalstation bereits kaum noch zu sehen. Das Maschinenraum-Kom meldete sich mit einem lauten Knacken und Kieron beugte dich darüber:<br />
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<span style="color: green;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich höre, Magos?</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Die Gellarfeldgeneratoren sind jetzt warm, und wenn Miss Elisiabeth bereit ist, sind wir das auch.</span></span><br />
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Kieron warf einen Blick zu seiner Navigatorin, dann betätigte er noch einmal die »Sprechen«-Taste:<br />
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<span style="color: green;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bringt Sie rüber, Magos.</span></span><br />
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Stille breitete sich auf der Brücke aus, als sich tief in den Eingeweiden des Schiffes ein uraltes Ungetüm zu regen begann. Vor Urzeiten hatten die Priester voM Mars die Grundkräfte des Universums in riesige Spulen gekettet, sie zu zähmen jedoch war unmöglich. Nun, entfesselt, drang die Kraft des Warpantriebes in die Freiheit und mit einem unirdischen, obwohl tonlosen doch von jedermann vernommenen, Schrei riss sie die Realität selbst in Stücke. Mit kreischenden Triebwerken stürzte sich die Pride of Karrik in den rauschenden Strudel.<br />
<br />
Während die Brückenoffiziere Statusberichte abriefen und die Instrumente kontrollierten, starrte Kieron durch die Bullaugen nach draußen. Dort, jenseits der vom Gellarfeld geschaffenen Raumblase lauerte das, was sich sonst in der Dunkelheit hinter den Sternen versteckte. Nicht Schwärze und nicht Leere. Ein mit eisigen Fingern nach der Seele greifendes Nichts, das das Bewusstsein verzerrte und sich weigerte, vom menschlichen Geist erfasst zu werden: Das Immaterium.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Suche nach der Hoffnung]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=867</link>
			<pubDate>Mon, 18 Jun 2012 17:47:33 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=146"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=867</guid>
			<description><![CDATA[Kir'qath stand auf der Brücke des ungewöhnlichen Schiffes, das sie vorgefunden hatten und blickte sich um. Die Tau und Menschen taten ihr Bestes um mit den unbekannten Kontrollen fertig zu werden, aber momentan sollten sie nichts tun, was zu kompliziert werden würde.<br />
Sie waren also im Orbit des siebten Mondes des dritten von fünf Planeten im System.<br />
<span style="color: firebrick;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Beginnen wir uns in der Näheren Umgebung umzusehen. Wir steuern Trabanten Acht und Neun an, dann arbeiten wir uns von Sechs bis zum Planeten vor. Achtet auf unbekannte Schiffe. Ich will jedem Kampf vorerst aus dem Weg gehen."</span></span><br />
Kir'qath konnte sich ein amüsiertes Schmunzeln nicht verkneifen. Vom Shas'ui zum Anführer der Überlebenden zum Oberhaupt der Kolonie zum Schiffskapitän. Wer hätte gedacht, dass er so viele verschiedene Aufgaben in so kurzer Zeit haben würde?<br />
Sein Blick glitt von Anzeige zu Anzeige, auch wenn er aus den Wenigsten irgendeine Information gewinnen konnte. <span style="color: firebrick;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Sucht auch nach Hinweisen auf Rohstoffe. Wir sollten uns nicht vollkommen vom Handel abhängig machen."</span></span><br />
