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		<title><![CDATA[Koron III - Die Mittleren Ebenen]]></title>
		<link>https://koron3.de/</link>
		<description><![CDATA[Koron III - https://koron3.de]]></description>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 03:21:39 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Läuterung]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=1700</link>
			<pubDate>Wed, 19 Feb 2025 20:38:55 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4">Die Stimme</a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=1700</guid>
			<description><![CDATA[Hadrek Voss schritt mit der Beiläufigkeit des Ansässigen durch eine infernalische Landschaft. <br />
Hitze, Rauch und Gestank. Monströse Maschinereien wanderten auf ewig gleichen Wegen und ließen ihre Tentakel aus Ketten und Haken träge und teilnahmslos herabhängen. Alles hier bestand aus jahrhundertealtem Metall und Beton, auf dem die Zeit selbst sich zu einer Kruste verfestigt hatte. Untereinander schien jedes Element mit Leitungen und Laufwegen verbunden zu sein. Ein Labyrinth, in dem sich nicht ein Millimeter saubere Fläche hätte finden lassen. <br />
Es war höllische eine Großküche, in der die Töpfe gewaltige Tiegel waren, in denen glühendes Roheisen wie Magma brodelte. <br />
Voss umging eine Stelle, wo mittels eines Krans eine Schütte Schrott in die flüssige Mischung gab. Auf diese Weise wurde das Eisen heruntergekühlt, während es im Konverter von Kohlenstoff gesäubert wurde. Gierig züngelten Flammen aus der Öffnung des Konverters und leckten über die Schütte, als könnten sie es nicht erwarten, gefüttert zu werden. Als konnte das Eisen nicht erwarten, sich in Stahl zu verwandeln. <br />
Dieser flüssige Stahl kam unterhalb der Anlage herausgelaufen und wurde dort von Männern und Frauen in feuerfesten Schutzanzügen in Rinnen geleitet. Wenn abgekühlt, würden diese Brammen genannten Stücke den Planeten verlassen. Ein demütiges Geschenk Korons an die Herrlichkeit des Imperiums.<br />
Um dies darzustellen wurde, während sie noch rot glühend auf dem Weg zu den Schneidbrennern waren, die sie portionieren würden, mit einem K3 Ex Stempel versehen und damit für den Export markiert. <br />
Voss verschwendete gar nicht erst Atem in dem Versuch, den Namen des Gesuchten zu rufen. Hier hatten menschliche Stimmen kein Gewicht. <br />
Er ging zu der Vierergruppe, die mit Metall verkrusteten Stangen den Fluss des Stahls dirigierten. Er hatte gleich beim ersten der Vier Glück. Als dieser seine Kombination aus Feuerschutz und Atemmaske vom Gesicht zog, kam darunter das verschwitzte und geschwärzte Gesicht Duhaneys zum Vorschein. Voss winkte dem Mann ihm zu folgen, was ihm einen stirnrunzelnden Blick von Duhaney einbrachte und die ausdruckslosen Linsenblicke der drei verbleibenden Arbeiter, die ihren Soll jetzt mit einer Kraft weniger erfüllen mussten. Hadrek Voss, Vorarbeiter und Schmelzmeister in der Stahlkocherei 17 Abschnitt 8, in der Hütte 433 "Brohmanns Pflicht" führte seinen Untergebenen in eine Ecke, wo eine Unterhaltung ansatzweise möglich war.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #c19e00;" class="mycode_color">Du hast Besuch, Pilger.</span></span> Diesen Spitznamen hatte Duhaney unter den Kollegen, seit ein Herr aus der Personalverwaltung gegenüber seiner Frau ausgeplaudert hatte, dass der ehemalige Soldat eine Reise nach Terra absolviert hatte. Besagte Frau wiederum arbeitete an den Kesselkränen und so war der Name in der Welt. Als Voss den verwirrten Gesichtsausdruck als Resultat auf seine Aussage sah, ließ er sich zu einer knappen Erklärung herab. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #c19e00;" class="mycode_color">Frag mich nicht… irgendeine Dame. Soll wichtig aussehen, sagen sie in der Bude. Wichtig genug jedenfalls, dass sie Leute von der Arbeit abhalten. Also geh rüber und kläre, was immer da zu klären ist. Sitzt im Besprechungsraum.</span></span> Damit ließ er ihn stehen, in seinem silbernen Anzug, mit der Stange in der Hand und dem Maskenhelm unterm Arm.<br />
<br />
"Die Bude" hieß natürlich nur im Jargon der Arbeiter so. Eigentlich war es eine Zweigstelle der Verwaltung, welche sich um die unmittelbaren Belange des Abschnitts 8 kümmerte. Ein schmuckloses, zweistöckiges Gebäude, in dem oben einige Büros angesiedelt waren, außerdem besagter Besprechungsraum. <br />
Die untere Etage wurde von Duschen, einem Pausenraum und Umkleidekabinen dominiert. Fliesen an Boden und Wänden sollten eine Säuberung erleichtern. Auch wenn dieser Kampf noch gekämpft wurde, so war er doch schon vor Ewigkeiten verloren worden. Ralph entledigte sich des Anzugs und Helms und hängte ihn an seinen Haken. Dann reinigte er sich das Gesicht notdürftig. Schwarzes Wasser topfte auf gesprungene Emaille. <br />
Man wurde nur in die obere Etage zitiert, wenn irgendeine Unstimmigkeit vorlag. Er war nur nach seiner Einstellung dagewesen und einmal, weil etwas auf dem Lohnstreifen nicht gestimmt hatte. Einen Besprechungsraum bekam man als gewöhnlicher Arbeiter nicht zu sehen. <br />
Schon gar nicht wurde man von der Arbeit weg zitiert. Die Idee, man könnte ihn feuern, stimmte damit auch nicht überein. Sowas wurde einfach am Ende der Schicht verkündet und damit hatte es sich. Mehr Mühe war das nicht wert.<br />
Im Flur des Verwaltungsbereiches standen mehrere der Angestellten auffällig unauffällig beim Wasserspender oder mussten dringende Angelegenheiten öfter als gewöhnlich in benachbarte Büros bringen. Dabei gingen ihre Blicke neugierig zu dem Mann im schwarzen Anzug, der vor dem Besprechungsraum stand. Als er Ralph um die Ecke biegen sah, berührte er seinen Kehlkopf kurz und schien etwas in die Luft zu sagen. Dann winkte er ihm mit knapper Geste und gebot ihm einzutreten.<br />
<br />
Hätte ein Ork im Besprechungsraum gesessen, er hätte vermutlich nicht so fehl am Platz gewirkt, wie die Frau, die stattdessen dasaß. Ein Ork hätte wenigstens die angemessene Patina an Schmutz mitgebracht. Nicht dass der Besprechungsraum über die Maßen dreckig gewesen wäre, doch die Aura des Stahlwerks konnte er nicht verleugnen. Zwei kleine Fenster gestatteten den Blick auf das Gewirr aus Gleisen, über welches die Güterzüge die Rohmaterialien ankarrten. Die Wände waren vergilbt, wie auch die Tabellen und Übersichten, die irgendwann, irgendwer dort angepinnt hatte um in irgendeiner Beratung einen Standpunkt zu verdeutlichen. Zwischen den Fenstern prangte außerdem ein altes Propagandaplakat, das einen rußbedeckten Arbeiter und einen Soldaten der imperialen Armee zeigte. Beide grinsten und hielten den Daumen nach oben. "Zwei Fronten, ein Kampf" war darunter zu lesen. <br />
Die Tische im Raum waren zu einem großen U arrangiert. Allerdings hatte man einen aus der Formation gelöst und in die Mitte gerückt. An eben diesem saß die Frau unter summenden Neonröhren. <br />
Sie war sehr groß und dünn, hatte kurzgeschnittenes, blondes, fast weißes Haar, ein hageres Gesicht und ausgewaschene blaue Augen. Eine grobe Narbe zog sich über ihre linke Gesichtshälfte. Auf dieser hockte eine leuchtende Spinne. Eine giftig grüne Spinne, die sich bei näherer Betrachtung als eine Elektrotätowierung herausstellte. Wie die Kräne des Stahlwerks auf ihren vorgefertigten Bahnen fuhren, konnte sich die Spinnenzeichnung in den Grenzen der unter der Haut implantierten Emitter bewegen. Ein gleichsam befremdlicher wie faszinierender Anblick. <br />
Gekleidet war die Frau in einen raffiniert geschnittenen Hosenanzug aus schwarzem Stoff, der auf eine Gala in der oberen Ebene besser gepasst hätte als hierher.  Zwischen ihren Zähnen klemmte eine übertrieben lange Rauchspitze aus Elfenbein. Die Zigarette darin war schwarz und verströmte einen süßlich schweren Geruch.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Guten Tag Herr Duhaney, ich grüße Sie. </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mein Name ist Elvira. </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich kann mir ihre Verwirrung vorstellen.</span> Drei Sätze, drei separat festgestellte Tatsachen. In ihrer Stimme lag dabei eine professionelle Neutralität. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Da ich jedoch nichts mehr verabscheue als unnötige Fragen, schlage ich vor, Sie lassen mich erst einmal ein paar Dinge erklären. </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich bin mir sicher, dass sich dadurch bereits einiges negiert. </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Aber setzen Sie sich doch.</span> <br />
Ralph tat es. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ihr Name ist Ralph Duhaney. Gebürtig auf Mordant Prime. Sie dienten im Mordant 10th und wurden beim Sturm auf die befestigten Landungshäfen von Port Ferranun auf Feranun 8 eingesetzt. </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sie kämpften dort gegen den Kult der Lichtlosen Flamme. Eine erfolgreiche, wenn auch sehr verlustreiche Kampagne. Nach dem Sieg wurden die Reste ihrer Einheit und die Reste des 11. und 12. im Mordant 13th zusammengefasst. Anschließend wurde ihre Einheit aufgrund ihrer Expertise in Sturmangriffen und Kampf gegen Ketzer ins Segmentum Obscurus verlegt. Cadia Sektor. </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Spezialtraining auf Prosan, dann beteiligt an der Zerschlagung der Angriffsspitzen einer Chaoshorde. Kampf gegen die Seelenlosen Tausend, Xertares Seelensammler und die Kinder der blutenden Kröte. </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sie halfen bei der Evakuierung von Kasr Patro und hatten bei der Schlacht von Punkt 87A ein Zusammentreffen mit Verrätermarines der Black Legion. Ein Trupp namens… na nicht so wichtig. </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Stimmen diese Angaben bis hierher?</span> Von diesem Hammer der Vergangenheit verdroschen, nickte Ralph nur. <br />
Die Frau namens Elvira hatte all diese Informationen stakkatohaft heruntergerattet. Sie hatte keine erkennbaren Notizen oder Aufzeichnungen vor sich liegen. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sehr schön, mein Lieber. </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dann kommen wir zum Punkt. Während ihrer aktiven Dienstzeit beim Mordant 13th stand dem Generalstab eine beratende Person zur Seite. </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Obed Defir. Inquisitor Defir vom Ordo Malleus. Er war mit eigenen, kämpfenden Kräften an der Operation beteiligt. </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sie haben also das hier vielleicht schon einmal gesehen.</span> Aus der Tasche ihrer Jacke holte sie ein Objekt und legte es auf den Tisch. Es klackte mit dem unverkennbaren Geräusch von Metall. Sie schob es zu ihm. <br />
Der Gegenstand strahlte eine düstere, unnachgiebige Autorität aus. Ein massiv wirkendes, vertikales schwarzes „I", durchzogen von zwei schmalen Querstreben. Die Oberfläche war aus dunklem Adamantium gefertigt, hochpoliert und doch glanzlos. Über dem „I" thronte ein silberner Totenkopf, dessen hohle Augenhöhlen anklagend in die Leere starrten. Die Wangenknochen dieses Schädels waren höher, die Augenhöhlen größer als bei dem Gebein eines Menschen. Der Schädel eines ausgelöschten Aliens.<br />
Das Zeichen der Inquisition.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Hadrek Voss schritt mit der Beiläufigkeit des Ansässigen durch eine infernalische Landschaft. <br />
Hitze, Rauch und Gestank. Monströse Maschinereien wanderten auf ewig gleichen Wegen und ließen ihre Tentakel aus Ketten und Haken träge und teilnahmslos herabhängen. Alles hier bestand aus jahrhundertealtem Metall und Beton, auf dem die Zeit selbst sich zu einer Kruste verfestigt hatte. Untereinander schien jedes Element mit Leitungen und Laufwegen verbunden zu sein. Ein Labyrinth, in dem sich nicht ein Millimeter saubere Fläche hätte finden lassen. <br />
Es war höllische eine Großküche, in der die Töpfe gewaltige Tiegel waren, in denen glühendes Roheisen wie Magma brodelte. <br />
Voss umging eine Stelle, wo mittels eines Krans eine Schütte Schrott in die flüssige Mischung gab. Auf diese Weise wurde das Eisen heruntergekühlt, während es im Konverter von Kohlenstoff gesäubert wurde. Gierig züngelten Flammen aus der Öffnung des Konverters und leckten über die Schütte, als könnten sie es nicht erwarten, gefüttert zu werden. Als konnte das Eisen nicht erwarten, sich in Stahl zu verwandeln. <br />
Dieser flüssige Stahl kam unterhalb der Anlage herausgelaufen und wurde dort von Männern und Frauen in feuerfesten Schutzanzügen in Rinnen geleitet. Wenn abgekühlt, würden diese Brammen genannten Stücke den Planeten verlassen. Ein demütiges Geschenk Korons an die Herrlichkeit des Imperiums.<br />
Um dies darzustellen wurde, während sie noch rot glühend auf dem Weg zu den Schneidbrennern waren, die sie portionieren würden, mit einem K3 Ex Stempel versehen und damit für den Export markiert. <br />
Voss verschwendete gar nicht erst Atem in dem Versuch, den Namen des Gesuchten zu rufen. Hier hatten menschliche Stimmen kein Gewicht. <br />
Er ging zu der Vierergruppe, die mit Metall verkrusteten Stangen den Fluss des Stahls dirigierten. Er hatte gleich beim ersten der Vier Glück. Als dieser seine Kombination aus Feuerschutz und Atemmaske vom Gesicht zog, kam darunter das verschwitzte und geschwärzte Gesicht Duhaneys zum Vorschein. Voss winkte dem Mann ihm zu folgen, was ihm einen stirnrunzelnden Blick von Duhaney einbrachte und die ausdruckslosen Linsenblicke der drei verbleibenden Arbeiter, die ihren Soll jetzt mit einer Kraft weniger erfüllen mussten. Hadrek Voss, Vorarbeiter und Schmelzmeister in der Stahlkocherei 17 Abschnitt 8, in der Hütte 433 "Brohmanns Pflicht" führte seinen Untergebenen in eine Ecke, wo eine Unterhaltung ansatzweise möglich war.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #c19e00;" class="mycode_color">Du hast Besuch, Pilger.</span></span> Diesen Spitznamen hatte Duhaney unter den Kollegen, seit ein Herr aus der Personalverwaltung gegenüber seiner Frau ausgeplaudert hatte, dass der ehemalige Soldat eine Reise nach Terra absolviert hatte. Besagte Frau wiederum arbeitete an den Kesselkränen und so war der Name in der Welt. Als Voss den verwirrten Gesichtsausdruck als Resultat auf seine Aussage sah, ließ er sich zu einer knappen Erklärung herab. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: #c19e00;" class="mycode_color">Frag mich nicht… irgendeine Dame. Soll wichtig aussehen, sagen sie in der Bude. Wichtig genug jedenfalls, dass sie Leute von der Arbeit abhalten. Also geh rüber und kläre, was immer da zu klären ist. Sitzt im Besprechungsraum.</span></span> Damit ließ er ihn stehen, in seinem silbernen Anzug, mit der Stange in der Hand und dem Maskenhelm unterm Arm.<br />
<br />
"Die Bude" hieß natürlich nur im Jargon der Arbeiter so. Eigentlich war es eine Zweigstelle der Verwaltung, welche sich um die unmittelbaren Belange des Abschnitts 8 kümmerte. Ein schmuckloses, zweistöckiges Gebäude, in dem oben einige Büros angesiedelt waren, außerdem besagter Besprechungsraum. <br />
Die untere Etage wurde von Duschen, einem Pausenraum und Umkleidekabinen dominiert. Fliesen an Boden und Wänden sollten eine Säuberung erleichtern. Auch wenn dieser Kampf noch gekämpft wurde, so war er doch schon vor Ewigkeiten verloren worden. Ralph entledigte sich des Anzugs und Helms und hängte ihn an seinen Haken. Dann reinigte er sich das Gesicht notdürftig. Schwarzes Wasser topfte auf gesprungene Emaille. <br />
Man wurde nur in die obere Etage zitiert, wenn irgendeine Unstimmigkeit vorlag. Er war nur nach seiner Einstellung dagewesen und einmal, weil etwas auf dem Lohnstreifen nicht gestimmt hatte. Einen Besprechungsraum bekam man als gewöhnlicher Arbeiter nicht zu sehen. <br />
Schon gar nicht wurde man von der Arbeit weg zitiert. Die Idee, man könnte ihn feuern, stimmte damit auch nicht überein. Sowas wurde einfach am Ende der Schicht verkündet und damit hatte es sich. Mehr Mühe war das nicht wert.<br />
Im Flur des Verwaltungsbereiches standen mehrere der Angestellten auffällig unauffällig beim Wasserspender oder mussten dringende Angelegenheiten öfter als gewöhnlich in benachbarte Büros bringen. Dabei gingen ihre Blicke neugierig zu dem Mann im schwarzen Anzug, der vor dem Besprechungsraum stand. Als er Ralph um die Ecke biegen sah, berührte er seinen Kehlkopf kurz und schien etwas in die Luft zu sagen. Dann winkte er ihm mit knapper Geste und gebot ihm einzutreten.<br />
<br />
Hätte ein Ork im Besprechungsraum gesessen, er hätte vermutlich nicht so fehl am Platz gewirkt, wie die Frau, die stattdessen dasaß. Ein Ork hätte wenigstens die angemessene Patina an Schmutz mitgebracht. Nicht dass der Besprechungsraum über die Maßen dreckig gewesen wäre, doch die Aura des Stahlwerks konnte er nicht verleugnen. Zwei kleine Fenster gestatteten den Blick auf das Gewirr aus Gleisen, über welches die Güterzüge die Rohmaterialien ankarrten. Die Wände waren vergilbt, wie auch die Tabellen und Übersichten, die irgendwann, irgendwer dort angepinnt hatte um in irgendeiner Beratung einen Standpunkt zu verdeutlichen. Zwischen den Fenstern prangte außerdem ein altes Propagandaplakat, das einen rußbedeckten Arbeiter und einen Soldaten der imperialen Armee zeigte. Beide grinsten und hielten den Daumen nach oben. "Zwei Fronten, ein Kampf" war darunter zu lesen. <br />
Die Tische im Raum waren zu einem großen U arrangiert. Allerdings hatte man einen aus der Formation gelöst und in die Mitte gerückt. An eben diesem saß die Frau unter summenden Neonröhren. <br />
Sie war sehr groß und dünn, hatte kurzgeschnittenes, blondes, fast weißes Haar, ein hageres Gesicht und ausgewaschene blaue Augen. Eine grobe Narbe zog sich über ihre linke Gesichtshälfte. Auf dieser hockte eine leuchtende Spinne. Eine giftig grüne Spinne, die sich bei näherer Betrachtung als eine Elektrotätowierung herausstellte. Wie die Kräne des Stahlwerks auf ihren vorgefertigten Bahnen fuhren, konnte sich die Spinnenzeichnung in den Grenzen der unter der Haut implantierten Emitter bewegen. Ein gleichsam befremdlicher wie faszinierender Anblick. <br />
Gekleidet war die Frau in einen raffiniert geschnittenen Hosenanzug aus schwarzem Stoff, der auf eine Gala in der oberen Ebene besser gepasst hätte als hierher.  Zwischen ihren Zähnen klemmte eine übertrieben lange Rauchspitze aus Elfenbein. Die Zigarette darin war schwarz und verströmte einen süßlich schweren Geruch.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Guten Tag Herr Duhaney, ich grüße Sie. </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Mein Name ist Elvira. </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich kann mir ihre Verwirrung vorstellen.</span> Drei Sätze, drei separat festgestellte Tatsachen. In ihrer Stimme lag dabei eine professionelle Neutralität. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Da ich jedoch nichts mehr verabscheue als unnötige Fragen, schlage ich vor, Sie lassen mich erst einmal ein paar Dinge erklären. </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich bin mir sicher, dass sich dadurch bereits einiges negiert. </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Aber setzen Sie sich doch.</span> <br />
Ralph tat es. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ihr Name ist Ralph Duhaney. Gebürtig auf Mordant Prime. Sie dienten im Mordant 10th und wurden beim Sturm auf die befestigten Landungshäfen von Port Ferranun auf Feranun 8 eingesetzt. </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sie kämpften dort gegen den Kult der Lichtlosen Flamme. Eine erfolgreiche, wenn auch sehr verlustreiche Kampagne. Nach dem Sieg wurden die Reste ihrer Einheit und die Reste des 11. und 12. im Mordant 13th zusammengefasst. Anschließend wurde ihre Einheit aufgrund ihrer Expertise in Sturmangriffen und Kampf gegen Ketzer ins Segmentum Obscurus verlegt. Cadia Sektor. </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Spezialtraining auf Prosan, dann beteiligt an der Zerschlagung der Angriffsspitzen einer Chaoshorde. Kampf gegen die Seelenlosen Tausend, Xertares Seelensammler und die Kinder der blutenden Kröte. </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sie halfen bei der Evakuierung von Kasr Patro und hatten bei der Schlacht von Punkt 87A ein Zusammentreffen mit Verrätermarines der Black Legion. Ein Trupp namens… na nicht so wichtig. </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Stimmen diese Angaben bis hierher?</span> Von diesem Hammer der Vergangenheit verdroschen, nickte Ralph nur. <br />
Die Frau namens Elvira hatte all diese Informationen stakkatohaft heruntergerattet. Sie hatte keine erkennbaren Notizen oder Aufzeichnungen vor sich liegen. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sehr schön, mein Lieber. </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dann kommen wir zum Punkt. Während ihrer aktiven Dienstzeit beim Mordant 13th stand dem Generalstab eine beratende Person zur Seite. </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Obed Defir. Inquisitor Defir vom Ordo Malleus. Er war mit eigenen, kämpfenden Kräften an der Operation beteiligt. </span><br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Sie haben also das hier vielleicht schon einmal gesehen.</span> Aus der Tasche ihrer Jacke holte sie ein Objekt und legte es auf den Tisch. Es klackte mit dem unverkennbaren Geräusch von Metall. Sie schob es zu ihm. <br />
Der Gegenstand strahlte eine düstere, unnachgiebige Autorität aus. Ein massiv wirkendes, vertikales schwarzes „I", durchzogen von zwei schmalen Querstreben. Die Oberfläche war aus dunklem Adamantium gefertigt, hochpoliert und doch glanzlos. Über dem „I" thronte ein silberner Totenkopf, dessen hohle Augenhöhlen anklagend in die Leere starrten. Die Wangenknochen dieses Schädels waren höher, die Augenhöhlen größer als bei dem Gebein eines Menschen. Der Schädel eines ausgelöschten Aliens.<br />
Das Zeichen der Inquisition.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Zeitenwende]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=1047</link>
			<pubDate>Tue, 19 Apr 2022 20:21:40 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=1047</guid>
			<description><![CDATA[Das wahrhaft bemerkenswerte an der logistischen Leistung, welche hinter der Zusammenkunft des Adelsrats steckte, bestand vor allem darin, dass der Bürger oder der hochwohlgeborene Gast von fernen Welten, von eben diesen Bemühungen nichts mitbekam. Nicht von den Unmengen an Gütern und Waren, die gereicht hätten eine kleinere Welt für ein Jahr oder länger in Saus und Braus leben zu lassen. Nicht von dem Mehraufwand, den die Koordination so vieler zusätzlicher, ankommender Raumschiffe bedeutete. Prachtstraßen in Gohmor, über welche die unzähligen Kontingente aus Haussoldaten und PVS marschieren würden und die gesäubert und geschmückt sein wollten. Tribünen die errichtet wurden, Suppenküchen und Spendenzentren für Bedürftige.<br />
