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		<title><![CDATA[Koron III - Residenzen]]></title>
		<link>https://koron3.de/</link>
		<description><![CDATA[Koron III - https://koron3.de]]></description>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2026 10:36:40 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Fleisch der Verderbten]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=341</link>
			<pubDate>Sun, 14 Nov 2010 00:57:35 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[Er lächelte. Es war dies krankhafte, sanftmütige Lächeln, dieses, welches man von großherzigen Großvätern gewohnt war. Bleckte zahnlose Lippen, während er sich mit langen, spitzen Fingernägeln darüber strich und weiterhin lächelte. Die Haut auf seinen Kuppen war zurückgewichen, das weißliche, knochige trat darunter hervor, die darüberliegenden Schichten waren dünner denn Pergament, wirkten alt, porös, beinahe bröckelig, während er sein Kiefer knackend zurecht schob. Fließende Bewegungen glichen einer hämischen Choreographie, akkurat, dennoch nicht gänzlich einstudiert oder gar fachmännisch in Begrifflichkeiten des Chirurgen. Schnitte welche nicht gemeint waren jemals eine natürliche Regeneration, geschweige denn ein abermaliges, lebendiges Zusammenfüge zu ermöglichen. Tiefe, fleischige, ja manchmal sogar überaus blutige Schnitte, dennoch entsprach jeder einer akribischen Ästhetik, welche nicht frei von künstlicher Schönheit oder Verzückungswürdigkeit war. Dies war Kunst, große Kunst sogar, zu groß für den gewöhnlichen, infamen Proletenverstand jener die es nicht begreifen mochten. Anspannung wich elastischer Zerrissenheit, während sich mikroskopisch verwobene Stränge peitschend um das Instrument schlangen, gleich Lianen um einen ächzenden Stamm. Verständlichkeit war keine Notwendigkeit, nur so viele Menschen suchten immer danach. Alles musste ein Grund, ein Motiv der Handlung haben, nichts konnte aus purer Lust heraus existieren, denn selbst dann, war ja der Ursprung der Handlung letztendlich der Hedonismus, der Genuss der Lust. Ihre kleine, nichtswürdige Geisterwelt war darin gefangen, wie in einer verschneiten Winterlandschaft innerhalb eines Eiskristalls, sorgsam konserviert, rationiert für die Notwendigkeit baldiger Erinnerungen. Und wie oft man sich daran ergötzen konnte, Stunde um Stunde um Stunde. Niemals verblassten irgendwelche simplifizierten Ausschweifungen, wie damals Onkel Hubertus auf der Holzbank gesessen hatte, Pfeife schmauchend, während er aus einem aufgeschlagenen Wälzer vorlas. Die Kinder saßen natürlich zu seinen in dicken Filzpantoffeln steckenden Füßen, auch der Hund hatte sich herbei gekuschelt, eingerollt das gerade die Schweifspitze die Schnauze berühren konnte, während Tante Agathe gerade frischen Tee heran brachte und ihr freundlichstes Dankeschön-Gesicht aufgesetzt hatte. Inzwischen löste sich allmählich Haar und Haut von Fleisch und Bein, ein verächtliches, beinahe erstickendes Grunzen war zu vernehmen, während die immer noch zuckende Zunge über den Kehlkopf strich, nichts wissend vom vormaligen Kieferknochen welcher sich hätte an anderer Stelle befinden müssen. Sein geschwungener Halbmond lag ja dort drüben, gemeinsam mit seinen anderen, wertlos emotionalen Habseligkeiten, sowie Gewändern, Feuerzeug als Erinnerung, Brieftasche und anderem Tand. Die Schuhe lagen sauber aneinander gestellt zwischen dem Schreibtisch und der Kommode, in welcher er für gewöhnlich seine diversen Schreibutensilien aufbewahrt hatte. Direkt auf der Ablage zerstreuten sich offensichtlich gut “frequentierte” Dokumente, Besitzurkunden und Schuldscheine, uneingelöst von seiner Partei. Der schnörkelhaften Unterschriften darauf mochten echt sein oder auch nicht, letztendlich war es genauso einerlei wie die Tatsache das sein höchsteigener Leibwächter sich eben noch über mangelnde Bewusstseinsfähigkeit beschweren mochte. Im krampfhaften Zusammenzucken krallte sich eine ausgestreckte Hand in die jeweils andere, während sich ein silberner Draht regelrecht in die geknechteten Unterarme trieb. Unmerklich, beinahe schmerzlos trennte sich sein persönliches Antlitz von dessen ursprünglichen Horst, ein Stupfen, ein sorgsames, vorsichtiges Reißen, gerade mal genug das verweichlichtes, fettiges Gewebe von Fleisch und Knochen gelöst werden mochte. Schmatzend, glitschig kroch es nieder, während sich dies unsäglich zart erwärmende Gefühl über Wangen, abwesende Kinnlade und Hals ausbreitete. Er war gebrochen, ein für alle Mal, seine Feinde hatten obsiegt und all der Einfluss, Reichtum und Prunk wart wie ausgelöscht, vor seinem geistigen Auge widerspiegelte sich sein allzeit durchlebter, dynamischer Werdegang, vom einfachsten Muttersöhnchen hin zum industriellen Magnaten. Verspürte glühende Qual, im Angesicht seiner ersten Liebe nahe dem Herzen, während er drehende Gedärme “riechen” konnte während sie ihn verließ. Konnte am Ohr gar den ersten, lieblichen Freudenschrei seiner Jüngsten vernehmen, während über seine Fingerspitzen die weiche, unbefleckte Haut deren Mutter glitt. Seinen Lippen war es als koste er abermals die dargebotenen Speisen beim Empfang des Hohen Herrn selbst, und just da zerrissen ihm jener Bänder welche allesamt hielten und das wo er hauste, ergoss sich qualmend, schwer vom Inhalt über den teuren Brokat mit welchem das schmale Kabinett ausgelegt war. Zusammenhangslos rollte sich der klebrige, feuchte Zungenlappen ein, wollte artikulieren, wo doch nichts mehr zu artikulieren war. Und dann verging alles, fing Flammen, wurde verzehrt und wandelte sich zu Rauch, Asche und Vergessenheit. Kunst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Er lächelte. Es war dies krankhafte, sanftmütige Lächeln, dieses, welches man von großherzigen Großvätern gewohnt war. Bleckte zahnlose Lippen, während er sich mit langen, spitzen Fingernägeln darüber strich und weiterhin lächelte. Die Haut auf seinen Kuppen war zurückgewichen, das weißliche, knochige trat darunter hervor, die darüberliegenden Schichten waren dünner denn Pergament, wirkten alt, porös, beinahe bröckelig, während er sein Kiefer knackend zurecht schob. Fließende Bewegungen glichen einer hämischen Choreographie, akkurat, dennoch nicht gänzlich einstudiert oder gar fachmännisch in Begrifflichkeiten des Chirurgen. Schnitte welche nicht gemeint waren jemals eine natürliche Regeneration, geschweige denn ein abermaliges, lebendiges Zusammenfüge zu ermöglichen. Tiefe, fleischige, ja manchmal sogar überaus blutige Schnitte, dennoch entsprach jeder einer akribischen Ästhetik, welche nicht frei von künstlicher Schönheit oder Verzückungswürdigkeit war. Dies war Kunst, große Kunst sogar, zu groß für den gewöhnlichen, infamen Proletenverstand jener die es nicht begreifen mochten. Anspannung wich elastischer Zerrissenheit, während sich mikroskopisch verwobene Stränge peitschend um das Instrument schlangen, gleich Lianen um einen ächzenden Stamm. Verständlichkeit war keine Notwendigkeit, nur so viele Menschen suchten immer danach. Alles musste ein Grund, ein Motiv der Handlung haben, nichts konnte aus purer Lust heraus existieren, denn selbst dann, war ja der Ursprung der Handlung letztendlich der Hedonismus, der Genuss der Lust. Ihre kleine, nichtswürdige Geisterwelt war darin gefangen, wie in einer verschneiten Winterlandschaft innerhalb eines Eiskristalls, sorgsam konserviert, rationiert für die Notwendigkeit baldiger Erinnerungen. Und wie oft man sich daran ergötzen konnte, Stunde um Stunde um Stunde. Niemals verblassten irgendwelche simplifizierten Ausschweifungen, wie damals Onkel Hubertus auf der Holzbank gesessen hatte, Pfeife schmauchend, während er aus einem aufgeschlagenen Wälzer vorlas. Die Kinder saßen natürlich zu seinen in dicken Filzpantoffeln steckenden Füßen, auch der Hund hatte sich herbei gekuschelt, eingerollt das gerade die Schweifspitze die Schnauze berühren konnte, während Tante Agathe gerade frischen Tee