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- Dev Mantris - 03-13-2009 Dev sah den in der Kanalisation verschwindenden Soldaten nach und sah sich um. Der pochende Schmerz in seinen Gliedern war einer tauben Kälte gewichen, von der er nicht wusste, ob sie angenehmer oder schlimmer als die Schmerzen war. Er lag mit Harkon auf dem Dach eines der Gebäude und beobachtete die vor ihm liegende freie Fläche des Platzes. Den Aufstieg zu ihrer Stellung hatte er zwar mit einer Sprengladung versehen, aber das war mehr eine Geste guten Willens als ein wirklicher Schutz vor unangenehmen Überraschungen. Er war sich zwar sicher, dass sie niemand gesehen hatte, als sie den Trupp heimlich verlassen und die erhöhte Stellung bezogen hatten, aber sollte sie jemand aufklären und versuchen zu ihnen hinauf zu kommen, so würde er mehr als nur die halb zerstörte Treppe benutzen können. Mehrere Löcher in der Decke des Bungalowbaus boten ebenso Aufstiegsmöglichkeiten wie die unebene Fassade des Gebäudes. Aber es war nun mal der beste Platz , um das Vorfeld zu beobachten ohne selbst gesehen zu werden... - Micheal Banks - 03-13-2009 Banks war wohl oder übel der zweite Mann, der der Dunkelheit entgegentreten musste, nein, durfte, rief er es sich in den Verstand zurück. So hatte es doch der im Bahnhof vorausgegangene Befehl besagt, und würde sich etwas ändern, so war sich Banks gewiss, würde der Leutnant schon die Initiative ergreifen, hatte er noch die Luft dazu. Doch bevor er in das klaffende Maul schier endloser Dunkelheit hinabstieg, befestigte er mit flinken Handgriffen die standarisierte Schulterlampe an seiner auf seinen massigen Schultern kolossal wirkenden Schulterplatte. Die Öffnung in noch tiefere Verkommenheit und in selbst den Unrat des um ihn herum in alle Richtungen scheinbar ewig wahrnehmbaren Drecks war breit genug, dass Banks trotz seiner immensen Breite recht bequem die marode und glitschig wirkenden Sprossen der langen Leiter hinabklettern konnte. Doch wusste er, dass die Leiter, sofern sie nach imperialen Maß verankert war, gut halten und unter ihm nicht nachgeben würde, da sie aus rostfreiem und die Gezeiten überdauernden Stahl bestand. Schließlich konnte man bei Schäden in einer Makropole nicht beliebig den Boden aufreißen. Und soweit dieser Fleck der Stadt nun auch mittlerweile vom Zentrum des Geschehens und vom Mittelpunkt des zivilisierten Lebens entfernt war, so hatte es doch irgendwann einmal Zeiten gegeben, wo dies nicht so war. So stieg Banks mit noch ausgeschalteter Lampe hinab. Der allgegenwertige Siff und Schleim würde nur wenige Zentimeter von seinem Gesicht entfernt auf unangenehmste Weise das ausgestrahlte Licht zurück und in seine Augen werfen, dass er de facto blind gewesen wäre für eine Weile. Darüber hinaus gab ihm der kontrollierte und langsame Abstieg in eine gesicherte Richtung die Möglichkeit seinen Fotorezeptoren auf der Retina die nötige Zeit zur Adaptation zu liefern. Endlich auf festen,wenn auch rutschigen Boden angekommen konnte er auch ohne Lichtquelle seiner Schulter die groben Konturen der Umgebung wahrnehmen. Das stark viskose Blubbern der kaum indentifizierbaren Brühe war in der von Batisos Wühlen abgesehenen Stille kaum zu überhören und der Gestank war wahrlich atemberaubend. Banks musste trotz Filter ersteinmal einen Würgereiz unterdrücken, dessen plötzliche und heftige Antiperistaltik ihm beinahe seine letzte Mahlzeit in die Atemmaske geschleudert hätte. Dann konnte er sich fassen und schaltete seine Schulterlampe ein, damit Batisos auch endlich seine finden und anbringen konnte. Zu zweit sicherten sie die Umgebung und warteten auf die anderen. <<Cat unten angelangt. Bestätige sicheren Status.