Denn das Zusammenkommen der Reichen, Mächtigen und Einflussvollen, war auch immer eine Zurschaustellung von Mildtätigkeit. Verkehrs- und Transportwege innerhalb der Stadt mussten angepasst, werden. Natürlich an die veränderte Verkehrsführung, aber auch mit Hinblick auf Statik und Stabilität. Militärisches Großgerät und tausende von Soldaten würden über Brücken und hängende Straßen paradieren. Nicht auszudenken, wenn eine davon unter der Belastung nachgeben würde. Spezialteams aus den Bereichen der mittleren Ebenen, die sich darauf verstanden lebensnotwendige Statik zu überprüfen, nahmen sich dieser verantwortungsvollen Aufgabe mit gebotener Akribie an.<br />
Unterkünfte mussten bereitgestellt werden. Nicht nur für Besucher aus der eigenen Stadt oder auch nur aus den Ländern des eigenen Planeten. Mancher Gast von ferner Welt kam mit einem Gefolge aus Hunderten. Hierzu wurden schlicht neue Gebäude aus dem Boden gestampft, beziehungsweise, da Boden in einer Makropole naturgemäß ein seltenes Gut war, an existierende Bauten angehaftet. In den Bereichen unter der Regierungsebene, wie auch entlang der Paradestraße entstanden so regelrechte neue Städte über Nacht.<br />
Medizinische Erstversorgung war ein leidliches, doch deswegen nicht weniger wichtiges und umfangreiches Thema. Wenn die Massen zu den Paraden drängten, um Stärke zu besehen oder einen Blick auf Reliquien zu erhaschen, dann waren Dehydrierung und Schwächeanfälle im tausend Personenbereich noch das Mindeste. Sporadisch auftretende Massenpaniken, Niedergetrampelte oder Hysterien waren ebenso an der Tagesordnung und bedrohten einen reibungslosen Ablauf.<br />
Rettungskräfte waren wichtig, Ordnungskräfte waren wichtiger.<br />
Arbites, sonst nur dann im Einsatz wenn das imperiale Machtgefüge an sich gefährdet war, würden neuralgische Punkte ebenso sichern, wie eine Unmenge von PVS-Polizei. Letztere würden Massen kontrollieren oder es zumindest versuchen, wie Vergehen jedweder Art ahnden.<br />
Auch für Taschendiebe würden es Festtage werden. Gleichsam wurden wundertätige Gebeine in einer Anzahl unter der Hand verkauft, dass eine Legion von Heiligen auf Koron das Zeitliche hätte gesegnet haben müssen. Prostituierte allen Geschlechts und für jedwede Neigung zugänglich versammelten sich, reisten teilweise gar aus anderen Ländern an, um mit ihren Körpern und Fähigkeiten locker sitzendes Geld abzuschöpfen.<br />
<br />
Für die Eröffnung des offiziellen Festakt des Adelsrates war die Kirche federführend. Als der große Gleichmacher im Staat, ja im Imperium, der den reichsten Kaufmann und den ärmsten Bettler gemein machte, oblag es ihr dem ganzen Unterfangen sakrale Weihen zu geben. Jede Kirchenglocke in Gohmor, von den gewaltigen, haushohen Glocken des Septinanusdoms, die von jeweils zweihundert lange ertaubten Servitoren geläutet wurden, über die zahllosen Kirchen jedweder Größe und Erscheinungsform der verschiedensten Ebenen, bis hin zu den kleinen Glöckchen in Slumschreinen und winzigen Kapellen.<br />
Um acht Uhr Morgens am 131. Tag des Jahres 215, nach dem Krieg der Häuser, ließen sie den Lobgesang zum Himmel erschallen, auf dass man ihn auf Terra selbst noch hören möge. Nicht ohne den Eigennutz eines Kardinals Georg Prager, der in seiner, noch recht frischen Legislatur, die Früchte seiner ausgerufenen, großen Zeit des Glaubens, zu präsentieren trachtete. So erstrahlten gerade die prestigeträchtigsten Kathedralen in lange nicht gesehenem Glanz. Heerscharen von Pilgern zogen in grauem Büßergewand die Himmelstreppe hinauf. Eine steinerne Wendeltreppe, jede Stufe kaum breiter als zwei Meter, die sich Reih um Reih, von der Ebene 1, gute 10.000 Meter, bis zur Ebene 8 empor wandte. Eine entscheidende Station auf dem Weg der Abbitte, die auch abseits der jetzt stattfindenden Feierlichkeiten, über die Grenzen Korons hinaus Berühmtheit genoss. Es hieß, dass die Stufen niemals für zwei Personen die gleiche Anzahl hätten und das der Weg beschwerlicher werde, je beladener mit Sünde man sei. Dann und wann verlor mancher den Halt, auf den engen, Geländer losen, ausgetretenen und ewig im Kreis herumführenden Stiegen. Wer so dem sicheren Tod entgegen stürzte, für den hatten die Heiligen gleichwohl entschieden, dass es der Freveltaten zu viele seien. Wer allerdings bis oben kam, dem wurde sein schändliches Tun des letzten Jahres verziehen.<br />
Predigten und Messen gab es derweil allerorten und auch Almosen wurden unter das Volk gestreut. So verging der erste Tag traditionell ganz im Zeichen des Glaubens und der Religion.<br />
Der zweite Tag wiederum war dem Profanen, dem Bürgerlichen vorbehalten. Da wurden Jahrmärkte und die wildesten Zerstreuungen angeboten, gleichwohl aber auch Ausstellungen, die neueste Errungenschaften präsentierten. Vom Waschautomaten, über Automobile aller Art und all den anderen Tand, denn niemand brauchte und doch jeder zu besitzen wünschte. Nach diesen ersten zwei Tagen, die man bestenfalls als Prolog des ganzen beschreiben konnte, wurde eine vorsichtige, vorläufige Bilanz gezogen.<br />
"Soweit so gut", hätte man diese übertiteln können. Es hatte keine Zwischenfälle, über dem Maß des Normalen, dem Erwarteten gegeben. "Soweit so gut." eben<br />
<br />
Von religiöser Verzückung, wie auch von weltlichen Freuden hatte die Zehnte nichts. Es herrschte striktes Ausgangsverbot, obwohl es Urlaub geben würde. Nach den Feierlichkeiten. Bis dahin galt Formaldienst, zwischendurch Fahrzeuge und Ausrüstungen auf Hochglanz polieren, Formaldienst, dann etwas Formaldienst, Polieren und damit keine Langeweile aufkam Formaldienst.<br />
Die Zehnte brauchte sich nicht nachsagen lassen, sie würde über weniger Disziplin verfügen, als andere Einheiten des Planeten. Im Gegenteil, wenn überhaupt hatten Horning und die Ufer des XanHo bewiesen, dass die Kompanie zu den zähesten und hartnäckigsten Kämpfern des Planeten gehörte. Gleichwohl lag es in ihrer Natur als Einheit, die im Großteil aus Fremdweltlern bestand, dass man ein gewisses Maß an Individualität tolerierte. Im Umkehrschluss hieß dies, dass der Zehnten der absolute Gleichklang fehlte, den eine Einheit vorweisen konnte, die sich Tag ein Tag aus die Zeit in der Kaserne vertreiben musste. Natürlich ließ sich hier nicht von mangelnder Fährigkeit sprechen. Es musste nur ein wenig nachgeschliffen werden.<br />
<br />
Den Auftakt der Paraden machten am dritten Tag ohnehin die Hausarmeen der kleineren Adelshäuser. Oder besser gesagt, hier und da war auch ein Bewaffneter unter den Teilnehmern. Das Ganze glich in vielerlei Hinsicht mehr einer Karnevalsveranstaltung, ohne das man dies despektierlich auffassen musste.<br />
Haus Icus etwa, welches sein Vermögen mit Müllverwertung wahrte und vergrößerte und einige bemerkenswerte Kontakte zu namhaften und teilweise verruchten Freihändlern haben sollte.<br />
Die Haustruppen dieses Geschlechtes waren bestenfalls überschaubar. Sie waren daher eher schmückendes Beiwerk zu den Abgesandten und Würdenträgern, die in Richtung obere Ebene marschierten um in die Ratshalle einzuziehen. Mehr Aufsehen, als die jaulenden Luftkissenfahrzeuge, auf denen die Kämpfer der sogenannten “Krallen” hockten, erregten die exotischen Tiere, die Bestarienmeister und die eleganten Damen des Hauses an Ketten und ledernen Leinen führten. Cartaunische Stelzer, Federfüchse, Farbwechsler von den Bittergürteln, Schreitende Mollusken und unzählige Kreaturen mehr, die der geneigte Bürger ansonsten nur in kostspieligen xenologischen Gärten bestaunen konnte. Die meisten Tiere standen natürlich unter betäubenden Drogen, um sie durch das ungewohnte Spektakel und die wenig natürlichen Eindrücke nicht in Raserei oder panische Flucht verfallen zu lassen.<br />
Das Haus Harmond war für sich genommen schon eine Menagerie. Kaum politischen oder gar wirtschaftlichen Einfluss, waren seine Mitglieder, die da aus den Schiebedächern sündhaft überteuerter Limousinen winkten, eine ganz eigene Art von Paradiesvögeln. Ihre Tummelwiesen waren die Seiten der Klatschblätter und Skandalspalten des Boulevards. Keine Woche, in der nicht ein Harmond ein Vid- Sternchen heiratete, schwängerte, schlug oder sich wieder scheiden ließ. Drogen- und Alkoholexzesse, Szenen und menschliche Trauerspiele. Das Volk liebte die adligen Clowns des Hauses, die ihnen erlaubten sich zu empören und genüsslich den Kopf zu schütteln. Haus Puree-Brézé, welches seinen Reichtum durch Lokomotiven gemacht hatte. Haus derer von Dietrich, dem man nachsagte, dass die oberste Führungsriege aus genetischen Kopien der immer gleichen Person bestand.<br />
Adlige die auf lange, aber inzwischen nur noch von Historikern beachtete, Geschichten zurückblicken konnten.<br />
Händler von Reliquien, wohl in organisierte Kriminalität verwickelt, die zu legalisieren gerade ihr größtes Bemühen war.<br />
Still immer reicher werdende, laut immer ärmer werdende. Die die ihre Bedeutsamkeit schon hinter sich hatten und jene, denen man sie noch voraussagte.<br />
Ihnen allen gehörte der Vormittag des dritten Tages und auch sie waren nur die Herolde des Kommenden.<br />
      <br />
 <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Bruder Renold lenkte den gelb lackierten LKW im Schritttempo durch die dicht gedrängte Menge aus Schaulustigen. Die dann und wann zu ihm herauf fliegenden Schimpfwörter und obszönen Gesten lächelte er weg. Sie waren ja nur Kinder und wussten es nicht besser. Der Unflat und die Dunkelheit in der sie aufwuchsen machten sie niederträchtig. Aber in ihrer Seele waren sie gute Geschöpfe und verdienten es errettet zu werden. <br />
Langsam aber stetig kamen sie voran. Ihr Ziel war eine Seitengasse zwischen grauen Wohnhabitaten. Diese lag unweit einer Hochstraße, die für den regulären Verkehr gesperrt war, da man von hier einen herrlichen Blick auf die Prachtstraße hatte und sie den Zuschauern jetzt als überdimensionale Tribüne diente. Absperrgitter und gespannte Stahlnetze verhinderten, dass Betrunkene oder Unruhestifter Gegenstände auf die unten vorbeiziehende Prozession warfen. <br />
Ihre eigene Aufgabe lag nicht im Begaffen blinkender Bajonette oder dem Putz jener, die ihr leeres Leben mit dem Anhäufen von Reichtümern zu füllen versuchten. <br />
Ihre Mission bestand in der Errettung. <br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Macht doch Platz Freunde.</span> </span>Rief Schwester Evolet aus dem Seitenfenster und machte mit dem rechten Arm weit ausladende Bewegungen, als wolle sie eine Schar Gänse auseinanderscheuchen. Sie lehnte sich nach einigen Minuten lächelnd in den Sitz des umfunktionierten, Militärtlastwagens zurück und sah Schulterzuckend zu Renold herüber. <span style="color: orange;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zwecklos sage ich dir.</span><br />
<span style="color: orangered;" class="mycode_color">Es wird auch so gehen. Schau, dahinten ist doch eine gute Stelle.</span></span> Sie schlichen auf die angepeilte Position zu und obwohl es nicht einmal fünfzig Meter waren, brauchten sie eine gefühlte Ewigkeit, bis sie an der Position waren. Die Menschen standen so dicht gedrängt, dass man Gefahr lief, dass jemand unter die Räder kam, selbst bei dem Schneckentempo. <br />
Väter mit ihren Kindern auf den Schultern, alte Leute in Rollstühlen, Familien, Arbeiter, die Fabriksmonturen noch an. Aber endlich schafften sie es und und mit einem Seufzer der Erleichterung stellte Renold den Motor ab. <span style="color: orangered;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das hätten wir.</span></span> Evolet stieß ihm in die Seite und entblößte ihre makellosen Zähne in ihrem so einnehmenden Lächeln. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: orange;" class="mycode_color">Vonwegen, dass hätten wir, mein Lieber. Jetzt geht es erst richtig los. Hopp Hopp!</span></span> Sie stiegen aus und machten sich daran die Plane hochzuschlagen. Auf der Ladefläche standen Fässer und große Kessel. Alles war vorbereitet. <span style="color: orange;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich möchte in spätestens zwanzig Minuten beginnen.</span></span> verkündete Evolet mit bestimmenden Ton. <br />
Und so sollte es sein. zwanzig Minuten später zischten blaue Gasflammen und wurden große Fässer geöffnet. Evolet griff unter eine Ablage und holte zwei blank polierte, langstielige Objekte hervor. Eines davon drückte sie Bruder Renold in die Hand, mit dem anderen bewaffnete sie sich selbst. Dann holte sie Luft und rief.<br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Suppe… ihr Leute Suppe. Holt euch eure Suppe hier, heiß, nahrhaft und vollkommen kostenfrei. Die Kirche der göttlichen Transformation lässt niemanden hungern an solch einem freudigen Tag. Herbei ihr Leute, herbei.</span> </span><br />
Das ließen sich die Umstehenden nicht zweimal sagen. Schon hatte sich eine Schlange gebildet. Die beiden tauchten ihre langstieligen Kellen in die Kessel mit heiß blubbernder Suppe und schenken wohlgemut aus.</span><br />
<br />
Der Nachmittag des dritten Tages gehörte den koronischen Nationen.<br />
Seit vielen Jahren schwelte der Streit zwischen den Ländern des Planeten und den Adelshäusern, wenn es um die Wertigkeit des Stimmrechtes im Adelsrat ging. Ganzen Nationen wurden hier nur eine, beziehungsweise wenige Stimmen zugestanden, wären jedes Adelshaus mindestens eine, oft mehr Stimmen hatte.<br />
Da sich der koronische Hochadel ganz klar in Gohmor formierte, fielen Entscheidungen für gewöhnlich zu Gunsten eben dieses Adels und damit der Hauptstadt aus. Zum nicht geringen Missfallen der Nationen. Dies hatte nicht zuletzt zur Gründen des Bundes der Truzt- Staaten geführt, die als direkte Opposition zur Zentralregierung angesehen wurde.<br />
All dies bedeutete jedoch nicht, dass es sich die Länder nehmen ließen, mit großer Pracht und klingendem Spiel in die Ratshalle einzuziehen. Hierfür durften sie keine Formationen der PVS verwenden, da diese einzig und allein bei der großen Parade am fünften Tag marschieren würden, mit all ihren regionalen Besonderheiten und Eigentümlichkeit.<br />
Wohl aber konnten Ehrengarden und außerordentliche Truppenverbände ihre Nation repräsentieren.<br />
Unter den Zuschauern am beliebtesten waren zweifelsohne die festen Söldner der Nation Brunsberg. Tatsächlich verließ sich dieses Land fast ausschließlich auf Mietklingen, wenn es darum ging die eigenen Interessen zu schützen. Natürlich waren über die Generationen aus kurzfristigen Verträgen langwährende Vereinbarungen geworden und mancher formelle Söldner war bereits in dritter, vierter oder fünfter Generation im Dienst des Landes.<br />
Die militärischen Rollen, die dabei von den Söldnern übernommen wurden, waren gleichsam vielfältig, wie sie in vielen Teilen unspektakulär waren. Die hier Marschierenden waren jedoch alles andere als unspektakulär.<br />
Die Erste Garde, wie die Ehrenformation des Landes hieß, war bei den Bürgern nur als die bunten Hähne bekannt. Denn ihre weiten und voluminösen Uniformen, wie auch die exotischen Waffen, waren in allen möglichen und unmöglichen Farben gehalten. Ausladender Kopfschmuck, auf Helmen in Gold und Silber. Barocke, geschnörkelte Formen, die an Muscheln und Mollusken erinnerten. Die Seidenbanner waren ebenso Farbenfroh und mit fabelhaften Tierdarstellungen geschmückt. Wer sich aber zu dem Glauben verstieg, hier Harlequine vor sich zu haben, der irrte gewaltig. Die erste Garde bestand aus Veteranen und abgefeimten Kämpfern. Teile der Einheit waren permanent in den Weiten des imperialen Raumes und darüber hinaus im Einsatz, um ihre Fähigkeiten zu schärfen, neue Mitglieder zu werden, unsagbare Waffen zu erbeuten und den Ruf zu rechtfertigen.<br />
So ließ es sich kein Land nehmen, die Besten der Besten zu präsentieren.<br />
Die Sprungpack Sturmkommandos aus Kaptal, mit ihren stromlinienförmigen Helmen. Dereinst geschaffen um Luftschiffe zu entern, inzwischen eine Elitetruppe, die jedweden Höhenvorteil eines Gegners negierte.<br />
Die weinenden Witwen von Tu Pekok, über die Veteranen des Horningkrieges sagten, man sei froh dass sie dort nie zum Einsatz gekommen waren.<br />
Die hinterbliebenen Frauen, im Kampf getöteter, männlicher Soldaten, die ihren Schmerz im Blut feindlicher Kämpfer zu ertränken suchten. Das streng patriarchalische System Tu Pekoks gestattete Frauen keine kämpfende Rolle in den Streitkräften einzunehmen. Die Witwen waren hier die große und hoch geehrte Ausnahme. Natürlich hatten sich in der Zeit, seit welcher die Einheit existierte, einige Sitten verritualisiert.<br />
Das schaurige Klagen und Heulen der Frauen war lange nicht mehr bei allen auf den Schmerz des Verlustes zurückzuführen. Nichtsdestotrotz konnte es den Mut eines Gegners versiegen lassen wie einen Brunnen im öden Land. Wusste man doch, so man das gespenstische Jaulen im Kampf vernahm, dass man Frauen gegenüberstand, die weder eigene Verwundung, hohe Verluste oder die vernachlässigbare Frage nach Sieg oder Niederlage kümmerte. Nur der Drang in den Nahkampf zu kommen, wo sie mit Kettenschwertern, Flammenpistolen und unnachgiebigen Zorn wüteten.<br />
Bis auf Gohmor selbst marschierten die Kriegerinnen und Krieger von 28 Nationen hier.<br />
Die Spezialkommandos der Föderalen Union.<br />
Die Kampfschwimmer Torigrems, die Kriegerclans aus Casscadins und all die anderen Ersten unter den Ländern Korons.<br />
Es ging für sie über die große Promenade, die Brücke der Hunderttausend, welche einen Transitcanyon überspannte, auf den Platz der ewig Aufrechten. Natürlich würden hier nicht alle Soldaten permanent ausharren müssen. Doch bis zum Ende der großen Parade, welche den offiziellen Start der Versammlung einleiten würde, verblieben kleine Abteilungen der verschiedensten Einheiten in wechselnder Besetzung als Ehrenwache.<br />
<br />
In der großen Ratshalle begann derweil der Part, der nicht nur mit Zurschaustellung zutun hatte. Freilich war die Fassade und die Schau auch hier nicht vollkommen wegzudenken.<br />
Die kleineren Häuser durften in die große Halle einziehen und ihre Sitze belegen. Natürlich wäre kein edler Herr und keine edle Dame auf den Gedanken gekommen, hier noch zwei oder drei Tage auszuharren, bis alle Teilnehmer ihre Plätze bezogen hatten. Die Sitte verlangte es, dass man sich auf seine Plätze begab, dort eine Zeit verweilte und dann ein Fürsitzer den Platz übernahm. Diese Lakaien würden den Sitz inne haben, bis dessen eigentlicher Besitzer zurückkehrte.<br />
Die hohen Herrschaften ihrerseits frequentierten die, für den Abend angesetzten Empfänge, Partys und Soiréen.<br />
Dem voran stand allerdings das Protokoll des Rates. Nachdem die kleineren Häuser eingezogen waren, verlangte dieses, dass sie ihre Sitze wählten. Nun war allgemein bekannt, wo im Rund des Ratssaales sich die großen Häuser zu positionieren pflegten. Es war Sitte diese Bereiche auszusparen, sich aber dort in der Nähe niederzulassen, wo man die eigene Verpflichtung und politische Ansicht sah. Dies kam bereits einem komplizierten Tanz gleich, bei dem es genau abzuwägen galt, ob man nun zwei Sitze vom rechnungsführenden Assistenten der orsianischen Finanzaufsicht für ausgelagerte Verwaltungsangelegenheiten saß oder drei.<br />
Die Halle selbst war ein Kuppelbau, dem Worte wie gewaltig oder beeindruckend nicht einmal annähernd gerecht wurden. Das Gebäude ragte an der Seite der Ebene über den Rand der Stadt hinaus und in den Pausen konnte man auf den äußeren Galerien tatsächlich Meeresluft und Seewind atmen. Vorausgesetzt das kleine Deflektorschild war nicht aktiviert, was bei dieser Zusammenkunft aber ganz klar der Fall sein würde.<br />
Nicht auszudenken, wenn die Eliten und Führer einer ganzen Welt zusammenkamen und nicht den besten nur möglichen Schutz genießen würden.<br />
Der Generatorendom des Schildes lag tief im Fundament der Halle, von Techpriestern gewartet und von zwei Kompanien bewacht. Über dieser defensiven Kuppel würden Fliegerstaffeln die Luft und Kriegsschiffe das Wasser vor bösen Absichten schützen.<br />
In der Halle selbst fanden viertausend Delegierte, Abgesandte und Minister mit Stimmrecht Platz. Dazu kamen engste Berater und wie auch immer geartete Begleiter. Auf der inneren Galerie gab es Logen für Gäste und darunter Ränge für weniger bedeutende Zuschauer und Ehrenabteilungen. Alles in allem fasste die Ratshalle zweihunderttausend Menschen, ohne dass der Eindruck erweckt wurde, es wäre überfüllt. Das ganze war, einem Amphitheater gleich, rund angeordnet. Es galt, je tiefer jemand saß, umso wichtiger war seine Person. Die allseits bekannte Redewendung, “jemand sitzt zwar tief, aber kann weit gucken”, um eine mächtige oder einflussreiche Person zu beschreiben, hatte darin ihren Ursprung. Einzige Ausnahme war die “Felsnadel”. Dabei handelte es sich um eine steile Empore, die in der Tat an eine Felsennadel erinnerte und hundert Meter in die Höhe ragte. Es sprach Bände über die Ausmaße der Halle, dass sich diese hundert Meter fast im weiten Raum verloren ausnahmen. Um diese Nadel herum, auf asymmetrisch angeordneten Balkonen, würden die Kabinettsmitglieder sitzen. Verwaltung und ausführende Organe der gohmorischen Zentralregierung.<br />
Auf ihrer Spitze befand sich die Gouverneursloge, für das Herrscherpaar und ihren engsten Stab.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Das wahrhaft bemerkenswerte an der logistischen Leistung, welche hinter der Zusammenkunft des Adelsrats steckte, bestand vor allem darin, dass der Bürger oder der hochwohlgeborene Gast von fernen Welten, von eben diesen Bemühungen nichts mitbekam. Nicht von den Unmengen an Gütern und Waren, die gereicht hätten eine kleinere Welt für ein Jahr oder länger in Saus und Braus leben zu lassen. Nicht von dem Mehraufwand, den die Koordination so vieler zusätzlicher, ankommender Raumschiffe bedeutete. Prachtstraßen in Gohmor, über welche die unzähligen Kontingente aus Haussoldaten und PVS marschieren würden und die gesäubert und geschmückt sein wollten. Tribünen die errichtet wurden, Suppenküchen und Spendenzentren für Bedürftige.<br />
