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		<title><![CDATA[Koron III - Der Palast des Hauses Orsius]]></title>
		<link>https://koron3.de/</link>
		<description><![CDATA[Koron III - https://koron3.de]]></description>
		<pubDate>Fri, 24 Apr 2026 06:16:44 +0000</pubDate>
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		<item>
			<title><![CDATA[Ratshalle]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=295</link>
			<pubDate>Thu, 26 Sep 2019 19:51:39 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=4"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=295</guid>
			<description><![CDATA[In vielerlei Hinsicht war die Ratshalle des Hauses Orsius ein Abbild des Hauses selbst. In Teilen ein beabsichtigtes Spiegelbild, in Teilen ein unbeabsichtigtes. Alle Proportionen waren gewaltig, wie für Riesen geschaffen. Doch wo andere Häuser sich mit barocken Schnörkeln und Zierwerk darin zu übertreffen versuchten dem imperialen Baustil nachzueifern, verzichtete Orsius auf derartiges Schwanzwedeln. <br />
Nackter Beton, kantig und unnachgiebig, war dominant. <br />
Die Beleuchtung fiel spärlich aus und betonte mehr die Düsternis, als dass sie Helligkeit schuf. An den Eingängen, die für Titanen geschaffen schienen, hielten Haussoldaten Wache. Keine gewöhnlichen Kämpfer, sondern die Angehörigen der Ehrenwache, denen man nachsagte durch Mesmerisieren und andere Methoden der Verstandsbeeinflussung, eine automatenhafte Loyalität eingepflanzt zu haben, die Furcht, Geheimnisverrat oder mangelnde Opferbereitschaft unmöglich machte. <br />
Sie trugen die dunkelroten Uniformen des Hauses, Brustplatten aus Messing, exotisch anmutende Laserwaffen und die geschlossenen Varianten der Haushelme, die ihnen das kopflastige Aussehen fremdartiger Insekten verliehen. <br />
Abgesehen von ihnen waren nur noch acht der neun Altvordern und der Hochherzog anwesend. Die gleichsam unbequemen wie langen Ränge aus Holz, welche für die niederen Hausangehörigen vorbehalten waren, lagen verwaist im Halbdunkel. <br />
Tagte die Hausversammlung, so war dies eine Angelegenheit von vielen Tagen, in denen Sitzungen aller, sich mit spezifischen Besprechungen und Beratungen abwechselten, deren Ergebnisse dann allen präsentiert und ausgewertet wurden. Alle Belange des Hauses, wirtschaftlich, politisch und militärisch wurden dabei begutachtet um jene, die etwas zu entscheiden und zu bestimmen hatten auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. <br />
Was jetzt stattfand war dabei das höchste Gremium und der Inhalt dieser Gespräche entschied nicht nur über das Weh und Wohl des Hauses, sondern auch über das Schicksal all jener, die direkt oder indirekt an dem hingen was Orsius tat. <br />
Betrachtete man es genau, war dies ganz Koron 3. <br />
Hochbaron Vladimir Orsius trat an das Rednerpult, welches für gewöhnlich zu den Rängen gedreht stand, sich aber auch zu den Emporen der Altvorderen wenden ließ, wenn es galt nur ihnen Bericht zu erstatten.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ihr Altvorderen, ihr Stimmen des Gewesenen und des Zukünftigen, ihr Lotsen des Hauses.</span> Spann er die rituelle Anrede, welche die Beratung offiziell eröffnete. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wie ihr alle wisst steht Kardinal Georg Prager unserem Haus wohlgesonnen gegenüber.<br />
<span style="color: skyblue;" class="mycode_color">Eher den Banketten und Ausfahrten, zu welchen er sich durch unser Haus einladen lässt.</span></span> Giftete Trunth von seiner Empore herab und das mechanische Rasseln seiner Beatmungsmaschiene übernahm dabei die Modellierung seiner Stimme. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">So ist es Ur-ur Großonkel. Doch ist jeder Schekel, denn wir in diese Stopfgans schieben ein gut investierter Schekel. Unsere Agenten sind in seiner Nähe mehr als reichlich platziert, treten sich fast schon gegenseitig auf die Füße. Dabei sind ihre Dienste kaum von Nöten, denn der Kardinal ist redselig. <br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color">Ja, aber nicht nur unserem Haus gegenüber.</span></span> Ließ sich eine weibliche Stimme hören, deren jugendlicher Klang ebenso wenig natürlichen Ursprung war, wie die Lungentätigkeit Trunths. <span style="color: orange;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Siris und seine Speichellecker haben genug Huren in ihren Reihen, um dem alten Narren jedes Geheimnis aus der Nase zu ziehen. </span><br />
<span style="color: tomato;" class="mycode_color">Und wir etwa nicht? </span> </span>Lachte ein unglaublich fetter Mann mit einer Stimme so tief, als käme sie aus einem Brunnenschacht. Kein geringerer als Altvorderer Julius Orgastus.  <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Doch, unsere Konkubinen stehen sogar auf der Favoritenliste des guten Georgs. Seine Vorlieben sind gegen über seinem Vorgängers weniger… nun sagen wir speziell, wodurch bereits ein hübsches Gesicht genügt ihm zum Plaudern zu bringen.<br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color">Alles sehr aufschlussreich, lieber Vladimir.</span></span> Warf die mädchenhaft klingende Manusia ein und verhehlte ihre Ungeduld nicht. <span style="color: orange;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Aber was hat er denn unseren Vögelchen ins Ohr geraunt, dass es diese Zusammenkunft bedingt? <br />