>> - Ace Levy - 03-17-2009 Die Gruppe verschwand nach und nach leise im gähnend schwarzen Loch, in einem symbolischen Schlund der Oberfläche, der die wagemutigen Soldaten zu Fressen und nie wieder auszuspucken schien. So fühlte sich der blonde Levy unter seiner plötzlich erschlagend schweren Ausrüstung. Zerquetscht anstelle beschützt. So, nun Sie beide !, ertönte es von Lysander, als nur noch sie und die beiden Scouts oberhalb der Gullikante waren. Die Aufklärer hatten den Befehl bekommen so lange die Stellung zu sichern, bis Personal und Gerät abgestiegen waren. Dann würden sie nachkommen und das Loch wieder schließen, damit zumindest nicht direkt jeder Mutant über den Weg der PVSler stolpern würde. Kriegor, schultern Sie den Bolter und geben Sie beim Abstieg Acht ! Es wird rutschig sein. Levy, nehmen Sie Kriegor das 2-1 ab, solange es nach Unten geht. Und nun los ! Ich will hier weder anwurzeln noch das ganze Pack zu einer Grillparty einladen. Dann begann Ace mit dem Abstieg. Auch wenn die Leiter wie zu erwarten gewesen war wohl viele Jahre nicht mehr richtig gesäubert oder in Betrieb genommen war, war ihre Funktionalität beinahe uneingeschränkt. Während er sich immer weiter nach unten tastete konnte er unten Lichtkegel ausmachen, die ihm das nahende Ende verkündeten. Eine kleine Zeit nach Levy erreichte auch Kriegor mit dem schweren Bolter den Boden und Levy gab das Gewehr zurück. Dann erschien auch Lysander und es fehlten nur noch die beiden Aufklärer. - Dev Mantris - 03-17-2009 Leicht genervt schob Dev sich über die Häuserfassade. Warum der Leutnant ihnen befohlen hatte die Nachhut zu übernehmen würde wohl sein Geheimnis bleiben. Er entfernte die zur Sicherung angebrachten Granaten und bedeutete Harkon ihm zu folgen. Verstohlen glitten sie vom Dach und stiegen in die stinkenden, dunklen Gänge der Kanalisation hinunter und folgten der Gruppe. - Remus Hagee - 03-17-2009 Remus stieg natürlich ebenfalls in den stinkenden Kanal hinab und bedauerte es schon fast, dass er das Gesicht des Fahnenjunkers wegen der Maske nicht würde erkennen können. Die Schadenfreude rückte aber schnell wieder in den Hintergrund, als er mit der Leuchte das vor ihnen liegende Stück ausleuchtete. Er fühlte sich mal wieder an gewisse unterirdische Bunkerkomplexe auf einem gewissen Planeten erinnert. Er richtete den Blick unwillkürlich nach oben, eine nützliche Angewohnheit, die sich spätestens dann entwickelte, wenn einem zum ersten Mal im Leben ein Mutant auf den Kopf gefallen war. Die meisten Mutanten waren zwar eher große starke Biester, aber aus eigener Erfahrung und Actionfilmen, die man sich ab und zu mal an langweiligen Kasernentagen anschaute, wusste er, dass es immer irgendwelche Viecher gab, die an der Decke langkrabbelten oder plötzlich aus Löchern und Geheimgängen in der Flanke auftauchten. Er versuchte seine Augen also überall zu haben, und nicht nur vorne. Es mochte leicht nervös wirken, aber Vorsicht war besser als Nachsicht und es war ohnehin schon etwas her, seit er sich das letzte Mal entspannt hatte. Außerdem pflanzte er mal wieder sein Lieblingsspielzeug, das Bajonett, auf. - Die Stimme - 03-18-2009 Der Kanal war aus solide gemauerten Ziegelsteinen errichtet und mochte älter sein als alle Soldaten der vierten Gruppe zusammen. Einstmals sicher ein Wunderwerk der sanitären Versorgung und ein löblicher Beitrag zur städtischen Hygiene war er jetzt genau das Gegenteil. Rückgestautes Regenwasser und die Fäkalien, achtlos abgeleitet aus den oberen Ebenen der Stadt, hatten sich zu einer dickflüssigen Brühe vereint die den Soldaten bis knapp unter den Bauch ging. Ihre Antischadstoffkombinationen schirmten die Haut zwar von dem Kontakt mir der giftigen Substanz ab, angenehmer gestaltete sich der Marsch dadurch jedoch nicht. Als wäre das nicht schon Martyrium genug, trieben in der Kloake Leichen und Leichenteile. Unmöglich zu sagen wer sie hier herunter geschafft hatte oder aus welchen Beweggründen. Das in Zeiten des Hungers der Kannibalismus kein Fremder unter den Notleidenden war, war ein offenen Geheimnis. Doch waren auch fiele Körper verstümmelt, so konnte es sich kaum um eine