Denn das Zusammenkommen der Reichen, Mächtigen und Einflussvollen, war auch immer eine Zurschaustellung von Mildtätigkeit. Verkehrs- und Transportwege innerhalb der Stadt mussten angepasst, werden. Natürlich an die veränderte Verkehrsführung, aber auch mit Hinblick auf Statik und Stabilität. Militärisches Großgerät und tausende von Soldaten würden über Brücken und hängende Straßen paradieren. Nicht auszudenken, wenn eine davon unter der Belastung nachgeben würde. Spezialteams aus den Bereichen der mittleren Ebenen, die sich darauf verstanden lebensnotwendige Statik zu überprüfen, nahmen sich dieser verantwortungsvollen Aufgabe mit gebotener Akribie an.<br />
Unterkünfte mussten bereitgestellt werden. Nicht nur für Besucher aus der eigenen Stadt oder auch nur aus den Ländern des eigenen Planeten. Mancher Gast von ferner Welt kam mit einem Gefolge aus Hunderten. Hierzu wurden schlicht neue Gebäude aus dem Boden gestampft, beziehungsweise, da Boden in einer Makropole naturgemäß ein seltenes Gut war, an existierende Bauten angehaftet. In den Bereichen unter der Regierungsebene, wie auch entlang der Paradestraße entstanden so regelrechte neue Städte über Nacht.<br />
Medizinische Erstversorgung war ein leidliches, doch deswegen nicht weniger wichtiges und umfangreiches Thema. Wenn die Massen zu den Paraden drängten, um Stärke zu besehen oder einen Blick auf Reliquien zu erhaschen, dann waren Dehydrierung und Schwächeanfälle im tausend Personenbereich noch das Mindeste. Sporadisch auftretende Massenpaniken, Niedergetrampelte oder Hysterien waren ebenso an der Tagesordnung und bedrohten einen reibungslosen Ablauf.<br />
Rettungskräfte waren wichtig, Ordnungskräfte waren wichtiger.<br />
Arbites, sonst nur dann im Einsatz wenn das imperiale Machtgefüge an sich gefährdet war, würden neuralgische Punkte ebenso sichern, wie eine Unmenge von PVS-Polizei. Letztere würden Massen kontrollieren oder es zumindest versuchen, wie Vergehen jedweder Art ahnden.<br />
Auch für Taschendiebe würden es Festtage werden. Gleichsam wurden wundertätige Gebeine in einer Anzahl unter der Hand verkauft, dass eine Legion von Heiligen auf Koron das Zeitliche hätte gesegnet haben müssen. Prostituierte allen Geschlechts und für jedwede Neigung zugänglich versammelten sich, reisten teilweise gar aus anderen Ländern an, um mit ihren Körpern und Fähigkeiten locker sitzendes Geld abzuschöpfen.<br />
<br />
Für die Eröffnung des offiziellen Festakt des Adelsrates war die Kirche federführend. Als der große Gleichmacher im Staat, ja im Imperium, der den reichsten Kaufmann und den ärmsten Bettler gemein machte, oblag es ihr dem ganzen Unterfangen sakrale Weihen zu geben. Jede Kirchenglocke in Gohmor, von den gewaltigen, haushohen Glocken des Septinanusdoms, die von jeweils zweihundert lange ertaubten Servitoren geläutet wurden, über die zahllosen Kirchen jedweder Größe und Erscheinungsform der verschiedensten Ebenen, bis hin zu den kleinen Glöckchen in Slumschreinen und winzigen Kapellen.<br />
Um acht Uhr Morgens am 131. Tag des Jahres 215, nach dem Krieg der Häuser, ließen sie den Lobgesang zum Himmel erschallen, auf dass man ihn auf Terra selbst noch hören möge. Nicht ohne den Eigennutz eines Kardinals Georg Prager, der in seiner, noch recht frischen Legislatur, die Früchte seiner ausgerufenen, großen Zeit des Glaubens, zu präsentieren trachtete. So erstrahlten gerade die prestigeträchtigsten Kathedralen in lange nicht gesehenem Glanz. Heerscharen von Pilgern zogen in grauem Büßergewand die Himmelstreppe hinauf. Eine steinerne Wendeltreppe, jede Stufe kaum breiter als zwei Meter, die sich Reih um Reih, von der Ebene 1, gute 10.000 Meter, bis zur Ebene 8 empor wandte. Eine entscheidende Station auf dem Weg der Abbitte, die auch abseits der jetzt stattfindenden Feierlichkeiten, über die Grenzen Korons hinaus Berühmtheit genoss. Es hieß, dass die Stufen niemals für zwei Personen die gleiche Anzahl hätten und das der Weg beschwerlicher werde, je beladener mit Sünde man sei. Dann und wann verlor mancher den Halt, auf den engen, Geländer losen, ausgetretenen und ewig im Kreis herumführenden Stiegen. Wer so dem sicheren Tod entgegen stürzte, für den hatten die Heiligen gleichwohl entschieden, dass es der Freveltaten zu viele seien. Wer allerdings bis oben kam, dem wurde sein schändliches Tun des letzten Jahres verziehen.<br />
Predigten und Messen gab es derweil allerorten und auch Almosen wurden unter das Volk gestreut. So verging der erste Tag traditionell ganz im Zeichen des Glaubens und der Religion.<br />
Der zweite Tag wiederum war dem Profanen, dem Bürgerlichen vorbehalten. Da wurden Jahrmärkte und die wildesten Zerstreuungen angeboten, gleichwohl aber auch Ausstellungen, die neueste Errungenschaften präsentierten. Vom Waschautomaten, über Automobile aller Art und all den anderen Tand, denn niemand brauchte und doch jeder zu besitzen wünschte. Nach diesen ersten zwei Tagen, die man bestenfalls als Prolog des ganzen beschreiben konnte, wurde eine vorsichtige, vorläufige Bilanz gezogen.<br />
"Soweit so gut", hätte man diese übertiteln können. Es hatte keine Zwischenfälle, über dem Maß des Normalen, dem Erwarteten gegeben. "Soweit so gut." eben<br />
<br />
Von religiöser Verzückung, wie auch von weltlichen Freuden hatte die Zehnte nichts. Es herrschte striktes Ausgangsverbot, obwohl es Urlaub geben würde. Nach den Feierlichkeiten. Bis dahin galt Formaldienst, zwischendurch Fahrzeuge und Ausrüstungen auf Hochglanz polieren, Formaldienst, dann etwas Formaldienst, Polieren und damit keine Langeweile aufkam Formaldienst.<br />
Die Zehnte brauchte sich nicht nachsagen lassen, sie würde über weniger Disziplin verfügen, als andere Einheiten des Planeten. Im Gegenteil, wenn überhaupt hatten Horning und die Ufer des XanHo bewiesen, dass die Kompanie zu den zähesten und hartnäckigsten Kämpfern des Planeten gehörte. Gleichwohl lag es in ihrer Natur als Einheit, die im Großteil aus Fremdweltlern bestand, dass man ein gewisses Maß an Individualität tolerierte. Im Umkehrschluss hieß dies, dass der Zehnten der absolute Gleichklang fehlte, den eine Einheit vorweisen konnte, die sich Tag ein Tag aus die Zeit in der Kaserne vertreiben musste. Natürlich ließ sich hier nicht von mangelnder Fährigkeit sprechen. Es musste nur ein wenig nachgeschliffen werden.<br />
<br />
Den Auftakt der Paraden machten am dritten Tag ohnehin die Hausarmeen der kleineren Adelshäuser. Oder besser gesagt, hier und da war auch ein Bewaffneter unter den Teilnehmern. Das Ganze glich in vielerlei Hinsicht mehr einer Karnevalsveranstaltung, ohne das man dies despektierlich auffassen musste.<br />
Haus Icus etwa, welches sein Vermögen mit Müllverwertung wahrte und vergrößerte und einige bemerkenswerte Kontakte zu namhaften und teilweise verruchten Freihändlern haben sollte.<br />
Die Haustruppen dieses Geschlechtes waren bestenfalls überschaubar. Sie waren daher eher schmückendes Beiwerk zu den Abgesandten und Würdenträgern, die in Richtung obere Ebene marschierten um in die Ratshalle einzuziehen. Mehr Aufsehen, als die jaulenden Luftkissenfahrzeuge, auf denen die Kämpfer der sogenannten “Krallen” hockten, erregten die exotischen Tiere, die Bestarienmeister und die eleganten Damen des Hauses an Ketten und ledernen Leinen führten. Cartaunische Stelzer, Federfüchse, Farbwechsler von den Bittergürteln, Schreitende Mollusken und unzählige Kreaturen mehr, die der geneigte Bürger ansonsten nur in kostspieligen xenologischen Gärten bestaunen konnte. Die meisten Tiere standen natürlich unter betäubenden Drogen, um sie durch das ungewohnte Spektakel und die wenig natürlichen Eindrücke nicht in Raserei oder panische Flucht verfallen zu lassen.<br />
Das Haus Harmond war für sich genommen schon eine Menagerie. Kaum politischen oder gar wirtschaftlichen Einfluss, waren seine Mitglieder, die da aus den Schiebedächern sündhaft überteuerter Limousinen winkten, eine ganz eigene Art von Paradiesvögeln. Ihre Tummelwiesen waren die Seiten der Klatschblätter und Skandalspalten des Boulevards. Keine Woche, in der nicht ein Harmond ein Vid- Sternchen heiratete, schwängerte, schlug oder sich wieder scheiden ließ. Drogen- und Alkoholexzesse, Szenen und menschliche Trauerspiele. Das Volk liebte die adligen Clowns des Hauses, die ihnen erlaubten sich zu empören und genüsslich den Kopf zu schütteln. Haus Puree-Brézé, welches seinen Reichtum durch Lokomotiven gemacht hatte. Haus derer von Dietrich, dem man nachsagte, dass die oberste Führungsriege aus genetischen Kopien der immer gleichen Person bestand.<br />
Adlige die auf lange, aber inzwischen nur noch von Historikern beachtete, Geschichten zurückblicken konnten.<br />
Händler von Reliquien, wohl in organisierte Kriminalität verwickelt, die zu legalisieren gerade ihr größtes Bemühen war.<br />
Still immer reicher werdende, laut immer ärmer werdende. Die die ihre Bedeutsamkeit schon hinter sich hatten und jene, denen man sie noch voraussagte.<br />
Ihnen allen gehörte der Vormittag des dritten Tages und auch sie waren nur die Herolde des Kommenden.<br />
      <br />
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<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Bruder Renold lenkte den gelb lackierten LKW im Schritttempo durch die dicht gedrängte Menge aus Schaulustigen. Die dann und wann zu ihm herauf fliegenden Schimpfwörter und obszönen Gesten lächelte er weg. Sie waren ja nur Kinder und wussten es nicht besser. Der Unflat und die Dunkelheit in der sie aufwuchsen machten sie niederträchtig. Aber in ihrer Seele waren sie gute Geschöpfe und verdienten es errettet zu werden. <br />
Langsam aber stetig kamen sie voran. Ihr Ziel war eine Seitengasse zwischen grauen Wohnhabitaten. Diese lag unweit einer Hochstraße, die für den regulären Verkehr gesperrt war, da man von hier einen herrlichen Blick auf die Prachtstraße hatte und sie den Zuschauern jetzt als überdimensionale Tribüne diente. Absperrgitter und gespannte Stahlnetze verhinderten, dass Betrunkene oder Unruhestifter Gegenstände auf die unten vorbeiziehende Prozession warfen. <br />
Ihre eigene Aufgabe lag nicht im Begaffen blinkender Bajonette oder dem Putz jener, die ihr leeres Leben mit dem Anhäufen von Reichtümern zu füllen versuchten. <br />
Ihre Mission bestand in der Errettung. <br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Macht doch Platz Freunde.</span> </span>Rief Schwester Evolet aus dem Seitenfenster und machte mit dem rechten Arm weit ausladende Bewegungen, als wolle sie eine Schar Gänse auseinanderscheuchen. Sie lehnte sich nach einigen Minuten lächelnd in den Sitz des umfunktionierten, Militärtlastwagens zurück und sah Schulterzuckend zu Renold herüber. <span style="color: orange;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Zwecklos sage ich dir.</span><br />
<span style="color: orangered;" class="mycode_color">Es wird auch so gehen. Schau, dahinten ist doch eine gute Stelle.</span></span> Sie schlichen auf die angepeilte Position zu und obwohl es nicht einmal fünfzig Meter waren, brauchten sie eine gefühlte Ewigkeit, bis sie an der Position waren. Die Menschen standen so dicht gedrängt, dass man Gefahr lief, dass jemand unter die Räder kam, selbst bei dem Schneckentempo. <br />
Väter mit ihren Kindern auf den Schultern, alte Leute in Rollstühlen, Familien, Arbeiter, die Fabriksmonturen noch an. Aber endlich schafften sie es und und mit einem Seufzer der Erleichterung stellte Renold den Motor ab. <span style="color: orangered;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Das hätten wir.</span></span> Evolet stieß ihm in die Seite und entblößte ihre makellosen Zähne in ihrem so einnehmenden Lächeln. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: orange;" class="mycode_color">Vonwegen, dass hätten wir, mein Lieber. Jetzt geht es erst richtig los. Hopp Hopp!</span></span> Sie stiegen aus und machten sich daran die Plane hochzuschlagen. Auf der Ladefläche standen Fässer und große Kessel. Alles war vorbereitet. <span style="color: orange;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich möchte in spätestens zwanzig Minuten beginnen.</span></span> verkündete Evolet mit bestimmenden Ton. <br />
Und so sollte es sein. zwanzig Minuten später zischten blaue Gasflammen und wurden große Fässer geöffnet. Evolet griff unter eine Ablage und holte zwei blank polierte, langstielige Objekte hervor. Eines davon drückte sie Bruder Renold in die Hand, mit dem anderen bewaffnete sie sich selbst. Dann holte sie Luft und rief.<br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Suppe… ihr Leute Suppe. Holt euch eure Suppe hier, heiß, nahrhaft und vollkommen kostenfrei. Die Kirche der göttlichen Transformation lässt niemanden hungern an solch einem freudigen Tag. Herbei ihr Leute, herbei.</span> </span><br />
Das ließen sich die Umstehenden nicht zweimal sagen. Schon hatte sich eine Schlange gebildet. Die beiden tauchten ihre langstieligen Kellen in die Kessel mit heiß blubbernder Suppe und schenken wohlgemut aus.</span><br />
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Der Nachmittag des dritten Tages gehörte den koronischen Nationen.<br />
Seit vielen Jahren schwelte der Streit zwischen den Ländern des Planeten und den Adelshäusern, wenn es um die Wertigkeit des Stimmrechtes im Adelsrat ging. Ganzen Nationen wurden hier nur eine, beziehungsweise wenige Stimmen zugestanden, wären jedes Adelshaus mindestens eine, oft mehr Stimmen hatte.<br />
Da sich der koronische Hochadel ganz klar in Gohmor formierte, fielen Entscheidungen für gewöhnlich zu Gunsten eben dieses Adels und damit der Hauptstadt aus. Zum nicht geringen Missfallen der Nationen. Dies hatte nicht zuletzt zur Gründen des Bundes der Truzt- Staaten geführt, die als direkte Opposition zur Zentralregierung angesehen wurde.<br />
All dies bedeutete jedoch nicht, dass es sich die Länder nehmen ließen, mit großer Pracht und klingendem Spiel in die Ratshalle einzuziehen. Hierfür durften sie keine Formationen der PVS verwenden, da diese einzig und allein bei der großen Parade am fünften Tag marschieren würden, mit all ihren regionalen Besonderheiten und Eigentümlichkeit.<br />
Wohl aber konnten Ehrengarden und außerordentliche Truppenverbände ihre Nation repräsentieren.<br />
Unter den Zuschauern am beliebtesten waren zweifelsohne die festen Söldner der Nation Brunsberg. Tatsächlich verließ sich dieses Land fast ausschließlich auf Mietklingen, wenn es darum ging die eigenen Interessen zu schützen. Natürlich waren über die Generationen aus kurzfristigen Verträgen langwährende Vereinbarungen geworden und mancher formelle Söldner war bereits in dritter, vierter oder fünfter Generation im Dienst des Landes.<br />
Die militärischen Rollen, die dabei von den Söldnern übernommen wurden, waren gleichsam vielfältig, wie sie in vielen Teilen unspektakulär waren. Die hier Marschierenden waren jedoch alles andere als unspektakulär.<br />
Die Erste Garde, wie die Ehrenformation des Landes hieß, war bei den Bürgern nur als die bunten Hähne bekannt. Denn ihre weiten und voluminösen Uniformen, wie auch die exotischen Waffen, waren in allen möglichen und unmöglichen Farben gehalten. Ausladender Kopfschmuck, auf Helmen in Gold und Silber. Barocke, geschnörkelte Formen, die an Muscheln und Mollusken erinnerten. Die Seidenbanner waren ebenso Farbenfroh und mit fabelhaften Tierdarstellungen geschmückt. Wer sich aber zu dem Glauben verstieg, hier Harlequine vor sich zu haben, der irrte gewaltig. Die erste Garde bestand aus Veteranen und abgefeimten Kämpfern. Teile der Einheit waren permanent in den Weiten des imperialen Raumes und darüber hinaus im Einsatz, um ihre Fähigkeiten zu schärfen, neue Mitglieder zu werden, unsagbare Waffen zu erbeuten und den Ruf zu rechtfertigen.<br />
So ließ es sich kein Land nehmen, die Besten der Besten zu präsentieren.<br />
Die Sprungpack Sturmkommandos aus Kaptal, mit ihren stromlinienförmigen Helmen. Dereinst geschaffen um Luftschiffe zu entern, inzwischen eine Elitetruppe, die jedweden Höhenvorteil eines Gegners negierte.<br />
Die weinenden Witwen von Tu Pekok, über die Veteranen des Horningkrieges sagten, man sei froh dass sie dort nie zum Einsatz gekommen waren.<br />
Die hinterbliebenen Frauen, im Kampf getöteter, männlicher Soldaten, die ihren Schmerz im Blut feindlicher Kämpfer zu ertränken suchten. Das streng patriarchalische System Tu Pekoks gestattete Frauen keine kämpfende Rolle in den Streitkräften einzunehmen. Die Witwen waren hier die große und hoch geehrte Ausnahme. Natürlich hatten sich in der Zeit, seit welcher die Einheit existierte, einige Sitten verritualisiert.<br />
Das schaurige Klagen und Heulen der Frauen war lange nicht mehr bei allen auf den Schmerz des Verlustes zurückzuführen. Nichtsdestotrotz konnte es den Mut eines Gegners versiegen lassen wie einen Brunnen im öden Land. Wusste man doch, so man das gespenstische Jaulen im Kampf vernahm, dass man Frauen gegenüberstand, die weder eigene Verwundung, hohe Verluste oder die vernachlässigbare Frage nach Sieg oder Niederlage kümmerte. Nur der Drang in den Nahkampf zu kommen, wo sie mit Kettenschwertern, Flammenpistolen und unnachgiebigen Zorn wüteten.<br />
Bis auf Gohmor selbst marschierten die Kriegerinnen und Krieger von 28 Nationen hier.<br />
Die Spezialkommandos der Föderalen Union.<br />
Die Kampfschwimmer Torigrems, die Kriegerclans aus Casscadins und all die anderen Ersten unter den Ländern Korons.<br />
Es ging für sie über die große Promenade, die Brücke der Hunderttausend, welche einen Transitcanyon überspannte, auf den Platz der ewig Aufrechten. Natürlich würden hier nicht alle Soldaten permanent ausharren müssen. Doch bis zum Ende der großen Parade, welche den offiziellen Start der Versammlung einleiten würde, verblieben kleine Abteilungen der verschiedensten Einheiten in wechselnder Besetzung als Ehrenwache.<br />
<br />
In der großen Ratshalle begann derweil der Part, der nicht nur mit Zurschaustellung zutun hatte. Freilich war die Fassade und die Schau auch hier nicht vollkommen wegzudenken.<br />
Die kleineren Häuser durften in die große Halle einziehen und ihre Sitze belegen. Natürlich wäre kein edler Herr und keine edle Dame auf den Gedanken gekommen, hier noch zwei oder drei Tage auszuharren, bis alle Teilnehmer ihre Plätze bezogen hatten. Die Sitte verlangte es, dass man sich auf seine Plätze begab, dort eine Zeit verweilte und dann ein Fürsitzer den Platz übernahm. Diese Lakaien würden den Sitz inne haben, bis dessen eigentlicher Besitzer zurückkehrte.<br />
Die hohen Herrschaften ihrerseits frequentierten die, für den Abend angesetzten Empfänge, Partys und Soiréen.<br />
Dem voran stand allerdings das Protokoll des Rates. Nachdem die kleineren Häuser eingezogen waren, verlangte dieses, dass sie ihre Sitze wählten. Nun war allgemein bekannt, wo im Rund des Ratssaales sich die großen Häuser zu positionieren pflegten. Es war Sitte diese Bereiche auszusparen, sich aber dort in der Nähe niederzulassen, wo man die eigene Verpflichtung und politische Ansicht sah. Dies kam bereits einem komplizierten Tanz gleich, bei dem es genau abzuwägen galt, ob man nun zwei Sitze vom rechnungsführenden Assistenten der orsianischen Finanzaufsicht für ausgelagerte Verwaltungsangelegenheiten saß oder drei.<br />
Die Halle selbst war ein Kuppelbau, dem Worte wie gewaltig oder beeindruckend nicht einmal annähernd gerecht wurden. Das Gebäude ragte an der Seite der Ebene über den Rand der Stadt hinaus und in den Pausen konnte man auf den äußeren Galerien tatsächlich Meeresluft und Seewind atmen. Vorausgesetzt das kleine Deflektorschild war nicht aktiviert, was bei dieser Zusammenkunft aber ganz klar der Fall sein würde.<br />
Nicht auszudenken, wenn die Eliten und Führer einer ganzen Welt zusammenkamen und nicht den besten nur möglichen Schutz genießen würden.<br />
Der Generatorendom des Schildes lag tief im Fundament der Halle, von Techpriestern gewartet und von zwei Kompanien bewacht. Über dieser defensiven Kuppel würden Fliegerstaffeln die Luft und Kriegsschiffe das Wasser vor bösen Absichten schützen.<br />
In der Halle selbst fanden viertausend Delegierte, Abgesandte und Minister mit Stimmrecht Platz. Dazu kamen engste Berater und wie auch immer geartete Begleiter. Auf der inneren Galerie gab es Logen für Gäste und darunter Ränge für weniger bedeutende Zuschauer und Ehrenabteilungen. Alles in allem fasste die Ratshalle zweihunderttausend Menschen, ohne dass der Eindruck erweckt wurde, es wäre überfüllt. Das ganze war, einem Amphitheater gleich, rund angeordnet. Es galt, je tiefer jemand saß, umso wichtiger war seine Person. Die allseits bekannte Redewendung, “jemand sitzt zwar tief, aber kann weit gucken”, um eine mächtige oder einflussreiche Person zu beschreiben, hatte darin ihren Ursprung. Einzige Ausnahme war die “Felsnadel”. Dabei handelte es sich um eine steile Empore, die in der Tat an eine Felsennadel erinnerte und hundert Meter in die Höhe ragte. Es sprach Bände über die Ausmaße der Halle, dass sich diese hundert Meter fast im weiten Raum verloren ausnahmen. Um diese Nadel herum, auf asymmetrisch angeordneten Balkonen, würden die Kabinettsmitglieder sitzen. Verwaltung und ausführende Organe der gohmorischen Zentralregierung.<br />
Auf ihrer Spitze befand sich die Gouverneursloge, für das Herrscherpaar und ihren engsten Stab.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Subsektor 501, Unterebene 1]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=1044</link>
			<pubDate>Thu, 03 Dec 2020 20:59:32 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=100"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=1044</guid>