Er war nervös. Um nicht zu sagen fast schon panisch. Er hatte sich schon auf den Schiffen seines Volkes unwohl gefühlt, weil er kaum Einfluss darauf nehmen konnte, was in einem Raumkampf passierte, aber sie waren hier gleich mehrfach im Nachteil. Das Schiff wirkte nicht gerade unauffällig. Vermutlich reflektierte es gerade munter das Sonnenlicht und das Glitzern der Sterne. Zum anderen hatten sie weder Erfahrung in der Bedienung noch eine Ahnung, wozu das Schiff fähig war. Wenn es ginge, würde er es zu einem späteren Zeitpunkt gerne unter kontrollierten Umständen herrausfinden, aber so wie er das bisherige Glück einschätzte, würden sie früher oder später gezwungen sein es im Kampf raus zu finden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Kir'qath stand auf der Brücke des ungewöhnlichen Schiffes, das sie vorgefunden hatten und blickte sich um. Die Tau und Menschen taten ihr Bestes um mit den unbekannten Kontrollen fertig zu werden, aber momentan sollten sie nichts tun, was zu kompliziert werden würde.<br />
Sie waren also im Orbit des siebten Mondes des dritten von fünf Planeten im System.<br />
<span style="color: firebrick;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Beginnen wir uns in der Näheren Umgebung umzusehen. Wir steuern Trabanten Acht und Neun an, dann arbeiten wir uns von Sechs bis zum Planeten vor. Achtet auf unbekannte Schiffe. Ich will jedem Kampf vorerst aus dem Weg gehen."</span></span><br />
Kir'qath konnte sich ein amüsiertes Schmunzeln nicht verkneifen. Vom Shas'ui zum Anführer der Überlebenden zum Oberhaupt der Kolonie zum Schiffskapitän. Wer hätte gedacht, dass er so viele verschiedene Aufgaben in so kurzer Zeit haben würde?<br />
Sein Blick glitt von Anzeige zu Anzeige, auch wenn er aus den Wenigsten irgendeine Information gewinnen konnte. <span style="color: firebrick;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Sucht auch nach Hinweisen auf Rohstoffe. Wir sollten uns nicht vollkommen vom Handel abhängig machen."</span></span><br />
Er war nervös. Um nicht zu sagen fast schon panisch. Er hatte sich schon auf den Schiffen seines Volkes unwohl gefühlt, weil er kaum Einfluss darauf nehmen konnte, was in einem Raumkampf passierte, aber sie waren hier gleich mehrfach im Nachteil. Das Schiff wirkte nicht gerade unauffällig. Vermutlich reflektierte es gerade munter das Sonnenlicht und das Glitzern der Sterne. Zum anderen hatten sie weder Erfahrung in der Bedienung noch eine Ahnung, wozu das Schiff fähig war. Wenn es ginge, würde er es zu einem späteren Zeitpunkt gerne unter kontrollierten Umständen herrausfinden, aber so wie er das bisherige Glück einschätzte, würden sie früher oder später gezwungen sein es im Kampf raus zu finden.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Umgebung von Koron III]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=716</link>
			<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 18:44:35 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=716</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size"><span style="color: green;" class="mycode_color">An Bord der Liber Null</span></span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kapitän, wir haben Normalfunkreichweite erreicht. Funkfeuer aus Richtung Koron III klar zu empfangen. </span>Die Stimme des Sensor- und Kommunikationsoffiziers hallte gemessen über die Brücke. Der Kommandostand war lediglich von den Dioden und geringen Lichtquellen der Kontrollkonsolen erhellt, was das Hauptaugenmerk auf den riesigen Bildschirm zentrierte, welcher den Planten in der Schwärze des Alls zeigte. Umgeben war der Himmelskörper von einer Korona aus blinkenden Positionslichtern und flackernden Miniatursonnen entzündeter Triebswerke.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: red;" class="mycode_color">Sende Erkennungscode.</span></span>, schnarrte der Servitor vor den Sekundärinstrumenten und übermittelte die Daten, welche die Liber Null als Erzfrachter Coknitata auswiesen. Das Schiff war vor 73 Jahren abgewrackt wurden, doch auf dem Papier hatte es nie aufgehört zu existieren und mit den richtigen Beziehungen und dem nötigen Kleingeld konnte man diese Identität seinem eigenen Raumgefährt verleihen. Natürlich war damit stets ein gewisses Risiko verbunden, wusste man doch nie ob die Gegenseite bereits von der Masche wusste. Die Mühlen im Imperium mahlten langsam, so wie es sich für Bürokratie, die etwas auf sich hielt, gehörte. Doch manchmal war es die Ausnahme von der Regel, die einem das Genick brach. Entsprechend gespannt wartete man denn nun auch auf die Antwort. Als diese schließlich in Binärform eintraf war allgemeines Ausatmen zu vernehmen. Eine positive Bestätigung! <br />