abartige Form von Vorratslager handeln. Vermutlich waren es Flüchtlinge die hier unten ein nasses Grab gefunden hatten. Selbst Verzweifelte oder Mutierte würden nichts essen was in dieser Jauche eingelegt war. Oder? Etwas bewegte sich und es stammte nicht vom Schaukeln des Wasser. Mündungen und Lichtstrahlen richteten sich auf die Quelle voraus. Sie senkten sich mit erleichterten Seufzern im Sprechfunk. Lediglich eine Ratte, aufgedunsen und von der Größe einer Katze, hockte auf einem Toten und tat sich am Auge des Floßes gütlich. Gerade wollte der Leutnant das Kommando zum Weitermarsch geben als eine Leiche, mitten zwischen den PVSlern, aufsprang und mit einem rostigen Hackmesser auf die Kommissarin losging. Zwei weitere Gestalten erhoben sich und griffen an. Im zuckenden Schein der Lampen waren grobe Atemmasken zu sehen, wie sie im Bergbau Verwendung fanden. Zu Taucherausrüstungen umfunktioniert hatten die drei Attentäter damit, bäuchlings treibende, Leichen perfekt nachahmen können. Nun waren sie in den Reihen der Feinde, die ihre Überzahl so nicht zum tragen bringen konnten. Auch der Zweite war mit einem schartigen Beil bewaffnet, der Dritte verließ sich auf die insektenartigen Beißwerkzeuge die seinem Mund entwuchsen. In der Enge des Kanals waren ihre unmenschlichen Kampfschrei ohrenbetäubend. - Dev Mantris - 03-18-2009 Dev überwand seinen Schrecken erstaunlich schnell und reagierte Instinktiv. Der Kolben seines 2-1ers stieß auf eines der mit Atemmasken bedeckten Gesichter nieder und stieß den Angreifer zurück. In der kurzen Atempause die im Blieb zog er sein Schwert mit der rechten Hand aus seiner und warf sich mit der rechten das Gewehr über den Rücken. Seine Augen leuchteten als er, aufgeputscht von Adrenalin und den Tabletten des Doktors, einen sicheren Stand suchte und sich schützend vor seinen Freund Harkon stellte. So gut er auch im Umgang mit dem Scharfschützengewehr sein mochte - im Nahkampf waren seine Fertigkeiten eher überschaubar. Mit einem zornigen Schrei warf sich Dev den Kreaturen entgegen und führte sein Schwert in einem abwärts gerichteten Hieb gegen die erste von den Beiden, die in seiner unmittelbaren Nähe waren. Er wurde mit einem schrillen Schrei belohnt, dessen Tonlage eigentlich nicht für menschliche Kehlen gemacht war. Dunkles, ekelerregendes Blut vermengte sich mit den Fäkalien der Kanalisation und bildete Schlieren in dem siffigen Wasser. Ein Armstumpf besprühte ihn mit stinkender Flüssigkeit, als er weiter auf den Gegner eindrang, um ihm den Rest zu geben. Ein gebrülltes "Lilith" begleitete das schmatzende Geräusch, als Lumen Imperatoris den Kopf des Wesens vom Rest des Leibes trennte. Dieser Schrei und eine Bewegung neben ihm. Mit schier übermenschlicher Anstrengung riss der Soldat sein Schwert herum und konnte gerade noch die rostige Eisenstange parieren, die fast seine ohnehin malträtierten Rippen getroffen hatte. Schmerz schoss durch seinen Schwertarm und die Wucht des Angriffs stieß den Soldaten nach hinten. Langes Training mochte Dev einen Vorteil geben und auf ebenem Gelände hätte er die beiden sicherlich mit Leichtigkeit besiegt - aber hier in der Kanalisation sah die Sache schon anders aus. Er fing sich gerade noch rechtzeitig ab und ließ seine linke Faust vorschnellen. Er traf mit voller Wucht das Kinn seines Gegenübers. Der Kopf der Kreatur ruckte zurück und ließ sie taumelte einige Meter rückwärts - zeit genug um ihr einige Zoll imperialen Stahls in den Rumpf zu bohren. Mit ungläubig geweiteten Augen starrte die Kreatur Dev noch einen Moment lang an, bevor sie neben ihrem Kameraden in das brackige Wasser sank. Dev drehte sich um und schenkte Harkon ein aufmunterndes Lächeln, bevor er sich wieder dem Kampfgeschehen zuwandte. - Samira Lissé - 03-18-2009 Der Gestank der Kanalisation schlug Samira schon entgegen als die Abdeckung des Einstiegs geöffnet wurde und bot nur einen Vorgeschmack darauf wie es unten