			<description><![CDATA[Die Suchanfrage des Terminals hatte angenehm schnell ein Ergebnis geliefert und der Text war durch die teilweise Verunreinigung des Bildschirms hindurchblinzelnd sorgsam gelesen worden. Der Hauptteil war soweit allgemein und soweit bekannt und im Grunde mit anderem Wortlaut auf vielen imperialen Welten zu finden auf denen die Existenz solcher Individuen gestattet war. Einige der aufgeführten Sachen setzte sein Kult selbst durch obwohl die Separation im Bereich des Einkaufs sich nur auf die Nahrungsversorgung erstreckte. Der anmerkungshafte letzte Absatz über die neuere Politik war wirklich sehr interessant, die strafrechtliche Gleichstellung war etwas was ihn einerseits erfreute und andererseits beunruhigte. Das Strafrecht für Mutanten war oftmals unnötig hart und in seinen weiterführenden Konsequenzen ab und an schlechter als das eigentliche Verbrechen aber eine völlige Gleichstellung war angesichts der Art und des Grunds für die Unterscheidung vom reinen Menschen auch nicht angebracht. Über den Treuetarif konnte er nur herzhaft schnauben, als würde ein Großteil der Betriebe mit mutierten Angestellten diese nicht sofort entlassen und durch Neue ersetzt haben wenn sie diese Jahresgrenze erreicht oder überschritten sobald sie Wind von diesem neuen Gesetz bekamen. Und fortan würde es natürlich auch nicht dazu kommen das es jemand so weit schaffte. Seine Suche nach einer Karte der Region und Subebene war zwar auch erfolgreich aber nicht so sehr, das kleine eingefügte Datum unten in der linken Bildecke war seit einigen Jahren veraltet und einige Abschnitte waren nur verpixelte Areale mit der Aufschrift ´keine Informationen´, aber es reichte um sich zurechtzufinden. Der Fahrplan für diese Subebene war überraschenderweise aktuell und es gab sogar ein paar hilfreiche Größenangaben wodurch ein oder zwei Transporte wegfielen weil sie nicht groß genug für sein Gerät waren. Die nächste Station lag nur einen kurzen Fußmarsch entfernt also machte er sich gleich auf den Weg. Wie er bei seiner Ankunft erfahren hatte befand sich an jeder größeren bis mittleren Haltestation der Verkehrswege ein Info-Terminal und wenn der Maschinengott ihm hold war würde er sich in dem Subsektor oder gar Sektor in den es ihn verschlug gleich über den Standort einer der nun gesuchten Behörden informieren können. Falls nicht musste er sich bei den Bewohnern darüber erkundigen wo man Immobilien und ähnliches erwerben konnte. Das größte Problem war und bliebe halt nur die Preisklasse, mit zehntausend Schekel war ohne die Gunst der Primarchen nun mal nicht viel zu reißen. Mit einem Seufzen bereitete er sich mental darauf vor um Spenden bitten zu müssen, auch wenn dies eine Notwendigkeit war wenn die Kultkasse nicht zur benötigten Zahlung fähig war so hasste er es dies zu tun ohne eine Gemeinde zu haben geschweige zu einem solch frühen Zeitpunkt der Missionierung.<br />
<br />
Auf seinem Weg und während des Wartens auf den nächsten Zug hatte er da und dort ein paar Blicke aufsich gezogen, ein fast komplett weiß gekleideter Priester mit einem mannshohen Servitorgefährt war in einer Makropole nicht das Ungewöhnlichste, für kundige Einheimische aber auch nicht das Alltäglichste sowie von anderen Passanten angesprochen worden die um seinen Segen oder ähnliches baten. Warum schließlich in die Kirche gehen, sofern es nicht für die Beichte war, wenn man den Kleriker doch auf der Straße traf. Willis behielt sein Lächeln bei und begegnete jedem mit freundlicher Höflichkeit. Da er passenderweise genau gleichzeitig mit ihm eintraf konnte er der Station keinen Blick schenken als er sie erreichte auch wenn er dafür umso aufmerksamer die Waggontüren der stampfenden, zischenden und klappernden Dampflok beäugte als er sein Gerät hineinnavigierte. Es wurde zwar ziemlich knapp aber es passte auch wenn es im Abteil dem Eindruck einer bis zum Platzen gefüllten Konserve nur noch mehr hinzufügte. Sich einen Platz suchend stellte er rasch fest das sich die Fahrgäste innerhalb der dicht gedrängten Menge kolonnenhaft nach ihrer Haltestelle sortierten und anschließend bemerkte dass er mit seinem ´Gepäck´ gezwungenermaßen außen vor blieb und mehr oder weniger gezwungen sein würde sich mit dem Strom zu bewegen und dort auszusteigen wo er den Türen wieder am Nächsten sein würde. Auch wenn er nicht vermutete das der Zug einen Ebenenwechsel vollzog konnte es ihn durchaus wussten die Götter wohin verschlagen. Innerlich zuckte er die Schultern und überließ sich ganz ihrem Willen und ihrer Führung im Vertrauen darauf das er dort landen würde wo Er zu Terra ihn haben wollte. Schließlich war es soweit und als er mit einer halb unverständlichen Lautsprecherdurchsage im Ohr geduldig zum Ausgang schlurfte konnte er durch die sich öffnende Tür wie schon durch die Fenster während der Fahrt zwar noch keine Einzelheiten erspähen aber schon mal die grobe Atmosphäre die sich gänzlich von seinem vorherigen Standort unterschied. Zuerst war es vor allem der Eindruck von Enge und Gedrungenheit ohne jedoch bedrückend zu wirken. Subsektor 335 ingesamt hatte über sehr viel Raumhöhe verfügt mit vielen hundert Meter Platz zum Boden der nächsten Ebene, hier schienen es nur ein paar Dutzend bis ein oder zweihundert Meter zu sein. War die Architektur dort in ihrer schlichten Funktionalität streng und gerade war hier alles fließend; geschwungene, konkave und konvexe Formen beherrschten das Bild. Durch eine Dampffahne hindurch fing er den Eindruck von viel ornamentalem Fassadenschmuck auf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Die Suchanfrage des Terminals hatte angenehm schnell ein Ergebnis geliefert und der Text war durch die teilweise Verunreinigung des Bildschirms hindurchblinzelnd sorgsam gelesen worden. Der Hauptteil war soweit allgemein und soweit bekannt und im Grunde mit anderem Wortlaut auf vielen imperialen Welten zu finden auf denen die Existenz solcher Individuen gestattet war. Einige der aufgeführten Sachen setzte sein Kult selbst durch obwohl die Separation im Bereich des Einkaufs sich nur auf die Nahrungsversorgung erstreckte. Der anmerkungshafte letzte Absatz über die neuere Politik war wirklich sehr interessant, die strafrechtliche Gleichstellung war etwas was ihn einerseits erfreute und andererseits beunruhigte. Das Strafrecht für Mutanten war oftmals unnötig hart und in seinen weiterführenden Konsequenzen ab und an schlechter als das eigentliche Verbrechen aber eine völlige Gleichstellung war angesichts der Art und des Grunds für die Unterscheidung vom reinen Menschen auch nicht angebracht. Über den Treuetarif konnte er nur herzhaft schnauben, als würde ein Großteil der Betriebe mit mutierten Angestellten diese nicht sofort entlassen und durch Neue ersetzt haben wenn sie diese Jahresgrenze erreicht oder überschritten sobald sie Wind von diesem neuen Gesetz bekamen. Und fortan würde es natürlich auch nicht dazu kommen das es jemand so weit schaffte. Seine Suche nach einer Karte der Region und Subebene war zwar auch erfolgreich aber nicht so sehr, das kleine eingefügte Datum unten in der linken Bildecke war seit einigen Jahren veraltet und einige Abschnitte waren nur verpixelte Areale mit der Aufschrift ´keine Informationen´, aber es reichte um sich zurechtzufinden. Der Fahrplan für diese Subebene war überraschenderweise aktuell und es gab sogar ein paar hilfreiche Größenangaben wodurch ein oder zwei Transporte wegfielen weil sie nicht groß genug für sein Gerät waren. Die nächste Station lag nur einen kurzen Fußmarsch entfernt also machte er sich gleich auf den Weg. Wie er bei seiner Ankunft erfahren hatte befand sich an jeder größeren bis mittleren Haltestation der Verkehrswege ein Info-Terminal und wenn der Maschinengott ihm hold war würde er sich in dem Subsektor oder gar Sektor in den es ihn verschlug gleich über den Standort einer der nun gesuchten Behörden informieren können. Falls nicht musste er sich bei den Bewohnern darüber erkundigen wo man Immobilien und ähnliches erwerben konnte. Das größte Problem war und bliebe halt nur die Preisklasse, mit zehntausend Schekel war ohne die Gunst der Primarchen nun mal nicht viel zu reißen. Mit einem Seufzen bereitete er sich mental darauf vor um Spenden bitten zu müssen, auch wenn dies eine Notwendigkeit war wenn die Kultkasse nicht zur benötigten Zahlung fähig war so hasste er es dies zu tun ohne eine Gemeinde zu haben geschweige zu einem solch frühen Zeitpunkt der Missionierung.<br />
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Auf seinem Weg und während des Wartens auf den nächsten Zug hatte er da und dort ein paar Blicke aufsich gezogen, ein fast komplett weiß gekleideter Priester mit einem mannshohen Servitorgefährt war in einer Makropole nicht das Ungewöhnlichste, für kundige Einheimische aber auch nicht das Alltäglichste sowie von anderen Passanten angesprochen worden die um seinen Segen oder ähnliches baten. Warum schließlich in die Kirche gehen, sofern es nicht für die Beichte war, wenn man den Kleriker doch auf der Straße traf. Willis behielt sein Lächeln bei und begegnete jedem mit freundlicher Höflichkeit. Da er passenderweise genau gleichzeitig mit ihm eintraf konnte er der Station keinen Blick schenken als er sie erreichte auch wenn er dafür umso aufmerksamer die Waggontüren der stampfenden, zischenden und klappernden Dampflok beäugte als er sein Gerät hineinnavigierte. Es wurde zwar ziemlich knapp aber es passte auch wenn es im Abteil dem Eindruck einer bis zum Platzen gefüllten Konserve nur noch mehr hinzufügte. Sich einen Platz suchend stellte er rasch fest das sich die Fahrgäste innerhalb der dicht gedrängten Menge kolonnenhaft nach ihrer Haltestelle sortierten und anschließend bemerkte dass er mit seinem ´Gepäck´ gezwungenermaßen außen vor blieb und mehr oder weniger gezwungen sein würde sich mit dem Strom zu bewegen und dort auszusteigen wo er den Türen wieder am Nächsten sein würde. Auch wenn er nicht vermutete das der Zug einen Ebenenwechsel vollzog konnte es ihn durchaus wussten die Götter wohin verschlagen. Innerlich zuckte er die Schultern und überließ sich ganz ihrem Willen und ihrer Führung im Vertrauen darauf das er dort landen würde wo Er zu Terra ihn haben wollte. Schließlich war es soweit und als er mit einer halb unverständlichen Lautsprecherdurchsage im Ohr geduldig zum Ausgang schlurfte konnte er durch die sich öffnende Tür wie schon durch die Fenster während der Fahrt zwar noch keine Einzelheiten erspähen aber schon mal die grobe Atmosphäre die sich gänzlich von seinem vorherigen Standort unterschied. Zuerst war es vor allem der Eindruck von Enge und Gedrungenheit ohne jedoch bedrückend zu wirken. Subsektor 335 ingesamt hatte über sehr viel Raumhöhe verfügt mit vielen hundert Meter Platz zum Boden der nächsten Ebene, hier schienen es nur ein paar Dutzend bis ein oder zweihundert Meter zu sein. War die Architektur dort in ihrer schlichten Funktionalität streng und gerade war hier alles fließend; geschwungene, konkave und konvexe Formen beherrschten das Bild. Durch eine Dampffahne hindurch fing er den Eindruck von viel ornamentalem Fassadenschmuck auf.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Hauptquartier der Havoc Rangers]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=1041</link>
			<pubDate>Mon, 06 Apr 2020 18:24:24 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=1041</guid>
			<description><![CDATA[Um einen Weltraumflug angenehm zu gestalten, musste man schon zu den Privilegierten zählen, die sich, zumindest gefühlt, sowieso ein eigenes Raumschiff leisten konnten. Flüge für normal Sterbliche bedeuteten fast immer Enge, Unannehmlichkeiten und Tuchfühlung mit Personen, die man unter normalen Umständen mit dem Lasergewehr auf Abstand halten würde. <br />
Die Verlegung der Ranger in ihre neuen Wirkungsbereiche stellte von diesem Fakt keine Ausnahme dar. Das Unterwarp- Schiff, mit dem das Kontingent, zu welchem auch Waldorf und Glen gehörten, die Reise nach Koron antrat, beherbergte alles, vom Söldner, über Händler, bis zu Flüchtlingen. <br />
Drei Monate dauerte die Passage, in welcher das Schiff auf einem warpfähigen Träger wartete, es Verzögerungen durch Fluktuationen im Warp gab, welche einen Austritt irgendwo im Nirgendwo bedingten und eine Kontrolle durch eine Patrouille der Sektorenflotte überstanden werden musste. <br />
Das Ausschiffen der Ausrüstung und das Warten auf Landegenehmigung im Orbit des Planeten, waren die abschließenden Strapazen. Dem folgte die unausweichliche Bürokratie beim Betreten Korons, über den zentralen Raumhafen der Hauptstadt. Gesundheitschecks, Papiere und vor allem die Kontrolle und Registrierung der importierten Fahrzeuge und Waffen. Ein Tag eine Nacht und der gute Teil des folgenden Tages ging darüber ins Land. Auch wenn von diesem Wechsel der Tageszeiten nicht viel kündete, in einer Makropole. <br />
Endlich war Gerät und Personal freigegeben. Zwei Ranger, welche schon länger vor Ort waren übernahmen die Führung der Fahrzeugkolonne und man stürzte sich in den Verkehr der mittleren Ebene.<br />
Die Faszination all jener, die noch nie die Erfahrung gemacht hatten, sich im Inneren eines, von Menschenhand erschaffenen Gebirges aus bewohntem Stahl, Beton und Glas gewesen zu sein, wich schnell dem zermürbenden Eindruck von Langsamkeit und Schmutz. <br />
Der Verkehr auf den Straßen staute sich, es stank nach Abgasen, Müll und zu vielen Menschen auf engstem Raum. Alles war Laut und reizüberflutend. Von den Straßenhändlern, die hinter dem Raumhafen auf jedes Fahrzeug in Schrittgeschwindigkeit einstürmten, um ihre Waren an den Mann zu bringen, bis zu den dicht an dicht stehenden Fahrzeugen auf den “Schnellstraßen“, die sinnlos hupten und Dreck in die ewig umgewälzte Luft bliesen. Prediger schrien ihre Botschaften von Kanzeln herunter, Züge kreuzten, in Dampf und schwarzen Qualm gehüllt, auf Brücken über und unter den Straßen, Bettler flehten um Allmosen und ein Quäntchen Gnade. Alles was der Mensch je erschaffen hatte, wie primitiv oder hoch entwickelt es war, schien hier eingesperrt zu sein. Fluggeräte dröhnten über Karren, von apathischen Carnaks gezogen, Werbetafeln, so groß wie ganze Häuserblöcke, konkurrierten mit der düster strengen Gotik von Sakral- und Verwaltungsgebäuden. Für Fremdweltler ein phantasmagorischer Fiebertraum, für Gohmorer ein normaler Werktag. <br />
Nach Stunden im Kriechtempo erreichte der Konvoi eine Subebene. Hauptsächlich Wohn- Habs und Lagerhallen, ein paar kleinere Fabriken dazwischen. „Klein“ beschrieb dabei in Gohmor, wo alles megalithisch und Superlativ war, etwas, dass auf anderen Welten das Zentrum ganzer Industrieviertel ausgemacht hätte. <br />
Weder gab es hier natürliches Tageslicht, noch ein Grün, dass von Chlorophyll herrührte. In den Straßen stand trotz der Abwesenheit einer natürlichen Biosphäre ein klammer Nebel. Eine Mischung aus Kondensat und Smog. Die Gestalten die durch diese Suppe eilten trugen Gesichtsmasken und Ponchos aus Kunststoff. <br />
<br />
Endlich gelangten sie an ihr offensichtliches Ziel. Eine Ansammlung aus nüchternen Ziegelbauten, die einstmals gelb gewesen sein mochten, jetzt nur noch in Schattierungen unterschiedlichen, schmierigen Schwarz schillerten. Über de schmiedeeisernden Tor prangte in rostigen Lettern der Schriftzug: „Schola Plenarius - Obet Ballus“. Am Tor wartete eine Wache, die mit Schutzmaske vor dem Gesicht kurz mit den Insassen des ersten Fahrzeuges sprach und dann alle durchwinkte. <br />
Auf dem ehemaligen Schulhof standen bereits lange Reihen aus Fahrzeugen aller Art. Ebenso Zelte der Armee, gleichwohl mit der Symbolik der HRs besprüht. Techs machten sich an den Fahrzeugen zu schaffen. Die Neuankömmlinge wurden knapp begrüßt und so sie nicht ohnehin wussten, wohn sie zu gehen hatten, entsprechend eingewiesen. <br />
Glen und Waldorf wurden von einer gestresst aussehenden Frau mit Klemmbrett in Empfang genommen. Sie verlangte Namen und Dienstnummer zu wissen und durchwühlte dann die Papiere auf ihrem Brett. <br />
<span style="color: skyblue;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ah hier seid hier… schönen Flug gehabt?</span></span> Weder sah sie bei dieser lustlosen Frage auf, noch schien sie an irgendeiner Antwort interessiert. <span style="color: skyblue;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ihr seht ja selber, dass hier alles noch drunter und drüber geht. Die die zuerst ankommen sollten kommen zuletzt und umgekehrt. Scheiß Warp, wie soll man da… naja egal. Also ihr könnt eure Zimmer im Wohngebäude 3 beziehen.</span></span> Es folgte eine kurze Wegbeschreibung. <span style="color: skyblue;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kantine hat offen, aber erwartet noch keine kulinarischen Höhenflüge. Wer sich wo zu melden hat steht auf der Liste am Hauptgebäude. <br />
Aber erst mal müssen die Fahrzeuge registriert werden. Erst das „Gescherr, dann der Herr!“</span></span>, nutzte sie eine reichlich überstrapazierte Phrase der Havocs weiter ab. <span style="color: skyblue;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nummer und taktische Zeichen müssen neu gemacht werden. Dann komplette Bordausstattung raus, überprüfen und auflisten. Füllstand, Motor und so weiter. Kennt ihr ja. Waffen, alles über Pistole, in die Waffenkammer, bis unser Status mit den lokalen Gesetzen geklärt ist. Medizinischer Checkup ist morgen früh. Dann persönliche Ausrüstung sichten und ergänzen. Stramm zutun also.</span></span> Sie wollte es damit gut sein lassen und sich schon den nächsten zuwenden, als sie noch etwas auf ihrer Liste entdeckte. <br />
<span style="color: skyblue;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ach… Scheiße. Bist du VON Bersting?</span></span> Sie ärgerte sich sichtlich über sich selber. <span style="color: skyblue;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dein Kumpel kann mit all dem anfangen was ich gerade runtergerattert habe. Du sollst zum Chef.</span></span> Sie deutete auf das Hauptgebäude. <br />
Der größte der Bauten auf dem umzäunten Gelände, bestehend aus einem dreistöckigen Haus, flankiert von zwei zweistöckigen Flügeln. Die symmetrische Mitte nahm ein Uhrenturm ein. <br />
Ein Schulgebäude wie aus dem Lehrbuch. <br />
Drinnen herrschte nicht weniger reges Treiben als draußen. Die Flure standen voll mit Kisten und Tonnen. In einem der ehemaligen Klassenräume war eine Krankenstation eingerichtet, in einem anderen stapelten sich Akten und Papiere, zwischen denen die beiden Ranger, die hier Ordnung zu schaffen versuchten, recht hilflos aussahen. <br />
Aufgeklebte Zettel an den Wänden stellten behelfsmäßige Beschilderung dar und so fand Waldorf den Weg zum Raum der Leitung. <br />
<br />
Ringsherum prangten Karten. Geländekarten wohl gemerkt, keine Stadtkarten. Eine Wand war mit Funkeinheiten zugestellt, vor denen zwei Funker ihren Dienst taten. Mehrere Offiziere Besprachen sich oder leisteten ihren Teil im ewigen Krieg gegen das Papier. <br />
Die Frau Mitte Vierzig, die hier offensichtlich das Sagen hatte, beendete gerade sichtlich genervt ein Gespräch mittels eines lokalen Sprachgeräts. Sie murmelte etwas, was nach ausgewählten Flüchen klang und machte sich einige Notizen. Sie war hoch gewachsen und sehr schlank, hatte kurze Haare und ein Gesicht, welches nicht eben zum Ausdrücken vieler Emotionen gemacht zu sein schien. <br />
Sie sah Waldorf. Erkennen schlich sich in ihren Blick und auch der Neuankömmling erkannte sie. Waldorf und Hanna Enoh hatten früher schon zusammengearbeitet. Freundschaft wäre das falsche Wort gewesen um ihre Beziehung dabei zu beschreiben, aber ihre Zusammenarbeit hatte stets reibungslos funktioniert und war auf gegenseitigem Respekt aufgebaut.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Terra sei gepriesen, ein Lichtblick im Dunkel der Nacht.</span> Sie kam um den großen Tisch in der Mitte des Raumes und bedachte ihn mit einem festen Händedruck. Einige Floskeln über Befinden und die überstandene Reise wechselten zwischen ihnen. Dann kam sie zum Wesentlichen. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich habe deinen Namen auf der Liste der Neuankömmlinge gesehen. Aber nach meinen Informationen hättest du schon bei der ersten Ladung dabei sein sollen, nicht bei der vierten. Darum hatte ich dich gar nicht mehr auf dem Schirm. <br />
Du siehst ja was hier los ist. Wir versuchen seit sechs Wochen irgendeine Struktur in das Durcheinander hier zu kriegen. <br />
Der komplette Orga. Stab fehlt noch. Hängt an einem Sprungpunkt fest, sitzt in Quarantäne oder wurde von Weltraummonstern gefressen. Keiner weiß es. <br />
Ist man erst mal unterwegs, sind die Schiffe in einer Blackbox. Keiner weiß wo sie sind, wann sie ankommen oder warum sie es nicht tun. <br />
Jedenfalls nicht auf der Ebene, auf der wir uns als Reisende bewegen. <br />
Ich habe hier einige fähige Leute, aber niemanden der sowas auf dem Level schon mal gemacht hat. <br />
Ich ehrlich gesagt auch nicht. Bin froh das die Kameraden ein Dach über dem Kopf haben und wenigstens zwei Mahlzeiten am Tag kriegen.</span> Sie schenkte ein grünlich braunes Getränk aus einer großen Pumpkanne in zwei Becher ein. Es roch bitter und schimmerte leicht ölig. Hanna schob ihm einen der Becher hinüber. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An das Dreckszeug kannst du dich schon mal gewöhnen. Nennt sich Tangkaveh oder so. Die machen das hier aus Koffeinhaltigen Algen oder Fischen glaub ich. Klingt eklig, ist es auch! Aber es hält wach. Ich trinke meinen mit Milch und drei Tonnen Zucker.</span> Tatsächlich schaufelte sie mehrere Löffel Zucker in ihre Tasse. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Weiß gerade wirklich nicht, welches Feuer ich zuerst löschen soll. Unsere Waffen müssen registriert werden, unsere Organisation als Ganzes muss zertifiziert und in irgendwelchen Registern eingetragen werden. Jede verdammte Sub- Ebene hier hat die Formulare gerade soweit angepasst und abgeändert, dass man alles fünfzig Mal braucht, wenn man nur die Stadt mit einem LKW verlassen will. Mir steht das Wasser gerade bis zum Hals von Bersting. <br />
Darum musst du mir einen Gefallen tun. Wir haben einen ganzen Stapel potenzieller Kunden. Immerhin das ging schnell. Aber die verweisen natürlich alle darauf, dass sie mit uns keine Geschäfte machen können, wenn wir nicht ordentlich eingetragen und katalogisiert sind. <br />
Einzige Ausnahme ist Haus Siris. Die scheinen eine ziemlich große Nummer hier zu sein und was noch wichtiger ist, sie wollen unsere Dienste sofort in Anspruch nehmen. <br />
Die Regularien könne man nachträglich bearbeiten, meinen sie. Klingt gut wenn du mich fragst. Aber ich kann hier nicht weg. Ich halte das Kartenhaus gerade schon mit mehr Händen als ich habe und von den anderen würde ich keinem Vertragsverhandlungen zutrauen. Kannst du nicht mit deren Vertretern reden? <br />
Du weißt doch was wir ermöglichen können und was nicht. Bist lang genug dabei. Du musst ja keine konkreten Zusagen machen, was Personalstärke und sowas angeht. <br />
Aber dir wenigstens anhören was sie wollen und vor allem was sie zahlen. Ich gebe dir ein bisschen was aus der Spesenkasse, Adresse und Ansprechpartner und die wenigen Infos die wir über das Haus haben. Du machst dich frisch, schläfst ein bisschen und fährst da hin. <br />
Hast dann was gut bei mir.</span> Sie sah ihn erwartungsvoll an.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Um einen Weltraumflug angenehm zu gestalten, musste man schon zu den Privilegierten zählen, die sich, zumindest gefühlt, sowieso ein eigenes Raumschiff leisten konnten. Flüge für normal Sterbliche bedeuteten fast immer Enge, Unannehmlichkeiten und Tuchfühlung mit Personen, die man unter normalen Umständen mit dem Lasergewehr auf Abstand halten würde. <br />