heran brachte und ihr freundlichstes Dankeschön-Gesicht aufgesetzt hatte. Inzwischen löste sich allmählich Haar und Haut von Fleisch und Bein, ein verächtliches, beinahe erstickendes Grunzen war zu vernehmen, während die immer noch zuckende Zunge über den Kehlkopf strich, nichts wissend vom vormaligen Kieferknochen welcher sich hätte an anderer Stelle befinden müssen. Sein geschwungener Halbmond lag ja dort drüben, gemeinsam mit seinen anderen, wertlos emotionalen Habseligkeiten, sowie Gewändern, Feuerzeug als Erinnerung, Brieftasche und anderem Tand. Die Schuhe lagen sauber aneinander gestellt zwischen dem Schreibtisch und der Kommode, in welcher er für gewöhnlich seine diversen Schreibutensilien aufbewahrt hatte. Direkt auf der Ablage zerstreuten sich offensichtlich gut “frequentierte” Dokumente, Besitzurkunden und Schuldscheine, uneingelöst von seiner Partei. Der schnörkelhaften Unterschriften darauf mochten echt sein oder auch nicht, letztendlich war es genauso einerlei wie die Tatsache das sein höchsteigener Leibwächter sich eben noch über mangelnde Bewusstseinsfähigkeit beschweren mochte. Im krampfhaften Zusammenzucken krallte sich eine ausgestreckte Hand in die jeweils andere, während sich ein silberner Draht regelrecht in die geknechteten Unterarme trieb. Unmerklich, beinahe schmerzlos trennte sich sein persönliches Antlitz von dessen ursprünglichen Horst, ein Stupfen, ein sorgsames, vorsichtiges Reißen, gerade mal genug das verweichlichtes, fettiges Gewebe von Fleisch und Knochen gelöst werden mochte. Schmatzend, glitschig kroch es nieder, während sich dies unsäglich zart erwärmende Gefühl über Wangen, abwesende Kinnlade und Hals ausbreitete. Er war gebrochen, ein für alle Mal, seine Feinde hatten obsiegt und all der Einfluss, Reichtum und Prunk wart wie ausgelöscht, vor seinem geistigen Auge widerspiegelte sich sein allzeit durchlebter, dynamischer Werdegang, vom einfachsten Muttersöhnchen hin zum industriellen Magnaten. Verspürte glühende Qual, im Angesicht seiner ersten Liebe nahe dem Herzen, während er drehende Gedärme “riechen” konnte während sie ihn verließ. Konnte am Ohr gar den ersten, lieblichen Freudenschrei seiner Jüngsten vernehmen, während über seine Fingerspitzen die weiche, unbefleckte Haut deren Mutter glitt. Seinen Lippen war es als koste er abermals die dargebotenen Speisen beim Empfang des Hohen Herrn selbst, und just da zerrissen ihm jener Bänder welche allesamt hielten und das wo er hauste, ergoss sich qualmend, schwer vom Inhalt über den teuren Brokat mit welchem das schmale Kabinett ausgelegt war. Zusammenhangslos rollte sich der klebrige, feuchte Zungenlappen ein, wollte artikulieren, wo doch nichts mehr zu artikulieren war. Und dann verging alles, fing Flammen, wurde verzehrt und wandelte sich zu Rauch, Asche und Vergessenheit. Kunst.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Anwesen von Haster Siris]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=665</link>
			<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 00:04:50 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=179"></a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[Hasters Anwesen lag im oberen Teil des Palastes. Auch wenn er selbst bisher kaum etwas  vorzuweisen hatte was dies gerechtfertigt hätte, besaßen seine Eltern doch großen Einfluss und verschafften ihm diese Residenz. Sie war groß und geräumig, und auch wenn sie nicht mit dem Prunk manch anderer mithalten konnte, so war sie doch ein erhabener Anblick.<br />
Nur ausgestattet mit ausgesuchten Möbeln der bekanntesten Designer. Überall hingen Kunstwerke von berühmten Malern, und wertvolle Teppiche in viollet und grün verzierten die Wände. Nirgendwo war von den Beratern seiner Familie gespart worden, als diese die Räumlichkeiten eingerichtet hatten. "Eines Siris würdig" hatten sie es genannt. <br />
Doch einer der Räume stach deutlich aus diesem Bild von Reichtum und Pracht heraus. Ein paar schlichte Möbel, ein Bett, ein Schrank, ein Schreibtisch. Dies war Hasters Zuflucht. Hierhin zog er sich zurück aus der Welt des Adels, und aus den trostlosen Laboratorien des Hauses. Zwischen all der Pracht seines Anwesens war dies der einzige Ort an dem er sich entspannen konnten und an dem er sich sicher fühlte.<br />
<br />
Schmale Lichtstreifen fielen durch die heruntergelassenen Rolladen auf das Gesicht eines Jungen Mannes. Es war Abend, und das letzte Tageslicht schien durch die großen Fenster, welche die gesamte Wand einnahmen. Haster lag regungslos auf seinem Bett, doch er schlief nicht. Er überlegt, dachte nach. Ließ sein Leben reveau passieren.<br />
So verharrte er noch einige Minuten bis er schließlich, von neuem Tatendrang erfasst, aufsprang. Er lief zu seinem Schreibtisch hinüber, holte seine Pistole hervor, kramte seine Creditkarte aus einer der überfüllten Schubladen,  und griff sich das Shirt welches über der Lehne des Stuhles lag. Er zog es sich über seinen nackten Oberkörper und machte sich bereit zu gehen. Denn bevor er das Haus offiziel verlassen durfte musste er noch eine Sache erledigen. Es war nicht leicht für ihn, und nachdem er den pompösen Flur seines Anwesens durchschritten, und die Tür erreicht hatte zögerte er kurz. Er war unsicher, schwankte. Eine einzelne Schweißperle lief seine Schläfe hinunter, doch er wusste, dass er diesen Schritt gehen musste. Er atmete noch einmal tief durch, und überwand sich schließlich. Er öffnete die Tür und betrat den hell erleuchteten Korridor. Ohne zurückzublicken verschloss er die Tür hinter sich und machte sich auf den Weg zu seinem Ziel. <br />
- Dem Büro seines Vaters.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Hasters Anwesen lag im oberen Teil des Palastes. Auch wenn er selbst bisher kaum etwas  vorzuweisen hatte was dies gerechtfertigt hätte, besaßen seine Eltern doch großen Einfluss und verschafften ihm diese Residenz. Sie war groß und geräumig, und auch wenn sie nicht mit dem Prunk manch anderer mithalten konnte, so war sie doch ein erhabener Anblick.<br />
Nur ausgestattet mit ausgesuchten Möbeln der bekanntesten Designer. Überall hingen Kunstwerke von berühmten Malern, und wertvolle Teppiche in viollet und grün verzierten die Wände. Nirgendwo war von den Beratern seiner Familie gespart worden, als diese die Räumlichkeiten eingerichtet hatten. "Eines Siris würdig" hatten sie es genannt. <br />
Doch einer der Räume stach deutlich aus diesem Bild von Reichtum und Pracht heraus. Ein paar schlichte Möbel, ein Bett, ein Schrank, ein Schreibtisch. Dies war Hasters Zuflucht. Hierhin zog er sich zurück aus der Welt des Adels, und aus den trostlosen Laboratorien des Hauses. Zwischen all der Pracht seines Anwesens war dies der einzige Ort an dem er sich entspannen konnten und an dem er sich sicher fühlte.<br />
<br />
Schmale Lichtstreifen fielen durch die heruntergelassenen Rolladen auf das Gesicht eines Jungen Mannes. Es war Abend, und das letzte Tageslicht schien durch die großen Fenster, welche die gesamte Wand einnahmen. Haster lag regungslos auf seinem Bett, doch er schlief nicht. Er überlegt, dachte nach. Ließ sein Leben reveau passieren.<br />
So verharrte er noch einige Minuten bis er schließlich, von neuem Tatendrang erfasst, aufsprang. Er lief zu seinem Schreibtisch hinüber, holte seine Pistole hervor, kramte seine Creditkarte aus einer der überfüllten Schubladen,  und griff sich das Shirt welches über der Lehne des Stuhles lag. Er zog es sich über seinen nackten Oberkörper und machte sich bereit zu gehen. Denn bevor er das Haus offiziel verlassen durfte musste er noch eine Sache erledigen. Es war nicht leicht für ihn, und nachdem er den pompösen Flur seines Anwesens durchschritten, und die Tür erreicht hatte zögerte er kurz. Er war unsicher, schwankte. Eine einzelne Schweißperle lief seine Schläfe hinunter, doch er wusste, dass er diesen Schritt gehen musste. Er atmete noch einmal tief durch, und überwand sich schließlich. Er öffnete die Tür und betrat den hell erleuchteten Korridor. Ohne zurückzublicken verschloss er die Tür hinter sich und machte sich auf den Weg zu seinem Ziel. <br />