riechen mochte. Zu ihrer eigenen Überraschung war es Batisos, der sich freiwillig meldete als erster hinunterzugehen. Er wirkte gefasst und zu allem entschlossen, er wollte sich den Ruf eines Weicheis den er sich in der Nacht zugezogen hatte um jeden Preis loswerden. Samira kletterte direkt nach dem Flammer hinunter in die Kanalisation und half bei der Sicherung des Tunnels. Sie kannte diese Art von unterirdischen Abwasserkanälen nur zu gut. Da der Gestank hier unten bei zu langem Aufenthalt so gut wie überhaupt nicht mehr hinauszukriegen war und die Luft nicht selten von Giftigen oder gar Explosiven Gasen beherscht war verkrochen sich nur die allerschlimmsten Kreaturen in der Kanalisation einer Makropole. Wiederwärtiger Xeno-Abschaum, Mutanten die so schrecklich waren, dass sie nichteinmal in den rauen Slums geduldet wurden, Mutierte und Verstrahlte Tiere. Außerdem glich die Kanalisation einer Makropole einem Labyrinth in dem sich leicht verlaufen konnte. Samira war auf Pryarch nur einmal in der Kanalisation gewesen. Um von den Unterstadt in die Arbeiterhabs zu gelangen und sich so bei der Imperialen Armee einschreiben zu können. Es war eine der schrecklichsten Wochen in ihrem Leben gewesen und sie fühlte sich im Moment unangenehm daran erinnert. Die tatsache, das in der Brühe angeknabberte Leichen und Leichenteile schwommen beruhigten sie keineswegs. Der Vormarsch durch die Kanalisation war wiederlich und immer wieder musste der ein oder andere Soldat einen Brechreiz unterdrücken. Die Brühe undefinierbarer Farbe reichte ihnen inzwischen bis zur Hüfte und erschwerte das Vorrankommen. Blasen stiegen immer wieder vom Grund der Kanalisation aus und erzeugten beim Platzen ein beständiges Hintergrundgeräusch für den schwappenden und schmatzenden Vormarsch der Soldaten. Samira sicherte direkt hinter Banks als die Gruppe die Riesenratte entdeckte die gerade einer Leiche ein verfaultes Auge ausfraß. Als Samira die Bewegung in der Dunkelheit gesehen hatte, hatte sie sich unwillkürlich angespannt und war auf einen Angriff gefasst gewesen. Das rettete ihr das Leben. Der Mutant mit den Insektenartigen Beißwerkzeugen tauchte direkt vor Samira aus der Fäkalienbrühe auf und stürzte sich mit einem schrillen Aufschrei auf sie. Die Bestie war zu Nah um ihr in irgendeiner Weise im Kampf begegnen zu können also hechtete sie mehr schlecht als recht zur Seite um dem tötlichen Beißangriff auszuweichen. Es gab noch eine art Platschen, dann klangen die Kampfgeräusche über Samira aufeinmal wie durch einen Wattebausch, daür hörte sie das Blut in ihren Ohren rauschen und ihr Herz wie verrückt klopfen während die ekelerregende Wärme der Brühe umfing sie. Genau zwei Sekunden konnten die Filter der Gasmaske der flüssigen Schlacke der Makropole standhalten ehe sie Nachgaben und in das innere der Maske einsickerten. Plötzlich packte sie eine Hand am Oberarm und zog sie wieder nach oben. - Micheal Banks - 03-18-2009 Als die Toten ihre Lebendigkeit zum Spott der Lebenden unter Beweis stellten ging alles plötzlich sehr schnell ehe Banks richtig reagieren konnte. Banks hatte um seinen Flammenwerfer nicht zu ruinieren die Arme mit der Waffe nachoben gestreckt und wäre so ein recht leichtes Ziel gewesen, doch schien der Imperator selbst seine schützende Hand über ihm ausgestreckt zu haben. Denn es traf schon wieder Samira, die seinen Rücken freihielt und seinen Schutz vor Batisos und dem einen oder anderen genoss. Banks wusste nicht, ob sie getroffen worden war, aber es war nun an ihm seine einzige richtige Freundin zu retten, von der er derzeit wusste, dass sie noch lebte. Er nahm also seinen linken Arm von seiner Waffe und stemmte sie fortan ganz mühelos mit nur dem rechten. Der linke Arm wanderte Samira hinterher in das Epizentrum ihres Wellenschlags den sie beim Abtauchen hinterließ und griff nach ihr. Es dauerte ungefähr zwei Sekunden bis Banks einen sicheren Griff hatte, dann zog