Wie ihr euch alle denken könnt, habe ich diverse Angelegenheiten zu regeln, die zeitlich prekär sind und meine uneingeschränkte Aufmerksamkeit fordern. </span><br />
Vergib mir Großcousine. Ich werde ohne Umschweife zum Kern kommen.<br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color">Dafür wäre ich dir überaus dankbar.</span><br />
Wie ihr wisst, ist der Kardinal der persönliche Beichtvater des Gouverneurs. Das beinhaltet neben der Absolution auch gemeinsame Lesungen heiliger Schriften, wie die 21 Betrachtungen des Leben Sepinaus, Der Pfad der Nelken, die Märtyrer der Küste und ähnliche Werke, die zur Selbstreflexion anregen. All dies erfordert einen erheblichen Aufwand, welcher symbolisch für die Ernsthaftigkeit des Glaubens steht, denn der Gouverneur mit den Milliarden seiner Untertanen teilt. Volk und Herrschaft in Demut zum Gottimperator geeint.</span> Schweigend wurden den Ausführungen des Großherzoges gefolgt, auch wenn eine nachlassende Geduld greifbar in der Luft hing, welche zu schreien schien, er möge auf den Punkt kommen. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wie wir aus absolut vertrauenswürdiger Quelle wissen, konnte der Kardinal dieser seiner Aufgabe seit geraumer Zeit nicht nachkommen. <br />
<span style="color: skyblue;" class="mycode_color">Was heißt seit geraumer Zeit?</span><br />
Seit seiner Amtseinführung hat er den Gouverneur nur einmal die Beichte abgenommen und dies ohne ihn zu sehen. <br />
<span style="color: burlywood;" class="mycode_color">Erkläre das!</span></span> Donnerte die Stimme des greisenhaften Raffael de Mundi Orsius, der bis jetzt ein schweigender Zuhörer gewesen war. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Kardinal kam seiner Pflicht in einem extra dafür neu angefertigen Beichtstuhl nach, welcher ihn zwar die Stimme des Gouverneurs hören ließ, aber nicht gestatte seiner angesichtig zu werden. Als er insistierte, dass die Absolution nur durch den Kuss auf den Amtsring vor den Augen des Imperators wirksam werden könne, intervenierten die anwesenden Ärzte de Vastaris. <br />
<span style="color: tomato;" class="mycode_color">Das ist ein Skandal! </span></span>Brüllte Julius Orgastus und seine Stimme, wie auch das Dröhnen seiner niederfahrenden Faust, echoten von den Kahlen Wänden der Kammer zurück. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">In der Tat!</span> fuhr Victor gefasst fort. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Kardinal protestierte selbstredend gegen so rüde Zurückweisungen durch gewöhnliches Personal, hatte in diesem Moment jedoch nicht die Möglichkeit mehr als eben dies zutun. Später entschuldigte sich seine Frau für das Verhalten der Mediziner, die ihrer Aussage nach nur das Wohl ihres edlen Patienten im Sinn hatten und sich daher vergaßen. Sie sicherte Strafen zu. <br />
<span style="color: skyblue;" class="mycode_color">Ein Fauxpas sondergleichen, ganz ohne Zweifel. Aber wo liegt die wahre Bedeutung dieser beschämenden kleinen Anekdote? </span><br />
Sie liegt darin, geliebte Ur- ur Großonkel, dass seit dem immer wieder Begründungen verschiedenster Art vorgeschützt wurden, die ein neuerliches Zusammentreffen des Kardinals und des Gouverneurs entgegen standen. <br />
Um noch genauer zu werden, hat seit fast einem Jahr kein Offizieller, sei es imperialer Abgesandter oder lokaler Amtsträger, den Gouverneur von Angesicht zu Angesicht gesehen. <br />
<span style="color: tomato;" class="mycode_color">Alle Welt sieht diesen goldgelockten Weichling tagtäglich. </span><br />
Oh gewiss. Im Vid oder auch fernmündlich bei Stabs- und Kabinettsbesprechungen. Holoprojektionen, offizielle Schreiben, Ansprachen an das Volk, sicher. Doch leibhaftig hat ihn seit Beginn der Horningkriese niemand mehr zu Augen bekommen. <br />
<span style="color: burlywood;" class="mycode_color">Du implizierst ein Verschwinden, eine schwere Krankheit oder bereits den Tod. <br />
Damit aber solltest du vorsichtig sein, mein Junge. Gouverneure, die sich von der Außenwelt abgeschottet haben und nur noch über Sprachrohre kommunizieren gibt es wie Sterne am Himmel. War nicht selbst der irre Cashies Rudo einer von diesen? </span><br />
Das war er und Terra gebe, dass wir nie wieder mit einem solchen Scheusal gestraft werden. Allerdings gab es selbst in den Tagen dieses paranoiden Wahnsinnigen Agenten aller namhaften Fraktionen, die ihn zumindest leibhaftig sahen. <br />
Bei de Wajari steht sein emporgekommenes Weib vor allen solchen Bemühungen. Sie kommt einen Wachhund gleich, der jedweden Versuch einer Annäherung an den Gouverneur vereitelt. <br />
<span style="color: skyblue;" class="mycode_color">Wenn es stimmt was du andeutest und der Gouverneur im Sterben liegt oder bereits tot ist, dann wäre Elisabeth Emilia eine Usurpatorin, die ganz Koron 3 als Königin aus den Schatten regiert.</span><br />
<span style="color: tomato;" class="mycode_color">Dann würde es natürlich zu handeln gelten. Die Tore des weißen Palastes einschlagen und die Unterdrückerin der Gerechtigkeit überantworten. Danach Neuwahlen im Adelsrat. Kurz und gut. </span><br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color">Gemach, Gemach, mein lieber Julius. <br />
