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		<title><![CDATA[Koron III - Das Umland von Gohmor]]></title>
		<link>https://koron3.de/</link>
		<description><![CDATA[Koron III - https://koron3.de]]></description>
		<pubDate>Mon, 25 May 2026 09:06:02 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Überfall auf die Schüttig- West Bank]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=714</link>
			<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 18:57:57 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=14"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=714</guid>
			<description><![CDATA[Geduckt lauerte die Echse im Schatten einer wenig genutzten Brücke. Dieser Tage fuhren nicht mehr viele Wagen auf dieser Route und robustes Unkraut, welches dem giftigen Wetter trotzte und sogar den Asphalt zu sprengen vermochte, war dabei die Fahrbahn zurückzuerobern. Nur alle paar Tage wurde das Refugium mutierter Insekten und räudiger Nager vom Dröhnen eines Schwerlasttransporters gestört. Diese Servitor gesteuerten Ungetüme brachten Erz und Schrott aus der Breche ins Stadtgebiet, wo das Material von Firmen verarbeitet wurde, die sich nicht zu schade waren diesen Kesselstein verflossener Aufschwungstage zu verwerten. Hier, wo man Unterscheidungen zwischen verödeten Landstrichen bemühte, an der Peripherie zum post-industriellen Brachland, noch immer weit von der eigentlichen Wüste entfernt, kamen nicht viele Menschen vorbei. Die Gesetzlosen des Toten Landes scheuten die Nähe zur Stadt, die Bewohner selbigen, hatten in diesem Niemandsland nur selten etwas zu schaffen. Zuweilen streiften wilde Mutanten umher, doch auch sie suchten lieber die aufgegebenen Manufakturen nach Brauchbarem ab.    <br />
So gab es niemanden, der die Lumpengestalt hätte beobachten können, dieses Bündel stinkender Leinen, zweifellos ein Bettler, nach Osten gezogen um seinem erbärmlichen Leben ein Ende zu setzen, Gnade in der Gnadenlosigkeit zu erhoffen. <br />
So jedoch verhielt es sich hier keineswegs. <br />
Unter den Lagen aus vorsätzlich beschmutzten Stoffen starrten geschlitzte Pupillen die staubige Straße hinunter, welche im steten Zwielicht des Smogs den Staubteufeln als Tanzplatz diente. <br />
Die schäbige Tarnung hatte Schrekt'Orn einmal mehr treffliche Dienste erwiesen und ihn sicher von seinem Versteck, durch Slums und Umland, bis an den bestimmten Ort beschirmt. <br />
Nun wartete der Xeno auf den Menschen, den er vor drei Tagen das erste Mal getroffen und seit er ihn durch die verfallene Kanalisation wieder bis an einen sicheren Platz geführte, nicht mehr gesehen hatte. Salem hatte zugesichert sich um einen fahrbaren Untersatz zu kümmern und ihn im Laufe des frühen Morgens abzuholen. Seinen Teil der Abmachung führte der Nichtmensch derweil in einer einfachen Plastiktüte mit sich. Sieben zurecht gesägte Metallrohrstücken, jedes etwa zwanzig Zentimeter lang und mit Schraubkappen an beiden Enden verschlossen. Eine einfache Zündschnur würde das Gemisch im Inneren entflammen und eine Explosion erzeugen, die sich nicht verstecken brauchte, berücksichtigte man, was für unzulängliche Materialien der Echsenmann hatte verwenden müssen. <br />
Nun lag es nur an der Zuverlässigkeit des Söldners, ob sie die Sache durchziehen konnten. <br />
Seiner kaltblütigen Natur entsprechend verspürte Schrekt'Orn keine Aufregung im menschlichen Verständnis. Ihm war bewusst das es diverse Unwägbarkeiten gab, die ihnen einen Strich durch die Rechnung machen konnten. Doch er war zuversichtlich, dass sich derartige Probleme mit Improvisationstalent und einem Thermostrahler würden lösen lassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Geduckt lauerte die Echse im Schatten einer wenig genutzten Brücke. Dieser Tage fuhren nicht mehr viele Wagen auf dieser Route und robustes Unkraut, welches dem giftigen Wetter trotzte und sogar den Asphalt zu sprengen vermochte, war dabei die Fahrbahn zurückzuerobern. Nur alle paar Tage wurde das Refugium mutierter Insekten und räudiger Nager vom Dröhnen eines Schwerlasttransporters gestört. Diese Servitor gesteuerten Ungetüme brachten Erz und Schrott aus der Breche ins Stadtgebiet, wo das Material von Firmen verarbeitet wurde, die sich nicht zu schade waren diesen Kesselstein verflossener Aufschwungstage zu verwerten. Hier, wo man Unterscheidungen zwischen verödeten Landstrichen bemühte, an der Peripherie zum post-industriellen Brachland, noch immer weit von der eigentlichen Wüste entfernt, kamen nicht viele Menschen vorbei. Die Gesetzlosen des Toten Landes scheuten die Nähe zur Stadt, die Bewohner selbigen, hatten in diesem Niemandsland nur selten etwas zu schaffen. Zuweilen streiften wilde Mutanten umher, doch auch sie suchten lieber die aufgegebenen Manufakturen nach Brauchbarem ab.    <br />
So gab es niemanden, der die Lumpengestalt hätte beobachten können, dieses Bündel stinkender Leinen, zweifellos ein Bettler, nach Osten gezogen um seinem erbärmlichen Leben ein Ende zu setzen, Gnade in der Gnadenlosigkeit zu erhoffen. <br />
So jedoch verhielt es sich hier keineswegs. <br />
Unter den Lagen aus vorsätzlich beschmutzten Stoffen starrten geschlitzte Pupillen die staubige Straße hinunter, welche im steten Zwielicht des Smogs den Staubteufeln als Tanzplatz diente. <br />
Die schäbige Tarnung hatte Schrekt'Orn einmal mehr treffliche Dienste erwiesen und ihn sicher von seinem Versteck, durch Slums und Umland, bis an den bestimmten Ort beschirmt. <br />
Nun wartete der Xeno auf den Menschen, den er vor drei Tagen das erste Mal getroffen und seit er ihn durch die verfallene Kanalisation wieder bis an einen sicheren Platz geführte, nicht mehr gesehen hatte. Salem hatte zugesichert sich um einen fahrbaren Untersatz zu kümmern und ihn im Laufe des frühen Morgens abzuholen. Seinen Teil der Abmachung führte der Nichtmensch derweil in einer einfachen Plastiktüte mit sich. Sieben zurecht gesägte Metallrohrstücken, jedes etwa zwanzig Zentimeter lang und mit Schraubkappen an beiden Enden verschlossen. Eine einfache Zündschnur würde das Gemisch im Inneren entflammen und eine Explosion erzeugen, die sich nicht verstecken brauchte, berücksichtigte man, was für unzulängliche Materialien der Echsenmann hatte verwenden müssen. <br />
Nun lag es nur an der Zuverlässigkeit des Söldners, ob sie die Sache durchziehen konnten. <br />
Seiner kaltblütigen Natur entsprechend verspürte Schrekt'Orn keine Aufregung im menschlichen Verständnis. Ihm war bewusst das es diverse Unwägbarkeiten gab, die ihnen einen Strich durch die Rechnung machen konnten. Doch er war zuversichtlich, dass sich derartige Probleme mit Improvisationstalent und einem Thermostrahler würden lösen lassen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Sonderstaffel 001]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=515</link>
			<pubDate>Wed, 09 Dec 2009 18:45:30 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=515</guid>
			<description><![CDATA[Sechs Stunden! <br />
Sechs Stunden in einem Bus der weit vor der Erfindung der Federung vom Fließband gerollt sein musste. In dem eine Toilette ebenso fehlte wie eine Klimaanlage und in dem der Fahrer die Frage nach beidem ohne Zweifel als Witz verstanden hätte. Gitter vor den Fenster, die nicht etwa die Insassen drin, sondern die Bewohner der Wüste draußen halten sollten. Die Fahrt war Schikane und die Wüste war die größte Schikane die man auf Koron in der Hinterhand hatte. Dabei hatten die Menschen auf diesem Planeten nichts gegen Fremdweltler. Oh, ganz und gar nicht. Fremdweltler brachten Geld, Kultur und den Hauch von Exotik. Man konnte auch damit Leben das sie ihre Dienste als Söldner anboten. Beim Imperator, wenn ihnen der Gouverneur eine eigene Infanterie- und Panzerkompanie bei der PVS zugestand, dann mochte man darüber nicht glücklich sein, aber man nahm es hin. In Gohmor nahm man seine Bürgerpflicht schließlich ernst. <br />
Aber es gab gewisse Tabus die zu verletzten den Unmut der Einheimischen zu provozieren hieß. Das galt für die weltlichen und geistigen Feiertage, die Gravballsaison und ihre Fliegerstaffeln. Letztere hatten in den vergangenen Jahrzehnten soviel Verklärung erfahren, das es fast schon lächerlich wirkte. Dabei galt Stolz und Ehrerbietung nicht etwa den Piloten, sondern den Staffeln als Ganzes. Jeder noch so kleine Siege wurde frenetisch gefeiert und in der Presse zum triumphalen Erfolg aufgeblasen. Das war auch nötig, denn wirkliche Luftschlachten gab es schon lange nicht mehr. Ab und zu ein paar Schmuggler, denen es gelang den Verteidigungsring um den Planeten zu durchdringen um in der Öde ihre krummen Geschäfte abzuwickeln. Der Rest bestand aus Übungen und Paraden. Etwas anderes wollte das einfach Volk auch gar nicht. Wohlschmeckende Siege, die im Holovid glanzvoll präsentiert wurden und ein Poster im Hobbyraum oder der Stammkneipe, welches einen Flieger in den Farben der Lieblingsstaffel zeigte. Kam es zum Gespräch darüber und es kam immer zum Gespräch, dann wusste ein jeder zu sagen warum seine Favoriten die Besten und ihre Maschinen die modernsten waren. Es war ein Sport, nicht anders als Gravball und wie bei diesem hatten Fremde dabei nicht verloren. Das der Gouverneur nun eine Staffel aus Nichtkoronern aufstellen ließ sah man als Kratzer auf seiner sonst makellosen Herrschaft. Eine Herrschaft die, trotz ihrer kurzen Dauer, alles andere als makellos war. Die Spannungen mit den Truztstädten, die Streitigkeiten im Adelsrat und die Strapazierung der heimischen Wirtschaft durch die angeordnete Überproduktion waren nur die Spitze des Eisbergs. Doch was interessierte den Fabrikarbeiter und Lohnsklaven solch hochtrabende Politik? De Wastari und seine Frau verstanden sich auf den großen Auftritt, gaben sich volksnah und hatten bis jetzt noch nicht mit den üblichen Skandälchen von sich Reden gemacht. <br />
Allerdings hatte die Sache mit der eigenständigen Staffel das Potenzial zu einem solchen Skandal. Natürlich hatte niemanden etwas Abfälliges verlauten lassen, aber das war auch nicht nötig. Die momentane Situation sprach eine deutliche Sprache. Zwei Busse, einer mit zwanzig Piloten besetzt, der andere mit technischem Personal. Der Geleitschutz bestand aus zwei Chimären, denn selbst in relativer Nähe zur Stadt waren die Ausläufer der Wüste alles andere als ungefährlich. Man hätte die sechstündige Fahrt auch abkürzen können. Auf dem Luftweg wären es allerhöchstens zwei Stunden gewesen. Nun, wie gesagt, man ließ den Außenweltler spüren was man von ihnen hielt. Aber immerhin sollten sie nagelneue Maschinen bekommen, wen kümmerte da ein paar Schikanen von Unzufriedenen? Nur leider saßen einige dieser Leute in einflussreichen Positionen und so hatten man bedauert ihnen mitteilen zu müssen das die Lieferung sich verzögerte. Vielleicht nur um ein paar Wochen, doch möglicherweise auch um ein halbes Jahr. Tja  zu dumm! Thunderbolts fertigte man zwar auf Koron, doch litt die Produktion auch unter den erhöhten Normen und die versprochenen Lightnings mussten von Obsidan importiert werden. Man hatte ihnen jedoch zugesichert das Maschinen bereitstehen würden, wenn das Grinsen bei dieser Aussage auch einiges erahnen ließ. Der zweite Schlag ins Gesicht war der Standort. <br />
Äußerer Überwachungsring.    <br />
Dazu musste man den Aufbau der Verteidungsanlagen des Planeten kennen. Um die Welt herum waren die Schiffe der Sektorenflotte stationiert, mit ihrem Hauptstützpunkt und den Raketenbatterien auf dem Mond. Auf Koron selbst konzentrierten sich die Fliegerstaffeln der PVS in den Städten und größeren Stützpunkten. Gohmor besaß hunderte solcher Formationen, doch wären sie ausschließlich in der Makropole stationiert gewesen, so hätte jeder Aggressor, der bis drei zählen konnte, die Reichweite der Flieger ausrechnen können. Um den entgenzuwirken gab es einen losen Kreis aus vorgeschobenen Posten, eben jener äußere Verteidigungsring.  <br />
Als sich die kleine Kolonne nun über eine staubige Anhöhe kämpfte wären die Gespräche verstummt, aber das war schon seit einigen Stunden der Fall. Anfangs war noch das Geplauder gegenseitigen Kennenlernens in den Bussen erklungen, doch je weiter sie kamen, je trübseliger die Landschaft geworden war, um so weniger hatte jemand das Verlangen nach Unterhaltung verspürt. Da sie ihr Ziel nun erreicht hatten waren kaum unterdrückte Flüche und fassungsloses Gemurmel die ersten Äußerungen die sich wieder vernehmen ließen. <br />
<br />
Äußerer Überwachungsring, PVS- Luftwaffenstützpunkt A 73 <br />
<br />
Diese farblose Bezeichnung beschrieb eine Niederlassung, mitten im verwüsteten Land der Öde. Erst sah man den Tower, als flimmernde Erscheinung auftauchen. Er schien sich nicht ganz schlüssig zu sein ob er ein Trugbild darstellen wollte oder sich für die reale Welt entschied. Noch bevor klar war das Letzteres des Fall sein würde passierten sie das Wrack eines LKWs. Das Fahrzeug hatte man irgendwann den Elementen überlassen und seit dem starb es hier einen langsamen Tot. Ringsrum bildete eine Korona aus Müll und rostigen Metallteilen die Trauergesellschaft. Der Lastwagen war jedoch nur ein Beiwerk zu dem wesentlich imposanteren Schrotthaufen, der einstmals ein Bomber vom Typ <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Regenmacher</span> gewesen war. Befanden sie sich hier auch nicht im Land unendlicher Sanddünen, sondern von der Sonne gebackenen Lehms, so hatte der Wind jedoch genügend Flugsand herangetragen um ihn am Rumpf der Maschine aufzuhäufen. Die Lackierung war längst abgeschmirgelt und das Cockpitglas blind. Irgendwann hatten auch die Flügel nachgegeben und waren zur Seite abgeknickt, so das die Maschine jetzt einem toten, oder jedenfalls tot- traurigen Vogel glich. Irgendjemand machte eine Bemerkung, die von strafbarer Verschwendung sprach. <br />
Das Lager selbst war von einem Maschendrahtzaun umgeben, der an drei Seiten von Wachtürmen überblickt wurde. Eigentlich hätten es vier sein müssen, doch einer fehlte schlicht und einfach. Am Eingang, neben dem Häuschen des Wachhabenden, stand ein altersschwacher Leman Russ, dem auf einer Seite eine Kette fehlte und dessen andere so rostig war das sie wohl bei Berührung in tausend Teile zerfallen würde. Im Zentrum der Anlage befand sich das Hauptgebäude mit dem Tower, Besprechungsräumen und der Einsatzzentrale. Dahinter das Flugfeld aus geschmolzenem und kontrolliert erkaltetem, schwarzen Gestein. Es nahm die gesamte Länge des Lagers ein wies ebenfalls, nicht wenige, Verwehungen von Flugsand auf. <br />
Reihen aus Scheltern und Hangars flankierten die Rollbahn. Den Rest bestimmten hlabrunde Unterkünfte, sogenannte Nissenhütten, aus Wellblech, ein paar Technikhallen und ein Flachbau aus Beton, bei dem es sich um das Offizierskasino handelte.<br />
<br />
Die Kolonne hielt vor dem Haupttor, an dem ein Schild vor sofortigem Gebrauch der Schusswaffe warnte. Nicht das irgendwer sonderlich kriegerisch wirkte, war doch weder Wachhäuschen, noch einer der Türme besetzt. Nachdem sie einige Minuten gewartet hatten und sich niemand hatte blicken lassen, ließ die Führungschimäre ihre nebelhornartige Hupe ertönen. Erst sah es so aus als würde auch das nichts bewirken, doch dann öffnete sich die Tür einer der Hütten und ein einzelner Soldat kam heraus. Er trug eine Schadstoffkombi und darüber nur die Uniformshose. Seine Atemschutzmaske baumelte um den Hals, in der Hand hielt er sein Gewehr, was eine nette Geste war, vorallem weil die Waffe kein Magazin enthielt. Der Mann eilte über den Platz und öffnete das Tor, woraufhin die Fahrzeuge einrollten. <br />
<br />
Die Piloten waren alle Offiziere und neben Joanna gab es noch zwei weitere Majore. Doch da sie die längste Dienstzeit in den Reihen der PVS vorzuweisen hatte, hatte man ihr einsweilen das Kommando übertragen und ihre Aufträge waren klar formuliert. <br />
Verlegung der Staffel, die im Übrigen noch keinen der wohlklingenden Namen hatte sondern nur die Bezeichnung Sonderstaffel 001 trug, zum Stützpunkt. Das war geschehen. <br />
Zweitens eine Bestandsaufnahme des vor Ort befindlichen Personals. Sichtung und Funktionsstatus der vorhandenen Flugzeuge und schließlich Meldung an das zuständige Abschnittskommando in Gohmor. Die nötigen Funkfrequenzen und Verschlüsselungscodes hatte man ihr mitgegeben. <br />
<br />
Als die Männer und Frauen nun die beiden Busse verließen, ihre Gliedmaßen reckten und Knochen massierten, machte der Soldat, der ihnen Zugang gewehrt hatte, bei Joanna Meldung. Oder etwas so ähnliches. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Herr Major... äh... Frau... will sagen. Unteroffizier Kleinhuber melde... äh.... Situation im Lager ist... gut.</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Sechs Stunden! <br />
Sechs Stunden in einem Bus der weit vor der Erfindung der Federung vom Fließband gerollt sein musste. In dem eine Toilette ebenso fehlte wie eine Klimaanlage und in dem der Fahrer die Frage nach beidem ohne Zweifel als Witz verstanden hätte. Gitter vor den Fenster, die nicht etwa die Insassen drin, sondern die Bewohner der Wüste draußen halten sollten. Die Fahrt war Schikane und die Wüste war die größte Schikane die man auf Koron in der Hinterhand hatte. Dabei hatten die Menschen auf diesem Planeten nichts gegen Fremdweltler. Oh, ganz und gar nicht. Fremdweltler brachten Geld, Kultur und den Hauch von Exotik. Man konnte auch damit Leben das sie ihre Dienste als Söldner anboten. Beim Imperator, wenn ihnen der Gouverneur eine eigene Infanterie- und Panzerkompanie bei der PVS zugestand, dann mochte man darüber nicht glücklich sein, aber man nahm es hin. In Gohmor nahm man seine Bürgerpflicht schließlich ernst. <br />
Aber es gab gewisse Tabus die zu verletzten den Unmut der Einheimischen zu provozieren hieß. Das galt für die weltlichen und geistigen Feiertage, die Gravballsaison und ihre Fliegerstaffeln. Letztere hatten in den vergangenen Jahrzehnten soviel Verklärung erfahren, das es fast schon lächerlich wirkte. Dabei galt Stolz und Ehrerbietung nicht etwa den Piloten, sondern den Staffeln als Ganzes. Jeder noch so kleine Siege wurde frenetisch gefeiert und in der Presse zum triumphalen Erfolg aufgeblasen. Das war auch nötig, denn wirkliche Luftschlachten gab es schon lange nicht mehr. Ab und zu ein paar Schmuggler, denen es gelang den Verteidigungsring um den Planeten zu durchdringen um in der Öde ihre krummen Geschäfte abzuwickeln. Der Rest bestand aus Übungen und Paraden. Etwas anderes wollte das einfach Volk auch gar nicht. Wohlschmeckende Siege, die im Holovid glanzvoll präsentiert wurden und ein Poster im Hobbyraum oder der Stammkneipe, welches einen Flieger in den Farben der Lieblingsstaffel zeigte. Kam es zum Gespräch darüber und es kam immer zum Gespräch, dann wusste ein jeder zu sagen warum seine Favoriten die Besten und ihre Maschinen die modernsten waren. Es war ein Sport, nicht anders als Gravball und wie bei diesem hatten Fremde dabei nicht verloren. Das der Gouverneur nun eine Staffel aus Nichtkoronern aufstellen ließ sah man als Kratzer auf seiner sonst makellosen Herrschaft. Eine Herrschaft die, trotz ihrer kurzen Dauer, alles andere als makellos war. Die Spannungen mit den Truztstädten, die Streitigkeiten im Adelsrat und die Strapazierung der heimischen Wirtschaft durch die angeordnete Überproduktion waren nur die Spitze des Eisbergs. Doch was interessierte den Fabrikarbeiter und Lohnsklaven solch hochtrabende Politik? De Wastari und seine Frau verstanden sich auf den großen Auftritt, gaben sich volksnah und hatten bis jetzt noch nicht mit den üblichen Skandälchen von sich Reden gemacht. <br />