Das Annäherungsmanöver ging der Mannschaft routiniert von der Hand und machte ein Dazutun Grannus überflüssig. Er konnte den Anblick der Welt auf sich wirken lassen. Eine gelbliche Kugel, von urbaner Bebauung wie von Pockennarben gezeichnet. Lediglich auf Äquatorhöhe zeugte ein grünes Band davon dass es dort üppiges Leben gegeben hatte, bevor die Zivilisation etwas dagegen unternahm. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Tastfelder haben Umlauf beendet. <br />
Ganz schön was los da draußen. Über zweihundert Militärschiffe. Subsektorflotte, nicht warpfähig. Der Mond ist als Sperrgebiet ausgewiesen. <br />
Außerdem haben wir da noch vier Freihändler, allerdings keine bekannten Namen darunter. Diverse Frachter, und unklassifizierte Kleinschiffe. Hey...</span>, der Sensoroffizier pfiff durch die Zähne. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hier sind drei Großraumschiffe. Sektorenflotten, warpfähige Kriegsraumer. Die Morgenröte, Schlachtschiff, Schild des Glaubens, Kreuzer und Marquis le Singir, Trägerschiff. Liegen im Trockendock auf Ringorbit 413 bei 425. Die sind ziemlich weit ab vom Schuss, soviel steht fest. Scheint eine separate Jagdgruppe zu sein.</span><br />
Die Ausführungen des Crewmanns wurden unterbrochen als ein weiterer Servitor verlauten ließ das sich die Liber Null auf den Leitstrahl eingedreht hatte, welcher den Freihändler zum vorgesehenen Gravankerplatz dirigieren würde. Von dort aus durfte der Planet, innerhalb eines zugelassenen Anflugkorridors, bereist werden.  Die Hauptstadt Gohmor war offizieller Knotenpunkt für Gäste und Geschäftsleute anderer Planeten. Und genau dort würde auch die Kontaktperson des Kultes warten. In einem Club der den bezeichnenden Namen "Black Dragon" trug.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size"><span style="color: green;" class="mycode_color">An Bord der Liber Null</span></span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kapitän, wir haben Normalfunkreichweite erreicht. Funkfeuer aus Richtung Koron III klar zu empfangen. </span>Die Stimme des Sensor- und Kommunikationsoffiziers hallte gemessen über die Brücke. Der Kommandostand war lediglich von den Dioden und geringen Lichtquellen der Kontrollkonsolen erhellt, was das Hauptaugenmerk auf den riesigen Bildschirm zentrierte, welcher den Planten in der Schwärze des Alls zeigte. Umgeben war der Himmelskörper von einer Korona aus blinkenden Positionslichtern und flackernden Miniatursonnen entzündeter Triebswerke.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: red;" class="mycode_color">Sende Erkennungscode.</span></span>, schnarrte der Servitor vor den Sekundärinstrumenten und übermittelte die Daten, welche die Liber Null als Erzfrachter Coknitata auswiesen. Das Schiff war vor 73 Jahren abgewrackt wurden, doch auf dem Papier hatte es nie aufgehört zu existieren und mit den richtigen Beziehungen und dem nötigen Kleingeld konnte man diese Identität seinem eigenen Raumgefährt verleihen. Natürlich war damit stets ein gewisses Risiko verbunden, wusste man doch nie ob die Gegenseite bereits von der Masche wusste. Die Mühlen im Imperium mahlten langsam, so wie es sich für Bürokratie, die etwas auf sich hielt, gehörte. Doch manchmal war es die Ausnahme von der Regel, die einem das Genick brach. Entsprechend gespannt wartete man denn nun auch auf die Antwort. Als diese schließlich in Binärform eintraf war allgemeines Ausatmen zu vernehmen. Eine positive Bestätigung! <br />