Ich schätze deine einfache Sicht der Welt ebenso wie alle anderen hier, doch ganz so simpel ist es nicht. Nur einmal angenommen wir nötigen den weißen Palast dazu uns einen klaren Beweis zu liefern, dass der Gouverneur gesund und wohl auf ist und man verweigert uns eben diesen Beweis…</span><br />
<span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Dann bedeutete das Gesichtsverlust. </span> </span>De Campo ließ sich hören und als er sich vorbeugte verlieh die Beleuchtung von unten seinem Gesicht das Aussehen eines ausgemergelten Raubvogels.<span style="color: limegreen;" class="mycode_color"> <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Um die Ehre des Hauses nach einem solchen Begehren zu wahren, müssten wir nach Weigerung Taten sprechen lassen. Ein Putsch!</span><br />
<span style="color: tomato;" class="mycode_color">Eine Wiederherstellung geltenden Rechts.</span><br />
<span style="color: skyblue;" class="mycode_color">Nur der Gouverneur tatsächlich tot wäre. </span><br />
<span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Wäre er das aber nicht, dann fände sich das Haus in der Rolle des Aggressors und des Gesetzesbrechers. Wir wären Freiwild. </span><br />
<span style="color: burlywood;" class="mycode_color">Und selbst wenn nicht. Nur einmal angenommen  Elisabeth würde auf Widerstand setzen. Wie sähen unsere Chancen aus einen Kampf um Gohmor kurz und schmerzlos zu entscheiden?</span><br />
Nicht sonderlich gut. <br />
Geht man davon aus, dass sie Siris und deren Lakaienhäuser auf ihrer Seite hat, plus der loyalen PVS- Einheiten, so stünden die Chancen eins zu eins. <br />
Hinzu kommt die Bevölkerung der Stadt. Das Weib ist für die Massen so etwas wie eine Heilige. Generalstreik und Revolte könnten drohen.<br />
Auch ist die Zeit auf ihrer Seite. Würde sich ein Handstreich zu einem Bürgerkrieg auswachsen, so müsste sie nur an richtiger Stelle von einem neuen Krieg der Häuser schreien und das Imperium würde einschreiten und kaum auf die lokale Rechtsprechung Korons schauen. <br />
<span style="color: tomato;" class="mycode_color">Mit anderen Worten, dieses Miststück hat uns in eine Sackgasse manövriert. </span><br />
<span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Zumindest was ein ungestümes Vorgehen angeht <br />
 und wenn diese Spekulation der Wahrheit entspricht.</span></span><br />
<br />
Wirt fortgesetzt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[In vielerlei Hinsicht war die Ratshalle des Hauses Orsius ein Abbild des Hauses selbst. In Teilen ein beabsichtigtes Spiegelbild, in Teilen ein unbeabsichtigtes. Alle Proportionen waren gewaltig, wie für Riesen geschaffen. Doch wo andere Häuser sich mit barocken Schnörkeln und Zierwerk darin zu übertreffen versuchten dem imperialen Baustil nachzueifern, verzichtete Orsius auf derartiges Schwanzwedeln. <br />
Nackter Beton, kantig und unnachgiebig, war dominant. <br />
Die Beleuchtung fiel spärlich aus und betonte mehr die Düsternis, als dass sie Helligkeit schuf. An den Eingängen, die für Titanen geschaffen schienen, hielten Haussoldaten Wache. Keine gewöhnlichen Kämpfer, sondern die Angehörigen der Ehrenwache, denen man nachsagte durch Mesmerisieren und andere Methoden der Verstandsbeeinflussung, eine automatenhafte Loyalität eingepflanzt zu haben, die Furcht, Geheimnisverrat oder mangelnde Opferbereitschaft unmöglich machte. <br />
Sie trugen die dunkelroten Uniformen des Hauses, Brustplatten aus Messing, exotisch anmutende Laserwaffen und die geschlossenen Varianten der Haushelme, die ihnen das kopflastige Aussehen fremdartiger Insekten verliehen. <br />
Abgesehen von ihnen waren nur noch acht der neun Altvordern und der Hochherzog anwesend. Die gleichsam unbequemen wie langen Ränge aus Holz, welche für die niederen Hausangehörigen vorbehalten waren, lagen verwaist im Halbdunkel. <br />
Tagte die Hausversammlung, so war dies eine Angelegenheit von vielen Tagen, in denen Sitzungen aller, sich mit spezifischen Besprechungen und Beratungen abwechselten, deren Ergebnisse dann allen präsentiert und ausgewertet wurden. Alle Belange des Hauses, wirtschaftlich, politisch und militärisch wurden dabei begutachtet um jene, die etwas zu entscheiden und zu bestimmen hatten auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. <br />
Was jetzt stattfand war dabei das höchste Gremium und der Inhalt dieser Gespräche entschied nicht nur über das Weh und Wohl des Hauses, sondern auch über das Schicksal all jener, die direkt oder indirekt an dem hingen was Orsius tat. <br />
Betrachtete man es genau, war dies ganz Koron 3. <br />
Hochbaron Vladimir Orsius trat an das Rednerpult, welches für gewöhnlich zu den Rängen gedreht stand, sich aber auch zu den Emporen der Altvorderen wenden ließ, wenn es galt nur ihnen Bericht zu erstatten.<br />
<br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Ihr Altvorderen, ihr Stimmen des Gewesenen und des Zukünftigen, ihr Lotsen des Hauses.</span> Spann er die rituelle Anrede, welche die Beratung offiziell eröffnete. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wie ihr alle wisst steht Kardinal Georg Prager unserem Haus wohlgesonnen gegenüber.<br />