Allerdings hatte die Sache mit der eigenständigen Staffel das Potenzial zu einem solchen Skandal. Natürlich hatte niemanden etwas Abfälliges verlauten lassen, aber das war auch nicht nötig. Die momentane Situation sprach eine deutliche Sprache. Zwei Busse, einer mit zwanzig Piloten besetzt, der andere mit technischem Personal. Der Geleitschutz bestand aus zwei Chimären, denn selbst in relativer Nähe zur Stadt waren die Ausläufer der Wüste alles andere als ungefährlich. Man hätte die sechstündige Fahrt auch abkürzen können. Auf dem Luftweg wären es allerhöchstens zwei Stunden gewesen. Nun, wie gesagt, man ließ den Außenweltler spüren was man von ihnen hielt. Aber immerhin sollten sie nagelneue Maschinen bekommen, wen kümmerte da ein paar Schikanen von Unzufriedenen? Nur leider saßen einige dieser Leute in einflussreichen Positionen und so hatten man bedauert ihnen mitteilen zu müssen das die Lieferung sich verzögerte. Vielleicht nur um ein paar Wochen, doch möglicherweise auch um ein halbes Jahr. Tja  zu dumm! Thunderbolts fertigte man zwar auf Koron, doch litt die Produktion auch unter den erhöhten Normen und die versprochenen Lightnings mussten von Obsidan importiert werden. Man hatte ihnen jedoch zugesichert das Maschinen bereitstehen würden, wenn das Grinsen bei dieser Aussage auch einiges erahnen ließ. Der zweite Schlag ins Gesicht war der Standort. <br />
Äußerer Überwachungsring.    <br />
Dazu musste man den Aufbau der Verteidungsanlagen des Planeten kennen. Um die Welt herum waren die Schiffe der Sektorenflotte stationiert, mit ihrem Hauptstützpunkt und den Raketenbatterien auf dem Mond. Auf Koron selbst konzentrierten sich die Fliegerstaffeln der PVS in den Städten und größeren Stützpunkten. Gohmor besaß hunderte solcher Formationen, doch wären sie ausschließlich in der Makropole stationiert gewesen, so hätte jeder Aggressor, der bis drei zählen konnte, die Reichweite der Flieger ausrechnen können. Um den entgenzuwirken gab es einen losen Kreis aus vorgeschobenen Posten, eben jener äußere Verteidigungsring.  <br />
Als sich die kleine Kolonne nun über eine staubige Anhöhe kämpfte wären die Gespräche verstummt, aber das war schon seit einigen Stunden der Fall. Anfangs war noch das Geplauder gegenseitigen Kennenlernens in den Bussen erklungen, doch je weiter sie kamen, je trübseliger die Landschaft geworden war, um so weniger hatte jemand das Verlangen nach Unterhaltung verspürt. Da sie ihr Ziel nun erreicht hatten waren kaum unterdrückte Flüche und fassungsloses Gemurmel die ersten Äußerungen die sich wieder vernehmen ließen. <br />
<br />
Äußerer Überwachungsring, PVS- Luftwaffenstützpunkt A 73 <br />
<br />
Diese farblose Bezeichnung beschrieb eine Niederlassung, mitten im verwüsteten Land der Öde. Erst sah man den Tower, als flimmernde Erscheinung auftauchen. Er schien sich nicht ganz schlüssig zu sein ob er ein Trugbild darstellen wollte oder sich für die reale Welt entschied. Noch bevor klar war das Letzteres des Fall sein würde passierten sie das Wrack eines LKWs. Das Fahrzeug hatte man irgendwann den Elementen überlassen und seit dem starb es hier einen langsamen Tot. Ringsrum bildete eine Korona aus Müll und rostigen Metallteilen die Trauergesellschaft. Der Lastwagen war jedoch nur ein Beiwerk zu dem wesentlich imposanteren Schrotthaufen, der einstmals ein Bomber vom Typ <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Regenmacher</span> gewesen war. Befanden sie sich hier auch nicht im Land unendlicher Sanddünen, sondern von der Sonne gebackenen Lehms, so hatte der Wind jedoch genügend Flugsand herangetragen um ihn am Rumpf der Maschine aufzuhäufen. Die Lackierung war längst abgeschmirgelt und das Cockpitglas blind. Irgendwann hatten auch die Flügel nachgegeben und waren zur Seite abgeknickt, so das die Maschine jetzt einem toten, oder jedenfalls tot- traurigen Vogel glich. Irgendjemand machte eine Bemerkung, die von strafbarer Verschwendung sprach. <br />
Das Lager selbst war von einem Maschendrahtzaun umgeben, der an drei Seiten von Wachtürmen überblickt wurde. Eigentlich hätten es vier sein müssen, doch einer fehlte schlicht und einfach. Am Eingang, neben dem Häuschen des Wachhabenden, stand ein altersschwacher Leman Russ, dem auf einer Seite eine Kette fehlte und dessen andere so rostig war das sie wohl bei Berührung in tausend Teile zerfallen würde. Im Zentrum der Anlage befand sich das Hauptgebäude mit dem Tower, Besprechungsräumen und der Einsatzzentrale. Dahinter das Flugfeld aus geschmolzenem und kontrolliert erkaltetem, schwarzen Gestein. Es nahm die gesamte Länge des Lagers ein wies ebenfalls, nicht wenige, Verwehungen von Flugsand auf. <br />
Reihen aus Scheltern und Hangars flankierten die Rollbahn. Den Rest bestimmten hlabrunde Unterkünfte, sogenannte Nissenhütten, aus Wellblech, ein paar Technikhallen und ein Flachbau aus Beton, bei dem es sich um das Offizierskasino handelte.<br />
<br />
Die Kolonne hielt vor dem Haupttor, an dem ein Schild vor sofortigem Gebrauch der Schusswaffe warnte. Nicht das irgendwer sonderlich kriegerisch wirkte, war doch weder Wachhäuschen, noch einer der Türme besetzt. Nachdem sie einige Minuten gewartet hatten und sich niemand hatte blicken lassen, ließ die Führungschimäre ihre nebelhornartige Hupe ertönen. Erst sah es so aus als würde auch das nichts bewirken, doch dann öffnete sich die Tür einer der Hütten und ein einzelner Soldat kam heraus. Er trug eine Schadstoffkombi und darüber nur die Uniformshose. Seine Atemschutzmaske baumelte um den Hals, in der Hand hielt er sein Gewehr, was eine nette Geste war, vorallem weil die Waffe kein Magazin enthielt. Der Mann eilte über den Platz und öffnete das Tor, woraufhin die Fahrzeuge einrollten. <br />
<br />
Die Piloten waren alle Offiziere und neben Joanna gab es noch zwei weitere Majore. Doch da sie die längste Dienstzeit in den Reihen der PVS vorzuweisen hatte, hatte man ihr einsweilen das Kommando übertragen und ihre Aufträge waren klar formuliert. <br />
Verlegung der Staffel, die im Übrigen noch keinen der wohlklingenden Namen hatte sondern nur die Bezeichnung Sonderstaffel 001 trug, zum Stützpunkt. Das war geschehen. <br />
Zweitens eine Bestandsaufnahme des vor Ort befindlichen Personals. Sichtung und Funktionsstatus der vorhandenen Flugzeuge und schließlich Meldung an das zuständige Abschnittskommando in Gohmor. Die nötigen Funkfrequenzen und Verschlüsselungscodes hatte man ihr mitgegeben. <br />
<br />
Als die Männer und Frauen nun die beiden Busse verließen, ihre Gliedmaßen reckten und Knochen massierten, machte der Soldat, der ihnen Zugang gewehrt hatte, bei Joanna Meldung. Oder etwas so ähnliches. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Herr Major... äh... Frau... will sagen. Unteroffizier Kleinhuber melde... äh.... Situation im Lager ist... gut.</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Jerikas Lot]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=512</link>
			<pubDate>Wed, 25 Nov 2009 17:17:57 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=512</guid>
			<description><![CDATA[Ob aus irgendeiner Absicht heraus geschehen war, das der Trupp in tiefster Nacht die Siedlung erreichte, blieb unbeantwortet. Vielleicht wollte man einer frühzeitigen Entdeckung vorbeugen, bestand doch immerhin die Möglichkeit das der Empfang wenig freundlich ausfiel. Genauso gut mochte es aber auch einfach nur Zufall sein. Missionen mussten geplant, der Dienstweg eingehalten werden und das dauerte natürlich seine Zeit. Hieß der Spott auf das Sprichwort “Die einzige Konstante in Universum ist der Tod.“ nicht “Die einzige Konstante im Imperium ist die Bürokratie.“? Ob der Soldat, der am untersten Ende der Kette stand, derartige Verzögerungen letztlich ausbaden musste war den Streibtischtätern egal. <br />
So waren es also die Kegel vier großer Trumscheinwerfer die das Nahen der Kolonne ankündigten. In der heruntergekommenen Bergbausiedlung schien das jedoch niemanden zu kümmern. Wie eine Geisterstadt lag sie da und nur das träge Knarren durchhängder Stahlseile war als Zeichen irgendwelcher Bewegung auszumachen. Die Chimären tuckerten im Leerlauf und ihre Turmgeschütze schwangen suchend von links nach rechts, nachdem sie die Mitte der zentralen Hauptstraße erreicht hatten. In westlicher Richtung war der Spalt auszumachen und die Reste einer Mauer, oder Barriere die einstmals die einzige Brücke versperrt haben musste. Nun lag sie in Trümmern und vermutlich war dieser Umstand den durchfahrenden Panzern zu verdanken. Quer über das rostige Eisen der Brücke lag eine gerade Linie aus kleinen Müllteilen und Steinbrocken. Ganz so als hätte irgendjemand versucht die zerstörte Mauer wieder aufzubauen, indem er anfing sie wie ein kleines Kind, Stück für Stück, neu zu errichten. <br />
Die Ausstiegsluken der Transportpanzer fielen herunter und erbrachen ausschwärmende Männer und Frauen.<br />
<span style="color: royalblue;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">LOS VERTEILT EUCH! Sicherungsposten einrichten, schwere Waffen aufstellen. KOMMT IN DIE HUFE IHR SÄCKE!</span></span> Das war natürlich Hauptweldwebel Johnas, der seine Leute da auf Position scheuchte. <br />
Die Polizisten kamen mit Sturmschildern und Schlagstöcken aus ihrem Fahrzeug gelaufen. <br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Schildwall bilden und warten bis die Sicherung durch die Kameraden steht. Danach beginnen wir mir der Durchsuchung, vorausgesetzt die Bewohner zeigen sich nicht.</span> </span><br />
Hinter ihnen plärrte eine blecherne Stimme aus den Lautsprechern, die sich auf der MP-Chimäre befanden. <br />
<br />
<span style="color: burlywood;" class="mycode_color"><span style="font-size: 3pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bewohner von Jerikas Lot! Auf Grundlage des Umsiedlungserlasses 12/13 werden sie in ein vorläufiges Auffanglager verbracht, bevor sie eine soziale Reintegration wieder in die produktiven Gesellschaftsstrukturen Gohmors zurückführt. Die Soldaten der PVS sind zu ihrem Schutz und für eine reibungslose Verlegung hier. Folgen sie ihren Anweisungen unaufgefordert und kooperieren sie. Dazu ist es nötig das sich alle Einwohner auf dem zentralen Platz versammeln. Ich wiederhole... </span></span></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Ob aus irgendeiner Absicht heraus geschehen war, das der Trupp in tiefster Nacht die Siedlung erreichte, blieb unbeantwortet. Vielleicht wollte man einer frühzeitigen Entdeckung vorbeugen, bestand doch immerhin die Möglichkeit das der Empfang wenig freundlich ausfiel. Genauso gut mochte es aber auch einfach nur Zufall sein. Missionen mussten geplant, der Dienstweg eingehalten werden und das dauerte natürlich seine Zeit. Hieß der Spott auf das Sprichwort “Die einzige Konstante in Universum ist der Tod.“ nicht “Die einzige Konstante im Imperium ist die Bürokratie.“? Ob der Soldat, der am untersten Ende der Kette stand, derartige Verzögerungen letztlich ausbaden musste war den Streibtischtätern egal. <br />
So waren es also die Kegel vier großer Trumscheinwerfer die das Nahen der Kolonne ankündigten. In der heruntergekommenen Bergbausiedlung schien das jedoch niemanden zu kümmern. Wie eine Geisterstadt lag sie da und nur das träge Knarren durchhängder Stahlseile war als Zeichen irgendwelcher Bewegung auszumachen. Die Chimären tuckerten im Leerlauf und ihre Turmgeschütze schwangen suchend von links nach rechts, nachdem sie die Mitte der zentralen Hauptstraße erreicht hatten. In westlicher Richtung war der Spalt auszumachen und die Reste einer Mauer, oder Barriere die einstmals die einzige Brücke versperrt haben musste. Nun lag sie in Trümmern und vermutlich war dieser Umstand den durchfahrenden Panzern zu verdanken. Quer über das rostige Eisen der Brücke lag eine gerade Linie aus kleinen Müllteilen und Steinbrocken. Ganz so als hätte irgendjemand versucht die zerstörte Mauer wieder aufzubauen, indem er anfing sie wie ein kleines Kind, Stück für Stück, neu zu errichten. <br />
Die Ausstiegsluken der Transportpanzer fielen herunter und erbrachen ausschwärmende Männer und Frauen.<br />
<span style="color: royalblue;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">LOS VERTEILT EUCH! Sicherungsposten einrichten, schwere Waffen aufstellen. KOMMT IN DIE HUFE IHR SÄCKE!</span></span> Das war natürlich Hauptweldwebel Johnas, der seine Leute da auf Position scheuchte. <br />
Die Polizisten kamen mit Sturmschildern und Schlagstöcken aus ihrem Fahrzeug gelaufen. <br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Schildwall bilden und warten bis die Sicherung durch die Kameraden steht. Danach beginnen wir mir der Durchsuchung, vorausgesetzt die Bewohner zeigen sich nicht.</span> </span><br />
Hinter ihnen plärrte eine blecherne Stimme aus den Lautsprechern, die sich auf der MP-Chimäre befanden. <br />
<br />
<span style="color: burlywood;" class="mycode_color"><span style="font-size: 3pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bewohner von Jerikas Lot! Auf Grundlage des Umsiedlungserlasses 12/13 werden sie in ein vorläufiges Auffanglager verbracht, bevor sie eine soziale Reintegration wieder in die produktiven Gesellschaftsstrukturen Gohmors zurückführt. Die Soldaten der PVS sind zu ihrem Schutz und für eine reibungslose Verlegung hier. Folgen sie ihren Anweisungen unaufgefordert und kooperieren sie. Dazu ist es nötig das sich alle Einwohner auf dem zentralen Platz versammeln. Ich wiederhole... </span></span></span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Farmans Peak]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=494</link>
			<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 17:02:49 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=494</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Feldschlange</span> schloss auf und beseitigte den Makel den sein fehlerhafter Abstand im Bild der fahrenden Panzer hinterlassen hatte. Eine turmhohe Staubwolke wehte hinter ihnen her und das obwohl sie die Straßen aus kontrolliert geschmolzenem und wieder erhärtetem Stein noch nicht einmal verlassen hatten. Noch befanden sie sich in dem unansehnlichen Gürtel in dem das Geschwür der Slums mit den gierigen Ausläufern der Wüste rang. Noch immer zeigten sich Anzeichen industrieller Nutzung, auch wenn die Zentren dieser Ausbeutung schon lange nicht mehr in solch bequemer Nähe zur Stadt lagen. Inzwischen dienten viele der ehemaligen Anlagen, um die genauso erbittert gekämpft worden war wie es jetzt im Ödland der Fall war, Mutanten und Ausgestoßenen als Unterkunft. Kreaturen die selbst zu gering in ihrem Wert waren um Bomben für ihre Auslöschung zu verschwenden. <br />
Ein Knacken im Funk.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Auge an alle, kommen!</span> Erneute, routinierte Verstandenmeldungen. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Circa in dreißig Morituri erreichen wir urbane Ansiedlung Jerikas Lot.</span> Es knackte während der Hauptmann die Sprechtaste losließ um etwaige Gegenfragen hören zu können. Doch niemand unterbrach ihn. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Überqueren in Ansiedlung zentrale Brücke. Gesinnung der Einwohner, wenn vorhanden, nicht geklärt. Wiederhole, Gesinnung möglicher Einwohner nicht geklärt. Sekundärwaffen klar zum Gefecht. Feuervorbehalt auf mein Zeichen. Wiederholen sie!<br />
<span style="color: green;" class="mycode_color">Sekundärwaffen klar zum Gefecht!     </span><br />
<span style="color: royalblue;" class="mycode_color">Klar bei Gefecht für Sekundärwaffen!</span> </span><br />
Schallte es kratzend von <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Feldschlange</span> und <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Donnerkeil</span>. <br />
Nachdem die angekündigte, halbe Stunde verstrichen war ließ sich besagte Niederlassung erkennen. Gleichzeitig war nun auch klar warum der Hauptmann das Risiko einging ein urbanes Gebiet zu durchqueren. Für Panzer stets eine heikle Angelegenheit und die kleine Kolonne konnte auf keinerlei Infanterieunterstützung zurückgreifen. Doch ein Umfahren hätte einen nicht zu ermessenden Umweg bedeutet. Vor dem eingeschränkten Sichtfeld von Fahrer und Kommandant zeichnete sich eine gewaltige Erdspalte ab. Eine gezackte Wunde in der Oberfläche Korons. Vielleicht natürlichen Ursprungs doch wesentlich wahrscheinlicher eine Folge des Raubbaus. Entlang dieses Risses konnte man Fabriken entdecken die am Rand standen oder teilweise sogar darüber hinaus ragte. Viele längst aufgegebene Heimstätten für Geister, einige wenige noch immer in Betrieb. Rohre und Leitungen führten in die Tiefe um, der Imperator wusste was, herauszuholen. Jerikas Lot bildete da keine Ausnahme. Eine abgeschaltete Förderanlage, selbstmörderisch über den Abgrund hinausragend. Ringsherum ein wildes Gewirr aus Wellblechhütten und vereinnahmten Konzerngebäuden. In der Mitte die Brücke. Eine Konstruktion aus schwarzem Stahl, von beiden Seiten mit Stützstreben im Fels verankert. Von Bewohnern war Anfangs nichts zu sehen und so drangen die PVS- Fahrzeuge über die Hauptstraße her ein. Geschwindigkeit musste der Unübersichtlichkeit und der nötigen Beobachtung angeglichen werden. Immerhin war kaum eines Gebäude so hoch, das es einem Beschuss von Oben gestattet hätte. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kontakt mit Bewohner!</span></span> Kam es von letzten Fahrzeug und das Funkgerät nahm der Stimme die Weiblichkeit. Tatsächlich tauchten nun überall Gestalten zwischen den Häusern auf. In Lumpen gehüllte Menschen die man nur mit sehr viel gutem Willen als solche bezeichnen konnte. Sie schienen an irgendeiner Verseuchung, vielleicht einer Strahlenkrankheit zu leiden, denn ihre Leiber waren aufgebläht und deformiert. Wie tumb glotzten sie die vorbeirollenden Kriegsmaschinen an. Einige trugen noch immer zerschlissene Arbeitskleidung und gelbe Sicherheitshelme. Vielleicht waren es die Nachfahren derer die einst nicht wahrhaben wollten das es hier nichts mehr zu holen gab. Vielleicht hatten sich auch Mutanten hier her geflüchtet und mit irgendetwas angesteckt. Was es auch war, auf Jerikay Lot fiel das Licht Terras schon lange nicht mehr. <br />
Sie erreichten die Brücke und fanden sie versperrt. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Panzer halt!</span> kam es von Müller und die Kolonne stoppte. Ein Durchbrechen der Barrikade wäre vielleicht auch in voller Fahrt möglich gewesen, aber dazu hätte einer der Leman Russ an der Spitze sein müssen. Das Metallband der Brück war nämlich von zwei umgestoßenen Sattelschleppern, einem Bus und Unmengen an Schrott und Müll blockiert. Es war anzunehmen das die Mutanten damit weniger Reisende am Hinauskommen hindern wollten als Dinge der Wüste am Hineingelangen. Dennoch musste die Mauer dort weg. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Donnerkeil, beseitigen sie das!</span> <br />