- Dem Büro seines Vaters.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Loca Obscuritas]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=566</link>
			<pubDate>Sat, 23 Jan 2010 15:29:34 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=151"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=566</guid>
			<description><![CDATA[Die Dunkelheit lastete schwer auf der großzügigen Residenz nahe dem Zentrum des sirischen Palastes. Kein Fenster führte nach außen und ermöglichte die Sicht auf den grandiosen Ausblick von den Spitzen des Makropolturms. Wollte man von den Gängen des Palastes in die Residenz eintreten, stand man vor einer schweren, schwarzen Doppeltüre auf der in silbrig glänzenden Ziselierungen aus dem marsianischen Erz das Symbol des Adeptus Astra Telepathica prangte, das große I mit einem, von einem Sternenkranz umrahmten, Auge. Der hinter der Tür liegende Flur lag in vollkommener Schwärze und nur das durch die geöffnete Tür eindringende Licht erhellte die an der Wand stehende Kommode, auf welcher in den spärlichen Lichtstrahlen Kristalle in allen Farben leuchteten. Trat man auf die zweite Tür zu, die aus dem Flur in die eigentliche Residenz führte, fiel die schwere Eingangstüre, mit der Unterstützung eines leises summenden Motors wieder ins Schloss und hüllte jeden in einer undurchdringliche Dunkelheit. Die schlichte, vollkommen glatte, zweite Doppeltüre führte in einen Raum, dessen Größe man nicht sehen, sondern nur fühlen konnte. Genau in der Mitte des Raumes stand, schemenhaft erkennbar, ein großer Schreibtisch, flankiert von zwei großen Cogiatoren in Form von Statuen des Imperators und Malcadors. Der Raum war eine Mischung aus Audienzsaal und Arbeitsplatz des Astropathen. Aus diesem Grund hatten die archaischen Rechenmaschinen keine Bedienoberfläche sondern nur vier lange Kabel, die es, mit den entsprechenden Anschlüssen, ermöglichten direkt Teil des Systems zu werden.<br />
Eine Türe, deren Existenz zwar bekannt war, deren Lage in der Dunkelheit aber nur der Bewohner selbst kannte, führte weiter in die kleinen privaten Gemächer der Residenz. Selbst mit Licht wäre es schwer diese, in der Wand versteckte Türe, zu finden. Die ganze Residenz wies weder Lichtquellen noch Schalter auf um solche zu aktivieren. Es war eine Wohnung zurechtgeschnitten auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten von blinden Psionikern und nur weniger Personen, die die Residenz öfters aufsuchten, konnten sich in der Schwärze einigermaßen zurechtfinden. Für jeden, der zum ersten Mal in den großen Saal trat, war die Dunkelheit gepaart mit dem Verlust aller Bezugspunkte in der Größe des Raumes, einer Verunsicherung ausgesetzt, die es einem geschulten Psioniker erlaubten, gewisse Schlüsse aus Geist und Verhalten des Ankömmlings zu ziehen.<br />
<br />
In diesem Moment saß Ariel an dem schweren Schreibtisch, der selbst im Licht schwarz gewesen wäre, und führte die langen knochigen Finger mit einer Feder in schnellen und gewagten Strichen über ein Stück Pergament. Die langen metallischen Schläuche, die in den Anschlüssen an seinem Kopf endeten, zuckten unberechenbar in der Luft, als die psionische Energie sie durchfloss und ihre unsichtbaren Fäden ausstreckte um die schwachen Signale von anderen Welten einzufangen. Ariels Geist erstreckte sich mehrere Kilometer über der Spitze des Makropolturmes und filterte die Nachrichten anderer Astropathen nach verwertbarem, wichtigen und konkret für das Haus Siris bestimmten. Gleichzeitig fühlte er die ungleich mächtigere Präsens des Meisterastropathen des Adelshauses, der ebenfalls seiner Arbeit nachging und die gleiche Aufgabe wie Ariel erfüllte, nur ungleich schneller und effizienter.<br />
Langsam füllten sich die Tagesspeicher der Rechenmaschinen und die Adepten und Diener des Hauses würden wieder die Nacht damit verbringen, die eingefangenen Bilder mit Hilfe der gewaltigen sirischen Archive zu dekodieren und für einen normalen Menschen verständlich zu machen. Die Bilder, die Ariel auf den schweren Pergamentbogen bannte, waren spezielle Nachrichten, die nicht ihren Weg in die Speicher und damit in die Augen Uneingeweihter finden sollten. Diese Bilder waren nur für wenige wissende Augen bestimmt und wissen in den falschen Händen konnte gefährlich werden.<br />
<br />
Obwohl sich Ariels Geist über der Makropole weit aufgefächert befand, verblieben immer kleine Schlangen seines psionischen Sinnes in der Residenz. Diese unsichtbaren, aber von empfindlichen Menschen spürbaren Machtfäden trieben ruhig vor der großen Doppeltüre um Ariel vor Ankömmlingen zu warnen. Gerade jetzt erfasste der Sinn des Psionikers einen Ankömmling, der die äußere Türe öffnete und verwundert stehen blieb. Wohl auf der Suche nach einem Lichtschalter. Langsam und ohne unwürdige Hektik begann Ariel damit seinen Geist wieder zu sammeln. Mit sicheren Bewegungen löste er die Verbindung zu den Rechenmaschinen und verstaute die losen Pergamentbögen in einer der Schubladen des Schreibtisches. Das Leuchten verschwand aus Ariels Augen und der große Saal fiel in vollkommene Dunkelheit.<br />
Gleich würden sich die inneren Flügel der Türe öffnen…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Dunkelheit lastete schwer auf der großzügigen Residenz nahe dem Zentrum des sirischen Palastes. Kein Fenster führte nach außen und ermöglichte die Sicht auf den grandiosen Ausblick von den Spitzen des Makropolturms. Wollte man von den Gängen des Palastes in die Residenz eintreten, stand man vor einer schweren, schwarzen Doppeltüre auf der in silbrig glänzenden Ziselierungen aus dem marsianischen Erz das Symbol des Adeptus Astra Telepathica prangte, das große I mit einem, von einem Sternenkranz umrahmten, Auge. Der hinter der Tür liegende Flur lag in vollkommener Schwärze und nur das durch die geöffnete Tür eindringende Licht erhellte die an der Wand stehende Kommode, auf welcher in den spärlichen Lichtstrahlen Kristalle in allen Farben leuchteten. Trat man auf die zweite Tür zu, die aus dem Flur in die eigentliche Residenz führte, fiel die schwere Eingangstüre, mit der Unterstützung eines leises summenden Motors wieder ins Schloss und hüllte jeden in einer undurchdringliche Dunkelheit. Die schlichte, vollkommen glatte, zweite Doppeltüre führte in einen Raum, dessen Größe man nicht sehen, sondern nur fühlen konnte. Genau in der Mitte des Raumes stand, schemenhaft erkennbar, ein großer Schreibtisch, flankiert von zwei großen Cogiatoren in Form von Statuen des Imperators und Malcadors. Der Raum war eine Mischung aus Audienzsaal und Arbeitsplatz des Astropathen. Aus diesem Grund hatten die archaischen Rechenmaschinen keine Bedienoberfläche sondern nur vier lange Kabel, die es, mit den entsprechenden Anschlüssen, ermöglichten direkt Teil des Systems zu werden.<br />
Eine Türe, deren Existenz zwar bekannt war, deren Lage in der Dunkelheit aber nur der Bewohner selbst kannte, führte weiter in die kleinen privaten Gemächer der Residenz. Selbst mit Licht wäre es schwer diese, in der Wand versteckte Türe, zu finden. Die ganze Residenz wies weder Lichtquellen noch Schalter auf um solche zu aktivieren. Es war eine Wohnung zurechtgeschnitten auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten von blinden Psionikern und nur weniger Personen, die die Residenz öfters aufsuchten, konnten sich in der Schwärze einigermaßen zurechtfinden. Für jeden, der zum ersten Mal in den großen Saal trat, war die Dunkelheit gepaart mit dem Verlust aller Bezugspunkte in der Größe des Raumes, einer Verunsicherung ausgesetzt, die es einem geschulten Psioniker erlaubten, gewisse Schlüsse aus Geist und Verhalten des Ankömmlings zu ziehen.<br />
<br />