<span style="color: skyblue;" class="mycode_color">Eher den Banketten und Ausfahrten, zu welchen er sich durch unser Haus einladen lässt.</span></span> Giftete Trunth von seiner Empore herab und das mechanische Rasseln seiner Beatmungsmaschiene übernahm dabei die Modellierung seiner Stimme. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">So ist es Ur-ur Großonkel. Doch ist jeder Schekel, denn wir in diese Stopfgans schieben ein gut investierter Schekel. Unsere Agenten sind in seiner Nähe mehr als reichlich platziert, treten sich fast schon gegenseitig auf die Füße. Dabei sind ihre Dienste kaum von Nöten, denn der Kardinal ist redselig. <br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color">Ja, aber nicht nur unserem Haus gegenüber.</span></span> Ließ sich eine weibliche Stimme hören, deren jugendlicher Klang ebenso wenig natürlichen Ursprung war, wie die Lungentätigkeit Trunths. <span style="color: orange;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Siris und seine Speichellecker haben genug Huren in ihren Reihen, um dem alten Narren jedes Geheimnis aus der Nase zu ziehen. </span><br />
<span style="color: tomato;" class="mycode_color">Und wir etwa nicht? </span> </span>Lachte ein unglaublich fetter Mann mit einer Stimme so tief, als käme sie aus einem Brunnenschacht. Kein geringerer als Altvorderer Julius Orgastus.  <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Doch, unsere Konkubinen stehen sogar auf der Favoritenliste des guten Georgs. Seine Vorlieben sind gegen über seinem Vorgängers weniger… nun sagen wir speziell, wodurch bereits ein hübsches Gesicht genügt ihm zum Plaudern zu bringen.<br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color">Alles sehr aufschlussreich, lieber Vladimir.</span></span> Warf die mädchenhaft klingende Manusia ein und verhehlte ihre Ungeduld nicht. <span style="color: orange;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Aber was hat er denn unseren Vögelchen ins Ohr geraunt, dass es diese Zusammenkunft bedingt? <br />
Wie ihr euch alle denken könnt, habe ich diverse Angelegenheiten zu regeln, die zeitlich prekär sind und meine uneingeschränkte Aufmerksamkeit fordern. </span><br />
Vergib mir Großcousine. Ich werde ohne Umschweife zum Kern kommen.<br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color">Dafür wäre ich dir überaus dankbar.</span><br />
Wie ihr wisst, ist der Kardinal der persönliche Beichtvater des Gouverneurs. Das beinhaltet neben der Absolution auch gemeinsame Lesungen heiliger Schriften, wie die 21 Betrachtungen des Leben Sepinaus, Der Pfad der Nelken, die Märtyrer der Küste und ähnliche Werke, die zur Selbstreflexion anregen. All dies erfordert einen erheblichen Aufwand, welcher symbolisch für die Ernsthaftigkeit des Glaubens steht, denn der Gouverneur mit den Milliarden seiner Untertanen teilt. Volk und Herrschaft in Demut zum Gottimperator geeint.</span> Schweigend wurden den Ausführungen des Großherzoges gefolgt, auch wenn eine nachlassende Geduld greifbar in der Luft hing, welche zu schreien schien, er möge auf den Punkt kommen. <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Wie wir aus absolut vertrauenswürdiger Quelle wissen, konnte der Kardinal dieser seiner Aufgabe seit geraumer Zeit nicht nachkommen. <br />
<span style="color: skyblue;" class="mycode_color">Was heißt seit geraumer Zeit?</span><br />
Seit seiner Amtseinführung hat er den Gouverneur nur einmal die Beichte abgenommen und dies ohne ihn zu sehen. <br />
<span style="color: burlywood;" class="mycode_color">Erkläre das!</span></span> Donnerte die Stimme des greisenhaften Raffael de Mundi Orsius, der bis jetzt ein schweigender Zuhörer gewesen war. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Kardinal kam seiner Pflicht in einem extra dafür neu angefertigen Beichtstuhl nach, welcher ihn zwar die Stimme des Gouverneurs hören ließ, aber nicht gestatte seiner angesichtig zu werden. Als er insistierte, dass die Absolution nur durch den Kuss auf den Amtsring vor den Augen des Imperators wirksam werden könne, intervenierten die anwesenden Ärzte de Vastaris. <br />
<span style="color: tomato;" class="mycode_color">Das ist ein Skandal! </span></span>Brüllte Julius Orgastus und seine Stimme, wie auch das Dröhnen seiner niederfahrenden Faust, echoten von den Kahlen Wänden der Kammer zurück. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">In der Tat!</span> fuhr Victor gefasst fort. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Der Kardinal protestierte selbstredend gegen so rüde Zurückweisungen durch gewöhnliches Personal, hatte in diesem Moment jedoch nicht die Möglichkeit mehr als eben dies zutun. Später entschuldigte sich seine Frau für das Verhalten der Mediziner, die ihrer Aussage nach nur das Wohl ihres edlen Patienten im Sinn hatten und sich daher vergaßen. Sie sicherte Strafen zu. <br />
<span style="color: skyblue;" class="mycode_color">Ein Fauxpas sondergleichen, ganz ohne Zweifel. Aber wo liegt die wahre Bedeutung dieser beschämenden kleinen Anekdote? </span><br />
Sie liegt darin, geliebte Ur- ur Großonkel, dass seit dem immer wieder Begründungen verschiedenster Art vorgeschützt wurden, die ein neuerliches Zusammentreffen des Kardinals und des Gouverneurs entgegen standen. <br />
Um noch genauer zu werden, hat seit fast einem Jahr kein Offizieller, sei es imperialer Abgesandter oder lokaler Amtsträger, den Gouverneur von Angesicht zu Angesicht gesehen. <br />
<span style="color: tomato;" class="mycode_color">Alle Welt sieht diesen goldgelockten Weichling tagtäglich. </span><br />