Mit einem hydraulischen Quietschen senkte sich der Räumschild des Panzers. Als der Leman Russ sich seinen Weg an <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Dies Irae</span> vorbei suchte, mussten einige Wellblechhütten dran glauben. Schließlich krachte die sechzig Tonnen schwere Maschine in das Hindernis und spie schwarzen Rauch als der Motor aufheulte. Die Barrikade erbebte, weigerte sich aber Platz zu machen. Der Panzer setzte zurück und versuchte es noch einmal. Tatsächlich gelang es einen der LKWs in den Abgrund zu schieben. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sie kommen!</span> </span>erklang van Deikas Stimme ruhig und sachlich. Gemeint waren die Entstellten, die nun ihr Zögern ablegten und als wilde Meute auf die Kolonne zuhielten. Nicht das ihre Zangen, Rohrstücken und Steine eine Bedrohung dargestellt hätten. Dennoch kein anheimelnder Anblick.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Feldschlange</span> schloss auf und beseitigte den Makel den sein fehlerhafter Abstand im Bild der fahrenden Panzer hinterlassen hatte. Eine turmhohe Staubwolke wehte hinter ihnen her und das obwohl sie die Straßen aus kontrolliert geschmolzenem und wieder erhärtetem Stein noch nicht einmal verlassen hatten. Noch befanden sie sich in dem unansehnlichen Gürtel in dem das Geschwür der Slums mit den gierigen Ausläufern der Wüste rang. Noch immer zeigten sich Anzeichen industrieller Nutzung, auch wenn die Zentren dieser Ausbeutung schon lange nicht mehr in solch bequemer Nähe zur Stadt lagen. Inzwischen dienten viele der ehemaligen Anlagen, um die genauso erbittert gekämpft worden war wie es jetzt im Ödland der Fall war, Mutanten und Ausgestoßenen als Unterkunft. Kreaturen die selbst zu gering in ihrem Wert waren um Bomben für ihre Auslöschung zu verschwenden. <br />
Ein Knacken im Funk.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Auge an alle, kommen!</span> Erneute, routinierte Verstandenmeldungen. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Circa in dreißig Morituri erreichen wir urbane Ansiedlung Jerikas Lot.</span> Es knackte während der Hauptmann die Sprechtaste losließ um etwaige Gegenfragen hören zu können. Doch niemand unterbrach ihn. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Überqueren in Ansiedlung zentrale Brücke. Gesinnung der Einwohner, wenn vorhanden, nicht geklärt. Wiederhole, Gesinnung möglicher Einwohner nicht geklärt. Sekundärwaffen klar zum Gefecht. Feuervorbehalt auf mein Zeichen. Wiederholen sie!<br />
<span style="color: green;" class="mycode_color">Sekundärwaffen klar zum Gefecht!     </span><br />
<span style="color: royalblue;" class="mycode_color">Klar bei Gefecht für Sekundärwaffen!</span> </span><br />
Schallte es kratzend von <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Feldschlange</span> und <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Donnerkeil</span>. <br />
Nachdem die angekündigte, halbe Stunde verstrichen war ließ sich besagte Niederlassung erkennen. Gleichzeitig war nun auch klar warum der Hauptmann das Risiko einging ein urbanes Gebiet zu durchqueren. Für Panzer stets eine heikle Angelegenheit und die kleine Kolonne konnte auf keinerlei Infanterieunterstützung zurückgreifen. Doch ein Umfahren hätte einen nicht zu ermessenden Umweg bedeutet. Vor dem eingeschränkten Sichtfeld von Fahrer und Kommandant zeichnete sich eine gewaltige Erdspalte ab. Eine gezackte Wunde in der Oberfläche Korons. Vielleicht natürlichen Ursprungs doch wesentlich wahrscheinlicher eine Folge des Raubbaus. Entlang dieses Risses konnte man Fabriken entdecken die am Rand standen oder teilweise sogar darüber hinaus ragte. Viele längst aufgegebene Heimstätten für Geister, einige wenige noch immer in Betrieb. Rohre und Leitungen führten in die Tiefe um, der Imperator wusste was, herauszuholen. Jerikas Lot bildete da keine Ausnahme. Eine abgeschaltete Förderanlage, selbstmörderisch über den Abgrund hinausragend. Ringsherum ein wildes Gewirr aus Wellblechhütten und vereinnahmten Konzerngebäuden. In der Mitte die Brücke. Eine Konstruktion aus schwarzem Stahl, von beiden Seiten mit Stützstreben im Fels verankert. Von Bewohnern war Anfangs nichts zu sehen und so drangen die PVS- Fahrzeuge über die Hauptstraße her ein. Geschwindigkeit musste der Unübersichtlichkeit und der nötigen Beobachtung angeglichen werden. Immerhin war kaum eines Gebäude so hoch, das es einem Beschuss von Oben gestattet hätte. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kontakt mit Bewohner!</span></span> Kam es von letzten Fahrzeug und das Funkgerät nahm der Stimme die Weiblichkeit. Tatsächlich tauchten nun überall Gestalten zwischen den Häusern auf. In Lumpen gehüllte Menschen die man nur mit sehr viel gutem Willen als solche bezeichnen konnte. Sie schienen an irgendeiner Verseuchung, vielleicht einer Strahlenkrankheit zu leiden, denn ihre Leiber waren aufgebläht und deformiert. Wie tumb glotzten sie die vorbeirollenden Kriegsmaschinen an. Einige trugen noch immer zerschlissene Arbeitskleidung und gelbe Sicherheitshelme. Vielleicht waren es die Nachfahren derer die einst nicht wahrhaben wollten das es hier nichts mehr zu holen gab. Vielleicht hatten sich auch Mutanten hier her geflüchtet und mit irgendetwas angesteckt. Was es auch war, auf Jerikay Lot fiel das Licht Terras schon lange nicht mehr. <br />
Sie erreichten die Brücke und fanden sie versperrt. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Panzer halt!</span> kam es von Müller und die Kolonne stoppte. Ein Durchbrechen der Barrikade wäre vielleicht auch in voller Fahrt möglich gewesen, aber dazu hätte einer der Leman Russ an der Spitze sein müssen. Das Metallband der Brück war nämlich von zwei umgestoßenen Sattelschleppern, einem Bus und Unmengen an Schrott und Müll blockiert. Es war anzunehmen das die Mutanten damit weniger Reisende am Hinauskommen hindern wollten als Dinge der Wüste am Hineingelangen. Dennoch musste die Mauer dort weg. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Donnerkeil, beseitigen sie das!</span> <br />
Mit einem hydraulischen Quietschen senkte sich der Räumschild des Panzers. Als der Leman Russ sich seinen Weg an <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Dies Irae</span> vorbei suchte, mussten einige Wellblechhütten dran glauben. Schließlich krachte die sechzig Tonnen schwere Maschine in das Hindernis und spie schwarzen Rauch als der Motor aufheulte. Die Barrikade erbebte, weigerte sich aber Platz zu machen. Der Panzer setzte zurück und versuchte es noch einmal. Tatsächlich gelang es einen der LKWs in den Abgrund zu schieben. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sie kommen!</span> </span>erklang van Deikas Stimme ruhig und sachlich. Gemeint waren die Entstellten, die nun ihr Zögern ablegten und als wilde Meute auf die Kolonne zuhielten. Nicht das ihre Zangen, Rohrstücken und Steine eine Bedrohung dargestellt hätten. Dennoch kein anheimelnder Anblick.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Badlands &quot;Machandul&quot;]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=209</link>
			<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 18:18:02 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=209</guid>
			<description><![CDATA[Eine Wand aus Blech und Stahlplatten, Stacheldrahtverhaue und metallene Barierren sind die ersten Zeichen der "Oase". Jeder aus den Zwielichtigen Schichten von Koron, kannte die Oase und auch den Behörden war sie sicher nicht unbekannt.<br />
Dennoch seit Jahren hatte der "Don", der Gottimperator weiß warum er sich so nennt, eigentlich heißt er Malik Chazrak und jeder weiß das, die Herrschaft über diese kleine Siedlung, in dessen Zentrum ein ehemaliges Wartungsgebäude als einziges zivilisiertes Gebäude steht. Noch zu alten Zeiten vor dem Krieg erbaut, mutete das Haus ein wenige wie ein Tempel aus Tausend und einer Nacht an, mit vier kleinen Türmen die die Dachkuppel umgeben. Rundherum finden sich viele Zelte, Hütten und sonstige, eher wackelig anmutende Gebäude, ein funktionsunfähiges Neonschild weißt Eines als Hotel aus, ein anders ist mit einem Metalschild und der Aufschrift "Pub" versehen, beide gehören dem selbst ernannten "Don". Überall stinkt es nach Promethium, die angezapfte Pipeline ist der wahre Reichtum dieser Oase und gleichzeitig wohl auch der Garant ihres Überlebens. Wasser, Munition, Treibstoff, Drogen, Sklaven oder auch Waffen (meist samt Besitzer) können hier angeworben werden. Dieses "Loch" ist die Heimat vieler Plünderer, Wegelagerer und anderer Gesetzloser, Mutant oder nicht, hier zählt nur was man kann, oder was man sich leisten kann. Doch so Gesetzlos wie es scheint ist dieser Ort nicht. gutbewaffnete Männer in dreier Gruppen streifen durch die Gassen, "Sheriffs" genannt, sorgen für die Einhaltung der Regeln, die einfach sind und leicht zu befolgen:<br />
Töte nur in der Arena oder zur Verteidigung.<br />
Stehel nicht in der Oase.<br />
Achte den Don und seine Sheriffs.<br />
Schon bei der Einfahrt sind diese Regeln zu lesen, in armdicken Buchstaben prangen sie über dem "Tor", der einzigen Zufahrt.<br />
Das dies nur galt solange niemand eine Erlaubnis von Malik hat, die im Grunde jeder erwerben konnte, stand natürlich nicht dabei.<br />
<br />
Am Abend war ein Motorrad mit einem Truck im Schlepptau eingetroffen, doch angehalten wurden sie nicht, das Motorrad des Ganger war den Wachen bekannt, es war nicht sein erster Besuch hier und so waren die 12 wuchtigen Männer sicher das man die Regeln kannte und auch befolgte. Nahe des sogenannten Hotels ließ Tarik die Fahrzeuge anhalten, und erklärte kurz das sie erst am Morgen zum Don kämen, daher auch erst morgens an Treibstoff und andere Bedarfsgüter kommen würden. Auch die Medikamente könne man dort zu Geld machen.<br />
<br />
Auch in den Frühen Morgenstunden war noch Leben am Tor. Ein heruntergekommener Jeep, mit einem Söldner auf dem Beifahrersitz und einem Ganger am Steuer trafen ein, kamen aber genauso ungehindert an den Sheriffs vorbei. Laeyon war noch im Krankenhaus, es war kein öffentliches sondern eines in das Jeder mit meldepflichtigen Verletzungen gehen konnte, solange die Bezahlung stimmte, von einem zwielichtigen Gorilla angeworben worden. Der "Boss" des Gorillas wollte etwas über den Verbleib eines gewissen Enoks, zumindest jedoch über den Erfolg seines Auftrages wissen. Einen Jeep samt Ortskundigen Fahrer, Mav nannte dieser sich, und eine kleine Belohnung (das eigene Leben) sollte der Söldner dafür bekommen.<br />
<br />
Nun stieg die Sonne auf, der Sturm der vergangenen Nacht hatte sich längst gelegt, und goldener Glanz lag über diesem Schandfleck der Zivilisation...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Eine Wand aus Blech und Stahlplatten, Stacheldrahtverhaue und metallene Barierren sind die ersten Zeichen der "Oase". Jeder aus den Zwielichtigen Schichten von Koron, kannte die Oase und auch den Behörden war sie sicher nicht unbekannt.<br />
Dennoch seit Jahren hatte der "Don", der Gottimperator weiß warum er sich so nennt, eigentlich heißt er Malik Chazrak und jeder weiß das, die Herrschaft über diese kleine Siedlung, in dessen Zentrum ein ehemaliges Wartungsgebäude als einziges zivilisiertes Gebäude steht. Noch zu alten Zeiten vor dem Krieg erbaut, mutete das Haus ein wenige wie ein Tempel aus Tausend und einer Nacht an, mit vier kleinen Türmen die die Dachkuppel umgeben. Rundherum finden sich viele Zelte, Hütten und sonstige, eher wackelig anmutende Gebäude, ein funktionsunfähiges Neonschild weißt Eines als Hotel aus, ein anders ist mit einem Metalschild und der Aufschrift "Pub" versehen, beide gehören dem selbst ernannten "Don". Überall stinkt es nach Promethium, die angezapfte Pipeline ist der wahre Reichtum dieser Oase und gleichzeitig wohl auch der Garant ihres Überlebens. Wasser, Munition, Treibstoff, Drogen, Sklaven oder auch Waffen (meist samt Besitzer) können hier angeworben werden. Dieses "Loch" ist die Heimat vieler Plünderer, Wegelagerer und anderer Gesetzloser, Mutant oder nicht, hier zählt nur was man kann, oder was man sich leisten kann. Doch so Gesetzlos wie es scheint ist dieser Ort nicht. gutbewaffnete Männer in dreier Gruppen streifen durch die Gassen, "Sheriffs" genannt, sorgen für die Einhaltung der Regeln, die einfach sind und leicht zu befolgen:<br />
Töte nur in der Arena oder zur Verteidigung.<br />
Stehel nicht in der Oase.<br />
Achte den Don und seine Sheriffs.<br />
Schon bei der Einfahrt sind diese Regeln zu lesen, in armdicken Buchstaben prangen sie über dem "Tor", der einzigen Zufahrt.<br />
Das dies nur galt solange niemand eine Erlaubnis von Malik hat, die im Grunde jeder erwerben konnte, stand natürlich nicht dabei.<br />
<br />
Am Abend war ein Motorrad mit einem Truck im Schlepptau eingetroffen, doch angehalten wurden sie nicht, das Motorrad des Ganger war den Wachen bekannt, es war nicht sein erster Besuch hier und so waren die 12 wuchtigen Männer sicher das man die Regeln kannte und auch befolgte. Nahe des sogenannten Hotels ließ Tarik die Fahrzeuge anhalten, und erklärte kurz das sie erst am Morgen zum Don kämen, daher auch erst morgens an Treibstoff und andere Bedarfsgüter kommen würden. Auch die Medikamente könne man dort zu Geld machen.<br />
<br />
Auch in den Frühen Morgenstunden war noch Leben am Tor. Ein heruntergekommener Jeep, mit einem Söldner auf dem Beifahrersitz und einem Ganger am Steuer trafen ein, kamen aber genauso ungehindert an den Sheriffs vorbei. Laeyon war noch im Krankenhaus, es war kein öffentliches sondern eines in das Jeder mit meldepflichtigen Verletzungen gehen konnte, solange die Bezahlung stimmte, von einem zwielichtigen Gorilla angeworben worden. Der "Boss" des Gorillas wollte etwas über den Verbleib eines gewissen Enoks, zumindest jedoch über den Erfolg seines Auftrages wissen. Einen Jeep samt Ortskundigen Fahrer, Mav nannte dieser sich, und eine kleine Belohnung (das eigene Leben) sollte der Söldner dafür bekommen.<br />
<br />
Nun stieg die Sonne auf, der Sturm der vergangenen Nacht hatte sich längst gelegt, und goldener Glanz lag über diesem Schandfleck der Zivilisation...]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Ebene von Rasankur]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=227</link>
			<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 00:04:47 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=24"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=227</guid>
			<description><![CDATA[Al Chaliks “Hof” spottete nicht etwa jenem uralten Wortlaut, welcher sich wohl einst aus feudalen Gebräuchen heraus entwickelt haben musste, sich seine kriegerischen Knechte im Saal zu empfangen.<br />
<br />
Dennoch, gelinde gesprochen befremdlich, scheute dennoch weder Vergleich noch Ebenmaß am Palaste jenes frisch gekürten Göttersohnes, selbst wenn diese gänzlich andere Dimensionen, erwachsen aus möglicherweise unterschiedlichen Gedankenwelten waren. Rasankur war… antik, massiv, ein in glatten Alabastern gehauenes Meisterwerk aus Zeiten, in welchen göttliche Imperatoren noch ferner denn die goldenen Sterne selbst gewesen sein mochten, war ein Relikt und Juwel jener früheren Hoheitsepoche, und dennoch nur ein Bruchteil jener Welt wie sie sie vorgefunden hatten.<br />
<br />
Was sich hier abspielte, waren manierlich gesprochen wohl auswüchse eines anderen, für zivilisierte Völker wenig begreifliche Sitten. Thronend aufragend wie die gewaltige Masse der östlichen Zentralmassive, türmten sich die einzelnen Luftschleusen des fleischigen Beduinenzeltes nebeneinander auf, zierten wie gedungene Minarette die sonst schnörkellose Fassade, während rundherum geschäftiges Handwerk herrschen mochte. Von allen erdenklichen Himmelskrümmungen drangen die melodischen Saitenschläge heran, wälzte sich erglühter Stahl unterm unnachgiebigen Hämmern muskelbepackter Schmiedeknechte unterschiedlichster Abstammung, murmelnden greise lumpengehüllte Prediger ihrer formschönen Verse herab oder lullten die Trostlosigkeit des eigenen Lebens mittels imposanter Epen ein, das wenige an ansehnlichem Weibsvolk umsorgte männliche Nöte, sei dies sanitärer oder mehr fleischlicher Natur, während meist fluchende Bestienmeister elefantöse Kreaturen bar jeder schützenden Hauthülle geißelten.<br />
<br />
Innerhalb seines mit herrlichen Tawata-Seidenteppichen behangenen Yurts, schwerlich aufstoßend ein jeglicher noch so süß durchwirkter Atemzug, rang man an wüsten Eindrücken fast schon um die Besinnung. Über meist niedere Krummholzschemel, geziert durch verworrene Kaligraphien dieser selbst ihr unbekannten Menschenzunge, würfelten tattrige Uralte in schwarz umrahmten Knochenköchern zersplitterte Totems, welch sorgfältig studiertes Muster sich nun aus den scheinbar willkürlich hervorperlenden Münzen, Juwelen und Klingenstückchen ergab. Schwindlig wankende Dirnen in spärlichen kupferdurchwobenen Bändchen tänzelten um besonders verdienstete Kriegerräte, schürzten ihre meist tätowierten Unterleiber an deren narbige Glieder, ließen sich spärlich gesäte flüchtige Tätscheleien gefallen, während ein oder zwei sie sogar lustvoll aus dem eigenen goldenen Pokal schlürfen ließen. Drogenversetzt, vollmundig und bar des überbewerteten leichten Teints, wie in imperiales Volk sosehr liebte. Gurrend, erstickend schwach unter den verhüllenden Schleiern ihrer zierlich geschminkten Mündchen, wedelten sie mit goldenen Palmstangen ihrem ebenso kriegerischen wie imposanten Fürsten kühlende Linderung zu, wenngleich jener im Schneidersitz wie fest verwachsen mit dem schwarzen Polstern schien.<br />
<br />
Nicht etwa unansehnlich, grob oder gar aufgebläht wie so manch anderer Kriegsherr erschien er, viel mehr ein gepflegtes Ebenbild jenes einen längst verstrichenen Monarchen Rasankurs, welchen sie unlängst in ebenso verstohlenen Träumen erblicken hatte dürfen. Mächtig gegürtet wohlweißlich ein goldener Panzerreif, schwer behangen mit Reliquiaren einzelner unterworfener Stämme, so etwa sorgsam poliertes Geschmeide, abgebrochene Stilette unterjochter Fürsten, Fingerknöchel irgendwelcher Propheten oder abgeschorene Bartsträhnen, ebenso als Zeichen sklavischer Ergebenheit. Kastanienbraun, so mochte man jene Kolorierung einst getauft haben, wenngleich es dieser Tage beinahe keine mehr gab, schwelgte die rauschende Mähnentracht zweifelsohne parfümiert und gebadet in flüchtigen Rosenwassern, über die grün-weiß gestreiften Seidentücher der Mannesbrust herab. Ineinander geflochtene hauchdünne Röllchen formten seinen etwa torsolangen Bart zu jener Pracht wie man sie ansonsten lediglich auf den ältesten ihr bekannten Reliefs Rasankurs finden mochte, so schaukelte wohl auch jener Fürst in ruhmlosen Wahnvorstellungen uralter Geschlechter, gleichsam wie es eben jener Tat, welchem sie sich zuerst verpflichtet hatte. Nun endlich schlitzten sich die schwarzgemalten Augenlider, ehe sich darunter perlmutweiße, aderlose Äpfel zeigten, merklich beschwichtigender, feuerloser den Kogans herrschaftliches Antlitz, kündeten jene von anderen, möglicherweise sogar vernünftigeren Herrschaftsformen, wenngleich dieser hier nicht weniger grausam sein mochte, wie sie im Ritt des angebrochenen Tages hatte feststellen können. Gewissermaßen war seine Heerlager gespickt von politischen Verrätern oder so befundenen Schwächlingen, und dennoch war jenes erst ein Vorgeschmack auf jene wahre Macht dahinter gewesen, sofern auch jener Meldereiter Kogans, nur auf eine drein Tage vorauseilende Späherschar gestoßen sein mochte. Annähernd zwei Tage mochten schon verstrichen sein, da sie sich klammheimlich nach einer ersten Unterredung mit dem Botschafter davongestohlen hatte, dies während Kogan sich noch den Freuden eines Bades hingegeben hatte.<br />