Das Annäherungsmanöver ging der Mannschaft routiniert von der Hand und machte ein Dazutun Grannus überflüssig. Er konnte den Anblick der Welt auf sich wirken lassen. Eine gelbliche Kugel, von urbaner Bebauung wie von Pockennarben gezeichnet. Lediglich auf Äquatorhöhe zeugte ein grünes Band davon dass es dort üppiges Leben gegeben hatte, bevor die Zivilisation etwas dagegen unternahm. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Tastfelder haben Umlauf beendet. <br />
Ganz schön was los da draußen. Über zweihundert Militärschiffe. Subsektorflotte, nicht warpfähig. Der Mond ist als Sperrgebiet ausgewiesen. <br />
Außerdem haben wir da noch vier Freihändler, allerdings keine bekannten Namen darunter. Diverse Frachter, und unklassifizierte Kleinschiffe. Hey...</span>, der Sensoroffizier pfiff durch die Zähne. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Hier sind drei Großraumschiffe. Sektorenflotten, warpfähige Kriegsraumer. Die Morgenröte, Schlachtschiff, Schild des Glaubens, Kreuzer und Marquis le Singir, Trägerschiff. Liegen im Trockendock auf Ringorbit 413 bei 425. Die sind ziemlich weit ab vom Schuss, soviel steht fest. Scheint eine separate Jagdgruppe zu sein.</span><br />
Die Ausführungen des Crewmanns wurden unterbrochen als ein weiterer Servitor verlauten ließ das sich die Liber Null auf den Leitstrahl eingedreht hatte, welcher den Freihändler zum vorgesehenen Gravankerplatz dirigieren würde. Von dort aus durfte der Planet, innerhalb eines zugelassenen Anflugkorridors, bereist werden.  Die Hauptstadt Gohmor war offizieller Knotenpunkt für Gäste und Geschäftsleute anderer Planeten. Und genau dort würde auch die Kontaktperson des Kultes warten. In einem Club der den bezeichnenden Namen "Black Dragon" trug.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Enterschiff der Eldar #1]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=604</link>
			<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 12:09:52 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=97"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=604</guid>
			<description><![CDATA[Lautlos pflügten die drei eleganten Schiffe der Eldar durch den Raum, immer weiter auf das klobige Gegenstück der Menschen zu, das wie ein häßlicher grau-metallischer Klotz im All hing. Jetzt konnte es nicht mehr lange dauern, bis sich die Eldarschife wie Adler auf ihre Beute stürzen und ihre tödliche Fracht in die Körper des menschlichen Stahlriesen hineinströmen lassen würden. <br />
Im Innenraum war das Licht gedämpft und die Gardisten saßen eng aneinandergereiht in ihren Haltevorrichtungen. Viele überprüften ihre Waffen zum dutzendsten Mal oder fummelten an den Einstellungen ihrer Kommunikatoren herum. Ihnen gegenüber bot sich das genaue gegenteilige Bild. Still, wie die Ruhe vor dem Sturm, saßen die Skorpionkrieger auf ihren Plätzen, so als lauerten sie schon jetzt auf ihre Gegner. Im Gegensatz zu den Gardisten hatten sie bereits alle ihre Helme auf und so war es unmöglich ihre Mimik zu lesen. <br />
Nahe dem Enterschott befanden sich die Plätze von Sor'lehan und Shatiri, direkt nebeneinander. Während die Skorpionkrieger eine unnahbare Ruhe ausstrahlten, war der jungen Eldar ihr Unwohlsein deutlich anzusehen. Nicht nur, daß sie seit der Explosion ihres Landungsschiffes und ihrer damit verbundenen Ankunft auf der Soleraillan nicht mehr in eines dieser engen Schiffe gestiegen war, und ihre Erinnerungen an die Tage und Nächte, in denen sie einsam durch den kalten Raum trieb, sie nun erneut heimsuchten, sondern auch die Zweifel über ihren Auftrag nagten an ihrem Gewissen. Sie sollten alles Leben an Bord der Chem-Pan-Sey Schiffe auslöschen. Sicher, der Plan der dahintersteckte und ihre dunklen Vettern in eine tödliche Falle locken sollte war gut durchdacht. Und doch sträubte sich etwas in ihr einfach wahllos zu töten, auch wenn es sich nur um Mon-Keigh dabei handelte. Ja, auch sie hatte in der Vergangenheit gekämpft und war am Tod Anderer mitverantwortlich gewesen, aber da hatte sie ihr Schiff verteidigt oder ihre Kameraden, es war eine Notwendigkeit für ihr Überleben gewesen. Und obwohl die Runenleser auch diese Operation als Notwendigkeit betrachteten, fühlte es sich einfach nicht richtig an.<br />