Die Verlegung der Ranger in ihre neuen Wirkungsbereiche stellte von diesem Fakt keine Ausnahme dar. Das Unterwarp- Schiff, mit dem das Kontingent, zu welchem auch Waldorf und Glen gehörten, die Reise nach Koron antrat, beherbergte alles, vom Söldner, über Händler, bis zu Flüchtlingen. <br />
Drei Monate dauerte die Passage, in welcher das Schiff auf einem warpfähigen Träger wartete, es Verzögerungen durch Fluktuationen im Warp gab, welche einen Austritt irgendwo im Nirgendwo bedingten und eine Kontrolle durch eine Patrouille der Sektorenflotte überstanden werden musste. <br />
Das Ausschiffen der Ausrüstung und das Warten auf Landegenehmigung im Orbit des Planeten, waren die abschließenden Strapazen. Dem folgte die unausweichliche Bürokratie beim Betreten Korons, über den zentralen Raumhafen der Hauptstadt. Gesundheitschecks, Papiere und vor allem die Kontrolle und Registrierung der importierten Fahrzeuge und Waffen. Ein Tag eine Nacht und der gute Teil des folgenden Tages ging darüber ins Land. Auch wenn von diesem Wechsel der Tageszeiten nicht viel kündete, in einer Makropole. <br />
Endlich war Gerät und Personal freigegeben. Zwei Ranger, welche schon länger vor Ort waren übernahmen die Führung der Fahrzeugkolonne und man stürzte sich in den Verkehr der mittleren Ebene.<br />
Die Faszination all jener, die noch nie die Erfahrung gemacht hatten, sich im Inneren eines, von Menschenhand erschaffenen Gebirges aus bewohntem Stahl, Beton und Glas gewesen zu sein, wich schnell dem zermürbenden Eindruck von Langsamkeit und Schmutz. <br />
Der Verkehr auf den Straßen staute sich, es stank nach Abgasen, Müll und zu vielen Menschen auf engstem Raum. Alles war Laut und reizüberflutend. Von den Straßenhändlern, die hinter dem Raumhafen auf jedes Fahrzeug in Schrittgeschwindigkeit einstürmten, um ihre Waren an den Mann zu bringen, bis zu den dicht an dicht stehenden Fahrzeugen auf den “Schnellstraßen“, die sinnlos hupten und Dreck in die ewig umgewälzte Luft bliesen. Prediger schrien ihre Botschaften von Kanzeln herunter, Züge kreuzten, in Dampf und schwarzen Qualm gehüllt, auf Brücken über und unter den Straßen, Bettler flehten um Allmosen und ein Quäntchen Gnade. Alles was der Mensch je erschaffen hatte, wie primitiv oder hoch entwickelt es war, schien hier eingesperrt zu sein. Fluggeräte dröhnten über Karren, von apathischen Carnaks gezogen, Werbetafeln, so groß wie ganze Häuserblöcke, konkurrierten mit der düster strengen Gotik von Sakral- und Verwaltungsgebäuden. Für Fremdweltler ein phantasmagorischer Fiebertraum, für Gohmorer ein normaler Werktag. <br />
Nach Stunden im Kriechtempo erreichte der Konvoi eine Subebene. Hauptsächlich Wohn- Habs und Lagerhallen, ein paar kleinere Fabriken dazwischen. „Klein“ beschrieb dabei in Gohmor, wo alles megalithisch und Superlativ war, etwas, dass auf anderen Welten das Zentrum ganzer Industrieviertel ausgemacht hätte. <br />
Weder gab es hier natürliches Tageslicht, noch ein Grün, dass von Chlorophyll herrührte. In den Straßen stand trotz der Abwesenheit einer natürlichen Biosphäre ein klammer Nebel. Eine Mischung aus Kondensat und Smog. Die Gestalten die durch diese Suppe eilten trugen Gesichtsmasken und Ponchos aus Kunststoff. <br />
<br />
Endlich gelangten sie an ihr offensichtliches Ziel. Eine Ansammlung aus nüchternen Ziegelbauten, die einstmals gelb gewesen sein mochten, jetzt nur noch in Schattierungen unterschiedlichen, schmierigen Schwarz schillerten. Über de schmiedeeisernden Tor prangte in rostigen Lettern der Schriftzug: „Schola Plenarius - Obet Ballus“. Am Tor wartete eine Wache, die mit Schutzmaske vor dem Gesicht kurz mit den Insassen des ersten Fahrzeuges sprach und dann alle durchwinkte. <br />
Auf dem ehemaligen Schulhof standen bereits lange Reihen aus Fahrzeugen aller Art. Ebenso Zelte der Armee, gleichwohl mit der Symbolik der HRs besprüht. Techs machten sich an den Fahrzeugen zu schaffen. Die Neuankömmlinge wurden knapp begrüßt und so sie nicht ohnehin wussten, wohn sie zu gehen hatten, entsprechend eingewiesen. <br />
Glen und Waldorf wurden von einer gestresst aussehenden Frau mit Klemmbrett in Empfang genommen. Sie verlangte Namen und Dienstnummer zu wissen und durchwühlte dann die Papiere auf ihrem Brett. <br />
<span style="color: skyblue;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ah hier seid hier… schönen Flug gehabt?</span></span> Weder sah sie bei dieser lustlosen Frage auf, noch schien sie an irgendeiner Antwort interessiert. <span style="color: skyblue;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ihr seht ja selber, dass hier alles noch drunter und drüber geht. Die die zuerst ankommen sollten kommen zuletzt und umgekehrt. Scheiß Warp, wie soll man da… naja egal. Also ihr könnt eure Zimmer im Wohngebäude 3 beziehen.</span></span> Es folgte eine kurze Wegbeschreibung. <span style="color: skyblue;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Kantine hat offen, aber erwartet noch keine kulinarischen Höhenflüge. Wer sich wo zu melden hat steht auf der Liste am Hauptgebäude. <br />
Aber erst mal müssen die Fahrzeuge registriert werden. Erst das „Gescherr, dann der Herr!“</span></span>, nutzte sie eine reichlich überstrapazierte Phrase der Havocs weiter ab. <span style="color: skyblue;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nummer und taktische Zeichen müssen neu gemacht werden. Dann komplette Bordausstattung raus, überprüfen und auflisten. Füllstand, Motor und so weiter. Kennt ihr ja. Waffen, alles über Pistole, in die Waffenkammer, bis unser Status mit den lokalen Gesetzen geklärt ist. Medizinischer Checkup ist morgen früh. Dann persönliche Ausrüstung sichten und ergänzen. Stramm zutun also.</span></span> Sie wollte es damit gut sein lassen und sich schon den nächsten zuwenden, als sie noch etwas auf ihrer Liste entdeckte. <br />
<span style="color: skyblue;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ach… Scheiße. Bist du VON Bersting?</span></span> Sie ärgerte sich sichtlich über sich selber. <span style="color: skyblue;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Dein Kumpel kann mit all dem anfangen was ich gerade runtergerattert habe. Du sollst zum Chef.</span></span> Sie deutete auf das Hauptgebäude. <br />
Der größte der Bauten auf dem umzäunten Gelände, bestehend aus einem dreistöckigen Haus, flankiert von zwei zweistöckigen Flügeln. Die symmetrische Mitte nahm ein Uhrenturm ein. <br />
Ein Schulgebäude wie aus dem Lehrbuch. <br />
Drinnen herrschte nicht weniger reges Treiben als draußen. Die Flure standen voll mit Kisten und Tonnen. In einem der ehemaligen Klassenräume war eine Krankenstation eingerichtet, in einem anderen stapelten sich Akten und Papiere, zwischen denen die beiden Ranger, die hier Ordnung zu schaffen versuchten, recht hilflos aussahen. <br />
Aufgeklebte Zettel an den Wänden stellten behelfsmäßige Beschilderung dar und so fand Waldorf den Weg zum Raum der Leitung. <br />
<br />
Ringsherum prangten Karten. Geländekarten wohl gemerkt, keine Stadtkarten. Eine Wand war mit Funkeinheiten zugestellt, vor denen zwei Funker ihren Dienst taten. Mehrere Offiziere Besprachen sich oder leisteten ihren Teil im ewigen Krieg gegen das Papier. <br />
Die Frau Mitte Vierzig, die hier offensichtlich das Sagen hatte, beendete gerade sichtlich genervt ein Gespräch mittels eines lokalen Sprachgeräts. Sie murmelte etwas, was nach ausgewählten Flüchen klang und machte sich einige Notizen. Sie war hoch gewachsen und sehr schlank, hatte kurze Haare und ein Gesicht, welches nicht eben zum Ausdrücken vieler Emotionen gemacht zu sein schien. <br />
Sie sah Waldorf. Erkennen schlich sich in ihren Blick und auch der Neuankömmling erkannte sie. Waldorf und Hanna Enoh hatten früher schon zusammengearbeitet. Freundschaft wäre das falsche Wort gewesen um ihre Beziehung dabei zu beschreiben, aber ihre Zusammenarbeit hatte stets reibungslos funktioniert und war auf gegenseitigem Respekt aufgebaut.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Terra sei gepriesen, ein Lichtblick im Dunkel der Nacht.</span> Sie kam um den großen Tisch in der Mitte des Raumes und bedachte ihn mit einem festen Händedruck. Einige Floskeln über Befinden und die überstandene Reise wechselten zwischen ihnen. Dann kam sie zum Wesentlichen. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ich habe deinen Namen auf der Liste der Neuankömmlinge gesehen. Aber nach meinen Informationen hättest du schon bei der ersten Ladung dabei sein sollen, nicht bei der vierten. Darum hatte ich dich gar nicht mehr auf dem Schirm. <br />
Du siehst ja was hier los ist. Wir versuchen seit sechs Wochen irgendeine Struktur in das Durcheinander hier zu kriegen. <br />
Der komplette Orga. Stab fehlt noch. Hängt an einem Sprungpunkt fest, sitzt in Quarantäne oder wurde von Weltraummonstern gefressen. Keiner weiß es. <br />
Ist man erst mal unterwegs, sind die Schiffe in einer Blackbox. Keiner weiß wo sie sind, wann sie ankommen oder warum sie es nicht tun. <br />
Jedenfalls nicht auf der Ebene, auf der wir uns als Reisende bewegen. <br />
Ich habe hier einige fähige Leute, aber niemanden der sowas auf dem Level schon mal gemacht hat. <br />
Ich ehrlich gesagt auch nicht. Bin froh das die Kameraden ein Dach über dem Kopf haben und wenigstens zwei Mahlzeiten am Tag kriegen.</span> Sie schenkte ein grünlich braunes Getränk aus einer großen Pumpkanne in zwei Becher ein. Es roch bitter und schimmerte leicht ölig. Hanna schob ihm einen der Becher hinüber. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">An das Dreckszeug kannst du dich schon mal gewöhnen. Nennt sich Tangkaveh oder so. Die machen das hier aus Koffeinhaltigen Algen oder Fischen glaub ich. Klingt eklig, ist es auch! Aber es hält wach. Ich trinke meinen mit Milch und drei Tonnen Zucker.</span> Tatsächlich schaufelte sie mehrere Löffel Zucker in ihre Tasse. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Weiß gerade wirklich nicht, welches Feuer ich zuerst löschen soll. Unsere Waffen müssen registriert werden, unsere Organisation als Ganzes muss zertifiziert und in irgendwelchen Registern eingetragen werden. Jede verdammte Sub- Ebene hier hat die Formulare gerade soweit angepasst und abgeändert, dass man alles fünfzig Mal braucht, wenn man nur die Stadt mit einem LKW verlassen will. Mir steht das Wasser gerade bis zum Hals von Bersting. <br />
Darum musst du mir einen Gefallen tun. Wir haben einen ganzen Stapel potenzieller Kunden. Immerhin das ging schnell. Aber die verweisen natürlich alle darauf, dass sie mit uns keine Geschäfte machen können, wenn wir nicht ordentlich eingetragen und katalogisiert sind. <br />
Einzige Ausnahme ist Haus Siris. Die scheinen eine ziemlich große Nummer hier zu sein und was noch wichtiger ist, sie wollen unsere Dienste sofort in Anspruch nehmen. <br />
Die Regularien könne man nachträglich bearbeiten, meinen sie. Klingt gut wenn du mich fragst. Aber ich kann hier nicht weg. Ich halte das Kartenhaus gerade schon mit mehr Händen als ich habe und von den anderen würde ich keinem Vertragsverhandlungen zutrauen. Kannst du nicht mit deren Vertretern reden? <br />
Du weißt doch was wir ermöglichen können und was nicht. Bist lang genug dabei. Du musst ja keine konkreten Zusagen machen, was Personalstärke und sowas angeht. <br />
Aber dir wenigstens anhören was sie wollen und vor allem was sie zahlen. Ich gebe dir ein bisschen was aus der Spesenkasse, Adresse und Ansprechpartner und die wenigen Infos die wir über das Haus haben. Du machst dich frisch, schläfst ein bisschen und fährst da hin. <br />
Hast dann was gut bei mir.</span> Sie sah ihn erwartungsvoll an.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Eisenbahnstation]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=941</link>
			<pubDate>Wed, 12 Jun 2013 18:49:40 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=251"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=941</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Eingang,  schön und gut, aber welcher? </span> Sahandra stand mitten in dem riesigen Verkehrsknotenpunkt.  Tausende wollten auf den 20 Gleisen von A nach B. Da gerade wohl Schicht ende war, würden wohl auch Feucht fröhliche abstecher nach C und D folgen. Für Tausende normaler Alltag, für Sahandra ein weiterer von Unzähligen Kulturschocks. Auf dem Gleis auf die etwas altersschwache Lock einfuhr warteten sie bereits. Hunderte von Menschen. Unter großen Anstrengungen presste sie sich aus dem Abteil, und blieb stehen.<br />
 <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Beim Reiter und beim Pferd, wie Groß ist das? </span> Als sie 13 gewesen war, nahmen ihre Eltern sie zum ersten Mal zum Hub mit, der größten Stadt auf Ranya. Wie erstaunt sie damals über die großen Häusern gewesen war, und die Hauptstraße,  auf der vier Spannwägen nebeneinander fahren konnten. All das hätte hier rein gepasst, zweimal. Sie zwängte sich weiter durch die Massen. Gesprächsfetzten trafen ihre Ohren. Von einem Heiligen Krieg war die Rede, von Verwandten in der PVS, oder einfach davon was für ein Arsch doch der Vorarbeiter war. Zweimal erblickte sie Mitglieder der PVS-Polizei,  jedoch hielt sie den Größten möglichen Abstand. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Beruhig dich, auf deiner Stirn steht immerhin nicht "Desateur" geschrieben. </span> ermahnte sie sich und ging weiter.<br />
 Ein Kiosk war auch schnell gefunden, und ein sehr billiges Kom-Gerät, als auch ein "Gohmor Guardian" wechselten den Besitzer.  Als es zur wahl des Eingangs kam, nam sie einfach den Größten,  setzte sich auf die sauberste Bank die sie finden konnte und öffnete die Zeitung. Informationen über Dinge die sie nicht kannte, Orte von den sie noch nie etwas gehört hatte und Namen die ihr nichts sagten flogen ihr endgegen, als sie die Zeilen überflog.  Es war wieder von diesem Heiligen Krieg die rede und von einer anderen Nation die Rede. Schließlich gab sie es auf, lehnte sich zurück und begann ihnter der geöffneten Zeitung zu dösen, die andere Hand immer noch an ihrer Klinge.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Eingang,  schön und gut, aber welcher? </span> Sahandra stand mitten in dem riesigen Verkehrsknotenpunkt.  Tausende wollten auf den 20 Gleisen von A nach B. Da gerade wohl Schicht ende war, würden wohl auch Feucht fröhliche abstecher nach C und D folgen. Für Tausende normaler Alltag, für Sahandra ein weiterer von Unzähligen Kulturschocks. Auf dem Gleis auf die etwas altersschwache Lock einfuhr warteten sie bereits. Hunderte von Menschen. Unter großen Anstrengungen presste sie sich aus dem Abteil, und blieb stehen.<br />
 <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Beim Reiter und beim Pferd, wie Groß ist das? </span> Als sie 13 gewesen war, nahmen ihre Eltern sie zum ersten Mal zum Hub mit, der größten Stadt auf Ranya. Wie erstaunt sie damals über die großen Häusern gewesen war, und die Hauptstraße,  auf der vier Spannwägen nebeneinander fahren konnten. All das hätte hier rein gepasst, zweimal. Sie zwängte sich weiter durch die Massen. Gesprächsfetzten trafen ihre Ohren. Von einem Heiligen Krieg war die Rede, von Verwandten in der PVS, oder einfach davon was für ein Arsch doch der Vorarbeiter war. Zweimal erblickte sie Mitglieder der PVS-Polizei,  jedoch hielt sie den Größten möglichen Abstand. <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Beruhig dich, auf deiner Stirn steht immerhin nicht "Desateur" geschrieben. </span> ermahnte sie sich und ging weiter.<br />
 Ein Kiosk war auch schnell gefunden, und ein sehr billiges Kom-Gerät, als auch ein "Gohmor Guardian" wechselten den Besitzer.  Als es zur wahl des Eingangs kam, nam sie einfach den Größten,  setzte sich auf die sauberste Bank die sie finden konnte und öffnete die Zeitung. Informationen über Dinge die sie nicht kannte, Orte von den sie noch nie etwas gehört hatte und Namen die ihr nichts sagten flogen ihr endgegen, als sie die Zeilen überflog.  Es war wieder von diesem Heiligen Krieg die rede und von einer anderen Nation die Rede. Schließlich gab sie es auf, lehnte sich zurück und begann ihnter der geöffneten Zeitung zu dösen, die andere Hand immer noch an ihrer Klinge.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Dampfmangel und Textilreinigung Sumat / Waffen für Alle!]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=797</link>
			<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 19:07:18 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=797</guid>
			<description><![CDATA[Das schlichte Haus in der Straße des seligen Hubert unterschied sich nicht von den unzähligen anderen Wohneinheiten mit Ladenfläche im Erdgeschoss. Die Backsteine waren mit dem fettigen Ruß von Jahrhunderten überzogen, welcher jegliche Farbe dämpfte und dem ganzen Straßenzug ein trübseliges Gesicht gab. Die Läden boten größtenteils Massenware aus den nahen Fabriken feil und kein wohlhabenderer Käufer verirrte sich in diese Gegend, nah an der Grenze zu verrufenen unteren Ebene. <br />
Ein verblasstes Schriftzug über der Tür tat kund das hier die Dampfmangel und Textilreinigung Sumat ansässig war. Im Schaufenster, welches wohl schon seit zwei Gouverneursdekaden keinen Putzlappen mehr gesehen hatte, gaben handgeschriebene Schilder Auskunft über die Preise und besondere Aktionen. <br />
Das Innere des Ladens roch nach Stoffen und Chemie, getragen von der feuchtwarmen Luft der Reiniguns- und Mangelmaschinen, deren Tätigkeit man irgendwo in einem Raum weiter hinten in Form von tiefem Brummen und gelegentlichem Zwischen wahrnehmen konnte. <br />
Den Annahmetresen besetzte eine ältere Dame in Kittelschürze und mit hochgebundenem Haar. Sie war umgeben von eingetüteten Kleidungsstücken, welche alle samt auf einer automatischen Schiene hingen und bei Bedarf soweit herumfuhren bis das gewünschte Stück in Griffreichweite kam.<br />
Als die beiden Söldner den Laden betraten sah die Dame von ihrer Zeitschrift auf und musterte die Männer über den Rand ihrer Brille hinweg. <br />
Der Losungssatz, so wie Lucky ihn den beiden eingeschärft hatte, wurde ausgesprochen. <br />
Die Frau betätigte einen Schalter unter dem Tresen und in einer Ecke des Raumes fuhren die Mäntel, Jacken und Hosen nach links und rechts auseinander und gaben den Blick auf eine Tür in der gleichen Farbe wie die Wand frei.<br />
Wortlos nickte sie nur in diese Richtung und widmete sich dann wieder ihrer Illustrierten.<br />
<br />
Eine schmale Treppe führte Narl und Endrik nach unten, tief in die Eingeweide des Sub-Ebenenbodens. Irgendwann erreichten sie eine schwere Stahltür, über der eine Kamera sich surrend zu ihnen drehte und ihre Linse auf die beiden einstellte. Kurz darauf ertönte das Geräusch eines Summers und eine kleine Leuchtdiode, dort wo eine Klinge gesessen hätte wenn sie denn dagewesen wäre, sprang von rot auf grün. <br />
Ein leichter Druck mit der Handfläche öffnete die Tür. <br />
<br />
Industrial Musik schlug den Söldnern entgegen, zusammen mit einem Geruch nach süßlichem Tabak, heißem Metall und verschmorter Isolierung. Der Raum war nur spärlich beleuchtet, lediglich die Auslagen standen im direkten Schlaglicht. Die Wände waren überzogen mit Waffen, in jeglicher nur erdenklicher Form und Art. Pistolen, Gewehre, MPs, Maschinengewehre, Raketenwerfer, Flammenwerfer, Plasmawaffen, Melter, Theromwaffen und Gerätschaften deren genaue Wirkungsweise man sich nicht einmal vorzustellen vermochte. An einigen Stellen ließen sich Schaufensterpuppen ausmachen, angetan mit diversen Schutzanzügen, Atemgeräten, Panzerung und allem anderen was den Krieg zu überleben und zu gewinnen half. <br />
So musste das Spielzimmer des Teufels aussehen.<br />
<br />
Wollte man zum Inhaber vordringen musste man sich durch einen Irrgarten aus Munitions- und Waffentransportkisten hindruchschlängeln. <br />
Auch hier gab es eine Schiene, doch drehten sich darauf nicht Anzüge und Ausgehkleider, sondern auf diesem kleineren, direkt unter der Decke angebrachten Gegenstück flitzte ein kompaktes Geschütz mit zwei kurzen Läufen hin und her. Was es anrichten mochte, wenn es hier drinnen nicht das Ziel sondern eine der Granatenkisten traf stand auf einem anderen Blatt. <br />
Gesteuert wurde die Waffe von einem Servitor, der ohne Arme und Beine auf einem Stuhl saß, das ausdruckslose Gesicht mit einem Strohhut und einer Sonnenbrille verziert. Neben den Steuerungskabeln für die Schussanlage hatte sich wohl jemand auch an anderen Funktionen zu schaffen gemacht, denn zwei Operationsspreizer hielten den Körper auf Höhe des Herzens offen und eine Flut aus Kabeln und Sicherungsmodulen quoll daraus hervor. <br />
Weiter hinten gab es ein Rundel aus Stahlgitter in dem sich der Arbeitsplatz des Besitzer befand. Eine Seite war vollkommen von Monitoren beherrscht, über welche Zahlenreihen flimmerten, die Bilder von Überwachungskameras flackerten oder auf denen irgendwelche Datenräume der Makropolmatrix geöffnet waren. Ein riesiger, schwarzer Logikverarbeiter lieferte augenscheinlich die Leistung dafür. Auch hier streckte eine regelrechte Krake aus Kabeln und Leitungen ihre Tentakel aus und lief an einer Stelle in den weit aufgesperrten Mund eines skelettierten Orkschädels.  <br />
Der Rest des abgezäunten Bereichs stellte eine Art Werkbank dar, vor welcher ein Squat mit dem Rücken zu seinen beiden Kunden saß und offensichtlich an den Teilen einer Waffe bastelte. <br />
Er sah kurz auf jenen Monitor der Endrik und Narl als Wärmesignaturen darstellte und drehte sich dann auf seinem Drehstuhl zu ihnen um. <br />
Der Kleinwüchsige trug eine Weste die seine muskulösen Arme nackt ließen. Über die Haut schlängelten sich Elektrotätowierungen, die halb an Runenmuster, halb an Schaltkreise gemahnten und in unregelmäßigen Abständen blau aufleuchteten. Der Squat hatte einen weiß gefärbten Irokesenhaarschnitt auf dem Schädel, haargenau wie die große Ratte die die Besucher vom Arbeitstisch aus neugierig beäugte. <br />
Die Musik wurde auf ein erträgliches Maß reduziert und der Squat schob sich eine altertümliche Pfeife zwischen die Zähne, die sich als Qualle für den süßlichen Tabakgeruch entpuppte. <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Na Freunde und Nachbarn? Was kann ich für euch tun?</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Das schlichte Haus in der Straße des seligen Hubert unterschied sich nicht von den unzähligen anderen Wohneinheiten mit Ladenfläche im Erdgeschoss. Die Backsteine waren mit dem fettigen Ruß von Jahrhunderten überzogen, welcher jegliche Farbe dämpfte und dem ganzen Straßenzug ein trübseliges Gesicht gab. Die Läden boten größtenteils Massenware aus den nahen Fabriken feil und kein wohlhabenderer Käufer verirrte sich in diese Gegend, nah an der Grenze zu verrufenen unteren Ebene. <br />