<br />
<span style="color: green;" class="mycode_color">“Großmächtiger, dies störrische Weib ritt uns an den Felsen von Anschad und Tiutes ins aufgestellte Netz!”</span>  , wenig einfühlsam geschweige denn freundlich warf man sie ruckartig auf die Knie, drückte ihr auch das goldene Haupt so nieder, das sie lediglich die gebogenen Fußspitzen ihres sitzenden Gegenübers betrachten konnte, schon die gekrümmte Schärfe der Stahlklinge überdeutlich im Nacken fühlend, <span style="color: green;" class="mycode_color">“Hauptmann Ardanesch selbst unterwarf die Widerspenstige, schoss ihr noch den tobenden Carnak unterm Sattel weg, und entwand dies…”</span> , ihr wundersames Szepter wurde auf abgöttische Weise von zwei herbeischlendernden Dienerinnen perfekter Statur entgegengenommen und erst durch ihre Hände dem “Großmächtigen” überreicht, ein Terminus welchen sie dieser Tage nur allzu oft vernahm, <span style="color: green;" class="mycode_color">“… ihren schändlichen Klauen! Dies sei mein Gottestribut an Euch, Kriegsfürst, eine beeindruckende Waffe, welcher lediglich durch menschliches Sinnen geführt werden kann, so scheint es mir!”</span> , etwas abfällig drückte er den Absatz seines staubigen Reitstiefels in ihren Nacken, dies Szene mochte wohl etwas von erlegtem Wild haben, <span style="color: green;" class="mycode_color">“Dies irrwitzige Weib sprengte von den genommenen Mauern Ras-an-Kurs her, zweifellos eine mindre Dirne oder entlaufene Sklavin jenes ungläubigen Carnaksmisters, ritt sie doch gerade als sei des toten Gottes goldener Adle hintendrein!”</span> <br />
<br />
<span style="color: purple;" class="mycode_color">“Man gewähre ihr das geschätzte Geschenk der Sprache!”</span> , fegte er beiläufigen Handstreichs die unrühmlichen Vorkehrungen seines Spähmeisters hinfort, welcher diesem auch nur allzu gerne folge leistete, <span style="color: purple;" class="mycode_color">“So sprich, Sklavin, was vernimmt Unser Ohr, wenn es lauscht gen Ras-an-Kur, welche schimpflichen Taten vollbringt jener heimtückische Grabräuber in jenen gesegneten Mauern welche rechtens Heimstatt Unsrer Ahnen sind?”</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Mein bescheidener Dank ringelt sich im Staub zu euren Füßen, Großmächtiger…”</span> , leicht nur das Kinn anhebend, und dennoch schon mit scharfen Worten gestraft einen Tritt in die Rippen fühlend, nicht aufsehen, nur allzu bekannt, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Vergebung…”</span> <br />
<span style="color: purple;" class="mycode_color">“Nicht für derart nutzloses Volk, Sklavin!”</span> , er setzte ihren eignen geschenkten Stab mit der zusammengefalteten Spitze voran an ihre Kehle, <span style="color: purple;" class="mycode_color">“Beweise irgendeine Form des Nutzens für Uns, oder Wir lassen dir bei lebendigem Leibe die schneeweiße Haut abziehen. Man kündete Uns du seiest geflohen aus Ras-an-Kur, wie Wir bereits zuvor zu hören wünschten, was gibt es zu berichten aus jener Stätte?”</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Nichts von erwähnenswerter Bedeutung, großer… Meister, allein ein wahnsinniger Fürst regiert, zieht den frevlerischen Abschaum jener Welt um seinen Rocksaum und meint sich selbst zum Gott erheben zu dürfen.”</span> , schwach nickte sie zu ihren ersonnene Verleumdungen wider jenen einzig wahren Herren aller Schlachten, wissend das sie nun auf rasiermesserscharfen Schneiden balancierte,<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> “Sein wohl einst geschulter Männergeist dünkt mir schwarz bewölkt, umnachtet durch den flüchtig erhaschten Geschmack einer solch gewaltigen Macht…”</span> <br />
<span style="color: purple;" class="mycode_color">“Nicht einlullende Tratscherei noch schmeichelnde Lästerworte fordern Wir, sondern leibhaftig nützliche Information, so du diese Uns nicht geben kannst, sollst du fortgeschafft werden!”</span> , donnerte jener plötzlich weitaus weniger gefasst, wohl gereizt durch die oftmalige Erwähnung von Macht und Ohnmacht, unterstrich diese seine Forderung wie überflüssig noch mit einem leichten Schnitt an ihrem Hals, wie ein beiläufig hingeschmierter Pinselstrich purpurner Färbung.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Vergebung, Großmächtiger…”</span> , unterwürfigst den besudelten Teppichsaum zu seinen Füßen küssend, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“… nicht Köpfezahlen vermag ich euch zu nennen, doch was an spärlich gesäten Waffen noch vorhanden ist, meist simple Büchsen oder fast verrostete Klingen, verteilt er unter schmächtige Halbwüchsige, während er selbst weit ausgestreckt auf eurem Throne darniederliegt und säuft wie zwanzig Carnaks!”</span> , ungläubig hob sich eine schwarze Braue des Regenten, während er sie nun scheinbar eindringlicher musterte,<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> “… weder großer Feldherr noch Stratege ist er, ein kümmerlicher kleiner Katzbuckler vor dem toten Gott, ein… minderbemittelter Agent jenes größeren Übels aus Gohmor, einzig dazu ersonnen, eure Stämme aufzuspalten, auf das ihre schwachen Truppen leichtere Ernte halten können…”</span> , unterdessen senkte eine von jenen Vieren, zwei waren bereits vorgetreten, die violett gefärbten Lippen an sein Ohr, lautlos flüsternd.<br />
<span style="color: purple;" class="mycode_color">“Wenn dies wahre Worte sind, welche Rolle, sofern es Uns betrifft, trugst du dann wohl auf deinen Schultern, Sklavin?”</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Oh Großmächtiger, kein leichtes Los bescherten mir die launischen Götter eurer Welt, als Waisenkind gestohlen, verdingte ich mich Zeit meines kurzen Lebens als geschulte Lyraspielerin, aber auch den verschiedenen Geistern bin ich zugewandt”</span> , nun begab sie sich gleichwohl in wahrhaft gefährliches Terrain, wusste sie doch fast schon was folgen musste,<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> “und vermag sogar in den himmlischen Gestirnen zu lesen…”</span> <br />
<span style="color: purple;" class="mycode_color">“Warum, sofern du wahr sprichst, sollte ein jämmerlicher Trunkenbold wie jener Emporkömmling sich eine Traumdeuterin halten, so fragen Wir dich?”</span> , eine andere, eine wohl für männliche Belange aufreizende Schwarzhaarige beugte sich barbusig an sein linkes Ohr herab, <span style="color: purple;" class="mycode_color">“Welch weiser Ratschlag, Unser Täubchen…”</span> , brennend signalisierte ein keimendes Bewusstsein das er in eben jenem Augenblick sie mehr als deutlich anstarrte, <span style="color: purple;" class="mycode_color">“… Wir gedenken dich einer Prüfung zu unterziehen, Sklavin, sofern du wahr sprichst, und tatsächlich mit den Geistern zu sprechen vermagst, so werden Wir dich unsrem “Staate” angliedern… Belügst du Uns allerdings, so werden Wir dein Blütenweiß ablösen durch blutigrote Striemen, so ein jeder meiner Knechte sich an die Vergnügen soll, noch ehe wir sie gänzlich abziehen und wie ein Heerbanner vorantragen, so wollen Wir dein schändliches Fleisch salzen und ans Unsere Bestien verfüttern…”</span> , noch ehe sie es sich versah, nahm jener Hauptmann den Stiefel aus ihrem Nacken, auch die krumme Klinge fort, da klatschte jener Regent zweimalig schwer in seine Hände…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Al Chaliks “Hof” spottete nicht etwa jenem uralten Wortlaut, welcher sich wohl einst aus feudalen Gebräuchen heraus entwickelt haben musste, sich seine kriegerischen Knechte im Saal zu empfangen.<br />
<br />
Dennoch, gelinde gesprochen befremdlich, scheute dennoch weder Vergleich noch Ebenmaß am Palaste jenes frisch gekürten Göttersohnes, selbst wenn diese gänzlich andere Dimensionen, erwachsen aus möglicherweise unterschiedlichen Gedankenwelten waren. Rasankur war… antik, massiv, ein in glatten Alabastern gehauenes Meisterwerk aus Zeiten, in welchen göttliche Imperatoren noch ferner denn die goldenen Sterne selbst gewesen sein mochten, war ein Relikt und Juwel jener früheren Hoheitsepoche, und dennoch nur ein Bruchteil jener Welt wie sie sie vorgefunden hatten.<br />
<br />
Was sich hier abspielte, waren manierlich gesprochen wohl auswüchse eines anderen, für zivilisierte Völker wenig begreifliche Sitten. Thronend aufragend wie die gewaltige Masse der östlichen Zentralmassive, türmten sich die einzelnen Luftschleusen des fleischigen Beduinenzeltes nebeneinander auf, zierten wie gedungene Minarette die sonst schnörkellose Fassade, während rundherum geschäftiges Handwerk herrschen mochte. Von allen erdenklichen Himmelskrümmungen drangen die melodischen Saitenschläge heran, wälzte sich erglühter Stahl unterm unnachgiebigen Hämmern muskelbepackter Schmiedeknechte unterschiedlichster Abstammung, murmelnden greise lumpengehüllte Prediger ihrer formschönen Verse herab oder lullten die Trostlosigkeit des eigenen Lebens mittels imposanter Epen ein, das wenige an ansehnlichem Weibsvolk umsorgte männliche Nöte, sei dies sanitärer oder mehr fleischlicher Natur, während meist fluchende Bestienmeister elefantöse Kreaturen bar jeder schützenden Hauthülle geißelten.<br />
<br />
Innerhalb seines mit herrlichen Tawata-Seidenteppichen behangenen Yurts, schwerlich aufstoßend ein jeglicher noch so süß durchwirkter Atemzug, rang man an wüsten Eindrücken fast schon um die Besinnung. Über meist niedere Krummholzschemel, geziert durch verworrene Kaligraphien dieser selbst ihr unbekannten Menschenzunge, würfelten tattrige Uralte in schwarz umrahmten Knochenköchern zersplitterte Totems, welch sorgfältig studiertes Muster sich nun aus den scheinbar willkürlich hervorperlenden Münzen, Juwelen und Klingenstückchen ergab. Schwindlig wankende Dirnen in spärlichen kupferdurchwobenen Bändchen tänzelten um besonders verdienstete Kriegerräte, schürzten ihre meist tätowierten Unterleiber an deren narbige Glieder, ließen sich spärlich gesäte flüchtige Tätscheleien gefallen, während ein oder zwei sie sogar lustvoll aus dem eigenen goldenen Pokal schlürfen ließen. Drogenversetzt, vollmundig und bar des überbewerteten leichten Teints, wie in imperiales Volk sosehr liebte. Gurrend, erstickend schwach unter den verhüllenden Schleiern ihrer zierlich geschminkten Mündchen, wedelten sie mit goldenen Palmstangen ihrem ebenso kriegerischen wie imposanten Fürsten kühlende Linderung zu, wenngleich jener im Schneidersitz wie fest verwachsen mit dem schwarzen Polstern schien.<br />
<br />
Nicht etwa unansehnlich, grob oder gar aufgebläht wie so manch anderer Kriegsherr erschien er, viel mehr ein gepflegtes Ebenbild jenes einen längst verstrichenen Monarchen Rasankurs, welchen sie unlängst in ebenso verstohlenen Träumen erblicken hatte dürfen. Mächtig gegürtet wohlweißlich ein goldener Panzerreif, schwer behangen mit Reliquiaren einzelner unterworfener Stämme, so etwa sorgsam poliertes Geschmeide, abgebrochene Stilette unterjochter Fürsten, Fingerknöchel irgendwelcher Propheten oder abgeschorene Bartsträhnen, ebenso als Zeichen sklavischer Ergebenheit. Kastanienbraun, so mochte man jene Kolorierung einst getauft haben, wenngleich es dieser Tage beinahe keine mehr gab, schwelgte die rauschende Mähnentracht zweifelsohne parfümiert und gebadet in flüchtigen Rosenwassern, über die grün-weiß gestreiften Seidentücher der Mannesbrust herab. Ineinander geflochtene hauchdünne Röllchen formten seinen etwa torsolangen Bart zu jener Pracht wie man sie ansonsten lediglich auf den ältesten ihr bekannten Reliefs Rasankurs finden mochte, so schaukelte wohl auch jener Fürst in ruhmlosen Wahnvorstellungen uralter Geschlechter, gleichsam wie es eben jener Tat, welchem sie sich zuerst verpflichtet hatte. Nun endlich schlitzten sich die schwarzgemalten Augenlider, ehe sich darunter perlmutweiße, aderlose Äpfel zeigten, merklich beschwichtigender, feuerloser den Kogans herrschaftliches Antlitz, kündeten jene von anderen, möglicherweise sogar vernünftigeren Herrschaftsformen, wenngleich dieser hier nicht weniger grausam sein mochte, wie sie im Ritt des angebrochenen Tages hatte feststellen können. Gewissermaßen war seine Heerlager gespickt von politischen Verrätern oder so befundenen Schwächlingen, und dennoch war jenes erst ein Vorgeschmack auf jene wahre Macht dahinter gewesen, sofern auch jener Meldereiter Kogans, nur auf eine drein Tage vorauseilende Späherschar gestoßen sein mochte. Annähernd zwei Tage mochten schon verstrichen sein, da sie sich klammheimlich nach einer ersten Unterredung mit dem Botschafter davongestohlen hatte, dies während Kogan sich noch den Freuden eines Bades hingegeben hatte.<br />
<br />
<span style="color: green;" class="mycode_color">“Großmächtiger, dies störrische Weib ritt uns an den Felsen von Anschad und Tiutes ins aufgestellte Netz!”</span>  , wenig einfühlsam geschweige denn freundlich warf man sie ruckartig auf die Knie, drückte ihr auch das goldene Haupt so nieder, das sie lediglich die gebogenen Fußspitzen ihres sitzenden Gegenübers betrachten konnte, schon die gekrümmte Schärfe der Stahlklinge überdeutlich im Nacken fühlend, <span style="color: green;" class="mycode_color">“Hauptmann Ardanesch selbst unterwarf die Widerspenstige, schoss ihr noch den tobenden Carnak unterm Sattel weg, und entwand dies…”</span> , ihr wundersames Szepter wurde auf abgöttische Weise von zwei herbeischlendernden Dienerinnen perfekter Statur entgegengenommen und erst durch ihre Hände dem “Großmächtigen” überreicht, ein Terminus welchen sie dieser Tage nur allzu oft vernahm, <span style="color: green;" class="mycode_color">“… ihren schändlichen Klauen! Dies sei mein Gottestribut an Euch, Kriegsfürst, eine beeindruckende Waffe, welcher lediglich durch menschliches Sinnen geführt werden kann, so scheint es mir!”</span> , etwas abfällig drückte er den Absatz seines staubigen Reitstiefels in ihren Nacken, dies Szene mochte wohl etwas von erlegtem Wild haben, <span style="color: green;" class="mycode_color">“Dies irrwitzige Weib sprengte von den genommenen Mauern Ras-an-Kurs her, zweifellos eine mindre Dirne oder entlaufene Sklavin jenes ungläubigen Carnaksmisters, ritt sie doch gerade als sei des toten Gottes goldener Adle hintendrein!”</span> <br />
<br />
<span style="color: purple;" class="mycode_color">“Man gewähre ihr das geschätzte Geschenk der Sprache!”</span> , fegte er beiläufigen Handstreichs die unrühmlichen Vorkehrungen seines Spähmeisters hinfort, welcher diesem auch nur allzu gerne folge leistete, <span style="color: purple;" class="mycode_color">“So sprich, Sklavin, was vernimmt Unser Ohr, wenn es lauscht gen Ras-an-Kur, welche schimpflichen Taten vollbringt jener heimtückische Grabräuber in jenen gesegneten Mauern welche rechtens Heimstatt Unsrer Ahnen sind?”</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Mein bescheidener Dank ringelt sich im Staub zu euren Füßen, Großmächtiger…”</span> , leicht nur das Kinn anhebend, und dennoch schon mit scharfen Worten gestraft einen Tritt in die Rippen fühlend, nicht aufsehen, nur allzu bekannt, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Vergebung…”</span> <br />
<span style="color: purple;" class="mycode_color">“Nicht für derart nutzloses Volk, Sklavin!”</span> , er setzte ihren eignen geschenkten Stab mit der zusammengefalteten Spitze voran an ihre Kehle, <span style="color: purple;" class="mycode_color">“Beweise irgendeine Form des Nutzens für Uns, oder Wir lassen dir bei lebendigem Leibe die schneeweiße Haut abziehen. Man kündete Uns du seiest geflohen aus Ras-an-Kur, wie Wir bereits zuvor zu hören wünschten, was gibt es zu berichten aus jener Stätte?”</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Nichts von erwähnenswerter Bedeutung, großer… Meister, allein ein wahnsinniger Fürst regiert, zieht den frevlerischen Abschaum jener Welt um seinen Rocksaum und meint sich selbst zum Gott erheben zu dürfen.”</span> , schwach nickte sie zu ihren ersonnene Verleumdungen wider jenen einzig wahren Herren aller Schlachten, wissend das sie nun auf rasiermesserscharfen Schneiden balancierte,<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> “Sein wohl einst geschulter Männergeist dünkt mir schwarz bewölkt, umnachtet durch den flüchtig erhaschten Geschmack einer solch gewaltigen Macht…”</span> <br />
<span style="color: purple;" class="mycode_color">“Nicht einlullende Tratscherei noch schmeichelnde Lästerworte fordern Wir, sondern leibhaftig nützliche Information, so du diese Uns nicht geben kannst, sollst du fortgeschafft werden!”</span> , donnerte jener plötzlich weitaus weniger gefasst, wohl gereizt durch die oftmalige Erwähnung von Macht und Ohnmacht, unterstrich diese seine Forderung wie überflüssig noch mit einem leichten Schnitt an ihrem Hals, wie ein beiläufig hingeschmierter Pinselstrich purpurner Färbung.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Vergebung, Großmächtiger…”</span> , unterwürfigst den besudelten Teppichsaum zu seinen Füßen küssend, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“… nicht Köpfezahlen vermag ich euch zu nennen, doch was an spärlich gesäten Waffen noch vorhanden ist, meist simple Büchsen oder fast verrostete Klingen, verteilt er unter schmächtige Halbwüchsige, während er selbst weit ausgestreckt auf eurem Throne darniederliegt und säuft wie zwanzig Carnaks!”</span> , ungläubig hob sich eine schwarze Braue des Regenten, während er sie nun scheinbar eindringlicher musterte,<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> “… weder großer Feldherr noch Stratege ist er, ein kümmerlicher kleiner Katzbuckler vor dem toten Gott, ein… minderbemittelter Agent jenes größeren Übels aus Gohmor, einzig dazu ersonnen, eure Stämme aufzuspalten, auf das ihre schwachen Truppen leichtere Ernte halten können…”</span> , unterdessen senkte eine von jenen Vieren, zwei waren bereits vorgetreten, die violett gefärbten Lippen an sein Ohr, lautlos flüsternd.<br />
<span style="color: purple;" class="mycode_color">“Wenn dies wahre Worte sind, welche Rolle, sofern es Uns betrifft, trugst du dann wohl auf deinen Schultern, Sklavin?”</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Oh Großmächtiger, kein leichtes Los bescherten mir die launischen Götter eurer Welt, als Waisenkind gestohlen, verdingte ich mich Zeit meines kurzen Lebens als geschulte Lyraspielerin, aber auch den verschiedenen Geistern bin ich zugewandt”</span> , nun begab sie sich gleichwohl in wahrhaft gefährliches Terrain, wusste sie doch fast schon was folgen musste,<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> “und vermag sogar in den himmlischen Gestirnen zu lesen…”</span> <br />