Oh gewiss. Im Vid oder auch fernmündlich bei Stabs- und Kabinettsbesprechungen. Holoprojektionen, offizielle Schreiben, Ansprachen an das Volk, sicher. Doch leibhaftig hat ihn seit Beginn der Horningkriese niemand mehr zu Augen bekommen. <br />
<span style="color: burlywood;" class="mycode_color">Du implizierst ein Verschwinden, eine schwere Krankheit oder bereits den Tod. <br />
Damit aber solltest du vorsichtig sein, mein Junge. Gouverneure, die sich von der Außenwelt abgeschottet haben und nur noch über Sprachrohre kommunizieren gibt es wie Sterne am Himmel. War nicht selbst der irre Cashies Rudo einer von diesen? </span><br />
Das war er und Terra gebe, dass wir nie wieder mit einem solchen Scheusal gestraft werden. Allerdings gab es selbst in den Tagen dieses paranoiden Wahnsinnigen Agenten aller namhaften Fraktionen, die ihn zumindest leibhaftig sahen. <br />
Bei de Wajari steht sein emporgekommenes Weib vor allen solchen Bemühungen. Sie kommt einen Wachhund gleich, der jedweden Versuch einer Annäherung an den Gouverneur vereitelt. <br />
<span style="color: skyblue;" class="mycode_color">Wenn es stimmt was du andeutest und der Gouverneur im Sterben liegt oder bereits tot ist, dann wäre Elisabeth Emilia eine Usurpatorin, die ganz Koron 3 als Königin aus den Schatten regiert.</span><br />
<span style="color: tomato;" class="mycode_color">Dann würde es natürlich zu handeln gelten. Die Tore des weißen Palastes einschlagen und die Unterdrückerin der Gerechtigkeit überantworten. Danach Neuwahlen im Adelsrat. Kurz und gut. </span><br />
<span style="color: orange;" class="mycode_color">Gemach, Gemach, mein lieber Julius. <br />
Ich schätze deine einfache Sicht der Welt ebenso wie alle anderen hier, doch ganz so simpel ist es nicht. Nur einmal angenommen wir nötigen den weißen Palast dazu uns einen klaren Beweis zu liefern, dass der Gouverneur gesund und wohl auf ist und man verweigert uns eben diesen Beweis…</span><br />
<span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Dann bedeutete das Gesichtsverlust. </span> </span>De Campo ließ sich hören und als er sich vorbeugte verlieh die Beleuchtung von unten seinem Gesicht das Aussehen eines ausgemergelten Raubvogels.<span style="color: limegreen;" class="mycode_color"> <span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Um die Ehre des Hauses nach einem solchen Begehren zu wahren, müssten wir nach Weigerung Taten sprechen lassen. Ein Putsch!</span><br />
<span style="color: tomato;" class="mycode_color">Eine Wiederherstellung geltenden Rechts.</span><br />
<span style="color: skyblue;" class="mycode_color">Nur der Gouverneur tatsächlich tot wäre. </span><br />
<span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Wäre er das aber nicht, dann fände sich das Haus in der Rolle des Aggressors und des Gesetzesbrechers. Wir wären Freiwild. </span><br />
<span style="color: burlywood;" class="mycode_color">Und selbst wenn nicht. Nur einmal angenommen  Elisabeth würde auf Widerstand setzen. Wie sähen unsere Chancen aus einen Kampf um Gohmor kurz und schmerzlos zu entscheiden?</span><br />
Nicht sonderlich gut. <br />
Geht man davon aus, dass sie Siris und deren Lakaienhäuser auf ihrer Seite hat, plus der loyalen PVS- Einheiten, so stünden die Chancen eins zu eins. <br />
Hinzu kommt die Bevölkerung der Stadt. Das Weib ist für die Massen so etwas wie eine Heilige. Generalstreik und Revolte könnten drohen.<br />
Auch ist die Zeit auf ihrer Seite. Würde sich ein Handstreich zu einem Bürgerkrieg auswachsen, so müsste sie nur an richtiger Stelle von einem neuen Krieg der Häuser schreien und das Imperium würde einschreiten und kaum auf die lokale Rechtsprechung Korons schauen. <br />
<span style="color: tomato;" class="mycode_color">Mit anderen Worten, dieses Miststück hat uns in eine Sackgasse manövriert. </span><br />
<span style="color: limegreen;" class="mycode_color">Zumindest was ein ungestümes Vorgehen angeht <br />
 und wenn diese Spekulation der Wahrheit entspricht.</span></span><br />
<br />
Wirt fortgesetzt]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Empfangslobby]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=60</link>
			<pubDate>Sat, 29 Aug 2009 18:44:25 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=102"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=60</guid>
			<description><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Schnabelmayer... das sagte ich ihnen doch!</span><br />
Die aufgesetzte Freundlichkeit der jungen Frau brachte in langsam aber sicher zur Weißglut. Sie stellte sich stur und wiederholte immer nur das sie ihn ohne Termin unmöglich vorlassen könnte. <br />
Der Professor hatte den Weg in die Orsiusresidenz eingeschlagen, nachdem man den Metamenschen noch vor der Tür abgewiesen hatte. Sein Plan, dass man den Brief weiterleiten würde, allein wegen des ungewöhnlichen Überbringers, ging damit nicht auf. Das er selbst auch vor so großen Problemen stehen würde, hatte er sich ebenfalls nicht ausgerechnet. Die beiden rotuniformierten Hausgardisten hatten die Hand zwar noch nicht an den Laserpistolen, doch ihre wachsamen Blicke verrieten dem Zoologen das sie bereit waren einen Spinner mehr aus dem Empfangshalle zu entfernen. Er bemühte sich daher nicht den Eindruck zu erwecken hysterisch zu sein. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bitte Fräulein, es ist von äußerster Wichtigkeit das sie der Dame wenigstens mein Hiersein melden. Ich bin sicher sie wäre alles andere als erfreut, erführe sie, dass ein schlimmer Schaden von ihr und nicht zuletzt dem ganzen Haus Orsius, hätte abgewendet werden können, wenn sie mich nur gemeldet hätten.</span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Schnabelmayer... das sagte ich ihnen doch!</span><br />