er sie trotz Morast und Ausrüstung über die Wasseroberfläche, als ob Samira bloß eine Puppe wäre. Sie war im Vergleich zu ihm ohnehin sehr zierlich, wenn doch nicht zu unterschätzen ! Dann gab er ihr eine Sekunde, in der sie sich einen sicheren Stand aneignen konnte und ließ sie los. Sie ein wandelnder Moratshaufen von dem der zähflüssige Ekel heruntertroff und sie nichts sehen ließ. Denoch umklammerte die kleine Frau weiterhin eisern ihr Gewehr, denn auf den Verlust der Dienstwaffe stand mitunter Todesstrafe. Nachdem dann aber die einsekündigen Sinneseindrücke ihres Äußeren abgelaufen waren griff der massige Arm nach dem wieder hochkommenden Mutanten mit den Beißwerkzeugen und richtete ihn grob auf. Ohne die Auswüchse und die größere Gestalt wäre momentan nicht von Samira zu unterscheiden gewesen. Mit einem Prankenhieb schlug Banks dem Wesen dann die Atemmaske halb vom Gesicht, sodass die Trahehenöffnungen und die Mundöffnung, die wohl den Zugang zu einer einst menschenähnliche Lunge bildete, offen lagen. Der sofort nachfließende Siff floss sofort in den entstandenen Freiraum und trotz seiner Agressivität musste der Insektoide Schlucken und Husten. Zumindest hätte man es so deuten können. Das war das Zeichen, worauf der Halbcatachaner gewartet hatte und griff dem Angreifer in den Nacken. Das Zudrücken bewirkte einen jämmerlichen Versuch einer Schutzhaltung, in der der Mutant den Schmerz zu minimieren versuchte, seinen Kopf reflexartig in den Nacken legte, und somit die Öffnungen in seinem Gesicht Panik erfüllt nochmals öffnete. In diesem Moment drückte Banks den Entarteten kraftvoll in den zähflüssigen Dreck, so als ob er bloß ein Streiholz zerbrochen hätte. Es dauerte nicht lange bis Banks keinerleich Regung unter Wasser mehr spürte und den Regungslosen losließ, der in den Fängen des Stroms langsam fort getragen wurde. - Lysander - 03-18-2009 Der Kampf gegen die drei wandelnden Kadaver war so kurz, dass Obergefreiter Levy und Gefreiter Kriegor nicht einmal die Chance gehabt hätten, auch nur ihren schweren Bolter abzufeuern und dabei über der "Wasser"oberfläche mit dem Gerät zu bleiben, geschweige denn das Teil auf irgendetwas auszurichten. An einen Waffenwechsel war in diesem Siff ohnehin nicht zu denken. Die Verdreckung mit dieser Schlammpampe würde gleichzeitig den Verlust dieser mächtigen und teuren Waffe bedeuten und Lysander höchst persönlich würde die beiden Nichtsnutze dafür lynchen. Aber glücklicher Weise kam es ja gar nicht so weit; vorerst. An ihnen trieben lediglich langsam die nun definitiv toten Wesen vorbei, die sich einst mal als humanoid bezeichnet haben dürften. Lysander fand, dass sowas eine schiere Zumutung sei. Zum einen musste er, ein wertvoller und durchaus nutzbringender einsetzbarer Teil der großen Maschiniere in dieser Kloake rumwaten und zum anderen konnte er niederen Abschaum nicht ausstehen, wo ihm doch schon der sich zivilisiert schimpfende Pöbel zu wider war. Lysander war in dieser Umgebung höllisch froh, dass er eine deutlich höherwertige Ausstattung der Armeeausrüstung besaß. Seine Atemmaske hatte nicht nur einen allgemein effektiveren Filter, sie schaffte es sogar den Gestank nach Unrat und Exkrement nahezu zu neutralisieren. Aber ihm stand dies ja auch zu, denn schließlich musste hier ja noch wenigstens einer denken. Seit Eintritt in den zähflüssigen Dreck trug der Fahnenjunker Gladius und Pistole aus seinem Privatbesitz in den Händen und achtete peinlichst darauf, dass an diese beiden Gerätschaften der giftige Brei nicht herangelangte. Das 2-1 hatte mit Griff nach unten auf seinen Rücken geschnallt. Für ihn hatte es keinen materiellen Wert, schließlich hatte er es nicht selbst gekauft. Die Nahkampfkombi würde in dieser Umgebung ohnehin die wohl bessere Wahl darstellen. Lysander sehnte sich schon nach dem Austrittspunkt und hoffte inbrünstig nicht diesen Weg wieder zurück gehen zu müssen. Verdammte Scheiße ! |