<span style="color: purple;" class="mycode_color">“Warum, sofern du wahr sprichst, sollte ein jämmerlicher Trunkenbold wie jener Emporkömmling sich eine Traumdeuterin halten, so fragen Wir dich?”</span> , eine andere, eine wohl für männliche Belange aufreizende Schwarzhaarige beugte sich barbusig an sein linkes Ohr herab, <span style="color: purple;" class="mycode_color">“Welch weiser Ratschlag, Unser Täubchen…”</span> , brennend signalisierte ein keimendes Bewusstsein das er in eben jenem Augenblick sie mehr als deutlich anstarrte, <span style="color: purple;" class="mycode_color">“… Wir gedenken dich einer Prüfung zu unterziehen, Sklavin, sofern du wahr sprichst, und tatsächlich mit den Geistern zu sprechen vermagst, so werden Wir dich unsrem “Staate” angliedern… Belügst du Uns allerdings, so werden Wir dein Blütenweiß ablösen durch blutigrote Striemen, so ein jeder meiner Knechte sich an die Vergnügen soll, noch ehe wir sie gänzlich abziehen und wie ein Heerbanner vorantragen, so wollen Wir dein schändliches Fleisch salzen und ans Unsere Bestien verfüttern…”</span> , noch ehe sie es sich versah, nahm jener Hauptmann den Stiefel aus ihrem Nacken, auch die krumme Klinge fort, da klatschte jener Regent zweimalig schwer in seine Hände…]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Der Weg durch die Wüste]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=212</link>
			<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 23:24:29 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=56"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=212</guid>
			<description><![CDATA[Die Wüste. Trostloses Jammertal Mutter Naturs, bestehend aus Sand, verdörrter Erde und Felsgestein. Constantine konnte diesen Ort nicht leiden und wusste garnicht, wie es jemand fertig gebracht hatte auf die bescheuerte Idee zu kommen hier leben zu wollen. Sicher, für die meisten Mutanten, die diesen Ort als Zuflucht sahen, gab es kaum eine andere Möglichkeit, aber die Nomaden, zu denen auch die Wüstenkrieger gehörten, hatten hier schon früher gelebt.<br />
Damals musste dort noch etwas anderes gewesen sein außer schroffen Felsgraten, riesigen Dünenlandschaften, Schlammtälern und verdörrten Landstrichen auf denen keine Pflanzen mehr wuchsen. Die Wüstenkrieger mochten von ihrem glorreichen Rasankur berichten, aber der Jünger Khornes wusste es besser. Was auch immer sie erwartete, es wäre nur noch ein geringer Schatten seiner ehemaligen Größe. Vorallem wenn es eine angeblich neutrale Stadt war. Sie wäre nicht neutral wenn es dort nicht irgendetwas von Wert für die Sonnenanbeter gab, von denen die Wüstenkrieger so furchtvoll erzählten als wären sie die Bringer des Todes selbst.  Lächerlich ! Wie konnte jemand nur Angst vor gewöhnlichen Soldaten haben ? Den Namen ihres vermodernden Gottes auf den Lippen, wähnten sie sich mutig und stark, aber sie waren nur mutig solange sie den Feind auf Entfernung bekämpfen konnten. Sobald sie in Reichweite des Feindes Schwert kamen verlies sie ihr Mut und lies sie in kopfloser Panik davonrennen. In dieser Hinsicht waren die Krieger mehr wert in Constantines Augen. Sie folgten dem Weg des Schwertes, nicht allein dem des Gewehrs, doch auch hier war der Grund ihres Scheiterns offensichtlich. Wie die Imperialen im Nahkampf untergingen, so taten es diese Männer im Fernkampf. Ein guter Krieger, das lernte man beim Blutpakt, vereinte neben seinem Können auch Wildheit und Kraft mit kühler Präzision, Taktik und zweckvollem Gebrauch verschiedenster Waffen mit verschiedensten Eigenschaften. Der Weg des Schwertes war ehrenvoll und erstrebenswert, aber im 41. Jahrtausend reichte dies allein nicht um siegreich zu sein.<br />
Doch sie würden lernen. Sie würden abseits der imperialen Macht lernen den Krieger und den Soldaten in sich zu vereinen um, in Constantines Augen, zum ultimativen Werkzeug Khornes zu werden. Zumindest hoffte er, dass diese Männer und Frauen eines Tages erkannten, was der wahre Glaube war. Khorne, endloses Schlachten, das Greifbarste und Sicherste im Universum, etwas wovon man wusste, dass es Bestand haben würde solange wie das Universum bestand hatte und das man jeden Tag irgendwo beobachten konnte. Jeder der Khorne mit seinen Taten huldigte und in wahrem Glauben zu ihm war, war ein Priester des Krieges und brachte den Tod.<br />
Constantine war zuversichtlich was diesen Krieg anbetraf. Vielleicht war sein Glück zurückgekehrt ? Auf jeden Fall standen die Bedingungen sehr günstig. Das Heer von diesem Kogan mochte nicht sehr zahlreich sein, doch es bestand aus Mutanten, die durch göttliche Geschenke oft stärker waren als ein normaler Mensch, und aus den Kindern der Wüste, die durch ihr entbehrungsreiches Leben hart und stark geworden sind. Und das Heer würde wachsen.<br />
Vorallem stand schlussendlich nur eine verweichlichte PVS gegen sie, die schon seit Jahrhunderten keinen richtigen Krieg mehr gesehen hatte. Sie saßen entspannt in ihren warmen Stuben und wenn der Sturm losbrach, waren sie schwach und unvorbereitet.<br />
Hier in der Wüste, fernab des militärischen Arms Gohmors würde eine neue Streitmacht des Chaos´ heranwachsen und die Pest der Imperialen, die diese Welt in eine brachliegende Giftmülldeponie verwandelt hatte, würde hinfortgewaschen werden. <br />
Constantine konnte nur hoffen, dass diese Wüstenbewohner bei Zeiten dem einzig wahren Gott auf seinem blutigen Pfad folgen würden und sich nicht von niederen und schwachen Göttern wie Slaanesh korrumpieren ließen. Oder gar weiter ihren Hirngespinsten von wegen Wüstengeistern nachjagten.<br />
<br />
Sie liefen gerade durch eine Felsschlucht als Motorengeräusche von Westen her ihn aus den Gedanken rissen. Ohne ein Wort gingen sie alle hinter Steinen in Deckung und versuchten die Geräuschquelle auszumachen, auch wenn Constantine das Geräusch längst interpretiert hatte. <br />
<span style="color: green;" class="mycode_color">"Es ist eines ihrer fürchterlichen Kettenmonster, das viele Krieger auf einmal in Stücke reißt und Sonnenanbeter aus seinem Bauch entlässt."</span>, sagte Garm, der Anführer der fünf Nomaden. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Du meinst wohl eher ausscheißt"</span>, entgegnete Constantine. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Wenn man von einer Chimäre absitzt kann man soweit ich weiß nur hinten raus."</span> <br />
<span style="color: green;" class="mycode_color">"Chimäre. Wahrhaft ein fürchterlicher Name für ein fürchterliches..."</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Halt die Klappe ! Es ist nur ein Name."</span> <br />
<span style="color: green;" class="mycode_color">"Ihr seid nicht sehr freundlich stinkender Schädelsammler."</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Danke. Zu reizend."</span>. Constantine hätte sowas normalerweise gerne als Grund für eine Prügelei genommen, auch wenn er wusste dass er stank, weil er es ja selbst so wollte, aber sie brauchten Garm und seine Jungs, darum hielt er sich dieses Mal zurück. Wann anders war noch genug Zeit sich zu schlagen für den geneigten Freund des gepflegten Gemetzels.<br />
<span style="color: crimson;" class="mycode_color">"Was ist jez´ ?"</span>  fragte Ignace und hielt schon erwartungsvoll das Feuerzeug an den Flammenwerfer. <span style="color: crimson;" class="mycode_color">"Machen wir sie fertig ?"</span> <br />
<span style="color: green;" class="mycode_color">"Nein. Das kann ich nicht zulassen. Rasankur ist nur zwei Tagesmärsche von hier. Wir könnten die Sonnenanbeter zu früh auf uns aufmerksam machen."</span> <br />
<span style="color: royalblue;" class="mycode_color">"Na und ?"</span>, maulte Alarich, <span style="color: royalblue;" class="mycode_color">"Wir haben keine Angst vor ihnen. Und es sind zwei Tagesmärsche wie du sagtest."</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Nein er hat Recht. Die Modergottverehrer würden alles großflächig absuchen um ´ne Mutisiedlung zum Spielen zu suchen und wenn sie dabei unser hübsches Städtchen entdecken, sind wir alle tot. Wenn wir sie jetzt gehen lassen verschenken wir eine kleine Menge Schädel und sammeln dafür später umso mehr."</span> <br />
Seine Kameraden beschwerten sich zwar noch etwas, aber im Grunde war die Sache damit schon geregelt. Constantines Wort war Gesetz und die Vernunft dahinter offensichtlich. Sie ließen die Patroullie also vorbeifahren und machten sich dann wieder auf den Weg, sobald sie sicher waren, dass man sie von der Chimäre aus nicht mehr sehen konnte. Weiter ging es richtung Rasankur.<br />
Sie marschierten weitere zwei Tage, durchquerten dabei Schlammtäler und weitere Schluchten, im Großen und Ganzen passierte aber nichts besonderes mehr. Nur als sie Rasankur immer näher kamen, wurde die Wüste zunehmend belebter. Aus allen Himmelsrichtungen schienen Mutanten und Nomaden nach Rasankur zu ziehen um sich dem Heer des Kogan anzuschließen und den Planeten von der Unterdrückung des Imperiums zu befreien.<br />
<br />
<span style="color: green;" class="mycode_color">"Staunet Fremde ! Vor euch liegt Rasankur !"</span>, sagte Garm und breitete die Arme in einer Geste der Ehrerbietung aus. Sie waren über den Kamm einer Düne geschritten und nun breitete sich das Ruinenfeld zu ihren Füßen aus. <br />
 <span style="color: orangered;" class="mycode_color">"Das ?"</span>, fragte Ronnie.<br />
<span style="color: orangered;" class="mycode_color">"Sieht mehr aus wien Haufen Steine dein ach so tolles Rasankur."</span> <br />
Garm blickte sie verärgert und zutiefst gekränkt an. <span style="color: green;" class="mycode_color">Einst war es die stolzeste Stadt dieser...</span>, <span style="color: crimson;" class="mycode_color">Einst.</span>, unterbrach Ignace ihn hämisch und entblößte bei seinem hässlichen Grinsen gelbe Zähne. <br />
<span style="color: green;" class="mycode_color">Es reicht ! Vier Tage habe ich eure Beleidigungen nur im Dienste Rasankurs ertragen. Jetzt ist es genug ihr widerwärtigen, stinkenden Ausgeburten eines Carnaktreibers, der in eurem Heimatort nichts zurücklies außer euch und einer leeren Flasche Sarke ! Ihr könnt die Ras-an-kur von hier sehen. Geht euren Weg fortan alleine!"</span> <br />
Constantine lachte und rammte Garm zum Abschied noch die Faust ins Gesicht. Garms vier Kameraden wollten empört auf ihn losgehen aber Ignace, Ronnie und Alarich waren schon zur Stelle und gemeinsam mit Constantine verpassten sie den Wüstensöhnen eine Abreibung, die sie so schnell nicht vergessen sollten. <br />
Kurz und gut: Sie ließen die bewusstlosen Männer einfach liegen, obwohl es eben jene waren, die sie vor dem Tod in der Wüste bewahrt hatten, und machten sich durch die Ruinenfelder auf den Weg zum Palast.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Wüste. Trostloses Jammertal Mutter Naturs, bestehend aus Sand, verdörrter Erde und Felsgestein. Constantine konnte diesen Ort nicht leiden und wusste garnicht, wie es jemand fertig gebracht hatte auf die bescheuerte Idee zu kommen hier leben zu wollen. Sicher, für die meisten Mutanten, die diesen Ort als Zuflucht sahen, gab es kaum eine andere Möglichkeit, aber die Nomaden, zu denen auch die Wüstenkrieger gehörten, hatten hier schon früher gelebt.<br />
Damals musste dort noch etwas anderes gewesen sein außer schroffen Felsgraten, riesigen Dünenlandschaften, Schlammtälern und verdörrten Landstrichen auf denen keine Pflanzen mehr wuchsen. Die Wüstenkrieger mochten von ihrem glorreichen Rasankur berichten, aber der Jünger Khornes wusste es besser. Was auch immer sie erwartete, es wäre nur noch ein geringer Schatten seiner ehemaligen Größe. Vorallem wenn es eine angeblich neutrale Stadt war. Sie wäre nicht neutral wenn es dort nicht irgendetwas von Wert für die Sonnenanbeter gab, von denen die Wüstenkrieger so furchtvoll erzählten als wären sie die Bringer des Todes selbst.  Lächerlich ! Wie konnte jemand nur Angst vor gewöhnlichen Soldaten haben ? Den Namen ihres vermodernden Gottes auf den Lippen, wähnten sie sich mutig und stark, aber sie waren nur mutig solange sie den Feind auf Entfernung bekämpfen konnten. Sobald sie in Reichweite des Feindes Schwert kamen verlies sie ihr Mut und lies sie in kopfloser Panik davonrennen. In dieser Hinsicht waren die Krieger mehr wert in Constantines Augen. Sie folgten dem Weg des Schwertes, nicht allein dem des Gewehrs, doch auch hier war der Grund ihres Scheiterns offensichtlich. Wie die Imperialen im Nahkampf untergingen, so taten es diese Männer im Fernkampf. Ein guter Krieger, das lernte man beim Blutpakt, vereinte neben seinem Können auch Wildheit und Kraft mit kühler Präzision, Taktik und zweckvollem Gebrauch verschiedenster Waffen mit verschiedensten Eigenschaften. Der Weg des Schwertes war ehrenvoll und erstrebenswert, aber im 41. Jahrtausend reichte dies allein nicht um siegreich zu sein.<br />
Doch sie würden lernen. Sie würden abseits der imperialen Macht lernen den Krieger und den Soldaten in sich zu vereinen um, in Constantines Augen, zum ultimativen Werkzeug Khornes zu werden. Zumindest hoffte er, dass diese Männer und Frauen eines Tages erkannten, was der wahre Glaube war. Khorne, endloses Schlachten, das Greifbarste und Sicherste im Universum, etwas wovon man wusste, dass es Bestand haben würde solange wie das Universum bestand hatte und das man jeden Tag irgendwo beobachten konnte. Jeder der Khorne mit seinen Taten huldigte und in wahrem Glauben zu ihm war, war ein Priester des Krieges und brachte den Tod.<br />
Constantine war zuversichtlich was diesen Krieg anbetraf. Vielleicht war sein Glück zurückgekehrt ? Auf jeden Fall standen die Bedingungen sehr günstig. Das Heer von diesem Kogan mochte nicht sehr zahlreich sein, doch es bestand aus Mutanten, die durch göttliche Geschenke oft stärker waren als ein normaler Mensch, und aus den Kindern der Wüste, die durch ihr entbehrungsreiches Leben hart und stark geworden sind. Und das Heer würde wachsen.<br />
Vorallem stand schlussendlich nur eine verweichlichte PVS gegen sie, die schon seit Jahrhunderten keinen richtigen Krieg mehr gesehen hatte. Sie saßen entspannt in ihren warmen Stuben und wenn der Sturm losbrach, waren sie schwach und unvorbereitet.<br />
Hier in der Wüste, fernab des militärischen Arms Gohmors würde eine neue Streitmacht des Chaos´ heranwachsen und die Pest der Imperialen, die diese Welt in eine brachliegende Giftmülldeponie verwandelt hatte, würde hinfortgewaschen werden. <br />
Constantine konnte nur hoffen, dass diese Wüstenbewohner bei Zeiten dem einzig wahren Gott auf seinem blutigen Pfad folgen würden und sich nicht von niederen und schwachen Göttern wie Slaanesh korrumpieren ließen. Oder gar weiter ihren Hirngespinsten von wegen Wüstengeistern nachjagten.<br />
<br />
Sie liefen gerade durch eine Felsschlucht als Motorengeräusche von Westen her ihn aus den Gedanken rissen. Ohne ein Wort gingen sie alle hinter Steinen in Deckung und versuchten die Geräuschquelle auszumachen, auch wenn Constantine das Geräusch längst interpretiert hatte. <br />
<span style="color: green;" class="mycode_color">"Es ist eines ihrer fürchterlichen Kettenmonster, das viele Krieger auf einmal in Stücke reißt und Sonnenanbeter aus seinem Bauch entlässt."</span>, sagte Garm, der Anführer der fünf Nomaden. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Du meinst wohl eher ausscheißt"</span>, entgegnete Constantine. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Wenn man von einer Chimäre absitzt kann man soweit ich weiß nur hinten raus."</span> <br />
<span style="color: green;" class="mycode_color">"Chimäre. Wahrhaft ein fürchterlicher Name für ein fürchterliches..."</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Halt die Klappe ! Es ist nur ein Name."</span> <br />
<span style="color: green;" class="mycode_color">"Ihr seid nicht sehr freundlich stinkender Schädelsammler."</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Danke. Zu reizend."</span>. Constantine hätte sowas normalerweise gerne als Grund für eine Prügelei genommen, auch wenn er wusste dass er stank, weil er es ja selbst so wollte, aber sie brauchten Garm und seine Jungs, darum hielt er sich dieses Mal zurück. Wann anders war noch genug Zeit sich zu schlagen für den geneigten Freund des gepflegten Gemetzels.<br />
<span style="color: crimson;" class="mycode_color">"Was ist jez´ ?"</span>  fragte Ignace und hielt schon erwartungsvoll das Feuerzeug an den Flammenwerfer. <span style="color: crimson;" class="mycode_color">"Machen wir sie fertig ?"</span> <br />
<span style="color: green;" class="mycode_color">"Nein. Das kann ich nicht zulassen. Rasankur ist nur zwei Tagesmärsche von hier. Wir könnten die Sonnenanbeter zu früh auf uns aufmerksam machen."</span> <br />
<span style="color: royalblue;" class="mycode_color">"Na und ?"</span>, maulte Alarich, <span style="color: royalblue;" class="mycode_color">"Wir haben keine Angst vor ihnen. Und es sind zwei Tagesmärsche wie du sagtest."</span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Nein er hat Recht. Die Modergottverehrer würden alles großflächig absuchen um ´ne Mutisiedlung zum Spielen zu suchen und wenn sie dabei unser hübsches Städtchen entdecken, sind wir alle tot. Wenn wir sie jetzt gehen lassen verschenken wir eine kleine Menge Schädel und sammeln dafür später umso mehr."</span> <br />
Seine Kameraden beschwerten sich zwar noch etwas, aber im Grunde war die Sache damit schon geregelt. Constantines Wort war Gesetz und die Vernunft dahinter offensichtlich. Sie ließen die Patroullie also vorbeifahren und machten sich dann wieder auf den Weg, sobald sie sicher waren, dass man sie von der Chimäre aus nicht mehr sehen konnte. Weiter ging es richtung Rasankur.<br />
Sie marschierten weitere zwei Tage, durchquerten dabei Schlammtäler und weitere Schluchten, im Großen und Ganzen passierte aber nichts besonderes mehr. Nur als sie Rasankur immer näher kamen, wurde die Wüste zunehmend belebter. Aus allen Himmelsrichtungen schienen Mutanten und Nomaden nach Rasankur zu ziehen um sich dem Heer des Kogan anzuschließen und den Planeten von der Unterdrückung des Imperiums zu befreien.<br />
<br />
<span style="color: green;" class="mycode_color">"Staunet Fremde ! Vor euch liegt Rasankur !"</span>, sagte Garm und breitete die Arme in einer Geste der Ehrerbietung aus. Sie waren über den Kamm einer Düne geschritten und nun breitete sich das Ruinenfeld zu ihren Füßen aus. <br />
 <span style="color: orangered;" class="mycode_color">"Das ?"</span>, fragte Ronnie.<br />
<span style="color: orangered;" class="mycode_color">"Sieht mehr aus wien Haufen Steine dein ach so tolles Rasankur."</span> <br />
Garm blickte sie verärgert und zutiefst gekränkt an. <span style="color: green;" class="mycode_color">Einst war es die stolzeste Stadt dieser...</span>, <span style="color: crimson;" class="mycode_color">Einst.</span>, unterbrach Ignace ihn hämisch und entblößte bei seinem hässlichen Grinsen gelbe Zähne. <br />