Shatiri blickte sorgenvoll neben sich zu Sor'lehan auf. Ihr Tuelean hatte sie zwischen ihren Beinen auf den Boden gestellt und hielt es mit der rechten Hand am Lauf. Nur zu gern hätte sie mit Sor'lehan über ihre Gefühle gesprochen, was diesen Einsatz anging, aber sie wusste, daß er als Truppführer andere Sorgen hatte und sie damit nur die Moral ihrer Kameraden untergraben würde. Also ließ sie es bleiben und richtete stattdessen schuldbewußt ihre Augen auf die Bodenplatte vor ihr. <br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color">Noch 10 Sekunden bis zum Andocken an das feindliche Schiff!</span> Gleichzeitig mit dieser Ankündigung schnellten die Halteriegel an ihren Sitzen hoch und Shatiri hielt den Atem an.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Lautlos pflügten die drei eleganten Schiffe der Eldar durch den Raum, immer weiter auf das klobige Gegenstück der Menschen zu, das wie ein häßlicher grau-metallischer Klotz im All hing. Jetzt konnte es nicht mehr lange dauern, bis sich die Eldarschife wie Adler auf ihre Beute stürzen und ihre tödliche Fracht in die Körper des menschlichen Stahlriesen hineinströmen lassen würden. <br />
Im Innenraum war das Licht gedämpft und die Gardisten saßen eng aneinandergereiht in ihren Haltevorrichtungen. Viele überprüften ihre Waffen zum dutzendsten Mal oder fummelten an den Einstellungen ihrer Kommunikatoren herum. Ihnen gegenüber bot sich das genaue gegenteilige Bild. Still, wie die Ruhe vor dem Sturm, saßen die Skorpionkrieger auf ihren Plätzen, so als lauerten sie schon jetzt auf ihre Gegner. Im Gegensatz zu den Gardisten hatten sie bereits alle ihre Helme auf und so war es unmöglich ihre Mimik zu lesen. <br />
Nahe dem Enterschott befanden sich die Plätze von Sor'lehan und Shatiri, direkt nebeneinander. Während die Skorpionkrieger eine unnahbare Ruhe ausstrahlten, war der jungen Eldar ihr Unwohlsein deutlich anzusehen. Nicht nur, daß sie seit der Explosion ihres Landungsschiffes und ihrer damit verbundenen Ankunft auf der Soleraillan nicht mehr in eines dieser engen Schiffe gestiegen war, und ihre Erinnerungen an die Tage und Nächte, in denen sie einsam durch den kalten Raum trieb, sie nun erneut heimsuchten, sondern auch die Zweifel über ihren Auftrag nagten an ihrem Gewissen. Sie sollten alles Leben an Bord der Chem-Pan-Sey Schiffe auslöschen. Sicher, der Plan der dahintersteckte und ihre dunklen Vettern in eine tödliche Falle locken sollte war gut durchdacht. Und doch sträubte sich etwas in ihr einfach wahllos zu töten, auch wenn es sich nur um Mon-Keigh dabei handelte. Ja, auch sie hatte in der Vergangenheit gekämpft und war am Tod Anderer mitverantwortlich gewesen, aber da hatte sie ihr Schiff verteidigt oder ihre Kameraden, es war eine Notwendigkeit für ihr Überleben gewesen. Und obwohl die Runenleser auch diese Operation als Notwendigkeit betrachteten, fühlte es sich einfach nicht richtig an.<br />
Shatiri blickte sorgenvoll neben sich zu Sor'lehan auf. Ihr Tuelean hatte sie zwischen ihren Beinen auf den Boden gestellt und hielt es mit der rechten Hand am Lauf. Nur zu gern hätte sie mit Sor'lehan über ihre Gefühle gesprochen, was diesen Einsatz anging, aber sie wusste, daß er als Truppführer andere Sorgen hatte und sie damit nur die Moral ihrer Kameraden untergraben würde. Also ließ sie es bleiben und richtete stattdessen schuldbewußt ihre Augen auf die Bodenplatte vor ihr. <br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color">Noch 10 Sekunden bis zum Andocken an das feindliche Schiff!</span> Gleichzeitig mit dieser Ankündigung schnellten die Halteriegel an ihren Sitzen hoch und Shatiri hielt den Atem an.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Enterschiff der Eldar (#3)]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=581</link>