Die aufgesetzte Freundlichkeit der jungen Frau brachte in langsam aber sicher zur Weißglut. Sie stellte sich stur und wiederholte immer nur das sie ihn ohne Termin unmöglich vorlassen könnte. <br />
Der Professor hatte den Weg in die Orsiusresidenz eingeschlagen, nachdem man den Metamenschen noch vor der Tür abgewiesen hatte. Sein Plan, dass man den Brief weiterleiten würde, allein wegen des ungewöhnlichen Überbringers, ging damit nicht auf. Das er selbst auch vor so großen Problemen stehen würde, hatte er sich ebenfalls nicht ausgerechnet. Die beiden rotuniformierten Hausgardisten hatten die Hand zwar noch nicht an den Laserpistolen, doch ihre wachsamen Blicke verrieten dem Zoologen das sie bereit waren einen Spinner mehr aus dem Empfangshalle zu entfernen. Er bemühte sich daher nicht den Eindruck zu erwecken hysterisch zu sein. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">Bitte Fräulein, es ist von äußerster Wichtigkeit das sie der Dame wenigstens mein Hiersein melden. Ich bin sicher sie wäre alles andere als erfreut, erführe sie, dass ein schlimmer Schaden von ihr und nicht zuletzt dem ganzen Haus Orsius, hätte abgewendet werden können, wenn sie mich nur gemeldet hätten.</span>]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Die Orsiusgärten]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=424</link>
			<pubDate>Fri, 08 May 2009 17:37:08 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=93"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=424</guid>
			<description><![CDATA["monglor stieg als letzter aus dem Transportabteil der Kutsche. Trotz der Repulsoren neigte sich das Gefährt unter der nie gewogenen Masse des knapp zwei mal drei Meter messenden Ogryns. Ihm fiel dies selbstverständlich nicht selbst auf und auch keiner der Männer sagte etwas diesbezüglich, doch möchte ich dem Leser die Szenerie schildern, die ein wenig obskure, gleichzeitig aber auch belustigende Eindrücke hinterlässt. Ich möchte Sie an dieser Stelle einfach mal dazu ermutigen, in ihrer Fantasie einen gefühlt zwei Zentner schweren Fleischklops zu erzeugen, der aus der edlen Fertigung von einer Repulsorkutsche mit Teilhandarbeit steigt. Es erzeugt zweifellos einen ungewohnten Anblick. Die Art, mit der der Ogryn die hohe Kunst und Kultur unserer Menschheit betrachtet, grenzt trotz der Entschuldigung seiner beschränkten Natur fast an Beleidigung. Gut, dass meine Leserschaft dagegen vorzüglich kultiviert ist.<br />
Vorerst gibt es nichts weiter zu sagen, nur Stille..."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA["monglor stieg als letzter aus dem Transportabteil der Kutsche. Trotz der Repulsoren neigte sich das Gefährt unter der nie gewogenen Masse des knapp zwei mal drei Meter messenden Ogryns. Ihm fiel dies selbstverständlich nicht selbst auf und auch keiner der Männer sagte etwas diesbezüglich, doch möchte ich dem Leser die Szenerie schildern, die ein wenig obskure, gleichzeitig aber auch belustigende Eindrücke hinterlässt. Ich möchte Sie an dieser Stelle einfach mal dazu ermutigen, in ihrer Fantasie einen gefühlt zwei Zentner schweren Fleischklops zu erzeugen, der aus der edlen Fertigung von einer Repulsorkutsche mit Teilhandarbeit steigt. Es erzeugt zweifellos einen ungewohnten Anblick. Die Art, mit der der Ogryn die hohe Kunst und Kultur unserer Menschheit betrachtet, grenzt trotz der Entschuldigung seiner beschränkten Natur fast an Beleidigung. Gut, dass meine Leserschaft dagegen vorzüglich kultiviert ist.<br />
Vorerst gibt es nichts weiter zu sagen, nur Stille..."]]></content:encoded>
		</item>
		<item>
			<title><![CDATA[Das Treppenhaus]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=215</link>
			<pubDate>Sat, 01 Nov 2008 22:32:53 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=17"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=215</guid>
			<description><![CDATA[Keszler verließ sein Appartement in Begleitung seines Sergeanten. Keszler ging mit desinteressiertem Gesichtsausdruck die, mit rotem Teppich ausgelegten Gänge entlang, während schräg hinter ihm Regis mit ausdruckslosem Gesicht und aufrechtem Gang den neutralen Haussoldaten mimte. Ab und zu huschte ein Diener an den beiden vorbei, oder sie passierten die, hier in den oberen Ebenen häufig anzutreffenden Wachsoldaten des Hauses. Schließlich erreichte Keszler das gewaltige Treppenhaus den Palastes.<br />
Breite Treppen führten mit Marmornen Stufen nach unten. Die Geländer am Rand waren ebenfalls aus Marmor und mit goldenen Einlegearbeiten verziert. Die letzten fünf Stufen der Treppe wurden immer breiter und öffneten sich so in drei Richtungen.<br />