<span style="color: green;" class="mycode_color">Es reicht ! Vier Tage habe ich eure Beleidigungen nur im Dienste Rasankurs ertragen. Jetzt ist es genug ihr widerwärtigen, stinkenden Ausgeburten eines Carnaktreibers, der in eurem Heimatort nichts zurücklies außer euch und einer leeren Flasche Sarke ! Ihr könnt die Ras-an-kur von hier sehen. Geht euren Weg fortan alleine!"</span> <br />
Constantine lachte und rammte Garm zum Abschied noch die Faust ins Gesicht. Garms vier Kameraden wollten empört auf ihn losgehen aber Ignace, Ronnie und Alarich waren schon zur Stelle und gemeinsam mit Constantine verpassten sie den Wüstensöhnen eine Abreibung, die sie so schnell nicht vergessen sollten. <br />
Kurz und gut: Sie ließen die bewusstlosen Männer einfach liegen, obwohl es eben jene waren, die sie vor dem Tod in der Wüste bewahrt hatten, und machten sich durch die Ruinenfelder auf den Weg zum Palast.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Niemandsland]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=195</link>
			<pubDate>Sat, 18 Oct 2008 13:29:36 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=0"></a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[<span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size"><span style="color: skyblue;" class="mycode_color">unbestimmte Wilde Siedlung &lt;--</span> </span>  <br />
<br />
Weit und breit war nichts, Staub der Wüste, in einigen Tälern Sümpfe, verfallene Ruinen, aus längst vergessenen Tagen und sonst nur Leere. In mitten dieser Einöde quälte sich Tristan vorwärts, jeder Schritt fiel ihm schwer, von der Kraft des Dämons war nichts zu sehen. Tristan wusste es besser, Malal nutzte seine Essenz um ihn zu heilen, würde er es nicht tun wäre der Mutant längst verendet. Am frühen Morgen brach Tristan vor Erschöpfung zusammen, schmerzverkrampft lag er in der Wüste, gelegentliche Zuckungen waren die einzigen Lebenszeichen. Von seltsamen Träumen geplagt fand er auch hier keine Erholung, zumindest nicht geistiger Art. Sein Körper jedoch befand sich im Wandel, die Anwesenheit des Dämon began sich zu äußern, wäre er nicht ohnehin Bewusstlos wäre er es nun geworden, denn es müssen unbeschreibliche Qualen gewesen sein als sein Schädel zwei Hörner ausbildete, welche durch die Haut brachen. Seine Gesicht schien fast flüssig zu werden um dann in einer zornigen Grimasse zu erstarren. Auch seine Flügel mutierten, die dünnen feingliedrigen „Finger“, zwischen denen die Hautlappen gespannt waren wuchsen scheinbar unkontrolliert. Das Ergebnis waren deutlich dickere, kräftigere Schwingen, einzig die Fetzen der violetten Haut, erinnerten an den „alten“ Tristan. Aus dem ersten Drittel der Flügel ragten nun kleine Klauen, von wenigen Zentimetern länge heraus, die knöchernen „Verstrebungen“ welche den Flügel stützten, waren deutlich sichtbar, die Möglichkeit seine Flügel noch zu verstecken war ihm genommen worden. Aber er kam noch immer nicht zu bewusst sein.<br />
Als es dann doch wieder zu sich kam, fand er sich in einer Gruppe bewaffneter Twists wieder, Flüchtlinge wie er, nur aus anderen Siedlungen. Wie auch er hatten sie alles verloren, wie er sinnten sie auf Rache. Sie hatten Tristan gefunden und mitgenommen, immerhin war er einer der ihren.<br />
Seine Wunden waren verheilt, 11 Narben zeichneten seinen Körper wie kleine Sterne, Tristan fühlte sich gut, stark und bereit für den Kampf. Schnell stellte er fest das auch seine Begleiter den Kampf wollten, ihr weg führte zu einer abgelegenen Siedlung, wo sie neue Kräfte sammeln wollten. Tristan entschied sie zu begleiten. So marschierte die etwa 20 Mann starke Gruppe den restlichen Tag, während dessen heizte Tristan die Mutanten an, schürte ihren Zorn und ihre Wut. Der Dämon in ihm korrumpierte die Ideale des Mutanten und traf so genau den wunden Punkt der Anwesenden, so stieg Tristan binnen Stunden zum Anführer dieser Gruppe auf.<br />
Es wurde Nacht, die von Rache geblendete „Armee“ entschied zu rasten, wenn man dieses so nennen konnte. Sie hatte kaum essen und trinken, keine Decken schützten vor der Kälte der Wüste und für ein Feuer fehlte ihnen der Brennstoff. Daher legten sie sich einfach auf den noch warmen Sand und schliefen, nur einer hielt Wacht, bis sie nach einigen Stunden tauschten. Dem Besessenen gönnte man noch Ruhe, war er doch gerade noch schwer verletzt gewesen.<br />
Am nächsten Morgen zogen sie weiter, ihr Weg führte in die Bergregionen südlich von Gohmor, wo schon seit langen eine Siedlung von Mutanten unbemerkt existierte. Für Tristan war dies nun die erste Wahl, viele Mutanten bedeuteten viele Kämpfer gegen den falschen Imperator. <br />
Kurz vor dem Sonnenuntergang erreichten sie ihr Ziel, es hatte keine Zwischenfälle gegeben, nur einmal hatten sie sich vor einer Streife der PVS verbergen müssen. Alte, längst vergessene Minenschächte bildeten die Grundlage der Siedlung, an vielen Stellen zu Höhlen erweitert in denen man dort lebte. Der Eingang war gut verborgen, in einem sumpfigen Tal, hinter merkwürdigem wilden Ranken. Die erste Kammer wurde stets von einigen Mutanten bevölkert, welche als Wache fungierten. Von diesen wurden sie nun in Empfang genommen, und nach kurzem hin und her durften sie eintreten, einer aus Tristans Gruppe war schon öfter hier gewesen, was letztendlich den Ausschlag gegeben hatte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size"><span style="color: skyblue;" class="mycode_color">unbestimmte Wilde Siedlung &lt;--</span> </span>  <br />
<br />
Weit und breit war nichts, Staub der Wüste, in einigen Tälern Sümpfe, verfallene Ruinen, aus längst vergessenen Tagen und sonst nur Leere. In mitten dieser Einöde quälte sich Tristan vorwärts, jeder Schritt fiel ihm schwer, von der Kraft des Dämons war nichts zu sehen. Tristan wusste es besser, Malal nutzte seine Essenz um ihn zu heilen, würde er es nicht tun wäre der Mutant längst verendet. Am frühen Morgen brach Tristan vor Erschöpfung zusammen, schmerzverkrampft lag er in der Wüste, gelegentliche Zuckungen waren die einzigen Lebenszeichen. Von seltsamen Träumen geplagt fand er auch hier keine Erholung, zumindest nicht geistiger Art. Sein Körper jedoch befand sich im Wandel, die Anwesenheit des Dämon began sich zu äußern, wäre er nicht ohnehin Bewusstlos wäre er es nun geworden, denn es müssen unbeschreibliche Qualen gewesen sein als sein Schädel zwei Hörner ausbildete, welche durch die Haut brachen. Seine Gesicht schien fast flüssig zu werden um dann in einer zornigen Grimasse zu erstarren. Auch seine Flügel mutierten, die dünnen feingliedrigen „Finger“, zwischen denen die Hautlappen gespannt waren wuchsen scheinbar unkontrolliert. Das Ergebnis waren deutlich dickere, kräftigere Schwingen, einzig die Fetzen der violetten Haut, erinnerten an den „alten“ Tristan. Aus dem ersten Drittel der Flügel ragten nun kleine Klauen, von wenigen Zentimetern länge heraus, die knöchernen „Verstrebungen“ welche den Flügel stützten, waren deutlich sichtbar, die Möglichkeit seine Flügel noch zu verstecken war ihm genommen worden. Aber er kam noch immer nicht zu bewusst sein.<br />
Als es dann doch wieder zu sich kam, fand er sich in einer Gruppe bewaffneter Twists wieder, Flüchtlinge wie er, nur aus anderen Siedlungen. Wie auch er hatten sie alles verloren, wie er sinnten sie auf Rache. Sie hatten Tristan gefunden und mitgenommen, immerhin war er einer der ihren.<br />
Seine Wunden waren verheilt, 11 Narben zeichneten seinen Körper wie kleine Sterne, Tristan fühlte sich gut, stark und bereit für den Kampf. Schnell stellte er fest das auch seine Begleiter den Kampf wollten, ihr weg führte zu einer abgelegenen Siedlung, wo sie neue Kräfte sammeln wollten. Tristan entschied sie zu begleiten. So marschierte die etwa 20 Mann starke Gruppe den restlichen Tag, während dessen heizte Tristan die Mutanten an, schürte ihren Zorn und ihre Wut. Der Dämon in ihm korrumpierte die Ideale des Mutanten und traf so genau den wunden Punkt der Anwesenden, so stieg Tristan binnen Stunden zum Anführer dieser Gruppe auf.<br />
Es wurde Nacht, die von Rache geblendete „Armee“ entschied zu rasten, wenn man dieses so nennen konnte. Sie hatte kaum essen und trinken, keine Decken schützten vor der Kälte der Wüste und für ein Feuer fehlte ihnen der Brennstoff. Daher legten sie sich einfach auf den noch warmen Sand und schliefen, nur einer hielt Wacht, bis sie nach einigen Stunden tauschten. Dem Besessenen gönnte man noch Ruhe, war er doch gerade noch schwer verletzt gewesen.<br />
Am nächsten Morgen zogen sie weiter, ihr Weg führte in die Bergregionen südlich von Gohmor, wo schon seit langen eine Siedlung von Mutanten unbemerkt existierte. Für Tristan war dies nun die erste Wahl, viele Mutanten bedeuteten viele Kämpfer gegen den falschen Imperator. <br />
Kurz vor dem Sonnenuntergang erreichten sie ihr Ziel, es hatte keine Zwischenfälle gegeben, nur einmal hatten sie sich vor einer Streife der PVS verbergen müssen. Alte, längst vergessene Minenschächte bildeten die Grundlage der Siedlung, an vielen Stellen zu Höhlen erweitert in denen man dort lebte. Der Eingang war gut verborgen, in einem sumpfigen Tal, hinter merkwürdigem wilden Ranken. Die erste Kammer wurde stets von einigen Mutanten bevölkert, welche als Wache fungierten. Von diesen wurden sie nun in Empfang genommen, und nach kurzem hin und her durften sie eintreten, einer aus Tristans Gruppe war schon öfter hier gewesen, was letztendlich den Ausschlag gegeben hatte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Übungsarreal &quot;Schlammloch&quot;]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=175</link>
			<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 19:28:32 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=16"></a>]]></dc:creator>
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			<description><![CDATA[Da waren sie nun. Eine kleine Gruppe am Rande eines riesigen, multifunktionalen Übungsplatz um körperliche Fitness aufrecht zu erhalten und viele Landoperationen und -bewegungen einzuüben, bishin zum letzten Schliff. <br />
Abgesehen vom Wachpersonal und einer Handvoll Leute, die sich auf dem Gelände verlor, war es um diese frühe Uhrzeit noch ruhig. Viele würden gegen Mittag hier anrücken. Zeit genug bis dahin etwas zu schaffen. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nun meine Herren, wie Sie sehen, macht der große Geländeparcours seinem von Soldaten gegebenen Spitznamen heute wieder alle Ehre. Als nächstes werden Sie ihre Ausrüstung anlegen, diese gegenseitig auf sicheren Sitz überprüfen, und sich an den Startbereich begeben. Dort werden sie jeweils auf mein Signal hin starten und diesen Parcours in körperlicher Höchstleistung hinter sich bringen. Sollte mir einer von Ihnen im Negativen auffallen, jemand der nicht sein Höchstmaß an Leistung erbringen und sich vor seiner Pflicht drücken will, der wird diesen Parcours so lange durchlaufen, bis mir sein Resultat gefällt. Ich halte auf dieser Strecke nebenbei bemerkt den Rekord. Ich erwarte, dass Sie meine Zeit nicht mit mehr als Fünf volle Standardsekunden der Imperialen Zeitmessung überschreiten ! Noch irgendwelche Fragen ? Gut, aufstellen ! Obergefreiter Levy ? Da Sie nun aufgrund ihrer Beförderung gewissermaßen Verantwortung für ihre Kameraden übernehmen und eine Vorbildsfunktion zu erfüllen haben, werden Sie als Erster diesen Parcours bestreiten. Machen Sie sich bereit !</span> <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Braiment ? Sie werden mit den Rekruten den Parcours mitgehen und notfalls persönlich dafür sorgen, dass meine Bedingungen erfüllt werden.</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Da waren sie nun. Eine kleine Gruppe am Rande eines riesigen, multifunktionalen Übungsplatz um körperliche Fitness aufrecht zu erhalten und viele Landoperationen und -bewegungen einzuüben, bishin zum letzten Schliff. <br />
Abgesehen vom Wachpersonal und einer Handvoll Leute, die sich auf dem Gelände verlor, war es um diese frühe Uhrzeit noch ruhig. Viele würden gegen Mittag hier anrücken. Zeit genug bis dahin etwas zu schaffen. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nun meine Herren, wie Sie sehen, macht der große Geländeparcours seinem von Soldaten gegebenen Spitznamen heute wieder alle Ehre. Als nächstes werden Sie ihre Ausrüstung anlegen, diese gegenseitig auf sicheren Sitz überprüfen, und sich an den Startbereich begeben. Dort werden sie jeweils auf mein Signal hin starten und diesen Parcours in körperlicher Höchstleistung hinter sich bringen. Sollte mir einer von Ihnen im Negativen auffallen, jemand der nicht sein Höchstmaß an Leistung erbringen und sich vor seiner Pflicht drücken will, der wird diesen Parcours so lange durchlaufen, bis mir sein Resultat gefällt. Ich halte auf dieser Strecke nebenbei bemerkt den Rekord. Ich erwarte, dass Sie meine Zeit nicht mit mehr als Fünf volle Standardsekunden der Imperialen Zeitmessung überschreiten ! Noch irgendwelche Fragen ? Gut, aufstellen ! Obergefreiter Levy ? Da Sie nun aufgrund ihrer Beförderung gewissermaßen Verantwortung für ihre Kameraden übernehmen und eine Vorbildsfunktion zu erfüllen haben, werden Sie als Erster diesen Parcours bestreiten. Machen Sie sich bereit !</span> <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Braiment ? Sie werden mit den Rekruten den Parcours mitgehen und notfalls persönlich dafür sorgen, dass meine Bedingungen erfüllt werden.</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Superstitem Esse - In der Blutsandwüste]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=166</link>
			<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 22:46:00 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=18"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=166</guid>
			<description><![CDATA[von --&gt; <a href="http://www.board-4you.de/v63/boards/226/thread.php?threadid=155&amp;sid=" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Der „Besucherhangar“</a> <br />
<br />
Die Welt draußen vor dem Kanzelfenster bewegte sich, die eherne Fläche des Plastonid-Betons und seine blickenden Begrenzungslichter verschwanden, das graue Rechteckbauwerk der Werkstätte im Westen der Landeplattform sowie die umrahmenden Felsen tauchten unter ihnen hinweg, einen Moment darauf befanden sie sich in Sichthöhe des Kontrollturms und seiner Geschütze starrenden Brüder die rings um die Basis drapiert waren und wie stumme Mahnmale in den rostigen Himmel ragten. Ayris vermochte sogar die Spiegelungen der grellen Monitore im Inneren der zentralen Kuppel des Überwachungsturm zu erkennen und die dort umher wuselnden winzigen Gestalten, die von einer Station zu anderen liefen. Dieser Kerl hatte es tatsächlich geschafft. Und er hatte Wort gehalten. Seine Transponder-ID war einwandfrei gewesen, er hatte seinen üblichen Text heruntergeleiert und man hatte es ihm abgekauft. Keine erweiterten Sensorenabtastungen, keine Warteschleife, keine Komplikationen. Sie hatten Starterlaubnis und gekonnt in seinem Fach wie er nun mal war, beschleunigte ihr Pilot das Schiff und rauschte davon. Ließ die Hölle Egir Septimus, die Insel ihres persönlichen Grauens, ihren Käfig in dem sie fast sieben Monate eingekerkert gewesen war , hinter sich. Die aufheulenden Triebwerke klangen wie Musik in ihren Ohren. Sie sangen eine Melodie der Freiheit. Völlig losgelöst vor Entspannung lehnte sie sich in den Sessel des Co-Piloten zurück, vergaß das schwere Tötungswerkzeug in ihrer Hand und das sie nun eine geflohene Verbrecherin war, schloss entrückt die Augen um sich ganz dem wohligen Gefühl des Sieges und Triumphes hinzugeben, das wie erfrischender Nektar durch ihren Körper pulste. Ein stilles Lächeln grub sich in ihre Mundwinkel, eines von der Art, das selbst wenn sie es wollte nicht mehr so leicht aus der Miene wischen konnte. <br />
<br />
Einen Augenblick ließ sie die letzten Zeitmaße auf der Gefängnisinsel Revue passieren, verschiedene Gesichter schoben sich vor ihr geistiges Blickfeld; Jonec, ihre erste Bekanntschaft in der Kolonie nachdem sie ihm unabsichtlich heißen Kaffein über seine Brust gekippt hatte und der letzten Endes doch nur das eine von ihr wollte, Joi Myrishi und Garigan, die unvermögenden „Spitzenköche“ der Kombüse, Wilfred Hull und seine Bande von ihrem Heimatplaneten, Schichtführer Tarsky, der von seinem Schlagstock überall gerne Gebrauch machte, Lucinda Wynn, der Wachposten vor dem Promethiumdepot, verhärmte Masken von duldenden und gequälten Frauen in der Wäscherei oder den Männern in den Schächten, Tybalt Drauwulf… als sich seine elegant gepflegte Visage ins Zentrum ihrer Gedanken schob, spürte sie wie eine Woge des Abscheus die Süße ihres Erfolgserlebnisses unversehens schmälerte. Dabei war er so „gut“ zu ihr gewesen, hatte sie stets an seinen „Sorgen“ teilhaben lassen. Dank ihm hatte sie den Luxus einiger Stunden in komfortablen Suiten genießen dürfen, sie hatte temperiertes Wasser zur Verfügung gestellt bekommen, hatte mit ihm, wenn er besonders guter Stimmung war, exotische Gerichte von fernen Welten speisen dürfen, er hatte ihr sogar genehmigt in Kleider zu schlüpfen wie es sich für eine anständige imperiale Bürgerin geziemte, immer unter dem Vorbehalt jedoch das sie ihren „wahren“ Wert nie vergaß und sie nur so lange eine gesittete Person war wie sie sich in seinem Quartier aufhielt. Und all diese Gutmütigkeit hatte nur eine Gegenleistung erfordert… ihr wurde übel bei dem Gedanken. Ihr Finger verfestigten sich wieder um den Knauf der Pistole als könne sie ihren Ekel und den einhergehenden Zorn mindern. In Wahrheit war solch eine Waffe ein Problemlöser, doch jenes Problem würde sie nie mehr eliminieren können. Dieser Schandfleck würde auf ihrer Seele lasten bis zum jüngsten Tag, denn sie schwor sich Egir Septimus nie wiederzusehen. <br />
<br />
Sie schluckte den bitterlich Klumpen der sich in ihre Kehle gebildet hatte hinunter und schaute aus dem Fenster, grauschwarzes Gewoge glitt unter ihnen hinweg, erstreckte sich soweit das Augen reichte bis zum gelblich kranken Horizont, der von schmutzigen roten Wolken überzogen war. Der Freihändler neben ihr hatte sich eine ganze Weile damit begnügt einen Marsch zu pfeifen, jetzt bemerkte sie allerdings dass er sie wieder ansprach. Sie war froh darum, denn Konversation verscheuchte die unliebsamen, gallebitteren Erinnerungen. Sie ließ das Schießeisen auf ihren Schenkeln ruhen und fuhr sich durch das Gesicht, als müsse sie eine schwere Erschöpfung aus ihren Zügen bohnern. Dazwischen antwortete sie: „<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Xeno? Ein… eigenwilliger Name. Nicht revolutionär aber doch nicht gerade pro-imperialistisch möchte ich meinen. Soll ihnen wohl eine kecke Note verleihen was? Die bösen Jungs stehen ja gemeinhin auf solche Kosenamen. Je respektloser, frevelhafter und ungebührlicher sie sind umso besser. Ich bin kein böses Mädchen deshalb können sie mich einfach Ayris nennen wenn es Ihnen beliebt. Mein wahrer Name und ich habe eh nichts zu verlieren indem ich ihn verrate. In positiver Auslage könnte er aber als Beweis dafür dienen dass ich ehrlich zu Ihnen bin und nicht zwangsläufig vor habe Ihnen etwas anzutun, aber versetzen Sie sich einmal in meine Position, wie würden sie handeln? Ich bin nur vorsichtig… Xeno. Die Einladung zum „Geschäftsessen“ nehme ich aber gerne an, wenn wir erst einmal eine geeignete Lokalität gefunden haben, in der sich über solch heikle „Deals“ verhandeln lässt und…“</span><br />