			<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 20:18:00 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=160"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=581</guid>
			<description><![CDATA[Angespannt verfolgte Garodyn das Hologramm, auf dem 3 blaue Symbole auf parallelen Kursen dahinrasten. Ihre Ziele waren drei rote Symbole, die sich langsam hintereinander her bewegten. <br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Seltsam</span>, dachte er, <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">3 Frachter ohne Eskorte. Warum bieten uns die Menschen so eine Chance? Hoffentlich laufen wir nicht in eine Falle...</span><br />
<br />
Die schnellen, schlanken Enterschiffe der Eldar lösten ihre Dreierformation auf und nahmen Kurs auf ihre jeweilligen Ziele. <br />
Das Hologramm veränderte sich und zeigte nun das Zielschiff. Die kantige Form und die hellgraue Farbe des imperialen Frachters war das genaue Gegenteil der weichen, farbenfrohen Silhouette des Eldarraumschiffes, das durch die schwarze Kälte des Raums auf sein Ziel zujagte. <br />
<br />
Garodyn zog die Gurte seines Sitzes enger und überprüfte nochmal die Shurikenpistole, die ihm schon so lange gute Dienste leistete. Er steckte sie wieder in das Holster und setzte seinen Helm auf. Dann verschränkte er seine Arme, hörte dem Bordfunk zu und wartete auf den Aufprall:<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">10</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">9</span><br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">8</span><br />
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			<content:encoded><![CDATA[Angespannt verfolgte Garodyn das Hologramm, auf dem 3 blaue Symbole auf parallelen Kursen dahinrasten. Ihre Ziele waren drei rote Symbole, die sich langsam hintereinander her bewegten. <br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Seltsam</span>, dachte er, <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">3 Frachter ohne Eskorte. Warum bieten uns die Menschen so eine Chance? Hoffentlich laufen wir nicht in eine Falle...</span><br />
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Die schnellen, schlanken Enterschiffe der Eldar lösten ihre Dreierformation auf und nahmen Kurs auf ihre jeweilligen Ziele. <br />
Das Hologramm veränderte sich und zeigte nun das Zielschiff. Die kantige Form und die hellgraue Farbe des imperialen Frachters war das genaue Gegenteil der weichen, farbenfrohen Silhouette des Eldarraumschiffes, das durch die schwarze Kälte des Raums auf sein Ziel zujagte. <br />
<br />
Garodyn zog die Gurte seines Sitzes enger und überprüfte nochmal die Shurikenpistole, die ihm schon so lange gute Dienste leistete. Er steckte sie wieder in das Holster und setzte seinen Helm auf. Dann verschränkte er seine Arme, hörte dem Bordfunk zu und wartete auf den Aufprall:<br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">10</span><br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">9</span><br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">8</span><br />
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			<title><![CDATA[Seya´s Ankunft]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=378</link>
			<pubDate>Sun, 22 Feb 2009 21:40:16 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=82"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=378</guid>
			<description><![CDATA[Seya empfand Erleichterung, als das Schiff aus dem Immaterium austrat, sie hatte die Präsenz der Dämonen außerhalb der schützenden Schilde des Schiffes als einen hungrigen Schwarm verspürt. Die Nullschilde hatten bei ihr zudem rasende Kopfschmerzen ausgelöst, beinahe zwei Jahre hatte sie mit diesem mahlenden Schmerz leben müssen, allein eingesperrt in eine winzige Zelle.<br />