In der Mitte liefen meist, einer ungeschriebenen Regel folgend, die hohen Mitglieder und Würdenträger des Adelshauses. Weiter zum Rand hin waren Niederrangige Bewohner des Palastes anzutreffen – die Dienerschaft hatte ihr eigenes Treppenhaus. Keszler reihte sich, ganz seine Rolle vor Hieronymus entsprechend, eher zum Rand hin in die Ströme die die Treppen benutzten ein. Natürlich war Keszler klar, dass die „Tarnung“ in Anwesenheit Tarians bald auffliegen würde, da dieser Keszler als gleichwertig betrachten und ihn wahrscheinlich auch so ansprechen würde. Doch es ging Keszler um den ersten, unverfälschten Eindruck von Hieronymus. Die Entdeckung später würde sich auch noch interessante Rückschlüsse auf das Wesen des Neuen schließen lassen, doch die meiste Aufmerksamkeit würde dann Tarian gelten…<br />
Auf der richtigen Ebene angekommen stellte sich Keszler, der wie immer eine schmucklose Uniform und einen einfachen, schwarzen Ledermantel darüber. Die stechend blauen Augen huschten aufmerksam durch die Halle des Treppenhauses, auf der Suche nach Hieronymus, den er bisher nur von Bilder kannte. Praetus Regis hingegen stand steif und still wie eine Statue, genau so wie man es von einem Wächter erwarten würde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Keszler verließ sein Appartement in Begleitung seines Sergeanten. Keszler ging mit desinteressiertem Gesichtsausdruck die, mit rotem Teppich ausgelegten Gänge entlang, während schräg hinter ihm Regis mit ausdruckslosem Gesicht und aufrechtem Gang den neutralen Haussoldaten mimte. Ab und zu huschte ein Diener an den beiden vorbei, oder sie passierten die, hier in den oberen Ebenen häufig anzutreffenden Wachsoldaten des Hauses. Schließlich erreichte Keszler das gewaltige Treppenhaus den Palastes.<br />
Breite Treppen führten mit Marmornen Stufen nach unten. Die Geländer am Rand waren ebenfalls aus Marmor und mit goldenen Einlegearbeiten verziert. Die letzten fünf Stufen der Treppe wurden immer breiter und öffneten sich so in drei Richtungen.<br />
In der Mitte liefen meist, einer ungeschriebenen Regel folgend, die hohen Mitglieder und Würdenträger des Adelshauses. Weiter zum Rand hin waren Niederrangige Bewohner des Palastes anzutreffen – die Dienerschaft hatte ihr eigenes Treppenhaus. Keszler reihte sich, ganz seine Rolle vor Hieronymus entsprechend, eher zum Rand hin in die Ströme die die Treppen benutzten ein. Natürlich war Keszler klar, dass die „Tarnung“ in Anwesenheit Tarians bald auffliegen würde, da dieser Keszler als gleichwertig betrachten und ihn wahrscheinlich auch so ansprechen würde. Doch es ging Keszler um den ersten, unverfälschten Eindruck von Hieronymus. Die Entdeckung später würde sich auch noch interessante Rückschlüsse auf das Wesen des Neuen schließen lassen, doch die meiste Aufmerksamkeit würde dann Tarian gelten…<br />
Auf der richtigen Ebene angekommen stellte sich Keszler, der wie immer eine schmucklose Uniform und einen einfachen, schwarzen Ledermantel darüber. Die stechend blauen Augen huschten aufmerksam durch die Halle des Treppenhauses, auf der Suche nach Hieronymus, den er bisher nur von Bilder kannte. Praetus Regis hingegen stand steif und still wie eine Statue, genau so wie man es von einem Wächter erwarten würde.]]></content:encoded>
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		<item>
			<title><![CDATA[Die Einladung]]></title>
			<link>https://koron3.de/showthread.php?tid=66</link>
			<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 19:04:19 +0000</pubDate>
			<dc:creator><![CDATA[<a href="https://koron3.de/member.php?action=profile&uid=0"></a>]]></dc:creator>
			<guid isPermaLink="false">https://koron3.de/showthread.php?tid=66</guid>
			<description><![CDATA[Neugierig öffnete Claire den Umschlag und sah dann die kurze, aber makellose Einladung. Sie las die paar Zeilen die dort Standen wieder und wieder, doch sie konnte kaum glauben was dort stand. Noch viel unglaublicher waren die 100 Schekel die der Einladung beigefügt waren. Wer mochte sich denn aus dem mächtigen Hause Orsius für sie interessieren? Sie hatte doch hoffentlich niemanden aus diesem Hause beleidigt oder gar getötet. <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Nein, dann wäre ich jetzt tot und jeder wüsste warum. </span> <br />
Dies konnte nicht der Grund sein entschied sie. Ihr wurde schnell klar das man ihr wohl kaum Schaden wollen würde und selbst wenn, was könnte sie dagegen tun? Nein, dies war ihre Chance eine weitere Stufe aufzusteigen, weiter weg von dem Elend der Unterwelt. Ausserdem 100 Schekel, sie hatte sich schon für viel weniger in Gefahr gebracht oder verkauft, auch wenn sie sich, wie in der Einladung stand, angemessene Kleidung erstwürde kaufen müssen. Kleidung war das eine Problem, aber das weit aus kleinere, für das Geld würde Claire sich schön einkleiden können, zumindest angemessen. Ein ganz anderes Problem war ihre Herkunft, sie konnte Leute aufspüren, überwältigen oder umbringen wenn es sein musste, aber einfach nur gesittet mit dem Adel zu speisen hatte noch niemand von ihr verlangt.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Egal, du hattest auch bei der ersten Kopfgeldjagd keine Ahnung, wird schon werden Mädel Frechheit siegt</span> <br />