In diesem Moment saß Ariel an dem schweren Schreibtisch, der selbst im Licht schwarz gewesen wäre, und führte die langen knochigen Finger mit einer Feder in schnellen und gewagten Strichen über ein Stück Pergament. Die langen metallischen Schläuche, die in den Anschlüssen an seinem Kopf endeten, zuckten unberechenbar in der Luft, als die psionische Energie sie durchfloss und ihre unsichtbaren Fäden ausstreckte um die schwachen Signale von anderen Welten einzufangen. Ariels Geist erstreckte sich mehrere Kilometer über der Spitze des Makropolturmes und filterte die Nachrichten anderer Astropathen nach verwertbarem, wichtigen und konkret für das Haus Siris bestimmten. Gleichzeitig fühlte er die ungleich mächtigere Präsens des Meisterastropathen des Adelshauses, der ebenfalls seiner Arbeit nachging und die gleiche Aufgabe wie Ariel erfüllte, nur ungleich schneller und effizienter.<br />
Langsam füllten sich die Tagesspeicher der Rechenmaschinen und die Adepten und Diener des Hauses würden wieder die Nacht damit verbringen, die eingefangenen Bilder mit Hilfe der gewaltigen sirischen Archive zu dekodieren und für einen normalen Menschen verständlich zu machen. Die Bilder, die Ariel auf den schweren Pergamentbogen bannte, waren spezielle Nachrichten, die nicht ihren Weg in die Speicher und damit in die Augen Uneingeweihter finden sollten. Diese Bilder waren nur für wenige wissende Augen bestimmt und wissen in den falschen Händen konnte gefährlich werden.<br />
<br />
Obwohl sich Ariels Geist über der Makropole weit aufgefächert befand, verblieben immer kleine Schlangen seines psionischen Sinnes in der Residenz. Diese unsichtbaren, aber von empfindlichen Menschen spürbaren Machtfäden trieben ruhig vor der großen Doppeltüre um Ariel vor Ankömmlingen zu warnen. Gerade jetzt erfasste der Sinn des Psionikers einen Ankömmling, der die äußere Türe öffnete und verwundert stehen blieb. Wohl auf der Suche nach einem Lichtschalter. Langsam und ohne unwürdige Hektik begann Ariel damit seinen Geist wieder zu sammeln. Mit sicheren Bewegungen löste er die Verbindung zu den Rechenmaschinen und verstaute die losen Pergamentbögen in einer der Schubladen des Schreibtisches. Das Leuchten verschwand aus Ariels Augen und der große Saal fiel in vollkommene Dunkelheit.<br />
Gleich würden sich die inneren Flügel der Türe öffnen…]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Laboratorium des Dr. Schinder]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=165</link>
			<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 21:33:52 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=26"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=165</guid>
			<description><![CDATA[Zufrieden ließ der Doktor seine Blick über die Einrichtung gleiten. Alles glänzten in Chrom und neutralem Weiß. Die Luft wurde permanent gereinigt was sie in angenehme Bewegung versetzte. Über allem lag ein leichte Geruch nach Desinfektionsmitteln. Siris hatte sich wahrlich nicht lumpen lassen bei der Einrichtung seines neuen Arbeits- und Wohnbereich. Das sie dies nicht aus Liebe zur zwanglosen Forschung taten war dem Doktor vollkommen bewusst. Man erwartete Ergebnisse und Schinder war sicher das er sie liefern konnte. Betrachtete er doch diesen Druck nicht als Belastung, sondern als Ansporn. Bedächtig lief er in die Mitte des hohen, kreisrunden Raum. In der Mitte standen mehrere Operationstischen, aus makellosem Stahl, die Blutrinnen noch nie mit der roten Flüssigkeit benetzt. Der Roboter, der über den Tische hing, erinnerte an eine lauernde Spinne, wenn er auch über wesentlich mehr Beine verfügte. Klingen, Spritzen, Knochensägen und Absaugröhrchen standen an biegsamen Gelenken bereit um einfache Arbeiten zu übernehmen. Es verwunderte den Doktor ein wenig das man keine Servitoren für derartige Aufgaben zu verwenden pflegte. Doch seine neuen Förderer schiene ohnehin nicht viel von diesen Halbmenschen zu halten. Das sie sich bei ihren Helfern auf rein mechanische Unterstützung verließen konnte beim Adeptus Mechanikus nicht gerade auf besonderes Verständnis treffen. Die Maschinenpriester des Mars wachten neidisch über ihr technologisches Monopol und waren darauf bedacht das es ihnen niemand streitig machte. <br />
Schinder schritt weiter, ließ seinen Blick über den Laufgang wandern der in einiger Höhe an Ketten hing und den Zugang zu den Arbeitsalkoven und seinem Wohnbereich gestattete. Hier unten war alles auf Operationen ausgelegt. Tische mit feinsten Arbeitsgeräten, Analysemonitore, eine Stasikammer, sicher die teuerste die er in den letzten Jahrzehnten gesehen hatte. Alles strahlte in seiner Neuwertigkeit eine, beinahe sakrale Jungfräulichkeit aus. In stiller Erwartung der  großen Dinge die hier geschehen würden. <br />
Die Erker, auf der Höhe des Laufsteges, enthielt alles was für langwierigere Forschung nötig war und bei Eingriffen nur im Weg stehen würde. Mikroskope, Zentrifugen, Rechner und vieles mehr. <br />
Ein wirklich durchdachtes Laborkonzept. <br />
Schinder erstieg die Wendeltreppe und kam auf den Laufgang. Die Ketten klirrten Leise und der luftige Weg schwankte ein wenig. Ohne auf die Bewegung zu achten wanderte er an der gespannten Kette, die als Geländer diente, entlang. Ließ seinen Blick in die Tiefe gleiten und erfreute sich an dem Anblick schnörkelloser Funktionalität. <br />
Schließlich erreichte er die Tür zum Wohnbereich. In der weißen, mit Kunststoff überzogenen Wand, wollte die Tür nicht recht passen. Sie war mit dunkelrotem Leder bespannt, gesteppt wie bei einem Sofa, oder besser wie bei einer Gummizelle. Schinder hatte seine persönlichen Wünsche geäußert und man hatte sie ihm klaglos erfüllt. Ein weiteres Zeichen dafür wie wichtig seine Fähigkeiten für das Haus zu seien schienen. Er stieß die Pforte auf und betrat einen Raum, wie er keinen größeren Kontrast zum Labor hätte bilden könnten. Seidentapeten und antike Möblierung. Ein wuchtiger Schreibtisch so wie gut gefüllte Bücherregale, ein Bett in einer Nische. Doch auch hier ließ sich der ewige Forscher nicht leugnen. Eine Pult mit Pülverchen und Tinkturen muteten mehr alchemistisch dann wissenschaftlich an. Dennoch hatte man auch bei diesen Dingen nicht nach dem Zweck gefragt sondern sie einfach herangeschafft. <br />
Zufrieden nickte Doktor Schinder. <br />
Wahrlich perfekte Vorraussetzungen für seine ehrgeizigen Vorhaben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Zufrieden ließ der Doktor seine Blick über die Einrichtung gleiten. Alles glänzten in Chrom und neutralem Weiß. Die Luft wurde permanent gereinigt was sie in angenehme Bewegung versetzte. Über allem lag ein leichte Geruch nach Desinfektionsmitteln. Siris hatte sich wahrlich nicht lumpen lassen bei der Einrichtung seines neuen Arbeits- und Wohnbereich. Das sie dies nicht aus Liebe zur zwanglosen Forschung taten war dem Doktor vollkommen bewusst. Man erwartete Ergebnisse und Schinder war sicher das er sie liefern konnte. Betrachtete er doch diesen Druck nicht als Belastung, sondern als Ansporn. Bedächtig lief er in die Mitte des hohen, kreisrunden Raum. In der Mitte standen mehrere Operationstischen, aus makellosem Stahl, die Blutrinnen noch nie mit der roten Flüssigkeit benetzt. Der Roboter, der über den Tische hing, erinnerte an eine lauernde Spinne, wenn er auch über wesentlich mehr Beine verfügte. Klingen, Spritzen, Knochensägen und Absaugröhrchen standen an biegsamen Gelenken bereit um einfache Arbeiten zu übernehmen. Es verwunderte den Doktor ein wenig das man keine Servitoren für derartige Aufgaben zu verwenden pflegte. Doch seine neuen Förderer schiene ohnehin nicht viel von diesen Halbmenschen zu halten. Das sie sich bei ihren Helfern auf rein mechanische Unterstützung verließen konnte beim Adeptus Mechanikus nicht gerade auf besonderes Verständnis treffen. Die Maschinenpriester des Mars wachten neidisch über ihr technologisches Monopol und waren darauf bedacht das es ihnen niemand streitig machte. <br />