Ein verblasstes Schriftzug über der Tür tat kund das hier die Dampfmangel und Textilreinigung Sumat ansässig war. Im Schaufenster, welches wohl schon seit zwei Gouverneursdekaden keinen Putzlappen mehr gesehen hatte, gaben handgeschriebene Schilder Auskunft über die Preise und besondere Aktionen. <br />
Das Innere des Ladens roch nach Stoffen und Chemie, getragen von der feuchtwarmen Luft der Reiniguns- und Mangelmaschinen, deren Tätigkeit man irgendwo in einem Raum weiter hinten in Form von tiefem Brummen und gelegentlichem Zwischen wahrnehmen konnte. <br />
Den Annahmetresen besetzte eine ältere Dame in Kittelschürze und mit hochgebundenem Haar. Sie war umgeben von eingetüteten Kleidungsstücken, welche alle samt auf einer automatischen Schiene hingen und bei Bedarf soweit herumfuhren bis das gewünschte Stück in Griffreichweite kam.<br />
Als die beiden Söldner den Laden betraten sah die Dame von ihrer Zeitschrift auf und musterte die Männer über den Rand ihrer Brille hinweg. <br />
Der Losungssatz, so wie Lucky ihn den beiden eingeschärft hatte, wurde ausgesprochen. <br />
Die Frau betätigte einen Schalter unter dem Tresen und in einer Ecke des Raumes fuhren die Mäntel, Jacken und Hosen nach links und rechts auseinander und gaben den Blick auf eine Tür in der gleichen Farbe wie die Wand frei.<br />
Wortlos nickte sie nur in diese Richtung und widmete sich dann wieder ihrer Illustrierten.<br />
<br />
Eine schmale Treppe führte Narl und Endrik nach unten, tief in die Eingeweide des Sub-Ebenenbodens. Irgendwann erreichten sie eine schwere Stahltür, über der eine Kamera sich surrend zu ihnen drehte und ihre Linse auf die beiden einstellte. Kurz darauf ertönte das Geräusch eines Summers und eine kleine Leuchtdiode, dort wo eine Klinge gesessen hätte wenn sie denn dagewesen wäre, sprang von rot auf grün. <br />
Ein leichter Druck mit der Handfläche öffnete die Tür. <br />
<br />
Industrial Musik schlug den Söldnern entgegen, zusammen mit einem Geruch nach süßlichem Tabak, heißem Metall und verschmorter Isolierung. Der Raum war nur spärlich beleuchtet, lediglich die Auslagen standen im direkten Schlaglicht. Die Wände waren überzogen mit Waffen, in jeglicher nur erdenklicher Form und Art. Pistolen, Gewehre, MPs, Maschinengewehre, Raketenwerfer, Flammenwerfer, Plasmawaffen, Melter, Theromwaffen und Gerätschaften deren genaue Wirkungsweise man sich nicht einmal vorzustellen vermochte. An einigen Stellen ließen sich Schaufensterpuppen ausmachen, angetan mit diversen Schutzanzügen, Atemgeräten, Panzerung und allem anderen was den Krieg zu überleben und zu gewinnen half. <br />
So musste das Spielzimmer des Teufels aussehen.<br />
<br />
Wollte man zum Inhaber vordringen musste man sich durch einen Irrgarten aus Munitions- und Waffentransportkisten hindruchschlängeln. <br />
Auch hier gab es eine Schiene, doch drehten sich darauf nicht Anzüge und Ausgehkleider, sondern auf diesem kleineren, direkt unter der Decke angebrachten Gegenstück flitzte ein kompaktes Geschütz mit zwei kurzen Läufen hin und her. Was es anrichten mochte, wenn es hier drinnen nicht das Ziel sondern eine der Granatenkisten traf stand auf einem anderen Blatt. <br />
Gesteuert wurde die Waffe von einem Servitor, der ohne Arme und Beine auf einem Stuhl saß, das ausdruckslose Gesicht mit einem Strohhut und einer Sonnenbrille verziert. Neben den Steuerungskabeln für die Schussanlage hatte sich wohl jemand auch an anderen Funktionen zu schaffen gemacht, denn zwei Operationsspreizer hielten den Körper auf Höhe des Herzens offen und eine Flut aus Kabeln und Sicherungsmodulen quoll daraus hervor. <br />
Weiter hinten gab es ein Rundel aus Stahlgitter in dem sich der Arbeitsplatz des Besitzer befand. Eine Seite war vollkommen von Monitoren beherrscht, über welche Zahlenreihen flimmerten, die Bilder von Überwachungskameras flackerten oder auf denen irgendwelche Datenräume der Makropolmatrix geöffnet waren. Ein riesiger, schwarzer Logikverarbeiter lieferte augenscheinlich die Leistung dafür. Auch hier streckte eine regelrechte Krake aus Kabeln und Leitungen ihre Tentakel aus und lief an einer Stelle in den weit aufgesperrten Mund eines skelettierten Orkschädels.  <br />
Der Rest des abgezäunten Bereichs stellte eine Art Werkbank dar, vor welcher ein Squat mit dem Rücken zu seinen beiden Kunden saß und offensichtlich an den Teilen einer Waffe bastelte. <br />
Er sah kurz auf jenen Monitor der Endrik und Narl als Wärmesignaturen darstellte und drehte sich dann auf seinem Drehstuhl zu ihnen um. <br />
Der Kleinwüchsige trug eine Weste die seine muskulösen Arme nackt ließen. Über die Haut schlängelten sich Elektrotätowierungen, die halb an Runenmuster, halb an Schaltkreise gemahnten und in unregelmäßigen Abständen blau aufleuchteten. Der Squat hatte einen weiß gefärbten Irokesenhaarschnitt auf dem Schädel, haargenau wie die große Ratte die die Besucher vom Arbeitstisch aus neugierig beäugte. <br />
Die Musik wurde auf ein erträgliches Maß reduziert und der Squat schob sich eine altertümliche Pfeife zwischen die Zähne, die sich als Qualle für den süßlichen Tabakgeruch entpuppte. <br />
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<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Na Freunde und Nachbarn? Was kann ich für euch tun?</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Antiquariat]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=693</link>
			<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 18:39:33 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=229"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=693</guid>
			<description><![CDATA[<a href="http://www.board-4you.de/v63/boards/226/thread.php?threadid=129&amp;page=3&amp;sid=" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Court Placa Hotel</a><br />
<br />
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<br />
Nachdem Endrik die lauten und völlig überfüllten Hauptstraßen verlassen und in Unterabschnitt 15 eingedrungen war, bermerkte er, dass man hier besser aufpassen musste. Die wenigen Passanten waren ärmlicher gekleidet und schauten sich häufig misstrauisch um. Der Müll stapelte sich hier in den Seitengassen zu großen Haufen und auch die häufiger genutzten Straßen lag verrottender Müll verteilt herum. Zudem musste Endrik immer wieder Bettler verscheuchen, da ihn diese wegen seiner nicht ganz so zerlumpten Kleidung für einen reicheren Menschen hielten und ihn deswegen anbettelten. Einige Zeit später erreichte er dann das Antiquariat . Der Laden an sich war eher klein und befand sich im unteren Stockwerk eines großen Wohnblocks. Außerdem waren die Scheiben verdreckt und teilweise mit Pappe zugeklebt um das Geschäft verlassen aussehen zu lassen. Endrik ignorierte dies aber alles und trat ein. Das Antiquariat  war von innen größer als man von außen annehmen konnte. Überall standen  völlig überladene Bücherregale herum auf denen sich Staub sammelte. Die Buchüberschriften der anscheinend uralten Werke waren teilweise für Endrik entzifferbar, manchmal waren sie in einer anderen Form des gothischen geschrieben worden und somit für ihn nicht entzifferbar. Das Ladeninnere wurde nur von einer alten, trüben Glühlampe erhellt, deren Licht aber nicht in alle Ecken reichte. Mühsam quetschte er sich zwischen den Regalen hindurch, bis er an der Ladentheke stand, welche von einer kleinen Stehlampe erhellt wurde. Endrik räusperte sich vernehmlich.<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Hallo? Duval, wo sind sie?</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.board-4you.de/v63/boards/226/thread.php?threadid=129&amp;page=3&amp;sid=" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Court Placa Hotel</a><br />
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Nachdem Endrik die lauten und völlig überfüllten Hauptstraßen verlassen und in Unterabschnitt 15 eingedrungen war, bermerkte er, dass man hier besser aufpassen musste. Die wenigen Passanten waren ärmlicher gekleidet und schauten sich häufig misstrauisch um. Der Müll stapelte sich hier in den Seitengassen zu großen Haufen und auch die häufiger genutzten Straßen lag verrottender Müll verteilt herum. Zudem musste Endrik immer wieder Bettler verscheuchen, da ihn diese wegen seiner nicht ganz so zerlumpten Kleidung für einen reicheren Menschen hielten und ihn deswegen anbettelten. Einige Zeit später erreichte er dann das Antiquariat . Der Laden an sich war eher klein und befand sich im unteren Stockwerk eines großen Wohnblocks. Außerdem waren die Scheiben verdreckt und teilweise mit Pappe zugeklebt um das Geschäft verlassen aussehen zu lassen. Endrik ignorierte dies aber alles und trat ein. Das Antiquariat  war von innen größer als man von außen annehmen konnte. Überall standen  völlig überladene Bücherregale herum auf denen sich Staub sammelte. Die Buchüberschriften der anscheinend uralten Werke waren teilweise für Endrik entzifferbar, manchmal waren sie in einer anderen Form des gothischen geschrieben worden und somit für ihn nicht entzifferbar. Das Ladeninnere wurde nur von einer alten, trüben Glühlampe erhellt, deren Licht aber nicht in alle Ecken reichte. Mühsam quetschte er sich zwischen den Regalen hindurch, bis er an der Ladentheke stand, welche von einer kleinen Stehlampe erhellt wurde. Endrik räusperte sich vernehmlich.<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Hallo? Duval, wo sind sie?</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kirche zum heiligen Justinus]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=770</link>
			<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 20:52:25 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=220"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=770</guid>
			<description><![CDATA[Es war bereits seine zweite Woche auf Koron, doch noch immer viel es Gerald schwer sich an diesen Ort zu gewöhnen. Es war lange her, dass er sich länger als ein paar Tage an einem Ort aufhielt, ohne in einen Kampf verwickelt zu sein. Und noch länger war es her, dass er einen Ort Heimat nennen konnte. Er musste sich erst wieder an das Leben außerhalb der Armee gewöhnen, an das <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">normale</span> Leben. Es waren gute Menschen die hier lebten und Pater Paulus hatte alles getan um Gerald seine Ankunft so angenehm wie möglich zu machen. <br />
Seit er hier war, war Gerald ständig in Bewegung. Entweder half er dem Pater bei den Vorbereitungen für die Messe, kümmerte sich um die kleine Bibliothek der Kirche, oder er knüpfte erste Kontakte zu den Mitgliedern der Gemeinde. Außerdem hatte er ein paar Mal die Kaserne aufgesucht um zu sehen, wie es seinen alten Kameraden geht. Ebenso hatte er dem Palast des Kardinals bereits einen kurzen Besuch abgestattet. Die Dinge, die er dort gehört hatte, beunruhigten ihn allerdings. Scheinbar führt der Kardinal momentan einen Kreuzzug im Nachbarstaat Trutz an. Gerald, der bisher nicht viel über die politschie Situation auf Koron wusste, war verunsichert. Schon zu oft hatte er erlebt, wie sich aus solchen Dingen Kriege ergeben, die einen gesamten Planeten verschlingen konnten. Bei Zeiten, so beschloss er, würde er versuchen mehr über die Umstände des Kreuzzuges herauszufinden. Bei der PVS würde man sicher einiges in Erfahrung bringen können und auch der Pater  würde sicher Licht ins Dunkel bringen.<br />
<br />
Doch immoment hatte Gerald noch anderes zu tun. Nachdem er einem alten Fabrikarbeiter die Beichte abgenommen hatte, hatte er endlich einen Moment der Ruge gefunden, den er für ein kurzes Gebet nutzen wollte. Dazu hatte er die Kerzen rund um den Altar entzündet und ein Weihrauch-Fass rundherum geschwenkt und anschließend an der Wand aufgehängt. Nun saß er auf einer Bank in der ersten Reihe, den Blick gesenkt und die Hände zu Gebet gefaltet. Hinter sich vernahm er einige Geräusche, wie das leise Flüstern zweier Messdiener, die in der letzten Reihe ebenfalls ins Gebet versunken waren, oder die Schritte einiger Gläubiger, die scheinbar gerade die Kirche betreten hatten. Anfangs sträubte er sich noch dagegen, doch sein Gebet würde er vorerst verschieben müssen. Er konnte einfach nicht anders, als die Neuankömmlinge zu begrüßen. <br />
Langsam erhob er sich von der Bank, deutete das Zeichen des Aquila vor seiner Brust an und wandte sich den Besuchern zu. Auf dem Weg zu ihnen verbarg er seine Hände in den Ärmeln des jeweils anderen Armes und schritt langsam durch das Schiff der Kirche. Mit einem Lächeln im Gesicht und begleitet vom leichten Geruch des Weihrauchs blieb er stehen und begrüßte die kleine Gruppe.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> "Willkommen! Kann ich euch irgendwie helfen, oder sucht ihr hier nur die Gemeinschaft zum Gebet?"</span><br />
<br />
((OOC: Ich lasse mal offen, bei wem es sich um die Neuankömmlinge handelt. Wer sich angesprochen fühlt, soll einfach antworten. <img src="https://koron3.de/images/smilies/wink.png" alt="Wink" title="Wink" class="smilie smilie_2" /> ))]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Es war bereits seine zweite Woche auf Koron, doch noch immer viel es Gerald schwer sich an diesen Ort zu gewöhnen. Es war lange her, dass er sich länger als ein paar Tage an einem Ort aufhielt, ohne in einen Kampf verwickelt zu sein. Und noch länger war es her, dass er einen Ort Heimat nennen konnte. Er musste sich erst wieder an das Leben außerhalb der Armee gewöhnen, an das <span style="font-style: italic;" class="mycode_i">normale</span> Leben. Es waren gute Menschen die hier lebten und Pater Paulus hatte alles getan um Gerald seine Ankunft so angenehm wie möglich zu machen. <br />
Seit er hier war, war Gerald ständig in Bewegung. Entweder half er dem Pater bei den Vorbereitungen für die Messe, kümmerte sich um die kleine Bibliothek der Kirche, oder er knüpfte erste Kontakte zu den Mitgliedern der Gemeinde. Außerdem hatte er ein paar Mal die Kaserne aufgesucht um zu sehen, wie es seinen alten Kameraden geht. Ebenso hatte er dem Palast des Kardinals bereits einen kurzen Besuch abgestattet. Die Dinge, die er dort gehört hatte, beunruhigten ihn allerdings. Scheinbar führt der Kardinal momentan einen Kreuzzug im Nachbarstaat Trutz an. Gerald, der bisher nicht viel über die politschie Situation auf Koron wusste, war verunsichert. Schon zu oft hatte er erlebt, wie sich aus solchen Dingen Kriege ergeben, die einen gesamten Planeten verschlingen konnten. Bei Zeiten, so beschloss er, würde er versuchen mehr über die Umstände des Kreuzzuges herauszufinden. Bei der PVS würde man sicher einiges in Erfahrung bringen können und auch der Pater  würde sicher Licht ins Dunkel bringen.<br />
<br />
Doch immoment hatte Gerald noch anderes zu tun. Nachdem er einem alten Fabrikarbeiter die Beichte abgenommen hatte, hatte er endlich einen Moment der Ruge gefunden, den er für ein kurzes Gebet nutzen wollte. Dazu hatte er die Kerzen rund um den Altar entzündet und ein Weihrauch-Fass rundherum geschwenkt und anschließend an der Wand aufgehängt. Nun saß er auf einer Bank in der ersten Reihe, den Blick gesenkt und die Hände zu Gebet gefaltet. Hinter sich vernahm er einige Geräusche, wie das leise Flüstern zweier Messdiener, die in der letzten Reihe ebenfalls ins Gebet versunken waren, oder die Schritte einiger Gläubiger, die scheinbar gerade die Kirche betreten hatten. Anfangs sträubte er sich noch dagegen, doch sein Gebet würde er vorerst verschieben müssen. Er konnte einfach nicht anders, als die Neuankömmlinge zu begrüßen. <br />
Langsam erhob er sich von der Bank, deutete das Zeichen des Aquila vor seiner Brust an und wandte sich den Besuchern zu. Auf dem Weg zu ihnen verbarg er seine Hände in den Ärmeln des jeweils anderen Armes und schritt langsam durch das Schiff der Kirche. Mit einem Lächeln im Gesicht und begleitet vom leichten Geruch des Weihrauchs blieb er stehen und begrüßte die kleine Gruppe.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> "Willkommen! Kann ich euch irgendwie helfen, oder sucht ihr hier nur die Gemeinschaft zum Gebet?"</span><br />
<br />
((OOC: Ich lasse mal offen, bei wem es sich um die Neuankömmlinge handelt. Wer sich angesprochen fühlt, soll einfach antworten. <img src="https://koron3.de/images/smilies/wink.png" alt="Wink" title="Wink" class="smilie smilie_2" /> ))]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Wartungsebene]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=749</link>
			<pubDate>Wed, 04 May 2011 18:36:09 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=203"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=749</guid>
			<description><![CDATA[<span style="color: crimson;" class="mycode_color"><span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nethar kommt aus dem<a href="http://www.board-4you.de/v63/boards/226/thread.php?threadid=331&amp;page=2&amp;sid=" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"> Bizarr</a></span></span></span><br />
<br />
Tief sog er die Stille in sich ein. Erst das Grunzen und Grölen der Menschen wie sie in einem chaotischen durcheinander ihrer primitiven Art Ausdruck verliehen. <br />
Was darauf folgte war die monotonen Kakaphonie ihrer Maschinen. Dumpf und in ewig gleicher Wiederholung hatten die Laute dieser Unterwelt ihre Zähne in ihn geschlagen. Jeder Schlag hatte einen winzigen Teil seiner Geduld gefordert. Jedem Schlag war ein weiterer Schlag gefolgt. Jedem Klick ein Klack. Eine surrende tickende Hölle. Er war sich sicher wo eine körperliche Folter ihn nicht brechen konnte  würden es einige Jahre in dieser Wiederholung schaffen.     <br />
Umso mehr genoss er die Stille in der er sich nun befand. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color">„Willkommen in der Ebene der Stille.“</span> Flüsterte es leise von Crulldranath herüber.<br />
Langsam trugen ihn seine Schritte tiefer in die Halle hinein. Kleine Staubwolken lösten sich wo seine Füße den Boden berührten. Die Luft roch abgestanden da Wind und Leben diesem Ort schon lange keinen Besuch mehr gegönnt hatten. <br />
Aufgegeben, Vergessen oder in Bereitschaft wartend vermochte er nicht zu sagen. Doch war dies einerlei denn Crulldranath hatte Recht behalten. Dieser Ort war ideal! <br />
In den Schatten der Unwissenheit gehüllt und doch im Herzen der Makropole. Sie würden zuschlagen und noch bevor der letzte Tropfen Blut von ihren Klingen gefallen war spurlos verschwinden. Wie eine versteckte Krankheit würden sie ohne jeden Grund oder ersichtliches Muster agieren. Viele kleine Teile die die schwerfällige Bürokratie der Menschen kaum als ganzes sehen würde. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Dieser Ort wird seinen Zweck erfüllen.“ </span> Gelassen und Ruhig während es unter seiner Oberfläche brodelte.<br />
Er förderte ein kleines Gerät unter seinem Umhang hervor. Kaum wahrnehmbar glomm es von innen heraus in einem tiefen dunklen Blau schien sonst jedoch inaktiv zu bleiben. Nethar wusste nicht genau wann Sinoel wiederkehren mochte rechnete jedoch nicht an diesem Tag mit ihm. Mit ein wenig Glück würde es einige Tage dauern und ihm genug Zeit verschaffen diesen Ort ausreichend zu erkunden. Wahrlich hätte er seinen Begleiter um Informationen bitten können doch würde er ihm diese Genugtuung nicht gönnen.  <br />
Er ließ das Gerät wieder an seinen ursprünglichen Platz wandern und drehte sich zu Crulldranath um.    <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Ihr spracht wahr und als Zeichen unserer Allianz sei es euch gestattet an unseren Raubzügen teilzuhaben.“</span> Sollte Crulldranath dies wirklich annehmen hatten sie einen Krieger mehr, konnten zu dem ein Auge auf ihn haben und sollte sich ein unglücklicher Unfall herbeiführen lassen gäbe es ein Problem weniger.<br />
Er drehte sich wieder dem unerforschten zu und fragte sich ob die Zeit reichen würde ein erstes Opfer zu fangen.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Doch da eure Zeit zu kostbar ist sollten wir sie nun nicht länger verschwenden.“</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="color: crimson;" class="mycode_color"><span style="font-size: 1pt;" class="mycode_size"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Nethar kommt aus dem<a href="http://www.board-4you.de/v63/boards/226/thread.php?threadid=331&amp;page=2&amp;sid=" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"> Bizarr</a></span></span></span><br />
<br />
Tief sog er die Stille in sich ein. Erst das Grunzen und Grölen der Menschen wie sie in einem chaotischen durcheinander ihrer primitiven Art Ausdruck verliehen. <br />
Was darauf folgte war die monotonen Kakaphonie ihrer Maschinen. Dumpf und in ewig gleicher Wiederholung hatten die Laute dieser Unterwelt ihre Zähne in ihn geschlagen. Jeder Schlag hatte einen winzigen Teil seiner Geduld gefordert. Jedem Schlag war ein weiterer Schlag gefolgt. Jedem Klick ein Klack. Eine surrende tickende Hölle. Er war sich sicher wo eine körperliche Folter ihn nicht brechen konnte  würden es einige Jahre in dieser Wiederholung schaffen.     <br />
Umso mehr genoss er die Stille in der er sich nun befand. <br />
<span style="color: red;" class="mycode_color">„Willkommen in der Ebene der Stille.“</span> Flüsterte es leise von Crulldranath herüber.<br />
Langsam trugen ihn seine Schritte tiefer in die Halle hinein. Kleine Staubwolken lösten sich wo seine Füße den Boden berührten. Die Luft roch abgestanden da Wind und Leben diesem Ort schon lange keinen Besuch mehr gegönnt hatten. <br />
Aufgegeben, Vergessen oder in Bereitschaft wartend vermochte er nicht zu sagen. Doch war dies einerlei denn Crulldranath hatte Recht behalten. Dieser Ort war ideal! <br />
In den Schatten der Unwissenheit gehüllt und doch im Herzen der Makropole. Sie würden zuschlagen und noch bevor der letzte Tropfen Blut von ihren Klingen gefallen war spurlos verschwinden. Wie eine versteckte Krankheit würden sie ohne jeden Grund oder ersichtliches Muster agieren. Viele kleine Teile die die schwerfällige Bürokratie der Menschen kaum als ganzes sehen würde. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Dieser Ort wird seinen Zweck erfüllen.“ </span> Gelassen und Ruhig während es unter seiner Oberfläche brodelte.<br />