<br />
Zeter und Mordio kreischende elektronische Warn und Annährungssysteme erfüllten im nächsten Augenblick die Kabine, löschten die Standartbeleuchtung und tauchten das Cockpit in grell rotes Alarmlicht. Hundert verschiedene Lämpchen glühten in den Armaturen auf und die holografischen Schirme veränderten ihre Darstellungen. Die Sensorenphalanx blinkte bedenklich auf und der Monitor spuckte das stark vereinfachte Bild der grün umrandeten Konturen des Shuttles aus, dem sich eine rot opalisierender Spitze nährte. Auch wenn Ayris von Luftkämpfen nicht viel verstand, so war ihr doch klar dass dies eines der schlechtesten Anzeichen überhaupt sein konnte. Das rot flammende Etwas war ein sich schnell annähendes Feindobjekt, wahrscheinlich eine Rakete. Was bedeutete; sie waren entdeckt und zum Abschuss freigegeben worden!<br />
<br />
<span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size">(morgen gehts weiter)</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[von --&gt; <a href="http://www.board-4you.de/v63/boards/226/thread.php?threadid=155&amp;sid=" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Der „Besucherhangar“</a> <br />
<br />
Die Welt draußen vor dem Kanzelfenster bewegte sich, die eherne Fläche des Plastonid-Betons und seine blickenden Begrenzungslichter verschwanden, das graue Rechteckbauwerk der Werkstätte im Westen der Landeplattform sowie die umrahmenden Felsen tauchten unter ihnen hinweg, einen Moment darauf befanden sie sich in Sichthöhe des Kontrollturms und seiner Geschütze starrenden Brüder die rings um die Basis drapiert waren und wie stumme Mahnmale in den rostigen Himmel ragten. Ayris vermochte sogar die Spiegelungen der grellen Monitore im Inneren der zentralen Kuppel des Überwachungsturm zu erkennen und die dort umher wuselnden winzigen Gestalten, die von einer Station zu anderen liefen. Dieser Kerl hatte es tatsächlich geschafft. Und er hatte Wort gehalten. Seine Transponder-ID war einwandfrei gewesen, er hatte seinen üblichen Text heruntergeleiert und man hatte es ihm abgekauft. Keine erweiterten Sensorenabtastungen, keine Warteschleife, keine Komplikationen. Sie hatten Starterlaubnis und gekonnt in seinem Fach wie er nun mal war, beschleunigte ihr Pilot das Schiff und rauschte davon. Ließ die Hölle Egir Septimus, die Insel ihres persönlichen Grauens, ihren Käfig in dem sie fast sieben Monate eingekerkert gewesen war , hinter sich. Die aufheulenden Triebwerke klangen wie Musik in ihren Ohren. Sie sangen eine Melodie der Freiheit. Völlig losgelöst vor Entspannung lehnte sie sich in den Sessel des Co-Piloten zurück, vergaß das schwere Tötungswerkzeug in ihrer Hand und das sie nun eine geflohene Verbrecherin war, schloss entrückt die Augen um sich ganz dem wohligen Gefühl des Sieges und Triumphes hinzugeben, das wie erfrischender Nektar durch ihren Körper pulste. Ein stilles Lächeln grub sich in ihre Mundwinkel, eines von der Art, das selbst wenn sie es wollte nicht mehr so leicht aus der Miene wischen konnte. <br />
<br />
Einen Augenblick ließ sie die letzten Zeitmaße auf der Gefängnisinsel Revue passieren, verschiedene Gesichter schoben sich vor ihr geistiges Blickfeld; Jonec, ihre erste Bekanntschaft in der Kolonie nachdem sie ihm unabsichtlich heißen Kaffein über seine Brust gekippt hatte und der letzten Endes doch nur das eine von ihr wollte, Joi Myrishi und Garigan, die unvermögenden „Spitzenköche“ der Kombüse, Wilfred Hull und seine Bande von ihrem Heimatplaneten, Schichtführer Tarsky, der von seinem Schlagstock überall gerne Gebrauch machte, Lucinda Wynn, der Wachposten vor dem Promethiumdepot, verhärmte Masken von duldenden und gequälten Frauen in der Wäscherei oder den Männern in den Schächten, Tybalt Drauwulf… als sich seine elegant gepflegte Visage ins Zentrum ihrer Gedanken schob, spürte sie wie eine Woge des Abscheus die Süße ihres Erfolgserlebnisses unversehens schmälerte. Dabei war er so „gut“ zu ihr gewesen, hatte sie stets an seinen „Sorgen“ teilhaben lassen. Dank ihm hatte sie den Luxus einiger Stunden in komfortablen Suiten genießen dürfen, sie hatte temperiertes Wasser zur Verfügung gestellt bekommen, hatte mit ihm, wenn er besonders guter Stimmung war, exotische Gerichte von fernen Welten speisen dürfen, er hatte ihr sogar genehmigt in Kleider zu schlüpfen wie es sich für eine anständige imperiale Bürgerin geziemte, immer unter dem Vorbehalt jedoch das sie ihren „wahren“ Wert nie vergaß und sie nur so lange eine gesittete Person war wie sie sich in seinem Quartier aufhielt. Und all diese Gutmütigkeit hatte nur eine Gegenleistung erfordert… ihr wurde übel bei dem Gedanken. Ihr Finger verfestigten sich wieder um den Knauf der Pistole als könne sie ihren Ekel und den einhergehenden Zorn mindern. In Wahrheit war solch eine Waffe ein Problemlöser, doch jenes Problem würde sie nie mehr eliminieren können. Dieser Schandfleck würde auf ihrer Seele lasten bis zum jüngsten Tag, denn sie schwor sich Egir Septimus nie wiederzusehen. <br />
<br />
Sie schluckte den bitterlich Klumpen der sich in ihre Kehle gebildet hatte hinunter und schaute aus dem Fenster, grauschwarzes Gewoge glitt unter ihnen hinweg, erstreckte sich soweit das Augen reichte bis zum gelblich kranken Horizont, der von schmutzigen roten Wolken überzogen war. Der Freihändler neben ihr hatte sich eine ganze Weile damit begnügt einen Marsch zu pfeifen, jetzt bemerkte sie allerdings dass er sie wieder ansprach. Sie war froh darum, denn Konversation verscheuchte die unliebsamen, gallebitteren Erinnerungen. Sie ließ das Schießeisen auf ihren Schenkeln ruhen und fuhr sich durch das Gesicht, als müsse sie eine schwere Erschöpfung aus ihren Zügen bohnern. Dazwischen antwortete sie: „<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Xeno? Ein… eigenwilliger Name. Nicht revolutionär aber doch nicht gerade pro-imperialistisch möchte ich meinen. Soll ihnen wohl eine kecke Note verleihen was? Die bösen Jungs stehen ja gemeinhin auf solche Kosenamen. Je respektloser, frevelhafter und ungebührlicher sie sind umso besser. Ich bin kein böses Mädchen deshalb können sie mich einfach Ayris nennen wenn es Ihnen beliebt. Mein wahrer Name und ich habe eh nichts zu verlieren indem ich ihn verrate. In positiver Auslage könnte er aber als Beweis dafür dienen dass ich ehrlich zu Ihnen bin und nicht zwangsläufig vor habe Ihnen etwas anzutun, aber versetzen Sie sich einmal in meine Position, wie würden sie handeln? Ich bin nur vorsichtig… Xeno. Die Einladung zum „Geschäftsessen“ nehme ich aber gerne an, wenn wir erst einmal eine geeignete Lokalität gefunden haben, in der sich über solch heikle „Deals“ verhandeln lässt und…“</span><br />
<br />
Zeter und Mordio kreischende elektronische Warn und Annährungssysteme erfüllten im nächsten Augenblick die Kabine, löschten die Standartbeleuchtung und tauchten das Cockpit in grell rotes Alarmlicht. Hundert verschiedene Lämpchen glühten in den Armaturen auf und die holografischen Schirme veränderten ihre Darstellungen. Die Sensorenphalanx blinkte bedenklich auf und der Monitor spuckte das stark vereinfachte Bild der grün umrandeten Konturen des Shuttles aus, dem sich eine rot opalisierender Spitze nährte. Auch wenn Ayris von Luftkämpfen nicht viel verstand, so war ihr doch klar dass dies eines der schlechtesten Anzeichen überhaupt sein konnte. Das rot flammende Etwas war ein sich schnell annähendes Feindobjekt, wahrscheinlich eine Rakete. Was bedeutete; sie waren entdeckt und zum Abschuss freigegeben worden!<br />
<br />
<span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size">(morgen gehts weiter)</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Introductio et  principio: Auferstehung]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=133</link>
			<pubDate>Thu, 28 Aug 2008 17:35:15 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=24"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=133</guid>
			<description><![CDATA[Monoton ratterten die schweren Stahlkolben des eifrig werkelnden Taktmotors, pressen, schnaubend, pumpend, die dabei entstehenden Gase mischten sich in eine ohnehin für menschliche Bedürfnisse verdorbene Luft. Höchstens ein pestilender Unhold, wie einst jener auf der Zuflucht, ein Eingeweihter des Nurgle, mochte euphorische Begeisterung oder gar eine perverse Form der Lust dabei verspüren, wie sich die gleichenden Lappen der Lungen qualvoll unter jedem Atemzug beugten. Ein wenig beneidenswertes Schicksal, welches jene beinahe schon zu ödem Kalk zerfallenen Knochen dort ereilt hatte, welches ihnen hier drinnen, sowohl dank grundlegender Luftfiltrierung als auch die Atemgerät erspart blieb. Inzwischen hatte sie sich wenigstens mit einer einfachen Beschäftigung hier draußen abgefunden, Kryptographie. Nach und nach entzifferte sie die verworrenen Buchstabenschlingen des zerfledderten Testaments irgendeines unbekannten Menschen, welchen Kogan einst gekannt haben mochte. Die Koordinaten waren von recht kümmerlich verschlüsselter Natur, meist gerade Punkte, vereinsamte “Raststationen”, Poststellen oder gar ausgetrocknete Tümpel, auch fälschlich als Brunnen bezeichnet, na gut, vielleicht einstmals. Für jemanden der wusste wonach man suchen musste, keine unmögliches Hindernis. Möglicherweise etwas fordernder, einige dahin geschmissene Kritzeleien, von hauchdünnen Präzisionsnadeln in das damals wohl noch durchblutete Gewebe gestochen. Es waren primitive Skizzen, Algorhythmen und schwerer chiffrierte Namensbezeichnungen, als wollte der Kartograph genannte Orte oder Personen absichtlich “geheim halten”. Es bedurfte kein besonders rasches oder auffassungsgewohntes Hirn, einen kurzen Lagebericht hierüber abzufassen. Natürlich waren sie zwischen der “Mitte von Nirgendwo” und “Gohmor”, natürlich grunzte das vierbeinige Scheusal irgendwo im Hintergrund, natürlich kauerte Jack an einer der hinteren Fahrerbanken, natürlich schmauchte der schwergewichtige Chaosrecke eine noch wuchtigere Zigarre, in seinem Gesichtsausdruck so etwas wie selbstherrliche Genugtuung, während blaugräuliche Nebelschwaden ringförmig seinem ungeschützten Rachen entstiegen. Es war verwunderlich das die glimmende Glut des Tabaks in dieser schlechten, gashaltigen Atmosphäre nichts zum entflammen provozierte, vielleicht aus dieser Überlegung heraus, zog sie das Geschirr ihrer Atemmaske lockerer, legte sie sich quer über den Schoß, das ausgefranste Pergament daneben, selbstverständlich waren ihre Finger nicht ungeschützt, hätte die Säure ihrer Haut diesem “Relikt” doch etwas antun können. Ein Wunder… das es solange im Besitz des Schlächters überleben konnte… ein Wunder das sie es solange konnte, eruierend und vollkommen Objektiv betrachtet. Sie verglich die letzten festgestellten Daten mit zwei Landschaftskarten, ein mitgeführter Kompass sollte die Orientierung erleichtern.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Dort… an diesen drei ausgedörrten Bäumen sieben Grad westlich, folge einfach diesem vormaligem Flusslauf…”</span> , den verchromten Zivilkompass sachte auf das Armaturenbrett setzend lächelte sie schwach, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“… ich sehe es in deinem eigenartigen Blick… du sinniert über etwas nach… über die Waffen, welche du zu bergen hoffst?”</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Monoton ratterten die schweren Stahlkolben des eifrig werkelnden Taktmotors, pressen, schnaubend, pumpend, die dabei entstehenden Gase mischten sich in eine ohnehin für menschliche Bedürfnisse verdorbene Luft. Höchstens ein pestilender Unhold, wie einst jener auf der Zuflucht, ein Eingeweihter des Nurgle, mochte euphorische Begeisterung oder gar eine perverse Form der Lust dabei verspüren, wie sich die gleichenden Lappen der Lungen qualvoll unter jedem Atemzug beugten. Ein wenig beneidenswertes Schicksal, welches jene beinahe schon zu ödem Kalk zerfallenen Knochen dort ereilt hatte, welches ihnen hier drinnen, sowohl dank grundlegender Luftfiltrierung als auch die Atemgerät erspart blieb. Inzwischen hatte sie sich wenigstens mit einer einfachen Beschäftigung hier draußen abgefunden, Kryptographie. Nach und nach entzifferte sie die verworrenen Buchstabenschlingen des zerfledderten Testaments irgendeines unbekannten Menschen, welchen Kogan einst gekannt haben mochte. Die Koordinaten waren von recht kümmerlich verschlüsselter Natur, meist gerade Punkte, vereinsamte “Raststationen”, Poststellen oder gar ausgetrocknete Tümpel, auch fälschlich als Brunnen bezeichnet, na gut, vielleicht einstmals. Für jemanden der wusste wonach man suchen musste, keine unmögliches Hindernis. Möglicherweise etwas fordernder, einige dahin geschmissene Kritzeleien, von hauchdünnen Präzisionsnadeln in das damals wohl noch durchblutete Gewebe gestochen. Es waren primitive Skizzen, Algorhythmen und schwerer chiffrierte Namensbezeichnungen, als wollte der Kartograph genannte Orte oder Personen absichtlich “geheim halten”. Es bedurfte kein besonders rasches oder auffassungsgewohntes Hirn, einen kurzen Lagebericht hierüber abzufassen. Natürlich waren sie zwischen der “Mitte von Nirgendwo” und “Gohmor”, natürlich grunzte das vierbeinige Scheusal irgendwo im Hintergrund, natürlich kauerte Jack an einer der hinteren Fahrerbanken, natürlich schmauchte der schwergewichtige Chaosrecke eine noch wuchtigere Zigarre, in seinem Gesichtsausdruck so etwas wie selbstherrliche Genugtuung, während blaugräuliche Nebelschwaden ringförmig seinem ungeschützten Rachen entstiegen. Es war verwunderlich das die glimmende Glut des Tabaks in dieser schlechten, gashaltigen Atmosphäre nichts zum entflammen provozierte, vielleicht aus dieser Überlegung heraus, zog sie das Geschirr ihrer Atemmaske lockerer, legte sie sich quer über den Schoß, das ausgefranste Pergament daneben, selbstverständlich waren ihre Finger nicht ungeschützt, hätte die Säure ihrer Haut diesem “Relikt” doch etwas antun können. Ein Wunder… das es solange im Besitz des Schlächters überleben konnte… ein Wunder das sie es solange konnte, eruierend und vollkommen Objektiv betrachtet. Sie verglich die letzten festgestellten Daten mit zwei Landschaftskarten, ein mitgeführter Kompass sollte die Orientierung erleichtern.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Dort… an diesen drei ausgedörrten Bäumen sieben Grad westlich, folge einfach diesem vormaligem Flusslauf…”</span> , den verchromten Zivilkompass sachte auf das Armaturenbrett setzend lächelte sie schwach, <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“… ich sehe es in deinem eigenartigen Blick… du sinniert über etwas nach… über die Waffen, welche du zu bergen hoffst?”</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Landung der Tau - koron III]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=107</link>
			<pubDate>Mon, 11 Aug 2008 18:40:07 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=0"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=107</guid>
			<description><![CDATA[Das alte Imperiale Flugkonstrukt öffnete die große Tür auf der gegenüberliegenden Seite der Piloten. Die Menschlinge strömten in Schlangen heraus und schienen die Lage zu überprüfen. Er selbst witterte nur deren Fleischgeruch. Das grelle Weiß des Sandes draußen ließ in im dunklen Bauch  des metallenern Vogels blinzeln. Er wendete sich von den Menschlingen zu seiner Sippe. Der Sand der von draußen hereinkam reizte seine Augen und er kniff sie zusammen. Er war hier zum töten und wartete auf die Befehle seines ehrwürdigen Weisen. Die Kroot hatten ihre beidseitig mit Klingen bestückten Büchsen in den Händen. Zuverlässige Waffen und effektiv im Nahkampf dazu. Er liebte Effektivität. Die Tau liebten es. Er war auf diesem Planeten um dem höheren Wohl zu dienen. Eine Sandböe blies in das Raumschiff. Der Sand war ihm unangenehm. Obwohl er noch nicht auf ihm lief, spürte er die Hitze, die er erdulden würde müssen. Die Menschlinge und seine Herren hatten Helme oder Masken auf, doch ihm blieb nur in der von Sand und Staub geschwängerten Luft seinen Schnabel geschlossen zu halten. Seine Sippe war eine hellhäutige unter den Kroots. Ockerfarben mit bräunlichen Kammstacheln. Doch ihr Anführer war dagegen grau. Dies machte es leichter, ihn in der Schnelle von der restlichen Sippe zu unterscheiden. Er verspürte Juckreiz. Der lästige Sand war ihm in seine traditionelle Bekleidung geraten. Es war ihm unangenehm und er musste sich kratzen. Außerdem hatte er Hunger. Wann gab es endlich Frischfleisch ?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Das alte Imperiale Flugkonstrukt öffnete die große Tür auf der gegenüberliegenden Seite der Piloten. Die Menschlinge strömten in Schlangen heraus und schienen die Lage zu überprüfen. Er selbst witterte nur deren Fleischgeruch. Das grelle Weiß des Sandes draußen ließ in im dunklen Bauch  des metallenern Vogels blinzeln. Er wendete sich von den Menschlingen zu seiner Sippe. Der Sand der von draußen hereinkam reizte seine Augen und er kniff sie zusammen. Er war hier zum töten und wartete auf die Befehle seines ehrwürdigen Weisen. Die Kroot hatten ihre beidseitig mit Klingen bestückten Büchsen in den Händen. Zuverlässige Waffen und effektiv im Nahkampf dazu. Er liebte Effektivität. Die Tau liebten es. Er war auf diesem Planeten um dem höheren Wohl zu dienen. Eine Sandböe blies in das Raumschiff. Der Sand war ihm unangenehm. Obwohl er noch nicht auf ihm lief, spürte er die Hitze, die er erdulden würde müssen. Die Menschlinge und seine Herren hatten Helme oder Masken auf, doch ihm blieb nur in der von Sand und Staub geschwängerten Luft seinen Schnabel geschlossen zu halten. Seine Sippe war eine hellhäutige unter den Kroots. Ockerfarben mit bräunlichen Kammstacheln. Doch ihr Anführer war dagegen grau. Dies machte es leichter, ihn in der Schnelle von der restlichen Sippe zu unterscheiden. Er verspürte Juckreiz. Der lästige Sand war ihm in seine traditionelle Bekleidung geraten. Es war ihm unangenehm und er musste sich kratzen. Außerdem hatte er Hunger. Wann gab es endlich Frischfleisch ?]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Unbestimmte, wilde Siedlung]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=54</link>
			<pubDate>Wed, 23 Jul 2008 19:05:15 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=54</guid>