Schinder schritt weiter, ließ seinen Blick über den Laufgang wandern der in einiger Höhe an Ketten hing und den Zugang zu den Arbeitsalkoven und seinem Wohnbereich gestattete. Hier unten war alles auf Operationen ausgelegt. Tische mit feinsten Arbeitsgeräten, Analysemonitore, eine Stasikammer, sicher die teuerste die er in den letzten Jahrzehnten gesehen hatte. Alles strahlte in seiner Neuwertigkeit eine, beinahe sakrale Jungfräulichkeit aus. In stiller Erwartung der  großen Dinge die hier geschehen würden. <br />
Die Erker, auf der Höhe des Laufsteges, enthielt alles was für langwierigere Forschung nötig war und bei Eingriffen nur im Weg stehen würde. Mikroskope, Zentrifugen, Rechner und vieles mehr. <br />
Ein wirklich durchdachtes Laborkonzept. <br />
Schinder erstieg die Wendeltreppe und kam auf den Laufgang. Die Ketten klirrten Leise und der luftige Weg schwankte ein wenig. Ohne auf die Bewegung zu achten wanderte er an der gespannten Kette, die als Geländer diente, entlang. Ließ seinen Blick in die Tiefe gleiten und erfreute sich an dem Anblick schnörkelloser Funktionalität. <br />
Schließlich erreichte er die Tür zum Wohnbereich. In der weißen, mit Kunststoff überzogenen Wand, wollte die Tür nicht recht passen. Sie war mit dunkelrotem Leder bespannt, gesteppt wie bei einem Sofa, oder besser wie bei einer Gummizelle. Schinder hatte seine persönlichen Wünsche geäußert und man hatte sie ihm klaglos erfüllt. Ein weiteres Zeichen dafür wie wichtig seine Fähigkeiten für das Haus zu seien schienen. Er stieß die Pforte auf und betrat einen Raum, wie er keinen größeren Kontrast zum Labor hätte bilden könnten. Seidentapeten und antike Möblierung. Ein wuchtiger Schreibtisch so wie gut gefüllte Bücherregale, ein Bett in einer Nische. Doch auch hier ließ sich der ewige Forscher nicht leugnen. Eine Pult mit Pülverchen und Tinkturen muteten mehr alchemistisch dann wissenschaftlich an. Dennoch hatte man auch bei diesen Dingen nicht nach dem Zweck gefragt sondern sie einfach herangeschafft. <br />
Zufrieden nickte Doktor Schinder. <br />
Wahrlich perfekte Vorraussetzungen für seine ehrgeizigen Vorhaben.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=112</link>
			<pubDate>Wed, 13 Aug 2008 15:22:23 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=112</guid>
			<description><![CDATA[Alexandra Swendin war eine viel beschäftigte Frau. Als Abteilungsleiterin der Siris- Öffentlichkeitsarbeit hatte sie das zweifelhafte Vergnügen sämtliche Bettelschriften und Spendenanfragen zu sichten, die ihre untergeordneten Stellen für lesenswert erachteten. Es waren eine Menge und das obwohl bereits ein Großteil vor ihrem Schreibtisch Bekanntschaft mit dem Reißwolf machte. Scheinbar war jeder Wissenschaftler und selbsternannte Forscher dem Irrglauben erlegen das, dass Haus Siris nichts besseres zu tun hatte als mit Fördergeldern um sich zu werfen. Die meisten Schreiben überflog sie gelangweilt und beförderte sie ins Altpapier. Bei größeren Gesellschaften oder Firmen mit denen sie in Kontakt standen setzte sie ein freundliches, aber eindeutiges Schreiben auf. Nur sehr, sehr selten war eine Sache es wert das sie ihren Inhalt weiterleitete. <br />
Heute jedoch schien nichts dabei zu sein. Den Kopf auf eine Hand gestützt ging sie die Anfragen durch.  <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"> Nein…</span> Der Brief landete im Zerkleinerer, <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Nein… </span> Sie zerknüllte das Schreiben und versuchte den Zerkleinerer am anderen Ende ihres Büros zu treffen. Leider daneben. Auch der nächste Wurf ging fehl. Das dritte Gesuch um Förderung traf das Ziel fast. Sie brauchte eines auf schwerem Papier. Während der kleine Reinigungsservitor gehorsam die Fehlwürfe aufsammelte suchte Alexandra den Papierberg durch. <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"> Nein zu leicht… zu leicht… das hier vielleicht. Von diesem Schinder </span> <br />
Grade wollte sie es zusammenknüllen als der Name etwas in ihrer Erinnerung berührte. <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Schinder?</span> Sie lass genauer. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Doktor Josef Schinder.</span><br />
Als Sachbearbeiterin von solcher Wichtigkeit war es natürlich nötig das sie über ein gewisses Maß an Grundkenntnissen in den Bereichen der Wissenschaft und Technik verfügte. <br />
Daher kam es auch das sie den Namen schon einmal gehört hatte. Auf einer Weiterbildung war über umstrittene Theorien gesprochen wurden. Dabei war auch der Name Schinders gefallen. Irgend etwas mit Zellerneuerung, wenn sie sich recht entsann. Dieser Mann könnte die Forschungssektion durchaus interessieren. Sie steckte den kurzen Brief in eine der roten Kapseln und vertraute diese der Rohrpost an. <br />
<br />
<br />
<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite> <span style="font-style: italic;" class="mycode_i"> Sehr geehrte Damen und Herren! <br />
<br />
Erlauben sie mir mich ihnen vorzustellen. Mein Name ist Josef Schinder. Doktor der Medizin und angesehene Koryphäe auf dem Gebiet der Zellerneuerung und der DNA- Modifikation. Einen Anhang meiner bekanntesten Abhandlungen füge ich bei. <br />
Mein Anliegen an das hochverehrte Haus Siris ist folgendes. Ich habe eine Bürgerschaft für Gohmor eingereicht und man sicherte mir deren Genehmigung zu. Ich bin damit also von einem Flüchtling zu einem standesgemäßen Bürger dieser Welt geworden. Was mir jetzt fehlt ist ein ausfüllendes Betätigungsfeld. Natürlich wäre es mir ein Leichtes eine Anstellung bei einer allgemeinmedizinischen Einrichtung zu erhalten. Dies jedoch wäre eine Verschwendung geistiger Ressourcen. Ich habe einiges Wissen angehäuft das ihrer neuerungsorientierten Grundeinstellung entsprechen dürfte. Was mir zur Verwirklichung meiner Pläne fehlt sind Mittel und Forschungsanlagen. Da ich weiß das sie über beides verfügen möchte ich ihnen hiermit meine bescheidenen Dienste anbieten. Natürlich stelle ich meine Fähigkeiten auch gerne in den Dienst ihrer Projekte. <br />
<br />
Über eine baldige Antwort würde ich mich erfreut zeigen. Meine Adresse können sie dem Umschlag des Schreibens entnehmen. <br />
<br />
Hochachtungsvoll<br />
<br />
Dr. J. Schinder </span>    </blockquote>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Alexandra Swendin war eine viel beschäftigte Frau. Als Abteilungsleiterin der Siris- Öffentlichkeitsarbeit hatte sie das zweifelhafte Vergnügen sämtliche Bettelschriften und Spendenanfragen zu sichten, die ihre untergeordneten Stellen für lesenswert erachteten. Es waren eine Menge und das obwohl bereits ein Großteil vor ihrem Schreibtisch Bekanntschaft mit dem Reißwolf machte. Scheinbar war jeder Wissenschaftler und selbsternannte Forscher dem Irrglauben erlegen das, dass Haus Siris nichts besseres zu tun hatte als mit Fördergeldern um sich zu werfen. Die meisten Schreiben überflog sie gelangweilt und beförderte sie ins Altpapier. Bei größeren Gesellschaften oder Firmen mit denen sie in Kontakt standen setzte sie ein freundliches, aber eindeutiges Schreiben auf. Nur sehr, sehr selten war eine Sache es wert das sie ihren Inhalt weiterleitete. <br />
Heute jedoch schien nichts dabei zu sein. Den Kopf auf eine Hand gestützt ging sie die Anfragen durch.  <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"> Nein…</span> Der Brief landete im Zerkleinerer, <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Nein… </span> Sie zerknüllte das Schreiben und versuchte den Zerkleinerer am anderen Ende ihres Büros zu treffen. Leider daneben. Auch der nächste Wurf ging fehl. Das dritte Gesuch um Förderung traf das Ziel fast. Sie brauchte eines auf schwerem Papier. Während der kleine Reinigungsservitor gehorsam die Fehlwürfe aufsammelte suchte Alexandra den Papierberg durch. <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i"> Nein zu leicht… zu leicht… das hier vielleicht. Von diesem Schinder </span> <br />