Er förderte ein kleines Gerät unter seinem Umhang hervor. Kaum wahrnehmbar glomm es von innen heraus in einem tiefen dunklen Blau schien sonst jedoch inaktiv zu bleiben. Nethar wusste nicht genau wann Sinoel wiederkehren mochte rechnete jedoch nicht an diesem Tag mit ihm. Mit ein wenig Glück würde es einige Tage dauern und ihm genug Zeit verschaffen diesen Ort ausreichend zu erkunden. Wahrlich hätte er seinen Begleiter um Informationen bitten können doch würde er ihm diese Genugtuung nicht gönnen.  <br />
Er ließ das Gerät wieder an seinen ursprünglichen Platz wandern und drehte sich zu Crulldranath um.    <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Ihr spracht wahr und als Zeichen unserer Allianz sei es euch gestattet an unseren Raubzügen teilzuhaben.“</span> Sollte Crulldranath dies wirklich annehmen hatten sie einen Krieger mehr, konnten zu dem ein Auge auf ihn haben und sollte sich ein unglücklicher Unfall herbeiführen lassen gäbe es ein Problem weniger.<br />
Er drehte sich wieder dem unerforschten zu und fragte sich ob die Zeit reichen würde ein erstes Opfer zu fangen.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">„Doch da eure Zeit zu kostbar ist sollten wir sie nun nicht länger verschwenden.“</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Luftlandeparkhaus]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=649</link>
			<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 22:01:59 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=141"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=649</guid>
			<description><![CDATA[Lyra war mehr als nur erschöpft. Der Flug war anstrengend gewesen, erforderte in jeder Sekunde ihre volle Konzentration. Sollte je jemand sagen, fliegen sei nicht anstrengend, würde sie ihn in diese Wüste bringen, den Autopilot abschalten und ihm zwingen zu fliegen. Nein, es war wahrlich kein Spaziergang. Und sie war vom Schweiß getränkt. Nicht nur durch die Sonne, sondern auch durch ihren eigenen Verdienst. Sie hatte sich den Helm aufsetzen und das Display vor ihre Augen klappen müssen, denn alle wichtige Informationen, das HUD, wurde auf dem Visier des Helms angezeigt. Und zusätzlich hatte sie den Torsoteil ihrer Rüstung angelegt. Sie befürchtete zwar keinen Angriff durch die Passagiere, würden die dadurch doch wohl ihren eigenen Tod herbeiführen, doch diese Rüstung schützte sie auf eine andere Art. In ihm war ein Antigrav-Schirm eingebaut, und Lyra konnte nicht sicher sagen, dass die Maschine die ungewöhnliche Mischung des Treibstoffes vertrug, oder ob nicht doch irgendwo Sand in die Maschine geraten war. Es war eine Vorsichtsmaßnahme, auch wenn sie wusste, dass, sollte sie den Absturz der Maschine überleben, sie wohl in der Wüste sterben würde. Es war nichts weiter als ein Austausch der Todesarten, doch es spielte ihr zumindest die Möglichkeit zu überleben vor.<br />
In der Pause, die sie einlegen mussten, überprüfte sie die Motoren so gut es ging und bereitete alles für den weiteren Flug vor. Nachdem sie mit einem Blick auf die Karte, welche sie vor ihrer Abreise ergattern konnte, feststellte, ob sie überhaupt noch am richtigen Kurs waren, bemerkte sie im Innenraum die leere Wasserflasche, welche die Insassen wohl untereinander weitergereicht hatten. Jetzt waren sie draußen, pumpten Treibstoff in den Tank. Erbärmlich... hätten sie die Pilotin gefragt, hätte sie ihnen einen Schlauch gegeben, der von alleine Treibstoff ansaugte. Doch.. irgendwie taten ihr die Personen auch leid. Sollte sie ihnen helfen? Was hätte sie denn davon? Sie kannte die Personen doch gar nicht!<br />
Das Mitleid überwog, und so öffnete sie eine Truhe, welche sich unter der Sitzbank befand. Ein Schwall kühler Luft stieg ihr entgegen, als sie die Kiste öffnete. Im inneren befanden sich die gekühlten Vorräte, welche sie mitgenommen hatte, als sie aus Gohmor wegflog. Die Hälfte hatte sie verbraucht... aber es würde reichen... Wenn die Passagiere zurückkamen, würde jeder von ihnen auf seinem Platz, oder zumindest dort, wo dieser sein sollte, wenn sie normal beisammen gesessen wären, zwei kleine Flaschen mit kühlem, reinen Wasser, sowie einer zweigängigen Nahrungsration vorfinden. Man könnte das wohl als kleines Geschenk der Pilotin sehen.<br />
Nach einem wieder endlos dauerndem Flug sollte es endlich so weit sein: Die Stadt kam in Sicht. Noch davor bekam Lyra die technologische Bestätigung, dass sie am richtigen Weg war, da sie irgendjemand mit seinen elektronischen Augen beobachtete. Sollte sie das beunruhigen oder beruhigen? Sie entschied sich für letzteres, als sie die Aufforderung erhielt, den Schlüssel durchzugeben. Das hieß, dass man nicht auf sie schoss. Lyra gab ihren eigenen Schlüssel durch, da sie von diesem sicher sagen konnte, dass er stimmte. Möglicherweise hatte der Mann, von dem die Rasankuri den anderen Schlüssel hatten, in der Stunde seines Todes gelogen, um noch im Tod gegen Herätiker vorgehen zu können. Wer wusste das schon... Die einzige Person, die das sagen konnte, war nun wohl tot.<br />
Der Luftraum war stark befüllt, mochte man meinen. Für Lyra ähnelte dies vielmehr dem Nachtverkehr an einem Wochentag. Sie hatten wohl Glück, denn sie kamen nicht zur „High-Time“, in der die Bewohner gerade am Weg zur Arbeit oder nach Hause waren. Aber gut, die meisten fuhren ohnehin mit dem Zug. Und so reihte sich Lyra mit ihrer Maschine in den Leitstrahl und damit in den Verkehr ein. Es tat irgendwie wieder gut, in der Zivilisation zu sein, und auch das Dataslate an ihrem Arm bemerkte dies, denn es begann zu piepsen. Ein wenig zu oft, wie Lyra befand, piepste es doch beinahe eine Minute lang unentwegt. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Wie es sich anhört, ist die Welt anscheinend gerade am Abgrund, oder irgendjemand wollte wohl wirklich dringend mit mir reden.“</span><br />
Nein, die Welt wahr wohl nicht direkt am Abgrund, aber sie hatte extrem viele Nachrichten erhalten. So lange war sie doch gar nicht weg!<br />
Dann verlangte wieder der Flug ihre Aufmerksamkeit, auch wenn es hier in der Stadt um einiges einfacher war, musste sie doch nicht auf elektromagnetische Felder achten. Hier gab es Stahl, unmengen von Stahl. Oben, Unten, Links, Rechts, einfach überall. Und schließlich leitete sie der Parkstrahl zu der Landeplattform. Es war die typische, auf Effizienz ausgelegte Plattform, wie ein Parkhaus für Autos, nur dass eine Wand fehlte und man durch diese Loch hinein flog. Im Schritttempo bugsierte Lyra die Maschine hinein, sowohl oberhalb, als auch unterhalb vom Flieger nicht mehr als ein halber Meter Platz, doch es sollte reichen. Und nachdem sie gelandet waren, schaltete Lyra erleichtert die Turbinen aus und öffnete per Knopfdruck die beiden Seitentüren, durch welche die Passagiere das Fahrzeuginnere verlassen könnten. Sie selbst stieg durch die Cockpittüre aus, nichts weiter als der seitliche Teil vom Glas, welcher hochgeklappt wurde. Ihre Haare pickten an ihrem Kopf, als sie den Helm abnahm und gemeinsam mit dem Brustteil, welcher sich leider nicht ganz so leicht abnehmen ließ, wieder in das Cockpit legte. Genüsslich streckte sie sich, während die Stimme des Lautsprechers erklang <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Sie befinden sich auf Ebene 183 Sektion 4 im 23. Bezirk. Einen schönen Aufenthalt. Der Imperator beschützt.“</span><br />
Dann erst betrachtete Lyra das Display an ihrem Arm. Wieso hatte es so oft gepiepst? Ah ja... da war der Grund... etwas mehr als 40 Nachrichten... und natürlich die neuesten Ausgaben des Gohmor Guardian. Aber das brauchte sie jetzt nicht... was sie brauchte war ein angenehmen Bad.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Ich kann uns ein Taxi rufen, falls ihr irgendwohin wollt. Wenn wir übernachten müssen, hätte ich auch eine kleine Wohnung. Etwas eng, wenn wir so viele sind, aber nicht so eng wie im Flieger gerade.“</span><br />
Doch sie machte sich nicht allzu große Hoffnungen. Was immer der Fürst vor hatte... er würde wohl nicht allzu lange damit warten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Lyra war mehr als nur erschöpft. Der Flug war anstrengend gewesen, erforderte in jeder Sekunde ihre volle Konzentration. Sollte je jemand sagen, fliegen sei nicht anstrengend, würde sie ihn in diese Wüste bringen, den Autopilot abschalten und ihm zwingen zu fliegen. Nein, es war wahrlich kein Spaziergang. Und sie war vom Schweiß getränkt. Nicht nur durch die Sonne, sondern auch durch ihren eigenen Verdienst. Sie hatte sich den Helm aufsetzen und das Display vor ihre Augen klappen müssen, denn alle wichtige Informationen, das HUD, wurde auf dem Visier des Helms angezeigt. Und zusätzlich hatte sie den Torsoteil ihrer Rüstung angelegt. Sie befürchtete zwar keinen Angriff durch die Passagiere, würden die dadurch doch wohl ihren eigenen Tod herbeiführen, doch diese Rüstung schützte sie auf eine andere Art. In ihm war ein Antigrav-Schirm eingebaut, und Lyra konnte nicht sicher sagen, dass die Maschine die ungewöhnliche Mischung des Treibstoffes vertrug, oder ob nicht doch irgendwo Sand in die Maschine geraten war. Es war eine Vorsichtsmaßnahme, auch wenn sie wusste, dass, sollte sie den Absturz der Maschine überleben, sie wohl in der Wüste sterben würde. Es war nichts weiter als ein Austausch der Todesarten, doch es spielte ihr zumindest die Möglichkeit zu überleben vor.<br />
In der Pause, die sie einlegen mussten, überprüfte sie die Motoren so gut es ging und bereitete alles für den weiteren Flug vor. Nachdem sie mit einem Blick auf die Karte, welche sie vor ihrer Abreise ergattern konnte, feststellte, ob sie überhaupt noch am richtigen Kurs waren, bemerkte sie im Innenraum die leere Wasserflasche, welche die Insassen wohl untereinander weitergereicht hatten. Jetzt waren sie draußen, pumpten Treibstoff in den Tank. Erbärmlich... hätten sie die Pilotin gefragt, hätte sie ihnen einen Schlauch gegeben, der von alleine Treibstoff ansaugte. Doch.. irgendwie taten ihr die Personen auch leid. Sollte sie ihnen helfen? Was hätte sie denn davon? Sie kannte die Personen doch gar nicht!<br />
Das Mitleid überwog, und so öffnete sie eine Truhe, welche sich unter der Sitzbank befand. Ein Schwall kühler Luft stieg ihr entgegen, als sie die Kiste öffnete. Im inneren befanden sich die gekühlten Vorräte, welche sie mitgenommen hatte, als sie aus Gohmor wegflog. Die Hälfte hatte sie verbraucht... aber es würde reichen... Wenn die Passagiere zurückkamen, würde jeder von ihnen auf seinem Platz, oder zumindest dort, wo dieser sein sollte, wenn sie normal beisammen gesessen wären, zwei kleine Flaschen mit kühlem, reinen Wasser, sowie einer zweigängigen Nahrungsration vorfinden. Man könnte das wohl als kleines Geschenk der Pilotin sehen.<br />
Nach einem wieder endlos dauerndem Flug sollte es endlich so weit sein: Die Stadt kam in Sicht. Noch davor bekam Lyra die technologische Bestätigung, dass sie am richtigen Weg war, da sie irgendjemand mit seinen elektronischen Augen beobachtete. Sollte sie das beunruhigen oder beruhigen? Sie entschied sich für letzteres, als sie die Aufforderung erhielt, den Schlüssel durchzugeben. Das hieß, dass man nicht auf sie schoss. Lyra gab ihren eigenen Schlüssel durch, da sie von diesem sicher sagen konnte, dass er stimmte. Möglicherweise hatte der Mann, von dem die Rasankuri den anderen Schlüssel hatten, in der Stunde seines Todes gelogen, um noch im Tod gegen Herätiker vorgehen zu können. Wer wusste das schon... Die einzige Person, die das sagen konnte, war nun wohl tot.<br />
Der Luftraum war stark befüllt, mochte man meinen. Für Lyra ähnelte dies vielmehr dem Nachtverkehr an einem Wochentag. Sie hatten wohl Glück, denn sie kamen nicht zur „High-Time“, in der die Bewohner gerade am Weg zur Arbeit oder nach Hause waren. Aber gut, die meisten fuhren ohnehin mit dem Zug. Und so reihte sich Lyra mit ihrer Maschine in den Leitstrahl und damit in den Verkehr ein. Es tat irgendwie wieder gut, in der Zivilisation zu sein, und auch das Dataslate an ihrem Arm bemerkte dies, denn es begann zu piepsen. Ein wenig zu oft, wie Lyra befand, piepste es doch beinahe eine Minute lang unentwegt. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Wie es sich anhört, ist die Welt anscheinend gerade am Abgrund, oder irgendjemand wollte wohl wirklich dringend mit mir reden.“</span><br />
Nein, die Welt wahr wohl nicht direkt am Abgrund, aber sie hatte extrem viele Nachrichten erhalten. So lange war sie doch gar nicht weg!<br />
Dann verlangte wieder der Flug ihre Aufmerksamkeit, auch wenn es hier in der Stadt um einiges einfacher war, musste sie doch nicht auf elektromagnetische Felder achten. Hier gab es Stahl, unmengen von Stahl. Oben, Unten, Links, Rechts, einfach überall. Und schließlich leitete sie der Parkstrahl zu der Landeplattform. Es war die typische, auf Effizienz ausgelegte Plattform, wie ein Parkhaus für Autos, nur dass eine Wand fehlte und man durch diese Loch hinein flog. Im Schritttempo bugsierte Lyra die Maschine hinein, sowohl oberhalb, als auch unterhalb vom Flieger nicht mehr als ein halber Meter Platz, doch es sollte reichen. Und nachdem sie gelandet waren, schaltete Lyra erleichtert die Turbinen aus und öffnete per Knopfdruck die beiden Seitentüren, durch welche die Passagiere das Fahrzeuginnere verlassen könnten. Sie selbst stieg durch die Cockpittüre aus, nichts weiter als der seitliche Teil vom Glas, welcher hochgeklappt wurde. Ihre Haare pickten an ihrem Kopf, als sie den Helm abnahm und gemeinsam mit dem Brustteil, welcher sich leider nicht ganz so leicht abnehmen ließ, wieder in das Cockpit legte. Genüsslich streckte sie sich, während die Stimme des Lautsprechers erklang <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Sie befinden sich auf Ebene 183 Sektion 4 im 23. Bezirk. Einen schönen Aufenthalt. Der Imperator beschützt.“</span><br />
Dann erst betrachtete Lyra das Display an ihrem Arm. Wieso hatte es so oft gepiepst? Ah ja... da war der Grund... etwas mehr als 40 Nachrichten... und natürlich die neuesten Ausgaben des Gohmor Guardian. Aber das brauchte sie jetzt nicht... was sie brauchte war ein angenehmen Bad.<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">“Ich kann uns ein Taxi rufen, falls ihr irgendwohin wollt. Wenn wir übernachten müssen, hätte ich auch eine kleine Wohnung. Etwas eng, wenn wir so viele sind, aber nicht so eng wie im Flieger gerade.“</span><br />
Doch sie machte sich nicht allzu große Hoffnungen. Was immer der Fürst vor hatte... er würde wohl nicht allzu lange damit warten.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Hafen]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=544</link>
			<pubDate>Fri, 01 Jan 2010 17:52:08 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=138"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=544</guid>
			<description><![CDATA[<a href="http://www.board-4you.de/v63/boards/226/thread.php?sid=&amp;postid=7216#post7216" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">--&gt;Von hier</a><br />
<br />
Grok schlenderte an der Hafenanlage entlang. Überall konnte er Schiffe sehen, teils riesige Transportschiffe, teils einige Jachten vorwiegend von der Oberschicht Gohmor's. Seit mehr als 20 Minuten suchte er jetzt schon ein Schiff, dass nach Wallburg fahren würde. <span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Passt auf ihr Tölpel, die Ware darf nicht beschädigt werden, der Chef reißt mir den Kopf ab! Und macht schneller, das Zeug soll heute abend in Wallburg sein!</span></span> Grok konnte einen der vielen Lagermeister erkennen wie er einige ungeschickte Arbeiter zusammenschrie. <br />
Grok ging auf ihn zu, er hofft endlich ein Schiff gefunden zu haben. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Seien sie gegrüßt, Grok Furon ist mein Name, fährt ihr Schiff dort nach Wallburg? Ich müsste dringend dorthin, aus persönlichen Gründen.</span> Er fragte etwas vorsichtig, da ihm das Rumgeschreie von dem durchaus Respekt eingeflößt hat. Er legte ein freundliches Lächeln auf und zog seine Reisetasche vorsichtig etwas näher an den Körper, als müsste er fürchten ihm wolle jemand diese klauen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href="http://www.board-4you.de/v63/boards/226/thread.php?sid=&amp;postid=7216#post7216" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">--&gt;Von hier</a><br />
<br />
Grok schlenderte an der Hafenanlage entlang. Überall konnte er Schiffe sehen, teils riesige Transportschiffe, teils einige Jachten vorwiegend von der Oberschicht Gohmor's. Seit mehr als 20 Minuten suchte er jetzt schon ein Schiff, dass nach Wallburg fahren würde. <span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Passt auf ihr Tölpel, die Ware darf nicht beschädigt werden, der Chef reißt mir den Kopf ab! Und macht schneller, das Zeug soll heute abend in Wallburg sein!</span></span> Grok konnte einen der vielen Lagermeister erkennen wie er einige ungeschickte Arbeiter zusammenschrie. <br />
Grok ging auf ihn zu, er hofft endlich ein Schiff gefunden zu haben. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Seien sie gegrüßt, Grok Furon ist mein Name, fährt ihr Schiff dort nach Wallburg? Ich müsste dringend dorthin, aus persönlichen Gründen.</span> Er fragte etwas vorsichtig, da ihm das Rumgeschreie von dem durchaus Respekt eingeflößt hat. Er legte ein freundliches Lächeln auf und zog seine Reisetasche vorsichtig etwas näher an den Körper, als müsste er fürchten ihm wolle jemand diese klauen.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Subsektor 335, Unterebene 12]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=432</link>
			<pubDate>Tue, 19 May 2009 15:24:03 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=50"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=432</guid>
			<description><![CDATA[Mit stark überhöhter Geschwindigkeit, rauschte ein wahrscheinlich überladender Schwertransporter durch die menschenleeren <a href="http://www.board-4you.de/v63/boards/226/thread.php?threadid=479&amp;sid=" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Straßen des Industriegebiets</a> . Berge von verrottendem Müll bedeckten den Straßenrand, auch wenn nicht jedes der herumliebenden Bündel tote Materie war. Erst langsam, dann immer schneller schälten sich kleine Schatten, ausgemergelte Kinder und verwahrloste Arme aus den Nebengassen und unter diversen Müllhaufen hervor, um die wenigen Kohlen aufzusammeln, welche in der einen oder anderen Kurve von ihrem Transporter gerutscht waren. Nur um dann ebenso schnell wieder im Schatten zu verschwinden, in der Hoffnung zumindest einen Teil der Beute in Sicherheit bringen zu können. Hier im Schatten einer kleinen Einfahrt, stand eine aufrechte Gestalt, verschluckt von Dunkelheit und leichtem Dunst. Aus der Ferne betrachtet konnte man die reglose Gestalt fast für einen Geist halten, der im Schatten auf der Jagd nach einer Seele war. <br />
Aus seiner Deckung heraus beobachtete Naradas die endlose Reihe anonymer Stahltore, hinter welchen sich verschiedene Fahrzeugdepots, darunter auch das, hinter dem sich angeblich auch ein Gefährt für sie befinden sollte. Mittlerweile verharrte er schon eine halbe Stunde am Ausgang der schmalen Gasse durch die er hierher gekommen war und wartete. Es schien schon eine Ewigkeit zu dauern, seit er RS-47 auf die andere Seite geschickt hatte. In der Zwischenzeit hatte er provisorisch seine Wunden versorgt, und hatte entdeckt,  dass er unglaublicherweise außer blauen Flecken, zahlreichen Schrammen und dem Streifschuss am rechten Bein keinen schweren Schaden genommen hatte. Und auch der Streifschuss würde hoffentlich in den nächsten Tagen verheilen. Zumindest wenn er die Verletzung desinfizieren und sauber verbinden konnte. Wenn es sich bei dem Angebot des Fremden also um keine Falle handelte, so würde er sicherlich Zugriff auf ein Medikit und einige Vorräte bekommen. Und schon Morgen um diese Zeit würde er in der Wüste unter einer Palme liegen, und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Bei dem Gedanken musste Naradas breit Grinsen. Es musste schon einiges geschehen, das er sich für die Aussicht begeistern könnte, Faul und in absoluter Sicherheit in der Sonne zu liegen und nichts zu tun. Menschen und vermutlich auch Xenos wie er brauchten den Kick eines Adrenalinstoßes, das Brennen welches ein solcher in den Adern entfachte und den Geist schärfte, wenn man am Rand eines psychischen Schocks stand, wenn Furcht bedeutungslos wurde und jede Faser seiner Selbst gefordert wurde. Und doch wünschte er sich nichts sehnlicher als zu schlafen, dem hämmernden Pochen in seinem Kopf zu entgehen und erst wieder aufzuwachen, wenn die Schmerzen vorbei waren. Waren das Schritte? Das Klopfen kleiner Füße auf dem Asphalt? Naradas Körper war mit einem mal gespannt wie eine Bogensehne. Der vierbeinige kleine Droide tauchte aus dem Nebel vor ihm auf.  <br />
<br />
<span style="color: crimson;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Meister, keine offensichtlich gefährliche Lebensform in der Nähe den Fahrzeugdepots, genauere Untersuchung war aufgrund mangelnder Hardware leider nicht möglich. Eine entsprechende Nachrüstung wäre wünschenswert, aber nicht mit dem aktuellen Energiehaushalt zu vereinbaren. Meine Konstruktion weist in dieser Hinsicht leichte Mängel auf, vor allem der Somatrac- Datendekoder hat einen vierzehn Prozent erhöhten Energieverbrauch gegenüber der Norm. Demnach ist der Verbliebene Energielevel entgegen der Erwartung auf nur noch acht Prozent dem Maximums gefallen…</span></span> <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Schon gut ich werde mich rechtzeitig um die Auswechslung der Energiezelle kümmern. Und was die Teile angeht, sobald es möglich ist auch darum.</span><br />
<br />
Naradas hob den Droiden vom Boden auf und hakte ihn wieder an den Gürtel. Dann atmete der tief durch und schritt entschlossen über die Straße in direkter Linie  aus die Schalttafel des angegebenen Depots zu.  Dort angelangt tippte er die vier Zahlen ein welche er vom Zettel auswendig gelernt hatte: 3 – 4 - 4 – 2<br />