			<description><![CDATA[Drei kleine Punkte fuhren durch die Öde der Wüste. Eine keineswegs ebenmäßige Öde wohlgemerkt. Die drei Chimären, welche grade in eine V- Formation wechselten, waren noch nicht so weit von der Stadt entfernt das man deren Spuren übersehen konnte. Hier und da erhob sich eine ärmliche Siedlung. Hautsegler kreischten über riesigen Müllhalden und Pipelines und Bahnstrecken thronten auf stählernen Stelzen. Doch auch natürliche Landmarken gab es. Die stummen Trauergestalten verkrüppelte Bäume ragten vereinzelt aus der Erde, schwarze Felsen lagen verstreut wie die Spielzeuge eines Riesen. Auch war die Wüste nicht etwa permanent heiß und trocken. Regen konnte urplötzlich fallen, manchmal in Bereichen nicht größer als ein Grav-Ballfeld. Dann verwandelten sie den lehmigen Boden in Schlamm und Morast. Ebenso gab es Druckabfälle und Kälteeinbrüche. Der Mensch schien die Natur in den Wahnsinn getrieben zu haben. <br />
Fünf Stunden dauerte die Fahrt, ohne das sich die Landschaft vor den Schussöffnungen der Chimäre, großartig verändert hätte. Ab und an  beleuchteten Blitze die Wolken, doch das Donnergrollen ging im Motorenlärm und Kettengerassel unter. Einmal mussten sie den Kurs leicht ändern um einem Wirbelsturm auszuweichen, der Steine in der Größe von Panzern herumwirbelte.<br />
Zum Ende ihrer Fahrt hin schälten sich die Ausläufer einer größeren Felsformation aus dem Dunst, auf welche sie zuhielten.<br />
Schließlich erreichten sie die Stelle, von der aus das Hilfegesuch abgeschickt wurden war.<br />
<br />
Doch das Szenario erinnerte nur bedingt an einen heißen Kampfeinsatz. Auf dem nahen Gebirgsfuß war das Dorf zu sehen. Ein- oder zweistöckige Hütten aus gebrannten Ziegeln. Von Sonne und Chlorstürmen gebleicht. Die Gebäude schmiegten sich in die Felsen und ihre Erbauer hatten Vorsprünge und natürliche Formationen Geschickt ausgenutzt. Die erste Reihe wies Spuren des Kampfes auf. Größere Löcher und Einschüsse von MG- Garben zeichneten sie. Doch ansonsten war das Dorf kaum beschädigt. <br />
In den Ausläufern der Wüste hatten sich die Kräfte der PVS eingerichtet. Zwei Chimären waren bis zur Wanne eingegraben und mit Sandsäcken ummauert. Auch zwischen den beiden Fahrzeugen war ein Wall aus Sandsäcken aufgeschichtet. Vielleicht zwanzig Meter lang und hoch genug das sich ein Mann dahinter ducken konnte. In einer Ausbuchtung war ein MG aufgestellt. In einigen Metern Abstand standen Standardzelte, wie sie jeder Mannschaftstransporter mitführte. Drei an der Zahl, vor einem waren Reittiere angebunden. Zehn der pferdeähnlichen Carnags blickten die Ankömmlinge gelangweilt an. Als man Motorengeräusche hörte kam Leben in das kleine Lager. Mehrere Soldaten traten aus den Zelten. Setzten ihre Helme auf oder rückten Atemmasken zurecht. Jedenfalls wirkten sie nicht als würden sie im Kampf stehen. Der höchste Dienstgrad war ein Stabsfeldwebel der Kavallerie. Der Federbusch auf seinem Helm wies ihn aus. <br />
Er salutierte vor dem Leutnant.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: red;" class="mycode_color"> Was ist hier los, Stabsfeldwebel?</span>  </span> verlangte dieser zu wissen. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: blue;" class="mycode_color"> Ähh... was genau meinen sie?</span>  </span>  <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> <span style="color: red;" class="mycode_color">Ist das Dorf befriedet? </span>  </span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> <span style="color: blue;" class="mycode_color">Nein Herr Leutnant.</span></span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> <span style="color: red;" class="mycode_color">Und darf man auch erfahren warum? </span>  </span> <br />
Der Stabsfeldwebel nahm unbewusst Haltung an als er Meldung machte. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> <span style="color: blue;" class="mycode_color">Der Feind ist stärker bewaffnet als uns im Vorfeld berichtet wurde. Automatische Waffen und mindestens zwei Granatwerfer. </span></span>  Er deutete auf die kleinen Krater, welche im Niemandsland zwischen dem Dorf und der Stellung zu sehen waren. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: blue;" class="mycode_color"> Bei unserem ersten Versuch, einer Erstürmung hatten wir zwei Verletzte. Sie haben scheinbar nichts was sie den Chimären entgegensetzen können, doch der Zugang ist zu schmal für die Panzer, nur ein gewundener Pfad. Wir haben den Dorfrand mit den Laserkanonen der Chimären und dem MG beschossen. Daraufhin haben sie sich weiter in die Siedlung zurückgezogen. Die Verletzten sind abtransportiert wurden und wir haben einen Artilleriezug angefordert. Die werden die Siedlung einäschern. <br />
Sie sollen morgen hier eintreffen. Bis dahin müssen wir nur dafür sorgen das uns niemand umgeht und in der Flanke angreift.</span></span>  <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> <span style="color: red;" class="mycode_color">Dazu wird es nicht kommen.</span> <br />
<span style="color: blue;" class="mycode_color">Herr Leutnant?</span> <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color">Wir werden die Siedlung angreifen und einnehmen, so wie der Befehl lautet. </span>  <br />
<span style="color: blue;" class="mycode_color">Aber Leutnant, bei allem Respekt, das ist nicht nötig. Die Artillerie wird sich um die Sache kümmern. </span>  <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color">Weil die Infanterie nicht fähig ist mit ein paar Aufständigen fertig zu werden? Es mag ja sein das, dass bei der Kavallerie so gehandhabt wird, in der Zehnten jedenfalls werden Befehle befolgt und erfolgreich ausgeführt.</span></span> <br />
Die Reiter blickten sich an, die Atemmasken verbargen zwar ihre Blicke, doch man konnte sich denken was sie von der Sache hielten. <br />
<span style="color: blue;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Nun... sie sind der ranghöchste Offizier und wenn das ihre Entscheidung ist. </span>  <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color">Das ist sie! Wie viele Männer haben sie hier? </span>  <br />
<span style="color: blue;" class="mycode_color">Zwanzig, plus meine zehn Reiter... ich raten ihnen jedoch wenigstens auf die Nacht zu warten und im dunkeln anzugreifen.</span> <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color">Ihr Vorschlag wurde zu Kenntnis genommen Herr Stabsfeldwebel. Aber die Zehne erschleicht sich ihre Siege nicht bei Nacht und Nebel. Ihre Leute werden hier bleiben und uns, gegebenenfalls Feuerunterstützung geben. </span>  <br />
<span style="color: blue;" class="mycode_color">Aber ich...</span> <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color">Das wäre dann alles Herr Stabsfeldwebel. </span></span>  Damit hatte er sich von dem Kavalleristen abgewandt und ging zu seinen Männern. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> <span style="color: red;" class="mycode_color">Zwoter Zug antreten!</span>  </span> <br />
Brüllte er und die PVSler beeilten sich der Aufforderung nachzukommen. Die Wüste lag ruhig, kein Lüftchen wehte und so hingen kleine Schwaden irgendeines Gases, reglos in der Luft. Der aufgeplatzte Lehmboden knirschte unter den Armeestiefeln des Leutnants, als dieser die Reihe abging. Seine Stimme hallte laut. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Soldaten! <br />
Hier und heute bietet sich uns die Gelegenheit den ersten Lorbeerkranz für die Zehnte zu erringen. </span> </span>  <br />
Hinter ihm tuschelten die Reiter aufgeregt miteinander, was sie sagten war jedoch nicht zu verstehen. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Noch bevor unsere Kompanie offiziell vom Gouverneur ernannt wird, wird er von einem ersten Sieg erfahren können. Diese dort... </span></span>  Mit der ausgestreckten Hand deutete er auf die Siedlung hinter sich. <span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">... wiedersetzen sich dem Willen der PVS, damit dem Gouverneur und dadurch dem Imperator. </span> </span>  Das sie sich eigentlich nur dem Willen einer expandierenden Bergbaugesellschaft wiedersetzten verschwieg er, da diese Tatsache wenig Pathos enthielt.  <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wir treten an! Langegezogene Schützenreihe Die Bajonette aufgepflanzt. Die Flagge wird uns vorangehen. Nachdem die Chimären die vorderen Häuser beschossen haben bringen wir den Zorn der PVS über den Feind.<br />
Antreten in zehn Minuten. </span> </span>  <br />
Wie sich herausstellte hatte man keine Fahne dabei. Es musste also ohne dieses schmückende Beiwerk gehen. Die fünfzig Soldaten hatten leicht versetzte Aufstellung genommen. Der Leutnant vor ihnen, Säbel und Pistole in der Hand. Hinter der Reihe standen die beiden Kommissare. Sie hatten kein Wort zu der Taktik des Leutnants verloren. Stumm und grimmig waren sie bereit jeden zu strafen der aus der Formation zu fliehen gedachte. <br />
<br />
Der Angriff wurde durch das Feuer der fünf Chimären eingeleitet. Spektakulär, doch wenig effektiv. Die Standardbewaffnung der Schützenpanzer waren Laserkanonen. Antipanzerwaffen die kaum dazu geeignet waren eine befestigte Stellung sturmreif zu schießen. Sie brannten kopfgroße Löcher in die Gebäude und schwärzten die weißen Ziegel. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Bajonette aufpflanzen! </span> Wurde gerufen und die langen Kampfmesser fanden ihren Platz an den Läufen der Gewehre. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Im Laufschrittschritt… vorrücken. </span> <br />
<br />
Etwa tausend  Meter trennten sie von der feindlichen Befestigung. Niemand glaubte ernsthaft das man sie so weit würde kommen lassen. Doch noch rührte sich nichts…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Drei kleine Punkte fuhren durch die Öde der Wüste. Eine keineswegs ebenmäßige Öde wohlgemerkt. Die drei Chimären, welche grade in eine V- Formation wechselten, waren noch nicht so weit von der Stadt entfernt das man deren Spuren übersehen konnte. Hier und da erhob sich eine ärmliche Siedlung. Hautsegler kreischten über riesigen Müllhalden und Pipelines und Bahnstrecken thronten auf stählernen Stelzen. Doch auch natürliche Landmarken gab es. Die stummen Trauergestalten verkrüppelte Bäume ragten vereinzelt aus der Erde, schwarze Felsen lagen verstreut wie die Spielzeuge eines Riesen. Auch war die Wüste nicht etwa permanent heiß und trocken. Regen konnte urplötzlich fallen, manchmal in Bereichen nicht größer als ein Grav-Ballfeld. Dann verwandelten sie den lehmigen Boden in Schlamm und Morast. Ebenso gab es Druckabfälle und Kälteeinbrüche. Der Mensch schien die Natur in den Wahnsinn getrieben zu haben. <br />
Fünf Stunden dauerte die Fahrt, ohne das sich die Landschaft vor den Schussöffnungen der Chimäre, großartig verändert hätte. Ab und an  beleuchteten Blitze die Wolken, doch das Donnergrollen ging im Motorenlärm und Kettengerassel unter. Einmal mussten sie den Kurs leicht ändern um einem Wirbelsturm auszuweichen, der Steine in der Größe von Panzern herumwirbelte.<br />
Zum Ende ihrer Fahrt hin schälten sich die Ausläufer einer größeren Felsformation aus dem Dunst, auf welche sie zuhielten.<br />
Schließlich erreichten sie die Stelle, von der aus das Hilfegesuch abgeschickt wurden war.<br />
<br />
Doch das Szenario erinnerte nur bedingt an einen heißen Kampfeinsatz. Auf dem nahen Gebirgsfuß war das Dorf zu sehen. Ein- oder zweistöckige Hütten aus gebrannten Ziegeln. Von Sonne und Chlorstürmen gebleicht. Die Gebäude schmiegten sich in die Felsen und ihre Erbauer hatten Vorsprünge und natürliche Formationen Geschickt ausgenutzt. Die erste Reihe wies Spuren des Kampfes auf. Größere Löcher und Einschüsse von MG- Garben zeichneten sie. Doch ansonsten war das Dorf kaum beschädigt. <br />
In den Ausläufern der Wüste hatten sich die Kräfte der PVS eingerichtet. Zwei Chimären waren bis zur Wanne eingegraben und mit Sandsäcken ummauert. Auch zwischen den beiden Fahrzeugen war ein Wall aus Sandsäcken aufgeschichtet. Vielleicht zwanzig Meter lang und hoch genug das sich ein Mann dahinter ducken konnte. In einer Ausbuchtung war ein MG aufgestellt. In einigen Metern Abstand standen Standardzelte, wie sie jeder Mannschaftstransporter mitführte. Drei an der Zahl, vor einem waren Reittiere angebunden. Zehn der pferdeähnlichen Carnags blickten die Ankömmlinge gelangweilt an. Als man Motorengeräusche hörte kam Leben in das kleine Lager. Mehrere Soldaten traten aus den Zelten. Setzten ihre Helme auf oder rückten Atemmasken zurecht. Jedenfalls wirkten sie nicht als würden sie im Kampf stehen. Der höchste Dienstgrad war ein Stabsfeldwebel der Kavallerie. Der Federbusch auf seinem Helm wies ihn aus. <br />
Er salutierte vor dem Leutnant.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: red;" class="mycode_color"> Was ist hier los, Stabsfeldwebel?</span>  </span> verlangte dieser zu wissen. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: blue;" class="mycode_color"> Ähh... was genau meinen sie?</span>  </span>  <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> <span style="color: red;" class="mycode_color">Ist das Dorf befriedet? </span>  </span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> <span style="color: blue;" class="mycode_color">Nein Herr Leutnant.</span></span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> <span style="color: red;" class="mycode_color">Und darf man auch erfahren warum? </span>  </span> <br />
Der Stabsfeldwebel nahm unbewusst Haltung an als er Meldung machte. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> <span style="color: blue;" class="mycode_color">Der Feind ist stärker bewaffnet als uns im Vorfeld berichtet wurde. Automatische Waffen und mindestens zwei Granatwerfer. </span></span>  Er deutete auf die kleinen Krater, welche im Niemandsland zwischen dem Dorf und der Stellung zu sehen waren. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: blue;" class="mycode_color"> Bei unserem ersten Versuch, einer Erstürmung hatten wir zwei Verletzte. Sie haben scheinbar nichts was sie den Chimären entgegensetzen können, doch der Zugang ist zu schmal für die Panzer, nur ein gewundener Pfad. Wir haben den Dorfrand mit den Laserkanonen der Chimären und dem MG beschossen. Daraufhin haben sie sich weiter in die Siedlung zurückgezogen. Die Verletzten sind abtransportiert wurden und wir haben einen Artilleriezug angefordert. Die werden die Siedlung einäschern. <br />
Sie sollen morgen hier eintreffen. Bis dahin müssen wir nur dafür sorgen das uns niemand umgeht und in der Flanke angreift.</span></span>  <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> <span style="color: red;" class="mycode_color">Dazu wird es nicht kommen.</span> <br />
<span style="color: blue;" class="mycode_color">Herr Leutnant?</span> <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color">Wir werden die Siedlung angreifen und einnehmen, so wie der Befehl lautet. </span>  <br />
<span style="color: blue;" class="mycode_color">Aber Leutnant, bei allem Respekt, das ist nicht nötig. Die Artillerie wird sich um die Sache kümmern. </span>  <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color">Weil die Infanterie nicht fähig ist mit ein paar Aufständigen fertig zu werden? Es mag ja sein das, dass bei der Kavallerie so gehandhabt wird, in der Zehnten jedenfalls werden Befehle befolgt und erfolgreich ausgeführt.</span></span> <br />
Die Reiter blickten sich an, die Atemmasken verbargen zwar ihre Blicke, doch man konnte sich denken was sie von der Sache hielten. <br />
<span style="color: blue;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Nun... sie sind der ranghöchste Offizier und wenn das ihre Entscheidung ist. </span>  <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color">Das ist sie! Wie viele Männer haben sie hier? </span>  <br />
<span style="color: blue;" class="mycode_color">Zwanzig, plus meine zehn Reiter... ich raten ihnen jedoch wenigstens auf die Nacht zu warten und im dunkeln anzugreifen.</span> <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color">Ihr Vorschlag wurde zu Kenntnis genommen Herr Stabsfeldwebel. Aber die Zehne erschleicht sich ihre Siege nicht bei Nacht und Nebel. Ihre Leute werden hier bleiben und uns, gegebenenfalls Feuerunterstützung geben. </span>  <br />
<span style="color: blue;" class="mycode_color">Aber ich...</span> <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color">Das wäre dann alles Herr Stabsfeldwebel. </span></span>  Damit hatte er sich von dem Kavalleristen abgewandt und ging zu seinen Männern. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> <span style="color: red;" class="mycode_color">Zwoter Zug antreten!</span>  </span> <br />
Brüllte er und die PVSler beeilten sich der Aufforderung nachzukommen. Die Wüste lag ruhig, kein Lüftchen wehte und so hingen kleine Schwaden irgendeines Gases, reglos in der Luft. Der aufgeplatzte Lehmboden knirschte unter den Armeestiefeln des Leutnants, als dieser die Reihe abging. Seine Stimme hallte laut. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Soldaten! <br />
Hier und heute bietet sich uns die Gelegenheit den ersten Lorbeerkranz für die Zehnte zu erringen. </span> </span>  <br />
Hinter ihm tuschelten die Reiter aufgeregt miteinander, was sie sagten war jedoch nicht zu verstehen. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Noch bevor unsere Kompanie offiziell vom Gouverneur ernannt wird, wird er von einem ersten Sieg erfahren können. Diese dort... </span></span>  Mit der ausgestreckten Hand deutete er auf die Siedlung hinter sich. <span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">... wiedersetzen sich dem Willen der PVS, damit dem Gouverneur und dadurch dem Imperator. </span> </span>  Das sie sich eigentlich nur dem Willen einer expandierenden Bergbaugesellschaft wiedersetzten verschwieg er, da diese Tatsache wenig Pathos enthielt.  <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wir treten an! Langegezogene Schützenreihe Die Bajonette aufgepflanzt. Die Flagge wird uns vorangehen. Nachdem die Chimären die vorderen Häuser beschossen haben bringen wir den Zorn der PVS über den Feind.<br />
Antreten in zehn Minuten. </span> </span>  <br />
Wie sich herausstellte hatte man keine Fahne dabei. Es musste also ohne dieses schmückende Beiwerk gehen. Die fünfzig Soldaten hatten leicht versetzte Aufstellung genommen. Der Leutnant vor ihnen, Säbel und Pistole in der Hand. Hinter der Reihe standen die beiden Kommissare. Sie hatten kein Wort zu der Taktik des Leutnants verloren. Stumm und grimmig waren sie bereit jeden zu strafen der aus der Formation zu fliehen gedachte. <br />
<br />
Der Angriff wurde durch das Feuer der fünf Chimären eingeleitet. Spektakulär, doch wenig effektiv. Die Standardbewaffnung der Schützenpanzer waren Laserkanonen. Antipanzerwaffen die kaum dazu geeignet waren eine befestigte Stellung sturmreif zu schießen. Sie brannten kopfgroße Löcher in die Gebäude und schwärzten die weißen Ziegel. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Bajonette aufpflanzen! </span> Wurde gerufen und die langen Kampfmesser fanden ihren Platz an den Läufen der Gewehre. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Im Laufschrittschritt… vorrücken. </span> <br />
<br />
Etwa tausend  Meter trennten sie von der feindlichen Befestigung. Niemand glaubte ernsthaft das man sie so weit würde kommen lassen. Doch noch rührte sich nichts…]]></content:encoded>
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