Grade wollte sie es zusammenknüllen als der Name etwas in ihrer Erinnerung berührte. <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Schinder?</span> Sie lass genauer. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Doktor Josef Schinder.</span><br />
Als Sachbearbeiterin von solcher Wichtigkeit war es natürlich nötig das sie über ein gewisses Maß an Grundkenntnissen in den Bereichen der Wissenschaft und Technik verfügte. <br />
Daher kam es auch das sie den Namen schon einmal gehört hatte. Auf einer Weiterbildung war über umstrittene Theorien gesprochen wurden. Dabei war auch der Name Schinders gefallen. Irgend etwas mit Zellerneuerung, wenn sie sich recht entsann. Dieser Mann könnte die Forschungssektion durchaus interessieren. Sie steckte den kurzen Brief in eine der roten Kapseln und vertraute diese der Rohrpost an. <br />
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<blockquote class="mycode_quote"><cite>Zitat:</cite> <span style="font-style: italic;" class="mycode_i"> Sehr geehrte Damen und Herren! <br />
<br />
Erlauben sie mir mich ihnen vorzustellen. Mein Name ist Josef Schinder. Doktor der Medizin und angesehene Koryphäe auf dem Gebiet der Zellerneuerung und der DNA- Modifikation. Einen Anhang meiner bekanntesten Abhandlungen füge ich bei. <br />
Mein Anliegen an das hochverehrte Haus Siris ist folgendes. Ich habe eine Bürgerschaft für Gohmor eingereicht und man sicherte mir deren Genehmigung zu. Ich bin damit also von einem Flüchtling zu einem standesgemäßen Bürger dieser Welt geworden. Was mir jetzt fehlt ist ein ausfüllendes Betätigungsfeld. Natürlich wäre es mir ein Leichtes eine Anstellung bei einer allgemeinmedizinischen Einrichtung zu erhalten. Dies jedoch wäre eine Verschwendung geistiger Ressourcen. Ich habe einiges Wissen angehäuft das ihrer neuerungsorientierten Grundeinstellung entsprechen dürfte. Was mir zur Verwirklichung meiner Pläne fehlt sind Mittel und Forschungsanlagen. Da ich weiß das sie über beides verfügen möchte ich ihnen hiermit meine bescheidenen Dienste anbieten. Natürlich stelle ich meine Fähigkeiten auch gerne in den Dienst ihrer Projekte. <br />
<br />
Über eine baldige Antwort würde ich mich erfreut zeigen. Meine Adresse können sie dem Umschlag des Schreibens entnehmen. <br />
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Hochachtungsvoll<br />
<br />
Dr. J. Schinder </span>    </blockquote>
]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Laborkomplex Projekt &quot;Exodus&quot; und &quot;Niflheim&quot;]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=77</link>
			<pubDate>Wed, 23 Jul 2008 21:02:26 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=5"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=77</guid>
			<description><![CDATA[<img src="http://www.bilder-hochladen.net/files/5tob-6.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: 5tob-6.jpg]" class="mycode_img" /> <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Guten Abend, meine Damen und Herren! Es ist mir eine überaus… angenehme Freude, sie hier und heute so zahlreich anzutreffen, wenn ich das als kleine Aufmerksamkeit meinerseits anmerken darf.”</span> , der Weißkittel nahm eine sorgsam zusammengehaltene schwarze Projektmappe, deren äußerster Umschlag deutlich mit dem Signaturzeichen Siris geprägt worden war, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Wenn ich mich kurz den neuen Kollegen und Kolleginnen vorstellen darf, mein Name ist Dr. Ezren Zratic, Biogenetik und Kampfstoffexperte der Abteilung “Exodus”, die beschönigende Bezeichnung für das Projekt Beta-23-Gamma-7-2-1 Code Veranchest, um die Ernsthaftigkeit unserer Studien zu untermauern. Doch dies nur als kurzer Abriss. Die heutige Routinesitzung zur Anklärung des “Ast-Kurses”, wie meine Vorgesetzten so schön zu formulieren wissen, dient alleine einem Zweck, der Kundmachung und Datenspezifischen Analyse genannten Projektes, so wie ein “Brainstorming” bezüglich technischer wie praktischer Einsatzmöglichkeiten des neuen Kampfstoffes.”</span> , Zratic lustwandelte förmlich durch den oval, strikt in den Klansfarben gehaltenen Konferenzsaal, an dessen östlichem Ende, also den offenen Steppen des Umlandes zugewendet, sich ein holographischer Projektor befand, welcher eben surrend einzelne Datenstränge, Skizzen sowie Aufzeichnungen, Analysen und Statistiken bezüglich der internen Reproduktion jenes neuartigen Kampfstoffes zeigte, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Sehen sie. Dieser Genstrang enthält die wesentlichen Elemente, etwa Inkubationszeit, Wirkungsweise, Auslöser, genetische Reaktion… das gesamte Konzept eben. Primäres Ziel stellen hierbei, vor allem im derzeitigen Stadium der Tests, “Freiwillige” ohne das neue Schlüsselgen Epsilon-Siebzehn dar, folglich Menschen die speziell zu diesem Zwecke vom Embryonalstatus aus in den unteren Habs herangezüchtet wurden, sie wissen ja, “Vorsorgeprojekt Besseres Morgen”.”</span> , grinsend klickte er einige Details eines Strangs heraus, einzelne Fragmente wurden farblich hervorgehoben, andere verblassten merklich im Hintergrund um die genauere Einsicht zu ermöglichen, unterdessen lachten die restlichen Wissenschaftler herzig über die Dummheit der niederen Habs und deren genetischen Abfall von Bürgern, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Wie erwartet entwickelten sich die Testsubjekte Eins bis Dreiundzwanzig mit 27 % gesenkter Wachstumsrate, während die mit Schlüsselgen Epsilon-Dreizehn infizierten Subjekte, mit deutlich erhöhter, genauer 117 %, Geschwindigkeit entwickelten, zu lasten einzelner Faktoren wie etwa… freies Denken, unabhängiges Handeln… dergleichen. Alles in allem ein gelungener Test, wobei ein zehnprozentiger Totalausfall zu verzeichnen war, sehr zum Ärger unseres Schatzmeisters. Nun zur zweiten Phase des Projektes, Einwirkungen auf den unberührten Organismus. Sie sehen, aufgrund kürzliche Ungereimtheiten mit seiner Exzellenz, dem Gouverneur, konnten Siris Wissenschaftsteams keine Feldstudien mit den Flachlandbewohner dort draußen praktizieren, eine Ungereimtheit die in diesen Stunden behoben werden soll… dazu bitte ich sie allerdings mit Deckmantel-Offizier Obrist Helenus Palagonis Kontakt aufzunehmen, welcher deutlich mehr Datenmaterial diesbezüglich liefern kann… und auch gerne dazu bereit sein sollte, im Interesse der hauspolitischen Forschungen…”</span> , einige Schematiken flimmerten über die Linse, dreidimensionale Modelle, Fotografieren einzelner Personen, Namen, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Dies, meine Damen und Herren, ist Leutnant Theodor Arminius Schönbecker, Offizier der planetaren Verteidigungsstreitkräfte und Funktionär in einer Siris nahen Firma, Bhaali-Melkor Ltd., ein weiteres unserer Pharmazeutischenunternehmen. Wie dem auch sei… Der gute Leutnant hat seine Abteilung der “Zehnten” bereitwillig als Testsubjekt zur Verfügung gestellt. Wir werden den Kampfstoff also in Extremstufe… Gamma… nein…. Beta… testen können. Auswirkung auf einen vollkommen trainierten, routinierten Körper mit “denkfähigem Verstand”… Zumindest in der Theorie.”</span> , Zratic drehte sich wiederum zu seinem Publikum um, welches abermals ein minderes Schmunzeln nicht zu unterdrücken wusste, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Wir erhielten dreißig Testsubjekte, allesamt handverlesene Individuen, anhand deren Personalakten durchaus… brauchbar für unsere Zwecke. Nähere Details zur Durchführung von Phase Zwei, bitte bei Doktor Helena Evenglen und unserer Spionage-Spionageabwehr-Verständingen einzuholen…”</span> , nachdenklich musterte der Doktor einige Sekunden lang das am Tisch sitzende bleichhäutige Wesen, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“… selbst wenn ich die Methodik hinter der Vorgehensweise unserer Ältesten hierbei nicht verstehen kann, sie entschuldigen.”