Fast hatte er schon erwartet, dass einfach überhaupt nichts geschah, dann hob sich knirschend das schwere Rolltor neben ihm. Zwei Schritte später hatte er sich unter dem sich öffnenden Tor hindurchgebückt und auf der anderen Seite im inneren des Depots die Konsole auf schließen gestellt. Knapp bevor das Tor das letzte Licht von draußen ausschloss fand er den Lichtschalter, der das innere des Depots mit einer Reihe heller Lichtleisten erhellte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Mit stark überhöhter Geschwindigkeit, rauschte ein wahrscheinlich überladender Schwertransporter durch die menschenleeren <a href="http://www.board-4you.de/v63/boards/226/thread.php?threadid=479&amp;sid=" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url">Straßen des Industriegebiets</a> . Berge von verrottendem Müll bedeckten den Straßenrand, auch wenn nicht jedes der herumliebenden Bündel tote Materie war. Erst langsam, dann immer schneller schälten sich kleine Schatten, ausgemergelte Kinder und verwahrloste Arme aus den Nebengassen und unter diversen Müllhaufen hervor, um die wenigen Kohlen aufzusammeln, welche in der einen oder anderen Kurve von ihrem Transporter gerutscht waren. Nur um dann ebenso schnell wieder im Schatten zu verschwinden, in der Hoffnung zumindest einen Teil der Beute in Sicherheit bringen zu können. Hier im Schatten einer kleinen Einfahrt, stand eine aufrechte Gestalt, verschluckt von Dunkelheit und leichtem Dunst. Aus der Ferne betrachtet konnte man die reglose Gestalt fast für einen Geist halten, der im Schatten auf der Jagd nach einer Seele war. <br />
Aus seiner Deckung heraus beobachtete Naradas die endlose Reihe anonymer Stahltore, hinter welchen sich verschiedene Fahrzeugdepots, darunter auch das, hinter dem sich angeblich auch ein Gefährt für sie befinden sollte. Mittlerweile verharrte er schon eine halbe Stunde am Ausgang der schmalen Gasse durch die er hierher gekommen war und wartete. Es schien schon eine Ewigkeit zu dauern, seit er RS-47 auf die andere Seite geschickt hatte. In der Zwischenzeit hatte er provisorisch seine Wunden versorgt, und hatte entdeckt,  dass er unglaublicherweise außer blauen Flecken, zahlreichen Schrammen und dem Streifschuss am rechten Bein keinen schweren Schaden genommen hatte. Und auch der Streifschuss würde hoffentlich in den nächsten Tagen verheilen. Zumindest wenn er die Verletzung desinfizieren und sauber verbinden konnte. Wenn es sich bei dem Angebot des Fremden also um keine Falle handelte, so würde er sicherlich Zugriff auf ein Medikit und einige Vorräte bekommen. Und schon Morgen um diese Zeit würde er in der Wüste unter einer Palme liegen, und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Bei dem Gedanken musste Naradas breit Grinsen. Es musste schon einiges geschehen, das er sich für die Aussicht begeistern könnte, Faul und in absoluter Sicherheit in der Sonne zu liegen und nichts zu tun. Menschen und vermutlich auch Xenos wie er brauchten den Kick eines Adrenalinstoßes, das Brennen welches ein solcher in den Adern entfachte und den Geist schärfte, wenn man am Rand eines psychischen Schocks stand, wenn Furcht bedeutungslos wurde und jede Faser seiner Selbst gefordert wurde. Und doch wünschte er sich nichts sehnlicher als zu schlafen, dem hämmernden Pochen in seinem Kopf zu entgehen und erst wieder aufzuwachen, wenn die Schmerzen vorbei waren. Waren das Schritte? Das Klopfen kleiner Füße auf dem Asphalt? Naradas Körper war mit einem mal gespannt wie eine Bogensehne. Der vierbeinige kleine Droide tauchte aus dem Nebel vor ihm auf.  <br />
<br />
<span style="color: crimson;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"> Meister, keine offensichtlich gefährliche Lebensform in der Nähe den Fahrzeugdepots, genauere Untersuchung war aufgrund mangelnder Hardware leider nicht möglich. Eine entsprechende Nachrüstung wäre wünschenswert, aber nicht mit dem aktuellen Energiehaushalt zu vereinbaren. Meine Konstruktion weist in dieser Hinsicht leichte Mängel auf, vor allem der Somatrac- Datendekoder hat einen vierzehn Prozent erhöhten Energieverbrauch gegenüber der Norm. Demnach ist der Verbliebene Energielevel entgegen der Erwartung auf nur noch acht Prozent dem Maximums gefallen…</span></span> <br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Schon gut ich werde mich rechtzeitig um die Auswechslung der Energiezelle kümmern. Und was die Teile angeht, sobald es möglich ist auch darum.</span><br />
<br />
Naradas hob den Droiden vom Boden auf und hakte ihn wieder an den Gürtel. Dann atmete der tief durch und schritt entschlossen über die Straße in direkter Linie  aus die Schalttafel des angegebenen Depots zu.  Dort angelangt tippte er die vier Zahlen ein welche er vom Zettel auswendig gelernt hatte: 3 – 4 - 4 – 2<br />
Fast hatte er schon erwartet, dass einfach überhaupt nichts geschah, dann hob sich knirschend das schwere Rolltor neben ihm. Zwei Schritte später hatte er sich unter dem sich öffnenden Tor hindurchgebückt und auf der anderen Seite im inneren des Depots die Konsole auf schließen gestellt. Knapp bevor das Tor das letzte Licht von draußen ausschloss fand er den Lichtschalter, der das innere des Depots mit einer Reihe heller Lichtleisten erhellte.]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Rüstungsfertigungsanlage &quot;Rabenwerk&quot;]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=429</link>
			<pubDate>Mon, 11 May 2009 17:15:04 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=429</guid>
			<description><![CDATA[Spät Schicht, Mitternacht. Allein das niemals verstummende Hämmern der automatischen “Biegmaschinerien” hallte noch. Stählerne Lorenräder stoben quietschend im vorüber gleiten gleißend funkensprühende Spritzer. Irgendwo vernahm man noch das monotone Arbeitsmantra, sich selbst zentrifugierend, wider die eigene Achse drehend beständig wiederholend. “Arbeitsam ist Redlichkeit!”, knarzen, zischend, Bänder drehend, “Ein unproduktiver Tag ist ein vergeudeter Tag!”, kurbeln, hämmern, zischen, Feuersbrunst, flüssiges Stahl, “Der Imperator entlohnt euer Herzblut und euren Schweiß!”, aufjaulend stanzten mächtige Pressluftturbinen armdicke Bolzen durch dezimeterstarke Ablativplatten, robotisch Fertigungsarme spulten im Akkord Panzerketten um dafür vorgesehene Gewinde, “Zum Wohle des Imperiums, zur Ewigkeit der Menschheit!”. Über jenen höllisch anmutenden Apparaturen und jenem rotglühenden Inferno ungefertigter Rüstungselemente, spannte sich ein auf Drahtgittern ruhender Aufsichtsbalkon, auf welchem wiederum zwei viel zu verschnörkelte Gestalten zu geruhen schienen. Eine davon hatte dieses überaus typische, schmierige Gossenadel aussehen, der Bursche nannte sich Alejandro Vargini, jener Zweiter hingegen, wies genetisch bedingte Würde auf, entspannte sich kaum im stehen, und besaß eine Bussardartige Hakennase von astronomischem Ausmaß, das sie ihm geradezu auf den geblähten Oberlippen klebte. Dieser hielt jedoch ebenso eine mit schwarzem Edelleder bespannte “Schachtel” in seinen Händen, während ersterer abermals nervös auf seine eingesteckte Taschenuhr linste…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Spät Schicht, Mitternacht. Allein das niemals verstummende Hämmern der automatischen “Biegmaschinerien” hallte noch. Stählerne Lorenräder stoben quietschend im vorüber gleiten gleißend funkensprühende Spritzer. Irgendwo vernahm man noch das monotone Arbeitsmantra, sich selbst zentrifugierend, wider die eigene Achse drehend beständig wiederholend. “Arbeitsam ist Redlichkeit!”, knarzen, zischend, Bänder drehend, “Ein unproduktiver Tag ist ein vergeudeter Tag!”, kurbeln, hämmern, zischen, Feuersbrunst, flüssiges Stahl, “Der Imperator entlohnt euer Herzblut und euren Schweiß!”, aufjaulend stanzten mächtige Pressluftturbinen armdicke Bolzen durch dezimeterstarke Ablativplatten, robotisch Fertigungsarme spulten im Akkord Panzerketten um dafür vorgesehene Gewinde, “Zum Wohle des Imperiums, zur Ewigkeit der Menschheit!”. Über jenen höllisch anmutenden Apparaturen und jenem rotglühenden Inferno ungefertigter Rüstungselemente, spannte sich ein auf Drahtgittern ruhender Aufsichtsbalkon, auf welchem wiederum zwei viel zu verschnörkelte Gestalten zu geruhen schienen. Eine davon hatte dieses überaus typische, schmierige Gossenadel aussehen, der Bursche nannte sich Alejandro Vargini, jener Zweiter hingegen, wies genetisch bedingte Würde auf, entspannte sich kaum im stehen, und besaß eine Bussardartige Hakennase von astronomischem Ausmaß, das sie ihm geradezu auf den geblähten Oberlippen klebte. Dieser hielt jedoch ebenso eine mit schwarzem Edelleder bespannte “Schachtel” in seinen Händen, während ersterer abermals nervös auf seine eingesteckte Taschenuhr linste…]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Red Cards -alles für den Söldner-]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=402</link>
			<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 14:41:11 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=402</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-size: 6pt;" class="mycode_size">[CENTER]RED CARDS [/CENTER] </span> </span> </span> <br />
<br />
Das Büro der Red Cards macht nicht viel her. Heruntergekommene Räumlichkeiten in einem schäbigen Megabürokomplex, wie es so viele in Gohmor gibt. Fragt man beim Hauswart nach Major Lucky so schick er einen in das 122 Stockwerk und eben jenes Büro. Lucky ist natürlich kein richtiger Major. Den Namen hat er durch die Uniformsjacke erhalten, ohne welche man ihn fast nie sieht. Diese gehört dereinst einem Major und es gibt die wildesten Gerüchte darüber was es damit auf sich hat. Hat er sie einem Offizier abgenommen? Oder war er einst selbst dieser Offizier? Ihn selbst jedenfalls wird man wohl an seinem Schreibtisch antreffen wo er, die Füße auf dem Tisch geparkt, im Dunst von LHO-Rauch und Bulag Whisky sitzt.       <br />
<br />
[CENTER]<a href="http://www.bilder-hochladen.net/files/7b0y-25-jpg.html" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/7b0y-25.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: 7b0y-25.jpg]" class="mycode_img" /></a> [/CENTER] <br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Du willst'n Job? Scheiße Mann, jeder will nen Job von mir. Und natürlich bist du der härteste Merc im ganzen Misthaufen von Imperium. Nagut, pflanz dich hin und sperr die Ohren auf, ich wiederhole mich aus Prinzip nicht, also stell dein Hirn auf Empfang. Ich erklär dir mal wie die Sache auf Koron läuft. Zu tun gibt's genug auf dieser radioaktiven Dreckskugel, das is Fakt. Jeder Wichser hat hier prinzipiell mehr Feinde als Freunde. Wer es sich leisten kann sorgt also dafür, dass das mit den Feinden nicht überhand nimmt. Die Kohle liegt quasi auf der Straße. <br />
Falsch Mann... so was von falsch. <br />
Das Blöde ist nämlich das die Feinde von denen die unsereins anheuern meist genug Kohle haben um andere wie uns anzuheuern. Na klar bist du übel genug drauf um auf eigene Rechnung loszuziehen. Frag mich ob die Bullen deinen Kadaver aus'm Hafen fischen bevor die Suppe dich auflöst. Glaub mir Kumpel, auf eigene Faust wirst du nicht alt. Nicht auf Koron und schon gar nicht in Gohmor. Sonst hätten wir wohl kaum die Red Cards gegründet. Gleich mal vorne weg, bei uns hast du keine bindenden Verpflichtungen. Kannst jeder Zeit bei ner anderen Truppe anheuern wenn's dich glücklich macht. Solltest dann aber mir, oder einen von den Jungs, nicht vor die Flinte laufen. Wenn du Kameradschaft willst kannst du dich ja zu PVS melden. <br />
Okay nachdem wir uns soweit verständigt haben kommen wir zur Sache. <br />
Die Red Cards bekommen zehn Prozent des Solds. Dafür besorgen wir dir Aufträge. Wir achten darauf das es nur Jobs sind bei denen auch eine Chance besteht das du ohne zuviel Löcher zurückkommst. Außerdem kämpfen keine Red Cards gegeneinander, da haben wir ein Auge drauf. Wir stellen auch Teams zusammen. Mehr Jungs bedeuten größere Aufträge und damit mehr Schotter. Dürfte klar sein. Wir sind aber nicht der Ordo Hospitalis, soll heißen wir hauen dich nicht raus wenn du in der Scheiße steckst, wir stellen kein Unterkünfte, Waffen oder Munition. Um solches Zeug musst du dich schon selber kümmern. <br />
So jetzt liegt es bei dir, wenn du dabei bist mach dein Zeichen. Damit wir dich mit in die Liste aufnehmen können. Wenn du Fracksausen bekommen hast dann mach den Hautsegler und zieh Leine. Bei den Red Cards haben wir keinen Platz für Feiglinge.    </span><br />
[CENTER]----------[/CENTER]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b"><span style="color: red;" class="mycode_color"><span style="font-size: 6pt;" class="mycode_size">[CENTER]RED CARDS [/CENTER] </span> </span> </span> <br />
<br />
Das Büro der Red Cards macht nicht viel her. Heruntergekommene Räumlichkeiten in einem schäbigen Megabürokomplex, wie es so viele in Gohmor gibt. Fragt man beim Hauswart nach Major Lucky so schick er einen in das 122 Stockwerk und eben jenes Büro. Lucky ist natürlich kein richtiger Major. Den Namen hat er durch die Uniformsjacke erhalten, ohne welche man ihn fast nie sieht. Diese gehört dereinst einem Major und es gibt die wildesten Gerüchte darüber was es damit auf sich hat. Hat er sie einem Offizier abgenommen? Oder war er einst selbst dieser Offizier? Ihn selbst jedenfalls wird man wohl an seinem Schreibtisch antreffen wo er, die Füße auf dem Tisch geparkt, im Dunst von LHO-Rauch und Bulag Whisky sitzt.       <br />
<br />
[CENTER]<a href="http://www.bilder-hochladen.net/files/7b0y-25-jpg.html" target="_blank" rel="noopener" class="mycode_url"><img src="http://www.bilder-hochladen.net/files/thumbs/7b0y-25.jpg" loading="lazy"  alt="[Bild: 7b0y-25.jpg]" class="mycode_img" /></a> [/CENTER] <br />
<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Du willst'n Job? Scheiße Mann, jeder will nen Job von mir. Und natürlich bist du der härteste Merc im ganzen Misthaufen von Imperium. Nagut, pflanz dich hin und sperr die Ohren auf, ich wiederhole mich aus Prinzip nicht, also stell dein Hirn auf Empfang. Ich erklär dir mal wie die Sache auf Koron läuft. Zu tun gibt's genug auf dieser radioaktiven Dreckskugel, das is Fakt. Jeder Wichser hat hier prinzipiell mehr Feinde als Freunde. Wer es sich leisten kann sorgt also dafür, dass das mit den Feinden nicht überhand nimmt. Die Kohle liegt quasi auf der Straße. <br />
Falsch Mann... so was von falsch. <br />
Das Blöde ist nämlich das die Feinde von denen die unsereins anheuern meist genug Kohle haben um andere wie uns anzuheuern. Na klar bist du übel genug drauf um auf eigene Rechnung loszuziehen. Frag mich ob die Bullen deinen Kadaver aus'm Hafen fischen bevor die Suppe dich auflöst. Glaub mir Kumpel, auf eigene Faust wirst du nicht alt. Nicht auf Koron und schon gar nicht in Gohmor. Sonst hätten wir wohl kaum die Red Cards gegründet. Gleich mal vorne weg, bei uns hast du keine bindenden Verpflichtungen. Kannst jeder Zeit bei ner anderen Truppe anheuern wenn's dich glücklich macht. Solltest dann aber mir, oder einen von den Jungs, nicht vor die Flinte laufen. Wenn du Kameradschaft willst kannst du dich ja zu PVS melden. <br />
Okay nachdem wir uns soweit verständigt haben kommen wir zur Sache. <br />
Die Red Cards bekommen zehn Prozent des Solds. Dafür besorgen wir dir Aufträge. Wir achten darauf das es nur Jobs sind bei denen auch eine Chance besteht das du ohne zuviel Löcher zurückkommst. Außerdem kämpfen keine Red Cards gegeneinander, da haben wir ein Auge drauf. Wir stellen auch Teams zusammen. Mehr Jungs bedeuten größere Aufträge und damit mehr Schotter. Dürfte klar sein. Wir sind aber nicht der Ordo Hospitalis, soll heißen wir hauen dich nicht raus wenn du in der Scheiße steckst, wir stellen kein Unterkünfte, Waffen oder Munition. Um solches Zeug musst du dich schon selber kümmern. <br />
So jetzt liegt es bei dir, wenn du dabei bist mach dein Zeichen. Damit wir dich mit in die Liste aufnehmen können. Wenn du Fracksausen bekommen hast dann mach den Hautsegler und zieh Leine. Bei den Red Cards haben wir keinen Platz für Feiglinge.    </span><br />
[CENTER]----------[/CENTER]]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Kathedrale]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=302</link>
			<pubDate>Wed, 17 Dec 2008 23:13:29 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=67"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=302</guid>
			<description><![CDATA[Harkon betrat den alten rieseigen Sakralbau auf einer der mittleren Ebenen Gohmors. Es waren nur wenige Gläubige anwesend und die meisten von ihnen waren in tiefe Gebete versunken. Die Einrichtung der "Septinanus-Kathedrale" wirkte alt und abgenutzt. Durch die dreckigen Bleiglasfenster an den Seiten fiel nur mäßig Licht herein. Die ausgeblichenen Farbmosaike der Fenster zeigten Abbildungen der Heiligen Sabbat . Es roch schwach nach Weihrauch und Kerzen. Die Kerzenständer waren mit vielen Lagen heruntergelaufenen Wachses bedeckt. Am Altar stand ein alter Priester und betrachtete stumm das Altarbild der Heiligen. <br />
<br />
Harkon durchschritt langsam das Kirchenschiff in Richtung Altar. In einiger Entfernung blieb er stehen und beschrieb das Zeichen des Aquilas. Der Priester hatte sich zu Harkon herumgedreht und nickte ihm freundlich zu.<span style="color: blue;" class="mycode_color">"Sei gegrüsst mein Sohn."</span> Harkon nahm den Blick von dem wunderschön gearbeitetem Altarbild. <span style="color: red;" class="mycode_color">"Hallo Vater"</span>, antwortete er. <span style="color: red;" class="mycode_color">"Ich hoffe, daß ich nicht störe! Ich wollte nur ein wenig zur Heiligen und dem Imperator beten."</span> Der Priester schüttelte den Kopf. <span style="color: blue;" class="mycode_color">"Nein, natürlich nicht. Es kommt nur so selten vor, daß ein Angehöriger der PVS hierher kommt."</span> <span style="color: red;" class="mycode_color">"Das glaube ich ihnen gerne. Aber ich hole mir oft im Gebet die Kraft, um das zu tun, was von mir verlangt wird"</span>, sagte Harkon. Erneut lächelte und nickte der Priester. <span style="color: blue;" class="mycode_color">"Wenn ich etwas für sie tun kann - jetzt oder irgendwann - dann sprich mich ruhig an."</span> Harkon blickte wieder zu dem Bildnis der Heiligen. <span style="color: red;" class="mycode_color">"Vielen Dank, Vater. Das werde ich. Bestimmt."</span> Indem der Priester das Zeichen des Aquilas beschrieb, verabschiedete er sich und ließ Harkon allein. <br />
<br />
Mit einem Seufzer ging Harkon auf dem harten Steinboden in die Knie und faltete die Hände zum Gebet.<br />
<br />
<span style="color: red;" class="mycode_color">"Betet zum Unsterblichen Imperator<br />
<br />
Denn er ist unser Beschützer<br />
<br />
Bewundert den Unsterblichen Imperator<br />
<br />
Für sein Opfer an die Menschheit<br />
<br />
Preiset den Unsterblichen Imperator<br />
<br />
Für seine Strenge Führung<br />
<br />
Ehret den Unsterblichen Imperator<br />
<br />
Für seine Ewigwährende Wacht<br />
<br />
Achtet den Unsterblichen Imperator<br />
<br />
Für seine Heilige Weisheit<br />
<br />
Lobet den Unsterblichen Imperator<br />
<br />
Für seine Unerschütterliche Kraft<br />
<br />
Verherrlicht den Unsterblichen Imperator<br />
<br />
Für seinen Allwissenden Blick<br />
<br />
Preiset den Unsterblichen Imperator<br />
<br />
Für seine Andauernde Herrschaft<br />
<br />
Heiligt den Unsterblichen Imperator<br />
<br />
Denn er ist unser Herr und Meister<br />
<br />
Betet zum Unsterblichen Imperator<br />
<br />
Denn ohne Ihn sind wir nichts"</span><br />
<br />
Als er diese Verse rezitiert hatte, die sein Vater ihm vor vielen, vielen Jahren lehrte, erhob er sich und Verlies ohne noch einmal den Blick zu heben den Tempelbau und begab sich zurück in die Kaserne.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Harkon betrat den alten rieseigen Sakralbau auf einer der mittleren Ebenen Gohmors. Es waren nur wenige Gläubige anwesend und die meisten von ihnen waren in tiefe Gebete versunken. Die Einrichtung der "Septinanus-Kathedrale" wirkte alt und abgenutzt. Durch die dreckigen Bleiglasfenster an den Seiten fiel nur mäßig Licht herein. Die ausgeblichenen Farbmosaike der Fenster zeigten Abbildungen der Heiligen Sabbat . Es roch schwach nach Weihrauch und Kerzen. Die Kerzenständer waren mit vielen Lagen heruntergelaufenen Wachses bedeckt. Am Altar stand ein alter Priester und betrachtete stumm das Altarbild der Heiligen. <br />
<br />
Harkon durchschritt langsam das Kirchenschiff in Richtung Altar. In einiger Entfernung blieb er stehen und beschrieb das Zeichen des Aquilas. Der Priester hatte sich zu Harkon herumgedreht und nickte ihm freundlich zu.<span style="color: blue;" class="mycode_color">"Sei gegrüsst mein Sohn."</span> Harkon nahm den Blick von dem wunderschön gearbeitetem Altarbild. <span style="color: red;" class="mycode_color">"Hallo Vater"</span>, antwortete er. <span style="color: red;" class="mycode_color">"Ich hoffe, daß ich nicht störe! Ich wollte nur ein wenig zur Heiligen und dem Imperator beten."</span> Der Priester schüttelte den Kopf. <span style="color: blue;" class="mycode_color">"Nein, natürlich nicht. Es kommt nur so selten vor, daß ein Angehöriger der PVS hierher kommt."</span> <span style="color: red;" class="mycode_color">"Das glaube ich ihnen gerne. Aber ich hole mir oft im Gebet die Kraft, um das zu tun, was von mir verlangt wird"</span>, sagte Harkon. Erneut lächelte und nickte der Priester. <span style="color: blue;" class="mycode_color">"Wenn ich etwas für sie tun kann - jetzt oder irgendwann - dann sprich mich ruhig an."</span> Harkon blickte wieder zu dem Bildnis der Heiligen. <span style="color: red;" class="mycode_color">"Vielen Dank, Vater. Das werde ich. Bestimmt."</span> Indem der Priester das Zeichen des Aquilas beschrieb, verabschiedete er sich und ließ Harkon allein. <br />
<br />
Mit einem Seufzer ging Harkon auf dem harten Steinboden in die Knie und faltete die Hände zum Gebet.<br />
<br />
<span style="color: red;" class="mycode_color">"Betet zum Unsterblichen Imperator<br />
<br />
Denn er ist unser Beschützer<br />
<br />
Bewundert den Unsterblichen Imperator<br />
<br />
Für sein Opfer an die Menschheit<br />
<br />
Preiset den Unsterblichen Imperator<br />
<br />
Für seine Strenge Führung<br />
<br />
Ehret den Unsterblichen Imperator<br />
<br />
Für seine Ewigwährende Wacht<br />
<br />
Achtet den Unsterblichen Imperator<br />
<br />
Für seine Heilige Weisheit<br />
<br />
Lobet den Unsterblichen Imperator<br />
<br />
Für seine Unerschütterliche Kraft<br />
<br />
Verherrlicht den Unsterblichen Imperator<br />
<br />
Für seinen Allwissenden Blick<br />
<br />
Preiset den Unsterblichen Imperator<br />
<br />
Für seine Andauernde Herrschaft<br />
<br />
Heiligt den Unsterblichen Imperator<br />
<br />
Denn er ist unser Herr und Meister<br />
<br />
Betet zum Unsterblichen Imperator<br />
<br />
Denn ohne Ihn sind wir nichts"</span><br />
<br />
Als er diese Verse rezitiert hatte, die sein Vater ihm vor vielen, vielen Jahren lehrte, erhob er sich und Verlies ohne noch einmal den Blick zu heben den Tempelbau und begab sich zurück in die Kaserne.]]></content:encoded>
		</item>
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