Sie spürte wie sich ihr Körper entspannte und ihre Qualen nachließen.<br />
Eine männliche Stimme erklang über einen kleinen Lautsprecher, welcher in die Wand eingelassen war: <br />
<span style="color: orangered;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Wir sind zum erwarteten Zeitpunkt und am uns bestimmten Orte in den Realraum eingetreten, lobet den Imperator für sein weisendes Licht und preiset das Können unserer Navigatoren! In wenigen Tagen erreichen wir Koron III, alle Passagiere für das Koron System mögen sich bereit halten.“</span></span> <br />
Langsam erholte sie sich von den Strapazen der langen Reise, ihr war es ganz recht, das ihr noch einige Stunden Ruhe vergönnt sein würden, bevor sie sich ihrer neuen Aufgabe zu widmen hatte.<br />
Zwei, drei Stunden später öffnete sich das mächtige Schott, welches ihr Gefängnis für die Zeit der Reise verschlossen hatte. Seya hatte bereits damit gerechnet, da die kleine Überwachungskamera im Raum mit einem leisen surren zum Leben erwacht war.<br />
Sie hatte sich daraufhin angekleidet und ein schwer Bewaffneter Wächter war eingetreten und hatte sie in mürrischem Tonfall aufgefordert ihm zu folgen, auf dem Gang gesellten sich weitere Bewaffnete hinzu. <br />
Kaum hatte sie den Korridor betreten, blieb sie stehen und wartete geduldig, bis man ihr die gesegneten Fesseln angelegt hatte, wodurch sich ihr Vorankommen deutlich verlangsamte, es aber ihren Begleitern sichtbar besser behagte.<br />
Bei jedem Schritt, den sie tat klirrten die Ketten leise und es schien eine Ewigkeit zu dauern, bis sie den ersten Gang hinter sich gelassen hatten.<br />
Sie hatte flüchtige Eindrücke der Emotionen jener Männer die sie bewachten, sie waren zu viert; drei von ihnen spürte sie deutlich, ihre Angst, ihr Hass auf etwas Unbekanntes.<br />
Angst und Hass waren mächtige Gefühle und sie waren direkt neben ihr, vielleicht hätte selbst ein Unbegabter ihren Hass gespürt.<br />
Der vierte Mann, war älter als die Anderen, er hinterließ einen abgekämpften Eindruck, Bilder von schlechter Rasur, Traumata und Narben formten ein Echo seiner selbst, er war verschlossener, wenig von seiner Seele drang zu ihr durch, sie konnte nicht sagen was er fühlte, wenn er denn nicht völlig abgestumpft war und es einfach keine Emotionen mehr in ihm gab. <br />
In einiger Entfernung spürte sie weitere Psioniker, allesamt Seelengebunden wie sie, jeder von ihnen leuchtete für sie wie ein Feuer in der Dunkelheit.<br />
Sie durchschritten wortlos weitere Korridore, bis sie vor einem Schott halt machten, welches in einen kleinen Raum führte, kaum mehr als einem Erker in der Außenhaut des Schiffes.<br />
Der Raum war zwar nicht besonders groß, doch er war edel eingerichtet, ein schwerer hölzerner Tisch stand dort, dazu elegante Stühle von antiker Machart, auf dem Tisch befand sich eine Karaffe mit einer bernsteinfarbenen Flüssigkeit.<br />
Aus den riesigen gotischen Fenstern, sah man auf einen Planeten unter sich, eine Welt durch deren Wolkendecke man die Spitze einer Makropole erkennen konnte und ab und an sah man riesige rote Wüstenflächen.<br />
Die Wächter bezogen Stellung entlang der Wände des Zimmers, noch immer hatten sie kein Wort gesprochen, aber Seya verspürte nun eine gewisse Faszination bei den Jüngeren, ob der Aussicht die sie sahen und wieder einmal bedauerte sie, das sie nie wieder etwas sehen würde, was sie mit Erfurcht erfüllen würde.<br />
Schnell verdrängte sie den Gedanken und richtete sich darauf ein zu warten, denn dies war offensichtlich, das sie warteten, auch wenn sie nicht wusste worauf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Seya empfand Erleichterung, als das Schiff aus dem Immaterium austrat, sie hatte die Präsenz der Dämonen außerhalb der schützenden Schilde des Schiffes als einen hungrigen Schwarm verspürt. Die Nullschilde hatten bei ihr zudem rasende Kopfschmerzen ausgelöst, beinahe zwei Jahre hatte sie mit diesem mahlenden Schmerz leben müssen, allein eingesperrt in eine winzige Zelle.<br />