Claire war von der Möglichkeit zum erstenmal Dinge einzukaufen die sie eigentlich ncht brauchte fasziniert, doch so einfach wie sie sich das vorgestellt hatte war das nicht. Schon im ersten Laden machte man ihr sehr deutlich klar, dass sie sich in der Adresse geirrt haben müsse auch in den nächsten beiden Boutiquen widerfuhr ihr das selbe Schicksal, sie kam nicht einmal dazu die Geschäfte tatsächlich zu betreten. Allerdings hatte sie im letzten Schaufenster eine Kombination aus kurzem Abendkleid und Blouson gesehen die ihr gefiel und auch noch Geld für Wäsche und Schuhe übrig lies. Claire beschloss sich nicht von dem Verkäufer, der vor der Tür stand abwimmeln zu lassen und trat einen Schritt näher an ihn heran, so das ein eventueller Passant nicht die Pistole sehen konnte, die sie ihm gegen den Schritt drückte. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Ich finde es überaus Höflich von ihnen, das sie sich meiner annehmen und mich in Kleidungsfragen auch geren beraten wollen"</span>, erklärte sie ihm mit einem zuckersüßen, falschen Lächeln. <br />
<span style="color: orangered;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"A...Aber...Ja gerne werde ich sie beraten"</span></span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Das ist ausserordentlich liebens würdig von ihnen"</span> <br />
Sie kaufte das kurze, schwarze Kleid, das Blouson,  schwarze Spitzenwäsche und ein paar schwarze, schlichte Schuhe. Der Preis verschlug ihr zwar im ersten Moment den Atem, da sie nicht gewohnt war solche Summen zu bezahlen, wurde aber von den 100 Schekeln noch gerade so eben gedeckt.<br />
<br />
Am Nächsten Tag stand sie um genau 13:30 Uhr vor dem Palast der Orsius, unter dem Blouson trug sie das Halfter mit ihrer Waffe. Ihr war klar das man ihr diese abnehmen würde, aber in ihrer Wohngegend war Waffenbesitz eine Bürgerpflicht.<br />
An den Toren des trutzigen Palastes gab sie einem Wächter ihre Einladung, wärend sie über die größe des Gebäudes staunte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[Neugierig öffnete Claire den Umschlag und sah dann die kurze, aber makellose Einladung. Sie las die paar Zeilen die dort Standen wieder und wieder, doch sie konnte kaum glauben was dort stand. Noch viel unglaublicher waren die 100 Schekel die der Einladung beigefügt waren. Wer mochte sich denn aus dem mächtigen Hause Orsius für sie interessieren? Sie hatte doch hoffentlich niemanden aus diesem Hause beleidigt oder gar getötet. <br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Nein, dann wäre ich jetzt tot und jeder wüsste warum. </span> <br />
Dies konnte nicht der Grund sein entschied sie. Ihr wurde schnell klar das man ihr wohl kaum Schaden wollen würde und selbst wenn, was könnte sie dagegen tun? Nein, dies war ihre Chance eine weitere Stufe aufzusteigen, weiter weg von dem Elend der Unterwelt. Ausserdem 100 Schekel, sie hatte sich schon für viel weniger in Gefahr gebracht oder verkauft, auch wenn sie sich, wie in der Einladung stand, angemessene Kleidung erstwürde kaufen müssen. Kleidung war das eine Problem, aber das weit aus kleinere, für das Geld würde Claire sich schön einkleiden können, zumindest angemessen. Ein ganz anderes Problem war ihre Herkunft, sie konnte Leute aufspüren, überwältigen oder umbringen wenn es sein musste, aber einfach nur gesittet mit dem Adel zu speisen hatte noch niemand von ihr verlangt.<br />
<span style="font-style: italic;" class="mycode_i">Egal, du hattest auch bei der ersten Kopfgeldjagd keine Ahnung, wird schon werden Mädel Frechheit siegt</span> <br />
Claire war von der Möglichkeit zum erstenmal Dinge einzukaufen die sie eigentlich ncht brauchte fasziniert, doch so einfach wie sie sich das vorgestellt hatte war das nicht. Schon im ersten Laden machte man ihr sehr deutlich klar, dass sie sich in der Adresse geirrt haben müsse auch in den nächsten beiden Boutiquen widerfuhr ihr das selbe Schicksal, sie kam nicht einmal dazu die Geschäfte tatsächlich zu betreten. Allerdings hatte sie im letzten Schaufenster eine Kombination aus kurzem Abendkleid und Blouson gesehen die ihr gefiel und auch noch Geld für Wäsche und Schuhe übrig lies. Claire beschloss sich nicht von dem Verkäufer, der vor der Tür stand abwimmeln zu lassen und trat einen Schritt näher an ihn heran, so das ein eventueller Passant nicht die Pistole sehen konnte, die sie ihm gegen den Schritt drückte. <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Ich finde es überaus Höflich von ihnen, das sie sich meiner annehmen und mich in Kleidungsfragen auch geren beraten wollen"</span>, erklärte sie ihm mit einem zuckersüßen, falschen Lächeln. <br />
<span style="color: orangered;" class="mycode_color"><span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"A...Aber...Ja gerne werde ich sie beraten"</span></span> <br />
<span style="font-weight: bold;" class="mycode_b">"Das ist ausserordentlich liebens würdig von ihnen"</span> <br />
Sie kaufte das kurze, schwarze Kleid, das Blouson,  schwarze Spitzenwäsche und ein paar schwarze, schlichte Schuhe. Der Preis verschlug ihr zwar im ersten Moment den Atem, da sie nicht gewohnt war solche Summen zu bezahlen, wurde aber von den 100 Schekeln noch gerade so eben gedeckt.<br />
<br />
Am Nächsten Tag stand sie um genau 13:30 Uhr vor dem Palast der Orsius, unter dem Blouson trug sie das Halfter mit ihrer Waffe. Ihr war klar das man ihr diese abnehmen würde, aber in ihrer Wohngegend war Waffenbesitz eine Bürgerpflicht.<br />
An den Toren des trutzigen Palastes gab sie einem Wächter ihre Einladung, wärend sie über die größe des Gebäudes staunte.]]></content:encoded>
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