</span> , er deutete einen leichten Knicks an, legte dann die Mappe beiseite und strich sich über den silbergrauen Bart, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Ich brauche doch nicht zu erwähnen das die hier besprochenen Details zur Missionsstruktur des Projektes “Exodus” in Geheimhaltungsstufe Omega fallen, sie dürfen also den Zirkel der hier Eingeweihten nicht verlassen, wofür ihre Kwan-Divinum Implantate doch zweifellos sorgen würden… wer hat schon Interesse daran, eine Ladung Chlorbenzol-Sarin unmittelbar in das Gehirn injiziert zu bekommen? Nun, wenn es keine weiteren Fragen mehr gibt, dürfen sie sich wieder an ihre spezifischen Arbeitsstellen begeben. Ach ja, Dr. Trazen, der Veranchest Idrikar erwartet ihre Analyse bezüglich des neuen Hexa-Pylonen Antriebs für Projekt “Niflheim”… eine weiter Verzögerung ihrer Daten wird nicht mehr toleriert…”</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.bilder-hochladen.net/files/5tob-6.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: 5tob-6.jpg]" class="mycode_img" /> <br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Guten Abend, meine Damen und Herren! Es ist mir eine überaus… angenehme Freude, sie hier und heute so zahlreich anzutreffen, wenn ich das als kleine Aufmerksamkeit meinerseits anmerken darf.”</span> , der Weißkittel nahm eine sorgsam zusammengehaltene schwarze Projektmappe, deren äußerster Umschlag deutlich mit dem Signaturzeichen Siris geprägt worden war, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Wenn ich mich kurz den neuen Kollegen und Kolleginnen vorstellen darf, mein Name ist Dr. Ezren Zratic, Biogenetik und Kampfstoffexperte der Abteilung “Exodus”, die beschönigende Bezeichnung für das Projekt Beta-23-Gamma-7-2-1 Code Veranchest, um die Ernsthaftigkeit unserer Studien zu untermauern. Doch dies nur als kurzer Abriss. Die heutige Routinesitzung zur Anklärung des “Ast-Kurses”, wie meine Vorgesetzten so schön zu formulieren wissen, dient alleine einem Zweck, der Kundmachung und Datenspezifischen Analyse genannten Projektes, so wie ein “Brainstorming” bezüglich technischer wie praktischer Einsatzmöglichkeiten des neuen Kampfstoffes.”</span> , Zratic lustwandelte förmlich durch den oval, strikt in den Klansfarben gehaltenen Konferenzsaal, an dessen östlichem Ende, also den offenen Steppen des Umlandes zugewendet, sich ein holographischer Projektor befand, welcher eben surrend einzelne Datenstränge, Skizzen sowie Aufzeichnungen, Analysen und Statistiken bezüglich der internen Reproduktion jenes neuartigen Kampfstoffes zeigte, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Sehen sie. Dieser Genstrang enthält die wesentlichen Elemente, etwa Inkubationszeit, Wirkungsweise, Auslöser, genetische Reaktion… das gesamte Konzept eben. Primäres Ziel stellen hierbei, vor allem im derzeitigen Stadium der Tests, “Freiwillige” ohne das neue Schlüsselgen Epsilon-Siebzehn dar, folglich Menschen die speziell zu diesem Zwecke vom Embryonalstatus aus in den unteren Habs herangezüchtet wurden, sie wissen ja, “Vorsorgeprojekt Besseres Morgen”.”</span> , grinsend klickte er einige Details eines Strangs heraus, einzelne Fragmente wurden farblich hervorgehoben, andere verblassten merklich im Hintergrund um die genauere Einsicht zu ermöglichen, unterdessen lachten die restlichen Wissenschaftler herzig über die Dummheit der niederen Habs und deren genetischen Abfall von Bürgern, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Wie erwartet entwickelten sich die Testsubjekte Eins bis Dreiundzwanzig mit 27 % gesenkter Wachstumsrate, während die mit Schlüsselgen Epsilon-Dreizehn infizierten Subjekte, mit deutlich erhöhter, genauer 117 %, Geschwindigkeit entwickelten, zu lasten einzelner Faktoren wie etwa… freies Denken, unabhängiges Handeln… dergleichen. Alles in allem ein gelungener Test, wobei ein zehnprozentiger Totalausfall zu verzeichnen war, sehr zum Ärger unseres Schatzmeisters. Nun zur zweiten Phase des Projektes, Einwirkungen auf den unberührten Organismus. Sie sehen, aufgrund kürzliche Ungereimtheiten mit seiner Exzellenz, dem Gouverneur, konnten Siris Wissenschaftsteams keine Feldstudien mit den Flachlandbewohner dort draußen praktizieren, eine Ungereimtheit die in diesen Stunden behoben werden soll… dazu bitte ich sie allerdings mit Deckmantel-Offizier Obrist Helenus Palagonis Kontakt aufzunehmen, welcher deutlich mehr Datenmaterial diesbezüglich liefern kann… und auch gerne dazu bereit sein sollte, im Interesse der hauspolitischen Forschungen…”</span> , einige Schematiken flimmerten über die Linse, dreidimensionale Modelle, Fotografieren einzelner Personen, Namen, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Dies, meine Damen und Herren, ist Leutnant Theodor Arminius Schönbecker, Offizier der planetaren Verteidigungsstreitkräfte und Funktionär in einer Siris nahen Firma, Bhaali-Melkor Ltd., ein weiteres unserer Pharmazeutischenunternehmen. Wie dem auch sei… Der gute Leutnant hat seine Abteilung der “Zehnten” bereitwillig als Testsubjekt zur Verfügung gestellt. Wir werden den Kampfstoff also in Extremstufe… Gamma… nein…. Beta… testen können. Auswirkung auf einen vollkommen trainierten, routinierten Körper mit “denkfähigem Verstand”… Zumindest in der Theorie.”</span> , Zratic drehte sich wiederum zu seinem Publikum um, welches abermals ein minderes Schmunzeln nicht zu unterdrücken wusste, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Wir erhielten dreißig Testsubjekte, allesamt handverlesene Individuen, anhand deren Personalakten durchaus… brauchbar für unsere Zwecke. Nähere Details zur Durchführung von Phase Zwei, bitte bei Doktor Helena Evenglen und unserer Spionage-Spionageabwehr-Verständingen einzuholen…”</span> , nachdenklich musterte der Doktor einige Sekunden lang das am Tisch sitzende bleichhäutige Wesen, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“… selbst wenn ich die Methodik hinter der Vorgehensweise unserer Ältesten hierbei nicht verstehen kann, sie entschuldigen.”</span> , er deutete einen leichten Knicks an, legte dann die Mappe beiseite und strich sich über den silbergrauen Bart, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Ich brauche doch nicht zu erwähnen das die hier besprochenen Details zur Missionsstruktur des Projektes “Exodus” in Geheimhaltungsstufe Omega fallen, sie dürfen also den Zirkel der hier Eingeweihten nicht verlassen, wofür ihre Kwan-Divinum Implantate doch zweifellos sorgen würden… wer hat schon Interesse daran, eine Ladung Chlorbenzol-Sarin unmittelbar in das Gehirn injiziert zu bekommen? Nun, wenn es keine weiteren Fragen mehr gibt, dürfen sie sich wieder an ihre spezifischen Arbeitsstellen begeben. Ach ja, Dr. Trazen, der Veranchest Idrikar erwartet ihre Analyse bezüglich des neuen Hexa-Pylonen Antriebs für Projekt “Niflheim”… eine weiter Verzögerung ihrer Daten wird nicht mehr toleriert…”</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Etablissment Siris Imperial]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=37</link>
			<pubDate>Mon, 14 Jul 2008 20:10:06 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=5"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=37</guid>