Sie spürte wie sich ihr Körper entspannte und ihre Qualen nachließen.<br />
Eine männliche Stimme erklang über einen kleinen Lautsprecher, welcher in die Wand eingelassen war: <br />
<span style="color: orangered;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Wir sind zum erwarteten Zeitpunkt und am uns bestimmten Orte in den Realraum eingetreten, lobet den Imperator für sein weisendes Licht und preiset das Können unserer Navigatoren! In wenigen Tagen erreichen wir Koron III, alle Passagiere für das Koron System mögen sich bereit halten.“</span></span> <br />
Langsam erholte sie sich von den Strapazen der langen Reise, ihr war es ganz recht, das ihr noch einige Stunden Ruhe vergönnt sein würden, bevor sie sich ihrer neuen Aufgabe zu widmen hatte.<br />
Zwei, drei Stunden später öffnete sich das mächtige Schott, welches ihr Gefängnis für die Zeit der Reise verschlossen hatte. Seya hatte bereits damit gerechnet, da die kleine Überwachungskamera im Raum mit einem leisen surren zum Leben erwacht war.<br />
Sie hatte sich daraufhin angekleidet und ein schwer Bewaffneter Wächter war eingetreten und hatte sie in mürrischem Tonfall aufgefordert ihm zu folgen, auf dem Gang gesellten sich weitere Bewaffnete hinzu. <br />
Kaum hatte sie den Korridor betreten, blieb sie stehen und wartete geduldig, bis man ihr die gesegneten Fesseln angelegt hatte, wodurch sich ihr Vorankommen deutlich verlangsamte, es aber ihren Begleitern sichtbar besser behagte.<br />
Bei jedem Schritt, den sie tat klirrten die Ketten leise und es schien eine Ewigkeit zu dauern, bis sie den ersten Gang hinter sich gelassen hatten.<br />
Sie hatte flüchtige Eindrücke der Emotionen jener Männer die sie bewachten, sie waren zu viert; drei von ihnen spürte sie deutlich, ihre Angst, ihr Hass auf etwas Unbekanntes.<br />
Angst und Hass waren mächtige Gefühle und sie waren direkt neben ihr, vielleicht hätte selbst ein Unbegabter ihren Hass gespürt.<br />
Der vierte Mann, war älter als die Anderen, er hinterließ einen abgekämpften Eindruck, Bilder von schlechter Rasur, Traumata und Narben formten ein Echo seiner selbst, er war verschlossener, wenig von seiner Seele drang zu ihr durch, sie konnte nicht sagen was er fühlte, wenn er denn nicht völlig abgestumpft war und es einfach keine Emotionen mehr in ihm gab. <br />
In einiger Entfernung spürte sie weitere Psioniker, allesamt Seelengebunden wie sie, jeder von ihnen leuchtete für sie wie ein Feuer in der Dunkelheit.<br />
Sie durchschritten wortlos weitere Korridore, bis sie vor einem Schott halt machten, welches in einen kleinen Raum führte, kaum mehr als einem Erker in der Außenhaut des Schiffes.<br />
Der Raum war zwar nicht besonders groß, doch er war edel eingerichtet, ein schwerer hölzerner Tisch stand dort, dazu elegante Stühle von antiker Machart, auf dem Tisch befand sich eine Karaffe mit einer bernsteinfarbenen Flüssigkeit.<br />
Aus den riesigen gotischen Fenstern, sah man auf einen Planeten unter sich, eine Welt durch deren Wolkendecke man die Spitze einer Makropole erkennen konnte und ab und an sah man riesige rote Wüstenflächen.<br />
Die Wächter bezogen Stellung entlang der Wände des Zimmers, noch immer hatten sie kein Wort gesprochen, aber Seya verspürte nun eine gewisse Faszination bei den Jüngeren, ob der Aussicht die sie sahen und wieder einmal bedauerte sie, das sie nie wieder etwas sehen würde, was sie mit Erfurcht erfüllen würde.<br />
Schnell verdrängte sie den Gedanken und richtete sich darauf ein zu warten, denn dies war offensichtlich, das sie warteten, auch wenn sie nicht wusste worauf.]]></content:encoded>
		</item>
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