			<description><![CDATA[Dr. Alan Belteck wischte sich mit Spitzentuch über die schweißnasse Stirn. Die diversen Temperaturregulatoren brummten energisch, dennoch füllten sich die künstlichen Kristallwipfel des Turmgewölbes mit stickigem Wasserdampf. Seine linke Hand fischte nach dem Aschenbecher, der bodenbedeckt mit der grauen Materie war, auch einige ausgedrückte Stummel schielten verstohlen darunter hervor, ehe ein “Bediensteter” der Örtlichkeit das Behältnis untertänigste entfernte. Winzige Salzkristalle bildeten sich in den feuchten Schluchten jenes Tuches, ehe es der Datenkonvertierungsexperte in einem weiträumigen Ärmel verschwinden ließ. Grinsend öffnete er ein mattgoldenes Etui, Sandelholz, geschliffen, mit winzigen Perlmuteinlagen, schwacher Kirschblütenduft stieg ihr in die feine Eldarnase, ehe er in bedächtiger Manier ein Schwefelholz an seiner Stiefelkrempe entflammte und alles in einer undeutbaren Zwischenwelt von Schwefel und verqualmten Tabak erstickte. Ein, zwei Züge nehmend, steckte er den Glimmstängel in die vorgesehene Halterung, ehe er Etui und Feuerhölzer in einer Jackentasche verschwinden ließe, zwei weiter Knöpfe an seinem Kragen öffnete und sich nachdenklich die Stoppel am Kinn kratzte. Eine winzige Tasse importierten Kaffees vor sich herschiebend, hauchdünn wie eine zierliche Eierschale, ließ er den Löffel in das milchgetrübte Schwarz sinken. Glucksend blickte er mit seinen eisblauen Augen auf einige kartographische Skizzen, welche er sich bereits zuvor zu Erklärungszwecken zurechtgelegt hatte, doch aufgrund Unterbrechung seitens des Kellners nicht näher Erläutern konnte.<br />
<br />
“Ich will ehrlich sein, Miss, ich halte nicht besonders viel von dieser gesamten Hauspolitik. Siris, Orsius, Wesinus, Afestis, et cetera. Nicht das es mich kümmern würde, im Gegenteil… Sagen wir so, solange die imperialen Streitkräfte anwesend sind, bezweifle ich das irgendjemand auf dumme Gedanken kommen würde. Allerdings, Berichte von Orks… Eldar… Xenos im Allgemeinen, sind doch etwas beunruhigend, wenn Sie verstehen. Die Zwischenfälle welche unserer bescheidenen Garnison zusätzliche Soldaten einbrachten, die Requirierung verschiedener planetarer Eigentümer sowie komplette Auslöschung einer anarchischen Raumstation… Mein Zweifel in das Imperium mag gleichfalls unausgereift wie gedankenlos sein, doch denken sie nicht auch, das wir gerade in diesen Zeiten nicht etwas mehr… “Rücksicht”… auf unsere eigene Spezies nehmen sollten?”<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Bedenken? Es ist nicht Ihre Aufgabe über imperiale Politik zu sinnieren, Doktor. Haus Siris bezahlte Sie für die Entschlüsselung sowie Konvertierung externer Daten, was heißt das es vernünftiger wäre weder ihrer Arbeitgeber noch dessen übergeordnete Stellen in Frage zu stellen, nicht wahr? Ich hörte das gewisse Kreise innerhalb der imperialen Hierarchie bedeutend weniger zögerlich sind, etwaige Subjekte zu exekutieren, welche ihre Form von “Denken” äußern.”</span> <br />
“Natürlich… derartiges Vorgehen war mir bewusst, dennoch hoffte ich in ihnen eine… Verstandsgenossin zu entdecken.”<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Politik… interessiert mich derzeit in sehr geringen Maßen, wenn sie verstehen, Doktor. Ihr primäre Problem sollte derzeit auch dieser Chip sein. Ein hochwertiger Prototyp seiner Art, Kernsteuerung für KI und Hitzeregulation, automatischer Prozeduren sowie verschiedene andere… Subfunktionen und Standardroutinen… die prinzipielle Herkunft braucht sie natürlich nicht zu interessieren, unser Auftraggeber zahlt sie nicht für… Bedenken.”</span> <br />
“Natürlich… doch für eine derartige Aufgabe benötige ich Ressourcen, Zeit und vor allem… besagtes Objekt. Wann kann ich mit der Entschlüsselung beginnen, beziehungsweise, wann werde ich diesen “Chip” erhalten?”<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Der Auftraggeber hat mir dazu noch keine näheren Details gegeben, Doktor. Ich schätze allerdings binnen der nächsten… zwei Wochen. Nun werden sie mich entschuldigen…”, sie warf einen flüchtigen Blick auf das entleerte Kristallglas, ein schwacher roter Staub von verdunstetem Wein legte sich über dessen Grund, “… seien sie ein Gentleman, begleichen sie meine Rechnung, jetzt da sie bald sehr wohlhabend seien werden.”</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Dr. Alan Belteck wischte sich mit Spitzentuch über die schweißnasse Stirn. Die diversen Temperaturregulatoren brummten energisch, dennoch füllten sich die künstlichen Kristallwipfel des Turmgewölbes mit stickigem Wasserdampf. Seine linke Hand fischte nach dem Aschenbecher, der bodenbedeckt mit der grauen Materie war, auch einige ausgedrückte Stummel schielten verstohlen darunter hervor, ehe ein “Bediensteter” der Örtlichkeit das Behältnis untertänigste entfernte. Winzige Salzkristalle bildeten sich in den feuchten Schluchten jenes Tuches, ehe es der Datenkonvertierungsexperte in einem weiträumigen Ärmel verschwinden ließ. Grinsend öffnete er ein mattgoldenes Etui, Sandelholz, geschliffen, mit winzigen Perlmuteinlagen, schwacher Kirschblütenduft stieg ihr in die feine Eldarnase, ehe er in bedächtiger Manier ein Schwefelholz an seiner Stiefelkrempe entflammte und alles in einer undeutbaren Zwischenwelt von Schwefel und verqualmten Tabak erstickte. Ein, zwei Züge nehmend, steckte er den Glimmstängel in die vorgesehene Halterung, ehe er Etui und Feuerhölzer in einer Jackentasche verschwinden ließe, zwei weiter Knöpfe an seinem Kragen öffnete und sich nachdenklich die Stoppel am Kinn kratzte. Eine winzige Tasse importierten Kaffees vor sich herschiebend, hauchdünn wie eine zierliche Eierschale, ließ er den Löffel in das milchgetrübte Schwarz sinken. Glucksend blickte er mit seinen eisblauen Augen auf einige kartographische Skizzen, welche er sich bereits zuvor zu Erklärungszwecken zurechtgelegt hatte, doch aufgrund Unterbrechung seitens des Kellners nicht näher Erläutern konnte.<br />
<br />
“Ich will ehrlich sein, Miss, ich halte nicht besonders viel von dieser gesamten Hauspolitik. Siris, Orsius, Wesinus, Afestis, et cetera. Nicht das es mich kümmern würde, im Gegenteil… Sagen wir so, solange die imperialen Streitkräfte anwesend sind, bezweifle ich das irgendjemand auf dumme Gedanken kommen würde. Allerdings, Berichte von Orks… Eldar… Xenos im Allgemeinen, sind doch etwas beunruhigend, wenn Sie verstehen. Die Zwischenfälle welche unserer bescheidenen Garnison zusätzliche Soldaten einbrachten, die Requirierung verschiedener planetarer Eigentümer sowie komplette Auslöschung einer anarchischen Raumstation… Mein Zweifel in das Imperium mag gleichfalls unausgereift wie gedankenlos sein, doch denken sie nicht auch, das wir gerade in diesen Zeiten nicht etwas mehr… “Rücksicht”… auf unsere eigene Spezies nehmen sollten?”<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Bedenken? Es ist nicht Ihre Aufgabe über imperiale Politik zu sinnieren, Doktor. Haus Siris bezahlte Sie für die Entschlüsselung sowie Konvertierung externer Daten, was heißt das es vernünftiger wäre weder ihrer Arbeitgeber noch dessen übergeordnete Stellen in Frage zu stellen, nicht wahr? Ich hörte das gewisse Kreise innerhalb der imperialen Hierarchie bedeutend weniger zögerlich sind, etwaige Subjekte zu exekutieren, welche ihre Form von “Denken” äußern.”</span> <br />
“Natürlich… derartiges Vorgehen war mir bewusst, dennoch hoffte ich in ihnen eine… Verstandsgenossin zu entdecken.”<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Politik… interessiert mich derzeit in sehr geringen Maßen, wenn sie verstehen, Doktor. Ihr primäre Problem sollte derzeit auch dieser Chip sein. Ein hochwertiger Prototyp seiner Art, Kernsteuerung für KI und Hitzeregulation, automatischer Prozeduren sowie verschiedene andere… Subfunktionen und Standardroutinen… die prinzipielle Herkunft braucht sie natürlich nicht zu interessieren, unser Auftraggeber zahlt sie nicht für… Bedenken.”</span> <br />
“Natürlich… doch für eine derartige Aufgabe benötige ich Ressourcen, Zeit und vor allem… besagtes Objekt. Wann kann ich mit der Entschlüsselung beginnen, beziehungsweise, wann werde ich diesen “Chip” erhalten?”<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Der Auftraggeber hat mir dazu noch keine näheren Details gegeben, Doktor. Ich schätze allerdings binnen der nächsten… zwei Wochen. Nun werden sie mich entschuldigen…”, sie warf einen flüchtigen Blick auf das entleerte Kristallglas, ein schwacher roter Staub von verdunstetem Wein legte sich über dessen Grund, “… seien sie ein Gentleman, begleichen sie meine Rechnung, jetzt da sie bald sehr wohlhabend seien werden.”</span>]]></content:encoded>
		</item>
	</channel>
</rss>